Ungarns Regierung fördert Geburten nicht Einwanderung

Ein Beispiel für eine Bevölkerungspolitik, die nicht in die Geriatrie führt

Viktor Orban mehr Geburten statt Einwanderung
Viktor Orban: mehr Geburten statt Einwanderung.

(Budapest) Ungarns Regierung will weitere Maßnahmen setzen, um die Geburtenrate zu steigern. Sie bekräftigt damit ihr Nein zur Politik ihrer westlichen Nachbarn, die sinkenden Geburtenraten als „Vorteil“ zu sehen, um die Masseneinwanderung zu fördern.

„Die politischen Führer der liberalen Demokratien lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. In diejenigen, die beim Regieren immer an die nächsten Wahlen denken, und an diejenigen, die hingegen an das Allgemeinwohl ihres Landes und ihres Volkes denken. Zu dieser zweiten Gruppe gehört zweifellos der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban“, so InfoVaticana.

Am vergangenen Sonntag, den 10. Februar, gab Viktor Orban eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Geburtenrate bekannt. Dazu erklärte er in seiner Rede zur Lage der Nation, ohne daß Medien westlich des einstigen Eisernen Vorhangs besondere Notiz davon genommen hätten:

„In Europa werden immer weniger Kinder geboren. Für den Westen lautet die Antwort Einwanderung. Für jedes Kind, das verlorengeht, muß ein anderer kommen, damit die Zahlen stimmen. Wir brauchen aber nicht Zahlen: Wir brauchen ungarische Kinder.“

Die neuen Maßnahmen sind eine Antwort auf die Besorgnis der ungarischen Staatsführung über die demographische Krise. Sie sehen eine Ausweitung eines Kreditprogramms für den Kauf eines Eigenheims für Familien vor, die mindestens zwei Kinder haben, und Subventionen für den Autokauf. Die längerfristig vielleicht wichtigste Maßnahme ist eine Befreiung von der Einkommenssteuer für Familien mit mindestens vier Kindern.

Eine weitere zentrale Maßnahme richtet sich konkret an die Frauen. Frauen unter 40 können, wenn sie zum ersten Mal heiraten, ein Darlehen in der Höhe von zehn Millionen Forint als Starthilfe für die junge Familie erhalten, das sind etwas mehr als 31.000 Euro. Die Maßnahme hat eine mehrfache Zielsetzung. Sie zielt einerseits bewußt auf Frauen ab, denn nur sie können Kinder zur Welt bringen. Und sie will neben dem Geburtenanreiz vor allem stabile Familienverhältnisse fördern, die die beste Voraussetzung für die Geburt von Kindern und deren gesunde Erziehung sind. Wird das zweite Kind geboren, wird ein Drittel des Darlehens erlassen. Wird ein drittes Kind geboren, verzichtet der Staat ganz auf die Rückzahlung.

Im Jahr 2016 genehmigte die polnische Regierung ein Unterstützungsprogramm für Familien mit mehr als einem Kind, das als Plan 500 bezeichnet wurde. Die Ergebnisse blieben nicht aus. 2017, das sind die derzeit neuesten, verfügbaren Zahlen wurden um 5,3 Prozent mehr Kinder geboren als 2016 und um 9 Prozent mehr als 2015.

In Ungarn wurden die polnischen Erfahrungen aufmerksam beobachtet. Mit den am Sonntag angekündigten Maßnahmen geht Ungarn deutlich über die polnischen Maßnahmen hinaus und erhofft sich dadurch auch eine noch positivere Auswirkung auf die Geburtenrate.

Die ungarische Regierung beobachtet ebenso die Politik der westlichen Regierungen, die ihr als abschreckendes Beispiel dienen, weil sie die Völker in die Geriatrie führt und durch Masseneinwanderung irreversibel umbaut.

Text: Andreas Becker
Bild: InfoVaticana

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