„Papst Franziskus hat sich nie negativ über die Freimaurerei geäußert“

Freimaurer behaupten Vereinbarkeit von Kirche und Loge

Am vergangenen Wochenende tagte in Asuncion die Interamerikanische Freimaurerkonföderation. Dabei ging es nicht nur um „die Nutzung sozialer Netzwerke“.
Am vergangenen Wochenende tagte in Asuncion die Interamerikanische Freimaurerkonföderation. Dabei ging es nicht nur um „die Nutzung sozialer Netzwerke“.

(Asun­ci­on) Die Con­fe­der­aci­on Maso­ni­ca Inter­ame­ri­ca­na (Inter­ame­ri­ka­ni­sche Frei­mau­re­ron­fö­de­ra­ti­on) ver­sam­mel­te sich am Wochen­en­de in Asun­ci­on, der Haupt­stadt von Para­gu­ay. Offi­zi­el­les The­ma der Ver­samm­lung war „die Nut­zung der sozia­len Netz­wer­ke“ durch die Frei­mau­re­rei. Bespro­chen wur­de aller­dings wesent­lich mehr.

Eines der tat­säch­lich bespro­che­nen The­men war die „Ver­ein­bar­keit von Frei­mau­re­rei und des christ­li­chen Glau­bens“.

Der Groß­mei­ster der Sym­bo­li­schen Groß­lo­ge von Para­gu­ay, Edgar San­chez Cabal­le­ro, Grün­dungs­mit­glied der Inter­ame­ri­ka­ni­schen Frei­mau­rer­kon­fö­de­ra­ti­on, bezeich­ne­te sich bereits in der Ver­gan­gen­heit wie­der­holt als „Katho­lik“. Die Absicht dabei war es jeweils, eine Ver­ein­bar­keit von Kir­che und Loge behaup­ten zu wol­len. In einem anläß­lich der jüng­sten Tagung in Asun­ci­on bekräf­tig­te San­chez sei­ne Behaup­tung in der Tages­zei­tung ABC Color vom 14. Sep­tem­ber.

Groß­mei­ster San­chez Cabal­le­ro nütz­te die Medi­en­prä­senz zunächst, um zu behaup­ten, es gebe „viel Des­in­for­ma­ti­on“ über die Zie­le und Akti­vi­tä­ten der Frei­mau­re­rei. Er erklär­te die Loge als „initia­ti­sche Insti­tu­ti­on“, „um ein­zu­tre­ten durch­läuft man einen Initia­ti­ons­pro­zeß“. Die Loge sei „phi­lo­so­phisch und phil­an­thro­pisch“. Rund um die Frei­mau­re­rei gebe es „vie­le Tabus, die vor allem durch die Pro­pa­gan­da der katho­li­schen Kir­che“ erzeugt wor­den sei­en, weil die­se „die Frei­mau­re­rei, weil geheim, nicht als Insti­tu­ti­on akzep­tiert“.

Der Frei­mau­rer-Groß­mei­ster lie­fer­te sich 2017 einen öffent­li­chen Schlag­ab­tausch mit dem Erz­bi­schof von Asun­ci­on.

Auf den Hin­weis, daß Chri­sten nicht Frei­mau­rer sein kön­nen, ant­wor­te­te San­chez Cabal­le­ro:

„Das ist ein alter Dis­kurs der Kir­che. Sie wer­den erken­nen, daß Papst Fran­zis­kus in kei­nem Augen­blick sich auf nega­ti­ve Wei­se auf die Frei­mau­re­rei bezo­gen hat.“

Der Groß­mei­ster erklär­te bereits im April 2017:

„Wir Frei­mau­rer bewun­dern Papst Fran­zis­kus.“

Gegen­über ABC Color beton­te er nun:

„Ich bin Katho­lik und kann sagen, daß es kei­ne Unver­ein­bar­keit zwi­schen dem christ­li­chen Glau­ben und der Frei­mau­re­rei gibt, weil die Frei­mau­re­rei kei­ne Reli­gi­on ist.“

Natür­lich kön­ne das freie Den­ken in einen Wider­spruch zu den Dog­men gera­ten, denn Dog­men sei­en „eine Glau­bens­sa­che“. Die Frei­mau­re­rei aber „ana­ly­siert und fragt danach, was glaub­wür­dig ist oder nicht, doch das ist Teil des forum inter­num“.

Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler, der ehe­ma­li­ge Glau­bens­prä­fekt der katho­li­schen Kir­che, bedau­er­te im ver­gan­ge­nen Febru­ar in einem Inter­view das unge­wöhn­li­che und histo­risch bei­spiel­lo­se Lob von frei­mau­re­ri­scher Sei­te für Papst Fran­zis­kus:

„Mir hat das gan­ze Lob der Frei­mau­rer für Papst Fran­zis­kus nicht gefal­len.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: CMI (Screen­shot)

3 Kommentare

  1. Klei­ne Anmer­kun­gen zur Fair­ness: Papst Fran­zis­kus hat sich auch nie posi­tiv über die Frei­mau­re­rei geäu­ßert.

  2. Der Papst ein Frei­mau­rer, Bischö­fe als Freimaurer.Zumindest Letz­te­res wis­sen wir aus der Pesc­corel­li Liste. Aber wie kön­nen wir erken­nen? Die Frei­mau­re­rei hat eine ande­re Ter­mi­no­lo­gie. an der Benut­zung der Ter­mi­no­lo­gie kön­nen wir sehr sicher erken­nen, wes­sen „Gei­stes Kind„spricht. Sobald die katho­li­sche Ter­mi­no­lo­gie, von Chri­stus, der Got­tes­mut­ter etc. ver­schwin­det und dafür Ter­mi­ni
    wie „Huma­ni­tät, Frei­heit, Brü­der­lich­keit etc benutzt wer­den, soll­ten wir wir wir uns um Erkennt­nis bemü­hen.

Kommentare sind deaktiviert.