Die überlieferte Liturgie fügt sich ins Leben

Zum Neubeginn im Tiroler Wallfahrtsort Rietz

Die erste heilige Messe in der überieferten Form des Römischen Ritus in der Wallfahrtskirche von Rietz in Tirol
Die erste heilige Messe in der überlieferten Form des Römischen Ritus in der Wallfahrtskirche von Rietz in Tirol

Von Cle­mens Vic­tor Olden­dorf.

Wie hier bereits berich­tet, hat der Bischof von Inns­bruck, Her­mann Glett­ler, sich ein ori­gi­nel­les Kon­zept zurecht­ge­legt, um dem Prie­ster Ste­phan Mül­ler, der sich in den zurück­lie­gen­den Jah­ren immer ent­schie­de­ner der über­lie­fer­ten Lit­ur­gie ver­pflich­tet gefühlt hat, dabei aber als Welt­geist­li­cher im Dienst der Diö­ze­se Inns­bruck steht und in sie inkar­di­niert ist, auch wei­ter­hin eine sinn­vol­le Auf­ga­be geben zu kön­nen, indem er ihn als prie­ster­li­chen Ansprech­part­ner und Seel­sorgs­be­auf­trag­ten derer instal­liert, die im Bis­tum Inns­bruck in den Genuss des Motu­pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum kom­men möch­ten.

Ganz so, wie von die­sem Apo­sto­li­schen Schrei­ben und Spe­zi­al­ge­setz Bene­dikts XVI. zugun­sten der über­lie­fer­ten Römi­schen Lit­ur­gie nach der Edi­tio typi­ca von 1962 und der zuge­hö­ri­gen Instruk­ti­on Uni­ver­sae Eccle­siae vor­ge­se­hen1, soll der Bischof dann, wenn die Gläu­bi­gen aus ver­schie­de­nen Pfarr­ge­mein­den stam­men und ihre Zahl an den ein­zel­nen Orten nur gering ist, eine zen­tral gele­ge­ne Kir­che bestim­men, wo ins­be­son­de­re an den Sonn- und Fei­er­ta­gen alle mit­ein­an­der als eine grö­ße­re Gemein­de zusam­men die hei­li­ge Mes­se in der auf­wen­di­ge­ren äuße­ren Gestalt eines Hoch­amts nach den lit­ur­gi­schen Büchern von 1962 fei­ern kön­nen, so dass bei­spiels­wei­se die Kir­chen­mu­sik mit der Lit­ur­gie eine har­mo­ni­sche Ein­heit bil­det, anstatt zur lit­ur­gi­schen Gestalt des Got­tes­dien­stes in Span­nung und Kon­trast zu ste­hen: Was nützt eine Cho­ral­scho­la oder Orche­ster­mes­se, wenn es kei­ne oder nicht genü­gend Mini­stran­ten gibt, um eine gesun­ge­ne hei­li­ge Mes­se mit Weih­rauch rein orga­ni­sa­to­risch auf die Bei­ne zu stel­len? Da ist es sinn­voll, wenn meh­re­re klei­ne­re Grup­pen sich sonn­tags an einem zen­tra­len Ort zusam­men­fin­den und dort wirk­lich ein Hoch­amt zele­brie­ren, statt in vie­len ein­zel­nen Kir­chen von­ein­an­der getrennt unbe­hol­fen meh­re­re Hoch­ämt­chen zu impro­vi­sie­ren.

Zentrale Kirche, geeigneten Zelebranten und Seelsorger gefunden

Mit der Wall­fahrts­kir­che Rietz hat Bischof Her­mann Glett­ler die­se zen­tra­le Kir­che und mit Pfar­rer Ste­phan Mül­ler in den Rei­hen des Diö­ze­sank­le­rus einen geeig­ne­ten Prie­ster gefun­den, der sich mit dem Anlie­gen der katho­li­schen Tra­di­ti­on und über­lie­fer­ten Lit­ur­gie voll iden­ti­fi­zie­ren kann, ja, dem bei­des selbst ein Her­zens­an­lie­gen ist. Über einen sol­chen Prie­ster im Pres­by­te­ri­um des eige­nen Bis­tums zu ver­fü­gen, ist an sich ein idea­ler Glücks­fall, den der Bischof von Inns­bruck frei von ideo­lo­gi­schen Scheu­klap­pen und Berüh­rungs­äng­sten erkannt hat, anstatt, wie es die in Imster­berg auf­ge­brach­te und medi­al auf­ge­bausch­te Geg­ner­schaft wohl lie­ber gese­hen hät­te, den tat­kräf­ti­gen und idea­li­sti­schen Prie­ster früh­zei­tig kalt­zu­stel­len oder auf das Abstell­gleis zu schie­ben.

Ein konkreter Anfang wurde gemacht

Als Hin­weis und Ein­la­dung gedacht, hat­te ich an ande­rer Stel­le ange­kün­digt, dass Pfar­rer Ste­phan Mül­ler die erste Sonn­tags­mes­se in der Riet­zer Wall­fahrts­kir­che St. Anto­ni­us am 13. Sep­tem­ber 2020, um 10.00 Uhr zele­brie­ren wer­de. Der ver­gan­ge­ne Sonn­tag ist ein gewöhn­li­cher grü­ner Sonn­tag der nach­pfingst­li­chen Zeit gewe­sen und erwies sich den­noch gera­de als beson­ders pas­send und sinn­reich für den Start­schuss, der frei­lich wohl ganz bewusst ohne all­zu gro­ßes media­les Auf­se­hen gefal­len ist.

Die Messtexte des 15. Sonntags nach Pfingsten als Beispiel einer gelungenen liturgischen Fügung

Die alle­go­ri­sche Mes­s­er­klä­rung war in Mit­tel­al­ter und frü­her Neu­zeit bis hin­ein in die barocke Men­ta­li­tät des Kapu­zi­ners Pater Mar­tin von Cochem (1630–1712) zuge­ge­be­ner­ma­ßen manch­mal sehr gesucht, gezwun­gen und bis­wei­len auch an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen, aber tat­säch­lich macht man immer wie­der die Beob­ach­tung und Erfah­rung, dass die Schrift­le­sun­gen und lit­ur­gi­schen Tex­te, die an einem Tag zu neh­men sind, sich ver­blüf­fend zu einem Ereig­nis oder einer kon­kre­ten Kon­stel­la­ti­on und Situa­ti­on des Lebens in Bezie­hung brin­gen las­sen. Schaut man sich das Mess­for­mu­lar des 15. Sonn­tags nach Pfing­sten genau­er an, gilt das sowohl für die Peri­ko­pen als auch ziem­lich frap­pant für nahe­zu alle ande­ren Pro­pri­ums­tei­le. Ent­we­der rufen sie die zuletzt nicht immer so schö­ne Imster­ber­ger Vor­ge­schich­te noch­mals in Erin­ne­rung und hel­fen, damit abzu­schlie­ßen, oder sie bie­ten Rat­schlag, Wei­sung und Aus­blick für die Riet­zer Zukunft, die vor Ste­phan Mül­ler und vor allen liegt, die ihm nahe­ste­hen und der Alten Mes­se ver­bun­den sind, mit der er jetzt einen Neu­an­fang macht und eben­so in einen neu­en Abschnitt sei­nes per­sön­li­chen Lebens und prie­ster­li­chen Wir­kens ein­tritt:

Die Wall­fahrts­kir­che St. Anto­ni­us in Rietz im Ober­inn­tal

Der Knecht, der im Introitus um das Erbar­men Got­tes und um Heil fleht, dass Gott sei­ne See­le erfreue: Ist er nicht in Ste­phan Mül­ler hand­greif­lich ver­kör­pert, der sicher­lich mit gro­ßer Erleich­te­rung sei­ne neue Seel­sorgs­auf­ga­be über­nimmt? Der Introitus die­ses Sonn­tags stand des­halb pas­send am Beginn der ersten hei­li­gen Mes­se in Rietz, weil damit etwas Neu­es beginnt. Der Wort­laut des Rufes Lae­ti­fi­ca ani­mam ser­vi tui lässt gleich­sam die Psalm­wor­te wider­hal­len, mit denen das Staf­fel­ge­bet jeder hei­li­gen Mes­se im über­lie­fer­ten Römi­schen Ritus beginnt, und das ani­mam meam leva­vi ist ein deut­li­cher Anklang an den Introitus des 1. Advents­sonn­tags, mit dem jeweils ein neu­es Kir­chen­jahr anhebt. Drei mar­kan­te Moti­ve des Neu­an­fangs in Rietz. Ein Neu­an­fang für Pfar­rer Ste­phan Mül­ler per­sön­lich, aber genau­so ein Neu­an­fang der Alten Mes­se, ihre Wie­der­kehr in der Wall­fahrts­kir­che St. Anto­ni­us nach bestimmt einem hal­ben Jahr­hun­dert, wo sie jetzt jeden­falls sonn- und fei­er­tags, ver­mut­lich sogar täg­lich, wie­der zele­briert wer­den wird.

Die Ora­ti­on des ver­gan­ge­nen Sonn­tags spricht von der mise­ra­tio con­ti­nua­ta, von der fort­ge­setz­ten Erbar­mung, mit der der Herr sei­ne Kir­che rei­nigt und festigt. Wei­te­re zwei Gesichts­punk­te, die man in der kon­kre­ten Situa­ti­on wie­der­fin­det. Es gilt, mit Imster­berg abzu­schlie­ßen, die Auf­re­gung, die Ver­let­zun­gen, die Feh­ler, die gemacht wur­den und an denen alle Betei­lig­ten irgend­wie Anteil hat­ten, hin­ter sich zu las­sen und gleich­sam abzu­wa­schen, eine Rei­ni­gung des Gedächt­nis­ses und Gewis­sens zu voll­zie­hen, um so gefe­stigt das Neue, das vor einem liegt, mit inne­rem Zutrau­en und mit Auf­ge­schlos­sen­heit anfan­gen zu kön­nen.

Die Epi­stel aus dem Gala­ter­brief des Apo­stels Pau­lus mahnt, ein­an­der nicht her­aus­zu­for­dern, etwas, was sicher allen, die invol­viert waren, unter­lau­fen ist und was die Lokal­pres­se genüss­lich aus­ge­brei­tet hat. Der Völ­ker­apo­stel for­dert jeden dazu auf, sein eige­nes Tun zu prü­fen, anstatt, so schwingt unaus­ge­spro­chen mit, das des ande­ren zu be- oder ver­ur­tei­len. Wohl soll ein jeder die Last des ande­ren tra­gen. Nicht Vor­wurf oder nach­tra­gen­de Unver­söhn­lich­keit sind gefragt, son­dern gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis und Unter­stüt­zung, ein Ein­tre­ten für­ein­an­der. So kann Mül­ler auch in Rietz begin­nen, im Gei­ste zu säen, und er und die See­len, die sich sei­ner Hir­ten­sor­ge anver­trau­en, wer­den ewi­ges Leben ern­ten.

Anto­ni­us­al­tar mit Herz-Jesu-Dar­stel­lung

Das Evan­ge­li­um nach Lukas berich­tet die Toten­er­weckung des jun­gen Man­nes von Naim. Ein wei­te­res Bild des Neu­an­fangs. Zwar zunächst für die Rück­kehr in die­ses sterb­li­che und zeit­li­che Leben, zugleich aber Sinn­bild des­sen, was in der Tau­fe geschieht und gesät wird, mit der das Leben als Christ beginnt.

Eben­falls von der Mut­ter von Ste­phan Mül­ler, für die nicht min­der ein neu­er Abschnitt anfängt, gilt zwei­fels­oh­ne: Und er gab ihn sei­ner Mut­ter zurück, denn man kann sicher sein, dass der Prie­ster­sohn durch die Tur­bu­len­zen der zurück­lie­gen­den Mona­te selbst sehr bela­stet war, mit der neu­en Auf­ga­be und dem Ver­trau­en, das der Bischof in ihn setzt, einer­seits zur Ruhe kom­men kann, ande­rer­seits neue Kraft fin­det, sich auch sei­ner Mut­ter, die er pflegt, wie­der unab­ge­lenk­ter wid­men und Zeit mit ihr ver­brin­gen zu kön­nen.

Eine gro­ße Last, sicher auch zeit­wei­se Unge­wiss­heit, wie es wei­ter­ge­hen sol­le und wer­de, sind von Mül­ler abge­fal­len, und er konn­te erleich­tert sei­nen Ein­stand fei­ern, wie es pas­send das Offer­to­ri­um aus­drückt: „Erwar­tungs­ge­spannt habe ich auf den Herrn geharrt, und er hat auf mich geschaut und mei­ne Bit­te erhört. Und in mei­nen Mund hat er ein neu­es Lied gelegt, einen Lob­ge­sang auf unsern Gott.“

Das Still­ge­bet, mit dem die Opfer­ga­ben defi­ni­tiv zur Kon­se­kra­ti­on im Canon der hei­li­gen Mes­se bestimmt, gleich­sam besie­gelt wer­den, bit­tet um stän­di­gen Schutz vor dia­bo­li­schen Angrif­fen, wört­lich dar­um, dass man stets davor bewahrt wer­de, dass einem der Teu­fel in die Que­re kommt. Und tat­säch­lich hat­te es bis in die jüng­ste Ver­gan­gen­heit hin­ein immer wie­der Stör­ma­nö­ver gege­ben, von denen man wünscht, dass Mül­ler in Rietz zukünf­tig von ihnen ver­schont blei­ben möge. Es muss­te nicht ein­mal immer direkt der Teu­fel sein; ein übel­ge­son­ne­ner Bür­ger­mei­ster reicht oft voll­kom­men aus.

Das Schluss­ge­bet end­lich spricht noch ein­mal das The­ma Eigen­sinn an, wenn es bit­tet, an den­je­ni­gen, die in der hei­li­gen Kom­mu­ni­on die himm­li­sche Gabe emp­fan­gen haben, möch­te deren Wir­kung von See­le und Leib Besitz ergrei­fen, so dass die­se Wirk­sam­keit immer die Ober­hand behal­te über jeden Eigen­sinn, man könn­te auch Spleen oder Tick ein­set­zen. Und das ist sicher eine Mah­nung an alle Tra­di­tio­na­li­sten, dass sie sich bemü­hen, zu kom­mu­ni­zie­ren (hier als Gesprächs­be­reit­schaft und Zeug­nis von der eige­nen Antriebs­kraft ver­stan­den), dass ihr Anlie­gen nicht etwa dar­in besteht, eine Extra­wurst gebra­ten zu bekom­men oder bes­ser­wis­se­risch und pene­trant immer im Recht sein zu wol­len, son­dern dass sie im Gei­ste säen, immer mehr von der Wirk­sam­keit einer himm­li­schen Gabe ergrif­fen zu wer­den wün­schen und der­einst ewi­ges Leben zu ern­ten hof­fen.

Ste­phan Mül­ler sprach am Sonn­tag in der Pre­digt ähn­li­che Gedan­ken aus und zoll­te der Imma­cu­la­ta, der eigent­lich ersten Patro­nin des Anto­ni­us­kirch­leins, dem hei­li­gen Anto­ni­us selbst und der hei­li­gen Not­bur­ga, der Tiro­ler Magd, in deren Leben sich wun­der­bar der Schutz der Sonn­tags­ru­he und die Sonn­tags­hei­li­gung mani­fe­stiert hat­ten, sei­nen Dank für den gesetz­ten Neu­be­ginn. Die­se Hei­li­ge hat­te am 13. Sep­tem­ber zugleich ihren Fest­tag, und die Riet­zer Mes­ne­rin konn­te Namens­tag fei­ern.

Die wie an einer unsicht­ba­ren Wäsche­lei­ne am Him­mels­zelt auf­ge­häng­te Sichel der Hei­li­gen schweb­te so auch vor dem gei­sti­gen Auge der gut sech­zig Gläu­bi­gen, die sich zur ersten hei­li­gen Mes­se gemäß Summorum Pon­ti­fi­cum in der Wall­fahrts­kir­che zu Rietz ein­ge­fun­den hat­ten und festig­te in ihnen hof­fent­lich den Ent­schluss und Vor­satz, ab sofort regel­mä­ßig zu kom­men. Es hat­ten dies übri­gens cir­ca zwan­zig ehe­ma­li­ge Imster­ber­ger Pfarr­kin­der von Hoch­wür­den Ste­phan Mül­ler getan, was noch­mals ein­drück­lich unter Beweis stell­te, dass kei­nes­wegs alle an sei­ner frü­he­ren Wir­kungs­stät­te froh sind, ihn end­lich los zu sein.

Rückschau und Ausblick – Das Fest Kreuzerhöhung, die heilige Messe und Summorum Pontificum

Der berühm­te Lit­ur­gi­ker und Theo­lo­ge Valen­tin Thal­ho­fer (1825–1891) war am 22. August 1848, damals ledig­lich Oktav­tag von Mariä Him­mel­fahrt, noch nicht das Fest des Unbe­fleck­ten Her­zens, in der Kapel­le des Münch­ner Geor­gian­ums, des­sen Rek­tor er spä­ter wer­den soll­te, zum Prie­ster geweiht wor­den. Am 14. Sonn­tag nach Pfing­sten jenes Jah­res hielt er sei­ne Hei­mat­pri­miz im schwä­bi­schen Unter­roth. Eine Woche spä­ter, also am sel­ben Sonn­tag nach Pfing­sten wie jetzt in Rietz, stieg er auf die Kan­zel und hielt sei­ne erste Pre­digt als Neu­prie­ster.

Der Hoch­al­tar

Eine Pri­miz wur­de in der Wall­fahrts­kir­che St. Anto­ni­us letzt­hin nicht gehal­ten und irgend­wie doch eine pri­ma Mis­sa, eine erste Mes­se und auch eine pri­ma Mes­se, näm­lich ein vol­ler Erfolg gefei­ert. Und so könn­te Pfar­rer Mül­ler die Wor­te zitie­ren, mit denen einst Thal­ho­fer die erste eige­ne Pre­digt als neu­ge­weih­ter Prie­ster abschloss:

„O hal­tet immer recht viel auf das hei­li­ge Meß­op­fer, es ist der eigent­li­che Lebens­he­erd, die Lebens­mit­te des Chri­stent­h­ums. Bewei­set durch eine recht flei­ßi­ge, leben­di­ge Theil­nah­me an dem­sel­ben und beson­ders durch oft­ma­li­ge Com­mu­ni­on, daß die groß­ar­ti­gen Fest­lich­kei­ten, die ihr ver­an­stal­tet, als ich Unwür­di­ger zum ersten­mal in eurer Mit­te die­ses gro­ße Opfer voll­zog, nur der Aus­druck eurer glau­bens­vol­len, für Chri­stus, sein Reich und des­sen Voll­endung begei­ster­ten Her­zen gewe­sen! Daß dem so war, davon bin ich über­zeugt und freue mich daher herz­lich über den guten Geist, der die­se mir so theu­re Gemein­de beseelt.“2

Die­sen Bericht selbst wol­len wir schlie­ßen, indem wir in uns in Erin­ne­rung rufen, dass der 14. Sep­tem­ber, das Fest Kreuzer­hö­hung, der drei­zehn­te Jah­res­tag des Datums gewe­sen ist, an dem sei­ner­zeit die Bestim­mun­gen des Motu­pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum in Rechts­kraft erwach­sen sind, eine sinn­rei­che Anwei­sung, wird doch in jedem hei­li­gen Mess­op­fer das lebens­spen­den­de Kreuz des Herrn von neu­em erhöht. Der kon­kre­te Anfangs­schritt in Rietz am Vor­tag die­ses Festes konn­te also im Vor­aus­blick auf die­sen Jah­res­tag gesetzt, eine Saat zu säen begon­nen wer­den, die in Zukunft hof­fent­lich reich­lich auf­geht und Frucht tra­gen wird!

Bild: Pri­vat


1 Vgl. UE II, 17 § 2.

2 Schmid, Andre­as (Hrsg.), Die hei­li­ge Mes­se und das Prie­ster­thum der katho­li­schen Kir­che in 25 Pre­dig­ten dar­ge­stellt von Dr. Valen­tin Thal­ho­fer, Ver­lag Josef Kösel, Kemp­ten 1893, Die hei­li­ge Mes­se als Quel­le des Lebens, S. 341–353, hier: S. 352, die Ortho­gra­phie des Ori­gi­nals wur­de bewusst bei­be­hal­ten.

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*