Benediktinerinnenkloster wird geschlossen, weil Ordensfrauen sich nicht „impfen“ lassen wollen

Surreale Geschichten der Corona-Pseudopandemie und des Pontifikats von Papst Franziskus

Benediktinerinnenkloster von Perugia wird geschlossen, weil sich die Ordensfrauen nicht "impfen" lassen wollen.
Das Benediktinerinnenkloster von Perugia wird geschlossen, weil sich die Ordensfrauen nicht "impfen" lassen wollen. Im Bild der Eingang zum Kloster.

(Rom) Die Ordens­frau­en eines Klo­sters wei­gern sich, sich „imp­fen“ zu las­sen. Das wird vom Hei­li­gen Stuhl nicht respek­tiert, son­dern das Klo­ster geschlos­sen. Der Vor­fall ist eine wei­te­re von unzäh­li­gen sur­rea­len Geschich­ten der Coro­na-Pseu­do­pan­de­mie und des der­zei­ti­gen Pontifikats.

Das Bene­dik­ti­ne­rin­nen­klo­ster der hei­li­gen Katha­ri­na in Perugia bei Assi­si wird geschlos­sen und die Non­nen umge­sie­delt, weil sie sich nicht mit einem Covid-Prä­pa­rat sprit­zen las­sen wol­len. Was mit dem Klo­ster geschieht, ist noch unklar. Der Ver­kauf an eine Bil­dungs­ein­rich­tung durch die Erz­diö­ze­se steht im Raum.

Das der­zei­ti­ge Pon­ti­fi­kat kennt eine Rei­he von zwei­fel­haf­ten Klo­ster­auf­he­bun­gen. Das wirk­lich Unge­wöhn­li­che an die­sem Fall ist der Grund für die dra­sti­sche Maß­nah­me. Die Bene­dik­ti­ne­rin­nen hat­ten unter Beru­fung auf ihre Gewis­sens­frei­heit beschlos­sen, sich nicht gegen Covid-19 „imp­fen“ zu las­sen. Die Regie­run­gen und Medi­en spre­chen von einer „Imp­fung“, weil der Begriff in der Bevöl­ke­rung posi­tiv besetzt ist, doch han­delt es sich bei den Covid-Seren nicht um eine Imp­fung, son­dern um eine gen­ma­ni­pu­lie­ren­den Eingriff.

Die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on hat in ihrer Stel­lung­nah­me vom 21. Dezem­ber 2020 über die Ver­wen­dung eini­ger „Impf­stof­fe“ gegen Covid-19 – die ins­ge­samt schwach ist – immer­hin klar­ge­stellt, daß es „kei­ne mora­li­sche Pflicht“ zur „Imp­fung“ gebe, die­se also „frei­wil­lig“ sein soll­te. Papst Fran­zis­kus küm­mer­te es nicht. Einen Monat spä­ter wur­de im Vati­kan­staat, dann auch beim Hei­li­gen Stuhl (Römi­sche Kurie) die Impf­pflicht ein­ge­führt. Der Kir­chen­staat (zwei Völ­ker­rechts­sub­jek­te) war der erste west­li­che Staat über­haupt, der zu einer so radi­ka­len Maß­nah­me gegrif­fen hat. Bis­her ist ihm in die­ser Trag­wei­te nur Öster­reich gefolgt, und dort bis­her nur auf dem Papier. Das Signal ist ver­hee­rend: Nicht ein­mal für den Kir­chen­staat zählt die Gewis­sens­frei­heit. Das geht weit über Covid-19 hin­aus. In vie­len Staa­ten fin­det ein har­tes Rin­gen statt, weil die Gewis­sens­frei­heit zu Fra­gen der Abtrei­bung, Ver­hü­tung und Eutha­na­sie nicht mehr respek­tiert wer­den soll.

Als die Benediktinerinnen Besuch bekamen

Mit­te Febru­ar hat­ten die Bene­dik­ti­ne­rin­nen in Perugia Besuch erhal­ten. Die Apo­sto­li­sche Visi­ta­to­rin fand alles in bester Ord­nung, den­noch hat­te sie eine Bean­stan­dung. Die­se war offen­sicht­lich auch der Grund der Visi­ta­ti­on. Wie Äbtis­sin Cate­ri­na gegen­über der Nuo­va Bus­so­la Quo­ti­dia­na bestä­tig­te, geht es um die Wei­ge­rung der Ordens­frau­en, sich gegen Covid-19 „imp­fen“ zu las­sen. Bischof von Perugia ist Kar­di­nal Gual­tie­ro Bas­set­ti, der von Papst Fran­zis­kus ernann­te Vor­sit­zen­de der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz. Die­ser teil­te der Äbtis­sin die Visi­ta­ti­on mit, gab aber an, die Grün­de dafür nicht zu kennen.

Die Äbtis­sin ist sehr enttäuscht:

„Hät­te ich mei­ne Mit­schwe­stern zwin­gen sol­len, etwas zu tun, was sie nicht wol­len? Ich könn­te nie jeman­den zu etwas zwin­gen, das er nicht will. Das wäre ein Verbrechen.“

Nun sind die Tage des Bene­dik­ti­ne­rin­nen­klo­sters der hei­li­gen Katha­ri­na in Perugia gezählt. Der Grund für die Klo­ster­auf­he­bung wird in die Kir­chen­ge­schich­te ein­ge­hen: die Wei­ge­rung einer Imp­fung, die kei­ne ist, die kei­ner braucht, die zudem wir­kungs­los, aber gefähr­lich ist.

Die zustän­di­gen Kir­chen­stel­len ver­klau­su­lie­ren die Klo­ster­auf­he­bung, um den eigent­li­chen Grund hin­ter einer kle­ri­ka­len Spra­che zu ver­schlei­ern. Nach eini­gen Tagen der Indis­kre­tio­nen ist es nun aber offi­zi­ell. Auf der Inter­net­sei­te gibt der Kon­vent bekannt, daß die Ordens­frau­en Klo­ster und Stadt ver­las­sen müs­sen, weil sie sich dem „hei­li­gen Ino­ku­lum“, wie NBQ schreibt, nicht beu­gen wollten.

Geist­lich, lit­ur­gisch und wirt­schaft­lich hat­te der Apo­sto­li­sche Visi­ta­tor kei­ner­lei Bean­stan­dun­gen. Die ein­zi­ge „Schuld“ der Ordens­frau­en des hei­li­gen Bene­dikt ist ihre Wei­ge­rung, sich „imp­fen“ zu las­sen, wie Äbtis­sin Cate­ri­na bestätigte:

„Es ist wahr, ich kann bestä­ti­gen, daß dies die ein­zi­ge Erklä­rung ist, die sie mir am Ende der Apo­sto­li­schen Visi­ta­ti­on gege­ben haben. Der ein­zi­ge Grund, der mir genannt wur­de, war, daß die Non­nen nicht geimpft wer­den wollten.“

Die Äbtis­sin ist auch nicht geimpft:

„Nein, ich bin eine Frau der Wis­sen­schaft. Bevor ich mein Gelüb­de abge­legt habe, war ich in der wis­sen­schaft­li­chen For­schung tätig.“

Im Klo­ster gab es in den ver­gan­ge­nen 26 Mona­ten kei­nen Covid-Fall:

„Wir waren immer bei guter Gesundheit.“

Die Ordens­frau­en wis­sen nicht, von wem die Visi­ta­ti­on bean­tragt wur­de. Kar­di­nal Bas­set­ti über­rasch­te die Äbtis­sin mit der Ankün­di­gung der Visi­ta­ti­on, als sie ihn auf­such­te, um ein Doku­ment zu unterschreiben.

„Ich war fas­sungs­los. Was haben wir getan?“

Der Kon­vent besteht aus ins­ge­samt sie­ben Ordens­frau­en. Das Klo­ster geht auf das 13. Jahr­hun­dert zurück, in die Früh­pha­se des Kla­ris­sen­or­dens, der hier eine der ersten Nie­der­las­sun­gen errich­te­te. In der zwei­ten Hälf­te des 16. Jahr­hun­derts wur­de dar­aus ein Bene­dik­ti­ne­rin­nen­klo­ster. 1810 fiel es den napo­leo­ni­schen Klo­ster­auf­he­bun­gen zum Opfer. Erst 1860 konn­te es wie­der­errich­tet wer­den, um kaum mehr als ein Jahr­zehnt spä­ter im Zuge der Ita­lie­ni­schen Eini­gung erneut in sei­ner Exi­stenz bedroht zu sein. Unter gro­ßen Anstren­gun­gen konn­ten die Ordens­frau­en in drei Schrit­ten bis 1940 das ent­eig­ne­te Klo­ster wie­der zurück­kau­fen. Die dem hei­li­gen Six­tus geweih­te Klo­ster­kir­che stammt in ihrer heu­ti­gen Form aus dem 18. Jahr­hun­dert. Die Schwe­stern wid­men sich der Lit­ur­gie und dem Gebet. Den Unter­halt bestrei­ten sie durch Para­men­ten­sticke­rei und die Zube­rei­tung tra­di­tio­nel­ler Süßwaren.

Die Ordens­frau­en haben die Ordens­kon­gre­ga­ti­on gebe­ten, zu den Klei­nen Schwe­stern der Gött­li­chen Vor­se­hung nach Pie­mont gehen zu dür­fen. Die Ant­wort steht noch aus. Was mit dem Klo­ster gesche­hen wird, wis­sen die Bene­dik­ti­ne­rin­nen nicht.

„Ich habe die Men­schen gebe­ten, dafür zu beten, daß es ein Ort des Gebets bleibt, auch ohne uns. Ich kann vor­bei­ge­hen, aber es ist wich­tig, daß das Klo­ster erhal­ten bleibt.“

Und auf die Fra­ge, ob sie sich „imp­fen“ las­sen wer­de, sag­te die Äbtissin:

„Ich den­ke nicht, daß ich das jemals tun werde.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wiki­com­mons

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