Benedikt XVI. vollendet 91. Lebensjahr

Benedikt XVI. 91. Geburtstag
Benedikt XVI. feiert heute seinen 91. Geburtstag

(Rom) Benedikt XVI. feiert heute seinen 91. Geburtstag. Aus diesem Anlaß erhielt er in den vergangenen Tagen im Kloster Mater Ecclesiae Besuch.

In das Kloster in den Vatikanischen Gärten, das er nach seinem Amtsverzicht 2013 als Wohnsitz wählte, kam der argentinische Kardinal Leonardo Sandri. Ihn hatte Benedikt XVI. 2007 zum Präfekten der Kongregation für die orientalischen Kirchen gemacht, ein Amt, das er noch heute ausübt.

Benedikt XVI. mit Kardinal Sandri
Benedikt XVI. mit Kardinal Sandri

Zu den Gratulanten dieser Tage gehörte auch Abt Maximilian Heim vom Zisterzienserstift Heiligenkreuz bei Wien. Der Abt, Ratzinger-Preisträger 2011, wurde von mehreren Mitbrüdern begleitet.

Papst Franziskus besuchte seinen Vorgänger – laut offiziellen Mitteilungen des Vatikans – zuletzt zu Weihnachten 2017 und zu Ostern, jeweils um zu den Hochfesten seine Wünsche zu überbringen. Im Gegensatz zu früheren Begegnungen wurden vom Vatikan von den Begegnungen aber keine Video- und Photoaufnahmen veröffentlicht.

Am vergangenen Freitag legte der Zeithistoriker Roberto Pertici eine Analyse zur Lage der Kirche in der Welt und zum Pontifikat von Papst Benedikt vor. Darin heißt es, die Versuche, die katholische Identität im Konflikt mit der Moderne zu stärken, sei nicht nur außerhalb der Kirche heftig angefeindet worden, sondern auch innerhalb der Kirche, wenn auch verborgen und stillschweigend. Benedikt XVI. sei Corpus ecclesiarum „weitgehend alleingelassen“ worden. Das sei der Grund seines Amtsverzichts, dessen „Gründe und langfristigen Implikationen erst noch zu klären sind“.

Romereports sendete am Samstag einen Bericht, der die Besuche von Kardinal Sandri und Abt Heim zeigt, aber hauptsächlich aus Archivmaterial besteht.

Ad multos annos.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Youtube (Screenshots)

1 Kommentar

  1. Langsam dämmert es, dass es für die Gläubigen ein wirklich bedeutendes Pontifikat war. Für die Welt und ihre machtpolitischen Absichten vielleicht weniger…

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