Diözesanbischof kehrt zur Zelebrationsrichtung Osten zurück

Aufruf an die Priester des Bistums

Bischof lädt alle Priester seines Bistums ein, es ihm gleichzutun.
Bischof lädt alle Priester seines Bistums ein, es ihm gleichzutun.

(Washing­ton) Der Bischof des Bis­tums Gallup in den USA kehrt zur Zele­bra­ti­ons­rich­tung Osten zurück und ruft auch alle Prie­ster sei­nes Bis­tums auf, dies auch zu tun. Ab kom­men­den Sonn­tag wer­de er in der Kathe­dra­le die Mes­se ad ori­en­tem zele­brie­ren, so Bischof James Wall in einem Hir­ten­brief.

Die Ände­rung der Zele­bra­ti­ons­rich­tung in die Form, wie sie von der Kir­che fast zwei­tau­send Jah­re lang gepflegt wur­de, sei eine beson­de­re Form, „die Schatz­tru­he zum gan­zen Reich­tum der Kir­che zu öff­nen“, so der Bischof.

Mit der Rück­kehr an der Bischofs­kir­che zur Zele­bra­ti­ons­rich­tung Osten ver­knüpft Bischof Wall die Auf­for­de­rung an sei­ne Prie­ster, es ihm gleich­zu­tun und auch in den Pfarr­kir­chen zur Zele­bra­ti­on ad ori­en­tem zurück­zu­keh­ren, wie sie in der Kir­che bis 1970 prak­ti­ziert wur­de. „Wir alle kön­nen eine der älte­sten For­men, in denen die Kir­che immer gebe­tet hat“, wie­der­ge­win­nen.

Bischof Wall begrün­de­te sei­nen Schritt mit dem jüng­sten Schrei­ben von Bene­dikt XVI. zum sexu­el­len Miß­brauchs­skan­dal. Die­ses Schrei­ben sei für ihn der Anstoß gewe­sen, da der frü­he­re Papst die Unacht­sam­keit gegen­über dem Sakra­ment der Eucha­ri­stie als einen der Haupt­grün­de für die aktu­el­le Kri­se und die Skan­da­le in der Kir­che benann­te.

In einem Hir­ten­brief teil­te der Bischof sei­ne Über­le­gun­gen und Ent­schei­dun­gen den Prie­stern und Gläu­bi­gen sei­nes Bis­tums mit. Die Rück­kehr sei ange­mes­sen und not­wen­dig, da die­se Form der Zele­bra­ti­on in der Kir­che bestän­dig prak­ti­ziert wur­de. Es sei rich­tig und wich­tig, daß der Prie­ster zusam­men mit dem Volk, wenn sie sich an Gott wen­den, das in die­sel­be Rich­tung und zu Gott gewandt tun, so wie es rich­tig ist, daß der Prie­ster zum Volk schaut, wenn er sich an das Volk wen­det.

Am ver­gan­ge­nen 11. Febru­ar, dem Gedenk­tag Unse­rer Lie­ben Frau von Lour­des, hat­te Bischof Wall mit dem Hir­ten­brief „Das Geschenk des Vaters“ die Wie­der­her­stel­lung der ursprüng­li­chen Ord­nung der Initia­ti­ons­sa­kra­men­te ange­ord­net. Der Bischof führ­te in einem histo­ri­schen Exkurs aus, daß die drei Sakra­men­te der Tau­fe, der Fir­mung und der Erst­kom­mu­ni­on ursprüng­lich in die­ser Rei­hen­fol­ge gespen­det wur­den. Erst spä­ter wur­de die Erst­kom­mu­ni­on der Fir­mung vor­ge­reiht.

In sei­nem Hir­ten­brief von Febru­ar heißt es:

„Der Emp­fang des Sakra­ments der Fir­mung lan­ge nach dem Emp­fang der Hei­li­gen Kom­mu­ni­on schwächt ten­den­zi­ell das Ver­ständ­nis für das Band und die Bezie­hung, die die Sakra­men­te der Initia­ti­on zuein­an­der haben.
Da die Sakra­men­te der Tau­fe und Fir­mung die Gläu­bi­gen zum Höhe­punkt ihrer Ein­wei­hung in das christ­li­che Leben in der hei­li­gen Kom­mu­ni­on füh­ren, war es nicht immer von Vor­teil, den Emp­fang der Fir­mung auf das Jugend­al­ter zu ver­schie­ben.
Ein alar­mie­ren­der Pro­zent­satz unse­rer katho­li­schen Kin­der, die getauft wur­den und die Erst­kom­mu­ni­on emp­fin­gen, bil­den sich nicht wei­ter für das Sakra­ment der Fir­mung fort und erhal­ten in zu vie­len Fäl­len die­ses Sakra­ment nie­mals. Als Ihr Hir­te glau­be ich, daß es für unse­re Kin­der wich­tig ist, bevor sie ihre jugend­li­chen Jah­re errei­chen, die Kraft die­ses wich­ti­gen Sakra­ments zu emp­fan­gen.“

Das Bis­tum Gallup wur­de 1939 von Papst Pius XII. errich­tet und erstreckt sich über Tei­le des Staa­tes Neu Mexi­ko und des Staa­tes Ari­zo­na. Das Bis­tum zählt 60.000 Gläu­bi­ge auf einer Flä­che von über 140.000 Qua­drat­ki­lo­me­tern.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Dio­ce­se of Gallup (Screen­shot)

2 Kommentare

  1. Ein Anfang, es gibt im Kle­rus noch gute Kräf­te, denen die Pos­sen aus Rom und den Bischofs­kon­fe­ren­zen lang­sam zuviel sind.
    Das Kon­zil mit sei­nen Häre­si­en kann nur durch die Wie­der­auf­nah­me des über­lie­fer­ten Ritus über­wun­den wer­den.
    Hier erkennt der Prie­ster deut­lich die Häre­si­en des NOM (nur noch Mahl aber kein Süh­ne­op­fer mehr)!
    Der hl. Geist wirkt eben immer, aber manch­mal so ganz ande­res als wir „Irdi­schen“ uns das vor­stel­len kön­nen.
    Ich wer­de nicht müde Bischof Leb­fe­v­re für sei­nen Mut zu dan­ken, ein Hei­li­ger ohne den das Mess­op­fer den Wöl­fen zum Fraß geblie­ben wäre.
    Deo Gra­ti­as !

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