Die Rettung Sodoms nach Galantino — Generalsekretär der Bischofskonferenz und „Papst-Vertrauter“ als Bibelfälscher

Bischof Nunzio Galantino bei der Jugendkatechese in Krakau.
Bischof Nunzio Galantino bei der Jugendkatechese in Krakau.

(Kra­kau) Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag war Bischof Nun­zio Galan­ti­no, Gene­ral­se­kre­tär der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz und Papst-Ver­trau­ter, in Kra­kau und zele­brier­te in der Kir­che der Bern­har­di­ner, wie in Polen die Fran­zis­ka­ner genannt wer­den, die Hei­li­ge Mes­se für die ita­lie­ni­schen Welt­ju­gend­tags-Teil­neh­mer. Der Avve­ni­re, die Tages­zei­tung der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, deren Her­aus­ge­ber Galan­ti­no ist, berich­te­te auf Sei­te 15 aus­führ­lich in einem Vor­be­richt dar­über. Die Online-Aus­ga­be ver­öf­fent­lich­te die­sel­be Pre­digt am 25. Juli. Bischof Galan­ti­no kam dabei auf Sodom und Gomor­rha zu spre­chen. Aber nicht auf Sodom nach dem Alten Testa­ment, son­dern auf Sodom nach Galan­ti­no.

Im Dezem­ber 2013 hat­te Papst Fran­zis­kus Bischof Nun­zio Galan­ti­no zum neu­en Gene­ral­se­kre­tär der Bischofs­kon­fe­renz ernannt. Damit des­avou­ier­te er die Bischö­fe, beließ aber den von Papst Bene­dikt XVI. nomi­nier­ten Vor­sit­zen­den, Kar­di­nal Ange­lo Bag­nas­co, im Amt, womit sich der Unmut in Gren­zen hielt, das Ziel aber erreicht war: Bischof Galan­ti­no gibt seit­her als „Mann des Pap­stes“ den Ton an.

In sei­ner Kra­kau­er Pre­digt, so Bischof Galan­ti­nos Haus­blatt, behaup­te­te der Gene­ral­se­kre­tär der Bischofs­kon­fe­renz, daß Sodom geret­tet wur­de. Wört­lich sag­te der Bischof zu den jun­gen Katho­li­ken:

Sodom „war eine Stadt, auf die nie­mand irgend etwas ver­wet­tet hät­te, außer Abra­ham. Sein Bitt­ge­bet und sein Wunsch zu wagen, ret­ten Sodom. Die Stadt wird geret­tet, weil es Gerech­te gibt, auch wenn es nur weni­ge sind: aber die Stadt ist geret­tet, vor allem weil es Abra­ham gibt, den Mann des Gebets, der nicht den uner­bitt­li­chen Anklä­ger macht, der nicht gegen, son­dern für redet. Abra­ham, der Mann des Gebets, klagt nicht die Mis­se­ta­ten an, son­dern ver­kün­det die Mög­lich­keit von etwas Neu­em. Abra­ham, der Mann des Gebets, ver­kün­det und lädt ein, auf die posi­ti­ven Mög­lich­kei­ten zu schau­en. Abra­ham, der Mann des Gebets, ist ein uner­müd­li­cher Sucher nach Zei­chen der Hoff­nung, die er dem Herrn zei­gen kann, damit die­ser sie schät­zen kann.“

Die Rettung Sodoms nach Galantino
Die Ret­tung Sodoms nach Galan­ti­no

Über die Städ­te Sodom und Gomor­rha berich­tet das Buch Gene­sis des Alten Testa­ments in den Kapi­teln 18 und 19. Weil in den bei­den Städ­ten die Sün­de aller Art herrsch­te, vor allem auch die Sün­de der Homo­se­xua­li­tät, wur­den sie von Gott zer­stört. Abra­ham rang mit Gott und bat um Ver­scho­nung, soll­ten sich zumin­dest zehn Gerech­te in den Städ­ten fin­den. Doch es fan­den sich kei­ne zehn Gerech­ten, wes­halb die durch und durch ver­dor­be­nen Städ­te zer­stört wur­den. Da die Erzäh­lung mit der Homo­se­xua­li­tät gekop­pelt ist, zu der ein Kul­tur­kampf im Gan­ge ist, bei dem die Kir­che unter Druck gesetzt wird, bekommt Galan­ti­nos Umer­zäh­lung eine beson­ders schwe­ren Zun­gen­schlag.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Avvenire/GMG2016 (Screen­shots)

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1 Kommentar

  1. Die wun­der­ba­re Ret­tung Sodoms.
    Wenn es nicht so ernst wäre, könnt man die­se Pre­digt für eine Sati­re hal­ten.

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