Vor 100 Jahren wurde die Kommunistische Partei Italiens gegründet. Einer ihrer Gründer und Vorsitzenden war der kommunistische Ideologe Antonio Gramsci. Wer waren ihre Vorgänger, wer sind ihre Nachfolger?
Forum

Die Genealogie der Kommunistischen Partei Italiens im hundertsten Jahr ihrer Gründung

Von Rober­to de Mattei* Die Kom­mu­ni­sti­sche Par­tei Ita­li­ens (PCI, Par­ti­to Comu­ni­sta Ita­lia­no) ent­stand am 21. Janu­ar 1921 in Livor­no aus einer Spal­tung der Sozia­li­sti­schen Par­tei. Die Haupt­grün­der waren Anto­nio Gram­sci (1891–1937), Pal­mi­ro Togliat­ti (1893–1964) und Ame­deo Bor­di­ga (1889–1970), der spä­ter aus­ge­schlos­sen und der Dam­na­tio Memo­riae unter­wor­fen wur­de, wie es für die inter­ne Dia­lek­tik einer jeden

Ein Jahr nach der Öffnung des vatikanischen Geheimarchivs widerlegt ein neues Buch die Schwarze Legende über Pius XII. und die Juden.
Hintergrund

Buch belegt „die Anstrengungen“ von Pius XII. für die verfolgten Juden

(Rom) Ein neu­es Buch belegt „die Anstren­gun­gen“, die Papst Pius XII. wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges unter­nahm, um den vom Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­folg­ten Juden zu hel­fen. Vor einem Jahr hat­te der Hei­li­ge Stuhl vor­zei­tig das Vati­ka­ni­sche Geheim­ar­chiv zu Pius XII. geöff­net und der Wis­sen­schaft zugäng­lich gemacht. Das neue Buch legt die Ergeb­nis­se vor.

Der Präfekt des Vatikanischen Geheimarchivs, Msgr. Sergio Pagano, sprach über die Öffnung des Privatarchivs von Pius XII. im kommenden Jahr und „Legenden“ rund um das Geheimarchiv.
Hintergrund

Das Geheimarchiv der Päpste und seine „Legenden“

(Rom) Der Prä­fekt des Vati­ka­ni­schen Geheim­ar­chivs, der Barn­abi­ten­pa­ter Ser­gio Paga­no, bekräf­tig­te, daß die Sowjet­uni­on nach dem Zwei­ten Welt­krieg die Schwar­ze Legen­de vom „anti­se­mi­ti­schen“ Papst Pius XII. in Umlauf brachte.

Iwan Woronow
Christenverfolgung

Das Leben des Iwan Woronow — Von der Roten Armee ins Kloster

(Mos­kau) Iwan Woro­now führ­te ein beweg­tes Leben, span­nen­der als Ken Fol­letts Roman­fi­gu­ren. Woro­now kämpf­te gegen die Natio­nal­so­zia­li­sten, war bei der Erobe­rung Ber­lins dabei und wur­de von der Sowjet­uni­on mit 76 mili­tä­ri­schen Aus­zeich­nun­gen geehrt. Dann trat er in der athe­isti­schen UdSSR in ein Klo­ster ein und wur­de Mönch. Mehr­fach gelang es ihm, das Sowjet­re­gime zu besie­gen

Dostojewski 1863
Christenverfolgung

„Die Schönheit wird die Welt retten“

(Mos­kau) Die Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin Tat­ja­na Kas­at­ki­na lei­tet die Stu­di­en­kom­mis­si­on über Fjo­dor Michailo­witsch Dosto­jew­ski an der Rus­si­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten. „Mei­ne Eltern waren getauft, aber nicht gläu­big. Mei­ne Groß­müt­ter waren gläu­big, aber sie spra­chen nie über Gott, weil es ver­bo­ten war. Ich aber glaub­te bereits im Alter von fünf Jah­ren, daß Gott exi­stiert, und daß er gut

Karl Marx
Christenverfolgung

Auf Luthermania folgt Marxmania

Von Giu­sep­pe Nar­di Auf die Luther­ma­nie folgt naht­los die Marx­ma­nie. Wie­der­um scheint sich das Estab­lish­ment mit sei­nen media­len Fuß­trup­pen einig zu sein. Ein­hel­lig ertö­nen Schal­mei­en. Und wie schon bei Mar­tin Luther wirkt das Sze­na­rio für einen außen­ste­hen­den Beob­ach­ter ziem­lich irre­al: Nun wird sogar Karl Marx gefeiert.

Theodor W. Adorno
Forum

Die Wacht am Nein

Von Auf­klä­rung und Mar­xis­mus sowie dem links-ideo­­lo­­gi­­schen Ver­blen­dungs­zu­sam­men­hang der Frank­fur­ter Schu­le. Ein Gast­bei­trag von Hubert Hecker. Der deut­sche Fabri­kant und Marx-Freund Fried­rich Engels behaup­te­te, der Mar­xis­mus sei als ein Kind der euro­päi­schen Auf­klä­rung anzu­se­hen: Der öko­no­mi­sche Libe­ra­lis­mus des Adam Smith (Eng­land), die Visio­nen des Jean-Jaques Rous­se­au von Ver­nunft und Frei­heit (Frank­reich) und die kri­ti­sche Kom­pe­tenz

Alexis Ulysses Floridi
Christenverfolgung

Gegner der Ostpolitik: Pater Alessio Ulisse Floridi (1920–1986)

Von Rober­to de Mattei* Unter den ent­schie­de­nen Geg­ner der vati­ka­ni­schen Ost­po­li­tik ist an eine Gestalt von bemer­kens­wer­ter kul­tu­rel­ler und mora­li­scher Grö­ße zu erin­nern: an Pater Ales­sio Ulis­se Flo­ridi (1920–1986), auch als Pater Alexis Ulysses Flo­ridi bekannt.

Mit der von Lenin angeführten Oktoberrevolution begann die Schreckensherrschaft und die Kirchenverfolgung in Rußland. Sie traf nicht nur die orthodoxe Kirche, sondern ebenso die römische- und die griechisch-katholische Kirche. Deren Schicksal ist heute im Westen kaum bekannt.
Christenverfolgung

Das Martyrium der katholischen Kirche in der Sowjetunion

(Mos­kau) Das Buch des Histo­ri­kers Jan Mikrut schil­dert das Mar­ty­ri­um der latei­ni­schen und byzan­ti­ni­schen Katho­li­ken unter der athe­isti­schen Sowjet­dik­ta­tur. Das Buch erscheint aus Anlaß des 100. Jah­res­ta­ges der bol­sche­wi­sti­schen Okto­ber­re­vo­lu­ti­on und soll die Schrecken des „rea­len Sozia­lis­mus“ in Erin­ne­rung rufen, die heu­te Gefahr lau­fen, zu schnell in Ver­ges­sen­heit zu gera­ten oder als eine Art „Betriebs­un­fall“