Die missionarische Dimension der überlieferten Liturgie

Gedanken zur "alten Messe" nach dreizehn Jahren Summorum Pontificum

Priesterweihen der FSSP in der Kathedrale von Laon/Frankreich am 28. Juni 2020
Priesterweihen der FSSP in der Kathedrale von Laon/Frankreich am 27. Juni 2020

von einer Katho­li­kin

„Ich bin über­zeugt, daß die außer­or­dent­li­che Form (des römi­schen Ritus) aus ihrer Natur her­aus mis­sio­na­risch ist: durch den Reich­tum ihrer Sym­bo­lik, die Dich­te ihrer Gebe­te, ihren Sinn für das Sakra­le und ihren sehr aus­ge­präg­ten Theo­zen­tris­mus. So, wie sie vie­le jun­ge Katho­li­ken anzieht, zieht sie auch jun­ge Beru­fun­gen an, die es nach dem Abso­lu­ten dür­stet.“

Pater Andrzej Komo­row­ski, seit zwei Jah­ren Gene­ral­obe­rer der Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus, spricht hier von der „mis­sio­na­ri­schen Dimen­si­on der über­lie­fer­ten Lit­ur­gie“.  In einem aktu­el­len Inter­view mit der fran­zö­si­schen katho­li­schen Monats­zei­tung La Nef  (Juli-August 2020) beschreibt er das Apo­sto­lat der Bru­der­schaft und legt dar, war­um die Prie­ster der FSSP aus­schließ­lich die Mes­se nach der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ritus fei­ern und nicht auch gleich­zei­tig nach dem Mis­sa­le Pauls VI. zele­brie­ren, wozu sie das kano­ni­sche Recht kei­nes­wegs ver­pflich­te. Ihre Ent­schei­dung ent­sprin­ge der „Treue zu den  latei­ni­schen lit­ur­gi­schen und spi­ri­tu­el­len Tra­di­tio­nen“, ver­wei­se aber auch auf „die Unzu­läng­lich­kei­ten der ordent­li­chen Form“.

Für das kon­ti­nu­ier­li­che Wach­sen der papst- und lehr­amts­treu­en Prie­ster­bru­der­schaft sei das Motu Pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum von Papst Bene­dikt XVI. ent­schei­dend gewe­sen.

„Das hei­li­ge Meß­op­fer steht im Zen­trum der Spi­ri­tua­li­tät und des Apo­sto­lats der Bru­der­schaft.“

Es gehe um die „Hei­li­gung der Prie­ster durch die  Hin­ein­ge­stal­tung ihres gan­zen Lebens in das am Altar gefei­er­te Myste­ri­um, das Erlö­sungs­op­fer“,  und ihr Hin­ein­wir­ken in die Welt, in eine immer mehr ent­christ­lich­te Welt, die der Evan­ge­li­sie­rung bedür­fe.

Im Jah­re 2020  wur­den am 27. Juni in Frank­reich drei von ins­ge­samt 14 Neu­prie­stern für die Petrus­bru­der­schaft durch den Diö­ze­san­bi­schof (sic!) Msgr. Renauld de Dinechin in der Kathe­dra­le von Laon geweiht. Es ist das erste Mal seit der Lit­ur­gie­re­form, daß in der Kathe­dra­le wie­der Prie­ster­wei­hen in der außer­or­dent­li­chen Form gespen­det wur­den.

Das Motu Proprio Summorum Pontificum

Das vor nun­mehr drei­zehn Jah­ren am 7. Juli 2007 ver­öf­fent­lich­te Motu Pro­prio trat am 14. Sep­tem­ber 2007 in Kraft und regelt die Rah­men­be­din­gun­gen  und den „Gebrauch der römi­schen Lit­ur­gie in der Gestalt vor der Reform von 1970“:

Art. 1. Das von Paul VI. pro­mul­gier­te Römi­sche Meß­buch ist die ordent­li­che Aus­drucks­form der „Lex oran­di“ der katho­li­schen Kir­che des latei­ni­schen Ritus. Das vom hl. Pius V. pro­mul­gier­te und vom sel. Johan­nes XXIII. neu her­aus­ge­ge­be­ne Römi­sche Meß­buch hat hin­ge­gen als außer­or­dent­li­che Aus­drucks­form der­sel­ben „Lex oran­di“ der Kir­che zu gel­ten, und auf­grund sei­nes ver­eh­rungs­wür­di­gen und alten Gebrauchs soll es sich der gebo­te­nen Ehre erfreu­en. Die­se zwei Aus­drucks­for­men der „Lex oran­di“ der Kir­che wer­den aber kei­nes­wegs zu einer Spal­tung der „Lex creden­di“ der Kir­che füh­ren; denn sie sind zwei Anwen­dungs­for­men des einen Römi­schen Ritus.

Die über­lie­fer­te Mes­se soll­te so den Gläu­bi­gen wie­der zugäng­lich gemacht wer­den, und tat­säch­lich ist die Nach­fra­ge der Gläu­bi­gen ste­tig gewach­sen, wobei auch jun­ge Men­schen auf der Suche dort eine geist­li­che Hei­mat fan­den. Die­se Ent­wick­lung, die sich beson­ders schon nach dem Motu Pro­prio 1988 von Johan­nes XXIII. immer deut­li­cher abzu­zeich­nen begann, beschreibt auch Papst Bene­dikt XVI. in sei­nem Brief an die Bischö­fe, der die Publi­ka­ti­on von Summorum Pon­ti­fi­cum beglei­te­te:

„Hat­te man unmit­tel­bar nach dem Ende des II. Vati­can­ums anneh­men kön­nen, das Ver­lan­gen nach dem Usus von 1962 beschrän­ke sich auf die älte­re Genera­ti­on, die damit auf­ge­wach­sen war, so hat sich inzwi­schen gezeigt, daß jun­ge Men­schen die­se lit­ur­gi­sche Form ent­decken, sich von ihr ange­zo­gen füh­len und hier eine ihnen beson­ders gemä­ße Form der Begeg­nung mit dem Myste­ri­um der hei­li­gen Eucha­ri­stie fin­den. So ist ein Bedarf nach kla­rer recht­li­cher Rege­lung ent­stan­den, der beim Motu Pro­prio von 1988 noch nicht sicht­bar war; die­se Nor­men beab­sich­ti­gen, gera­de auch die Bischö­fe davon zu ent­la­sten, immer wie­der neu abwä­gen zu müs­sen, wie auf die ver­schie­de­nen Situa­tio­nen zu ant­wor­ten sei.“

Ange­sichts der heu­ti­gen geist­li­chen und mora­li­schen Ero­si­on in Gesell­schaft und Kir­che und der Demon­ta­ge des sakra­len Prie­ster­tums ist es nicht nur für die der Tra­di­ti­on und dem Lehr­amt ver­bun­de­nen Katho­li­ken, son­dern auch für Suchen­de wich­tig, mit der unver­fälsch­ten Leh­re in Berüh­rung zu kom­men. Das gilt gera­de auch für Deutsch­land.

Auch hier­zu­lan­de gibt es in den Diö­ze­sen Nie­der­las­sun­gen der rom­treu­en Tra­di­ti­on und eine gan­ze Rei­he Meß­or­te, wo die „alte Mes­se“ gefei­ert wird und es eine respekt­vol­le Zusam­men­ar­beit mit den Bischö­fen und Orts­ge­mein­den gibt.

2017, zehn Jah­re nach dem Motu Pro­prio,  war man aller­dings bemüht, die „Rele­vanz“ der alten Mes­se her­un­ter­zu­spie­len,  sie als im sta­ti­sti­schen Ver­gleich  mit der neu­en Mes­se als Rand­phä­no­men  zu betrach­ten und auf Papst Fran­zis­kus‘ Des­in­ter­es­se an der tra­di­tio­nel­len Lit­ur­gie zu ver­wei­sen.

Schon 2011 hat­te bei­spiels­wei­se Bischof Fürst auf den Wil­len zu Ver­än­de­run­gen und Refor­men in den katho­li­schen Gemein­den gesetzt, den er schlicht und ergrei­fend dar­an ablas, daß es in sei­ner Diö­ze­se nur weni­ge Gläu­bi­ge gebe, „die eine Mes­se im außer­or­dent­li­chen Ritus wünsch­ten“, womit er letzt­lich nur die spal­te­ri­sche Glei­chung ‚tra­di­tio­nel­le Mes­se = reform­un­wil­li­ge Gläu­bi­ge‘  bestä­tig­te. Er „för­de­re die­se Bewe­gung nicht“, sag­te er sei­ner­zeit zur Lud­wigs­bur­ger Kreis­zei­tung (20.5.2011).  (Nota bene, es geht hier um Gläu­bi­ge, „die klar die Ver­bind­lich­keit des II. Vati­can­ums“ anneh­men „und treu zum Papst und zu den Bischö­fen“ ste­hen, wie Papst Bene­dikt XVI. in sei­nem Begleit­brief an die Bischö­fe unter­streicht.)

Die Aus­sa­ge­kraft einer „Sta­ti­stik“, die die Rele­vanz der alten Mes­se an Daten zum ver­meint­li­chen „Bedarf“ kop­pelt, erscheint mehr als frag­wür­dig. Vie­le Katho­li­ken haben nach wie vor nicht die Mög­lich­keit, eine Meß­fei­er in der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ritus zu besu­chen oder kön­nen lan­ge Anfahrts­we­ge nicht auf sich neh­men, Ande­re fra­gen gar nicht danach, weil sie die über­lie­fer­te Lit­ur­gie nicht ken­nen oder ken­nen­ler­nen durf­ten. Wie­der ande­re resi­gnie­ren, weil ihnen die Erfolgs­chan­cen für Geneh­mi­gun­gen von Meß­fei­ern zu gering sind.

Sta­ti­sti­sche Ver­glei­che zum Besuch der Sonn­tags­mes­se oder der Beicht­pra­xis inter­es­sie­ren dage­gen — aus gutem Grun­de — nicht.

Anfang März die­ses Jah­res sand­te die römi­sche Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on an alle Diö­ze­san­bi­schö­fe welt­weit einen Fra­ge­bo­gen  zur „vor­kon­zi­lia­ren“  Mes­se mit der Bit­te um Rück­sen­dung nach Rom bis Ende Juli 2020. Papst Fran­zis­kus möch­te sich ein Bild machen von den posi­ti­ven und nega­ti­ven Aspek­ten, die die Umset­zung des Motu pro­pio mit sich brach­te.

Es ist nun frei­lich nicht hilf­reich, hin­ter der Befra­gung der Bischö­fe sofort das Gespenst einer schritt­wei­sen Behin­de­rung der alten Mes­se auf­tau­chen zu sehen. Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Katho­li­ken gera­de in Deutsch­land könn­ten dazu ver­ständ­li­cher­wei­se nei­gen, weil sie sehen, wie wenig die Reform­for­de­run­gen des soge­nann­ten syn­oda­len Wegs zu tun haben mit dem  katho­li­schen Glau­bens-und Kir­chen­ver­ständ­nis, das sich in der über­lie­fer­ten Lit­ur­gie treu und unver­sehrt ver­wirk­licht. Weil sie sich dem Tra­di­tio­na­lis­mus­vor­wurf aus­ge­setzt sehen und der Gene­ral­ver­dacht des Spal­tungs­wil­lens auf ihnen lastet, wäh­rend „Maria 2.0“-Aktivistinnen von nicht weni­gen Bischö­fen und Gemein­de­pfar­rern demon­stra­tiv hofiert wer­den. Weil sie sehen, daß nichts geschieht, wenn selbst pro­te­stan­ti­sche Pfar­rer in der  Mes­se die Eucha­ri­stie gespen­det bekom­men, und daß die Gläu­bi­gen in der neu­en Mes­se vor lit­ur­gi­schen Miß­bräu­chen nicht sicher sind.

Was nach der Lit­ur­gie­re­form begann,  hat seit­her kein Ende genom­men. Auch heu­te wer­den „Men­schen, die ganz im Glau­ben der Kir­che ver­wur­zelt (sind), durch die eigen­mäch­ti­gen Ent­stel­lun­gen der Lit­ur­gie ver­letzt“:

„Wir wis­sen alle, daß in der von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ange­führ­ten Bewe­gung das Ste­hen zum alten Mis­sa­le zum äuße­ren Kenn­zei­chen wur­de; die Grün­de für die sich hier anbah­nen­de Spal­tung reich­ten frei­lich viel tie­fer. Vie­le Men­schen, die klar die Ver­bind­lich­keit des II. Vati­can­ums annah­men und treu zum Papst und zu den Bischö­fen stan­den, sehn­ten sich doch auch nach der ihnen ver­trau­ten Gestalt der hei­li­gen Lit­ur­gie, zumal das neue Mis­sa­le vie­ler­orts nicht sei­ner Ord­nung getreu gefei­ert, son­dern gera­de­zu als eine Ermäch­ti­gung oder gar als Ver­pflich­tung zur ‚Krea­ti­vi­tät‘ auf­ge­faßt wur­de, die oft zu kaum erträg­li­chen Ent­stel­lun­gen der Lit­ur­gie führ­te. Ich spre­che aus Erfah­rung, da ich die­se Pha­se in all ihren Erwar­tun­gen und Ver­wir­run­gen mit­er­lebt habe. Und ich habe gese­hen, wie tief Men­schen, die ganz im Glau­ben der Kir­che ver­wur­zelt waren, durch die eigen­mäch­ti­gen Ent­stel­lun­gen der Lit­ur­gie ver­letzt wur­den.“ (Begleit­brief an die Bischö­fe)

Und wei­ter:

„Die sicher­ste Gewähr dafür, daß das Mis­sa­le Pauls VI. die Gemein­den eint und von ihnen geliebt wird, besteht im ehr­fürch­ti­gen Voll­zug sei­ner Vor­ga­ben, der sei­nen spi­ri­tu­el­len Reich­tum und sei­ne theo­lo­gi­sche Tie­fe sicht­bar wer­den läßt.“

Dem Papst ging es eben auch:

„(…) um eine inne­re Ver­söh­nung in der Kir­che. In der Rück­schau auf die Spal­tun­gen, die den Leib Chri­sti im Lauf der Jahr­hun­der­te ver­wun­det haben, ent­steht immer wie­der der Ein­druck, daß in den kri­ti­schen Momen­ten, in denen sich die Spal­tung anbahn­te, von sei­ten der Ver­ant­wort­li­chen in der Kir­che nicht genug getan wor­den ist, um Ver­söh­nung und Ein­heit zu erhal­ten oder neu zu gewin­nen; daß Ver­säum­nis­se in der Kir­che mit schuld dar­an sind, daß Spal­tun­gen sich ver­fe­sti­gen konn­ten. Die­se Rück­schau legt uns heu­te eine Ver­pflich­tung auf, alle Anstren­gun­gen zu unter­neh­men, um all denen das Ver­blei­ben in der Ein­heit oder das neue Fin­den zu ihr zu ermög­li­chen, die wirk­lich Sehn­sucht nach Ein­heit tra­gen.“

Wüß­te man nicht um den Kon­text die­ser Wor­te, könn­ten sie genau so den heu­ti­gen deut­schen „Ver­ant­wort­li­chen in der Kir­che“ ins Stamm­buch geschrie­ben wor­den sein, die auf dem soge­nann­ten syn­oda­len Weg eine Spal­tung bil­li­gend in Kauf zu neh­men schei­nen.

Es fällt lei­der schwer zu glau­ben, unse­re Bischö­fe könn­ten  die Auf­for­de­rung von Papst Fran­zis­kus, im Rah­men der aktu­el­len Befra­gung kon­kre­te Vor­schlä­ge zum Umgang mit der alten Mes­se zu machen, zum Anlaß neh­men, deren mis­sio­na­ri­sche Dimen­si­on in Zukunft zu wür­di­gen und gar zu nut­zen.

Bild: FSSP

8 Kommentare

  1. Abso­lu­te Zustim­mung.
    Das Pro­blem der Bru­der­schaft FSSP ist, das sie ihre Exi­stenz mit der wider­spruchs­lo­se Annah­me des II. Vat­in­ka­ni­schen Kon­zils ver­dankt.
    Auch Kri­tik an „Rom“ ist nicht erwünscht. Einen eige­nen Bischof haben sie trotz gegen­tei­li­ger Ver­spre­chen nie bekom­men.
    Alles das wur­de in dem sehr zwei­fel­haf­ten Doku­ment „Eccle­sia Dei“ nie­der­ge­schrie­ben.
    Das ist alles umso trau­ri­ger, als das der Kern, näm­lich die Fei­er der über­lie­fer­ten Mes­se, das Herz­stück der römisch-katho­li­schen Kir­che ist.
    Das wäre es doch wert gegen die Moder­ni­sten hel­den­haft zu ver­tei­di­gen.
    Aber viel­leicht kommt das noch, beten wir dar­um.

  2. „Pater Andrzej Komo­row­ski, seit zwei Jah­ren Gene­ral­obe­rer der Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus, legt dar, war­um die Prie­ster der FSSP aus­schließ­lich die Mes­se nach der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ritus fei­ern und nicht auch gleich­zei­tig nach dem Mis­sa­le Pauls VI. zele­brie­ren, wozu sie das kano­ni­sche Recht kei­nes­wegs ver­pflich­te.“ (Zitat aus dem Arti­kel)

    Die­se Hal­tung ist inzwi­schen nicht mehr auf dem neue­sten Stand.

    So hat Papst Bene­dikt XVI. aus­drück­lich die schritt­wei­se Abschaf­fung der „außer­or­dent­li­chen Form“ des römi­schen Ritus bestimmt:
    „Auch die „Lit­ur­gie von 1962“ soll dem­nach eine Lit­ur­gie­re­form erfah­ren, doch in einer ande­ren Wei­se, als sie für die „ordent­li­che Form“ durch die Päp­ste Paul VI. und Johan­nes Paul II. durch­ge­führt wur­de. Län­ger­fri­stig unver­än­dert darf der „1962er Usus“ des­halb nicht blei­ben, weil das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil sei­ne Erneue­rung aus­drück­lich vor­ge­schrie­ben hat (Sacro­sanc­tum Con­ci­li­um Nr. 25).” (Quel­le: https://de.wikipedia.org/wiki/Summorum_Pontificum)

    Letzt­end­lich wird die Petrus­bru­der­schaft alle die­se Reform­schrit­te mit­voll­zie­hen müs­sen und am Ende auch im Novus Ordo Papst Pauls VI auf­ge­hen, genau­so, wie sie alle Tex­te des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils unter­schieds­los aner­ken­nen und auf einen eige­nen Bischof ver­zich­ten muss­te.

    • Kein ver­nünf­ti­ger Mensch kann erwar­ten, dass die über­lie­fer­te Lit­ur­gie idF von 1962 bis ans Ende der Zei­ten unver­än­dert bleibt. Sie hat ja auch vom Triden­ti­num bis 1962 immer wie­der Ände­run­gen erfah­ren. Aller­dings wur­de sie in all die­sen Jahr­hun­der­ten nie­mals zur Gän­ze neu kon­stru­iert wie nach dem Vati­ca­num II. Gegen eine sozu­sa­gen orga­ni­sche Wei­ter­ent­wick­lung der über­lie­fer­ten Lit­ur­gie ist daher nicht das Gering­ste ein­zu­wen­den. Der Not­wen­dig­keit einer sol­chen Wei­ter­ent­wick­lung wird sich letz­ten Endes auch FSSPX nicht für ewi­ge Zei­ten ver­schlie­ßen kön­nen.

  3. Da ich nun allen Unken­ru­fen zum Trotz meist sehr fei­er­li­che, ehr­furchts­vol­le nach-kon­zi­lia­re Mess­lit­ur­gien erleb­te, erlau­be ich mir, hier einen klei­nen, von mir über­setz­ten und rezi­pier­ten Aus­zug aus den viel­tei­li­gen Bei­trä­gen des Pari­ser Erz­bi­schofs Michel Aupetit zur Eucha­ri­stie wie­der­zu­ge­ben. Es han­delt sich um sei­ne Text­ab­schnit­te zu dem auf Ihrem Blog immer wie­der so ver­pön­ten II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil und der Erneue­rung der Lit­ur­gie.

    „…das Vati­ca­num II,“ legt Mgr Aupetit anschau­lich dar, „…kennzeichnet…eine mis­sio­na­ri­sche Dyna­mik,“ die von den „lit­ur­gi­schen Ver­än­de­run­gen“ wider­ge­spie­gelt wer­den, wel­che „die Not­wen­dig­keit der Bekeh­rung des Vol­kes Got­tes“ aus­drücken. Mgr Aupetit erläu­tert damit in einem ein­zi­gen ein­präg­sa­men Satz die Inten­ti­on von Papst Johan­nes XXIII., der das Kon­zil ein­be­rief, „um der Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums neue Kraft zu ver­lei­hen,“ um es mit neu­em „Entu­sia­mus in alle Win­kel der Erde zu tra­gen“ (so Kar­di­nal Coma­stri, der Johan­nes XXIII. aus sei­nen hand­ge­schrie­be­nen Auf­zeich­nun­gen zitier­te, in: tv2000/Bel tem­po si spe­ra, 60 anni fa veni­va elet­to Papa Gio­van­ni XXIII = Vor 60 Jah­ren wur­de Joh. XXIII. zum Papst gewählt, 23.10.2018).

    „…die Eucha­ri­stie,“ so M. Aupetit zu den Kon­zils­aus­sa­gen wei­ter, „ist… in zahl­rei­chen Tex­ten prä­sent“ und wer­de den Gläu­bi­gen – hier zitiert er Lumen Gen­ti­um – als „Quel­le und Höhe­punkt des christ­li­chen Lebens“ ans Herz gelegt (L.G. Nr.11). Ihre „lit­ur­gi­schen Umge­stal­tun­gen,“ erläu­tert er, „keh­ren zu…der Ver­wur­ze­lung des Vol­kes Got­tes im Wort zurück,“ was einen „viel brei­te­ren Zyklus bibli­scher Lesun­gen“ ent­fal­ten ließ; die lit­ur­gi­schen Ver­än­de­run­gen, schreibt er, erfor­dern die „akti­ve Teil­nah­me“ des Got­tes­volks „an der Dank­sa­gung, damit es mis­sio­na­risch wird.“ Des Wei­te­ren weist der Erz­bi­schof auf den Buß­ri­tus als Akt der Ver­söh­nung mit Gott und den Mit­men­schen hin, der zu Beginn der Mes­se – von allen – gespro­chen wird … ; eben­so ver­weist er, unter Berück­sich­ti­gung ver­schie­de­ner eucha­ri­sti­scher Gebe­te und der Kon­ze­le­bra­ti­on, auf das lau­te Rezi­tie­ren des eucha­ri­sti­schen Hoch­ge­bets und auf das nun eben­so lau­te Rezi­tie­ren der Epik­le­sis, des Her­ab­ru­fens des Hl. Gei­stes. Eine der Neue­run­gen erlaubt die grund­sätz­li­che Mög­lich­keit, die Eucha­ri­stie in bei­der­lei Gestalt zu kom­mu­ni­zie­ren, eine wei­te­re war die Rück­kehr zur Lan­des­spra­che (die das Trident. Kon­zil ver­bot…!) bzw. die Mög­lich­keit dafür zu schaf­fen, die­se jeder­zeit anwen­den zu kön­nen. Alles in allem, hebt Mgr Aupetit her­vor, wur­de Wert dar­auf­ge­legt, „die Tex­te und Riten mit gro­ßer Klar­heit aus­zu­drücken, um die Hei­lig­keit ihrer Bedeu­tung ver­ständ­lich wer­den zu las­sen“ (Sacro­sanc­tum Con­ci­li­um Nr.21).

    Das vom Triden­ti­ni­schen Kon­zil … …her­aus­ge­ge­be­ne ein­heit­li­che Mess­buch „Mis­sa­le Roma­num“ wur­de im Zuge des II. Vati­can­ums mehr­fach erneu­ert. Erz­bi­schof Aupetit bezieht sich in sei­ner Betrach­tung zur Eucha­ri­stie auf die apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on von 1969, die von Papst Paul VI. unter­zeich­net wur­de. Die­ser hat­te nach dem Beschluss der lit­ur­gi­schen Kon­sti­tu­ti­on „Sacro­sanc­tum Con­ci­li­um“ des Vati­ca­num II das Mess­buch über­ar­bei­ten las­sen. Als „wich­tig­ste Neue­rung“ hebt Paul VI. dar­in das eucha­ri­sti­sche Gebet her­vor – Michel Aupetit zitiert aus­führ­lich sei­nen Text –, in dem ins­be­son­de­re auf die Präf­a­ti­on mit den varia­blen, dem jewei­li­gen Fest ent­spre­chen­den For­mu­lie­run­gen ver­wie­sen wird, eben­so auf den Teil des Hoch­ge­bets, den „Canon actio­n­is,“ der das Sanc­tus und die Ein­set­zungs­wor­te Jesu ent­hält und der seit dem 4./5.Jahrhundert eine unver­än­der­li­che For­mu­lie­rung bewahrt.

    Mit dem Hin­weis auf die Viel­falt der Ana­pho­ren in den ori­en­ta­li­schen Lit­ur­gien, d.h. dem eucha­ri­sti­schen Gebet mit den gro­ßen Lob- und Dank­ge­be­ten, beschloss Paul VI., „die­sem Gebet drei neue Kanons hin­zu­zu­fü­gen (II-IV; bis dahin gab es 1400 Jah­re lang ledig­lich ein Hoch­ge­bet, wel­ches dem heu­ti­gen Hoch­ge­bet I ent­spricht). „Aus pasto­ra­len Grün­den,“ zitiert Mgr Aupetit den Papst wei­ter, „und um die Kon­ze­le­bra­ti­on zu erleich­tern, woll­ten wir jedoch, dass die Wor­te des Herrn, die Ein­set­zungs­wor­te, in jeder Form des Kanons iden­tisch sind.“ Es sind dies Wor­te von Papst Paul VI., die die tie­fe Bedeu­tung des Herz­stücks der Hl. Mes­se klar her­aus­stel­len und die der Pari­ser Ober­hir­te eben­so klar her­aus­ar­bei­te­te. Paul VI. wei­ter: „Der Zweck des eucha­ri­sti­schen Gebets ist es, uns mit den Wor­ten des Herrn zu ver­bin­den, weil sie die tota­le Gabe aus­drücken, die er mit sich selbst macht.“
    „… uns mit den Wor­ten des Herrn zu ver­bin­den“ möch­te ich hier wie­der­ho­len, wie sie Chri­stus im Abend­mahl­saal den Jün­gern ans Herz leg­te, und nicht in einer uner­reich­ba­ren „Erha­ben­heit“ zu schwel­gen.
    „Die­ses Geschenk begrün­det und lei­tet das christ­li­che Leben. Wenn der Prie­ster die­se Wor­te spricht, ver­eint er sich immer mehr, und mit ihm eben­so die Gläu­bi­gen, zur Eucha­ri­stie Jesu. Die Eucha­ri­stie lässt uns immer wie­der der unend­li­chen Lie­be Got­tes begeg­nen“ – so Papst Paul VI. oder, wie Erz­bi­schof Aupetit es schon viel­fach in sei­nen Pre­dig­ten aus­drück­te: die Eucha­ri­stie lädt uns zum „Ren­dez­vous der Lie­be“ mit Chri­stus ein.

    Zu emp­feh­len sind u. vie­len a. auch die Betrach­tun­gen von Mgr Aupetit zur Her­kunft der Eucha­ri­stie aus dem Schab­bat-Mahl, wie es der gläu­bi­ge Jude Jesus fei­er­te und aus ihm das Neue, die Eucha­ri­stie schuf, sowie jene zur Lit­ur­gie der frü­hen Chri­sten (4 Fol­gen in kath net).
    Dr. Julia­na Bau­er

  4. eine mis­sio­na­ri­sche Dyna­mik,“ die von den „lit­ur­gi­schen Ver­än­de­run­gen“ wider­ge­spie­gelt wer­den, wel­che „die Not­wen­dig­keit der Bekeh­rung des Vol­kes Got­tes“ aus­drücken. Die Not­wen­dig­keit der Bekeh­rung gab es immer, aber eine mis­sio­na­ri­sche Dyna­mik ‚“ die von den „lit­ur­gi­schen Ver­än­de­run­gen“ wider­ge­spie­gelt wer­den, ist in kei­ner Wei­se zu sehen, viel­mehr ein dra­ma­ti­scher Abfall vom Glau­ben.

    lit­ur­gi­schen Umge­stal­tun­gen,“ erläu­tert er, „keh­ren zu der Ver­wur­ze­lung des Vol­kes Got­tes im Wort zurück,“ was einen „viel brei­te­ren Zyklus bibli­scher Lesun­gen“ ent­fal­ten ließ. Der brei­te­re Zyklus hat auch hier viel­mehr das Gegen­teil bewirkt. Der Mensch lernt durch stän­di­ges Wie­der­ho­len (sie­he Kin­der). Frü­her kann­ten die Gläu­bi­gen durch das jähr­li­che Wie­der­ho­len die Tex­te des Evan­ge­li­ums fast aus­wen­dig, waren dar­in ver­wur­zelt, mit dem drei­jäh­ri­gen Zyklus geht das offen­sicht­lich nicht, die Wur­zeln waren aus­ge­ris­sen, die Tex­te wer­den ver­ges­sen.

    Als akti­ve Teil­nah­me, die eben nicht mis­sio­na­risch ist, kann ich nur die vie­len Leu­te im Altar­raum sehen.

    Buß­ri­tus als Akt der Ver­söh­nung mit Gott und den Mit­men­schen hin, der zu Beginn der Mes­se – von allen – gespro­chen wird. Kennt der Bischof die Hl. Mes­sen der Prie­ster? Bei uns gibt es oft gar kei­nen Buß­ri­tus mehr, es wird gleich das Kyrie gesun­gen, offen­sicht­lich sind vie­le Prie­ster davon Über­zeugt, dass es kei­ne Sün­den mehr gibt.

    Kon­ze­le­bra­ti­on, auf das lau­te Rezi­tie­ren des eucha­ri­sti­schen Hoch­ge­bets und auf das nun eben­so lau­te Rezi­tie­ren der Epik­le­sis, Die Kon­ze­le­bra­ti­on redu­ziert die Hl. Mes­sen, der gro­ße Wert der nicht gefei­er­ten Hl. Mes­sen geht ver­lo­ren. Durch die Kon­ze­le­bra­ti­on nimmt man den Men­schen die Hl.Messe weg und erzeugt künst­lich Prie­ster­man­gel.
    das lau­te Rezi­tie­ren des eucha­ri­sti­schen Hoch­ge­bets und auf das nun eben­so lau­te Rezi­tie­ren der Epik­le­sis Noch nie haben Men­schen gro­ße Geheim­nis­se laut Rezi­tiert, sie wur­den immer geflü­stert.
    Mög­lich­keit, die Eucha­ri­stie in bei­der­lei Gestalt zu kom­mu­ni­zie­ren. Wozu? der Gläu­bi­ge bekommt nichts an mehr gespen­det und es besteht nur die Gefahr, dass das Blut Chri­stie „her­um­ge­tropft“ wird, das ist schon schlimm genug bei der soge­nann­ten Hand­kom­mu­ni­on (lesen Sie ein­mal das Ende von Ursa im Alten Testa­ment) und bei der Kom­mu­ni­ons­pen­dung ohne Pate­ne.
    Die Fei­er der Hl. Opfer­mes­se und beson­ders das Aller­hei­lig­ste Altars­sa­kra­ment ist ein Geheim­nis, das auch durch noch so viel Lan­des­spra­che nicht zu ver­ste­hen.

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  5. Der Haupt­grund für den „Abfall vom Glau­ben“ liegt mei­ner Beob­ach­tung nach dar­in begrün­det, dass vie­le Chri­sten ein­schließ­lich vie­ler Geist­li­cher nicht danach leben, was sie verkünden/predigen/reden. Die­se Kri­tik hör­te ich schon in mei­nen Kin­der­jah­ren vor dem II. Vati­kan­kon­zil. Bereits damals zeig­ten sich die ersten Auf­lö­sungs­er­schei­nun­gen der soge­nann­ten Volks­kir­che – einer Kir­che von Gläu­bi­gen (das betraf nicht alle!), die nicht wirk­lich im Evan­ge­li­um behei­ma­tet waren. Eher in einer ver­bür­ger­lich­ten Reli­gi­on. „Man“ ging eben zur Kirche…bzw. „man“ hat­te zur Kir­che zu gehen…! Vie­les unter­lag lei­der dem Zwang und Drill. Das war häu­fig mei­ne Erfah­rung und war weit von der Ver­kün­di­gung der Fro­hen Bot­schaft ent­fernt. Papst Johan­nes XXIII. wuss­te, wovon er sprach, als er der Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums neue Kraft ver­lei­hen woll­te.

    Die Lit­ur­gie­re­form war für mich – ich war gera­de Firm­ling – ein wun­der­ba­res Sich-Öff­nen zu den Gläu­bi­gen hin: wir konn­ten die Eucha­ri­stie, die auf dem Altar voll­zo­gen wur­de, plötz­lich sehen, mit-fei­ern, mit-erle­ben wie im Abend­mahl­saal.
    Die Aus­wei­tung der Tex­te der bibli­schen Schrif­ten ist zudem eine bedeu­ten­de Errun­gen­schaft, die in der alten Lit­ur­gie ver­nach­läs­sigt wur­de. „Frü­her kann­ten die Gläu­bi­gen durch das jähr­li­che Wie­der­ho­len die Tex­te des Evan­ge­li­ums fast aus­wen­dig…“ Oder auch nicht, ver­ehr­ter Schrei­ber. Ich könn­te Ihnen auch hier Gegen­tei­li­ges berich­ten. Und – ist Ihnen nicht bekannt, dass die bibli­schen Schrif­ten Got­tes Wort sind? Die Bibel ent­hält einen wun­der­vol­len Reich­tum an Tex­ten – die Psal­men, die vie­len Bücher der Pro­phe­ten, die Evan­ge­li­en, die Brie­fe der Apo­stel. Ich möch­te wis­sen, auf wel­chem Wort Got­tes mein Glau­be fußt.
    Und für alle, die die Alte Lit­ur­gie so beschwö­ren, als sei sie das Non-Plus-Ultra: sie ist rund 400 Jah­re alt. Aber die Kir­che bestand bereits über 1500 Jah­re zuvor. Mit ver­schie­de­nen Ent­wick­lun­gen in der Lit­ur­gie und natür­lich dem unver­än­der­ba­ren Kern, den Ein­set­zungs­wor­ten Jesu. Lei­der beru­hen gera­de durch Pius V. etli­che Ent­schei­dun­gen, die im Triden­ti­ni­schen Kon­zil getrof­fen wur­den, auf Befeh­len und Ver­bo­ten, ver­band die­ser auch lit­ur­gi­sche Ent­schei­dun­gen mit Straf­an­dro­hun­gen: so das unter Stra­fe gestell­te Ver­bot der Abend­mes­sen sowie der abend­li­chen Fei­er der Oster­nacht, nach­zu­le­sen in sei­ner Bul­le „Sanc­tis­si­mus“ von 1566. Völ­lig undenk­bar in der frü­hen Kir­che! Und völ­lig indis­ku­ta­bel für heu­ti­ge Chri­sten!

    Noch ein Wort zu den vie­ler­orts lee­ren Kir­chen: ich erleb­te schon Gegen­tei­li­ges z.B. in Rom, wo ich eine Zeit­lang leb­te. Da traf ich, außer­halb der Tou­ris­mus­zen­tren, auf Mess­fei­ern, die aus allen Fugen bar­sten. Und zwar immer dort, wo ein Pfar­rer sich enga­giert und über­zeu­gend in sei­ne Gemein­de ein­brach­te. Und die Gemein­de in den Got­tes­dienst leben­dig mit ein­band.
    Dr. Julia­na Bau­er

    • Ihre Denk­wei­se in Ehren, aber das ist zutiefst pro­te­stan­tisch.
      Die hl. Mes­se ist ein Süh­ne­op­fer, was der Prie­ster als Chri­stus dar­bringt.
      Im NOM wird eine Mahl­fei­er unter Vor­sitz eines Prie­sters gefei­ert, das ist abso­lut dia­me­tral in der Bedeu­tung.
      (Auf dem Papier wur­de dann hastig wie­der „Opfer“ hin­ge­schrie­ben, aber das heilt den Grund­de­fekt nicht)
      Kom­men wir auf das Opfer zurück, der Gläu­bi­ge darf Gott dan­ken, dar­an teil­neh­men zu dür­fen.
      Die Selbst­dar­stel­lung der Lai­en, wie jede Bewer­tung („Das macht der Prie­ster aber schön“) sind total deplatz­iert.
      Alles geschieht zur Ehre Got­tes und nicht zur Ehre des Men­schen.
      Wei­ter über den NOM zu sin­nie­ren ver­bie­tet sich, da er ille­gal ist (Kon­zil von Tri­ent, Papst Pius V., Vati­ka­ni­sches Kon­zil).
      Auch die Fra­ge der Gül­tig­keit kann weder die eine, noch die ande­re Sei­te ver­bind­lich bestä­ti­gen, daher ist der NOM zwei­fel­haft.
      Es ist aber ver­bo­ten zwei­fel­haf­te Sakra­men­te anzu­neh­men.

  6. @ Johann Hahn
    Der Not­wen­dig­keit einer sol­chen Wei­ter­ent­wick­lung [des Mis­sa­le Roma­num von 1962] wird sich letz­ten Endes auch FSSPX nicht für ewi­ge Zei­ten ver­schlie­ßen kön­nen.

    Sie haben recht, denn die seit 1965 bestehen­de Situa­ti­on des Zer­falls von Glau­ben, Dis­zi­plin und Lit­ur­gie in der römisch katho­li­schen Kir­che wird nicht für ewi­ge Zei­ten andau­ern. Das lässt Gott nicht zu.

    Solan­ge sie jedoch andau­ert, ist es legi­tim, am unver­än­der­ten Mis­sa­le Roma­num von 1962 sowie an den unver­än­der­ten Gebets­wort­lau­ten fest­zu­hal­ten (= Ret­tungs­an­ker­funk­ti­on inmit­ten des Cha­os).

    Die Petrus­bru­der­schaft kann ger­ne einen ande­ren Weg gehen. Wir alle wer­den ja sehen, was am Ende von ihr übrig bleibt.

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