„Das bestgehütete Geheimnis von Fatima: Die Apostasie der Kirche“ — Ein neues Buch, ein graphologisches Gutachten und viele Fragen

Drittes Geheimnis von Fatima: Ein graphologisches Gutachten kommt zu einem verblüffenden Schluß.
Drittes Geheimnis von Fatima: Ein graphologisches Gutachten kommt zu einem verblüffenden Schluß.

(Madrid) In Spa­ni­en ist seit heu­te das Buch „El secreto mejor guard­ado de Fati­ma“ (Das best­ge­hü­te­te Geheim­nis von Fati­ma) des Autors José Maria Zava­la im Buch­han­del erhält­lich. Der Vati­ka­nist Mar­co Tosat­ti konn­te vor­ab einen Blick in das Buch wer­fen.

Auf 330 Sei­ten wer­den anläß­lich des 100. Jah­res­ta­ges die Ereig­nis­se der Mari­en­er­schei­nun­gen im por­tu­gie­si­schen Ort Fati­ma detail­liert und chro­no­lo­gisch nach­ge­zeich­net. Das Haupt­au­gen­merk dabei liegt auf dem soge­nann­ten Drit­ten Geheim­nis.

Grabriele Amorth, Pater Pio und das „Dritte Geheimnis von Fatima“

Zavalas neues Buch
Zavalas neu­es Buch

José Maria Zava­la ist ein in Spa­ni­en sehr bekann­ter Jour­na­list und Buch­au­tor, der zum katho­li­schen Glau­ben kon­ver­tier­te. Sei­ne Bekeh­rung steht im Zusam­men­hang mit dem hei­li­gen Pater Pio, den Zava­la beson­ders ver­ehrt. Unter sei­nen mehr als 30 Büchern, die er ver­faß­te, fin­den sich zahl­rei­che zu histo­ri­schen und reli­giö­sen The­men. Das neue Buch ent­hält auch ein Gespräch mit dem vor kur­zem ver­stor­be­nen jah­re­lan­gen Hauptex­or­zi­sten der Diö­ze­se Rom, Pater Gabrie­le Amor­th, der wie Zava­la eine gro­ße Ver­eh­rung für den hei­li­gen Pater Pio von Piet­rel­ci­na emp­fand. In dem Gespräch geht auch dar­um, was Pater Pio über das Drit­te Geheim­nis von Fati­ma wuß­te.

Tosat­ti lenkt den Blick vor allem auf den span­nend­sten Teil des Buches. „Soll­te er sich als echt erwei­sen, wäre das auf­se­hen­er­re­gend“, so der Vati­ka­nist.

Die­ser Kern des Buches betrifft das Drit­te Geheim­nis (bes­ser gesagt, den drit­ten Teil des Geheim­nis­ses von Fati­ma) und ist gar nicht so neu, wie Zava­la es dar­stellt. Die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne, katho­li­sche US-Sei­te Tra­di­ti­on in Action berich­te­te bereits im April 2010 dar­über und ver­öf­fent­lich­te das Doku­ment in ver­schie­de­nen Grö­ßen. Das Doku­ment ist umstrit­ten. Tra­di­ti­on in Action beschränk­te sich daher, Fra­gen zu for­mu­lie­ren, ohne die Haupt­fra­ge nach der Echt­heit zu beant­wor­ten.

Stammt der Text von Sr. Lucia oder handelt es sich um eine Fälschung?

Die Fra­ge lau­tet: Ist der Text von Sr. Lucia dos San­tos geschrie­ben wor­den und han­delt es sich dabei um den mög­li­cher­wei­se feh­len­den Teil des Drit­ten Geheim­nis­ses, der im Jahr 2000 nicht vom Hei­li­gen Stuhl ver­öf­fent­licht wur­de? Letz­te­res wur­de von ver­schie­de­ner Sei­te, dar­un­ter von Prof. Ingo Dol­lin­ger und Bischof Kurt Krenn, unter Beru­fung auf den dama­li­gen Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger, behaup­tet. Als Dol­lin­ger im ver­gan­ge­nen Jahr die­se Aus­sa­ge, im Gespräch mit der deutsch-ame­ri­ka­ni­schen Katho­li­kin Mai­ke Hick­son wie­der­hol­te, ver­öf­fent­lich­te das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt eine Ent­geg­nung von Bene­dikt XVI., der sag­te, „nie“ mit Dol­lin­ger über Fati­ma gespro­chen zu haben. Dazu gab es jüngst erst eine Bestä­ti­gung für Dol­lin­gers Dar­stel­lung.

Zava­la wur­de das Doku­ment, wie er schil­dert, anonym im Anhang einer E‑Mail und ohne jeden erklä­ren­den Text über­mit­telt. Die Schil­de­rung klingt fast etwas zu geheim­nis­voll, zumal das Doku­ment bereits seit Jah­ren im Inter­net ver­öf­fent­licht war. Zava­la kann­te das Doku­ment jeden­falls nicht.

Das graphologische Gutachten

Es han­delt sich um das Abbild eines hand­be­schrie­be­nen Blat­tes im Umfang von 24 Zei­len. Zava­la ließ den Text aus dem Por­tu­gie­si­schen ins Spa­ni­sche über­set­zen und ein gra­pho­lo­gi­sches Gut­ach­ten durch­füh­ren. Dazu wand­te er sich an respek­ta­ble Exper­ten, näm­lich Bago­na Slocker de Arce, Mit­glied der Gra­pho­lo­gi­schen Gesell­schaft Spa­ni­ens und Gerichts­gut­ach­te­rin, sowie Pro­fes­sor Fran­cis­co Alva­rez, Jurist und Kri­mi­no­lo­ge, ehe­ma­li­ger Lei­ter der Kri­mi­nal­ab­tei­lung der Guar­dia Civil. Er bil­det heu­te Gra­pho­lo­gen aus, damit sie als beei­de­te Sach­ver­stän­di­ge Gerichts­gut­ach­ten erstel­len kön­nen.

20 Sei­ten des Zava­la-Buches nimmt das gra­pho­lo­gi­sche Gut­ach­ten über das Sr. Lucia zuge­schrie­be­ne Doku­ment ein. Es muß vor­aus­ge­schickt wer­den, daß den Gut­ach­tern nicht das Ori­gi­nal­do­ku­ment vor­lag, son­dern nur ein digi­ta­li­sier­tes Abbild. Wei­ter­ge­hen­de Unter­su­chun­gen zu Papier, Ver­gil­bung oder Tin­te konn­ten nicht durch­ge­führt wer­den. Die Gut­ach­ter konn­ten aus­schließ­lich das Schrift­bild mit dem vom Hei­li­gen Stuhl ver­öf­fent­lich­ten Doku­ment von Sr. Lucia dos San­tos ver­glei­chen. Das Gut­ach­ten gelangt zum – aller­dings bemer­kens­wer­ten – Schluß, daß die­ses Doku­ment von der­sel­ben Hand geschrie­ben wur­de, wie das vom Hei­li­gen Stuhl ver­öf­fent­lich­te Doku­ment, das unbe­strit­ten­er­wei­se Sr. Lucia dos San­tos zuge­schrie­ben wird. Dem­nach wäre das 24-Zei­len-Doku­ment Teil der drit­ten „Erin­ne­rung“ von Sr. Lucia vom 31. August 1941.

Der Text

Der Inhalt der 24 Zei­len lau­tet in deut­scher Über­set­zung:

„Nun kom­me ich zur Ent­hül­lung des drit­ten Frag­ments des Geheim­nis­ses; die­ser Teil ist die Apost­asie der Kir­che. Unse­re Frau zeig­te uns eine Visi­on eines Indi­vi­du­ums, das ich als der ‚Hei­li­ge Vater‘ beschrei­be, vor einer gro­ßen Men­ge, die ihm zuju­bel­te.

Es gab jedoch einen Unter­schied zu einem wirk­li­chen Hei­li­gen Vater, der Blick des Teu­fels, die­ser hat­te die Augen des Bösen.

Dann, eini­ge Augen­blicke spä­ter, sahen wir den­sel­ben Papst in eine Kir­che gehen, die­se Kir­che aber war die Kir­che der Höl­le, es ist nicht mög­lich, die Häß­lich­keit die­ses Ortes zu beschrei­ben, er schien wie eine aus grau­em Zement gemach­te Festung mit gebro­che­nen Ecken und Fen­stern wie Augen, er hat­te eine Spit­ze auf dem Dach des Gebäu­des.

Sofort erho­ben wir unse­ren Blick zu Unse­rer Frau, die uns sag­te, ihr habt die Apost­asie der Kir­che gese­hen, die­ser Brief kann vom Hei­li­gen Vater geöff­net wer­den, er muß aber nach Pius XII. und vor 1960 ver­kün­det wer­den.

Wäh­rend der Regie­rung von Johan­nes Paul II. hat der Eck­stein des Petrus­gra­bes her­aus­ge­nom­men und nach Fati­ma gebracht zu wer­den.

Da das Dog­ma des Glau­bens in Rom nicht bewahrt wird, wird sei­ne Auto­ri­tät her­aus­ge­nom­men und Fati­ma über­ge­ben.

Die Kathe­dra­le von Rom muß zer­stört und eine neue in Fati­ma errich­tet wer­den.

Wenn 69 Wochen nach Ver­kün­dung die­ses Befehls Rom sei­ne Ver­leug­nung fort­setzt, wird die Stadt zer­stört.???????

Unse­re Frau sag­te uns, das steht geschrie­ben, Dani­el 9, 24–25 und Mat­thä­us 21, 42–44.“

Perfekte Fälschung?

Soweit der von Zava­la wie­der­ge­ge­be­ne Text. Tosat­ti kon­tak­tier­te den Autor und bat ihn um Klä­rung eini­ger Fra­gen. Dabei geht es vor allem dar­um, wie Zava­la in den Besitz des Doku­men­tes gelang­te. Die­ser ant­wor­te­te, daß er es vor­zie­hen wür­de, mit Tosat­ti per­sön­lich zu spre­chen. Eine Begeg­nung wird in eini­gen Wochen statt­fin­den. Dazu Tosat­ti:

„Wenn das Doku­ment echt wäre, wür­de es sicher­lich vie­le Fra­gen klä­ren, die in der Ver­gan­gen­heit über die Voll­stän­dig­keit der Ent­hül­lung auf­ge­tre­ten sind, auch bezüg­lich der Wider­sprü­che, die im Lau­fe der Jah­re im Zusam­men­hang mit Aus­sa­gen jener auf­ge­tre­ten sind, die Mög­lich­keit hat­ten, die Auf­zeich­nun­gen von Sr. Lucia zu lesen und die Ori­gi­nal­do­ku­men­te zu sehen.“

Und wei­ter:

„Soll­te es sich um eine Fäl­schung hal­ten, dann müß­te man aner­ken­nen, daß es sich um eine Fäl­schung von größ­ter Qua­li­tät han­delt. Dann wür­de sich natür­lich die Fra­ge stel­len, wer sie ange­fer­tigt hät­te und war­um, und war­um sie einem in Spa­ni­en so bekann­ten Jour­na­li­sten und Buch­au­tor über­mit­telt wur­de.“

Nun wer­de es, so Tosat­ti, „natür­lich sehr inter­es­sant sein, zu sehen, ob und wie even­tu­ell die Ant­wort des Hei­li­gen Stuhls“ auf die­se neue Ent­hül­lung aus­fal­len wer­de. Tat­sa­che sei es jeden­falls, „daß sich bestä­tigt, was Bene­dikt XVI. in einem pri­va­ten Gespräch geäu­ßert haben soll: ‚Fati­ma ist nicht zu Ende‘.“

Die Bedeutung von Fatima

Die­se Aus­sa­ge wur­de von Bene­dikt XVI. nicht nur in einem Pri­vat­ge­spräch geäu­ßert, wie Tosat­ti schreibt, son­dern auch öffent­lich in sei­ner Pre­digt am 13. Mai 2010 in Fati­ma gesagt:

„Wer glaubt, daß die pro­phe­ti­sche Mis­si­on Fati­mas been­det sei, der irrt sich.“

Ob die­se Aus­sa­ge auf die in die Zeit hin­ein­wir­ken­de Bedeu­tung Fati­mas bezo­gen war, oder – wie mehr­fach spe­ku­liert wur­de – eine Andeu­tung dar­stell­te, daß 2000 das „Drit­te Geheim­nis“ eben nicht voll­stän­dig ver­öf­fent­licht wor­den sei, steht auf einem ande­ren Blatt geschrie­ben.

Tat­sa­che ist, daß man gut dar­an tut, die Fra­ge der Authen­ti­zi­tät des 24-Zei­len-Doku­ments mit der nöti­gen Vor­sicht und Zurück­hal­tung zu sehen. Her­kunft und Chro­no­lo­gie sei­nes Auf­tau­chens sind zwei­fel­haft und nicht wirk­lich durch­schau­bar. Die inhalt­li­chen Aus­sa­gen geben Anlaß zur Annah­me, daß es sich um eine Kon­struk­ti­on aus jüng­ster Zeit han­deln könnn­te. Tat­sa­che bleibt, wie Zavalas Buch zeigt, daß die Fäl­schung, wenn es denn eine ist, sehr gut gemacht wäre.

Und noch ein­mal Tosat­ti:

„Es besteht kein Zwei­fel, soll­te das Doku­ment sich als echt erwei­sen, daß es ein beein­drucken­der Bezug auf Johan­nes Paul II. wäre, von des­sen Exi­stenz 1941 noch nie­mand etwas wis­sen konn­te. Wir kön­nen zudem nicht umhin, im Text eine man­geln­de ‚Gren­ze‘ zwi­schen den Wor­ten von Sr. Lucia und der Got­tes­mut­ter fest­zu­stel­len. Das wür­de in gewis­ser Hin­sicht dem recht geben, was uns Kar­di­nal Dzi­wisz, damals per­sön­li­cher Sekre­tär von Papst Woj­ty­la, sag­te: daß es näm­lich nicht immer klar sei, wann die Got­tes­mut­ter und wann Lucia spre­che.“

„Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren“

Zavalas „Ent­hül­lung“ besteht also nicht dar­in, ein bereits bekann­tes Doku­ment ver­öf­fent­licht zu haben. Der neue Aspekt liegt in dem gra­pho­lo­gi­schen Gut­ach­ten zwei­er Fach­leu­te. Die „Saga des Drit­ten Geheim­nis­ses“, wie Tosat­ti schreibt, wird damit um eine wei­te­re Facet­te rei­cher. Wer Ant­wor­ten in Zavalas Buch sucht, wird sie wahr­schein­lich nicht fin­den, dafür aber eine Rei­he von neu­en Fra­gen, die sich dar­aus erge­ben.

Grund­sätz­lich gilt zu Fati­ma, was der Histo­ri­ker Rober­to de Mattei jüngst for­mu­lier­te:

„Die Dis­kus­sio­nen, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren über die­ses ‚Drit­te Geheim­nis‘ ent­stan­den sind, dro­hen die pro­phe­ti­sche Kraft des zen­tra­len Teils der Bot­schaft zu ver­dun­keln, der in zwei ent­schei­den­den Sät­zen zusam­men­ge­faßt ist:

‚Ruß­land wird sei­ne Irr­leh­ren über die Welt ver­brei­ten.‘ ((Wider den athe­isti­schen Kom­mu­nis­mus.))

Und:

‚Am Ende wird mein Unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren!‘ “

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Stilum Curiae

17 Kommentare

  1. Lan­ge vor Fati­ma beschrieb Anna Katha­ri­na Emme­rick schon in ihren Visio­nen zur Kir­chen­ge­schich­te zwei Päp­ste und die Gegen­kir­che.
    Sie wuss­te auch in wel­cher Zeit dies sein wür­de, durf­te es aber nicht sagen (logisch), um den Din­gen frei­en Lauf zu las­sen.
    So neu wäre dies alles somit nicht, nicht zu ver­ges­sen La Salet­te.

      • Das ist m.E. aber unschwer zu erken­nen. Zumal, wenn man die z.Zt. herr­schen­den Zustän­de in Rom und in der Kir­che aller­orts betrach­tet.
        (Kann es noch einen „dunk­le­ren“ Papst als F. geben? Noch dazu, in unse­rer Zeit? Will hei­ßem: Da wir am Ende der End­zeit sind? Wohl kaum. M.E. erfüllt sich die gehei­me Offen­ba­rung des Johan­nes vor unse­ren Augen!!
        Jetzt zur Schau­ung der A.K. Emme­rick:
        „.…..Ixh habe die­se Nacht das Bild von zwei Kir­chen und zwei Päp­sten gehabt.“ Sie sah den Papst und sah, wie unter ihm eine ande­re dunk­le Kir­che in Rom ent­stand. Sie sah ein Gebäu­de ohne Altar und ohne Allerheiligstes.….etc, etc.
        Es fällt nichts auf, wenn man z.Zt. nach Rom und zu unse­ren „Hir­ten“ schaut (Marx, Woel­ki, Schick, Schön­born u.v.m.)? Nein? Wirk­lich nichts?

        • @Sina:
          Noch deut­li­che­re Ansa­gen als die der Emme­rick kann auch ein „drit­tes Geheim­nis“ unmög­lich machen, man fällt ja schon förm­lich mit der Nase drauf.
          Sicher fällt es vie­len noch schwer, die jet­zi­ge Zeit als tat­säch­li­che End­zeit anzu­neh­men.

          • Viel­leicht ist das so eine „Vogel-Strauß-Tak­tik“ vie­ler Gläu­bi­ger. Weil sie nicht wahr haben wol­len, dass sich die end­zeit­li­chen Aus­sa­gen in der Bibel jetzt vor unse­ren Augen abspie­len.
            Mir ging es anfangs auch so. Aber schließ­lich fügt sich 1 und 1 zusam­men.
            Durch Her­zens­ge­bet zum Herrn wird man geführt und „sieht“ plötz­lich mit dem Her­zen, was Ande­ren evtl. (noch) ver­bor­gen ist.
            Mir ist es auch — welt­lich gespro­chen — nicht ganz wohl bei dem Gedan­ken, was auf uns noch zukommt!! Und doch muss ich mit gan­zem Her­zen dem Herrn ver­trau­en und an Sei­ne Füh­rung glau­ben.
            Er wird Sei­ne treue Her­de füh­ren. Da bin ich ganz, ganz sicher. Er lässt uns nicht im Regen ste­hen!! Nie­mals. Aber wir müs­sen sehen (wol­len), was sich gera­de vor unse­ren Augen tut. Nicht umsonst hat der Herr bemän­gelt, dass vie­le in der Hl. Schrift zwar bele­sen sind; die Zei­chen der Zeit aber nicht deu­ten können…Es geschieht jetzt! Nicht erst in 100 Jah­ren — oder wann auch immer.
            Es gibt so vie­le Anhalts­punk­te. Aber der wich­tig­ste ist, sich ganz in den Wil­len des Herrn zu fügen und ihm alles zu über­ge­ben. Den frei­en Wil­len qua­si an ihn wie­der zurück­ge­ben! Ich glau­be, dann wer­den unse­re Augen anders in der Wahr­neh­mung.

      • Dann kommt der Anti­christ, der die Stadt Rom und die Peters­kir­che kom­plett zer­stö­ren wird. Der Anti­christ wird dann den Petrusstuhl für 7 Jah­re ein­neh­men (La Salet­te, Dani­el 9,26f, Apo­ka­lyp­se 12,1 ff) und eine Art Kon­zil oder Syn­ode abhal­ten. Auf die­ser Syn­ode (bzw. Kon­zil) wird er „einen Bund mit vie­len“ schlie­ßen (Dani­el 9,27). Die­ser Bund wird ver­mut­lich eine neu­er Ritus sein, den alle Kon­fes­sio­nen anneh­men wer­den (ob die Mos­lems mit ein­be­zo­gen sind, weiß ich nicht). Das beson­de­re an die­sem Ritus wird sein, dass er eine blo­ße Erin­ne­rungs­fei­er an das letz­te Abend­mahl Jesu sein wird. Es wird dann drei­ein­halb Jah­re kein Hl. Mess­op­fer mehr geben, aber die „Frau“, d.h. die Kir­che, bekommt „einen Zufluchts­ort, wo sie genährt“ wird, d.h. wo das Dog­ma des Glau­bens erhal­ten bleibt und die Sakra­men­te gül­tig gespen­det wer­den (Dani­el 9,27, Apo­ka­lyp­se 12,12–14), d.h. beim neu­en Ritus wird das Kreu­zes­op­fer Jesu nicht mehr ver­ge­gen­wär­tigt. Eigent­lich ist es kei­ne „schlech­te Mes­se“, wie Dol­lin­ger sag­te, son­dern gar kei­ne Hl. Mes­se mehr.

        Das Beson­de­re an die­sem Manu­skript ist, dass es die „Hei­li­ge Stadt“ auf Rom und nicht Jeru­sa­lem (wie es im Buch Dani­el 9,24 ff heißt) gedeu­tet wird, so wie es die mei­sten Theo­lo­gen und Frei­kirch­ler deu­ten. Mit die­ser Deu­tung steht das Manu­skript also ganz allein. Es ist wahr, dass die Offen­ba­rung abge­schlos­sen ist, aber um die Offen­ba­rung rich­tig zu deu­ten, brau­chen wir Hil­fe von oben, und genau des­halb gibt es heu­te noch Pro­phe­zei­un­gen. Sie wol­len kei­ne neue Offen­ba­rung brin­gen, son­dern die gege­be­ne Offen­ba­rung rich­tig aus­le­gen.
        Beden­ken wir, dass am 17. Dezem­ber 2016 sich das Blut des Hl. Janu­a­r­i­us nicht ver­flüs­sigt hat. Das Schwert des Gerich­tes hängt also zur Zeit mehr über Rom als über Jeru­sa­lem.

    • Die­ses Schrei­ben, das von der Sehe­rin Lucia stam­men soll, steht in völ­li­ger Über­ein­stim­mung zu Katha­ri­na Emme­rick und La Salet­te. Was mich aber am mei­sten stut­zig mach­te, ist der Auf­trag, den Eck­stein des Petrus­gra­bes nach Fati­ma zu brin­gen. Es ist ja bekannt, dass Papst Johan­nes Paul II. sich direkt nach dem Atten­tat vom 13. Mai (Fati­ma­tag) das drit­te Geheim­nis ins Kran­ken­haus kom­men ließ, um es zu lesen. Was aber kaum bekannt ist, ist die Tat­sa­che, dass am 6.6.2004, dem Drei­fal­tig­keits­sonn­tag, in Fati­ma der Grund­stein für die neue Drei­fal­tig­keits­kir­che (viert­größ­te Kir­che der Welt!) gelegt wur­de. In die­sen Grund­stein ist ein Stück vom Mar­mor des Petrus­gra­bes aus Rom inte­griert. Die­ses Grab­stein­frag­ment ließ Papst Johan­nes Paul II. extra nach Fati­ma schicken und hat es sel­ber zuvor geseg­net. Das kann man alles hier auf por­tu­gie­sisch nach­le­sen:
      http://www.santuario-fatima.pt/pt/news/igreja-santissima-trindade-ja-tem-primeira-pedra
      Dar­über wur­de übri­gens mehr­mals berich­tet, aller­dings habe ich auf deut­schen Web­sei­ten nur eine ein­zi­ge Infor­ma­ti­on dazu gefun­den. War­um wird so ein wich­ti­ges Ereig­nis in den deut­schen Medi­en ver­schwie­gen???
      Ich bin mir sicher, dass Papst Johan­nes Paul II. den Eck­stein aus dem Petrus­grab nicht ein­fach von sich aus nach Fati­ma geschickt hat­te, son­dern weil er genau die­ses Manu­skript gele­sen hat­te und von der Echt­heit über­zeugt war.
      Auch der Hin­weis von Dol­lin­ger über ein kom­men­des schlech­tes Kon­zil und einer schlech­ten Mes­se ist sehr wohl in die­sem Manu­skript ent­hal­ten, näm­lich in dem Hin­weis auf Dani­el 9,24–25. Man darf näm­lich nicht nur die­sen klei­nen Aus­schnitt betrach­ten, son­dern man muss ledig­lich den Kon­text die­ser Ver­se mit ein­be­zie­hen. Die­se Text­stel­le ist ein Wink mit dem Zaun­pfahl.
      Wenn man die­se Bibel­stel­le auf Rom deu­tet, so wie es die­ses Manu­skript vor­gibt, bedeu­tet das, dass in abseh­ba­rer Zeit als War­nung die Petrus-Basi­li­ka in Rom beschä­digt wird. Viel­leicht durch ein Erd­be­ben oder Atten­tat, das kann man nicht her­aus­le­sen. Ab die­sem Zeit­punkt hat die Kir­che in Rom 69 Wochen Zeit, sich noch zu bekeh­ren, anson­sten wird Rom kom­plett zer­stört. Im Buch Dani­el steht aber noch mehr. Man wird die Kir­che wie­der ver­su­chen auf­zu­bau­en bzw. zu repa­rie­ren. 7 Wochen nach der Zer­stö­rung bzw. Beschä­di­gung des Peters­do­mes wird es einen neu­en Papst geben. Die­ser Papst wird ohne Rich­ter­spruch nach 62 Wochen ermor­det (Der Hl. Don Bos­co sag­te ein­mal, dass der alte Greis sei­ne Gewän­der wie­der anzie­hen wird. Das wür­de dann bedeu­ten, dass Papst Bene­dikt XVI. wie­der zum Papst ernannt wer­den wür­de, nur wann? Nach den 7 Wochen oder erst nach den 62 Wochen? Alo­is Irl­mei­er sag­te vor­aus, dass der Papst, der die Leder­ho­se (Bay­er) anhat, ein­mal aus Rom flie­hen muss. Auch der Hl. Don Bos­co und ande­re Hei­li­ge haben die Flucht eines Pap­stes vor­aus­ge­sagt).

  2. Es gibt so vie­le Unge­reimt­hei­ten, Wider­sprü­che, Deu­tun­gen, die nur mit Mühe hin­ge­bo­gen wor­den sind, dass ein mit nur etwas Ver­nunft Begab­ter mei­ner Mei­nung nach nur zum Schluss kom­men kann, dass die Erschei­nun­gen in Fati­ma unecht sind. Es ist immer schon ein Bedürf­nis vie­ler Men­schen gewe­sen, „Geheim­nis­vol­lem“, Weis­sa­gun­gen und Erkennt­nis­sen über die Zukunft nach­zu­lau­fen. Das ist auch in Fati­ma sicht­bar. Da gesel­len sich die Weis­sa­ge­un­gen von Mala­chi­as und ande­re Unsin­nig­kei­ten dazu. Was hat man nicht für Gedan­ken­kunst­stücke voll­bracht, um die ein­zel­nen Weis­sa­gun­gen auf die jewei­li­gen Päp­ste hin­zu­bie­gen.
    Ein guter Christ soll­te sich an die Bibel und an die Tra­di­tio­nen der Kir­che hal­ten und nicht sol­chen Wahn­vor­stel­lun­gen nach­ei­fern!

    • Sind Sie der Ansicht, Fati­ma sei „von Anfang an“ über­haupt nicht echt oder ab irgend­ei­nem Sta­di­um sei­ner Inter­pre­ta­ti­on, um es behut­sam zu for­mu­lie­ren?

  3. Herrn Nar­di ist völ­lig zuzu­stim­men, daß man hier vor­sich­tig sein soll. So rich­tig nach den Wor­ten der Madon­na von Fati­ma klingt das m. E. nicht. Ich habe die­sen oder einen ähn­li­chen Text auch auf einer sedis­va­kan­ti­sti­schen Sei­te schon gele­sen. (Die­se Sei­te ist so ver­rückt, daß ich sie hier nicht zitie­ren möch­te.) Der „Eck­stein“, der nach Fati­ma trans­fe­riert wer­den soll, macht mich stut­zig.

    Vor allem fehlt in die­sem Text der berühm­te Satz: „In Por­tu­gal wird das Dog­ma des Glau­bens immer bewahrt blei­ben.“ M. E. soll­te der auch dabei ste­hen.

    Rich­tig: Wie kommt das in die Hän­de von Herrn Zava­la — und zuvor von Tra­di­ti­on in Action (eine Sei­te, die mir grund­sätz­lich zuver­läs­sig und guten Wil­lens aber etwas zu ruß­land­feind­lich erscheint)?

    Ande­rer­seits: Wenn die Gra­pho­lo­gen sagen, das stim­me mit dem bekann­ten Teil des Drit­ten Geheim­nis­ses über­ein, dann stellt sich die Fra­ge: Per­fek­te Fäl­schung — oder echt — allen­falls unter Zwang nie­der­ge­schrei­ben?

    Papst em. Bene­dikt XVI. könn­te mit einem Schlag Klar­heit schaf­fen. Er ist drin­gend auf­ge­ru­fen, das jetzt end­lich zu tun. Er hat das Drit­te Geheim­nis gele­sen. Er allein kann — und soll im Inter­es­se aller, auch sei­ner selbst — zu die­ser neue­sten Wen­dung im Fall Fati­ma Stel­lung neh­men.

    • Ich gebe Ihnen recht, dass die­sem Text gegen­über Skep­sis gebo­ten ist, ins­be­son­de­re als Bro­ther Michel de la Sain­te Tri­ni­té of the Litt­le Bro­thers of the Sac­red Heart in sei­nem Buch THE WHOLE TRUTH ABOUT FATIMA VOLUME III THE THIRD SECRET (1942–1960) nach­weist, dass der drit­te Teil des Geheim­nis zwi­schen dem 2.1. (eine Erschei­nung der Got­tes­mut­ter been­de­te die Zeit ihrer Prü­fung, in der sie sich nach der Wei­sung des Bischofs, das drit­te Geheim­nis nie­der­zu­schrei­ben, befand und dem Befehl nicht nach­kom­men konn­te) und dem 9.1.1944 (an die­sem Tag schrieb sie Bischof da Sil­va, sie habe ihren Auf­trag erle­digt) nie­der­ge­schrie­ben wor­den ist.

      Im fol­gen­den bezie­he ich mich auf die ver­link­te Sei­te Tadi­ti­on in Action bzgl. der Datie­rung:
      Am 17.6.1944 war das Geheim­nis von Sr. Lucia über Erz­bi­schof Manu­el Maria Fer­rei­ra da Sil­va an den Bischof von Lei­ria wei­ter­ge­ge­ben wor­den. Als Datum käme also nur der 1.4.1944 in Fra­ge (und nicht der 1.9.). Viel­leicht war sich der (eng­li­sche) Fäl­scher auch nur nicht bewußt, dass in Por­tu­gal die Datums­an­ga­be Tag/Monat/Jahr und nicht wie im Eng­li­schen Monat/Tag/Jahr erfolgt.

      Die For­mu­lie­rung „die­ser Brief kann vom Hei­li­gen Vater geöff­net wer­den …“ in der obi­gen deut­schen Über­set­zung ist völ­lig unglaub­wür­dig, da die Seher­kin­der immer wie­der äußer­ten, dass das Geheim­nis nicht ver­ra­ten wer­den dürf­te.

      Auch fol­gen­des Zitat aus der 4. Erin­ne­rung Sr. Luci­as unter­streicht dies:
      „Dr. Galam­ba sag­te also:
      – Herr Bischof! Tra­gen Sie ihr auf, alles, alles zu sagen. Sie soll nichts ver­heim­li­chen, gar nichts!
      Eure Exzel­lenz war sicher vom Hei­li­gen Geist gelei­tet, als sie erklär­ten:
      – Das befeh­le ich ihr nicht! In Geheim­nis­se mische ich mich nicht ein.
      Gott-sei-Dank! Jeder ande­re Befehl wäre für mich zu einer Quel­le der Ver­le­gen­heit und Skru­pel gewor­den. Wäre mir das Gegen­teil auf­ge­tra­gen wor­den, dann hät­te ich mich tau­send­mal fra­gen müs­sen:
      – Wem soll ich gehor­chen? Gott oder Sei­nem Ver­tre­ter?“

      Sr. Lucia war also bis zu die­ser Begeg­nung im Som­mer 1943 davon über­zeugt, dass der drit­te Teil des Geheim­nis aus­schließ­lich für sie bestimmt war.

  4. Wenn die­ser Brief wahr ist, wuer­de er mei­ner Mei­nung nach bedeu­ten, da die Wahr­heit (Dog­ma) des Glau­bens in Rom zer­sto­ert wird, wird der Herr die Auto­ri­ta­et der Kir­che sei­ner Mut­ter ueber­ge­ben, die Kir­che wird in Fati­ma ihre Erneue­rung erfah­ren und die dunk­le Kir­che in Rom wird beseitigt.Der Hl. Bene­dikt hat die Kir­che durch sein Moench­tum wie­der auf­ge­baut. Letz­tes Jahr wur­de Nor­cia und Basi­li­ka St. Bene­dikt total ver­nich­tet. DIe Bene­dik­ti­ner in Nor­cia leben in Huet­ten und Holz­hau­sern wol­len Klo­ster und Kir­che wie­der auf­bau­en. Ein Zufall, ein Sym­bol der Kir­che??

  5. http://www.chiesaviva.com/462%20mensile.pdf (eine eng­li­sche Über­set­zung gibt es davon)
    In der Nr. 462 von chie­savi­va fin­det sich eine Ver­öf­fent­li­chung des drit­ten Geheim­nis­ses.
    Danach wür­de es Satan wirk­lich gelin­gen die Spit­ze der Kir­che zu infil­trie­ren.
    in Kür­ze: Die deut­sche Zeit­schrift Neues Europa Stutt­gart, ver­öf­fent­lich­te am 15. Okto­ber 1963 den Arti­kel von L. Emrich über die Offen­ba­run­gen der Got­tes­mut­ter in La Salet­te und Fati­ma, inklu­si­ve des drit­ten Geheim­nis­ses.
    Kar­di­nal Otta­via­ni, der das 3. Geheim­nis gele­sen hat­te, ant­wor­te­te auf die Fra­ge, ob die­ser Arti­kel denn wei­ter­ver­öf­fent­licht wer­den könn­te, mit gro­ßem Nach­druck: “Ver­öf­fent­licht 10,000, 20,000, 30,000 Kopien!”
    Der Osser­va­to­re Roma­no druck­te am 15. Okto­ber 1978 genau die­sen Arti­kel noch­mals ab, des­sen Inhalt vom Vati­kan nie kor­ri­giert wor­den war.
    Aller­dings war der Text viel zu lang.
    Bischof João Perei­ra Ven­an­cio, der bevor er das Ori­gi­nal des Brie­fes von Lucia bei der por­tu­gie­si­schen Nun­tia­tur abgab, das exak­te For­mat des Brie­fes und des Tex­tes festhielt.11.25 cm x 17.25 cm.
    Kard. Alfre­do Otta­via­ni war der Autor der “diplo­ma­ti­schen Ver­si­on” des “Drit­ten Geheim­nis­se­s” von Fati­ma, die letzt­lich 1963 von “Neu­es Europa,” mit des­sen Erlaub­nis ver­öf­fent­lich wur­de.
    M. Lui­gi Vil­la kann­te die vom Kar­di­nal in den lan­gen Text ein­ge­ar­bei­te­ten Text­stel­len die von Luzia geschrie­ben wor­den waren und die­se hat er wie­der­um Fran­co Ades­sa exakt aus­ge­wie­sen.

    Un gran­de casti­go cadrà sull’intero gene­re uma­no, non
    oggi, né doma­ni, ma nella secon­da metà del Seco­lo XX.
    In nessu­na par­te del mondo vi è ordi­ne, e Sata­na reg­nerà
    sui più alti posti, deter­mi­n­an­do l’andamento del­le
    cose. Egli effet­tiva­men­te riuscirà ad intro­dur­si fino alla
    som­mi­tà del­la Chie­sa.
    Anche per la Chie­sa, ver­rà il tem­po del­le Sue più gran­di
    pro­ve. Car­di­na­li si oppor­ran­no a Car­di­na­li; Ves­co­vi a
    Ves­co­vi. Sata­na marcerà in mez­zo alle loro file e a Roma
    vi saran­no cam­bia­men­ti. Ciò che è putri­do cadrà, e ciò
    che cadrà più non si alzerà. La Chie­sa sarà offusca­ta, e il
    mondo scon­vol­to dal ter­ro­re.
    Una gran­de guer­ra si sca­te­nerà nella secon­da metà del
    XX seco­lo. Fuo­co e fumo cadran­no dal Cie­lo, le acque
    degli ocea­ni diver­ran­no vapo­ri, e la schi­uma s’innalzerà
    scon­vol­gen­do e tut­to, affond­an­do. Milio­ni e milio­ni di
    uomi­ni per­i­ran­no di ora in ora, colo­ro che rester­an­no in
    vita invi­dier­an­no i mor­ti.
    Vi sarà mor­te ovun­que a cau­sa degli erro­ri com­mes­si
    dag­li insen­sa­ti e dai par­ti­gia­ni di Sata­na il qua­le allo­ra, e
    sola­men­te allo­ra, reg­nerà sul mondo. In ulti­mo, allo­r­quan­do
    quel­li che soprav­vi­ver­an­no ad ogni even­to, saran­no
    anco­ra in vita, pro­cla­me­ran­no nuo­va­men­te Iddio
    e la Sua Glo­ria, e Lo ser­vi­ran­no come un tem­po, quan­do
    il mondo non era così per­ver­ti­to.

  6. Drei Fak­ten wei­sen auf eine Fäl­schung hin:
    1. Das authen­ti­sche Drit­te Geheim­nis wur­de am 3.1.44 nie­der­ge­schrie­ben, nicht, wie die­ser Text, am 4.1. Das geht auch aus Sr. Luci­as geist­li­chem Tage­buch her­vor, von dem die Kar­me­li­te­rin­nen von Coim­bra jetzt Auss­zü­ge ver­öf­fent­lich­ten.
    Am 3. Janu­ar 1944 bete­te sie vor dem Taber­na­kel. „Ich bat Jesus, mich wis­sen zu las­sen, wel­ches Sein Wil­le war.“ „Ich ver­spür­te dann, dass eine freund­li­che, lie­be­vol­le und müt­ter­li­che Hand mich an der Schul­ter berühr­te. Ich erhe­be den Blick und sehe die gelieb­te himm­li­sche Mut­ter“. Die Mut­ter­got­tes gab ihr die Wei­sung, das Geheim­nis, „aber nicht, was Dir in Bezug auf sei­ne Bedeu­tung zu ver­ste­hen gege­ben wur­de“, nie­der­zu­schrei­ben, in einen ver­sie­gel­ten Umschlag zu stecken und auf den Umschlag zu schrei­ben, „dass er erst 1960 geöff­net wer­den darf“. Sofort, fährt Lucía fort, „spür­te ich mei­nen Geist ein­ge­taucht in ein Myste­ri­um aus Licht, das Gott ist und in Ihm sah und hör­te ich: die Lan­zen­spit­ze berührt wie eine auf­lo­dern­de Flam­me die Ach­se der Erde. Die­se erzit­tert: Ber­ge, Städ­te, Ort­schaf­ten und Dör­fer mit ihren Ein­woh­nern wer­den begra­ben. Das Meer, die Flüs­se und die Wol­ken tre­ten über ihre Gren­zen, wobei sie über die Ufer tre­ten, Häu­ser und Men­schen in einer Zahl, die man nicht zäh­len kann, in einem Stru­del über­schwem­men und fort­rei­ßen, es ist die Rei­ni­gung der Welt, wegen der Sün­de, in die sie ein­ge­taucht ist. Der Hass, das maß­lo­se Stre­ben rufen den zer­stö­re­ri­schen Krieg her­vor“. „Danach ver­spür­te ich im beschleu­nig­ten Herz­schlag und in mei­nem Geist das Echo einer sanf­ten Stim­me, die sag­te: ´In der Zeit, ein ein­zi­ger Glau­be, eine ein­zi­ge Tau­fe, eine ein­zi­ge Kir­che, Hei­lig, Katho­lisch, Apo­sto­lisch – in der Ewig­keit, der Him­mel!„Dieses WortHim­mel´ erfüll­te mein Herz mit Frie­den und Glück, der­art, dass ich, fast ohne es zu mer­ken, für lan­ge Zeit wie­der­hol­te: ‚der Him­mel, der Him­mel … Kaum ver­ging die größ­te Kraft des Über­na­tür­li­chen, ging ich hin, es auf­zu­schrei­ben, und ich tat es ohne Schwie­rig­kei­ten, am 3. Janu­ar 1944, knie­end auf das Bett gestützt, das mir als Tisch dien­te. Ave Maria“.
    2. Das Datums­for­mat ist falsch. Eine Por­tu­gie­sin wür­de nie 1/4/1944 schrei­ben, son­dern 4.1.1944 oder 4–1‑1944. Das deu­tet auf einen Fäl­scher aus dem eng­li­schen Sprach­raum hin.
    3. Nie war die Rede davon, dass das Drit­te Geheim­nis nach dem Pon­ti­fi­kat von Pius XII. und vor dem Jah­re 1960 ver­öf­fent­licht wer­den soll­te, son­dern immer davon, dass dies im Jah­re 1960 oder spä­ter gesche­hen sol­le.
    4. Es ist idio­tisch, vor einem „Papst mit bösen Augen“ zu war­nen, den Papst aber das Geheim­nis öff­nen zu las­sen. Kein Papst kann sei­nen Nach­fol­ger ver­hin­dern.

    • Dan­ke für die­se kennt­nis­rei­che Ergän­zung.
      Offen­bar han­delt es sich also um eine Fäl­schung. Der Fäl­scher muß aber sol­cher Qua­li­tä­ten besit­zen, daß er die pro­fes­sio­nel­len Gra­pho­lo­gen narrt.
      Die wich­tig­ste Fra­ge scheint mir daher: Cui bono? Wem soll die­ser Text nüt­zen?

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