Leo XIV.: Für den Frieden in der Ukraine braucht es „viel Gebet, Arbeit und Engagement“
Die Rückkehr von Papst Leo XIV. und Kardinal Cañizares
20. August 2025Kommentare deaktiviert für Leo XIV.: Für den Frieden in der Ukraine braucht es „viel Gebet, Arbeit und Engagement“
Papst Leo XIV. kehrte gestern abend von Castel Gandolfo in den Vatikan zurück
Papst Leo XIV. ist von seinem zweiten Aufenthalt in diesem Sommer in Castel Gandolfo in den Vatikan zurückgekehrt. Die sprichwörtlich römische Sommerhitze neigt sich ihrem Ende zu. Doch nicht nur das Kirchenoberhaupt kehrte zurück, auch Kardinal Antonio Cañizares Llovera, der „kleine Ratzinger“, konnte aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Wie schon früher erwähnt, konnte Leo XIV. den Aufenthalt in Castel Gandolfo nicht im Apostolischen Palast verbringen, weil dieser von seinem Vorgänger Franziskus in ein Museum umgewandelt worden war. Der Papst verbrachte die Sommertage daher provisorisch in der Villa Barberini, die zum Gesamtkomplex von Castel Gandolfo gehört, aber die Sommerresidenz des Kardinalstaatssekretärs ist.
Gestern abend um 21 Uhr traf Leo XIV. in Rom ein und äußerte sich zur Lage in der Ukraine: Es gebe Hoffnung auf Frieden, so der Papst, doch seien weiterhin „viel Gebet, Arbeit und Engagement“ nötig. In Gesprächen mit Journalisten betonte er, daß manche führenden Persönlichkeiten ihm aufmerksam zuhören und man gemeinsam nach Wegen suche.
Unterdessen wird Rom als möglicher Austragungssort der nächsten Verhandlungsrunde im Ukraine-Krieg genannt. Das Angebot des Heiligen Stuhls, den Vatikan als neutralen Boden zu nützen, könnte sich unter Leo XIV. deutlich erhöht haben.
Seinen Aufenthalt in Castel Gandolfo bezeichnete er als Gnade, seine ersten 100 Tage als Papst seien für ihn „ein Segen Gottes“ gewesen.
Kardinal Cañizares zurück zu Hause
In den sozialen Netzwerken hatte man ihn noch am selben Tag für tot erklärt, an dem bekannt wurde, daß er ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Doch es stellte sich als falsch heraus. Die Erzdiözese Valencia in Spanien teilte gestern mit, daß Kardinal Antonio Cañizares aus dem Krankenhaus entlassen wurde und nun zu Hause die notwendige medizinische Betreuung erhält.
„Das Erzbistum Valencia teilt mit, daß Seine Eminenz, Kardinal Antonio Cañizares, sich erfreulich erholt. Aus diesem Grund hat er heute das Krankenhaus verlassen und ist in seine gewohnte Wohnstätte zurückgekehrt, wo er weiterhin die erforderliche medizinische Versorgung erhalten wird.“
Und weiter:
„Während wir für die empfangenen Gebete und Zeichen der Zuneigung danken, bitten wir Sie, weiterhin für seine vollständige Genesung zu beten.“
Kardinal Antonio Cañizares Llovera, der „kleine Ratzinger“, konnte gestern das Krankenhaus verlassen
Kardinal Cañizares, ein Fundamentaltheologe, war 1992 von Johannes Paul II. zum Bischof von Ávila ernannt worden. Es folgten Jahre als Erzbischof von Granada, dann von Toledo, wodurch er zugleich auch Primas von Spanien war. 2008 berief ihn Benedikt XVI. nach Rom und ernannte ihn zum Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. In diesem Amt unterstützte er die Absicht des deutschen Papstes, eine liturgische Versöhnung in der Kirche zu erreichen. Mehrfach äußerte er sich öffentlich positiv und wertschätzend zur überlieferten Liturgie und hob deren Bedeutung für die Kirche hervor.
Als Sekretäre an der Kongregation standen ihm Albert Malcolm Ranjith Patabendige Don, heute Kardinal und Erzbischof von Colombo auf Sri Lanka, und der US-Amerikaner Joseph Augustine Di Noia OP zur Seite. Di Noia spielte eine maßgebliche Rolle bei den Gesprächen des Heiligen Stuhls mit der Priesterbruderschaft St. Pius X., insbesondere als stellvertretender Vorsitzender der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei. Ab 2012 wurde Kardinal Cañizares jedoch Arthur Roche als Sekretär beigestellt. Diese Personalentscheidung gehört zu den unverständlichsten des Pontifikats von Benedikt XVI. Roche wurde von Franziskus zum Kardinal kreiert und zum Präfekten des Dikasteriums ernannt mit der ihm von Bergoglio anvertrauten Aufgabe, mittels Traditionis custodes den überlieferten Ritus abzuwürgen.
Kardinal Cañizares, wegen seiner Nähe zur Person und zum Denken von Benedikt XVI. auch „kleiner Ratzinger“ genannt, wurde von Papst Franziskus als „Ratzingerianer“ aus der Römischen Kurie entfernt. Der argentinische Papst entließ ihn 2014 – noch vor Kardinal Burke – und schickte ihn als Erzbischof von Valencia in seine Heimat zurück. Dort wurde es ruhig um den Prälaten, der sich aufgrund des neuen bergoglianischen Klimas zurückzog. 2022 emeritierte Franziskus den damals 76jährigen von seinem Amt, setzte ihn aber für einige Monate, bis zur Ernennung eines Nachfolgers, als Apostolischen Administrator ein.
Die Gesundheit des „kleinen Ratzingers“ war im Frühjahr so angeschlagen, daß Cañizares seine Teilnahme am Konklave in Rom absagen mußte. An der Wahl des regierenden Papstes Leo XIV. hat er keinen Anteil.
Am 7. August mußte er wegen eines „heiklen Gesundheitszustandes“ ins Krankenhaus eingeliefert werden. Gestern erfolgte, da der Gesundheitszustand „stabil“ ist, seine Entlassung in die gewohnte häusliche Umgebung. Seine Gesundheit ist stark angeschlagen.
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Die Überschrift wirkt tendenziös, dennoch ist der Artikel in The Atlantic interessant, wie bereits der Untertitel ankündigt: „Papst Franziskus‘ Einschränkungen des alten Ritus könnten nach hinten losgegangen sein“.
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