Piusbruderschaft „auf dem Weg nach Hause“ — Entsteht auf dem Esquilin Sitz der künftigen Personalprälatur?

Santa Maria Immacolata auf dem Esquilin könnte künftiger Sitz des Prälaten der Personalprälatur der Priesterbruderschaft St. Pius X. werden
Santa Maria Immacolata auf dem Esquilin könnte künftiger Sitz des Prälaten der Personalprälatur der Priesterbruderschaft St. Pius X. werden

(Rom) Das Abkom­men zwi­schen dem Hei­li­gen Stuhl und der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) steht vor dem Abschluß. Dafür ist die Rol­le von Papst Fran­zis­kus ent­schei­dend. Dies berich­tet der Vati­ka­nist Matteo Mat­zuz­zi in der heu­ti­gen Aus­ga­be der Tages­zei­tung Il Foglio.

„Der Bruch zwi­schen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (Lef­eb­vria­ner) und dem Hei­li­gen Stuhl steht unmit­tel­bar davor, beho­ben zu wer­den“, so Mat­zuz­zi. Beleg, daß die „kom­ple­xen Ver­hand­lun­gen“ sich auf eine „posi­ti­ve Lösung“ zube­we­gen, sind die Absich­ten der Pius­bru­der­schaft, den Gebäu­de­kom­plex San­ta Maria Imma­co­la­ta auf dem Esqui­lin, einen der sie­ben Hügel Roms, zu kau­fen. Der Kom­plex liegt in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Late­ran. Die gro­ße neu­go­ti­sche Kir­che wur­de Ende des 19. Jahr­hun­derts für einen Orden errich­tet. Dazu gehör­ten wei­te­re Gebäu­de, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren als Schu­le genützt wur­den.

Das Studienzentrum soll in der Nähe zum Lateran entstehen
Das Stu­di­en­zen­trum soll in der Nähe zum Late­ran ent­ste­hen

Laut Il Foglio soll dort ein Stu­di­en­zen­trum der Pius­bru­der­schaft und in einem zwei­ten Moment das Gene­ral­haus der Per­so­nal­prä­la­tur ent­ste­hen, sobald die Bru­der­schaft als sol­che durch den Hei­li­gen Stuhl aner­kannt sein wer­de.

Beschleu­nigt wur­de die Annä­he­rung durch Papst Fran­zis­kus selbst. Vom 17.–20. Janu­ar war Msgr. Ber­nard Fel­lay, der Gene­ral­obe­re der Pius­bru­der­schaft, in San­ta Mar­ta im Vati­kan ein­quar­tiert. Mit ihm waren Msgr. Alfon­so de Galar­re­ta und der Assi­stent des Gene­ral­obe­ren, Pater Alain Nely, nach Rom gekom­men. An den Gesprä­chen nahm auch die Obe­rin der Schwe­stern der Pius­bru­der­schaft teil. Pater Nely ist beauf­tragt, den Kauf am Esqui­lin abzu­wickeln.

Die Pius­bru­der­schaft, wie Msgr. Fel­lay bestä­tigt, stand bereits in Argen­ti­ni­en mit dem dama­li­gen Pri­mas, Jor­ge Mario Ber­go­glio, in Kon­takt. „Er kennt uns seit lan­gem“. Wenn es Pro­ble­me mit einem Orts­bi­schof gab, habe man sich an den Pri­mas gewandt. Der sag­te: „Du bist selbst­ver­ständ­lich katho­lisch und nicht schis­ma­tisch. Ich hel­fe Dir.“ Das habe er dann auch gemacht.

Das hat mit den Geset­zen Argen­ti­ni­ens zu tun. Das latein­ame­ri­ka­ni­sche Land erteilt katho­li­schen Prie­stern eine Auf­ent­halts­be­wil­li­gung nur, wenn eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung ört­li­cher Kir­chen­ver­tre­ter vor­liegt, daß die Prie­ster offi­zi­ell aner­kannt sind. Dies­be­züg­lich gab es in einem Ein­zel­fall (Ein­zel­fäl­len) Inter­ven­tio­nen von Erz­bi­schof Ber­go­gli­os, der gegen­über dem argen­ti­ni­schen Staat die­se Bestä­ti­gung aus­stell­te.

Daß es nicht bereits 2012 zur Eini­gung mit Rom gekom­men sei, führt Mat­zuz­zi auf den Wider­stand des fran­zö­si­schen Teils in der Pius­bru­der­schaft zurück. Wäre es nach dem deut­schen Teil gegan­gen, wäre die Bru­der­schaft bereits „in die Gemein­schaft mit Rom zurück­ge­kehrt“.

„Fel­lay scheint nun bereit, den Still­stand zu über­win­den, auch zum Preis schmerz­li­cher Ver­lu­ste unter sei­nen Gläu­bi­gen und Prie­stern“, so Mat­zuz­zi.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Archiv

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78 Kommentare

  1. Nach mei­ner Infor­ma­ti­on hat P. Nély den Kauf schon getä­tigt. Und dass der Papst in einer frü­he­ren Begeg­nung mit Fel­lay ihn sozu­sa­gen ein­ge­la­den hat, in Rom ein Prie­ster­se­mi­nar zu errich­ten, ist auch schon län­ger bekannt. Inso­fern setzt das bei einem so ori­gi­nel­len, unkon­ven­tio­nel­len Papst nicht unbe­dingt eine kir­chen­recht­li­che Nor­ma­li­sie­rung vor­aus, aber macht sie natür­lich sehr wahr­schein­lich. Dann wür­de das — wenn die Rechts­form einer Per­so­nal­prä­la­tur gewählt wird — auch höchst­wahr­schein­lich der Sitz des Prä­la­ten wer­den. Zwin­gend not­wen­dig wäre es aber auch nicht.

  2. Außer­dem den­ke ich nicht, dass bei einer Eini­gung, die jetzt erzielt wür­de vie­le Patres weg­ge­hen wür­den. Wer radi­kal gegen eine Nor­ma­li­sie­rung ist, ist schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gegan­gen.

  3. So viel Ver­ständ­nis für FSSPX hät­te ich nun wirk­lich nicht Fran­zis­kus zuge­traut. Er ist offen­bar doch für man­che Über­ra­schung gut. Die Fra­ge ist jedoch der Preis, den die FSSPX dafür zahlt und ob das so vie­le mit­ma­chen.

    • Für Fran­zis­kus geht es dar­um die Pius­bru­der­schaft voll­stän­dig unter sei­ne Juris­dik­ti­on zu bekom­men, nicht mehr und nicht weni­ger. Die Vor­stel­lun­gen der Bru­der­schaft spie­len letzt­lich kei­ne Rol­le

      • Unter der Juris­dik­ti­on des Pap­stes befin­det sich auto­ma­tisch jeder Katho­lik. Dazu braucht der Papst kei­ne kano­ni­sche Orga­ni­sa­ti­ons­form.

        • Bestrei­ten die­je­ni­gen, denen mei­ne Vor­be­mer­kung miss­fällt a) den Juris­dik­ti­ons­pri­mat des Pap­stes oder
          b) dass es sich bei den Mit­glie­dern der FSSPX und den ihr ver­bun­de­nen Gläu­bi­gen um Katho­li­ken han­delt?

    • Mensch­lich ist die­ses Ver­ständ­nis bei Papst Fran­zis­kus das letz­te, was mich über­rascht. Ich schät­ze ihn sogar so ein, dass er mehr Sym­pa­thie und Ach­tung für FSSPX hat, als für die ED-Gemein­schaf­ten, die sich 1988 durch Abwen­dung von Lef­eb­v­re gebil­det hat­ten.

  4. Na, dann kann man ja nur noch gra­tu­lie­ren! Man sieht: der gute Papa Ber­go­glio hat­te schon immer ein Herz für die Tra­di­ti­on! Und die Speer­spit­ze der Tra­di­ti­on wird es ihm zu dan­ken wis­sen (müs­sen). Die jesui­ti­sche Rech­nung 2+2=5 geht auf. Und ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

  5. Tut Papst Fran­zis­kus irgend­et­was ohne eine bestimm­te dahin­ter­ste­hen­de Absicht?
    Ich den­ke jetzt z.B. an eine zukünf­ti­ge Kon­trol­le über die Pius­bru­der­schaft.
    Oder ist er in sei­nen Ansich­ten so belie­big bzw. geschmei­dig, dass er Pro­gres­si­ves und Tra­di­tio­nel­les ganz ohne Pro­ble­me unter einen Hut bekommt?

    • Das nennt man Dia­lek­tik. Bene­dikt XVI. ist der Theo­re­ti­ker der Dia­lek­tik, Fran­zis­kus der Prag­ma­ti­ker der Dia­lek­tik.

  6. Wird die FSSPX als Per­so­nal­prä­la­tur noch ein Sauer­teig sein (Irr­tü­mer anpran­gern) oder schal und assi­mi­liert wer­den? Wird sie zur kon­ser­va­ti­ven Kon­zils­kir­che?

    Wird sie zu einer umzäun­ten Spiel­wie­se für nost­al­gi­sche Latein-Barock-Freaks wer­den, die schon zufrie­den sind, wenn sie ihre latei­ni­sche Mes­se haben, („Club der Ver­rück­ten für uns selbst“, P. Mat­thi­as Gaudron FSSPX) denen es aber nicht mehr auf die Wahr­heit ankommt?

    Ich habe gro­ße Bauch­schmer­zen bei der gan­zen Geschich­te. In Deutsch­land wird das ohne­hin ohne gro­ße Kon­se­quen­zen blei­ben.

  7. Ein fast schon lusti­ger Arti­kel für einen Leser, der soeben die aktu­el­le „Kirch­li­che Umschau“, ein Maga­zin das der FSSPX nahe­steht, weg­ge­legt hat. Es beinhal­tet ein 13-sei­ti­ges Inter­view mit Bischof Fel­lay mit dem Titel: „Expe­ri­ment der Tra­di­ti­on? Per­so­nal­prä­la­tur? Bischof Ber­nard Fel­lay dämpft die Erwar­tun­gen“
    Liegt’s am Fasching?

    • Ich ken­ne die­ses Inter­view. Bischof Fel­lay ist Rea­list. Aber gedämpft füh­le ich mich nach der Lek­tü­re nicht. Es stellt für mich kei­nen Wider­spruch zur Nach­richt des vor­lie­gen­den Arti­kel dar, zumal sie zum ursprüng­li­chen Zeit­punkt des Inter­views noch nicht spruch­reif gewe­sen muss. Außer­dem ist die Nach­richt so kon­kret, dass sie, wäre sie unzu­tref­fend, schon demen­tiert wor­den wäre, auch, aber nicht nur, von der FSSPX.

    • Ja, Ach­tung Fasching! Aber: Ein Papst der Neu­zeit hat der Welt an einem Rosen­mon­tag sei­nen Rück­zug ange­kün­digt. Und das war alles ande­re als ein Faschings­scherz!

  8. Schön, dass Sie uns wis­sen las­sen, dass Ber­go­glio als Kar­di­nal der FSSPX gegen­über stets hilfs­be­reit war.
    Ich hof­fe und bete wei­ter­hin dar­um, dass die FSSPX sich auf kei­nen — wie immer gear­te­ten inhalt­li­chen „Kuh­han­del“ — ein­lässt. Dage­gen gehö­ren insti­tu­tio­nel­le und per­so­nel­le Ent­schei­dun­gen nicht zum unver­än­der­li­chen tra­di­tio­nel­len Glau­bens­gut. Von daher sehe ich kein Pro­blem der ein­ver­nehm­li­chen Eini­gung der FSSPX mit dem Papst, solan­ge es sich nur um Per­so­na­li­en, Grund­stücke oder um Gebäu­de han­delt.
    Man soll­te bei aller Freu­de über eine mög­li­che Eini­gung wegen des Kaufs und der Über­nah­me einer Kir­che dar­an den­ken, dass auch in Deutsch­land dem­nächst zahl­rei­che katho­li­sche Kir­chen man­gels Gläu­bi­gen pro­fa­niert wer­den sol­len / müs­sen.
    Sobald die FSSPX auf ein gelun­ge­nes Über­nah­me­bei­spiel aus Rom ver­wei­sen kann, dürf­te die Über­nah­me von deut­schen katho­li­schen Novus-Ordo-Kir­chen sicher zum Wohl des Bestehens und Aus­baus der tra­di­tio­nel­len Kir­che deut­lich erleich­tert wer­den.….
    Jede katho­li­sche Kir­che ist zur Ehre Got­tes gebaut und muß auch für die fol­gen­den Genera­tio­nen als Kir­che erhal­ten blei­ben. Abriß, Ver­kauf an säku­la­re Unter­neh­men, Pro­fa­nie­run­gen oder soge­nann­te Umwid­mun­gen von Got­tes­häu­sern sind kei­ne Lösung, son­dern jeweils eine Kata­stro­phe.
    Abge­se­hen davon, dass vie­le kost­ba­re per­sön­li­che Erin­ne­run­gen von meh­re­ren Gläu­bi­gen­ge­nera­tio­nen an Tau­fe, Erst­beich­te, Erst­kom­mu­ni­on, Fir­mung, Hoch­zeit, Beer­di­gung, fei­er­li­che Got­tes­dien­ste, Gebets­grup­pen, eucha­ri­sti­sche Anbe­tun­gen, usw. für immer aus­ge­löscht und damit „ver­lo­ren“ gehen. Auch die Ver­eh­rung von ehr­wür­di­gen Die­nern Got­tes, von Seli­gen- oder gar von Hei­li­gen­grä­bern in der Kryp­ta oder dem angren­zen­den Umfeld einer „über­zäh­li­gen“ Kir­che müs­sen mit hohem Auf­wand umge­bet­tet und somit ihrer „Hei­mat“ ent­ris­sen wer­den. Kost­ba­re sakra­le Kunst wie Kru­zi­fi­xe, Altä­re, Reli­qui­en, Gemäl­de, Hei­li­gen­fi­gu­ren, Beicht­stüh­le, Ewi­ges Licht, Tauf­was­ser­becken, Kom­mu­ni­onbän­ke, Taber­na­kel, Knie­bän­ke usw. fal­len einem zwei­fel­haf­ten oder unge­wis­sem Schick­sal zum Opfer. Das darf nicht sein.
    Eine Kir­che muß Kir­che blei­ben.
    Ein katho­li­sches Got­tes­haus ist immer auch ein Stück Hei­mat und wer will schon frei­wil­lig sei­ne eige­ne Hei­mat zer­stö­ren oder sie so ein­fach dem Ver­fall preis­ge­ben?
    Des­halb bit­te ich dar­um, dass alle ver­ant­wort­li­chen deut­schen Bischö­fe ab sofort „über­zäh­li­ge“ Got­tes­häu­ser zu aller­erst den tra­di­tio­nel­len Bru­der­schaf­ten anbie­ten, bevor eine Kir­che zur Turn­hal­le, zur Biblio­thek, zur Bil­dungs­stät­te, zum Hotel oder gar zum Kolum­ba­ri­um (Urnen­grab­stät­te) umge­baut oder auch abge­ris­sen wird.

    • Stim­me Ihnen im Grund­satz zu. Trotz­dem ist die Pius­bru­der­schaft (selbst zusam­men mit allen ande­ren Grup­pen oder Gemein­schaf­ten im Umfeld der Alten Mes­se) nicht in der Lage (zah­len­mä­ßig und finan­zi­ell) alle die­se Kir­chen oder auch nur die mei­sten davon zu über­neh­men, zu erhal­ten, zu fül­len (!) und zu betreu­en.

      • Rela­tiv mag die Tra­di­ti­on erfolg­reich sein, in abso­lu­ten Zah­len ist sie kei­ne Mas­sen­be­we­gung.

        • Wahr­heit ist ja auch nicht von Mas­se, Anzahl oder Mehr­heit abhän­gig.
          Wich­tig für die Wahr­heit ist dage­gen die Frei­heit, sie sagen, leben und bezeu­gen zu dür­fen.
          Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta und der Mal­te­ser­or­den wis­sen, wovon ich spre­che. Papst Fran­zis­kus setzt sich ein­fach über Rege­lun­gen und Geset­ze hin­weg. Neben­bei wer­den Über­lie­fe­rung eben­so wie Jesu Wor­te igno­riert und „neu inter­pre­tiert“.
          Angli­ka­ner und Luthe­ra­ner genie­ßen hin­ge­gen jed­we­de Freund­lich­keit und Unter­stüt­zung. Kann man ihm trau­en? Oder hat er zwei Gesich­ter wie Janus?
          Ich erwar­te nach einem gro­ßen Pres­se­auf­tritt eine mehr oder weni­ger kur­ze Zeit, in der sich die Wel­len legen wer­den und alles wird den Anschein der Nor­ma­li­tät bekom­men. Dann wird ein Vor­wand gesucht, gefun­den oder initi­iert wer­den und die Repres­sa­li­en wer­den begin­nen…
          Mei­ne ein­zi­ge Hoff­nung:
          Der lie­be Gott weiß schon was er tut und schon oft hat er sei­ne Kir­che in der Ver­gan­gen­heit durch eini­ge weni­ge — oder sogar nur eine oder einen — wie­der auf den rich­ti­gen Weg gebracht!
          „Steh‘ uns bei, Herr, wir gehen zu Grun­de!“ „Ihr Klein­gläu­bi­gen!“.…

          • Ich ver­ste­he nicht, wie­so in die­sem Zusam­men­hang der Mal­te­ser­or­den über­haupt genannt wird. Zur über­lie­fer­ten Mes­se steht er weder exklu­siv, noch über­wie­gend.

          • Aber er ist ein sehr ein­drück­li­ches Exem­pel dafür, wie Ber­go­glio sich über gel­ten­des Recht und Gesetz hin­weg­setzt. Zusi­che­run­gen und Über­ein­künf­te, die man mit einem sol­chen Regen­ten abschließt, sind das Papier nicht wert, auf dem sie ste­hen.

          • Wahr­heit ist kei­ne Fra­ge der Mehr­heit, rich­tig. Aber eine zah­len­mä­ßig objek­tiv nicht mas­sen­haf­te Grup­pe kann sinn­vol­ler­wei­se nicht mas­sen­wei­se Kir­chen­ge­bäu­de über­neh­men.

          • @ Triden­ti­nus: Für Men­schen ist vie­les nicht mög­lich — für Gott schon. Des­halb gilt auch hier: Gebet und Gott­ver­trau­en oder wie ich schon mal schrieb: Der Mensch denkt (klagt, dankt und bit­tet) — Gott lenkt.
            Es soll auch nicht in erster Linie um „Mas­se“, son­dern um „Klas­se“ (d. h. Tra­di­ti­on) gehen. Mir ist klar, dass bei allem Gebet, Gott­ver­trau­en, allen Talen­ten und allem guten Wil­len trotz­dem auch Geld erfor­der­lich sein wird. Die Bibel sagt: „Macht euch Freun­de mit­hil­fe des unge­rech­ten Mam­mons (=Geld)“. Dies gilt umso­mehr für uns Gläu­bi­ge, alle Freun­de und Gön­ner der FSSPX und aller Gemein­schaf­ten der über­lie­fer­ten Tra­di­ti­on, da die­se zwar dank der Gna­de Got­tes ideell, aber lei­der nicht finan­zi­ell „auf Rosen gebet­tet“ sind.
            Wie wäre es, falls die Pius­bru­der­schaft der nach­kon­zi­la­ren Kir­che für die Schen­kung, Über­las­sung oder „mei­net­we­gen“ für einen sym­bo­li­schen Euro, über­zäh­li­ge Kir­chen erwer­ben darf und sich dafür im Gegen­zug zu eif­ri­gem Gebet für die katho­li­sche Kir­che des Novo Ordo ver­pflich­tet?
            Ich den­ke da an die berühm­te Kauf­manns­fa­mi­lie Fug­ger in Augs­burg, die die wohl erste Sozi­al­sied­lung der Welt errich­ten ließ. Die Bewoh­ner der „Fug­ge­rei“ muss­ten (oder müs­sen sich heu­te noch?) gegen eine sehr gerin­ge Mie­te dazu ver­pflich­ten, täg­lich für das See­len­heil der Fami­lie Fug­ger, ihrer Vor­fah­ren und Nach­fah­ren zu beten. Das war und ist in der Mensch­heits­ge­schich­te sicher­lich bis heu­te ein ziem­lich ein­zig­ar­ti­ger — aber für bei­de Sei­ten erfolg­rei­cher „Sozi­al­de­al“.…
            Gott und der gesam­te Him­mel wün­schen unser unab­läs­si­ges Gebet nicht nur für uns selbst, für Freun­de und Fami­lie, son­dern ganz beson­ders auch für die Prie­ster, für die Sün­der, die Armen See­len, die Ver­stor­be­nen, unse­re Fein­de usw.
            Die Fami­lie Fug­ger in Augs­burg hat das Wort Got­tes ernst genom­men: Sie hat sich durch gün­sti­ge Häu­ser und Woh­nun­gen für die Armen mit­hil­fe des unge­rech­ten Mam­mons Freun­de gemacht und damit Schät­ze für den Him­mel gesam­melt.
            War­um soll­te die­ses groß­ar­ti­ge und erfolg­rei­che Bei­spiel geleb­ter Got­tes- und Näch­sten­lie­be heu­te nicht auch — in ähn­li­cher Form — „Schu­le“ (respek­ti­ve: Kir­che) machen kön­nen?
            Jesus, ich ver­traue auf dich! Jesus, sor­ge du!

          • „Wie wäre es, falls die Pius­bru­der­schaft der nach­kon­zi­la­ren Kir­che für die Schen­kung, Über­las­sung oder „mei­net­we­gen“ für einen sym­bo­li­schen Euro, über­zäh­li­ge Kir­chen erwer­ben darf und sich dafür im Gegen­zug zu eif­ri­gem Gebet für die katho­li­sche Kir­che des Novo Ordo ver­pflich­tet?“
            Regi­na, glau­ben Sie tat­säch­lich, dass eine erfolg­rei­che Mis­si­on (Über­nah­me von lee­ren Kir­chen) durch die FSSPX vom gegen­wär­ti­gen Rom gewünscht ist? Soll­te es so kom­men, dass die FSSPX mit der Inte­gra­ti­on in die Kon­zils­kir­che sich nicht selbst zer­fleischt und mar­gi­na­li­siert, dann wird Ber­go­glio, der sie bis dahin als Fei­gen­blatt für wei­te­re „Refor­men“ an Haupt und Glie­dern benutzt, schon wis­sen, wie man den Erfolgs­kurs der frei­en Prä­la­tur stop­pen kann. Er hat ja an den Imma­cu­la­ta-Fran­zis­ka­nern und am Mal­te­ser­or­den bereits hin­läng­lich und erfolg­reich geübt.

          • @hicesthodie: Nein, Rom wünscht nichts — son­dern befiehlt, wie wir lei­der stets fest­stel­len müs­sen. Die FSSPX sucht drin­gend Kir­chen, um die säku­la­ren Gebäu­de, die man kir­chen­ähn­lich umge­baut und aus­ge­stat­tet hat­te, ander­wei­tig nut­zen oder mög­li­cher­wei­se ver­äu­ßern zu kön­nen. Sie wis­sen sicher selbst, dass eine „ech­te alte tra­di­tio­nel­le Kir­che mit Glocken­turm“ die schon von aussen deut­lich als Got­tes­haus erkenn­bar ist, ein­la­den­der wirkt, als eine als Pro­vi­so­ri­um ent­stan­de­ne (Not-) Kir­che. Die Vor­freu­de auf das Haus des Herrn beginnt bereits durch das äusse­re ‑meist histo­risch gepräg­te ‑Erschei­nungs­bild und ein oft­mals reli­gi­ös gepräg­tes Umfeld (Fried­hof, Vor­gar­ten, Hei­li­gen­fi­gu­ren, Kreuz­weg usw.). Man ist ver­sucht zu sagen, dass es eine bit­te­re Iro­nie des Schick­sals ist, dass aus­ge­rech­net die wah­re tra­di­tio­nel­le Kir­che sich mehr oder weni­ger im Unter­grund „ver­steckt“ hal­ten muß, an den „Rand gedrängt“ wird oder durch die Über­nah­me einer säku­la­ren Hal­le im gleich­för­mi­gen Wohn­ge­biet eines Stadt­teils von aussen kaum als Kir­che erkenn­bar ist. Jeder weiß, wie schön ech­te alte Kir­chen durch tra­di­tio­nel­le Archi­tek­tur und Bau­kunst von aussen und von innen sind oder sein kön­nen.….
            Nein, ich glau­be nicht, dass die FSSPX sich auch nur einen ein­zi­gen Schritt Rich­tung Moder­ne bewegt oder bewe­gen wird. Mehr Wahr­heit als Wahr­heit gibt es nicht und jede Distan­zie­rung davon, ist ein Schritt Rich­tung moder­ni­sti­schen Abgrunds. So wie Gott treu ist, sind auch Tra­di­tio­na­li­sten sowohl Gott als auch gegen­über ihrem Grün­der ‑Mar­cel Lefevb­re ‑treu. Weder Gott noch die wah­ren Gläu­bi­gen kön­nen sich wider­spre­chen, sich von­ein­an­der distan­zie­ren oder ein­an­der gar ver­las­sen.

          • @ Kana­di­er: Der Apo­stel Pau­lus mahnt uns, dass wir unser Ver­trau­en nicht auf Men­schen — son­dern stets auf Gott set­zen sol­len. „Jesus, ich ver­traue auf dich“.

        • @ Triden­ti­nus: Sie haben Recht — aller­dings hat Jesus auch Recht, wenn er uns ermu­tigt: „Wo zwei oder drei in mei­nem Namen ver­sam­melt sind, da bin ich mit­ten unter ihnen.“
          Gott sehnt sich nicht nach einer „Mas­sen­be­we­gung“, son­dern nach jeder ein­zel­nen See­le, auch wenn es See­len gibt, die sich erst in letz­ter Sekun­de zu Gott bekeh­ren.
          Gott ach­tet den frei­en Wil­len jedes Men­schen und er liebt die Indi­vi­dua­li­tät jeder ein­zel­nen See­le.

      • @ Triden­ti­nus

        Teil 1:
        Ihre Beden­ken kann ich ver­ste­hen und nach­voll­zie­hen — ich sehe das selbst kri­tisch, aber für mich ist es die ein­zig mög­li­che Alter­na­ti­ve zu Pro­fa­nie­rung, Ver­kauf oder Abriß. Wie haben die Hei­li­gen frü­he­rer Genera­tio­nen Kir­chen, Klö­ster, Schu­len oder christ­li­che Gemein­schaf­ten gegrün­det oder errich­tet? In allen — mir bekann­ten Fäl­len (auch bei Mut­ter Ange­li­ka von EWTN oder durch Mut­ter Tere­sa von Kal­kut­ta) — ist dies zwar mit finan­zi­el­len Mit­teln, Gön­nern (Spon­so­ren, Pri­vat­leu­te, Poli­tik, Adel), mit Zustim­mung des Pap­stes, aber letzt­end­lich erst durch die ent­schei­den­de mäch­ti­ge Hil­fe des drei­fal­ti­gen Got­tes mög­lich gewor­den. Der Mensch hat gebe­tet — Gott hat die Her­zen ent­spre­chend gelenkt. Wir dür­fen nicht ver­ges­sen: Das Aller­wich­tig­ste und unver­zicht­bar­ste Mit­tel, um schein­bar aus­weg­lo­se Situa­tio­nen zum Guten zu wen­den, war, ist und bleibt immer gemein­sa­mes fle­hent­li­ches und aus­dau­ern­des Gebet auch in Form von tra­di­tio­nel­len Lita­nei­en, Nove­nen, eucha­ri­sti­schen Anbe­tungs­stun­den und über­lie­fer­ten soge­nann­ten Ver­hei­ßungs­ge­be­ten usw. zu dem all­mäch­ti­gen drei­fal­ti­gen Gott
        der Mut­ter­got­tes, den ehr­wür­di­gen Die­nern Got­tes, den Seli­gen, den Hei­li­gen, den kirch­li­chen Schutz­pa­tro­nen, Gebet beson­ders zu den Völ­ker­apo­steln Pau­lus und Petrus als erstem Papst, den Hei­li­gen Engeln und Schutz­en­geln, den Apo­steln und Jün­gern Jesu, den Mär­ty­rern, den Kir­chen­leh­rern und das Gebet zur Gemein­schaft aller Armen See­len im Feg­feu­er.
        In allen Anlie­gen eines Kir­chen­neu­baus, der Grün­dung eines Ordens oder eines sozia­len Pro­jek­tes der Näch­sten­lie­be wur­de unab­läs­sig gebe­tet. Es wur­den Bitt-Got­tes­dien­ste gefei­ert, Gebets­grup­pen gebil­det, Wall­fahr­ten ver­an­stal­tet usw. Man kann ver­kürzt sagen: „Der gesam­te Him­mel wur­de um Hil­fe bestürmt“. Wie sieht es heu­te aus? Ver­las­sen wir uns eben­so auf das fle­hent­li­che Gebet oder unter­wer­fen wir uns der säku­la­ren Ver­nunft und Logik die uns (über­spitzt) sagen: „Ohne Moos — nix los!“- ? Sämt­li­che gei­sti­gen Mit­tel wur­den von unse­ren Vor­fah­ren im Glau­ben genutzt und müs­sen auch heu­te für sol­che Pro­jek­te zur grö­ße­ren Ehre Got­tes und damit letzt­end­lich zum Heil der See­len ein­ge­setzt — das heißt reak­ti­viert — wer­den. Ihre Befürch­tung, dass die neu erwor­be­nen oder im besten Fall für einen sym­bo­li­schen Wert über­las­se­nen Kir­chen, nicht aus­rei­chend von tra­di­tio­nel­len Hir­ten und Her­den gefüllt wer­den könn­ten, tei­le ich nicht.
        Wie hat der hei­li­ge Pfar­rer von Ars sei­ne Kir­che mit Gläu­bi­gen gefüllt? Wie war es mög­lich, dass er fast Tag und Nacht zum Gefan­ge­nen des Beicht­stuhls wur­de, um den gro­ßen Andrang Beicht­wil­li­ger zu bewäl­ti­gen — eben­so wie der hei­li­ge Pater Pio? Das erste Heil­mit­tel für Leib und See­le, Reue und Umkehr war und ist stets das per­sön­li­che Gebet zu Gott.

      • @Tridentinus Teil 2:
        Die Tra­di­ti­on des über­lie­fer­ten Glau­bens wird zwar offi­zi­ell eher im „Unter­grund“ oder gar im „Ver­steck“ einer zur Kir­che umge­bau­ten ehe­ma­li­gen Fabrik­hal­le gefei­ert — trotz­dem platzt die­se Kir­che der über­lie­fer­ten Tra­di­ti­on vie­ler­orts aus allen Näh­ten, sie­he eben­falls ent­spre­chen­de Prie­ster­se­mi­na­re (auch welt­weit). Ich weiß der­zeit von min­de­stens drei tra­di­tio­nel­len Prie­ster- und Glau­bens­ge­mein­schaf­ten, die drin­gend eine gro­ße „rich­ti­ge“ katho­li­sche Kir­che suchen, weil die bestehen­de für die wach­sen­de Gläu­bi­gen­ge­mein­de mit vie­len jun­gen kin­der­rei­chen Fami­li­en zu klein ist. Es feh­len ausser­dem drin­gend not­wen­di­ge Sozi­al- und Schu­lungs­räu­me um ein bes­ser funk­tio­nie­ren­des Gemein­de­le­ben mit Kin­der- und Erwach­se­nen­ka­te­che­sen sicher­zu­stel­len. Die über­lie­fer­te Tra­di­ti­on der einen wah­ren hei­li­gen katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che Jesu Chri­sti ist das Samen­korn, das in das gute Erd­reich des unver­fälsch­ten Wor­tes Got­tes fällt, wächst und gedeiht. Es bringt bereits jetzt viel­fa­che Frucht (sie­he zahl­rei­che Prie­ster-und Ordens­be­ru­fun­gen) her­vor, weil die­ses Samen­korn vom Was­ser des Gebe­tes getränkt, vom Licht Chri­sti beschie­nen und vom Dün­ger der Sakra­men­te durch hei­lig­mä­ßi­ge Prie­ster genährt wird.
        Die tra­di­tio­nel­le Kir­che wächst nicht etwa durch säku­la­re Inte­gra­ti­on oder mit­hil­fe von Berufs- Theo­lo­gen, Kom­mu­ni­on­hel­fern, Lek­to­ren, Dis­kus­sio­nen, Syn­oden, Prie­ster-Coa­ching-Semi­na­ren, Inter­pre­ta­tio­nen, Theo­lo­gie-Vor­trä­gen, Öku­me­ne, Reli­gi­ons­frei­heit usw. son­dern ein­zig, allein und zual­ler­erst durch immer­wäh­ren­des Gebet der Gläu­bi­gen und der Prie­ster mit- und für­ein­an­der. Jesus sag­te, dass er die Sei­nen kennt (und ent­spre­chend auch erhört) und die Sei­nen ken­nen ihn — den wah­ren Hir­ten. Die Scha­fe Chri­sti hören auf Jesu Stim­me, neh­men ihr Kreuz auf sich und fol­gen dem Hei­land nach.

        • Ich ken­ne eine Stadt, wo die Petrus­bru­der­schaft über 10 Jah­re prä­sent ist und nach die­ser Zeit sonn­tags durch­schnitt­lich 20 Gläu­bi­ge zur hl. Mes­se kom­men. Dort gibt es auch ein Prio­rat der Pius­bru­der­schaft, dort sind 80–120 Gläu­bi­ge.

          Ich fra­ge mich schon lan­ge, wie­so die Petrus­brü­der dort­hin über­haupt anrei­sen. Die 20 Gläu­bi­gen vor Ort könn­ten eben­so­gut zu Pius gehen und Petrus­brü­der anders­wo zele­brie­ren, wo es viel­leicht noch gar kei­ne über­lie­fer­te hl. Mes­se gibt und auch mehr Men­schen die hl. Mes­se zu schät­zen wüss­ten.

          • @Tridentinus: Und ich ken­ne eine Stadt, wo das Insti­tut Chri­stus König und Hoher­prie­ster durch einen ihrer Prie­ster eine blü­hen­de Gläu­bi­gen­ge­mein­de im Alten Ritus gegrün­det hat. Dort habe ich vor fast drei Jah­ren mein erstes hei­li­ges Mess­op­fer im triden­ti­ni­schen Ritus erlebt. Das war Schock und Begei­ste­rung zugleich, da mir die Alte Mes­se über 50 Jah­re mei­nes Lebens völ­lig unbe­kannt war. Vor einem Drei­vier­tel Jahr, bin ich dann durch die gött­li­che Vor­se­hung zur FSSPX geführt wor­den. Ich muss­te mich für eine der bei­den Gemein­den ent­schei­den! Für wel­che und war­um? Für die FSSPX, weil dort der / die Prie­ster noch näher an der gött­li­chen Wahr­heit pre­di­gen als beim Insti­tut Chri­stus König und Hoher­prie­ster. Die gött­li­che Wahr­heit ist seit mei­ner Bekeh­rung zur Tra­di­ti­on — für mich — unglaub­lich anzie­hend ‑ver­gleich­bar einem Magnet oder dem Licht einer Lam­pe in der Dun­kel­heit. Ich ach­te und bete ausser für die FSSPX, deren Prie­ster und Gläu­bi­gen, auch wei­ter­hin eben­so für alle ande­ren alt­ri­tu­el­len apo­sto­li­schen Gemein­schaf­ten und für die See­len der nach­kon­zi­la­ren Kir­che. Nach­dem ich jahr­zehn­te­lang im Novus Ordo ehren­amt­lich sehr aktiv enga­giert war, dort bis zu mei­ner Bekeh­rung, ver­geb­lich und ver­zwei­felt bemüht nach der gött­li­chen Wahr­heit gesucht habe, muß­te ich mich für die Gemein­schaft ent­schei­den, deren ober­ster, allei­ni­ger und wich­tig­ster Herr stets der all­mäch­ti­ge drei­fal­ti­ge Gott ist und bleibt — und das ist die FSSPX.
            Papst­treue ist rich­tig und wich­tig — aber nicht um den Preis den Men­schen mehr zu die­nen und zu gehor­chen als unse­rem drei­fal­ti­gen Gott!
            Gelobt, ver­herr­licht und ange­be­tet sei die aller­hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit von nun an bis in Ewig­keit — Amen.

    • Ja, was den Erhalt von Kir­chen betrifft, kann ich Ihnen in ein­ge­schränk­ter Wei­se zustim­men. Kir­chen „mit Geschich­te“ sol­len unbe­dingt erhal­ten blei­ben — für die wür­di­ge Fei­er des Meß­op­fers und aller ande­ren­Ge­den­ken an Hei­li­ge etc.

      Ich möch­te aber auch dar­an erin­nern, daß es man­che Kir­chen gibt, die nach dem VII ent­stan­den oder doch zumin­dest nicht all­zu­weit vor dem VII. Die­se Kir­chen sind archi­tek­to­nisch zumin­de­stens teil­wei­se oder mei­stens sowas von unan­ge­mes­sen — ein stär­ke­res Wort hier­für möch­te ich nicht anfüh­ren, da sonst mein Post evtl. nicht ver­öf­fent­licht wird -, daß in die­sen kein Katho­lik das Hl. Meß­op­fer in „einer rich­ti­gen inner­li­chen Ver­fas­sung“ mit­fei­ern kann. Die­se Kir­chen sind so moder­ni­stisch ange­legt, daß es schier unmög­lich ist, unsern Herrn in der rich­ti­gen inner­li­chen Ver­fas­sung zu emp­fan­gen. Ich gehe schon lan­ge nicht mehr in die Kir­che, zu der ich eigent­lich wohn­ort­mä­ßig gehö­re. Dort stimmt alles nicht. Hier mache ich ein­fach mal Schluß, damit ich nicht doch noch in eine Wort­wahl fal­le, die zwar die Situa­ti­on rich­tig wie­der­gibt, aber zuwei­len ist es ange­bracht, auch in der Sprach­wei­se als rk Christ sich nach oben zu unse­rem Herrn zu ori­en­tie­ren. Es gibt jeden­falls sehr gro­ße Unter­schie­de zwi­schen Kir­chen, die erbaut und kon­zi­piert wur­den von Archi­tek­ten und Bau­leu­ten, die ganz im katho­li­schen Chri­sten­tum leb­ten, und sol­chen, deren Erbau­er (eher) fern der christ­li­chen Hei­mat leben.

      Den­noch, lie­be Regi­na, vie­len Dank für Ihre Zei­len und mei­ne grund­sätz­li­che Zustim­mung zum Inhalt Ihres Posts.

      • Nichts dage­gen, dass das not­ge­drun­gen manch­mal nicht anders geht, aber es gibt auch sehr pro­vi­so­ri­sche Pius­ka­pel­len, die nicht sehr geeig­net sind für die dau­er­haf­te Fei­er der hl. Mes­se.

        • Da gebe ich Ihnen Recht, was pro­vi­so­ri­sche Pius­ka­pel­len betrifft. Aber die Beto­nung liegt sicher auf dem Wort „pro­vi­so­risch“, da die Pius­se sicher ger­ne Kir­chen über­neh­men wür­den, die archi­tek­to­ni­sche Mei­ster­lei­stun­gen sind und kaum oder gar nicht mehr von der moder­nen Kir­che genutzt wer­den. Wenn ich das hl. Meß­op­fer bei den Pius­brü­dern besu­che, ist es auch ein Pro­vi­so­ri­um, da die frü­he­re von der FSSPX genutz­te Kir­che wegen einer Stadt­teil­erwei­te­rung abge­ris­sen wur­de. Es war ein Kirch­lein wohl aus der Zeit nach dem 2. Welt­krieg, klein und mit Well­blech­dach, aber sehr schö­nem Hoch­al­tar und dem Hlst. Her­zem Jesus geweiht. Sie wur­de, wenn ich rich­tig infor­miert bin, zuerst von der sta­tio­nier­ten ame­ri­ka­ni­schen Gar­ni­son genutzt. Hof­fent­lich gibt es wie­der mal bes­se­re Zei­ten.

          • Ja, die bes­se­ren Zei­ten wer­den kom­men. Gott lässt sei­ne Kir­che nicht von den Mäch­ten der Fin­ster­nis über­wäl­ti­gen. Gott lässt die Rei­ni­gung sei­ner Kir­che zu — nicht aber deren kom­plet­te Zer­stö­rung, sie­he Bibel.

        • Viel­leicht dür­fen wir vor­erst nicht zu anspruchs­voll sein. Die ersten Chri­sten lit­ten unter blu­ti­ger Chri­sten­ver­fol­gung und muss­ten das hei­li­ge Meß­op­fer im Unter­grund — in soge­nann­ten Kata­kom­ben — oder heim­lich in Pri­vat­häu­sern fei­ern. Der hei­li­ge Pater Pio soll gesagt haben, dass wir eines Tages froh sein wer­den, wenig­stens in einem „Bun­ker“ die hei­li­ge Mes­se fei­ern zu kön­nen, da die Ver­fol­gung der wah­ren Kir­che über­hand neh­men wird.
          Pater Pio hat Recht. Pro­vi­so­ri­sche Kir­chen oder Kapel­len sind mir lie­ber als gar kei­ne und erst recht lie­ber als moder­ni­sti­sche Beton­bun­ker, wo die Gläu­bi­gen gezwun­gen wer­den sol­len, eine kah­le wei­ße Wand hin­ter dem Volks­al­tar „anzu­be­ten“ — kein Kru­zi­fix, kei­ne wür­di­gen Hei­li­gen­fi­gu­ren in Blick­rich­tung Altar, ein ein­sa­mer „mikro­wel­len­ähn­li­cher“ Kasten als Taber­na­kel usw.

        • Geehr­ter @Tridentinus,
          Das haben Sie an sich rich­tig gesagt.
          Ich erin­ne­re mich an Luxem­burg Stadt, wo sehr lan­ge die FSSPX die Hl. Mes­se in einem Hotel fei­ern müßte(auch ein Ruh­mes­blatt für das dor­ti­ge moder­ni­sti­sche Epi­sko­pat);
          und an die Nie­der­lan­de, wo über Jahr­zehn­te die FSSPX für die Hl. Mes­se auf ein Wohn­boot („schuit“) aus­wei­chen müß­te.
          Gott ist über­all: rich­tig.
          Aber: Te decet laus- soli Deo glo­ria:
          Es gehört sich, es paßt, daß Er über ein anstän­di­ges Got­tes­haus ver­fügt;
          nicht weil er es nötig hat- er hat nichts nötig, beson­ders nicht von uns feh­ler­haf­ten Men­schen; Not und Nöte sind typisc mensch­li­che Eigen­schaf­ten und Qua­len;
          son­dern weil Wir es nötig haben, Sei­ne Güte und Lie­be und All­macht und Sein Wir­ken so bes­ser und tie­fer in uns wir­ken kön­nen.

          Und so pssi­mi­stisch (mit Ihrem Geld­lied) soll­ten Sie nicht sein.
          Gera­de die tra­di­ti­ons­freund­li­che Bewe­gun­gen kön­nen sich trö­sten mit der Aus­sa­ge einer alten Non­ne:
          „Wir sind nicht arm, wir haben nur kein Geld“.
          Und in Frank­reich und in den USA wird gut gebaut.
          Hl. Johan­nes Bos­co: „Tut was Ihr könnt; er wird das tun, wa wir nicht kön­nen“.

      • @Tuor-Earendil:
        Auch moder­ni­sti­sche Kir­chen sind Got­tes­häu­ser. Sol­che Kir­chen wer­den im Fal­le einer Über­tra­gung bei­spiels­wei­se an die FSSPX einen kom­plett erneu­er­ten Innen­raum nach dem Muster der hei­li­gen über­lie­fer­ten Tra­di­ti­on erhal­ten, also mit allen sakra­len Kost­bar­kei­ten, die wir jetzt in moder­nen Kir­chen schmerz­lich ver­mis­sen, aus­ge­stat­tet wer­den. Dazu gehö­ren auch kost­ba­re alte Hoch­al­tä­re ‑oder Sei­ten­al­tä­re, Taber­na­kel im Zen­trum der Kir­che, wür­di­ge Hei­li­gen- und Mari­en­fi­gu­ren, ein gro­ßes Kru­zi­fix, Kom­mu­ni­onbän­ke, Knie­bän­ke, Beicht­stüh­le, tra­di­tio­nel­le Hei­li­gen­ge­mäl­de oder Bil­der usw. usw.
        Per­sön­lich wür­de ich mich über ein gro­ßes Bild oder eine Sta­tue des barm­her­zi­gen Jesus nach Sr. Fausti­na freu­en. Als katho­li­scher Laie gehe ich davon aus, dass eine rund­erneu­er­te Kir­che im Stil der Tra­di­ti­on fei­er­lich neu ein­ge­weiht wird, bevor sie für die latei­ni­sche Mes­se genutzt wird.

          • Bit­te den­ken Sie dar­an — es geht nicht nur um Geld, son­dern nach wie vor um viel Gebet. Ausser­dem ist es mög­lich, dass zahl­rei­che vom Floh­markt, dem Abriß oder Spei­cher geret­te­te kost­ba­re alte Hei­li­gen­fi­gu­ren, Knie­bän­ke, Sakra­li­en, Altä­re, Caseln usw. beim Auf­bau der tra­di­tio­nel­len Kir­che her­vor­ge­holt, reno­viert, gespen­det oder aus Erb­nach­lass der FSSPX geschenkt wer­den. Sakra­le Kunst, reli­giö­se Schät­ze und auch der hei­li­ge Erz­engel Micha­el wer­den wie­der am rich­ti­gen Ort im Glanz berech­tig­ter Ver­eh­rung erstrah­len. Sei­en Sie ver­si­chert: der gan­ze Him­mel freut sich mit uns und jubelt dar­über.

          • Der Him­mel wohl, aber ob die Freu­de dar­über in der Kon­zils­kir­che groß sein wird, wage ich zu bezwei­feln. Der­je­ni­ge, der zuletzt ver­such­te, die­ser Kon­zils­kir­che wie­der mehr über­ir­di­schen Glanz zu ver­lei­hen, muss­te ent­nervt sein Amt auf­ge­ben. Man sprach her­nach von Kar­ne­va­lia­den, die nun end­lich vor­bei sei­en und Sumpf­ge­rü­chen, die er ver­brei­tet habe. Schon ver­ges­sen!?

        • Sehr geehr­te Regi­na, es gibt „Kir­chen“, die weder außen noch innen irgend­wie so aus­se­hen, daß man die­se als sol­che anse­hen und erken­nen kann. In der Kir­che, wo ich eigent­lich dazu­ge­hö­re, haben sich Fran­zo­sen, die auch Deutsch konn­ten, zurecht mal abschät­zig zu die­sem „Got­tes­haus“ — und das mit Recht — geäu­ßert.

          Es gibt sicher­lich moder­ne Kir­chen, die noch in einer wür­di­gen Wei­se umge­stal­tet wer­den kön­nen, zumin­dest im Inne­ren. Aber bei vie­len aus moder­ner Zeit ist es m.E. nicht mög­lich. Jeden­falls gehe ich zum hl. Meß­op­fer, wenn es mal im NOM ist, in Kir­chen, die noch aus bes­se­ren Zei­ten stam­men, da ich dort auch mit Inbrunst dabei bin und daselbst auch beten kann.

          Letzt­end­lich liegt es doch auch an unse­rer Zeit: Wenn die Archi­tek­ten und Erbau­er von Kir­chen kei­nen inne­ren Bezug zum Chri­sten­tum und zu Jesus Chri­stus im Spe­zi­el­len haben, dann kann doch nichts Gutes dabei her­aus­kom­men. In frü­he­ren Zei­ten war das noch ganz anders! Nicht umsonst ste­hen Mei­ster­wer­ke der Kunst z. B. in Köln, Strasbourg, Frei­burg i. Br., Mün­chen und Rom selbst­ver­ständ­lich. Und so vie­le wei­te­re — klei­ne und gro­ße — Mei­ster­wer­ke über­all in Deutsch­land und dem latei­ni­schen Euro­pa, die regel­recht den Him­mel zu uns her­ab­zie­hen und zum Gebet ein­la­den. Hof­fen wir, daß die Pius­se die Mög­lich­keit bekom­men, noch man­che leer­ste­hen­de Kir­che über­neh­men zu kön­nen, soweit es für sie mög­lich ist, auch finan­zi­ell.

          • Kei­ne Fra­ge: Jede alte tra­di­tio­nell errich­te­te Kir­che mit rei­cher For­men- und Figu­ren­spra­che ist und bleibt — obwohl ver­mut­lich im Inne­ren künst­lich ver­stüm­melt — die erste Wahl bei der Über­nah­me und Umwand­lung ent­spre­chend der Tra­di­ti­on.

        • Lie­be Regi­na, mit dem Sr. Fausti­na Devo­tio­na­li­en habe ich gra­vie­ren­de Pro­ble­me. An die geschul­de­te Ehre sind qua­li­ta­ti­ve Anfor­de­run­gen zu stel­len. Schließ­lich ste­hen wir gegen­über vie­len nach­kon­zi­lia­ren Lie­dern und Tex­ten weni­ger aus inhalt­li­chen denn aus rein geschmack­li­chen Grün­den ableh­nend gegen­über — sie sind ein­fach nicht wür­dig. Das gilt lei­der auch für die Fausti­na-Bil­der. Chri­stus hat­te, wie das Turi­ner Grab­tuch bezeugt, ein aus­drucks­star­kes Gesicht, das für sich geeig­net ist, uns Men­schen in sei­nen Bann zu zie­hen. Vor einem Erlö­ser à la Fausti­na — ohne jeg­li­chen Tief­gang oder Spi­ri­tua­li­tät, son­dern nur sen­ti­men­tal fröm­melnd, letzt­lich ohne inne­re Stim­mig­keit — hät­te ich ehr­lich gesagt sogar ein wenig Angst.

          • @ Franz Lech­ner,
            Sor­ry, ich kann Ihre Beden­ken nicht nach­voll­zie­hen. Haben Sie das Tage­buch der Sr. Fausti­na gele­sen?
            Ken­nen Sie die Gebets­stun­de zum barm­her­zi­gen Jesus? Beten Sie den Barm­her­zig­keits­ro­sen­kranz, der als Ret­tungs­an­ker auch für die Ster­ben­den gilt, da Got­tes Zorn sich besänf­tigt, wenn die­ser Rosen­kranz bei oder für einen Ster­ben­den gebe­tet wird ? Das Gna­den­bild nach Sr. Fausti­na ent­hält eben­falls Ver­hei­ßun­gen. Wuss­ten Sie, dass ein Pro­fes­sor bei einem Vor­trag das Foto des Gesichts des barm­her­zi­gen Jesus über das Gesichts­bild des Turi­ner Grab­tuchs leg­te? Das Wun­der­ba­re war bzw. ist: Bei­de Gesich­ter pas­sen per­fekt über­ein­an­der, das heißt alle Gesichts­pro­por­tio­nen (Grö­ße und Abstän­de von Augen, Nase, Mund, Kinnn usw.) sind auf bei­den Bil­dern voll­kom­men iden­tisch.
            Jesus selbst sagt, nie­mand sol­le ihn fürch­ten — selbst der ver­stock­te­ste Sün­der wür­de sei­ne Barm­her­zig­keit und sein Ver­zei­hen erfah­ren, falls jener zu Gott umkehrt, sei­ne Sün­den beich­tet und bereut. Noch ist die Zeit der Barm­her­zig­keit .….wie lan­ge noch, bevor Got­tes Gerech­tig­keit die Barm­her­zig­keit ablöst?

          • Man bekommt den Ein­druck, dass seit dem 19. Jahr­hun­dert Erschei­nun­gen, Pri­va­tof­fen­ba­run­gen und (Marien-)Erscheinungen (Lourdès u. Fati­ma nicht aus­ge­nom­men, gera­de in „from­men“ Krei­sen den eigent­lich katho­li­schen Glau­ben, in der Pra­xis vor allem die Wert­schät­zung der hl. Mes­se, zuneh­mend bei­sei­te gedrängt haben. Beson­ders wenn sie an spe­zi­el­le „Ver­hei­ßun­gen“ geknüpft sind. Inso­fern muss man hier auch schon, lei­der, die Herz-Jesu-Ver­eh­rung der Neu­zeit mit hin­zu­neh­men. Das soll nicht hei­ßen, dass all das nich­tig und zu ver­wer­fen ist. Es darf aber nicht das eigent­lich Katho­li­sche aus dem Zen­trum drän­gen, anders gesagt: all das ist nicht heils­not­wen­dig in Leh­re und Pra­xis.

    • Ich stim­me Ihnen zu, und auch wie­der nicht. Denn die nach­kon­zi­lia­ren 70i­ger-Jah­re-Scheuß­lich­kei­ten kön­nen doch nun wirk­lich getrost pro­fa­ni­siert und abge­ris­sen wer­den. Kei­ner wird sie ver­mis­sen.

      • Über­las­sen wir das doch ein­fach der gött­li­chen Vor­se­hung. So wie Gott es wünscht, soll es gesche­hen. Herr, dein Wil­le gesche­he…

  9. Hal­le­lu­ja! Das sind doch her­vor­ra­gen­de Nach­rich­ten kurz vor Beginn der Fasten­zeit. Sie zei­gen: unse­re Gebe­te wur­den erhört.
    Zuge­ge­ben: ich hät­te es nicht für mög­lich gehal­ten, dass es Papst Fran­zis­kus ist, wel­cher der FSSPX die Rück­kehr in den Schoß der Hei­li­gen Mut­ter Kir­che ermög­li­chen wird. Wir soll­ten die­ses Geschenk anneh­men und nicht sin­nie­ren, ob sich hin­ter die­sem Akt der Barm­her­zig­keit nicht doch irgend­wel­che Haken befin­den. Ich glau­be es nicht.

    Es war mir, ehr­lich gesagt, gar nicht bekannt, dass sich Fran­zis­kus in der Ver­gan­gen­heit (noch als Pri­mas von Argen­ti­ni­en) in der­art posi­ti­ver Wei­se über die Tra­di­ti­on geäu­ßert hat.

    Wäh­rend so lang­sam auch die Natur auf Ostern hin zu neu­em Leben erwacht, sehe ich sel­bi­ges für die Tra­di­ti­on, die nun au die­sem Schat­ten­da­sein her­aus­tre­ten und wie­der eine voll­wer­ti­ge Toch­ter der Hei­li­gen Mut­ter Kir­che wird.

    • Mir geht es da ganz wie Ihnen und ich freue mich. Es mögen Hin­ter­ge­dan­ken, faden­schei­ni­ge oder auch böse Inten­tio­nen hin­ter der Eini­gung ste­hen, wenn über­haupt — doch ent­schei­den wird die Wirk­lich­keit und der Heils­wil­le Got­tes, egal was Mensch­lein sich so dabei denkt. Ich bin sehr zuver­sicht­lich, daß das gut wird.

  10. Ich den­ke nicht, dass die Wie­der­ein­glie­de­rung der Pius­bru­der­schaft in die katho­li­sche Kir­che, so wie ihr Kurs der­zeit ist, eine wohl über­leg­tes Vor­ha­ben ist. Zwi­schen der Bei­be­hal­tung der alten Mes­se und der Zulas­sung Wie­der­ver­hei­ra­te­ter zur Eucha­ri­stie lie­gen Wel­ten, um es ein­mal so zu sagen. Ich habe hier­bei das Gefühl, als wür­de die Wie­der­ein­glie­de­rung der Pius­brü­der zu einer Art Selbst­zweck ver­kom­men, auf der einen Sei­te für Bischof Fel­lay und auf der ande­ren Sei­te als Errun­gen­schaft, ja als Tro­phäe im wei­te­ren Sin­ne betrach­tet wer­den, sei­tens Papst Fran­zis­kus. Der sich ja nach erfolg­ter Wie­der­ein­glie­de­rung ein Ver­dienst umhän­gen kann, behaup­ten kann, er habe etwas geschafft, wor­an sein Vor­gän­ger Papst Bene­dikt aus wel­chen Grün­den auch immer, geschei­tert war. Was ja im Gro­ben der Wahr­heit ent­spre­chen mag. Jedoch bin ich sicher, dass die Pius­brü­der die­sen Schritt des die­nen­den Ver­trau­ens gegen­über Rom bereu­en wer­den, wie schon die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta und der(souveräne?) Mal­te­ser­or­den.

  11. Die Fra­ge wird für uns in Deutsch­land sein, wie das kon­kret aus­ge­stal­tet wird:
    Wer­den die Mess­zei­ten und ‑orte zukünf­tig vom Orts­bi­schof geneh­migt wer­den müs­sen? Wenn ja, gute Nacht!
    Kann man die Seel­sor­ge der SSPX zukümf­tig nicht mehr in Anspruch neh­men, ohne Kir­chen­steu­er an die Diö­ze­se zah­len zu müs­sen? Wenn ja, sehr schlecht.
    Wird die SSPX so unab­hän­gig blei­ben, daß Din­ge wie bei den Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta und dem Mal­te­ser­or­den aus­ge­schlos­sen blei­ben?
    Am Ende sind sol­che Fra­gen wich­ti­ger als die Unter­schrift unter ein Papier, wo über Kon­zil ohne Dog­men geur­teilt wird.

    • Ihre erste Fra­ge ist beant­wor­tet, wenn die Rechts­form der Per­so­nal­prä­la­tur gewählt wird. Ich set­ze voraus,dass Bischof Fel­lay zusätz­lich aus­ge­han­delt haben wird, dass die Per­so­nal­prä­la­tur St. Pius X. ana­log der Angli­ka­ner­or­di­na­ria­te nur ver­pflich­tet sind, den Diö­ze­san­bi­schof über bestehen­de Nie­der­las­sun­gen zu infor­mie­ren. Eben­so wenn neue Nie­der­las­sun­gen errich­tet wer­den sol­len. Wohl­ge­merkt: infor­mie­ren heißt nicht, dass der Orts­or­di­na­ri­us dem zustim­men muss oder es ver­bie­ten kann. Kir­chen­steu­er ist ein spe­zi­el­les, deut­sches und öster­rei­chi­sches Pro­blem. Sofern sie nicht den staat­li­chen Kir­chen­aus­tritt erklärt haben, müs­sen Sie doch auch jetzt Kir­chen­steu­er zah­len. Des­we­gen ver­ste­he ich nicht, was sich durch eine Per­so­nal­prä­la­tur in die­ser Hin­sicht für Sie ändern wür­de.

    • Die Eini­gung ist mit aller­größ­ter Skep­sis zu sehen. Es besteht doch die Fra­ge: wer mit wem? und das unter wel­cher Ver­gan­gen­heit? Bis­her wur­den die Pius­se doch von den bischöf­li­chen „Kol­le­gen“ in Deutsch­land wie Abschaum behan­delt, in Ful­da durf­ten sie noch nicht ein­mal zum Beten in den Dom. Das hat­te mit christ­li­chem Den­ken gar nichts zu tun. Und jetzt „Frie­de Freu­de Eier­ku­chen? alle unbe­rech­tig­ten Vor­ur­tei­le sind aus­ge­rech­net unter die­sem Papst besei­tigt. Es ist zu befürch­ten, dass es auch hier in Zukunft hei­ßen wird, sie sahen und sahen doch nicht, sie hör­ten und hör­ten doch nicht. Sie ver­ga­ßen alle ihre Erfah­run­gen und gin­gen selig dem Unter­gang zu. Hät­ten Sie die­ses Ergeb­nis bei Papst Bene­dikt ange­nom­men, hät­te ich mich ehr­lich gefreut und mir eine Berei­che­rung und Bele­bung für den aus­trock­nen­den Glau­ben erwar­tet.

      • Zu Ihrem letz­ten Satz: Was hät­ten Sie gemacht, wenn es noch kurz vor Bene­dikts Amts­ver­zicht zur Eini­gung gekom­men wäre. Danach wäre dann auch Ber­go­glio gewählt wor­den. Will sagen: Wir kön­nen nicht in die Zukunft blicken. Des­we­gen konn­te und kann die FSSPX eine Eini­gung nicht vom momen­ta­nen Papst abhän­gig machen. Weder in die eine Rich­tung, weder unter Bene­dikt, noch unter Fran­zis­kus, noch unter sonst jeman­dem. Das bes­se­re Ange­bot traue ich Fran­zis­kus zu. Bene­dikt war zu sehr Theo­lo­ge und zu sehr ins Vati­ca­num II invol­viert, um davon als „Kri­te­ri­um der Katho­li­zi­tät“ abse­hen zu kön­nen.

        • Wenn Sie schon spe­ku­lie­ren, wer­ter Triden­ti­nus, dann spe­ku­lie­re ich ein­mal mit und sage Ihnen: wenn die Eini­gung unter Bene­dikt gekom­men wäre, dann hät­te es auch kei­nen Amts­ver­zicht und somit mög­li­cher­wei­se auch kei­nen Ber­go­glio als Nach­fol­ger gege­ben. Denn mit der letzt­lich ins Lee­re lau­fen­den und damit für Bene­dikt erfolg­lo­sen Exkom­mu­ni­ka­ti­on der FSSPX und dem unsäg­li­chen Inter­view von Wil­liam­son, konn­te man Ratz­in­ger ein Nah­ver­hält­nis zu Holo­caus­leug­nern unter­stel­len und hat­te den gewünsch­ten Hebel, ihn aus dem Amt zu kata­pul­tie­ren.

          • Sie über­schät­zen die kir­chen­po­li­ti­sche Bedeu­tung der FSSPX. Sie war sicher nicht aus­schlag­ge­bend für den Amts­ver­zicht.

          • Nun, ich glau­be sogar, dass Ratz­in­ger nur des­halb auf sei­nen gelieb­ten und lang ersehn­ten Ruhe­stand ver­zich­tet, 2005 noch­mals in den Ring gestie­gen ist und das Papst­amt über­nom­men hat, weil er genau die­se Sache mit der FSSPX zu einem Abschluss brin­gen woll­te, denn er hat gehofft, auf lan­ge Sicht hin mit ihrer Hil­fe den Kon­zils­un­geist (Her­me­neu­tik des Bruchs) in der Kir­che über­win­den zu kön­nen. Aber die FSSPX war damals ein­fach nicht reif dafür und hat sich ver­wei­gert.

          • Das kann gewiss sein, dass das Bene­dikt ein wich­ti­ges Anlie­gen war. Aber dann muss man umso­mehr dafür dan­ken, dass Fran­zis­kus so untheo­lo­gisch und unkon­ven­tio­nell an die Sache her­an­geht. Er ver­langt kei­ne dok­tri­nel­len Prä­am­beln oder Annah­me son­sti­ger Bedin­gun­gen mehr. Das war ja unter Bene­dikt das Hin­der­nis, das die FSSPX sah, die Per­so­nal­prä­la­tur anzu­neh­men.

          • Kömmt mir sehr ver­ein­fa­chend, ja ein wenig naiv vor. Tat­sa­che ist, dass wir weder in Bene­dikt noch in Franz hin­ein­se­hen kön­nen, dass gegen­über bei­den ein beträcht­li­ches Quan­tum Miss­trau­en ange­bracht ist. Der dama­li­gen FSSPX man­geln­de Rei­fe zu unter­stel­len, ist auch so eine Sache. Viel­leicht waren sie bloß wei­se und haben in etwa gedacht, dass Bene­dikt das nicht durch­zie­hen wird kön­nen, dass er letzt­lich zu schwach und zu umstrit­ten ist, dass er am Ende des Tages über die­se Sache stol­pern wird, was man ihm erspa­ren woll­te? Zwei­fel­los sitzt Ber­go­glio, zumin­dest pri­ma vista betrach­tet, fester im Sat­tel — der kir­chen­in­ter­ne Wider­stand gegen die­sen doch an und für sich unge­heu­er­li­chen Akt, der­ar­ti­gen Reak­tio­nä­ren und Fein­den nahe­zu aller Hei­li­gen Kühe des Kon­zils, Frau­en­fein­den, ver­kapp­ten Anti­se­mi­ten und Holo­caust­leug­nern etc (schlim­mer geht’s eh nicht mehr!) die Hand rei­chen zu wol­len, hält sich doch, wie man so sieht, in Gren­zen, nicht wahr? Ehr­lich gesagt sehe ich ungleich bes­se­re Grün­de zum Wie­der­ein­stieg unter Ber­go­glio als unter Ratz­in­ger.
            Spe­ku­lie­ren wir lie­ber dar­über, was Ber­go­glio rei­tet, die­sen auch für ihn und sei­ne Agen­da mit­tel­fri­stig alles ande­re als unbe­denk­li­chen Schritt zu wagen! Schließ­lich schwe­ben die noch immer die Dubia wie das Schwert des Damo­kles über ihm, und in der kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­wei­ge­rung ihrer Beant­wor­tung kann kei­ne Lösung lie­gen.
            Kurz­um: damals wie heu­te ist die Sach­la­ge ver­dammt kom­pli­ziert, und sowohl die Befür­wor­ter als auch die Geg­ner haben gute Argu­men­te. Instink­tiv zie­he ich Triden­ti­ni opti­mi­sti­sche Sicht vor, da die Chan­cen auf eine effi­zi­en­te Infra­struk­tur nicht zu ver­ach­ten sind. Man darf auch nicht ver­ges­sen, dass die Pius­se durch Franz aus ihrer media­len Schmud­del­ecke (sie­he oben — die­se Anwür­fe sind letzt­lich sehr wir­kungs­voll und zwei­fel­los geeig­net, vie­le Men­schen guten Wil­lens aber nicht ganz so gut­enn Ver­stan­des abzu­schrecken) geholt wer­den. Plötz­lich sind sie eine ernst­zu­neh­men­de Kraft, die dadurch ungleich mehr Men­schen als bis­her errei­chen kann.
            Jeden­falls wird es sehr inter­es­sant.

  12. Ich den­ke eine Eini­gung der Pius­bru­der­schaft mit dem Hei­li­gen Stuhl wäre sicher eine gute Nach­richt. Kann mir auch nicht vor­stel­len dass sich Bischof Fel­lay übers Ohr hau­en lässt, der ist cle­ver genug.

  13. Zunächst wird Ber­go­glio mit­tels der Pius­bru­der­schaft sämt­li­che ande­ren eccle­sia dei Gemein­schaf­ten zer­stö­ren, indem er das Pri­vi­leg der alten Mes­se aus­schließ­lich Pius zuge­steht. Nach­dem er auf­ge­räumt hat, geht er der Pius­bru­der­schaft an den Kra­gen. Wer das leug­nen will, den ver­wei­se ich auf die abso­lu­te Skru­pel­lo­sig­keit, mit der Ber­go­glio gegen jedes Recht und Gesetz will­kür­lich das besei­tigt hat, was ihm nicht in den Kram passt. Auf die­se Art und Wei­se fügt er der Tra­di­ti­on einen ver­nich­ten­den Schlag zu. Die Per­so­nal­prä­la­tur wäre sehr teu­er erkauft! Zudem rech­net Ber­go­glio mit einer Spal­tung von Pius- nament­lich all derer, die sei­ne Stra­te­gie durch­schaut haben.

    • Bzgl der ED-Gemein­schaf­ten gebe ich Ihnen recht. Die­se haben aber auch kein Argu­ment, aus­schließ­lich die alte Mes­se zu fei­ern.

    • Glaub ich nicht, dass er sich so ohne wei­te­res über sei­nen Vor­gän­ger hin­weg­set­zen kann. Wie soll das auch gehen? Wie und war­um sol­len die ED-Gemein­den nicht tun dür­fen, was den Piussen gestat­tet ist?
      Eine Spal­tung der Pius­se wäre unter den obwal­ten­den Bedin­gun­gen gar nicht so schlecht. Damit hät­ten sie sich sozu­sa­gen alle Mög­lich­kei­ten offen­ge­hal­ten. Wurst, wel­che Sei­te letz­lich recht­be­hält — die „ein­zig wah­ren und rich­ti­gen“ Pius­se wer­den sie ein­neh­men kön­nen.

      • Des­halb nicht, weil Pius sich nicht auf SP oder gar ein Indult stützt und des­halb nicht impli­zit die recht­li­che Vor­rang­stel­lung des NOM bejaht. Was außer­or­dent­lich ist oder eines Indults bedurf­te, kann mei­nes Erach­tens nie­mand exklu­siv prak­ti­zie­ren oder als Recht bean­spru­chen, vom als ordent­lich Gel­ten­den völ­lig aus­ge­nom­mem zu sein.

  14. Ich bit­te um Ver­zei­hung für mein Unver­ständ­nis. Den Titel „Auf dem Weg nach Hau­se“, emp­fin­de ich als Hohn. Wel­ches „Zuhau­se“ mei­nen Sie denn? Das­je­ni­ge, das in Rui­nen liegt, von Maro­deu­ren besetzt ist und ganz ohne Aus­sicht auf Bes­se­rung der Situa­ti­on, wenn man „nach Hau­se“ kommt? – Schö­nes Gebäu­de, wun­der­schö­ne Kir­che, für­wahr! Aber das Bild, das sich mir auf­drängt, ist das einer Fami­lie, die sich ein maro­des Haus kauft, das finan­zi­ell ihre Kräf­te völ­lig über­steigt. Jedes­mal wenn man einen der Licht­schal­ter betä­tigt, sprü­hen Fun­ken aus den Siche­rungs­ka­sten. Aber weil die Haus­frau erst noch die Blüm­chen­gar­di­nen zurecht­zup­fen muss, um sich wohl zu füh­len, mei­nen alle, der Siche­rungs­ka­sten wäre eine Ange­le­gen­heit, die man auch noch spä­ter regeln könn­te.

    • Sehr geehr­te @T. de Ahu­ma­da,
      Eine sehr rich­ti­ge Bemer­kung.
      In mei­nem Posting zu dem vor­her­ge­hen­den Arti­kel auf katholisches.info (nach mei­nem Gedächt­nis: v. Hr. Ober­nau­er) habe ich schon bemerkt, daß man nie­mals „wie­der nach Hau­se“ kom­men kann , wenn man nie­mals „weg vom Hau­se“ war (womit ich mit „Haus“ hier die Hl. Römisch-katho­li­sche Kirch mei­ne).
      Die gro­ße Fra­ge ist: inwie­weit die post­kon­zi­liä­re „Kir­che“ über­haupt noch DIE Una Sanc­ta Catho­li­ca et Apo­sto­eli­ca Eccle­sia ist , ob mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit etwas total Ande­res.

      • Ich muss zuge­ben, dass ich die theo­lo­gi­schen Fein­hei­ten nicht in dem Maß durch­schaue, dass ich mich da fest­le­gen könn­te, wer recht hat. Aber die Bru­der­schaft kommt nicht „nach Hau­se“. Ein von mir sehr geschätz­ter Prie­ster (FSSPX) des fran­zö­si­schen Distrikts hat das in fol­gen­dem tref­fen­den Bild aus­ge­drückt: Die FSSPX ist in die­sem abge­kar­te­ten Spiel, wie die legi­ti­me Ehe­frau, die vom untreu­en Ehe­mann (Papst), der aber mit einer Kon­ku­bi­ne (dem Moder­nis­mus) zusam­men­lebt und die­se auch nicht weg­schicken will, zurück ins Haus geholt wird, damit sie für ihn und sei­ne Kon­ku­bi­ne die Drecks­ar­beit macht, bzw. die gemein­sa­men Kin­der besänf­tigt, die sonst mei­nen wür­den ihrem Vater böse sein zu müs­sen. — Ein „Zuhau­se“ in dem es so zugeht, ist kein „Heim“, das ist ein Selbst­be­trug, den jeder psy­cho­lo­gisch eini­ger­ma­ßen geschul­te Mensch als patho­lo­gisch grenz­wer­tig ein­ord­nen wür­de. Da brau­chen wir noch nicht ein­mal über die Gefahr von Abset­zun­gen und son­sti­gen Sank­tio­nen zu reden. Msgr. Lef­eb­v­re hät­te das nicht gewollt.

  15. Soll­te Ber­go­glio dem­nächst das Frau­en­dia­ko­nat ein­füh­ren und den Zöli­bat auf­he­ben, dann wür­den die­se Ver­än­de­run­gen auch vor der Pius­bru­der­schaft nicht Halt machen. Wer soll­te es auch ver­bie­ten dür­fen? Obe­re und Ver­ant­wort­li­che sind schnell aus­ge­tauscht — sie­he Mal­te­ser­or­den!

    • Ihren Pes­si­mis­mus tei­le ich nicht, hoch­ge­schätz­ter Leo. Dass Sei­ne Hei­lig­keit (nach die­sem Schritt in Rich­tung der Pius­bru­der­schaft kann ich ihn wie­der gut so nen­nen) Frau­en­dia­ko­ne ein­füh­ren und den Zöli­bat auf­ge­ben wird, hal­te ich nach die­ser neu­en Ent­wick­lung für völ­lig aus­ge­schlos­sen.

      Ver­ges­sen wir nicht, was Chri­stus sei­ner Kir­che ver­hei­ßen hat: Du bist Petrus der Fels, auf den ich mei­ne Kir­che bau­en wer­de. Wir haben uns, da schlie­ße ich mich nicht aus, oft blen­den las­sen von Eitel­keit und Ich­be­zo­gen­heit, haben unse­re gerin­ge Mei­nung über das All­wis­sen des Herrn gestellt. Jetzt, pünkt­lich zum Beginn der Öster­li­chen Buss­zeit, schickt der Herr uns hier doch ein hoff­nungs­vol­les Zei­chen. Hal­le­lu­ja, Hal­le­lu­ja!

      • Eine Fra­ge: soll für die FSSPX im Fal­le einer „Heim­ho­lung“ eigent­lich wei­ter­hin voll­um­fäng­lich der CIC 1917 gel­ten oder müs­sen sie sich dem CIC 1983 unter­wer­fen? Im erste­ren Fall wür­de eine Per­so­nal­prä­la­tur nicht die geeig­ne­te Rechts­form dar­stel­len, denn dann ent­stün­de mit der Heim­ho­lung eine vor­kon­zi­lia­re Par­al­lel­kir­che, die letzt­lich den mit Rom unier­ten Kir­chen eige­nen Rechts gleich­ge­stellt wer­den müss­te.

        • Inter­es­san­te Fra­ge, wobei auch jetzt schon der 1917er Codex nicht für die FSSPX „gilt“, son­dern sie sich dar­an nur sozu­sa­gen pri­vat dar­an ori­en­tiert, wenn die Nor­men des gel­ten­den CIC von 1983 davon abwei­chen. Dass die­ser nicht gel­te, kön­nen streng­ge­nom­men nur Sedis­va­kan­ti­sten behaup­ten, die­se kön­nen gar nicht anders. Was für die bei­den Codi­ces des kano­ni­schen Rechts gilt, trifft übri­gens ent­spre­chend auch auf die neue und alte Ablas­s­ord­nung zu. Irgend­wie war außer­dem die Kodi­fi­zie­rung des Kir­chen­rechts 1917 schon pro­ble­ma­tisch. Vor­her hat­ten Kano­ni­sten und Dog­ma­ti­ker über­wie­gend die glei­chen Quel­len, erschien das Recht also weni­ger posi­ti­vi­stisch. Der 1917er CIC kennt kei­ne Per­so­nal­prä­la­tur, die­se ist eine unmit­tel­bar nach­koln­zi­lia­re Rechts­fi­gur, die dann erst 1983 Ein­gang in den CIC fand. Auch des­halb wür­de zimin­dest in die­sem Punkt wohl der neue Kodex zwin­gend gel­ten müs­sen. Aber ganz davon abge­se­hen, wäre eine eige­ne Ritus­kir­che mE bes­ser. Damit frei­lich wür­de die FSSPX auf das „römisch“ ver­zich­ten (was sie zu Recht sicher nicht will), aber man kann nicht zugleich eine eige­ne katho­li­sche Ritus­kir­che und Teil der röm.-kath. Kir­che sein.

    • Da ist doch alles klar: Aus­tre­ten aus die­sem „Verein“…Wenn man denen (und am besten mil­lio­nen­fach) die Kir­chen­steu­er ent­zieht, dann wer­den sie schon zum Flat­tern anfan­gen!
      Die­ser mil­lio­nen­fa­che Aus­tritt aus der „schein-katho­li­schen“ Kir­che hät­te gleich nach Vat. II statt­fin­den sol­len. Womög­lich wäre man­ches dann anders…!

      • Mil­lio­nen­fach aus­tre­ten kön­nen die Tra­di­ti­ons­treu­en Katho­li­ken schon des­halb nicht, weil sie kei­ne Mil­lio­nen sind.

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