„Der definitive Bruch mit der apostolischen Tradition“

Zölibat
Die Trennung von Zölibat und Priestertum wäre ein definitiver Bruch mit der apostolischen Tradition.

„Der Plan, der von eini­gen wie­der vor­ge­bracht wird, den Zöli­bat vom Prie­ster­tum zu tren­nen, indem das Wei­he­sa­kra­ment ver­hei­ra­te­ten Män­nern, den Viri pro­ba­ti, gespen­det wer­den soll – aus ‚pasto­ra­len Grün­den oder Not­wen­dig­kei­ten‘, wie sie sagen –, wird die schwer­wie­gen­de Kon­se­quenz haben, end­gül­tig mit der apo­sto­li­schen Tra­di­ti­on zu bre­chen.
Wir wer­den ein Prie­ster­tum nach unse­ren mensch­li­chen Maß­stä­ben fabri­zie­ren, aber ohne das Prie­ster­tum Chri­sti – gehor­sam, arm und keusch – wei­ter­zu­ge­ben und fort­zu­füh­ren. Denn in Wirk­lich­keit ist der Prie­ster nicht nur ein ‚alter Chri­stus‘, son­dern er ist wirk­lich ipse Chri­stus, Chri­stus selbst! Des­halb wird der Prie­ster wie Chri­stus und wie die Kir­che immer ein Zei­chen des Wider­spruchs sein.“

Kar­di­nal Robert Sarah, Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung, in sei­ner Pre­digt am Pfingst­mon­tag, 21. Mai 2018, in der Kathe­dra­le von Char­tres zu den groß­teils jugend­li­chen Pil­gern der inter­na­tio­na­len Fuß­wall­fahrt der Tra­di­ti­on von Paris nach Char­tres.

Bild: Mes­sa in Lati­no