Wenn Frauen die Kirche bestreiken

Maria 2.0 statt Himmelskönigin

Maria 2.0 - antimarianische Aktion, verzerrende und beleidigende Darstellung Mariens. Fehlende Demut, die erste und ewige Versuchung.
Maria 2.0 - antimarianische Aktion, verzerrende und beleidigende Darstellung Mariens. Fehlende Demut, die erste und ewige Versuchung.

Von einer Katho­li­kin

Regi­na cae­li, laeta­re, alle­lu­ja.

Freu dich, du Him­mels­kö­ni­gin, alle­lu­ja! Den du zu tra­gen wür­dig warst, alle­lu­ja. Er ist auf­er­stan­den, wie er gesagt hat, alle­lu­ja.

So beten wir jetzt in der Oster­zeit anstel­le des Ange­lus die maria­ni­sche Anti­phon aus dem Stun­den­buch. Wir jubeln mit der aller­se­lig­sten Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria über die Auf­er­ste­hung unse­res Erlö­sers Jesus Chri­stus. Wir ver­eh­ren sie als die Köni­gin, die Jesus unmit­tel­bar zu sich in sei­ne himm­li­sche Herr­lich­keit auf­ge­nom­men und gekrönt hat. Sie ist unse­re müt­ter­li­che Für­spre­che­rin bei ihrem Sohn, zu ihr dür­fen wir ver­trau­ens­voll beten.

Wer aber ist Maria 2.0?

„Die Bezeich­nung ‚Maria 2.0‘ haben wir bewußt gewählt“, sagt Eli­sa­beth Köt­ter, eine der Initia­to­rin­nen von Maria 2.0. „Maria hat das Bild der Frau über Jahr­hun­der­te geprägt als schwei­gen­de, lei­den­de und jung­fräu­li­che Mut­ter. Wir wol­len sie vom Sockel holen und einen Neu­an­fang machen.“

Ein sol­cher Satz ist sym­pto­ma­tisch für unse­re Zeit. Frau­en demon­tie­ren sich selbst und bemer­ken es noch nicht ein­mal. Maria, die jung­fräu­li­che Mut­ter, die neue Eva, sie, eine Frau, ist als ein­zi­ger ohne Erb­sün­de emp­fan­ge­ner Mensch dar­in Jesu gleich. Und sie hat nicht geschwie­gen.

„Fiat mihi secund­um ver­bum tuum. Mir gesche­he nach dei­nem Wort.“

Maria mit Jesuskind: Die Gottesgebärerin, durch die das Heil in die Welt kam.
Maria mit Jesus­kind — die Got­tes­ge­bä­re­rin: durch sie, eine Frau und Mut­ter, kam das Heil in die Welt.

Sie hat das ent­schei­den­de Ja gesagt und wur­de Mut­ter unse­res Erlö­sers. Nur sie hat Er direkt zu sich in den Him­mel geholt. Sie ist unse­re müt­ter­li­che Für­spre­che­rin bei ihrem Sohn, zu ihr, der„Köni­gin aller Hei­li­gen“, dür­fen wir ver­trau­ens­voll beten. Und sie bleibt kei­nes­wegs stumm. Nicht nur die Bot­schaf­ten von Fati­ma geben davon ein­drück­lich Zeug­nis.

Eine sol­che Maria hat­ten die Mün­ste­ra­ner Frau­en der Hei­lig-Kreuz-Gemein­de nicht im Sinn, als sie deren Namen auf das Ban­ner des Pro­tests gegen Struk­tu­ren der Amts­kir­che und für„die Abschaf­fung bestehen­der män­ner­bün­di­scher Macht­struk­tu­ren“ schrie­ben. Im Schrift­zug ähnelt das M einer umge­kehr­ten Kro­ne. Das Akti­ons­lo­go zeigt eine Frau, die die Kir­che „wach­küßt“. Und das Kreuz auf dem Dach? Ein Venusspiegel♀.Andrea Voß-Frick, die zwei­te Haupt­in­itia­to­rin, dich­tet  von unse­rer Kir­che im Mor­gen, in der alle will­kom­men sind, auch„Homo und Hete­ro“.

Daß gläu­bi­ge katho­li­sche Frau­en, die regel­mä­ßig den Got­tes­dienst besu­chen und sich in der Kir­che enga­gie­ren, einen sol­chen Weg ein­schla­gen, soll­te uns zu den­ken geben. Ihr berech­tig­tes Ent­set­zen über die jah­re­lan­gen Miß­brauchs­fäl­le in der Kir­che führt zu fal­schen Ant­wor­ten und For­de­run­gen, die an den Wur­zeln des Übels vor­bei­ge­hen. Die Mün­ste­r­a­ne­rin­nen for­der­ten in einem offe­nen Brief an Papst Fran­zis­kus den„Zugang von Frau­en zu allen Ämtern der Kir­che, Auf­he­bung des Pflicht­zö­li­bats und die Aus­rich­tung der kirch­li­chen Sexu­al­mo­ral an der Lebens­wirk­lich­keit der Men­schen“. Die­se Katho­li­kin­nen ste­hen ganz unter dem Ein­fluß moder­ner Häre­si­en, wie sie der Rela­ti­vis­mus und der moder­ni­sti­sche Ungeist unse­rer Zeit gebä­ren. In die­sem Kli­ma, das gera­de in unse­rem Lan­de von nicht weni­gen Bischö­fen und Prie­stern beför­dert wird, ver­wun­dert das eigent­lich kaum noch. Die Frau­en glau­ben,„daß die Struk­tur, die Miß­brauch begün­stigt und ver­tuscht, auch die ist, die Frau­en von Amt und Wei­he und damit von grund­sätz­li­chen Ent­schei­dun­gen und Kon­troll­mög­lich­kei­ten in der Kir­che aus­schließt“.

Entschlafung Mariens: Jesus nimmt die Seele der Mutter in den Arm, wie sie ihn als Kind trug.
Ent­schlafung Mari­ens: Jesus nimmt die See­le der Mut­ter in den Arm.

Doch das ist nicht alles: Maria 2.0, die freie Initia­ti­ve von Frau­en zur Erneue­rung der Kir­che, ruft alle Frau­en deutsch­land­weit in der Woche vom 11. bis 18. Mai zum Kir­chen­streik auf. Man wol­le kei­ne Kir­che mehr betre­ten und kei­nen Dienst tun. Krea­ti­ve Got­tes­dien­ste wür­den vor den Kir­chen gefei­ert.

Ein Blick in den Kalen­der genügt. Der 12. Mai ist ein Sonn­tag. Ein krea­ti­ver Wort­got­tes­dienst vor der Kir­che ist kei­ne hei­li­ge Mes­se. Ruft man hier dazu auf, die Sonn­tags­pflicht zu miß­ach­ten? Eine Sün­de.

Das Echo scheint bis­her ver­hal­ten zu sein. Im Bis­tum Rot­ten­burg-Stutt­gart wer­den vom Diö­ze­san­ver­band des Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bun­des Aktio­nen in eini­gen Gemein­den unter­stützt. Der Kir­chen­streik rich­te sich nicht gegen die Gemein­den, son­dern„gegen die  reform­be­dürf­ti­gen kirch­li­chen Struk­tu­ren“. Man betont, daß die Mün­ste­ra­ner Initia­to­rin­nen von Maria 2.0 „Frau­en nicht von den Got­tes­dien­sten fern­hal­ten“ wol­len. Die Hei­li­ge Mes­se fin­de natür­lich statt,  für die, die „nicht mit­ma­chen wol­len bei Maria 2.0“. Mit Maria 2.0 aber sol­le statt in der Kir­che vor den Kir­chen­tü­ren„Lit­ur­gie gefei­ert wer­den, mit Gebe­ten, Lie­dern und in krea­ti­ven For­men“.

„Unter Deinen Schutz und Schirm“, Schutzmantelmadonna
„Unter Dei­nen Schutz und Schirm“, Schutz­man­telm­a­don­na

Da sagt ein Pasto­ral­team in Biber­ach dann auch ein­fach mal „in Soli­da­ri­tät mit die­ser Akti­on“ die sams­täg­li­che Vor­abend­mes­se ab und lädt statt­des­sen die Gläu­bi­gen ein, „das Anlie­gen der Akti­on im Got­tes­dienst auf dem Kirch­platz mit­zu­tra­gen“.

„Frau­en­lob wird ger­ne von Kir­chen­män­nern gesun­gen, die aber allein bestim­men, wo Frau­en ihre Talen­te in der Kir­che ein­brin­gen dür­fen. In ihrer Mit­te dul­den sie nur eine Frau: Maria. Auf ihrem Sockel. Da steht sie. Und darf nur schwei­gen. Holen wir sie vom Sockel! In unse­re Mit­te. Als Schwe­ster, die in die glei­che Rich­tung schaut, wie wir.“

Wir wis­sen, in wel­che Rich­tung Maria schaut. Sie sieht immer nur auf ihren Sohn, ihr Kind, sein Kreuz, ihren Gott. Sie ist durch und durch chri­sto­zen­trisch. Die Frau­en von Maria 2.0 dage­gen schau­en offen­sicht­lich eben nicht in die glei­che Rich­tung. Sie schie­len auf den Prie­ster, des­sen Wei­he­amt sie auch errei­chen möch­ten, um Macht zu haben. Die­se Fehl­ein­schät­zung kommt nicht von unge­fähr. Daß seit der Lit­ur­gie­re­form Ende der 1960er Jah­re der Prie­ster nicht mehr ad ori­en­tem und zum Kreuz hin zele­briert, son­dern zur Gemein­de, bie­tet Mög­lich­kei­ten zur Selbst­dar­stel­lung. Das Bewußt­sein eines alter Chri­stus, der wirk­lich an Chri­sti Stel­le han­delt, ist geschwun­den, und Wei­he steht zuneh­mend als Syn­onym für Ein­fluß und Gestal­tungs­mög­lich­keit.  Nur auf der Basis eines sol­chen fal­schen Ver­ständ­nis­ses des Prie­ster­tums erscheint der Ruf nach gleich­be­rech­tig­ter Par­ti­zi­pa­ti­on der Frau­en am Wei­he­amt fol­ge­rich­tig.

Krönung Mariens zur Königin des Himmels: Auf einem Thron mit ihrem Sohn.
Krö­nung Mari­ens zur Köni­gin des Him­mels: Auf einem Thron mit ihrem Sohn.

Letzt­lich wie­der­ho­len Frau­en hier nur das, was eini­ge Kir­chen­män­ner sagen, für die die Kir­che zum Ort eigen­mäch­ti­ger Umbau­maß­nah­men gewor­den ist. Frau­en­prie­ster­tum, Auf­he­bung des Zöli­bats, Aus­he­be­lung der katho­li­schen Moral­leh­re — Maria 2.0 ist jeden­falls dabei. Sie äußern ihre freie Mei­nung. Den Mund darf man ihnen nicht ver­bie­ten. Auch nicht, daß sie die Got­tes­mut­ter vor ihren Kar­ren span­nen. Doch zur brü­der­li­chen Ermah­nung sind wir ver­pflich­tet.

Beten wir ver­trau­ens­voll im Mari­en­mo­nat. Die Anru­fun­gen der Lau­re­ta­ni­schen Lita­nei ent­hal­ten das, was Schwe­ster Maria 2.0 nicht sein soll: Jung­frau, Mut­ter und Köni­gin.

Regi­na Cae­li — Freue dich du Him­mels­kö­ni­gin, Auf­nah­me der Scho­la Gre­go­ria­na Medi­o­la­nen­sis von Prof. Gio­van­ni Via­ni­ni (Mai­land).

Bild: Maria 2.0/Wikicommons/Giuseppe Nar­di (Screen­shot)

12 Kommentare

  1. Der 12. Mai ist nicht nur Sonn­tag, son­dern auch Mut­ter­tag. Mut­ter­schaft ist für Femi­ni­stin­nen ein rotes Tuch.

  2. Gegen­über dem Guten bzw. dem Hei­li­gen gibt es letzt­lich zwei Ver­hal­tens­mög­lich­kei­ten.
    1. Wir akzep­tie­ren und ver­eh­ren es. Damit geben wir jedoch gleich­zei­tig auch zu, dass die­ses Hei­li­ge „über“ uns steht …
    2. Wir tun alles, um die­ses Hei­li­ge her­ab­zu­wür­di­gen, zu leug­nen.
    Wer nicht akzep­tie­ren will, dass er/sie/es nicht selbst der Nabel der Welt ist, son­dern es ein Bes­se­res, Grö­ße­res
    und sogar Hei­li­ges gibt,
    der wird Mög­lich­keit 2 wäh­len …
    In der Kir­che ist es [trotz der War­nung Jesu: Wer bei euch groß sein will, der sei euer Die­ner…]
    lei­der(!) wie in jeder ande­ren „Ansamm­lung von Men­schen“ auch;
    ob am Arbeits­platz (egal ob im „sozia­len“ oder auch tech­ni­schen Bereich), in allen mög­li­chen Ver­ei­nen etc.,
    es „men­schelt“ halt…
    Die­ses „Men­scheln“ bringt lei­der oft recht gif­ti­ge Früch­te her­vor.

  3. Streik ist ein Mit­tel des Arbeits­kamp­fes zwi­schen Arbeit­ge­bern und Arbeit­neh­mern. Wenn die Damen ihre Akti­on Streik nen­nen, zeigt die­ses allei­ne aus der Dik­ti­on her­aus schon die Ver­wir­rung der Gei­ster. Aber dann wird es schlimm, wenn Frau Köt­ter für die Damen
    sagt: „Maria hat das Bild der Frau über Jahr­hun­der­te geprägt als schwei­gen­de, lei­den­de und jung­fräu­li­che Mut­ter. Wir wol­len sie vom Sockel holen und einen Neu­an­fang machen.“ Die Damen möch­ten eine ande­re „Kir­che“ aus­ru­fen, ohne Got­tes­mut­ter. Sie wol­len eine von Men­schen gemach­te Got­tes­mut­ter und einen Gott, der mensch­li­chen Vor­stel­lun­gen ent­spricht, genau­er anstel­le unse­res offen­bar­ten Got­tes­bil­des und ‑Glau­bens, einen Göt­zen, Aber Schwarm­gei­ster- wie die­se Damen — gab es immer und sie haben der Kirch nie genutzt.

  4. Die Frau­en, die sich pro­fil­lie­ren wol­len, sol­len sich als Pasto­rin­nen in der evan­ge­li­schen Kir­che aus­to­ben. Die Pro­fa­nie­rung Mut­ter Got­tes ist Werk Satans. Die katho­li­sche Kir­che braucht kei­ne Femi­ni­stin­nen. Wir Katho­li­ken brau­chen kein Frau­en­pri­ster­tum, wir brau­chen neue Prie­ster­be­ru­fun­gen. Betet für die Prie­ster.

  5. Die­se Frau­en mer­ken lei­der gar nicht, dass sie zu Mario­net­ten zer­stö­re­ri­scher Gei­ster gewor­den sind.Sie schau­en nur auf sich selbst, sie wol­len der Mit­tel­punkt sein, auch in der Kir­che. Der Mit­tel­punkt aber ist Gott. Schuld haben auch die Bischö­fe, die sol­cher­art Ver­wir­rung und ver­wirr­te Frau­en auch noch finan­zie­ren. Miß­bräuch­lich ver­wen­den die Bischö­fe die zwangs­ein­ge­trie­be­ne Kir­chen­steu­er zum Gefan­gen­hal­ten die­ser Mario­net­ten-Frau­en in ihrem gei­sti­gen Gefäng­nis.

  6. Bit­te ver­zei­hen Sie mir die Offen­heit:
    Die­ser Arti­kel ist genau­so dumm wie das, wor­über er sich echauf­fiert! Man muss doch als gläu­bi­ger Mensch nicht auf jede Dumm­heit so reagie­ren, als ob sie einer Blas­phe­mie gleich­zu­set­zen wäre! „Ver­nach­läs­si­gung der Sonn­tag­pflicht!“ „Sün­de!“ Das ist lach­haft. Dass man die­sen „Kir­chen­streik“ über­haupt auf einer ernst­haf­ten Basis zurück­zu­wei­sen ver­sucht, dis­kre­di­tiert den Glau­ben.

    Sol­che dum­men Hüh­ner den­ken ein­fach nicht mehr in katho­li­schen Kate­go­rien, deren kirch­li­che Vor­ge­set­ze aber auch nicht. Weder die einen noch die ande­ren kön­nen mit Begrif­fen wie „Sonn­tags­pflicht“ oder gar „Sün­de“ über­haupt etwas anfan­gen, außer dar­auf reagie­ren, wie auf ein rotes Tuch. Das gehört nicht zu ihrem Dis­kurs und nicht zu ihrem jesua­ni­schen Nar­ra­tiv. Aber die­se Damen und ihre Vor­ge­set­zen haben anschei­nend das Spiel mit dem Feind­bild „Kir­che“ sehr nötig, um sich wich­tig und dadurch über­haupt irgend­wie zu füh­len.

    Sie könn­ten ja auch ein­fach die Kir­che Kir­che sein las­sen, ihre eige­ne Sek­te grün­den und völ­lig unge­stört jenen ver­meint­li­chen Spaß haben, den sie ger­ne hät­ten. Aber dar­um geht es ja nicht: Es geht dar­um, sich als Opfer der bösen Kir­che zu gerie­ren. Wenn sie ihre eige­ne Sek­te hät­ten, in der sie end­lich nach Gusto schal­ten und wal­ten könn­ten, wür­de sie nie­mand mehr beach­ten.

    Ich fra­ge mir nur, war­um die letz­ten gläu­bi­gen Katho­li­ken ihrer­seits sol­che dum­men Hüh­ner als Feind­bild auch nötig zu haben schei­nen. Ja, anschei­nend haben wir auch genug dum­me Hüh­ner auf unse­rer Sei­te, dass sie den Kampf gegen die dum­men Hüh­ner auf der Gegen­sei­te für hono­rig hal­ten, weil sie sich dann für katho­li­sche Muster­schü­le­rin­nen hal­ten kön­nen.

    Wir wer­den die dum­men Hüh­ner aber genau­so wenig vom Katho­li­zis­mus über­zeu­gen kön­nen, wie die­se uns von ihrem After­glau­ben.

    Wen­det euch mal den Leu­ten zu, die für den Glau­ben offen sind! Die fin­det ihr über­all. Zuge­ge­ben: Es ist anstren­gend und erfor­dert ech­tes Gehirn­schmalz mit jeman­dem zu reden, der nicht auf Schlag­wor­te wie „Sonn­tag­pflicht“ und „Sün­de“ reagiert, wie ein Stier auf das rote Tuch, son­dern einen wirk­li­chen Klä­rungs­be­darf hat. Aber das ist das, was der Herr der Kir­che unter „Mis­si­on“ ver­steht und wofür wir uns beim letz­ten Gericht wirk­lich wer­den ver­ant­wor­ten müs­sen.

    • Ihre Ansicht:

      „Die­ser Arti­kel ist genau­so dumm wie das, wor­über er sich echauf­fiert! Man muss doch als gläu­bi­ger Mensch nicht auf jede Dumm­heit so reagie­ren, als ob sie einer Blas­phe­mie gleich­zu­set­zen wäre! „Ver­nach­läs­si­gung der Sonn­tag­pflicht!“ „Sün­de!“ Das ist lach­haft. Dass man die­sen „Kir­chen­streik“ über­haupt auf einer ernst­haf­ten Basis zurück­zu­wei­sen ver­sucht, dis­kre­di­tiert den Glau­ben.“

      …, der Arti­kel sei „dumm“ kann ich nicht tei­len, weil wir hier von zwei ganz unter­schied­li­chen Ebe­nen aus­ge­hen. Der Arti­kel dient dazu, das Vor­ge­hen der Frau­en in den Ver­ste­hens-Kon­text der­je­ni­gen zu stel­len, die noch katho­lisch den­ken und bewer­ten.

      Den ‚dum­men‘ Frau­en die­se Begrif­fe vor­zu­hal­ten wäre wir­kungs­los, da haben sie schon recht. Viel­leicht wäre es vom Vor­ge­hen inner­halb der Kate­che­se sogar ‚dumm‘, weil man nur noch mehr Unmut her­vor­brin­gen wür­de.

      Aber irgend­wo muss man ja anset­zen.

      Ja, es wäre ‚dumm‘ — oder bes­ser naiv, die­sen Frau­en mit der­ar­ti­gen Begrif­fen zu begeg­nen; weil sie sie nicht auf­schlie­ßen könn­ten. Aber ihnen nicht mit die­sen Begrif­fen zu begeg­nen, wäre unter Umstän­den genau so ‚dumm‘.

      Wir müs­sen sehen, dass wir in der Aus­ein­ader­set­zung mit der Welt unse­re Begrif­fe nicht ver­lie­ren. Denn ‚Sün­de‘ bleibt objek­tiv Sün­de. Den Frau­en gegen­über kön­nen wir eine ande­re Spra­che ver­wen­den, gegen­sei­tig inner­halb der Kir­che aber nicht.

      In der Ortho­do­xie redet man (im Sin­ne von Dis­ku­tie­ren) mit Irr­gläu­bi­gen grund­sätz­lich nicht, weil zu 99 den Dis­ku­tan­ten nicht ver­ste­hen und die­sen aus­bren­nen lie­ßen. Man betet und über­zeugt durch recht­gläu­bi­ge Hal­tung und durch Bei­spiel.

      • Die Ortho­do­xen sind anschei­nend lebens­prak­ti­sche Men­schen. Ja, ich gebe Ihnen recht, dass die Sün­de objek­tiv immer Sün­de bleibt. Wenn man die­sen Arti­kel in irgend­ei­nen Zusam­men­hang mit „zwei­feln­den“ oder „ver­un­si­cher­ten“ Katho­li­ken außer­halb des „Tradi“-Spektrums gestellt hät­te, dann könn­te ich Ihre Argu­men­ta­ti­on ja auch nach­voll­zie­hen. Aber auf die­ser Web­site rennt man mit sol­chen Arti­keln nur die sprich­wört­li­chen „offe­nen Türen“ ein. Das riecht das doch eher nach Pha­ri­sä­er­tum. Und Pha­ri­sä­er­tum bekommt dem Bild des Glau­bens bei den Zwei­feln­den und Ver­un­si­cher­ten, die wir stär­ken sol­len gar nicht.

  7. In den ersten bei­den – von den kirch­li­chen 68-ern mit­ge­präg­ten — Jahr­zehn­ten nach dem Kon­zil kam es zu einer immer mehr um sich grei­fen­den Ver­un­si­che­rung in der Mari­en­ver­eh­rung, sowohl in den Berei­chen Mario­lo­gie als auch in der Mari­en­fröm­mig­keit. Was damals zu die­sem The­ma teil­wei­se zu hören und zu lesen war und prak­ti­ziert wur­de – sowohl von ein­schlä­gi­gen Theo­lo­gen als auch von modern sein wol­len­den Prie­stern -, kommt jetzt hier­zu­lan­de, von gei­fern­den Femi­ni­stin­nen ser­viert, wie­der auf den Tisch, nach­dem unter dem 25-jäh­ri­gen Pon­ti­fi­kat des Jahr­tau­send­pap­stes Johan­nes Paul II. die­se Stim­men fast ver­stummt waren. Mit einem Mal wird der einst noch unaus­ge­reif­te Quark als mitt­ler­wei­le übel­rie­chen­der, ver­gam­mel­ter, von Schmeiß­flie­gen befal­le­ner Käse wie­der aus­ge­packt und den ver­dutz­ten Gläu­bi­gen erneut vor­ge­setzt. Und der stinkt wahr­lich zum Him­mel. Es ist zum Erbre­chen.

  8. Mei­nen ersten Bei­trag muss ich dahin­ge­hend kor­ri­gie­ren, als ich schrieb, dass Streik ein fal­sches Wort sei. Nein, es sind in der Tat aus­weis­lich ihrer per­sön­li­chen Anga­ben und e‑mail Adres­sen, Frau­en, die in kirch­li­chen Arbeits­plät­zen beschäf­tigt sind, wel­che strei­ken. Die­ser Streik ist wie alle Streiks orga­ni­siert und die gnä­di­gen Patro­ne die­ses Strei­kes sind erkenn­bar die, die nichts dage­gen sagen und so die­sen Streik mit Wohl­wol­len pro­te­gie­ren, unse­re Bischö­fe. Ja sie bezah­len den Damen sogar anstel­le eines Streik­gel­des aus der Streik­geld­kas­se der ihren Lohn wei­ter, übri­gens von unse­rer Kir­chen­steu­er. Kon­kret sind die Bischö­fe öffent­lich zu ihrer Posi­ti­on zu den Streikin­hal­ten zu befra­gen, Sie sind auch zu befra­gen, ob sie es ver­ant­wor­ten kön­nen, dass Mit­ar­bei­ter, wel­che nicht auf dem Boden der kirch­li­chen Glau­bens-. und Moral­leh­re ste­hen und dies öffent­lich­keits­wirk­sam mit Scha­den für die Kir­che beken­nen, wei­ter beschäf­tigt wer­den sol­len. Sie nut­zen erkenn­bar nicht, son­dern scha­den nur. Da wir die Ant­wor­ten ken­nen, der­weil es nur ein Schwei­gen gibt, muss die Fra­ge gestellt wer­den, ob hier nicht die Bischö­fe selbst kon­zer­tiert ein Druck­po­ten­ti­al auf Rom im Vor­feld der Ama­zo­nas­syn­ode auf­bau­en, um die Struk­tur der Kir­che zu ändern mit dem Ziel aus der bis­he­ri­gen Reli­gio eine Ideo­lo­gie mit einem ande­ren Wer­te­ka­ta­log zu machen.

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