„Der Einfluß der globalen Elite auf den Vatikan ist besorgniserregend“

Das wahre Gesicht des Amazonas

Papst Franziskus und Amazonas-Indios: Kindermord, Euthanasie, Selbstmord, die Kultur des Todes gehört zur Kultur der Indigenen, und das soll das Vorbild für die Christenheit sein?

Das Instru­men­tum labo­ris der bevor­ste­hen­den Ama­zo­nas­syn­ode, stellt die­se Welt­ge­gend in Süd­ame­ri­ka als eine Art Para­dies dar, das von bösen, west­li­chen Kapi­ta­li­sten bedroht wird. Der Ama­zo­nas-Regen­wald wird als ein idyl­li­scher Ort, als ein Him­mel auf Erden beschrie­ben, und die Kul­tur der dort leben­den Indi­os sol­len sich alle zum Vor­bild neh­men, beson­ders was die Bezie­hung von Mensch und Natur betrifft. Die Rea­li­tät sieht jedoch ganz anders aus, so Kathy Clubb.

Die Kul­tur, die im Ama­zo­nas­ge­biet domi­niert, ist in vie­ler­lei Hin­sicht eine ech­te „Kul­tur des Todes“, schreibt Clubb, Grün­de­rin und Chef­re­dak­teu­rin von The Free­doms Pro­ject und bekann­te Lebens­recht­le­rin in Austra­li­en.

„Es genügt, zu erwäh­nen, daß Säug­lings­mord und Eutha­na­sie in vie­len Tei­len des Ama­zo­nas­ge­biets Teil der tra­di­tio­nel­len Kul­tur sind, und daß die magi­sche Sicht der Wirk­lich­keit die Grund­la­ge vie­ler grau­sa­mer Ver­hal­tens­wei­sen ist.“

Damit drängt sich zwangs­läu­fig die Fra­ge auf, war­um das Arbeits­do­ku­ment der Ama­zo­nas­syn­ode vor­schlägt, daß die katho­li­sche Kir­che sich ein „ama­zo­ni­sches Ant­litz“ zule­gen soll­te.

Nach einer in west­li­chen Krei­sen in ver­klär­ter Sozi­al­ro­man­tik weit­ver­brei­te­ten Ansicht, so Kathy Clubb, wür­de die Bedro­hung für die Ama­zo­nas­völ­ker und die Natur des Regen­wal­des aus­schließ­lich vom moder­nen, west­li­chen Kolo­nia­lis­mus aus­ge­hen. Die­sem wird neben skru­pel­lo­sem Raub­bau an den Natur­res­sour­cen vor­ge­wor­fen, die Zunah­me von Abtrei­bun­gen, fami­liä­rer Gewalt und Dro­gen­kon­sum in der Regi­on zu begün­sti­gen. Die­se Sicht der Din­ge, so Clubb, ist jedoch zumin­dest par­tei­isch.

„Es ist schwie­rig, die genaue Anzahl der im Ama­zo­nas­ge­biet began­ge­nen Kinds­mor­de zu ermit­teln, da vie­le Fäl­le nicht gemel­det wer­den und die Bemü­hun­gen zur Bekämp­fung des Phä­no­mens durch eine poli­ti­sche Theo­rie behin­dert wer­den, die alle exter­nen Inter­ven­tio­nen als impe­ria­li­stisch, kolo­nia­li­stisch und patri­ar­cha­lisch kri­ti­siert. Kul­tur­re­la­ti­vi­sten argu­men­tie­ren, daß indi­ge­ne Völ­ker wegen Kin­des­mor­des und Eutha­na­sie vor jeder straf­recht­li­chen Ver­fol­gung geschützt wer­den soll­ten, weil das Teil ihrer Kul­tur ist. Sie miß­bil­li­gen jeden Ver­such, her­aus­zu­fin­den, wie vie­le Kin­der und Erwach­se­ne getö­tet wer­den. Sol­che Akti­vi­sten behaup­ten, daß die blo­ße Daten­er­he­bung in vie­len Fäl­len bereits ein Ver­such ist, Vor­ur­tei­le gegen die indi­ge­nen Völ­ker zu för­dern und daher eine neue Form des Kolo­nia­lis­mus dar­stellt. “

Dies alles ändert jedoch nichts an der unfaß­ba­ren Tat­sa­che, daß nach Schät­zun­gen im bra­si­lia­ni­schen Ama­zo­nas­ge­biet noch immer min­de­stens zwan­zig Stäm­me Kin­der­mord bege­hen und jedes Jahr an die hun­dert Kin­der getö­tet wer­den. Clubb schreibt dazu:

„Histo­risch wur­de Säug­lings­mord aus meh­re­ren Grün­den gedul­det: als Mit­tel zur Befrei­ung der Stam­mes­ge­mein­schaf­ten, die unter sehr rau­hen Bedin­gun­gen leb­ten, von der Last, sich um schwä­che­re Mit­glie­der küm­mern zu müs­sen, oder um dafür zu sor­gen, daß Müt­ter in der Lage sind, sich ange­mes­sen um ihre bereits zuvor gebo­re­nen Kin­der küm­mern zu kön­nen. So wur­den Zwil­lin­ge, behin­der­te oder kran­ke Kin­der nach der Geburt getö­tet (und wer­den noch immer getö­tet). Wenn eine Mut­ter bei der Geburt stirbt, wird ihr Kind mit ziem­li­cher Sicher­heit getö­tet.“

Der Aber­glau­be spie­le in die­sen Kul­tu­ren auch heu­te noch eine gro­ße und schreck­li­che Rol­le. Albin­okin­der zum Bei­spiel gel­ten als Böse und wer­den getö­tet, sobald ihr Zustand ent­deckt wird.

„Kin­der, die von unver­hei­ra­te­ten Müt­tern gebo­ren wer­den, wer­den nor­ma­ler­wei­se getö­tet. Eben­so gilt es als akzep­ta­bel, daß ein Kind, wenn es ein uner­wünsch­tes Geschlecht hat, was in der Regel Mäd­chen trifft, da das männ­li­che Geschlecht bevor­zugt ist, getö­tet wer­den kann.“

Von einem Stamm weiß man, daß er grund­sätz­lich alle Kin­der tötet, unab­hän­gig von ihrem Geschlecht, wenn bereits vier Kin­der vor­han­den sind, so Clubb.

Yano­ma­mi-Frau­en haben die vol­le Auto­no­mie, ent­schei­den zu kön­nen, ob ihre Kin­der leben dür­fen oder nicht.

„Die Mut­ter zieht sich in den Wald zurück, um ein Kind zur Welt zu brin­gen, und wenn sie das Kind nicht in die Arme nimmt, ist es, als wäre das Kind nie gebo­ren wor­den.“

Die­se grau­sa­me Sit­te ist auch aus der heid­ni­schen, vor­christ­li­chen, Anti­ke bekannt, so im alten Rom, wo die­ses „Vor­recht“ dem Fami­li­en­va­ter zustand. Auch die grie­chi­sche Anti­ke kann­te die­se Grau­sam­keit.

Die unter Ama­zo­nasstäm­men prak­ti­zier­te Kul­tur des Kin­der­mor­des zei­tigt wei­te­re Fol­gen. So wird von Eltern berich­tet, die Selbst­mord bege­hen, um nicht gezwun­gen zu wer­den, ihre Kin­der zu töten, die vom Stamm auf­grund von Krank­heit und Miß­bil­dun­gen oder aus ande­ren Grün­den im Zusam­men­hang mit Aber­glau­ben als inak­zep­ta­bel gel­ten.

Im Westen, so Kathy Clubb, wer­den genau die­sel­ben Grün­de durch die Rela­ti­vi­sten gerecht­fer­tigt, die eine unein­ge­schränk­te Frei­ga­be der Abtrei­bung for­dern. Der Ver­gleich mit den Ama­zo­nasstäm­men zeigt, auf wel­cher kul­tu­rel­len Stu­fe die Abtrei­bungs­be­für­wor­ter gei­stig ste­hen und wohin sie die zivi­li­sier­ten Völ­ker wie­der hin­ab­zie­hen wol­len.

Clubb berich­tet von einem bra­si­lia­ni­schen Leh­rer, der damit argu­men­tier­te, daß ein indi­ge­nes Kind, wenn es gebo­ren wird, noch kei­ne Per­son sei, son­dern erst „am Ende einer lan­gen Rei­se“ eine Per­son wer­de. Gel­ten Säug­lin­ge aus wel­chen Grün­den auch immer als inak­zep­ta­bel, kön­ne man also weder von Mord noch über­haupt von einer Straf­tat gegen Leib und Leben spre­chen, denn es sei, als wäre das Kind nie gebo­ren wor­den.

Auch die Kul­tur des Selbst­mor­des zeigt ver­stö­ren­de Ähn­lich­kei­ten mit den Ideen west­li­cher Rela­ti­vi­sten. Bei eini­gen Ama­zo­nasstäm­men ist die Vor­stel­lung vor­herr­schend, daß der Sinn der mensch­li­chen Exi­stenz im Selbst­mord lie­ge, der als höch­ster Wert gilt und als Weg ins Para­dies ange­se­hen wird.

„Nach die­sem Ver­ständ­nis des mensch­li­chen Lebens gilt das Alt­wer­den nicht als Aus­druck von Weis­heit. Aus die­sem Grund haben älte­re Men­schen in die­ser Kul­tur nicht den Sta­tus ehr­wür­di­ger Wei­ser, wie das in ande­ren Kul­tu­ren der Fall ist. Hier wer­den sie hosa genannt, ein Wort, das unnütz oder Last bedeu­tet. Aus die­sem Grund ver­su­chen vie­le, Selbst­mord zu bege­hen, und die Kin­der ler­nen schon von klein auf, daß Selbst­mord eine zu prak­ti­zie­ren­de Mög­lich­keit ist. In ihren Spie­len ahmen Jun­gen und Mäd­chen nach, wie sie sich töten und wie ihre Beer­di­gung sein wird. Sie alle wis­sen, wie man das Tim­bó benutzt, eine Art Lia­ne, die ein töd­li­ches Gift ent­hält. Es zu benut­zen, ist ein Akt des Mutes. Aus die­sem Grund leben Eltern in der Über­zeu­gung, daß ihre Kin­der eines Tages Gift neh­men.“

Einer der schockie­rend­sten Bräu­che im Ama­zo­nas, von dem Clubb berich­tet, ist der ritu­el­le Kan­ni­ba­lis­mus, wie er von den Stäm­men der Yano­ma­mi und Wari doku­men­tiert ist.

„In einem kol­lek­ti­ven und als hei­lig betrach­te­ten, ritu­el­len Begräb­nis ver­bren­nen die Ver­wand­ten die Lei­che des Toten und essen die Asche der Kno­chen, die sie sie mit dem Brei piji­guao mischen , der aus den Früch­ten einer Pal­men­art her­ge­stellt wird.“

Die­se Stäm­me glau­ben, daß die Lebens­en­er­gie des Ver­stor­be­nen in den Kno­chen liegt und auf die­se Wei­se wie­der in den Fami­li­en­ver­band inte­griert wird.

„Ein Yano­ma­mi, der einen Geg­ner im feind­li­chen Gebiet tötet, prak­ti­ziert die­se Form des Kan­ni­ba­lis­mus, um sich selbst zu rei­ni­gen.“

Inter­es­san­ter­wei­se schrieb Paul Ehr­lich, der Autor des Buches „Die Bevöl­ke­rungs­bom­be“ (1968), einer der ein­fluß­reich­sten Über­be­völ­ke­rungs­ideo­lo­gen, 2014, daß „Über­be­völ­ke­rung und Res­sour­cen­knapp­heit letzt­end­lich hung­ri­ge Men­schen zum Kan­ni­ba­lis­mus füh­ren wer­den“. Ehr­lich behaup­te­te 1968 in sei­nem gefei­er­ten und von finanz­kräf­ti­gen Mäch­ten geför­der­ten Buch auch, daß in den 90er Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts bereits der hal­be Westen wegen Über­be­völ­ke­rung aus­ge­rot­tet und ver­nich­tet sein wür­de. In Wirk­lich­keit zählt die Welt heu­te dop­pelt soviel Men­schen, als jene 3,5 Mil­li­ar­den von 1968, die Ehr­lich bereits als „Kata­stro­phe“ bezeich­ne­te und den Welt­un­ter­gang vor­her­sag­te. Zudem gibt es heu­te welt­weit weni­ger Hun­ger und Armut als noch 1968. Obwohl auf ekla­tan­te Wei­se in allen sei­nen Aus­sa­gen wider­legt, hält Ehr­lich sei­ne Panik-Theo­rie auf­recht, was nicht ver­wun­dert, sitzt der gelern­te Exper­te für Schmet­ter­lin­ge dafür ja immer­hin auf einem pri­vat finan­zier­ten Stan­ford-Lehr­stuhl. Der­sel­be Ehr­lich, der bis 2013 kei­nen Fuß in den Vati­kan set­zen hät­te dür­fen, und des es damals auch nicht in die Hoch­burg der Kul­tur des Lebens gezo­gen hät­te, war 2017 zum gro­ßen Ent­set­zen und Bedau­ern vie­ler Katho­li­ken Gast einer Tagung der Päpst­li­chen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten im Vati­kan.

Im Instru­men­tum labo­ris wird – im bes­se­ren Fall auf sozi­al­ro­man­ti­sche, im schlech­te­ren Fall aus ideo­lo­gi­schen Grün­den – argu­men­tiert, daß sozia­le Übel wie Gewalt gegen Frau­en und Dro­gen­kon­sum Fol­gen des Kapi­ta­lis­mus und der Roh­stoff­in­du­strie sei­en, wes­halb die indi­ge­nen Völ­ker davor geschützt und ihre eige­ne Kul­tur bewahrt wer­den müß­ten. Aus­ge­blen­det wird dabei, daß „Gewalt gegen Frau­en Teil der Stam­mes­kul­tur“ ist, so Clubb.

„Bei vie­len die­ser Gemein­schaf­ten ist der Ein­satz von Dro­gen bei Ritua­len scha­ma­ni­scher Hei­lun­gen eine weit­ver­brei­te­te Tat­sa­che.“

Das Instru­men­tum labo­ris schlägt vor, daß „ein­hei­mi­sche Riten und Zere­mo­nien für die Gesund­heit von wesent­li­cher Bedeu­tung sind, da sie die ver­schie­de­nen Lebens­zy­klen und die mensch­li­che Natur inte­grie­ren, Har­mo­nie und Gleich­ge­wicht zwi­schen Mensch und Natur schaf­fen und das Leben vor als auch von ande­ren Lebe­we­sen.“

Clubb betont, daß in Wirk­lich­keit die Hal­lu­zi­no­ge­ne im Zusam­men­hang mit einer magi­schen Sicht der mensch­li­chen und natür­li­chen Rea­li­tät ein­ge­setzt wer­den, wes­halb zum Bei­spiel auf Dro­gen zurück­ge­grif­fen wird, wenn, wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und Kon­flik­te zwi­schen Fami­li­en und Gemein­schaf­ten zu lösen sind, oder um „gött­li­che“ Fähig­kei­ten aus­zu­üben, Geheim­nis­se „auf­zu­klä­ren“, um Ver­ant­wort­li­che für Dieb­stäh­le oder das Ver­schwin­den von Gegen­stän­den „aus­fin­dig“ zu machen, oder um „her­aus­zu­fin­den“, ob Men­schen Fein­de haben oder ob ihr Ehe­part­ner untreu oder ein Geschäfts­part­ner unfair ist. Auch dazu lie­ßen sich Par­al­le­len zu Ver­hal­tens­wei­sen her­stel­len, die im rei­chen und angeb­lich so „fort­schritt­li­chen“ Westen um sich grei­fen, wo wegen des Ver­lu­stes des christ­li­chen und mora­li­schen Bezugs­punk­tes immer mehr Men­schen auf Magie und Okkul­tis­mus zurück­grei­fen.

Clubb  merkt dazu an:

„Es ist also nicht ein­fach so, daß die tra­di­tio­nel­le Kräu­ter­me­di­zin in die heu­ti­ge Gesund­heits­für­sor­ge zu inte­grie­ren ist. Viel­mehr ist offen­sicht­lich, daß wei­te Tei­le der ama­zo­ni­schen Volks­me­di­zin unmög­lich von heid­ni­schen Ritua­len zu tren­nen ist, die sogar Wahr­sa­ge­rei und Hexe­rei mit sich brin­gen. In Kom­bi­na­ti­on mit der Ver­wen­dung von Hal­lu­zi­no­ge­nen wird dies gefähr­lich, da es Risi­ken für die kör­per­li­che und gei­sti­ge Gesund­heit der Pati­en­ten mit sich bringt. Anstatt jedoch vor den Gefah­ren zu war­nen, emp­fiehlt das Instru­men­tum labo­ris die Nach­ah­mung die­ser Stam­mes­prak­ti­ken, in denen ‚man lernt, in Har­mo­nie zu leben: zwi­schen den Völ­kern, zwi­schen den Genera­tio­nen, mit der Natur, im Dia­log mit den Gei­stern‘.“

Wie in allen Welt­ge­gen­den gibt es auch im Ama­zo­nas­ge­biet eini­ge Miß­stän­de und Unge­rech­tig­kei­ten kon­kret gegen die Ein­ge­bo­re­nen.

„Es ist aber falsch zu behaup­ten, wie es das Instru­men­tum laboris tut, daß der christ­li­che und euro­päi­sche Ein­fluß nur schlech­te Früch­te gebracht und die west­li­che Kul­tur mehr dem heid­ni­schen, indi­ge­nen Modell ent­spre­chen soll­te.“

Die Rea­li­tät ist, daß es nur dank der Arbeit der Mis­sio­na­re mög­lich war, die Aus­wir­kun­gen einer Kul­tur des Todes, die unan­ge­foch­ten im Ama­zo­nas­ge­biet domi­nier­te, ein­zu­schrän­ken, zurück­zu­drän­gen und in die Schran­ken zu wei­sen, so wie es die christ­li­chen Mis­sio­na­re in allen Län­dern und Gebie­ten im Lau­fe der Jahr­hun­der­te getan haben. Sie haben die Kul­tur des Todes im alten Rom über­wun­den, wo der Vater bestimm­te, ob ein Kind leben durf­te oder nicht. Sie haben die Men­schen­op­fer der Azte­ken über­wun­den und eben­so jene der alten Ger­ma­nen, als der Sach­se Boni­fa­ti­us (Win­fried) den noch heid­ni­schen Sach­sen an der Dona­rei­che in Fritz­lar gegen­über­stand, so wie einst durch Got­tes Hil­fe die Men­schen­op­fer der Baals-Prie­ster besei­tigt wer­den konn­ten.

Clubb schreibt wei­ter:

„Es könn­te argu­men­tiert wer­den, daß das Töten von Kin­dern, Mord, Selbst­mord, Eutha­na­sie usw. nur unter einer Hand­voll Stäm­me im Ama­zo­nas­ge­biet anzu­tref­fen ist, und zah­len­mä­ßig ist dies natür­lich rich­tig. Das Pro­blem liegt jedoch in der Phi­lo­so­phie, die die­se Völ­ker anwen­den, um ihr Han­deln zu recht­fer­ti­gen, und in der Tat­sa­che, daß das Instru­men­tum labo­ris die Katho­li­ken auf­for­dert, die­se Phi­lo­so­phie zu über­neh­men. Wäh­rend in der Regi­on seit Hun­der­ten von Jah­ren Men­schen­op­fer auf ver­schie­de­nen Ebe­nen geübt wer­den, besteht das Pro­blem nun dar­in, daß katho­li­sche Mis­sio­na­re davon abge­hal­ten wer­den, die­se Prak­ti­ken zu ver­ur­tei­len und sich auf einen geist­li­chen Krieg ein­zu­las­sen, der ihren Erfolg sicher­stel­len wür­de. In der Tat rät das Instru­men­tum labo­ris den Katho­li­ken, eine Form der Spi­ri­tua­li­tät anzu­neh­men, die der Bot­schaft des Evan­ge­li­ums von der Erlö­sung durch Jesus Chri­stus dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt ist.“

Das Instru­men­tum labo­ris , „im Kon­text des gesam­ten Doku­ments gele­sen mit sei­nem mar­xi­stisch inspi­rier­ten Hori­zon­ta­lis­mus, der Ableh­nung des Kapi­ta­lis­mus, der For­de­rung nach erneu­er­ba­rer Ener­gie, der Abhän­gig­keit von der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Natur­gei­stern, der kla­ren Ver­ur­tei­lung der objek­ti­ven Dok­trin“,  ist unter vie­len Gesichts­punk­ten hoch­pro­ble­ma­tisch und Anlaß zu gro­ßer Sor­ge. Ein Fak­tor scheint dabei beson­ders besorg­nis­er­re­gend:

„Der Ein­fluß, den die päpst­li­che Regie­rung der­zeit durch die glo­ba­le Eli­te und ihre Agen­da der Bevöl­ke­rungs­kon­trol­le erfährt.“

Auf der einen Sei­te besteht „der Ver­dacht, daß die Syn­ode ein Instru­ment ist, um zu ver­hei­ra­te­ten Prie­stern und zum Frau­en­dia­ko­nat zu gelan­gen, steht ande­rer­seits die Fra­ge im Raum: Ist es mög­lich, daß die­ses Tref­fen auch zu einem Instru­ment für die Ände­rung der kirch­li­chen Leh­re zur Abtrei­bung, zum Kin­der­mord und zur Eutha­na­sie wird?“

Man­che könn­ten Club­bs Weck­ruf für über­zo­gen hal­ten, doch bei nähe­rer Betrach­tung las­sen sich die von ihr ange­spro­che­nen Ana­lo­gien erken­nen, und sie sind nicht ein­mal beson­ders ver­steckt. Das nährt die Ver­mu­tung, daß ein­mal mehr die Über­be­völ­ke­rungs­ideo­lo­gen im Hin­ter­grund maß­geb­lich den Ton ange­ben, wie es seit einem Jahr­hun­dert der Fall ist als 1917 in den Hoch­bur­gen des Westen, in Lon­don und New York, die ersten Abtrei­bungs­kli­ni­ken geöff­net wur­den – damals noch ille­gal – und 1920 in der Hoch­burg des Mar­xis­mus, in Mos­kau, das erste Abtrei­bungs­ge­setz der Mensch­heits­ge­schich­te erlas­sen wur­de. Die EU ist seit Mit­te der 90er Jah­re der leicht nach­voll­zieh­ba­re Beweis, wie sich die Rela­ti­vi­sten des Westens und des Ostens, Pro­gres­si­ve und Mar­xi­sten zu einer Alli­anz zusam­men­ge­fun­den haben. Sie muß­ten bis zur pri­mi­ti­ven Kul­tur der Ama­zo­nas-Indi­os hin­ab­stei­gen, um ein sozi­al­ro­man­tisch ver­klär­tes Nar­ra­tiv zustan­de zu brin­gen, hin­ter dem sie ihre eige­ne Agen­da einer Kul­tur des Todes ver­ber­gen und wei­ter durch­set­zen kön­nen.

Das macht besorgt und soll­te auch jene besor­gen, die sich bis­her zur Ama­zo­nas­syn­ode noch kei­ne nähe­ren Gedan­ken gemacht haben.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

2 Kommentare

  1. Allein die­ses Bild… Hat die­ser Mann denn wirk­lich nicht den Hauch eines Respekts vor dem Amt, dass er beklei­det?!

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