Papst küßt „antiklerikalem“ Priester die Hand – Die linke Welt des Don Michele De Paolis

Handkuß des Papstes - unstandesgemäße, peinlich-kuriose Gesten eines Papstes. Unterstützt Franziskus die Inhalte von Don Michele?(Vati­kan) Vor zwei Tagen, am 6. Mai wur­de der Sale­sia­ner Don Miche­le De Pao­lis von Papst Fran­zis­kus emp­fan­gen. Der 93 Jah­re alte Prie­ster kon­ze­le­brier­te am Mor­gen mit dem Papst die Hei­li­ge Mes­se im Gäste­haus San­ta Mar­ta. Der Grün­der und heu­te Ehren­prä­si­dent der Gemein­schaft Emma­us in der apu­li­schen Stadt Fog­gia konn­te anschlie­ßend für „weni­ge Minu­ten“ mit dem Papst zusammentreffen.Am Ende küß­te der Papst sei­nem Besu­cher die Hand. Die Sze­ne hat bereits für sich etwas irri­tie­rend Skur­ri­les. Wem aber küß­te der Papst da eigent­lich die Hand?

Don De Pao­lis und sein Beglei­ter über­ga­ben dem Kir­chen­ober­haupt einen Meß­kelch und eine Hosti­en­scha­le aus Oli­ven­holz. Eine freund­li­che Geste und ein Geschenk, wenn auch laut kirch­li­chen Vor­schrif­ten nicht für den Meß­ge­brauch geeig­net. Aber sol­che „Klei­nig­kei­ten“ haben Don Miche­le De Pao­lis noch nie berührt, der dem Papst auch sein jüng­stes Buch mit dem Titel: „Ein unbe­que­mer Prie­ster“ (Un pre­te sco­mo­do) über­reich­te, dazu noch ein Gebets­an­lie­gen. Papst Fran­zis­kus, mit der ita­lie­ni­schen Spra­che noch nicht ganz ver­traut, mach­te unab­sicht­lich aus „sco­mo­do“ ein „inco­mo­do“, was soviel heißt wie „Ein Prie­ster der Umstän­de macht“. Was man­che Katho­li­ken Apu­li­ens durch­aus für zutref­fend hal­ten. Die eigent­li­che Über­ra­schung folg­te jedoch am Ende der Kurz­be­geg­nung, als der Papst Don De Pao­lis die Hand küß­te. „Eine Geste, um die Demut eines gro­ßen Man­nes vor einem ande­ren glei­cher Grö­ße zu bezeu­gen“, wie die links­an­ge­hauch­te Inter­net-Tages­zei­tung L’Immediato schwärm­te.

Papst Franziskus: „Alles ist möglich. Sprich mit Kardinal Maradiaga“

„Don Miche­le“ wie der Prie­ster von allen genannt wird, berich­te­te auf sei­ner Face­book-Sei­te über die Begeg­nung mit dem Papst. „Ich habe mit dem Papst Fran­zis­kus kon­ze­le­briert. Ich habe das Evan­ge­li­um gele­sen. Nach der Zele­bra­ti­on emp­fing der Papst die Anwe­sen­den in einem ande­ren Saal. Wir, ich und mein Beglei­ter, waren die letz­ten.“ Man durf­te es nicht anders erwar­ten, gehö­ren Wor­te wie die „Letz­ten“, „Aus­ge­grenz­te“, „Mar­gi­na­li­sier­te“, „Aus­ge­sto­ße­ne“ zum Stan­dard­vo­ka­bu­lar eines Selbst­ver­ständ­nis­ses, das jenem der radi­ka­len Lin­ken ver­blüf­fend ähn­lich ist. Tat­säch­lich sind die Kon­tak­te in die­se Rich­tung sehr gut. Apu­li­en wird seit 2005 vom beken­nen­den Homo­se­xu­el­len und Kom­mu­ni­sten Nichi Ven­do­la regiert.

De Pao­lis wei­ter auf sei­nem Face­book-Ein­trag, was er dem Papst sag­te: „Wir möch­ten so gern eine Audi­enz für uns von Emma­us. Ist das mög­lich?‘ ‚Alles ist mög­lich. Sprich mit Kar­di­nal Mara­dia­ga und er soll alles vor­be­rei­ten.‘ Und dann (unglaub­lich) hat er mir die Hand geküßt! Ich habe ihn umarmt und geweint.“ Sei­ne Rüh­rung ist ver­ständ­lich. Man soll­te sich den­noch davor hüten in die Wort­fal­le die­ser anar­cho-katho­li­schen Rich­tung zu tap­pen. Sie jon­gliert mit berüh­ren­den Begrif­fen, wäh­rend ihre Dik­ti­on mar­xi­stisch zu den­ken ist. Unbe­darf­te Außen­ste­hen­de kön­nen sich da leicht ein­lul­len las­sen. Das von Papst Fran­zis­kus schon mehr­fach kri­ti­sier­te „ideo­lo­gi­sche“ Chri­sten­tum hat­te das Kir­chen­ober­haupt gewis­ser­ma­ßen leib­haf­tig vor sich ste­hen. Doch statt einer Ermah­nung, küß­te er dem süd­ita­lie­ni­schen „Don Gal­lo“ die Hand (zu Don Gal­lo sie­he den Bericht Don Gal­lo, der Prie­ster der fast alles leug­ne­te – Skan­dal bis ins Grab).

Ein ideologisches Christentum

Don Miche­le De Pao­lis ist gera­de­zu kli­schee­haft der Prie­ster, den man sich hin­ter dem von ihm gewähl­ten Titel für sein Buch erwar­tet. Der „unbe­que­me“ Prie­ster ver­stößt als untrüg­li­ches Erken­nungs­merk­mal gegen Regeln und Dog­men und schwimmt inner­kirch­lich „meist gegen den Strom“. Der aus wohl­ha­ben­dem Haus stam­men­de De Pao­lis (Jahr­gang 1921) wird von Freun­den als „extrem kom­ple­xe“ Per­sön­lich­keit beschrie­ben. Bei Kriegs­en­de trat er in den Sale­sia­ner­or­den ein, ging etli­che Jah­re in die Mis­si­on nach Mit­tel­ame­ri­ka, rück­te poli­tisch weit nach links und mach­te sich die Befrei­ungs­theo­lo­gie zu eigen. Die Prä­dis­po­si­ti­on dazu brach­te er bereits aus Euro­pa mit.

Alles spielt sich auf der zwi­schen­mensch­li­chen Ebe­ne ab, ist sozi­al moti­viert, der „Feind steht rechts“ und so weiß man nie recht, ob man einen Prie­ster, einen Sozi­al­ar­bei­ter oder einen Poli­tak­ti­vi­sten vor sich hat. Ob zu Abtrei­bung, Eutha­na­sie oder Homo­se­xua­li­tät habe er eine „authen­ti­sche Ant­wort, die sich nicht hin­ter Dog­men ver­steckt“, wie es in einer Rezen­si­on sei­nes Buches heißt.

Ent­schei­dend ist unter sei­nes­glei­chen eben, immer klar zu wis­sen, wozu man nicht gehört, wovon man sich distan­ziert. Hier die „freie“, undog­ma­ti­sche, mensch­li­che, „wah­re“, „pro­phe­ti­sche“ Do-it-yours­elf-Kir­che, dort die fin­ste­re, dog­ma­ti­sche, unmensch­li­che, macht­ver­ses­se­ne Amts­kir­che. Es ist die Adap­tie­rung der mar­xi­sti­schen Sicht vom immer­zu zor­ni­gen Arbei­ter gegen die Aus­beu­tung durch das Kapi­tal. Es ist die Welt des „authen­ti­schen Men­schen“, der immer­zu zor­nig ist über die „Unge­rech­tig­kei­ten“ in der Welt. Was „unge­recht“ ist, deckt sich wie­der­um mit der mar­xi­sti­schen Welt­sicht. Jeder Zwei­fel ist laut Don Miche­le berech­tigt und ver­langt nach einer Ant­wort. Gleich­zei­tig fügt er im dia­lek­ti­schen Zir­kel­schluß hin­zu: „Nie­mand von uns besitzt die Wahr­heit“.

Das laizistische-antiklerikale „Credo“ von Don Michele

Auf sei­ner Face­book-Sei­te fin­det sich das per­sön­li­che „Cre­do“ des betag­ten, aber uner­müd­li­chen (No pas­a­ran) Prie­sters: „Ich füh­le mich lai­zi­stisch, als demü­ti­ger Gläu­bi­ger, immer auf der Suche, Prie­ster für einen bereit­wil­li­gen, unei­gen­nüt­zi­gen, selbst­lo­sen Dienst in der christ­li­chen Gemein­schaft und der Gesell­schaft, an der Sei­te der Letz­ten. Ich füh­le mich anti­kle­ri­kal, das heißt kei­ner Kaste zuge­hö­rend, kei­ner Kate­go­rie; ich füh­le mich nicht als Funk­tio­när der Reli­gi­on. Ich ver­su­che den Men­schen Frie­den und Freu­de zu geben, die sich in den dra­ma­tisch­sten Situa­tio­nen der Exi­stenz befin­den: Ungläu­bi­ge, Getrenn­te, Geschie­de­ne, in eine Abtrei­bung Gera­te­ne, Homo­se­xu­el­le, Ver­zwei­fel­te, die Viel­zahl der Aus­ge­grenz­ten. Ich suche das Licht des Evan­ge­li­ums zu in der Kir­che umstrit­te­nen The­men, wie den Zöli­bat der Prie­ster, das Frau­en­prie­ster­tum, die Pädo­phi­lie, die Krank­heit und das Lebens­en­de.“ Nicht nur Homo­se­xua­li­tät, son­dern auch noch die Pädo­phi­lie?

Zu den Favo­ri­ten des lai­zi­stisch-anti­kle­ri­ka­len Prie­sters gehört der Athe­ist Euge­nio Scal­fa­ri, der maß­geb­lich die kir­chen­fer­ne Marsch­rou­te in Poli­tik und Kul­tur auf der Apen­ni­nen­halb­in­sel vor­gibt.

Position der Kirche zur Homosexualität ist „maximale Heuchelei“

2010 grün­de­te Don Miche­le De Pao­lis mit einem „respekt­vol­len Athe­isten“ und Homo­se­xu­el­len Gabrie­le Scal­fa­rot­to die Homo-Grup­pe AGe­DO (Glau­be und Homo­se­xua­li­tät). Scal­fa­rot­to ist ein „har­ter Kämp­fer in der Schlacht für die Rech­te der LGBT. Don Miche­le ist mit ihm, um die­se Schlacht zu kämp­fen und zu gewin­nen“, so die Grup­pe LGBT-Chri­sten von Paler­mo. Zu Homo­se­xua­li­tät und Homo­se­xu­el­len hat der Prie­ster des lin­ken Gen­res kla­re Vor­stel­lun­gen: „Heu­te ist die Hal­tung der Kir­che zu den Homo­se­xu­el­len streng, unmensch­lich und ver­ur­sacht viel Leid, indem sie behaup­tet, daß Homo­se­xua­li­tät Sün­de ist. Eini­ge Kir­chen­leu­te sagen: ‚Es ist in Ord­nung homo­se­xu­ell zu sein, aber sie dür­fen kei­ne Ver­hält­nis­se haben, sie dür­fen sich nicht lie­ben!‘ Das ist maxi­ma­le Heu­che­lei. Das ist als wür­de man einer Pflan­ze sagen: ‚Du darfst nicht blü­hen, du darfst kei­ne Früch­te tra­gen!‘ Das schon ist gegen die Natur!“ So der Prie­ster in einem Inter­view mit der LGBT-Grup­pe Bethel von Genua.

„Nicht alle in der Kirche sind an Homophobie erkrankt“

Don Miche­le De Pao­lis ist ein „Kämp­fer gegen alle Vor­ur­tei­le, die aus den Köp­fen und Her­zen vie­ler Per­so­nen aus­ge­merzt wer­den müs­sen, denen er auf sei­nem Weg als Prie­ster begeg­net. Das sei das min­de­ste was jeder jeden Tag tun kann, ob er nun reli­gi­ös oder nicht reli­gi­ös ist, so Don Miche­le.“ Und über­haupt, so De Pao­lis, sei­en in der „hei­li­gen Kir­che Got­tes nicht alle an Homo­pho­bie erkrankt“. Des­halb schrieb der Prie­ster in einem Bei­trag für die LGBT-Grup­pe von Lec­ce: „Aus euch ‚Hete­ro­se­xu­el­le‘ machen zu wol­len, hie­ße, wider die Natur han­deln und aus euch unglück­li­che Psy­cho­pa­then zu machen. Wir müs­sen uns in den Kopf set­zen, daß Gott unser Vater will, daß wir, sei­ne Kin­der, glück­lich wer­den, indem wir die Gaben frucht­bar machen, die Er uns in unse­re ‚Natur‘ gelegt hat! (…) Ihr habt das Recht euch einen Part­ner zu suchen. Und seid ganz unbe­sorgt: wo aga­pe ist, ist Gott. Lebt eure Lie­be mit Freu­de. Und mit unse­rer Mut­ter Kir­che müs­sen wir Geduld haben. Ihre Hal­tung zu Homo­se­xu­el­len wird sich ändern. In die­sem Sinn ent­ste­hen bereits zahl­rei­che Initia­ti­ven.“

Gefahr des „Fundamentalismus“: „Nicht wörtlich nehmen, was in der Bibel steht“

In einem ande­ren Auf­satz schrieb De Pao­lis im Zusam­men­hang mit Homo­se­xua­li­tät: „Wir müs­sen unser Den­ken von einer Gefahr befrei­en: den Fun­da­men­ta­lis­mus, das heißt, das wört­lich zu neh­men, was die Bibel sagt. Der neue Gehor­sam gegen­über dem Evan­ge­li­um ist frei­er, ver­ant­wor­tungs­vol­ler und bewuß­ter. Statt Ener­gien in end­lo­sen kirch­li­chen Pole­mi­ken zu ver­geu­den, zielt man dar­auf ab, eine neue christ­li­che Spi­ri­tua­li­tät der freu­di­gen Annah­me von sich selbst auf­zu­bau­en, der Dank­bar­keit gegen­über Gott im Bewußt­sein, daß die homo­se­xu­el­le Lie­be Sein Geschenk ist, nicht weni­ger als die hete­ro­se­xu­el­le.“

Papst Fran­zis­kus küß­te dem Anar­cho­prie­ster die Hand. Was woll­te er damit sagen?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: L’Imm­edia­to (Screen­shot)

35 Kommentare

  1. Die Beschrei­bung der Moder­ni­sten durch den hei­li­gen Papst Pius X. pas­sen auf den jet­zi­gen Papst und auf Don De Pao­lis bis in die klein­sten Ein­zel­hei­ten. Die­se Fest­stel­lung erfüllt mich mit gro­ßer Sor­ge um die hei­li­ge Kir­che. Wer erin­nert sich da nicht an die gro­ße Bot­schaft von La Salet­te? Die Kir­che hat die Echt­heit der Erschei­nun­gen aner­kannt, obwohl der Kern­satz die­ser Bot­schaft fol­gen­den Wort­laut hat:“ Rom wird den Glau­ben ver­lie­ren und Sitz des Anti­christ wer­den!!!“ Viel­leicht ist die geplan­te Abschaf­fung der katho­li­schen Ehe und die Gut­hei­ßung außer­ehe­li­cher Unzucht wie­der ein wei­te­re Schritt in die fal­sche Rich­tung!
    … dass Du die Fein­de Dei­ner Hei­li­gen Kir­che demü­ti­gen wol­lest! Wir bit­ten Dich erhö­re uns.

      • Lie­ber Mister X.,
        lesen Sie Bit­te den Hir­ten­brief von Sei­ner Emi­nenz Bischof Phi­li­bert de Bruil­lard, von Gre­no­ble vom 19 .09. 1851, mit dem die Mari­en­er­schei­nun­gen Von La Salet­te aner­kannt wurden.Die Päp­ste haben sich der Mei­nung von Bischof Bruil­lard ange­schlos­sen und La Salet­te mit Zei­chen Ihres Wohl­wol­lens über­schüt­tet. Der Nach­fol­ger von Bischof Bruil­lard, Bischof A.M. Ginoulhiac, ver­tei­dig­te, auf Wunsch Pius IX., in meh­re­ren Hir­ten­brie­fen die Tat­säch­lich­keit der Erschei­nun­gen von La Salet­te. Leo XIII erhob die 1879 die Wall­fahrts­kir­che des Gna­den­or­tes zur Basi­li­ka minor und ver­füg­te die Krö­nung der Mari­en­sta­tue. Pius IX. stat­te den Gna­den­ort mit zahl­rei­chen Abläs­sen aus. Pius XII. schick­te den Nun­ti­us Kar­di­nal Ron­cal­li im Jahr 1946 als päpst­li­chen Lega­ten nach La Salet­te anläss­lich des Maria­ni­schen Kon­gres­ses. Die­se Fak­ten Mmö­gen Ihren Ein­wand wider­le­gen

        • Die erste Bot­schaft von laSa­let­te ist ja auch aner­kannt. Und dazu gibt es den Wall­fahrts­ort.
          Aber die soge­nann­te gro­ße Bot­schaft, der Teil wo es hießt „Rom wird den Glau­ben ver­lie­ren“ der ist spä­ter dazu­ge­kom­men und defi­ni­tiv nicht aner­kannt!

        • Dan­ke für die Hin­wei­se. Und was ist nun mit die­sem Doku­ment? Ver­ste­hen Sie mich bit­te recht, das hört sich doch ganz anders an und muß ver­un­si­chern, oder lese ich das falsch (nur Schul­la­tein, das ist ja sicher nicht aus­rei­chend):

          Acta Apo­sto­li­cae Sedis — Com­men­ta­ri­um Offi­cia­le
          SUPREMA SACRA CONGREGATIO S. OFFICII
          DECRETUM
          CIRCA VULGO DICTUM « SECRET DE LA SALETTE »
          Ad Supre­mae hui­us Con­gre­ga­tio­nis noti­ti­am per­ve­nit quos­dam non
          dees­se, eti­am ex eccle­si­a­sti­co coe­tu, qui, post­ha­bi­tis respon­sio­ni­bus ac
          deci­sio­ni­bus ipsi­us S. Con­gre­ga­tio­nis, per libros, opus­cu­la atque arti-
          culos in foli­is perio­di­cis edi­tos, sive sub­scrip­tos sive sine nomi­ne, de
          sic dic­to Secret de la Salet­te, de diver­sis ipsi­us for­mis, nec non de eius
          prae­sen­ti­bus aut futu­ris tem­po­ri­bus accom­mo­da­tio­ne dis­se­re­re ac per-
          trac­ta­re perg­unt; idque non modo absque Ordi­na­rio­rum licen­tia, ver­um
          eti­am con­tra ipsorum veti­tum. Ut hi abusus qui ver­ae pieta­ti offi­ci­unt,
          et eccle­si­a­sti­cam auc­to­ri­tatem magnope­re laed­unt, cohi­be­an­tur, eadem
          Sacra Con­gre­ga­tio man­dat omni­bus fide­li­bus cui­us­cum­que regio­nis ne
          sub quo­vis prae­tex­tu vel qua­vis for­ma, nem­pe per libros, opus­cu­la aut
          arti­cu­los sive sub­scrip­tos sive sine nomi­ne, vel alio quo­vis modo, de
          memo­ra­to sub­iec­to dis­serant aut per­trac­tent. Qui­cum­que vero hoc
          Sanc­ti Offi­cii prae­cep­t­um vio­laver­int, si sint sacer­dotes, priv­en­tur omni,
          quam for­te habe­ant, digni­ta­te et per Ordi­na­ri­um loci ab audi­en­dis
          sacra­men­ta­li­bus con­fes­sio­ni­bus et a mis­sa cele­bran­da sus­pen­dan­tur:
          et si sint lai­ci ad Sacra­men­ta non admit­tan­tur don­ec resi­piscant. Utri-
          que insu­per sub­iaceant sanc­tio­n­i­bus latis tum a Leo­ne PP. XIII per
          Con­sti­tu­tio­nem Offi­cio­rum ac munerum con­tra eos qui libros de rebus
          reli­gio­sis trac­tan­tes sine legi­ti­ma Supe­rio­rum licen­tia publi­cant, cum
          ab Urba­no VIII per decretum Sanc­tis­si­mus Domi­nus Noster datum die
          13 mar­tii 1625 con­tra eos qui asser­tas reve­la­tio­nes sine Ordi­na­rio­rum
          licen­tia vul­gant. Hoc autem decretum devo­tio­nem non vetat erga
          Bea­tis­si­mam Vir­gi­nem sub titu­lo Becon­ci­lia­tri­cis vul­go de la Salet­te
          nun­cup­a­tam.
          Datum Romae, ex Aedi­bus Sanc­ti Offi­cii, die 21 decem­bris 1915.
          Aloi­si­us Castel­la­no, S. R. et U. I. Nota­ri­us.

  2. „Papst küsst ‚anti­kle­ri­ka­lem‘ Prie­ster die Hand“ — natür­lich, Papa Ber­go­glio kann trotz der in ihm wabern­den Zärt­lich­keit nicht den gesam­ten Kle­rus küs­sen. Da muss schon aus­ge­wählt wer­den.
    Pater Ste­fa­no Manel­li, Grün­der des blü­hen­den Ordens der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la ehe die „Barm­her­zig­keits­faust“ zuschlug, befin­det sich der­zeit in Iso­la­ti­on im Haus­ar­rest. Bewacht vom Kom­mis­sar Volpi.
    Der katho­li­sche Schrift­stel­ler Mar­tin Mose­bach behaup­te­te, die katho­li­sche Kir­che sei nicht mehr „lite­ra­tur­fä­hig.“ Er mein­te wohl, sie sei kul­tu­rell so wenig prä­gend, dass sie der­zeit nicht mehr für einen Roman tau­ge.
    Dass es im Vati­kan mal so tri­vi­al, vul­gär zuge­hen wird, über­steigt tat­säch­lich die Gren­zen der Fan­ta­sie. Tri­vi­al­li­te­ra­tur ist nicht die Sache von Mar­tin Mose­bach.

  3. Papst küßt „anti­kle­ri­ka­lem“ Prie­ster die Hand

    Die­se jüng­ste Geste der Demut über­zeugt mich ein­fach nicht, denn ich kann nicht mehr glau­ben, dass es sich um eine Geste der Demut han­delt. Viel­mehr ist es ein offe­nes Zei­chen der aller­höch­sten Wert­schät­zung gegen­über Don de Pao­lis. Was will uns der Papst mit die­ser Geste sagen, die eigent­lich von Don de Pao­lis gegen­über dem Papst hät­te aus­ge­führt wer­den müßen? Doch sicher nur, dass er die spi­ri­tu­el­len Ein­sich­ten die­ses Prie­sters über­aus schätzt. Wenn er aber die­se Ein­sich­ten sehr schätzt, was mag dann auf die Kir­che zukom­men?????

    Ganz ehr­lich, die­ses ewi­ge „Geknut­sche“ von Fran­zis­kus nervt mich. Sei­ne Auf­ga­be ist nicht in erster Linie Zärt­lich­kei­ten zu ver­tei­len; sei­ne Auf­ga­be ist es so vie­len Men­schen wie mög­lich sei­nen päpst­li­chen Segen zuteil wer­den zu las­sen. Mir scheint, dass er die Kin­der, die er auf den Arm gereicht bekommt, immer nur küßt, aber nicht seg­net. Wenn ich über Stun­den mit mei­nem klei­nen Kind auf den Papst war­ten wür­de und er dann mein Kind nur küßt und nicht seg­net, wäre ich sehr ent­täuscht und auch etwas ver­är­gert.

    Ich kann die Demut des Pap­stes nicht mehr rich­tig ernst neh­men seit dem bekannt wur­de, dass er im Gäste Haus Mar­tha sich flä­chen­mä­ßig ähn­lich ein­ge­rich­tet hat wie die vor­he­ri­gen Päp­ste im päpst­li­chen Palast. So gese­hen, hät­te er gleich im päpst­li­chen Palast blei­ben kön­nen. Das wäre ehr­li­cher und die Tra­di­ti­on blei­be gewahrt.

  4. Ich mei­ne, daß sich Papst Fran­zis­kus selbst als Rand­stän­di­ger und mög­li­cher­wei­se Aus­ge­sto­ße­ner fühlt. Das hat mit Kir­che m.Er. gar nichts zu tun. Seit sei­ner Kind­heit hat­te er mit Lun­gen­pro­ble­men zu tun. Er konn­te also eini­ges nicht tun, was Kin­der und Jugend­li­che sonst so machen. Ich könn­te mir vor­stel­len, daß er des­we­gen auch auf­ge­zo­gen wor­den ist.
    Und er hat damit ein Gefühl für Benach­tei­lig­te und Aus­ge­sto­ße­ne, denn das Erleb­te wird ja nicht abge­lgt, son­dern zieht sich durchs Leben hin­durch.

    Was zählt, sind ver­mut­lich nicht mal die Über­zeu­gun­gen von die­sem betag­ten Pater de Pao­lis, son­dern daß er in die­sem Pater, in die­sem Men­schen einen Lei­dens­ge­fähr­ten oder so erkennt. Das ist wohl so. So wie sich rei­che Men­schen schnell erken­nen und schät­zen, obwohl sie Christ, Mos­lem oder Athe­ist sind oder was auch immer: auch da spielt die Glau­bens­über­zeu­gung kei­ne gro­ße Rol­le mehr, denn „man“ ver­steht sich.

    Ja, Papst Fran­zis­kus war/ist ver­mut­lich ein durch sei­ne Krank­heit bedingt ein etwas ande­rer Mensch. Er geht in sei­nen oft­mals guten Kathe­che­sen in unüb­li­che Tie­fen. Das muß mit die­ser ande­ren Sicht als Benach­tei­lig­ter zusam­men­hän­gen.

    • Viel­leicht ist das wirk­lich der Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis, des Pap­stes Fran­zis­kus.
      Irgend­wie muss er sich vor­kom­men wie Armin der Che­rus­ker in der römi­schen Armee, nur dass er, also Papst Fran­zis­kus, der Chef sel­bi­ger Armee ist.
      Im Grun­de ist das Bild von denen die drin sind und denen die drau­ßen sind, in sich ja auch wider­sprüch­lich, weil wie sagt der Volks­mund so schön „Unter jedem Dach wohnt ein Ach“ und ja, Herr im Him­mel aus­gren­zen tun sich vie­le ja auch sel­ber.

    • Die Lun­gen­pro­ble­me began­nen mit einer Lun­gen­ent­zün­dung, die er mit 21 hat­te. Wenn Sie die­ses Alter noch zur Kind­heit zäh­len…
      Er hat übri­gens als Teen­ager eine Che­mie-HTL besucht (mit Lun­gen­pro­ble­men wäre das unmög­lich gewe­sen) und war nach eige­nen Ange­ben eine Zeit lang Türsteher/Rausschmeißer in einer Bar (auch kein Job, den man aus­üben soll­te, wenn man nicht gesund ist).
      Also bit­te nicht zu sehr her­um­psy­cho­lo­gi­sie­ren, wenn man von fal­schen Infor­ma­tio­nen aus­geht.

      • Dan­ke für Ihre Kor­rek­tur im ersten Satz. Ich war nicht genau infor­miert.
        Wenn Sie erlau­ben zitie­re ich aus einer Stel­lung­nah­me. Dort heißt es wie folgt: „Als Jor­ge Mario Ber­go­glio 21 Jah­re alt war, wur­den in sei­ner Lun­ge drei Zysten ent­deckt, die her­aus­ope­riert wur­den.

        Wäh­rend der Lun­gen­er­kran­kung habe er drei Tage zwi­schen Leben und Tod geschwebt, heißt es in der Ber­go­glio-Bio­gra­phie «El Jesui­ta» (Der Jesu­it) der Jour­na­li­sten Fran­ce­s­ca Ambro­get­ti und Ser­gio Rubin. Damals habe eine Non­ne zu Ber­go­glio gesagt, er lei­de und ertra­ge die Schmer­zen wie Jesus. Das habe ihn getrö­stet und für sein Leben gezeich­net, erklär­te Ber­go­glio den Buch­au­toren. Noch im sel­ben Jahr sei er in das Prie­ster­se­mi­nar ein­ge­tre­ten.

        Der Papst spre­che nicht ger­ne über sei­ne Gesund­heit, sag­te die Bio­gra­fin Ambro­get­ti der Zei­tung «La Nación». Neben der Atem­be­schrän­kung ist über Ber­go­gli­os Gesund­heit nur ein schmerz­haf­tes Ischi­as­lei­den bekannt, das ihn 2007 von dem von Bene­dikt XVI. ein­be­ru­fe­nen Kon­si­sto­ri­um fern­hielt.“

        Des­we­gen mei­ne ich, daß durch die­ses Erleb­nis sein Weg hin zu Lei­den­den oder gesell­schaft­lich eher am Ran­de Ste­hen­den nach­voll­zieh­bar wird, für mich wenig­stens.

      • @ SuNuraxi:Richtig! Ich ken­ne genü­gend Men­schen, die, wenn man nach ihren Kran­ken­ge­schich­ten gehen wol­te, völ­lig anders daste­hen wür­den. Bis hin zu einem Mann, der so — wie er selbst sagt — „aus­ge­wei­det“ ist, dass man sich wun­dern muss, dass er noch im Alter ein nor­ma­les, stres­si­ges Leben führt.

      • …im übri­gen haben die­se Lun­gen­ent­zün­dung fast alle schon mal gehabt, und Asth­ma hat auch jeder Fünf­te…

        Na und?

        Trotz­dem muss man sich sach­lich und objek­tiv ver­hal­ten, wenn man für sach­li­ches und Objek­ti­ves beru­fen ist.
        Was lei­sten nicht unzäh­li­ge Men­schen ganz sach­lich und unter Abse­hung ihrer Befind­lich­keit?

        Auch mit wach­sen Frost­pickel bei zuviel Psy­cho.

  5. Immer­hin ist der Mann, wie das Foto beweist, kein Kra­wat­ten­prie­ster. Das ist anzu­er­ken­nen.

    • Genau! Er trägt nicht mal Kra­wat­te, von Prie­ster­kra­gen ganz zu schwei­gen. Hat Ähn­lich­keit mit Dre­wer­mann oder mei­nem Opa oder einem mei­ner Pro­fes­so­ren anno 1985, aber der war ver­hei­ra­tet und Vater meh­re­rer Kin­der…

  6. Ich möch­te zugun­sten Papst Fran­zis­kus anneh­men, dass sein Hand­kuss zunächst all­ge­mein dem grei­sen Alter sei­nes Gegen­übers geschul­det ist.
    Weiß er aber um die Äusse­run­gen De Pao­lis, darf man schon ein­mal spe­ku­lie­ren, war­um er das tat.
    Ein ande­rer grei­ser Pater macht gera­de die bit­te­re Erfah­rung eines Haus­ar­re­stes, wie „Zeit­los“ schon anmerk­te.
    Ihm wer­den sol­che Zuwen­dun­gen, von der Kame­ra fest­ge­hal­ten, nicht zuteil.

  7. Wer nach über einem Jahr Papst Fran­zis­kus immer noch nicht weiß, was die­ser Hand­kuß an einem Prie­ster-Rebel­len, der katho­li­sche Moral und die Dog­men ver­ach­tet, bedeu­tet, wird es wohl auch nicht mehr ver­ste­hen.

    Wenn schon ita­lie­ni­sche LGBT-Grup­pen die­sen Prie­ster loben …
    (ver­lin­ke ich jetzt nicht, kann man aber leicht ergoog­len, wenn man den Prie­ster­na­men ein­gibt)

    • „Wer nach über einem Jahr Papst Fran­zis­kus immer noch nicht weiß, was die­ser Hand­kuß an einem Prie­ster-Rebel­len, der katho­li­sche Moral und die Dog­men ver­ach­tet, bedeu­tet, wird es wohl auch nicht mehr ver­ste­hen.“
      Sie haben einen schar­fen Ver­stand. Übri­gens möch­te ich mich bei ihnen bedan­ken für den Link „Biblio­thek der Kir­chen­vä­ter“.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  8. Ist die Kir­che aktu­ell eine schla­fen­de Festung, mit lee­ren Zeug­häu­sern , Wäl­len ohne Kano­nen, zer­streu­ten Hee­ren und ein­ge­schlum­mer­ten Füh­rern ? Von wem die­se Aus­sa­gen stam­men ? Lesen Sie bit­te im wei­te­ren Ver­lauf die­ses Bei­tra­ges.
    Kar­di­nal Rafa­el Mer­ry del Val – unter de, ohne m hl. Papst Pius X. Kar­di­nal­staats­se­kre­tär -,der über das wah­re muti­ge Han­deln eines Katho­li­ken Fol­gen­des schrieb:
    -
    „Han­deln wir nie­mals, um der Welt zu gefal­len.
    Haben wir den Mut,
    die Kri­tik, die Miss­bil­li­gung der Welt zu ertra­gen;
    wenn Gott zufrie­den ist, braucht uns nichts ande­res zu küm­mern.
    Wir müs­sen den Mut haben, die Wahr­heit zu bezeu­gen und kei­ner Auf­ga­be aus­zu­wei­chen.
    Wir müs­sen den Mut haben, dem Lächer­li­chen die Stirn zu bie­ten,
    denn oft besteht unse­re Auf­ga­be im Spott der Welt.
    Tut das aus Lie­be zu Unse­rem Herrn,
    und um Ihm nach­zu­ei­fern.“
    -
    Bereits Hw Robert Mäder ( gestor­ben 1945) hat es kom­men sehen; aus „Jeder Mann ein Held“ zum Patro­zi­ni­um des hl. Josef:
    -
    „Wir sind kon­ser­va­tiv. Wir haben die tief­sten Wur­zeln unse­res Wesens in der Über­lie­fe­rung, nicht im Sand, den das Heu­te zusam­men­ge­weht und das Mor­gen wie­der ver­wischt. Wir sind die Glei­chen wie vor 1900 Jah­ren. Daher kommt es, daß die gro­ßen Per­sön­lich­kei­ten der hei­li­gen Geschich­te uns so ver­traut sind, als leb­ten sie vor unsern Augen. Wir sind, weil wir katho­lisch sind, in gewis­sem Sin­ne über Zeit und Raum erha­ben, ken­nen kei­ne Ent­fer­nun­gen und kei­ne Ver­gan­gen­hei­ten.
    [….]
    Bri­and hat im Jah­re 1905 geschrie­ben: Die Kir­che ist heu­te eine schla­fen­de Festung. Die Wäl­le sind ohne Kano­nen. Die Zeug­häu­ser leer. Die Hee­re zer­streut. Die Füh­rer ein­ge­schlum­mert. Wir wer­den, wenn wir es rich­tig anstel­len, die­se schla­fen­de Festung über­fal­len und sie ohne Schwert­streich ein­neh­men, wie einst die Sol­da­ten Moham­meds II. Kon­stan­ti­no­pel. Bri­and hat in man­cher Hin­sicht nur zu wahr gespro­chen. Die strei­ten­de Kir­che ist viel­fach zu einer schla­fen­den Kir­che gewor­den. Alles ist in Gefahr, und wir sehen und hören nichts, wäh­rend der Feind vor den Toren steht. In die­ser kri­ti­schen Stun­de muß der hl. Josef wie­der auf­ste­hen als Schüt­zer. Das Patro­zi­ni­um des hl. Josef ist nicht ein blo­ßes Fest. Es soll ret­ten­de Tat wer­den. Wir wol­len den mäch­ti­gen und lie­bens­wür­di­gen Hei­li­gen bit­ten, daß er uns gegen alle moder­nen Hero­des bei­ste­he. Wir aber wol­len sel­ber den Schlaf aus den Augen rei­ben und auf­ste­hen. Jeder Mann wer­de ein Rit­ter! Ich sage: Amen, so muß es sein!“
    -
    Anmer­kung:
    Ari­sti­de Bri­and (* 28. März 1862 in Nan­tes, Frank­reich; † 7. März 1932 in Paris) war ein fran­zö­si­scher Poli­ti­ker und Frei­mau­rer. Bri­and beklei­de­te zwi­schen 1909 und 1932 mit Unter­bre­chun­gen wech­selnd die Ämter des fran­zö­si­schen Mini­ster­prä­si­den­ten, des Unterrichts‑, Justiz- und des Außen­mi­ni­sters.

  9. Wie lan­ge nen­nen wir jeman­den Papst der es selbst nicht sein will und der es nach­weis­lich jeden Tag bestä­tigt das er es nicht ist. Wie­weit geht Gehor­sam ohne das Gehor­sams­pflicht besteht????

  10. es liegt mir fern, jeman­den zu beur­tei­len oder gar zu ver­ur­tei­len-doch der Ver­dacht über­kommt mich: ist de Pao­lis nicht ein spre­chen­des Bei­spiel eines armen Menschen,der sei­nen dürf­ti­gen Ver­stand über den Glau­ben setzt,den Ver­stand immer mehr ver­liert, bis da nicht mehr viel ist?
    ob man einem solch ver­kalk­ten alten Armen wirk­lich soviel Auf­merk­sam­keit schen­ken soll?-tamen, Papa Fran­cis­cus aenig­ma nostri tem­po­ris!

  11. Dazu fällt mir der kurio­se, angeb­li­che Satz des kroa­ti­schen Prie­sters Tomis­lav Ivan­cic ein. „Wir wis­sen nicht, dass See­len in der Höl­le sind“.

    Was allei­ne schon durch Lukas 16, 19–31 wider­legt ist:

    Das Bei­spiel vom rei­chen Mann und vom armen Laza­rus
    19 Es war ein­mal ein rei­cher Mann, der sich in Pur­pur und fei­nes Lei­nen klei­de­te und Tag für Tag herr­lich und in Freu­den leb­te. 20 Vor der Tür des Rei­chen aber lag ein armer Mann namens Laza­rus, des­sen Leib vol­ler Geschwü­re war.7 21 Er hät­te gern sei­nen Hun­ger mit dem gestillt, was vom Tisch des Rei­chen her­un­ter­fiel. Statt­des­sen kamen die Hun­de und leck­ten an sei­nen Geschwü­ren. 22 Als nun der Arme starb, wur­de er von den Engeln in Abra­hams Schoß getra­gen. Auch der Rei­che starb und wur­de begra­ben. 23 In der Unter­welt, wo er qual­vol­le Schmer­zen litt, blick­te er auf und sah von wei­tem Abra­ham, und Laza­rus in sei­nem Schoß.8 24 Da rief er: Vater Abra­ham, hab Erbar­men mit mir und schick Laza­rus zu mir; er soll wenig­stens die Spit­ze sei­nes Fin­gers ins Was­ser tau­chen und mir die Zun­ge küh­len, denn ich lei­de gro­ße Qual in die­sem Feu­er. 25 Abra­ham erwi­der­te: Mein Kind, denk dar­an, dass du schon zu Leb­zei­ten dei­nen Anteil am Guten erhal­ten hast, Laza­rus aber nur Schlech­tes. Jetzt wird er dafür getrö­stet, du aber musst lei­den. 26 Außer­dem ist zwi­schen uns und euch ein tie­fer, unüber­wind­li­cher Abgrund, sodass nie­mand von hier zu euch oder von dort zu uns kom­men kann, selbst wenn er woll­te. 27 Da sag­te der Rei­che: Dann bit­te ich dich, Vater, schick ihn in das Haus mei­nes Vaters! 28 Denn ich habe noch fünf Brü­der. Er soll sie war­nen, damit nicht auch sie an die­sen Ort der Qual kom­men. 29 Abra­ham aber sag­te: Sie haben Mose und die Pro­phe­ten, auf die sol­len sie hören. 30 Er erwi­der­te: Nein, Vater Abra­ham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, wer­den sie umkeh­ren. 31 Dar­auf sag­te Abra­ham: Wenn sie auf Mose und die Pro­phe­ten nicht hören, wer­den sie sich auch nicht über­zeu­gen las­sen, wenn einer von den Toten auf­er­steht.

  12. In Süd­ame­ri­ka, ins­be­son­de­re im Nach­bar­land Chi­le wer­den herz­haf­te Wit­ze über den legen­dä­ren Hang zur Ange­be­rei argen­ti­ni­scher Män­ner gemacht.
    Uns Euro­pä­ern ist die­ses Ende der Welt reich­lich unbe­kannt. Wir fra­gen uns, was die­ses neu­er­li­che Thea­ter­stück im Vati­kan bedeu­ten könn­te.
    Viel­leicht soll die gan­ze Welt sich genau dies fra­gen.
    Üben wir uns in Gelas­sen­heit, irgend­wann wer­den wir es erfah­ren.

    • Das ist jetzt schon das x‑te Mal, dass Fran­zis­kus eine Geste setzt, die man als häre­tisch inter­pre­tie­ren könn­te, aber da sie mehr­deu­tig ist, maßt man sich kein Urteil über ihn an.
      Das kann doch nicht ewig so wei­ter­ge­hen, oder soll er allen Ern­stes als Papst der miss­ver­stan­de­nen Gesten in die Geschich­te ein­ge­hen??

        • Es geht bei die­ser Geste um die Anspie­lung die dar­aus inter­pre­tier­bar ist. Er küsst nicht irgend­wem die Hand, son­dern einem Prie­ster der kein glau­bens­treu­er Prie­ster ist und der häre­ti­schen Leh­ren nach­hängt.
          Genau­so trifft sich Fran­zis­kus mit Frei­mau­rern und distan­ziert sich nicht ein­mal von denen. Statt­des­sen kom­men von ihm Sager wie, er hal­te Mar­xi­sten, Athe­isten für kei­ne schlech­ten Men­schen. Eben­so hofiert er die Ver­tre­ter der Öku­me­ne, statt ein kla­res Glau­bens­zeug­nis abzu­le­gen, wonach Jesus Chri­stus der Herr ist und es neben ihm nie­mand ande­ren gibt.

          In Got­tes­dien­sten läßt er außer­dem das Kyrie Elei­son sin­gen, nicht aber das dazu­ge­hö­ri­ge Chri­ste Elei­son. Selbst da sorgt er für Zwei­deu­tig­kei­ten. Wer ist denn nun der Herr von Ber­go­glio? Da ja nach sei­nen Aus­sa­gen, der Böse im Engels­ge­wand daher­kommt, war­um soll man die­se Aus­sa­ge nicht auf ihn anwen­den und ihn zum Bösen dazu­ord­nen. Grund genug gäbe es ja mitt­ler­wei­le.

          • Ich ach­te schon lan­ge nicht mehr auf die Mes­sen wo Papst Fran­zis­kus teil­nimmt, ein­fach weil mich die­se, in mei­nen Augen , wür­de­lo­se Hal­tung und der gelang­weil­te Gesichts­aus­druck krank macht.
            Aber es ist trotz­dem inte­ree­s­ant, woher wis­sen Sie das mit dem aus­ge­las­se­nen Chri­ste Elei­son?
            Das darf der doch gar nicht adhoc an der Lit­ur­gie etws ändern, was vor­ge­schrie­ben ist.
            Und macht er das immer?

          • Jedes Mal wenn ich eine Papst-Messe(zufällig) im Fern­se­hen sehe, kommt dar­in nur das Kyrie Elei­son vor OHNE das Chri­ste Elei­son. Da die mei­sten nicht wis­sen, dass es ‚Herr erbar­me dich‘ und ‚Chri­stus erbar­me dich‘ heißt erken­nen sie es logi­scher­wei­se nicht.
            Nur ‚Kyrie Elei­son‘ und dann noch der Blick nach unten gerich­tet — da soll­te ja dann alles klar sein!

            Eben­so fiel mir beim Ange­lus-Gebet der flü­stern­de Mit­be­ter auf, des­sen Stim­me eher einem ein­flü­stern­den Dämon gleich­kommt, statt einem Engel der die Froh­bot­schaft Maria über­bringt — wenn sie ver­ste­hen was ich mei­ne.
            Ob die­ser Mit­be­ter immer noch in Amt und Wür­den ist, weiß ich nicht genau, da ich aus Abscheu nicht mehr zuse­he.

            Auch auf­ge­fal­len ist mir, dass die­je­ni­gen die unter Papst Fran­zis­kus in der Hl. Mes­se Psal­men sin­gen, kei­ne schö­nen Stim­men haben. Das war unter Bene­dikt das genaue Gegen­teil.
            All das schmä­lert die Ver­eh­rung Got­tes in der Hei­li­gen Mes­se.

        • Auch Ver­hal­ten kann häre­tisch sein.
          Neh­men wir an, da wäre ein Bischof oder ein Papst, der es ver­mei­den wür­de, for­mal häre­ti­sche Lehr­sät­ze amt­lich zu äußern, aber anson­sten wür­de er in Wort und Tat alles tun, um sei­ne Diö­ze­se bzw. die Kir­che Chri­sti zu ver­wir­ren, zu demo­lie­ren und zu zer­stö­ren– wäre das nicht häre­tisch? Das wäre nicht nur häre­tisch, das wäre sogar apo­sta­tisch, und wür­de er noch so viel von Got­tes Zärt­lich­keit dabei reden.

          • Wenn zum Bei­spiel ein Papst auf eine Rei­se ins Hei­li­ge Land als Haupt-Rei­se­be­glei­ter einen Rab­bi­ner nimmt, der Jesus Chri­stus ablehnt und für die Homo­ehe ein­tritt, und dazu einen mus­li­mi­schen Geist­li­chen, in des­sen „Hei­li­gem“ Buch die zen­tra­len christ­li­chen Glau­bens­wahr­hei­ten fron­tal geleug­net und die Chri­sten ver­flucht wer­den — wenn ein Papst sich also zwei A n t i c h r i s t e n (nach dem 1. Brief des hl. Apo­stels Johan­nes) als eng­ste Rei­se­be­glei­ter aus­sucht — und wenn man sich dann an die apo­sto­li­schen Rei­sen des hl. Apo­stels Pau­lus erin­nert — ja, wie ver­blen­det muss man eigent­lich sein, um nicht zu erken­nen, dass hier ein A n t i — A p o s t e l sich auf Rei­sen macht? Was hier geschieht und was „die mei­sten Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken“ ganz ganz lieb und doll fin­den, ist mit häre­tisch noch schwach aus­ge­drückt.

          • Die von den Medi­en ver­blen­de­ten Papst Fran­zis­kus-Fans wol­len ein­fach nichts von all­dem wis­sen. Es man­gelt an Erkennt­nis, statt­des­sen hat der Stolz eine tra­gen­de Rol­le ein­ge­nom­men.
            Wenn die Medi­en heu­te Papst Fran­zis­kus gut­hei­ßen, obwohl er seit Amts­an­tritt so gut wie nichts geän­dert hat und die vie­len katho­li­schen Laia­nin­itia­ti­ven seit­her ver­stummt sind, soll­te die Situa­ti­on klar sein.

          • Ja, so ist es wohl. Wenn man mal wirk­lich alles zusam­men nimmt, was er seit dem 13.3.13 für Signa­le, für Bot­schaf­ten gesen­det hat, münd­lich, schrift­lich, in sicht­ba­ren Zei­chen und in sei­nen Ent­schei­dun­gen, dann ist der Befund wirk­lich erdrückend; ich KANN das nicht anders sehen. Wenn die Her­de ihren Hir­ten ‚instink­tiv‘, mit allen Sin­nen, mit dem Glau­bens­ge­fühl, mit dem Her­zen und mit dem Ver­stand erkennt, und ich in ihm mei­nen Hir­ten, dem ich in jeder Hin­sicht ver­trau­en kön­nen soll­te, ein­fach nicht erken­nen kann, dann heißt das doch, daß ich offen­sicht­lich zu einer ande­ren Her­de gehö­re als der sei­nen, bzw. daß er ja durch­aus ein Hir­te sein mag, nur eben nicht der Her­de, der ich selbst aus frei­em Wil­len ange­hö­ren möch­te (näm­lich der Her­de Chri­sti!). Nun kann mich mein eige­nes Gefühl, mein eige­ner Ver­stand täu­schen, also muß ich auch dar­auf ach­ten, was mei­ne „Mit-Scha­fe“ (die ich durch ihr Bekennt­nis und Ver­hal­ten als sol­che erken­ne — und nicht „die Ande­ren“) dazu sagen; und von denen erfah­re ich vol­le Bestä­ti­gung — was den Befund nur noch erdrücken­der macht …
            … und wenn Chri­stus sagt, daß, wer Sei­ne Apo­stel hört, Ihn selbst hört, und Er sagt, „euer Ja sei ein ‚Ja!‘, euer Nein ein ‚Nein!‘ “, und wenn Er dem Petrus auf­trägt, „stär­ke dei­ne Brü­der im Glau­ben!“, und nicht: „stür­ze sie in Ver­wir­rung!“ — dann weiß ich nicht, wie ich in ihm [klein­ge­schrie­ben] den erken­nen kann, der mit der vol­len Auto­ri­tät und im Auf­trag mei­nes Herrn und Got­tes spricht; wenn er Sei­ne Wor­te schmä­lert, cachiert, ver­zerrt, ver­dreht; wenn er sich scheut, in Sei­nem Namen zu seg­nen; wenn er scheint’s jedem ande­rem über­deut­lich, Ihm aber nur sehr undeut­lich sei­ne Reve­renz erweist; wenn er Tei­le sei­ner, nein, Sei­ner Her­de in aller Öffent­lich­keit schlecht macht, ja lächer­lich macht, und zwar gera­de die, die nichts ande­res wol­len, als Sei­nem Bei­spiel und Sei­nen Wor­ten zu fol­gen, und nicht dem Geplap­per die­ser Welt …
            … aller­dings: auch Petrus hat ver­sagt und ver­leug­net; und sich vol­ler Reue bekehrt und dann Zeug­nis gege­ben …
            … nur daß Petrus gefal­len war und sich bekehrt hat­te, als er noch nicht das Amt Sei­nes Stell­ver­tre­ters auf Erden inne­hat­te, son­dern vor­her! Und Chri­stus setz­te ihn erst ins Amt ein, nach­dem Petrus drei­mal sei­ne Lie­be bekun­det hat­te.

    • Dar­um dürf­te es im Kern auch gehen. Vie­les wirkt wie insze­niert um der Welt zu zei­gen, das Papst­tum sei nichts her­aus­ra­gen­des mehr. Soap ope­ra aus dem Vati­kan.

  13. GW
    Was für ein Unter­schied zwi­schen dem Apo­stel Petrus und sei­nem jet­zi­gen Nach­fol­ger. Lesen wir nur die bei­den herr­li­chen Brie­fe (und las­sen wir uns nicht von moder­nen Exege­ten beir­ren, die sie für pseu­do­epi­ga­phisch hal­ten). Welch glü­hen­de (unsen­ti­men­ta­le) Lie­be zu Chri­stus spricht dar­aus. Der Unter­schied ist abgrund­tief.

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