Päpstlicher Rat macht Martin Luther zum „Zeugen des Evangeliums“

Papst Franziskus: Luther im Vatikan
Papst Franziskus: Luther im Vatikan

(Rom) Der Päpst­li­che Rat zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten ver­öf­fent­lich­te die Tex­te für die welt­wei­te „Gebets­wo­che für die Ein­heit der Chri­sten 2017“. Sie ste­hen ganz im Zei­chen des Geden­kens „500 Jah­re Refor­ma­ti­on durch Mar­tin Luther“. Der 500. Jah­res­tag der Ver­öf­fent­li­chung der 95 The­sen durch Mar­tin Luther wird als „Schlüs­sel­er­eig­nis der Refor­ma­ti­ons­be­we­gung“ bezeich­net, „die das Leben der Kir­che des Westens über Jahr­hun­der­te präg­te“.

Wört­lich heißt in der „Ein­füh­rung zum The­ma“:

„Nach inten­si­ven und manch­mal schwie­ri­gen Dis­kus­sio­nen kamen die Kir­chen in Deutsch­land über­ein, dass das Refor­ma­ti­ons­ge­den­ken in öku­me­ni­scher Gemein­schaft als Chri­stus­fest began­gen wer­den soll­te. Die Kon­zen­tra­ti­on auf den Kern des christ­li­chen Glau­bens, Jesus Chri­stus und sein Werk der Ver­söh­nung, ermög­licht es den öku­me­ni­schen Part­nern der EKD (römisch-katho­li­sche und ortho­do­xe Kir­che, Bap­ti­sten, Metho­di­sten, Men­no­ni­ten u.a.), sich an den Fei­ern zum Geden­ken der Refor­ma­ti­on zu betei­li­gen.“

Zugleich wird auf den „wich­ti­gen Bericht: ‚Vom Kon­flikt zur Gemein­schaft‘ “ der Luthe­ri­sch/­Rö­misch-katho­li­schen Kom­mis­si­on ver­wie­sen. „Heu­te kön­nen wir kon­fes­sio­nel­le Pole­mik von den theo­lo­gi­schen Ein­sich­ten der Refor­ma­ti­on unter­schei­den, und das ermög­licht es Katho­li­ken, Luthers Anfra­gen für die Kir­che heu­te zu hören und ihn als „Zeu­gen des Evan­ge­li­ums“ (Vom Kon­flikt zur Gemein­schaft, Nr. 29) anzu­er­ken­nen“, so der Text, der allen Diö­ze­sen der Welt­kir­che als Grund­la­ge für die Durch­füh­rung der „Gebets­wo­che für die Ein­heit der Chri­sten 2017“ über­mit­telt wur­de. Nicht gesagt wird, daß der „wich­ti­ge Bericht“ kei­nen ver­bind­li­chen Cha­rak­ter hat und auch nicht haben kann, da er ver­bind­li­chen Doku­men­ten der katho­li­schen Kir­che wider­spricht.

Umstrittener päpstlicher Kurs zum „Reformationsgedenken“ wird fortgesetzt

Der neue Text des Päpst­li­chen Rates zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten folgt dem Weg, der von Papst Fran­zis­kus mit sei­ner umstrit­te­nen Teil­nah­me am Refor­ma­ti­ons­ge­den­ken im schwe­di­schen Lund ein­ge­schla­gen wur­de. Fran­zis­kus woll­te Ende Okto­ber aus­drück­lich die Katho­li­ken Skan­di­na­vi­ens nicht „geson­dert“ besu­chen und vor allem kei­ne Hei­li­ge Mes­se zele­brie­ren, weil die­ser katho­li­sche „Par­ti­ku­la­ris­mus“ die von ihm beab­sich­tig­te „Öku­me­ne“ stör­te. Erst nach einem hef­ti­gen Rin­gen hin­ter den Kulis­sen wil­lig­te Fran­zis­kus unwil­lig ein, sei­nen Auf­ent­halt um einen Tag zu ver­län­gern und mit den Katho­li­ken in Mal­mö eine Hei­li­ge Mes­se zu zele­brie­ren. Dafür war Fran­zis­kus zu Aller­hei­li­gen nicht in Rom.

Gemeinsame Erklärung in Lund
Gemein­sa­me Erklä­rung in Lund

Das gemein­sa­me Refor­ma­ti­ons­ge­den­ken fand zwi­schen Hei­li­gem Stuhl und dem Luthe­ri­schen Welt­bund statt. Unmit­tel­bar Aus­tra­gen­der war jedoch die luthe­ri­sche Schwe­di­sche Kir­che. Die schwe­di­schen Luthe­ra­ner akzep­tie­ren welt­an­ge­paßt Ver­hü­tung, Abtrei­bung, Homo­se­xua­li­tät, Pasto­rin­nen und Bischö­fin­nen, kurz­um mehr oder weni­ger alles, was in der katho­li­schen Kir­che ver­bo­ten ist. Trotz der dün­nen Gemein­sam­kei­ten leg­te Papst Fran­zis­kus größ­ten Wert auf die­se „öku­me­ni­sche“ Initia­ti­ve, wäh­rend Weih­bi­schof Athan­si­us Schnei­der, einer der pro­fi­lier­te­sten Bischö­fe der katho­li­schen Kir­che kon­ter­te, daß es bereits eine „unfehl­ba­re Ant­wort auf die Irr­tü­mer Mar­tin Luthers“ gibt: das Kon­zil von Tri­ent.

Waren es frü­her vor allem bun­des­deut­sche Kir­chen­krei­se, die Öku­me­ne als Nivel­lie­rung aller tren­nen­den Gegen­sät­ze prak­ti­zier­ten, besteht heu­te kein Zwei­fel, daß auch der Hei­li­ge Stuhl auf eine gemein­sa­me Fei­er der Refor­ma­ti­on drängt. Dazu ist erheb­li­che Wort­akro­ba­tik, Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung und Aus­blen­dung von Grund­wahr­hei­ten von Nöten. Über­spielt wer­den die Gegen­sät­ze durch die Beto­nung der „Zen­tra­li­tät“ Chri­sti.

Motto der Gebetswoche ein Drängen auf Interkommunion

Das Mot­to „Ver­söh­nung – die Lie­be Chri­sti drängt uns“ der Gebets­wo­che für die Ein­heit der Chri­sten wur­de direkt dem Refor­ma­ti­ons­ge­den­ken in Lund ent­lehnt. Beob­ach­ter sehen dar­in ein Bestre­ben, das Tem­po zu beschleu­ni­gen und den Druck zu erhö­hen, eine öku­me­ni­sche Ein­heit zu erzwin­gen, die in bestimm­ten Fäl­len auch die Inter­kom­mu­ni­on für Pro­te­stan­ten mit­ein­schlie­ßen soll. Papst Fran­zis­kus hat­te eine ent­spre­chen­de Ankün­di­gung bei sei­nem Besuch in der Luther­kir­che in Rom getä­tigt. Auf die Fra­ge einer Luthe­ra­ne­rin, die mit einem Katho­li­ken ver­hei­ra­tet ist, wann es soweit sein wer­de, daß sie mit ihrem Mann gemein­sam die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on emp­fan­gen kön­ne, hol­te Fran­zis­kus zu einer lang­at­mi­gen, impro­vi­sier­ten Ant­wort aus. Die End­aus­sa­ge war jedoch ein­deu­tig: Er sag­te zunächst Nein, dann Jein und am Ende, daß jeder selbst nach sei­nem per­sön­li­chen Gewis­sen ent­schei­den sol­le. Die Aus­sa­ge wur­de von den Anwe­sen­den, wie der gast­ge­ben­de luthe­ri­sche Pastor, Jens-Mar­tin Kru­se, spä­ter bekräf­tig­te, als Ja zur Inter­kom­mu­ni­on ver­stan­den.

Pastor Kruse mit Papst Franziskus in der Christuskirche in Rom
Pastor Kru­se mit Papst Fran­zis­kus in der Chri­stus­kir­che in Rom

Mit­te Dezem­ber zeig­te sich Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, in theo­lo­gi­scher Hin­sicht die Graue Emi­nenz hin­ter dem der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kat, zuver­sicht­lich, daß Papst Fran­zis­kus dem­nächst in sei­ner

„näch­sten Erklä­rung den Weg zur gemein­sa­men eucha­ri­sti­schen Kom­mu­ni­on öff­nen wird“.

Kas­per ver­gaß nicht, wie schon bei den wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen, hin­zu­zu­fü­gen, daß dies für „beson­de­re Situa­tio­nen“ gel­ten sol­le. Kri­ti­ker haben kei­nen Zwei­fel, daß die „Einzelfall“-Aufhebung eines Ver­bots nur einen ersten Schritt zur Auf­he­bung des gesam­ten Ver­bots bedeu­tet. Das sei auch das eigent­li­che Ziel, das der­zeit von den Befür­wor­tern nur noch nicht so direkt aus­ge­spro­chen wer­den kön­ne. Die „Einzelfall“-Aufhebung eines Ver­bots ent­hal­te bereits impli­zit die Gesamt­auf­he­bung des Ver­bo­tes, da sich des­sen Auf­recht­erhal­tung nicht mehr recht­fer­ti­gen las­se.

Kas­per wid­me­te Mar­tin Luther sein jüng­stes Buch. Obwohl Luther die latei­ni­sche Chri­sten­heit, das deut­sche Volk und ande­re Völ­ker ent­zwei­te, erklär­te Kas­per im März 2016, daß Luther „recht hat­te“. Eine The­se, die er auch dem Papst souf­flier­te, der sie im Juni 2016 wort­gleich wie­der­hol­te.

Interkommunion „wäre gegen Offenbarung und Lehramt der Kirche“

Die Inter­kom­mu­ni­on ist das eigent­li­che Haupt­ziel der katho­li­schen und luthe­ri­schen Öku­me­ni­ker, die am gemein­sa­men Refor­ma­ti­ons­ge­den­ken des Pap­stes in Lund teil­nah­men, ist sich auch der schwe­di­sche Reli­gi­ons­hi­sto­ri­ker Cle­mens Caval­lin sicher. Er wies auf die offi­zi­el­le Inter­net­sei­te der luthe­ri­schen Kir­che Schwe­dens hin, auf der aus­drück­lich zu lesen ist:

„Unser größ­ter Wunsch ist, daß die gemein­sa­me Zele­bra­ti­on der Eucha­ri­stie offi­zi­ell mög­lich wird.“

Papst mit schwedischer Erzbischöfin Antje Jackelen
Papst mit Schwe­dens luthe­ri­scher Erz­bi­schö­fin Ant­je Jacke­len

Die Trag­wei­te des ange­streb­ten Para­dig­men­wech­sels wur­de vom bekann­ten Lit­ur­gi­ker Don Nico­la Bux, ehe­ma­li­ger Con­sul­tor des Amtes für die lit­ur­gi­schen Fei­ern des Pap­stes, in einem Inter­view mit dem Natio­nal Catho­lic Regi­ster auf­ge­zeigt: Die Ände­rung der Regel zugun­sten eines gemein­sa­men Kom­mu­nion­emp­fan­ges

„wäre gegen die Offen­ba­rung und das gesam­te Lehr­amt der Kir­che“.

Sie käme einer Auf­for­de­rung an die Chri­sten gleich, „eine Blas­phe­mie und ein Sakri­leg zu bege­hen“.

Das eucha­ri­sti­sche Ver­ständ­nis der Luthe­ra­ner unter­schei­det sich grund­le­gend von jener der Katho­li­ken. In Erman­ge­lung eines Wei­he­prie­ster­tums haben die Luthe­ra­ner kei­ne Eucha­ri­stie im eigent­li­chen Sinn, son­dern erhe­ben ledig­lich den Anspruch dar­auf. Das Brot bleibt im luthe­ri­schen Got­tes­dienst Brot. Im katho­li­schen Meß­op­fer ver­wan­delt sich das Brot in den Leib Chri­sti. Die Luthe­ra­ner, die trotz Luthers Abschaf­fung des Wei­he­sa­kra­ments dem Anspruch nach, an der Eucha­ri­stie fest­hal­ten, glau­ben jedoch nicht an die Trans­sub­stan­tia­ti­on. Grob gefaßt: Vor dem Got­tes­dienst ist es ein Brot, durch die Wand­lung­wor­te erfolgt eine Real­prä­senz Chri­sti, doch nach dem Got­tes­dienst ist es wie­der nur ein gewöhn­li­ches Brot.

Papst Franziskus folgt einem „naiven“ Dialogverständnis

Der ehe­ma­li­ge Angli­ka­ner und nun­meh­ri­ge katho­li­sche Prie­ster Dwight Lon­gen­ecker sieht im gemein­sa­men Refor­ma­ti­ons­ge­den­ken ein „nai­ves“ Ver­ständ­nis des theo­lo­gi­schen Dia­logs am Werk. Die­sem „nai­ven“ Ver­ständ­nis sei auch Papst Fran­zis­kus erle­gen. Die päpst­li­chen Aus­sa­gen über Mar­tin Luther sei­en äußerst pro­ble­ma­tisch, so Lon­gen­ecker. Papst Fran­zis­kus begrün­de sei­nen öku­me­ni­schen „Enthu­si­as­mus“ mit der Gemein­sa­men Erklä­rung zur Recht­fer­ti­gungs­leh­re des Päpst­li­chen Rates zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten und des Luthe­ri­schen Welt­bun­des aus dem Jahr 1999. Lon­gen­ecker erin­ner­te dar­an, daß der Hei­li­ge Stuhl im Jahr 2000 mit der Erklä­rung Domi­nus Iesus eine offi­zi­el­le Rich­tig­stel­lung dazu ver­öf­fent­lich­te. Für die katho­li­sche Kir­che sei nicht die „Gemein­sa­me Erklä­rung“, son­dern Domi­nus Iesus ver­bind­lich, auch wenn bestimm­te Kir­chen­krei­se das syste­ma­tisch ver­schwei­gen wür­den. Der dama­li­ge Glau­bens­prä­fekt, Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger, stell­te klar, daß es zur Recht­fer­ti­gungs­leh­re kei­ne Gemein­sam­keit zwi­schen Luthe­ra­nern und Katho­li­ken gebe. „Eini­ge Dif­fe­ren­zen zwi­schen Luthe­ra­nern und Katho­li­ken sind von sub­stan­ti­el­ler Art und daher nicht mit­ein­an­der ver­ein­bar“, so Lon­gen­ecker.

Ganz anders durf­te sich Pastor Jens-Mar­tin Kru­se in der Mai-Aus­ga­be 2016 der deut­schen Jesui­ten­zeit­schrift Stim­men der Zeit äußern. Sein Ton­fall ähnelt dem öku­me­ni­schen „Enthu­si­as­mus“ von Papst Fran­zis­kus und ver­mit­telt den Ein­druck, als kön­ne Begei­ste­rung objek­ti­ve Gegen­sät­ze über­win­den. Nach­dem er Mar­tin Luther als „Zeu­gen des Evan­ge­li­ums“ in den Mit­tel­punkt gestellt hat­te, schrieb Kru­se:

„Wo wir dies als ‚Zeu­gen des Evan­ge­li­ums‘ gemein­sam tun, dort kann neu deut­lich wer­den, dass Jesus Chri­stus nicht zer­teilt ist, son­dern eins (1 Kor 1,13). Da geben wir uns mit dem bis­her erreich­ten Stand der Öku­me­ne nicht zufrie­den, son­dern tun mutig wei­te­re Schrit­te hin auf die ersehn­te und erhoff­te Ein­heit der Kir­che. Wo wir in Luther einen gemein­sa­men „Leh­rer im Glau­ben“ sehen und der Papst sein Amt evan­ge­li­ums­ge­mäß ver­sieht, dort braucht es nicht mehr viel. Da steht der Weg zur Ein­heit weit offen:
„Schie­ben wir“ dar­um, so ermu­tigt uns Papst Fran­zis­kus, ‚die Zau­de­rei­en, die wir von der Ver­gan­gen­heit geerbt haben bei­sei­te und öff­nen wir unser Herz dem Wir­ken des Hei­li­gen Gei­stes, dem Geist der Lie­be (Röm 5,5), um gemein­sam mit raschen Schrit­ten dem segens­rei­chen Tag unse­rer wie­der­ge­fun­de­nen vol­len Gemein­schaft ent­ge­gen­zu­ge­hen.‘
Beste Aus­sich­ten also für das Jahr 2017!“

Der Auf­satz ent­spricht einem über­ar­bei­te­ten Vor­trag, den Pastor Kru­se im Janu­ar 2016, also knapp zwei Mona­te nach dem Papst­be­such in Kru­ses luthe­ri­scher Kir­che auf Ein­la­dung der römi­schen Jesui­ten­zeit­schrift La Civil­tà  Cat­to­li­ca gehal­ten hat­te. Der öster­rei­chi­sche Jesu­it und Chef­re­dak­teur der Stim­men der Zeit, Ande­re­as Batt­logg, hat mit Sicher­heit recht, wenn er im Leit­ar­ti­kel zur Janu­ar-Aus­ga­be 2017 schreibt: „So viel Luther war nie“ — jeden­falls nicht aus katho­li­schem Mund.

Giu­lia­no Fer­ra­ra, der bekehr­te Ex-Kom­mu­nist und Grün­der der Tages­zei­tung Il Foglio, beklag­te bereits im Janu­ar 2016: „Wie luthe­risch Papst Fran­zis­kus doch ist“. Die Deut­sche Sek­ti­on von Radio Vati­kan erfreu­te sich gar dar­an, Papst Fran­zis­kus Anfang Dezem­ber 2016 als „neu­en Mar­tin Luther“ ins Bild zu set­zen. Mit die­ser The­se hat­te zuvor bereits Mar­got Käß­mann, ehe­ma­li­ge EKD-Vor­sit­zen­de und nun­meh­ri­ge „Luther-Bot­schaf­te­rin“ dem Papst im ver­gan­ge­nen Mai im Osser­va­to­re Roma­no geschmei­chelt. Womit sich der Kreis der aktu­el­len öku­me­ni­schen Stoß­rich­tung des Hei­li­gen Stuhls zu schlie­ßen scheint.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va (Screen­shot)

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21 Kommentare

  1. Luther als „Zeu­gen des Evan­ge­li­ums“ aner­ken­nen? Nie­mals! NIEMALS! Nun fehlt noch ein „San­to subi­to“ und „nichts mehr wird sein
    wie vor­her“.

    • Ich lese gera­de die neu­este Luther-Bio­gra­fie. Luther nicht als Zeu­gen des Evan­ge­li­ums anzu­er­ken­nen, ist nach mei­ner Erkennt­nis völ­lig falsch. Luther hat sich — ich bin gera­de bei der The­sen­ver­öf­fent­li­chung 1519 — zumin­dest bis dahin sehr wohl als Zeu­ge des Evan­ge­li­ums gezeigt. Er hat zu Recht die Ablas­spa­xis ange­grif­fen und es war auch sein gutes Recht (wie es vie­le ande­re auch getan haben und wie es auf Grund der Zeit­um­stän­de auf der Han­de gele­gen ist), eine Neu­ori­en­tie­rung der Theo­lo­gie zu for­dern — weg vom die Theo­lo­gie beherr­schen­den Ari­sto­te­les (ein Kir­chen­va­ter?) und Tho­mas von Aquin in sei­nem Gefol­ge hin zur Bibel und zu den Kir­chen­vä­tern, beson­ders hin zum Hl. Augu­sti­nus. Inso­fern war er wirk­lich ein Zeu­ge des Evan­ge­li­ums. Dass dar­aus letzt­lich eine Kir­chen­spal­tung die Fol­ge war, ist — auch das soll­te man sehen — teil­wei­se auch auf die Reform­un­wil­lig­keit der Kir­che zurück­zu­füh­ren.

      • Zuerst natu­er­lich hat­te Luther eine katho­li­sche Bil­dung, er war ja ein Augu­sti­ner Moench. Er hat aber sei­nen Got­tes­eid ver­wor­fen, ver­liess das Klo­ster, hat gehei­ra­tet und sei­ne Kir­che gegru­en­det nach sei­nem Gut­den­ken. Dies hat­te eine Kir­chen­spal­tung zur Fol­ge, die sich immer noch for­setzt. Immer mehr ver­zweig­te Abspal­tun­gen und Sek­ten ent­ste­hen auch heu­te noch, die mei­nen, sie haben die Wahr­heit allei­ne. Was fuer ein Gewinn jedoch, wenn die­se zur katho­li­schen Kir­che kon­ver­tie­ren und ihre Jesus­lie­be und ihre enor­men Kennt­nis­se der Hl. Schrif­ten mit­brin­gen. Selbst wenn man die gan­ze Hl Bibel aus­wen­dig kann, es kommt jedoch auf die kri­ti­schen abso­lut wich­tig­sten Aus­sa­gen der Hl. Schrift an, die von der Luthe­ri­schen Kir­che ver­leug­net und igno­riert war­den. Die Hl. Eucha­ri­stie ist das Leben der Kir­che ueber­haupt. „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat ewi­ges Leben“ (Joh 6:54). Dar­auf­hin ver­lie­ssen in sei­ne Juen­ger. (Der Herr hat sie aber nicht zuru­eck­ge­holt). Sei­ne Wor­te sind guel­tig in Ewig­keit. Die Sakra­men­te der Kir­che sind die Kraft des Got­tes­soh­nes und sein Ver­maecht­nis und die unun­ter­bro­che­ne Kon­ti­nui­ta­et der sakra­men­ta­len Prie­ster­wei­he macht es moeg­lich, dass wir vom leben­di­gen Gott selbst „gefu­et­tert“ wer­den. Man kann ueber vie­les dis­ku­tie­ren, aber selbst wenn man alle Wor­te Jesu aus­wen­dig kennt, wenn man sie nicht glaubt, geht man in die Irre.

      • sydel@Die Com­ment­funk­ti­on ist sicher­lich mit län­ge­ren Kom­men­ta­ren über­la­stet. Daher in Kür­ze etwas zu Ihren Ein­las­sun­gen. Höre ich nicht alte Legen­den von dem wacke­ren Luther,der voll Eifer sich für die not­wen­di­ge Reform der Kir­che enga­gier­te? Die Revo­lu­ti­on der Kir­chen­spal­tung hat sich der Sache nach hun­dert Jah­re vor dem The­sen­an­schlag am Uni­ver­si­täts­tor ( Schloss­kir­che ist „from­me“ Legen­de ) der Uni Wit­ten­berg ent­wickelt. Wesent­li­che Fak­to­ren sind:Das abend­län­di­sche Schis­ma, die gro­ße Pest, die beson­ders zum Nie­der­gang des Ordens­le­ben bei­getra­gen hat, die Bewe­gung des Huma­nis­mus, die intel­lek­tu­el­le Wirk­sam­keit von Wiclef und Occam, das Kon­zil von Kon­stanz und beson­ders Basel, das Phä­no­men Hus. Die Kri­tik an der Kir­che, vor­züg­lich an das ent­ar­te­te Ablass­we­sen waren nur Anläs­se um sei­ne höchst­per­sön­li­chen neu­ge­won­ne­nen theo­lo­gi­schen Erkennt­nis­se an den Mann zu brin­gen. Über allem aber schwebt die gro­ße Fra­ge, wer hat den Mann ermäch­tigt, ver­bind­lich Leh­ren vor­zu­tra­gen, die das Lehr­ge­baeu­de der Kir­che in den Fun­da­men­ten erschüt­ter­ten. Im Übrigen,ein Mann der hl. Schrift war Luther mit­nich­ten, dafür hat zu fre­vent­lich mit der Schrift jon­gliert. Um zu einer rea­li­sti­schen Ein­schät­zung die­se Man­nes und sei­ner Leh­ren zu gelan­gen sei u.a. Theo­bald Baer emp­foh­len: „Vom fröh­li­chen Wech­sel und Streit“.

  2. Fal­sche Öku­me­nis­mus ist Werk­zeug von Satan. Evan­ge­li­ker sol­len kon­ver­tie­ren zum Katho­li­zis­mus, zurück zu wah­ren katho­li­schen Leh­re. Wer die Mut­ter Got­tes als Mut­ter der Chri­sten nicht aner­kennt, hat kei­nen wah­ren Glau­ben. Ohne Beich­te kei­ne Kom­mu­ni­on.

  3. Wenn wir eine Lit­ur­gie auf klein­sten gemein­sa­men Nen­ner haben ‚Inter­kom­mu­ni­on und ein

    Abend­mahls­ver­ständ­nis wie es die evan­ge­li­schen Glau­bens­ge­mein­schaf­ten haben,dann ist die katho­li­sche Kir­che über­flüs­sig. Ich leh­ne ein ein­heit­lich ver­ord­ne­tes Glau­bens­ver­ständ­nis ‚wel­ches für alle Chri­sten zu gel­ten hat ab. Wenn ein evan­ge­li­scher Mit­bür­ger ein ande­res Ver­ständ­nis hat von Eucha­ri­stie , muss ich dies akzep­tie­ren und umgekehrt.Es ist Unsinn die katho­li­sche Kir­che zu einer neu­en evan­ge­li­schen Gemein­schaft zu machen. Dies ist eine Form von Mei­nungs­dik­ta­tur ‚die unter dem Deck­man­tel Öku­me­ne daherkommt,die in Wahr­heit ein bie­de­res und spie­ßi­ges Got­tes­ver­ständ­nis hat was auch zur sel­bi­gen Art von Got­tes­dienst führt. Der katho­li­sche Got­tes­dienst im über­lie­fer­ten Ritus ist ein sicht­ba­res Ereig­nis von Schön­heit, erha­be­ner Ele­ganz und einer gefei­er­ten Theo­lo­gie die, weil Gott real exi­stent das Zen­trum bil­det ‚die­sen eigent­lich nicht beschrei­ben lässt. Der Gla­ü­bi­ge wird hin­ein genom­men in ein Myste­ri­um das Dreh und Angel­punkt der Lit­ur­gie ist.Deshalb ist das Wesen des katho­li­schen Glau­bens atem­be­rau­bend schön und doch unbe­greif­lich. So etwas ist nie­mals bie­der und lang­wei­lig. Groß­ar­ti­ge Din­ge kön­nen über­for­dern. Nicht wir tun etwas für Gott ‚dazu sind wir gar nicht fähig, son­dern Gott macht etwas mit uns.Das kann man einem Evan­ge­li­schen nicht erklä­ren. Wenn Lit­ur­gie, die ja eine gött­li­che ist zer­stört wird , wird auch die Bezie­hung zu Gott in sehr star­kem Maße zer­stört. Ich bin ein Mensch fast ohne Glau­be, sehr unge­bil­det.
    Das aber habe ich ver­stan­den.

  4. Es müss­te hei­ßen „so viel Luther­ma­nie“ und „nicht so viel Luther war nie“. Eine weit­ge­hen­de Ver­klä­rung Mar­tin Luthers ermög­licht erst die­se naiv-moder­ni­sti­sche Ver­eh­rung die­ses vom Glau­ben abge­fal­le­nen und unse­lig ver­stor­be­nen Anti­chri­sten.

  5. Es gibt kei­nen Öku­me­nis­mus! Merkt es kei­ner?

    Wenn ich bei öku­me­ni­schen Ver­an­stal­tun­gen war, dann wur­de eigent­lich immer alles was katho­lisch ist (Marienverehrung,Messe mit Eucha­ri­stie weg­ge­las­sen). Aus Höf­lich­keit. Das ist kei­ne Öku­me­ne, son­dern ein evan­ge­li­scher Wort­got­tes­dienst oder eine Art Andacht, Vor­trag oder Pre­digt.

    Klein­ster gemein­sa­mer Nen­ner heisst evan­ge­lisch sein! Die katho­li­sche Kir­che hat ja viel mehr was dazu­ge­hört.

    Es sind anschei­nend vie­le Leu­te voll mit Vor­ur­tei­len und per­sön­li­chen Vor­lie­ben und gar nicht inter­es­siert an der Wahr­heit. An der wah­ren Erkennt­nis Got­tes.

    Vie­le wol­len fromm sein, aber nach Ihren Regeln, mit Ihren Bedin­gun­gen, in den für sie inter­es­san­ten Gemein­schaf­ten ihrer Wahl.

    Der Hei­li­ge Geist wird ein­ge­schränkt und darf nicht wir­ken und die Men­schen zum Heil füh­ren.

    Ich habe lan­ge gebraucht um die Unter­schie­de her­aus­zu­fin­den und die Wahr­heit zu fin­den. Aber mir war auch die Reli­gi­on egal, in der ich lan­den wür­de. Der Hei­li­ge Geist durf­te mich über­all hin­ein füh­ren.

    Gelan­det bin ich in der katho­li­schen Kir­che. Eine Kir­che light (klein­ster gemein­sa­mer Nen­ner) kommt gar nicht in Fra­ge, wenn man Eucha­ri­stie und Mari­en­ver­eh­rung geprüf­te und als rich­tig befun­den hat.

    So wie es in Don Bos­cos Traum sein wird. An die­sen bei­den Säu­len (Eucha­ri­stie und Mari­en­ver­eh­rung) wer­de ich ankern.

    Ich habe auch die hei­len­de Wir­kung von Beich­te, Mes­se, Eucha­ri­stie und Anbe­tung erlebt. Gott bestä­tigt die­se doch immer wie­der durch Wun­der.

    Wie sag­te Jesus: Ich brau­che das Zeug­nis eines Men­schen nicht. Der Vater bezeugt mich durch mei­ne Wer­ke.

    Glaubt dem Vater durch die Wer­ke. (Z. B. Eucha­ri­sti­sche Wun­der).

  6. Stimmt, die­se pseu­do Öku­me­ne zer­tört die kath. Kir­che. Anstatt die abge­spal­te­ten Glau­bens­ge­mein­schaf­ten wie­der zusam­men zu füh­ren wird die hei­li­ge kath. Kir­che immer pro­te­stan­ti­scher. Die Kir­chen­spal­tung wird immer offen­sicht­li­cher.

    Dass eine Inter­kom­mu­ni­on die Betei­lig­ten zum Hei­le und den Gna­den füh­ren wird, dar­an glau­be ich nicht. Am Ende kon­su­mie­ren sie einen Keks, der sie ins Ver­der­ben füh­ren kann. Beson­ders die Ver­ant­wort­li­chen wer­den dies ein­mal schwer vor Gott ver­ant­wor­ten. Und gera­de die Schän­dung der hei­li­gen Eucha­ri­stie nimmt zu, da der Glau­be an die Real­prä­senz fehlt.

    Viel­leicht kennt jemand den ev. Pastor Andre­as Theu­rer, er hat ein Buch mit dem Titel „War­um wer­den wir nicht katho­lisch?“ geschrie­ben. Er ana­ly­siert dar­in Unter­schie­de von ev. und kath. anhand der Luther­bi­bel von 1984 und kommt dann zum Ent­schluß:

    War­um sind wir noch pro­te­stan­tisch? War­um wer­den wir nicht katho­lisch?

    Er hat die Wahr­heit und den Irr­tum erkannt. Das war 2012, danach wur­de er ent­las­sen, er ist heu­te katho­lisch.

    http://www.sarto.de/product_info.php?info=p3022_Warum-werden-wir-nicht-katholisch-.html

    Auch ein gutes Werk zu die­sem The­ma ist die Luther­mes­se von Mar­cel Lef­eb­v­re mit 2 Vor­trä­gen (24 Sei­ten). 1€ dafür sind gut ange­legt.

    http://www.sarto.de/product_info.php?info=p4334_Die-Luthermesse.html

    Am Ende kann man nur sagen: Egal was pas­siert BLEIBT KATHOLISCH. Lehnt alles pro­te­stan­ti­sche ab z. B. auch die Hand­kom­mu­ni­on.

    Es ist eigent­lich ein­fach, ver­traut unse­rer hei­li­gen Got­tes­mut­ter Maria, legt alles in Ihre Hän­de. Wie? Betet den hei­li­gen Rosen­kranz, mög­lichst täg­lich, geht zur hei­li­gen Beich­te und man wird spü­ren, das man geführt wird. Nüt­zen wir die Super­waf­fe Rosen­kranz gegen Satan, er wird kochen vor Wut.

    Mit Maria zu Jesus!

  7. Es wur­de unter den inzwi­schen ten­den­ti­ell lei­der extrem links gestrick­ten Jesui­ten (sie­he Bat­logg) ein Mann gesucht und gefun­den. Sei­ne Wahl war von lan­ger Hand vor­be­rei­tet, wie ein welt­li­cher Wahl­kampf. Nur Pla­ka­te waren kei­ne geklebt. Die­sem „Man on the Top“ in der „Funk­ti­on eines Pap­stes“ (so dürf­te er sich selbst ver­ste­hen) geht es nun nicht mehr vor­nehm­lich um Glau­bens­in­hal­te, oder Wahr­hei­ten die von allen angeom­men und geglaubt wer­den, denn die­se sieht er, und mit ihm die „moder­ne Kir­che“ als indi­vi­du­ell an, und „Gewis­sens­ent­schei­dung“ des Ein­zel­nen. Es geht nur noch dar­um, inner­halb der Kir­che sei­ne Juris­dik­ti­on und dis­zi­pli­nä­re Auto­ri­tät anzu­er­ken­nen, die einer Agen­da der Barhmer­zig­keit folgt, wie er sie selbst inter­pre­tiert, und für rich­tig hält. Er ist sicher­lich inwän­dig Sozia­list, und von daher rüh­ren auch sei­ne Haupt­an­lie­gen, die auch des­halb in erster Linie poli­ti­scher, und „welt­ver­bes­ser­li­cher“ Natur sind. Mit den über­na­tür­li­chen Gaben und damit ver­bun­de­nen Wahr­hei­ten scheint er mehr eine Tra­di­ti­on zu ver­bin­den, an deren Teil­ha­be er die Gläu­bi­gen und auch Amts­trä­ger gar nicht mehr ver­pflich­ten will. Für die­se, sei­ne Agen­da sind ihm alle Ver­bün­de­te, die hier­bei die sel­ben Zie­le ver­fol­gen könn­ten. Inso­fern ist die­ses Pon­ti­fi­kat von der Welt­ver­bes­se­rung getrie­ben, die man „aktio­nä­er“ her­vor­brin­gen wol­le.

  8. War­um nicht eine Sta­tue von Judas? ohne ihn haet­te es kei­ne Kreu­zi­gung gege­ben. Die­ser Ver­rat aus Rom an der Wahr­heit des Evan­ge­li­ums ist beun­ru­hi­gend und haa­restra­eu­bend. Aber dann den­ke ich an unse­ren Herrn Jesus Chri­stus, wie trau­rig Er sein muss daru­e­ber, und ich gehe zur Anbe­tung um zu beten.

  9. Judas, Luther.

    Die bei­den haben Jesus ver­ra­ten. Die Ein­heit für die Jesus zum Vater gebe­tet hat. Luther ist ver­ant­wort­lich für Mil­lio­nen von Men­schen, die von den Sakra­men­ten abge­schnit­ten sind und ihre Hil­fe nicht in Anspruch neh­men kön­nen.

    Wie jeder schlech­te (libe­ral-moder­ni­sti­sche) Hir­te, der sei­ne Arbeit nicht macht und der für den klein­sten gemein­sa­men Nen­ner (dem Pro­te­stan­tis­mus ali­as Öku­me­ne) plä­diert, statt zur Prü­fung der Unter­schie­de auf­ruft und sich bemüht Kennt­nis­se dar­über zu ver­brei­ten.

  10. Was vor 500 Jah­ren geschah, war kei­ne Refor­ma­ti­on der Kir­che (die erfolg­te erst eini­ge Jah­re spä­ter, Stich­wör­ter Kon­zil von Tri­ent und Papst Pius V.), son­dern eine Abspal­tung der Kir­che. Daher bedau­re ich es, wenn von katho­li­scher Sei­te über „Refor­ma­ti­on“ statt Abspal­tung gere­det oder geschrie­ben wird. Auch wenn Luther zunächst eine Refor­ma­ti­on der Kir­che anstreb­te und eini­ge sei­ner Anlie­gen berech­tigt waren: Letzt­end­lich betrieb er eine Abspal­tung von der Kir­che mit vie­len schlim­men Glau­bens­feh­lern.

  11. Aus man­chen Kom­men­ta­ren hier spricht gro­ßes Unver­ständ­nis. Der Katho­lik muss frei­lich von sei­nem Glau­bens­stand­punkt aus Mar­tin Luther den Vor­wurf machen, dass die­ser die Hei­li­ge Schrift als ober­ste Glau­bens­re­gel nimmt. Luther hat ja, im Unter­schied zu ande­ren Refor­ma­to­ren, die Tra­di­ti­on als sol­che nicht ver­wor­fen, son­dern nur das in ihr, was sei­ner Ein­sicht nach der Schrift wider­sprach. Ist der so ver­stan­de­ne Grund­satz „sola scrip­tu­ra“ erst ange­nom­men, erge­ben sich die refor­ma­to­ri­schen Schluss­fol­ge­run­gen dar­aus, im gro­ßen und gan­zen, wie zwangs­läu­fig. Den Beweis dafür lie­fert die katho­li­sche Exege­se selbst. Man lese nur ein­mal, bei­spiels­wei­se, Joa­chim Gnil­kas „Theo­lo­gie des Neu­en Testa­ments“. Das ist soli­de, seriö­se Wis­sen­schaft. Auf Grund­la­ge der Zusam­men­fas­sung sei­ner exege­ti­schen Stu­di­en­ergeb­nis­se, ins­be­son­de­re der pau­li­ni­schen Theo­lo­gie, die Gnil­ka am Ende sei­nes Wer­kes gibt, könn­te man einen evan­ge­li­schen Kurz­ka­te­chis­mus zusam­men­stel­len. Der Streit mit der Refor­ma­ti­on muss weg­kom­men von klein­li­cher Gehäs­sig­keit und sich auf die Grund­fra­ge nach der ober­sten Auto­ri­tät für den Glau­ben und deren Begrün­dung rich­ten.

    • 1) Die Behaup­tung, daß wir Katho­li­ken Luther vor­wer­fen, die Hei­li­ge Schrift als ober­ste Glau­bens­re­gel zu neh­men, ist falsch. Wir wer­fen ihm vor, sich AUSSCHLIESSLICH an der Schrift zur ori­en­tie­ren (sola scrip­tu­ra). Man kann die­ses „sola scrip­tu­ra“ eben unter­schied­lich ver­ste­hen (gilt übri­gens auch für die Evan­ge­li­schen).

      2) Nur die wenig­stens Schluß­fol­ge­run­gen Luthers sind zwangs­läu­fig, viel­mehr erlag er schlim­men Glau­bens­feh­lern.

      3) Für den Haß zwi­schen Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten ist Luther mit sei­nen wüsten Beschimp­fun­gen von Papst und Kir­che selbst der Haupt­ver­ant­wort­li­che.

  12. Mar­tin Luther ist kein „Zeu­ge des Evan­ge­li­ums“, im Gegen­teil! Denn er hat die Text­grund­la­ge der „Froh­bot­schaft Got­tes“ ver­än­dert. Er hat in sei­ner „Luther­bi­bel“ die Zahl der Schrif­ten des Alten Testa­ments von 45 auf 38 zusam­men­ge­stri­chen, indem er auf das Buch der Weis­heit, das Buch Jesus Sirach, das Buch Baruch, das Buch Judith, das Buch Tobi­as und das erste und zwei­te Mak­ka­bä­er­buch ver­zich­te­te und aus dem 27 Schrif­ten umfas­sen­den Kanon des Neu­en Testa­ments den Hebrä­er­brief, den Jako­bus­brief, den Judas­brief und die Johan­nes-Apo­ka­lyp­se in den Anhang oder ganz aus „sei­ner“ Bibel ver­bann­te. Damit bezeugt Luther ein ande­res Evan­ge­li­um, als die in der katho­li­schen Kir­che kano­ni­sier­te und in der Tra­di­ti­on und im Lehr­amt der Kir­che bewahr­te und ver­tief­te Frohbotschaft.Protestanten und Katho­li­ken haben also nicht die­sel­be Bibel, kön­nen sich also nicht auf das sel­be Evan­ge­li­um beru­fen, also kann Luther ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Päpst­li­chen Rates zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten kein “Zeu­ge des Evan­ge­li­ums“ sein, das für Katho­li­ken gilt. Die pro­te­stan­ti­schen Defi­zi­te sind nicht gering ein­zu­schät­zen: Im Buch der Weis­heit wird gelehrt, dass Gott aus der Natur erkannt wer­den kann und dass die See­len ewi­ges Leben haben. Die Mak­ka­bä­er­bü­cher leh­ren, dass es einen Zwi­schen­zu­stand zwi­schen Höl­le und Him­mel gibt, näm­lich das Feg­feu­er.
    Im neu­te­sta­ment­li­chen Jako­bus­brief ist das Sakra­ment der Kran­ken­sal­bung, der Letz­ten Ölung, bezeugt und ein­dring­lich auf die Heils­re­le­vanz von guten Wer­ken hin­ge­wie­sen. „Willst du aber erken­nen, lee­rer Mensch, dass der Glau­be ohne die Wer­ke unnütz ist? Wur­de Abra­ham, unser Vater, nicht aus Wer­ken gerecht­ge­spro­chen, als er dar­brach­te Isaak, sei­nen Sohn, auf dem Altar? Du siehst, dass der Glau­be mit­wirk­te mit sei­nen Wer­ken und aus den Wer­ken der Glau­be voll­endet wur­de,… dass aus Wer­ken gerecht­ge­spro­chen wird ein Mensch und nicht aus Glau­ben allein“ (Jak 2,20–24). Dem­ge­gen­über über­setzt Luther die grie­chi­sche Text­stel­le Röm 3,28 wie folgt: „So hal­ten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wer­de ohne des Geset­zes Wer­ke, allein durch den Glau­ben.“ Die­se Über­set­zung ist nach­weis­bar falsch!Grundsätzlich lag Luther dar­an, die sei­ner Pri­vat­auf­fas­sung von Recht­fer­ti­gung ent­ge­gen­ste­hen­den Tex­te oder Text­stel­len durch Aus­las­sung, Hin­zu­fü­gung, Umstel­lung oder Fal­sch­über­set­zung aus­zu­mer­zen, denn es ging ihm um sei­ne Gerecht­wer­dung allein aus dem Glau­ben, ohne Wer­ke, sei­en es gute oder böse. Und das hat­te bestim­te per­sön­li­che Grün­de, wie Albert Mock u.a. über­zeu­gend dar­ge­stellt haben: „Der Ablass war es nicht!“ hat Mar­tin Luther bekannt.

  13. Das frü­he­ste (halb­amt­li­che?) Doku­ment der katho­li­schen Kir­che, in wel­chem Mar­tin Luther „Leh­rer im Glau­ben“ genannt wird, ist mei­nes Wis­sens eine Stel­lung­nah­me aus dem Jahr 1983 unter dem Titel „Mar­tin Luther – Zeu­ge Jesu Chri­sti Wort der Gemein­sa­men Römisch-katho­li­schen/Evan­ge­lisch-luthe­ri­schen Kom­mis­si­on anläss­lich des 500. Geburts­ta­ges Mar­tin Luthers, 1983“. Ein Kern­satz dar­in lau­tet: „Man beginnt, ihn [Mar­tin Luther] gemein­sam als Zeu­gen des Evan­ge­li­ums, Leh­rer im Glau­ben und Rufer zur geist­li­chen Erneue­rung zu wür­di­gen.“
    Also: Mar­tin Luther als 1. Zeu­ge Jesu Chri­sti, 2. Zeu­ge des Evan­ge­li­ums, 3. Leh­rer im Glau­ben, 4. Rufer zur geist­li­chen Erneue­rung.
    Die­se Erklä­rung neben ande­ren wich­ti­gen Tex­ten wur­de von der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz in der Bro­schü­re „Refor­ma­ti­on in öku­me­ni­scher Per­spek­ti­ve“ als Arbeits­hil­fe Nr. 284 im ver­gan­ge­nen Jahr ver­öf­fent­licht (gra­tis-Down­load: http://www.dbk-shop.de/media/files_public/hjorucjjc/DBK_5284.pdf ).
    Um die gün­sti­ge Wür­di­gung Luthers durch Papst Fran­zis­kus bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen, muss man sie vor dem Hin­ter­grund ent­spre­chen­der Äuße­run­gen sei­ner Vor­gän­ger Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. sehen, vor allem:
    * Papst Johan­nes Paul 11. Anspra­che bei der Begeg­nung mit Ver­tre­tern des Rates der EKD im Dom­mu­se­um in Mainz am 17. Novem­ber 1980, in: http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/verlautbarungen/VE_025A.pdf
    * Papst Johan­nes Paul II. Anspra­che bei der Begeg­nung mit den Reprä­sen­tan­ten der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD) und dem Prä­si­di­um der Arbeits­ge­mein­schaft Christ­li­cher Kir­chen in Deutsch­land (ACK) im Col­le­gi­um Leo­ni­num in Pader­born am Sams­tag, den 22. Juni 1996; und
    * Papst Johan­nes Paul II. Pre­digt im Öku­me­ni­schen Got­tes­dienst im Hohen Dom zu Pader­born am Sams­tag, den 22. Juni 1996, in: http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/verlautbarungen/VE_126.pdf
    * Anspra­che von Papst Bene­dikt XVI. an die Ver­tre­ter der EKD im Kapi­tel­saal des Augu­sti­ner­klo­sters, hier: http://www.bistumspresse-zentralredaktion.de/sites/default/files/file/20110923_Papst_im_Augustinerkloster.pdf
    Will man bes­ser ver­ste­hen, muss man sich die Mühe machen, die­se Tex­te zu lesen.
    Es stellt sich ja grund­sätz­lich die Fra­ge: mit wel­cher Ein­stel­lung und Gestimmt­heit tre­te ich an die­ses The­ma her­an?
    Man kann das auch im Jahr 2017 mit der Ein­stel­lung der Bor­ro­mä­us-Enzy­kli­ka „Editae saepe“ Papst Pius‘ X. vom 26. Mai 1910 tun. Dazu die­se klei­ne Mono­gra­phie des römisch-katho­li­schen Theo­lo­gen Maria­no Del­ga­do: http://www.unifr.ch/skg/assets/files/leseecke/Borromaeus_delgado.pdf Die Anstoß, ja Auf­ruhr erre­gen­den Äuße­run­gen über die Refor­ma­ti­on und ihre füh­ren­den Per­sön­lich­kei­ten fin­det man gleich auf Sei­te 2 f.
    Gehar­nisch­te Ant­wor­ten lie­ßen nicht auf sich war­ten, z.B. die des katho­li­schen (!) Pfar­rers Josef Leu­te, Der Ulta­mon­ta­nis­mus in Theo­rie und Pra­xis, Ber­lin 1911 (https://ia600205.us.archive.org/10/items/derultramontanis00leutuoft/derultramontanis00leutuoft.pdf ).
    Zu Recht wird beklagt, dass infol­ge der Refor­ma­ti­on Deutsch­land, Euro­pa und die gan­ze Chri­sten­heit gespal­ten wur­den. Die genann­te Enzy­kli­ka Papst Pius‘ X. war aller­dings kein Bei­trag zur Über­win­dung der Spal­tung.
    Das Öku­me­nis­mus-Dekret „Uni­ta­tis red­in­te­gra­tio“ des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils ist aus einer spür­bar ver­än­der­ten Ein­stel­lung gegen­über den nicht­ka­tho­li­schen Chri­sten abge­fasst: (http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decree_19641121_unitatis-redintegratio_ge.html ).

  14. Der omi­nö­se The­sen­an­schlag (hat übri­gens gar nicht so statt­ge­fun­den) war nichts Neu­es und Auf­re­gen­des-das berech­tig­te Anlie­gen des über­ris­se­nen markt­schreie­ri­schen Ablass­han­de­les war schon 100 jah­re frü­her Krit­kpunkt-aller dings aktua­li­siert durch Tet­zels Auf­trit­tEs war die pol­tern­de Spra­che Luthers wel­che die Teu­to­nen begei­ster­ten-in Rom warn die latei­nisch über­setz­ten Schrif­ten Luthers Kopf­schüt­tel( wie kann sowas so viel Staub auf wir­beln, ken­nen wir doch schon längst“) Was aller­dings im ersten Vier­tel des 16.Jhrt gewal­tig durch den enor­men wirt­schaft­li­chen Auf­schwung begün­stigt Furo­re mach­te waren die uner­träg­li­che sozia­len Unter­schie­de, die dann zum Bau­ern­krieg soz. Unru­hen sorg­ten und die abge­ta­kel­ten ver­arm­ten Ade­li­gen zur Revol­te gegen die ver­meint­li­chen Reich­tü­mern der Kir­che auf den Plan rie­fen und des­halb die Revol­te sofort unterstützten.Luther hat dar­um zunächst die Ade­li­gen dar­in unter­stützt“ schlagt die Bau­ern nie­der wie tol­le Hun­de“ her­nach abrupt­die Sei­ten gewechselt.nein die­ser gewalt­tä­ti­ge Bruch mit der hl Kir­che hat nichts aber auch gar nichts mit einem ech­ten reli­giö­sen Anlie­gen zu tun-obwohl para­do­xer­wei­se Luther ein im Tiefs ten reli­giö­ser Mensch war( im Gegen­satz zum Polit­pro­le­ten Zwingli,der ein ver­wöhnt­pri­vi­le­gier­tes Kind seit Jun­gend an-was dann in sei­ner tyran­ni­schen Art sich end­lich radi­ka­li­siert hat.)
    Dar­in liegt die Tra­gik die­ses unglück­li­chen Menschen.So fühl­te er sich an sei­nem Lebens­en­de von lau­ter Fein­den umge­ben, ver­ra­ten und ver­las­sen-vor­ab die Juden(furchtbar dazu sei­ne Wort )dann­die Tür­ken und vor allem der Papst als Per­son wie auch als Institution.es erin­nert an die Wor­te sei­nes leib­li­chen Vaters anläss­lich sei­ner Prie­ster­wei­he wie im Refek­to­ri­um der Augu­sti­ner beim Mit­tags­tisch gespro­chen (dem Sin­ne nach )„ist das wirk­lich das Rich­ti­ge für dich mein Sohn?„nein sowas kann nie­mals Rich­tung­wei­send­und Vor­bild­lich­ge­nannt werden.es ist ein Weg den man nie­mals gehen darf.

  15. Zur Ergän­zung: Als Papst Johan­nes Paul II. 1980 in Deutsch­land gewe­sen war, ver­ab­re­de­te er mit dem Vor­sit­zen­den der Evan­ge­li­schen Kir­che die Ein­set­zung einer Kom­mis­si­on, wel­che die gegen­sei­ti­gen Lehr­ver­ur­tei­lun­gen auf­ar­bei­ten soll­te. Die Kom­mis­si­on bil­de­te sich, es wur­den katho­li­sche und pro­te­stan­ti­sche Theo­lo­gen hin­ein­ge­ru­fen, um jene Gemein­sa­me Erklä­rung zur Recht­fer­ti­gungs­leh­re vor­zu­be­rei­ten, die schluss­end­lich am Refor­ma­ti­ons­tag 1999 in Augs­burg unter­schrie­ben wor­den ist. Im Zusam­men­hang mit die­sen Vor­be­rei­tun­gen konn­te es nicht aus­blei­ben, dass von moder­ni­stisch-öku­me­ni­sti­schen Theo­lo­gen ver­sucht wur­de, die Ver­dik­te des Kon­zils von Tri­ent über Mar­tin Luther zu rela­ti­vie­ren. Die Grup­pe, der auch ein Karl Leh­mann ange­hör­te, hat das Ergeb­nis ihrer Gesprä­che im Jah­re 1987 in einem Buche mit dem Titel „Lehr­ver­ur­tei­lun­gen – kir­chen­tren­nend?“ nie­der­ge­legt. In die­sem Buch wird von Schwe­stern­kir­chen gespro­chen, obwohl Jesus Chri­stus nur eine ein­zi­ge Kir­che gegrün­det hat,
    — dass man sich in der Bibel­for­schung weit­ge­hend einig sei,
    — dass also pro­te­stan­ti­sche und katho­li­sche Theo­lo­gen sich in ihren Ansich­ten getrof­fen hät­ten, gemeint war wohl in der fal­schen Spät­da­tie­rung von 20 der 27 Schrif­ten des NT und der dar­aus resul­tie­ren­den fal­schen Exege­sen,
    — dass man natür­lich auch jetzt weit­ge­hend das­sel­be Bild von der soge­nann­ten Refor­ma­ti­on habe,
    — dass daher eine gan­ze Rei­he von Ein­wen­dun­gen gegen das Kon­zil von Tri­ent erho­ben wer­den kön­ne,
    — dass man etwa nur die Schrif­ten des jun­gen Luther im Auge gehabt habe, unein­ge­denk der Tat­sa­che, dass gera­de der jun­ge Luther doch das, was wir Refor­ma­ti­on nen­nen, her­vor­ge­ru­fen hat,
    — dass das Kon­zil von Tri­ent nur radi­ka­le Extrem­po­si­tio­nen Luthers getrof­fen habe,
    — dass die Ver­ur­tei­lun­gen des Kon­zils von Tri­ent die heu­ti­gen Pro­te­stan­ten nicht mehr trä­fen, unein­ge­denk der Tat­sa­che, dass sie an Luthers Recht­fer­ti­gungs­leh­re fest­hal­ten, dass der Mensch gerecht­fer­tigt wer­de ohne Wer­ke, allein aus dem Glau­ben usw.
    Selbst pro­te­stan­ti­sche Theo­lo­gen, gan­ze Fakul­tä­ten, haben sich gegen die­ses Har­mo­ni­sie­rungs­buch, erho­ben. Der evan­ge­li­sche Theo­lo­ge Jörg Bau­er sprach von „Schlag­wort-Har­mo­ni­sie­rung“ und einer „Pro­blem­re­duk­ti­on in der Art einer Tin­ten­fisch-Öku­me­nik, die den Abgrund der Fra­gen mit blau­em Dunst ver­ne­belt“. Und Bau­er fass­te sein Urteil über den moder­ni­stisch-öku­me­ni­sti­schen Har­mo­ni­sie­rungs­ver­such „Lehr­ver­ur­tei­lun­gen – kir­chen­tren­nend?“ in dem Satz zusam­men: „Es besteht der Unter­schied in der Wur­zel. Hier und dort wer­den Gott und der Christ anders bestimmt.“
    Die­sen Unter­schied zu har­mo­ni­sie­ren kann auch 2017 nicht Ziel einer römisch-katho­li­schen Auf­fas­sung von Öku­me­ne sein.

  16. Schrieb nicht Johan­nes Paul II in sei­nem Motu Pro­prio „Eccle­sia Dei aff­lic­ta“, dass der­je­ni­ge sich exkom­mu­ni­ziert, der einem Schis­ma auch nur for­mell bei­pflich­tet? Ich rate Ihnen, dies ein­mal nach­zu­schla­gen. Was muss man dann von einer gemein­sa­men „Geden­ken der Refor­ma­ti­on“ etc. hal­ten. Die Häre­sie Luthers ist eben nicht zu fei­ern. Zu fei­ern gab es hier nur etwas für die Höl­le…
    Wenn „Kar­di­nal“ Kas­per zu dem Schluss kommt dass „Luther recht gehabt“ habe, dann sind nun wohl die von A.K. Emme­rich pro­phe­zei­ten Zei­ten wirk­lich ange­bro­chen. Nach ihr hat­te Gott aller­dings ande­re Plä­ne…

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