Wer heute wissen will, was im Westen unter „Gleichberechtigung“ verstanden wird, muß nur einen Blick nach London, Kanada und Berlin werfen. Drei weit voneinander entfernte Schauplätze – und ein und dieselbe ideologische Handschrift: Diskriminierung wird nicht mehr beseitigt, sondern offen betrieben und gefördert. Was zunächst als „Kampf“ um Gleichberechtigung stattfand, wurde nun zur Diskriminierung des Normalen und der Einheimischen. Entscheidend ist nicht mehr, ob ausgeschlossen und diskriminiert wird, sondern wen es trifft.
London: „Nur Muslime“ – und niemand regt sich auf
Eine Recherche des The Telegraph hat ans Licht gebracht, was offiziell eigentlich verboten ist: In London und Südostengland kursieren zahlreiche Wohnungsanzeigen, die sich ausdrücklich nur an Muslime richten. Formulierungen wie „nur für muslimische Studenten“, „Zimmer für muslimische Frauen“ oder „geeignet für einen punjabischen Jungen“ sind keine Einzelfälle, sondern Teil eines breiteren Phänomens.
Veröffentlicht werden solche Inserate unter anderem über Plattformen wie Facebook, Gumtree oder Telegram. Erst nach medialem Druck wurden einzelne Inhalte entfernt – ein spätes und eher halbherziges Eingeständnis, daß hier offenkundig gegen geltendes Recht verstoßen wird.
Denn der britische Equality Act 2010 untersagt es Vermietern ausdrücklich, Bewerber aufgrund von Religion oder ethnischer Zugehörigkeit zu bevorzugen oder auszuschließen. Der Sache nach eine massive Einmischung des Staates in einen Bereich, der ihn eigentlich nichts angeht, denn wem ein Privater sein Eigentum zur Verfügung stellt oder nicht, ist eigentlich allein dessen Angelegenheit. Doch im Namen der Anti-Diskriminierung wurden solche und weitere restriktive Gesetze erlassen.
Doch während man sich leicht ausmalen kann, welche Empörungswellen Anzeigen wie „nur für Christen“ oder „keine Muslime“ auslösen würden, bleibt die Reaktion auf die stattfindende Islamisierung auffallend gedämpft.
Ein Zufall? Keineswegs. Seit 2016 wird London von Sadiq Khan regiert, einem prominenten Vertreter der Labour-Partei, der von vielen Medien als Symbol einer neuen, „diversen“ Metropole gefeiert wird. Kritik an offenkundigen Mißständen paßt da offenbar nicht ins gewünschte Bild.
Kanada: Exklusive Inklusion an der Universität
Noch deutlicher tritt der Widerspruch in Kanada zutage – einem Land, das sich gern als Vorreiter gesellschaftlicher Fortschrittlichkeit inszeniert. An der Memorial University of Newfoundland wurde jüngst eine Stellenausschreibung veröffentlicht, die exemplarisch zeigt, wohin die Reise geht.
Gesucht werden fünf neue Dozenten – allerdings nicht etwa nach Qualifikation, sondern nach ihrer Selbstdefinition. Zugelassen sind ausschließlich Bewerber, die sich als Frauen, Angehörige indigener Völker, Mitglieder ethnischer Minderheiten, Menschen mit Behinderung oder als Teil der sogenannten 2SLGBTQIA+-Gemeinschaft, kurzum der Homo-Community, definieren.
Was auf den ersten Blick wie ein Beitrag zur „Chancengleichheit“ erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als das Gegenteil: Der klassische „weiße, heterosexuelle Mann“ ist von vornherein ausgeschlossen – es sei denn, er erklärt, sich einer der bevorzugten Gruppen zugehörig zu fühlen. Zur Absurdität gehört es ja, daß Männer sich als Frauen erklären können, um im Zuge der „Anti-Diskriminierung“ Frauen vorbehaltene Stellen besetzen zu können.
Berlin: Zutritt für Weiße verboten
Die Organisation „BIWOC* Rising – gemeinnützige Unternehmergesellschaft“ erhielt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ zwischen 2021 und 2024 Fördermittel in Höhe von fast 700.000 Euro, um in Berlin eine „Coworking-Zone“ mit angeschlossenem Café zu betreiben, das ausschließlich „BIWOC“ sowie „TIN*BIPOC“-Personen offensteht.
Sie verstehen Bahnhof? Kein Wunder. Gemeint ist damit, daß in dieses Café nur Personen zutritt haben, die sich als „nich-weiß“ definieren. Weiße werden mitten in Berlin von einem mit öffentlichen Geldern geförderten Angebot ausgeschlossen, das sie mit ihren Steuergeldern finanzieren müssen.
Was als „Schutzraum für marginalisierte Gruppen“ präsentiert wird – eine groteske Lächerlichkeit mitten in Berlin –, diskriminiert die einheimischen Deutschen. Doch die sonst so refelxartigen losgetretenen Empörungswellen bleiben aus. Die öffentliche Hand fördert das Projekt sogar.
Die bislang ausweichenden Reaktionen der zuständigen Stellen verstärken den Eindruck eines steuergeldfinanzierten anti-weißen und antideutschen Rassismus.
Die Logik der „positiven Diskriminierung“ und ein gefährlicher Paradigmenwechsel
Die drei Beispiel aus drei westlichen Ländern zeigen zwei Dinge: Erstens, wie weit und massiv die radikale Linke in die Regierungen von Staat, Ländern und Kommunen hineinwirkt. Zweitens, wie weit die fremde Übernahme bereits fortgeschritten ist. Daraus folgt drittens, daß radikale Linke und aus anderen Kontinenten, Ethnien, Sprachen, Kulturen stammenden Migranten eng zusammenarbeiten, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven.
Wer heute noch von liberaler Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und allgemeiner Gleichheit spricht, betreibt Roßtäuscherei, denn diese Begriffe sind längst ideologisch umgedeutet worden. Die Folgen sind Antidiskriminierungs-Diskriminierung und antirassistischer Rassismus.
Dieser Kulturmarxismus setzt in seinem Kampf um die kulturelle Hegemonie als Vorstufe zur Erlangung der politischen Hegemonie auf immer neue Sondergesetze zur Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Strafbewehrung, um die schrittweise errungenen Positionen jeweils abzusichern.
Tiefer betrachtet: Auf der westlichen Seite steht eine Entfremdung vom eigenen Menschsein, auf der migratorischen Seite steht das schrittweise Auffüllen eines Machtvakuums, das mit dem Begriff der fremden Übernahme umschrieben werden kann.
Text: Giuseppe Nardi
Bild: NBQ
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