Weltflucht und Massenwahn

Deutschland in Zeiten der Völkerwanderung

Die Politik der deutschen Bundesregierung als „golemartiges“ Handeln analysiert. Bild: Ausschnitt aus dem Film von Paul Wegener (1920): „Der Golem, wie er in die Welt kam“.
Die Politik der deutschen Bundesregierung als „golemartiges“ Handeln analysiert. Bild: Ausschnitt aus dem Film von Paul Wegener (1920): „Der Golem, wie er in die Welt kam“.

Von Wolf­ram Schrems*

Die Poli­tik Deutsch­lands wird immer noch ver­rück­ter. Jüng­ste Eska­pa­de des Regimes Mer­kel ist die Ent­fer­nung des Ver­fas­sungs­schutz­prä­si­den­ten, weil die­ser die Wahr­heit über die nicht statt­ge­fun­de­nen „Hetz­jag­den“ auf Aus­län­der in Chem­nitz gesagt hat. Die AfD wird in den Bun­des­tags­sit­zun­gen mit Ver­bal­in­ju­ri­en über­schüt­tet, ein­zel­ne Funk­tio­nä­re wer­den von „Ver­mumm­ten“ ange­grif­fen und ver­letzt. Gleich­zei­tig zeigt die Koali­ti­on Ris­se und die CDU/C­SU-Frak­ti­on wählt ihren Vor­sit­zen­den ab. Die Regie­rungs­par­tei­en CSU und SPD stür­zen bei der bay­ri­schen Land­tags­wahl steil ab.

Die Ana­ly­se eines nicht-kon­for­men Autors hilft die Hin­ter­grün­de der deut­schen Gegen­warts­pa­tho­lo­gien auch für eine katho­li­sche Leser­schaft bes­ser zu ver­ste­hen.

„Schwachsinn“ und der „narzißtische Wille zur Macht“ – die „Frau ohne Schatten“

Weltflucht und Massenwahn
Welt­flucht und Mas­sen­wahn

Thor­sten Hinz, Ger­ma­nist, Jour­na­list und Buch­au­tor, wird von man­chen als das „intel­lek­tu­el­le Zug­pferd“ der Ber­li­ner Wochen­zei­tung Jun­ge Frei­heit betrach­tet. Er legt mit Welt­flucht und Mas­sen­wahn – Deutsch­land in Zei­ten der Völ­ker­wan­de­rung eine über­ar­bei­te­te und aktua­li­sier­te Samm­lung von Auf­sät­zen vor, die sich mit Mas­sen­in­va­si­on, Isla­mi­sie­rung und Selbst­ab­schaf­fung befas­sen, evi­den­ter­wei­se das gegen­wär­tig schwer­ste Pro­blem in der deut­schen und euro­päi­schen Poli­tik.

Zum Auf­takt qua­li­fi­ziert er den Dis­kurs von Par­tei­en, Kir­chen, Gewerk­schaf­ten, Medi­en, Anti­dis­kri­mi­nie­rungs- und Aus­län­der­be­auf­trag­ten und der Sozi­al­in­du­strie um die berüch­tig­te Phra­se der „Will­kom­mens­kul­tur“ so:

„Das Dis­kus­si­ons­ni­veau hat sich auf der Ebe­ne des Schwach­sinns ein­ge­pen­delt“ (26).

Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel, „die Frau ohne Schat­ten“ (30), unter­mau­ert ihre sur­rea­le und zer­stö­re­ri­sche Macht­po­li­tik durch ver­ba­le Kaprio­len:

„Was von Mer­kels Äuße­run­gen zur Asyl­kri­se in Erin­ne­rung bleibt, sind gram­ma­ti­ka­li­scher Non­sens, gefüh­li­ges Geschwur­bel und ein nar­ziß­ti­scher Wil­len [sic] zur Macht. Die poli­ti­sche Quint­essenz, die sich aus ihren Aus­sa­gen zie­hen läßt, aber lau­tet: Es ist schön, daß Deutsch­land kei­ne Gren­zen mehr hat!“ (31)

Ein Psy­cho­lo­ge macht sich Sor­gen um die Zurech­nungs­fä­hig­keit der Kanz­le­rin:

„‚Irgend etwas ist mit ihr durch­ge­gan­gen. Sel­fies mit Flücht­lin­gen, die Bemer­kung, das Asyl­recht ken­ne kei­ne Ober­gren­ze – sie scheint von allen guten Gei­stern ver­las­sen‘, sag­te der Psy­cho­lo­ge Hans-Joa­chim Maaz in einem Inter­view mit der Thü­rin­gi­schen Lan­des­zei­tung. Ihre im Fern­seh­stu­dio getä­tig­te Behaup­tung, der ‚Herr­gott‘ habe uns ‚die­se Auf­ga­be (die exzes­si­ve Zuwan­de­rung – Th. H.) auf den Tisch gelegt‘, wur­de als ‚ein gespen­sti­scher Aus­flug in die Theo­kra­tie‘ (Deut­sche Wirt­schafts­nach­rich­ten) und Fin­ger­zeig auf eine ein­ge­bil­de­te ‚heils­ge­schicht­li­che Mis­si­on‘ (FAZ) gedeu­tet“ (ebd.).

„Golemartiges Medium“

Hinz stellt die­ses selbst­herr­li­che und chao­ti­sche Vor­ge­hen in einen grö­ße­ren poli­ti­schen Zusam­men­hang, wo es außer der offi­zi­el­len Gesichts­po­li­tik (zula­sten Deutsch­lands und der Deut­schen) kei­ne Prin­zi­pi­en gibt:

„[In] der soge­nann­ten Flücht­lings­kri­se sind bei ihr [Ange­la Mer­kel] weder Über­zeu­gun­gen noch Kon­zep­te erkenn­bar. 2010 ver­kün­de­te sie in öffent­li­cher Rede: ‚Der Ansatz für Mul­ti­kul­ti ist geschei­tert, abso­lut geschei­tert!‘ Fünf Jah­re spä­ter ver­wan­delt sie Deutsch­land in ein mul­ti­kul­tu­rel­les und mul­ti­eth­ni­sches Gebil­de. Mer­kel ist kei­ne Stra­te­gin und wahr­schein­lich nicht ein­mal eine Han­deln­de. Sie ist das gole­mar­ti­ge Medi­um, in dem die staats­po­li­ti­sche Logik der Bun­des­re­pu­blik sich offen­bart und voll­endet“ (34).

Der Golem
Der Golem

Das Schlüs­sel­wort hier ist „Golem“. Damit bringt Hinz das fran­ken­stein­ähn­li­che Mon­ster der jüdi­schen Lite­ra­tur (etwa des Pra­ger Rab­bis Löw) ins Spiel. Der Golem kann als Sym­bol für die mensch­li­che Hybris gel­ten, die gott­gleich schaf­fen will und dadurch dem Bösen Ein­tritt ver­schafft. Die­se Asso­zia­ti­on wird von Hinz selbst nahe­ge­legt, da er von „Medi­um“ spricht, einem „Mit­tel“ also, durch das sich in der Séan­ce eine rea­le aber ille­gi­ti­me Macht arti­ku­liert und den gut­gläu­bi­gen Adres­sa­ten zum Nar­ren hält und ins Ver­der­ben zu stür­zen trach­tet.

Das gilt auch für die poli­ti­sche Ebe­ne, denn die „staats­po­li­ti­sche Logik der Bun­des­re­pu­blik“ läuft auf die Abschaf­fung Deutsch­lands und der Deut­schen hin­aus.

Die Poli­tik von Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel ist weit­ge­hend die Aus­füh­rung glo­bal­stra­te­gi­scher Befeh­le, was Hinz zu einer wei­te­ren gespen­sti­schen Qua­li­fi­zie­rung die­ser Poli­tik treibt, näm­lich als „som­nam­bul“:

„Sie hat das Kon­zept, das sie mit som­nam­bu­ler Sicher­heit exe­ku­tiert, nicht ent­wor­fen und kann es (…) auch nicht dar­stel­len. Das über­neh­men ande­re wie der Glo­ba­li­sie­rungs­ak­teur und Mul­ti­mil­li­ar­där Geor­ge Soros, des­sen Open Socie­ty Insti­tu­te [sic] die Farb- und Blu­men­re­vo­lu­tio­nen im ehe­ma­li­gen Ost­block unter­stützt hat und der auch zu den Spon­so­ren des ‚Ara­bi­schen Früh­lings‘ gehört“ (56).

Wie aus den 1930er Jah­ren bekannt, kann ein mit „schlaf­wand­le­ri­scher Sicher­heit“ han­deln­der Poli­ti­ker eine gro­ße Gefahr für sein Land und des­sen Nach­barn dar­stel­len.

Selbstabschaffung Deutschlands als Sühneleistung und Erlösung

Der titel­ge­ben­de „Mas­sen­wahn“ ist ein Aus­druck des öster­rei­chi­schen Schrift­stel­lers Her­mann Broch (1886 – 1951). Hinz schöpft wohl aus dem Broch­schen Werk: Des­sen Roman­tri­lo­gie Die Schlaf­wand­ler (1930/32) behan­delt genau den Religions‑, Sinn- und Rea­li­täts­ver­lust sei­ner Zeit­ge­nos­sen.

Im Kapi­tel „Die Ver­wir­rung des Gei­stes – Mas­sen­wahn: Der anti­fa­schi­sti­sche Macht­dis­kurs ist zur Staats­ideo­lo­gie auf­ge­stie­gen“ (85) kommt Hinz zur „gei­sti­gen Regres­si­on“ in Poli­tik und Volk, Pres­se und Wis­sen­schaft. Da die gleich­zei­tig statt­fin­den­de „poli­ti­sche Regres­si­on“ Deutsch­lands zum poli­ti­schen Objekt als Süh­nelei­stung für die Ver­bre­chen der Ver­gan­gen­heit begrün­det wird, wird kon­se­quen­ter­wei­se das Ver­schwin­den des deut­schen Vol­kes „wie eine Erlö­sung her­bei­ge­sehnt und aktiv her­bei­ge­führt“ (ebd.).

Dahin­ter steckt die Abkehr vom alt­her­ge­brach­ten christ­li­chen Begriff von Sün­de, Süh­ne und Erlö­sung und die Hin­wen­dung zu den geschichts­po­li­ti­schen Pseu­do-Dog­men der deut­schen Nach­kriegs­ge­schich­te:

„Die Bun­des­re­pu­blik – laut Ver­fas­sungs­ge­richts­ur­teil von 2009 als ‚Gegen­ent­wurf‘ zum NS-Regime kon­zi­piert – will mög­lichst vie­le arme Teu­fel her­ho­len, um sich mit ihrer Erret­tung zu ent­süh­nen. Die­je­ni­gen, die sich die­sem Erlö­sungs­pro­jekt – das für Deutsch­land ein Auf­lö­sungs- bezie­hungs­wei­se Selbst­mord­pro­jekt bedeu­tet – ver­wei­gern, kön­nen nur Nazis, also die gei­sti­gen Nach­fol­ger der Juden­mör­der sein, wes­halb der Kampf gegen sie – gut trotz­ki­stisch übri­gens – per­ma­nent ver­schärft wer­den müs­se. Da es sich um ein magi­sches Den­ken han­delt, läßt es sich nicht durch Tat­sa­chen wider­le­gen“ (91).

Resümee

Da man sei­tens der Kir­chen­füh­rer des deut­schen Sprach­raums zu die­sen Fra­gen nichts ver­nünf­ti­ges hört, ist die Kon­sul­ta­ti­on eines nicht aus­drück­lich katho­li­schen Autors, der erkenn­bar bonae volun­ta­tis und von pro­fun­der Bil­dung ist, kla­rer­wei­se auch für Katho­li­ken wert­voll.

Und natür­lich für deren Hir­ten.

PS.: Im Licht von Fatima

Die „Welt­flucht“ im Sin­ne der Wirk­lich­keits­ver­wei­ge­rung ist ein Sym­ptom unse­rer Zeit. Der „Mas­sen­wahn“ im Sin­ne einer kol­lek­ti­ven Ver­blö­dung ist es eben­falls. Bei­de Sym­pto­me beför­dern einen mora­li­schen, kul­tu­rel­len und eth­ni­schen Selbst­mord. Die­ser ist nach allem Anschein von mäch­ti­gen Akteu­ren inten­diert.

Die­se Agen­da ist nicht ratio­nal, son­dern wird mit Lügen vor­an­ge­trie­ben. Sie bringt uner­meß­li­ches Unglück über die Men­schen. In Deutsch­land hat es mit einer Wel­le von Mor­den und Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch soge­nann­te „Flücht­lin­ge“ begon­nen. Von Poli­ti­kern und Medi­en­schaf­fen­den wird das aber mehr oder weni­ger gerecht­fer­tigt und begrüßt. Aber auch von vie­len Bür­gern selbst.

„Golem“, „Medi­um“, „Frau ohne Schat­ten“, „von allen guten Gei­stern ver­las­sen“, „gespen­sti­scher Aus­flug“, „schlaf­wand­le­ri­sche Sicher­heit“, „magi­sches Den­ken“ – alle die von Thor­sten Hinz mit Bedacht gewähl­ten oder zitier­ten Begrif­fe legen daher nahe, daß es in der deut­schen Poli­tik „nicht mit rech­ten Din­gen zugeht“.

Die Lage ist dra­ma­tisch: Das Gespenst des Kom­mu­nis­mus ist im Gewand der EU wie­der­auf­er­stan­den. Die EU wan­delt sich immer offen­kun­di­ger in einen Moloch. Deutsch­land, einst Trä­ger­na­ti­on des Hei­li­gen Römi­schen Rei­ches, ist kein sou­ve­rä­ner Staat und wan­delt sich in ein unre­gier­ba­res Cha­os. Der mate­ri­el­le Reich­tum der Deut­schen wird via „Euro-Ret­tung“ und ande­rer Maß­nah­men aus dem Land „aus­ge­lei­tet“, wie es lin­ke Poli­ti­ker schon vor Jah­ren for­der­ten, also geraubt.

Zudem hat das Höchst­ge­richt in Karls­ru­he vor kur­zem judi­ziert, daß ein „eth­ni­scher Volks­be­griff“ in der Tra­di­ti­on des Natio­nal­so­zia­lis­mus stün­de und somit nicht für poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen der Bun­des­re­pu­blik anwend­bar sei (o. ä.). „Das Volk“ sei­en alle, die in Deutsch­land leben. Das bedeu­tet, daß die Höchst­ju­di­ka­tur die natio­na­le Selbst­ab­schaf­fung beför­dert.

Lau­te­te die Bot­schaft von Fati­ma nicht, daß gan­ze Völ­ker vom Erd­bo­den ver­schwin­den wer­den, wenn die For­de­run­gen Got­tes nicht umge­setzt wer­den?

Evi­den­ter­wei­se benö­tigt man kei­ne Atom­bom­be, um ein Volk ver­schwin­den zu las­sen.

Von daher hat Thor­sten Hinz sei­ne auf okkul­te Wirk­lich­kei­ten bezo­ge­ne Wort­wahl pas­send gewählt.

Was aber noch wich­ti­ger ist: Die Bot­schaft von Fati­ma ist eine War­nung vor der – all­zu rea­len – Höl­le. Die­se wird aber nicht ernst­ge­nom­men. Das ist eine äußerst törich­te Hal­tung.

Sind die über­hand­neh­men­de Ver­wir­rung, die Bos­heit, die Mor­de und Ver­ge­wal­ti­gun­gen, die See­len­schmer­zen und Gewis­sens­wür­mer im Leben unzäh­li­ger Zeit­ge­nos­sen nicht War­nung genug?

Aber die Apost­asie in der Hier­ar­chie hat das Warn­sy­stem gelähmt. Papst eme­ri­tus Bene­dikt XVI. könn­te es wie­der akti­vie­ren. Er soll­te es drin­gend tun.

Thor­sten Hinz, Welt­flucht und Mas­sen­wahn – Deutsch­land in Zei­ten der Völ­ker­wan­de­rung, Jun­ge Frei­heit Ver­lag, Ber­lin ²2016, 165 S.

*Wolf­ram Schrems, Mag. theol., Mag. phil., Kate­chist, Pro Lifer

Bild: Wiki­com­mons

2 Kommentare

  1. War­um so kom­pli­ziert?

    Der Sinn ist die Täu­schung der Mas­sen, wel­che ein­fach nicht im Buch des Lebens ste­hen. Es geht hier also genau um das, was in der Offen­ba­rung steht.
    Merkel…Eine Mario­net­te. Brüssel…eine Mario­net­te. Gutmenschen…eine Mario­net­te…

    Der Sinn ist die Ver­nich­tung des eines Got­tes in Wort und Schrift. Das Bild ver­wischt lang­sam und der Teu­fel tritt ins Bild. Huma­nis­mus ist eine Heu­che­lei für Gott­lo­se.

  2. „Aber die Apost­asie in der Hier­ar­chie hat das Warn­sy­stem gelähmt. Papst eme­ri­tus Bene­dikt XVI. könn­te es wie­der akti­vie­ren. Er soll­te es drin­gend tun.“
    Er hat es getan:
    1.) Am 14. Dezem­ber 2011 hat Papst Bene­dikt XVI. über die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re „Nor­men für das Ver­fah­ren zur Beur­tei­lung mut­maß­li­cher Erschei­nun­gen und Offen­ba­run­gen“ ver­öf­fent­licht.
    http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20111214_prefazione-levada_ge.html
    Dar­in heißt es unter ande­rem:
    „Eine Pri­va­tof­fen­ba­rung kann neue Akzen­te set­zen, neue Wei­sen der Fröm­mig­keit her­aus­stel­len oder alte ver­tie­fen. Sie kann einen gewis­sen pro­phe­ti­schen Cha­rak­ter besit­zen (vgl. 1 Thess 5,19–21) und eine wert­vol­le Hil­fe sein, das Evan­ge­li­um in der jeweils gegen­wär­ti­gen Stun­de bes­ser zu ver­ste­hen und zu leben; des­halb soll man sie nicht acht­los bei­sei­te schie­ben.“

    2.) Mit der Hei­lig­spre­chung der Hl. Hil­de­gard von Bin­gen am 10. Mai 2012 und ihrer Erhe­bung zur Kir­chen­leh­re­rin am 7. Okt. 2012.
    Die Hei­li­ge Hil­de­gard berich­tet in ihrem Buch „Sci­vi­as – Wis­se die Wege“ über ihre Schau­un­gen bezüg­lich des „Endes der Zei­ten“, auch über das Auf­tre­ten des Anti­christ und über eine unbe­red­te und unge­lehr­te Per­son, wel­che noch viel Mysti­sches, das bis­her ver­bor­gen war, ver­kün­den wird.
    Sci­vi­as: 11. Visi­on des 3. Teils:
    18. War­um Gott neue Geheim­nis­se und viel Mysti­sches, das bis­her ver­bor­gen war, nur durch einen Unbe­red­ten und Unge­lehr­ten ver­kün­det
    Doch jetzt wankt der katho­li­sche Glau­be unter den Völ­kern und das Evan­ge­li­um steht bei die­sen Men­schen auf schwa­chem Fuß (Clau­di­cat). Auch die dicken Bän­de, wel­che die erfah­re­nen Leh­rer mit gro­ßem Eifer her­aus­ge­ge­ben hat­ten (enu­clea­ver­ant), lösen sich in schmäh­li­chen Über­druß auf und die Lebens­spei­se der gött­li­chen Schrif­ten ist schon lau gewor­den. Des­halb spre­che ich jetzt durch einen unbe­red­ten Men­schen über die Hei­li­ge Schrift; er ist nicht von einem irdi­schen Leh­rer belehrt, son­dern ich, der ich bin, ver­kün­de durch ihn neue Geheim­nis­se und viel Mysti­sches, das bis­her in den Büchern ver­bor­gen war. So ver­fährt ein Mensch, der sich zuerst Lehm sam­melt und dann dar­aus irgend­wel­che For­men nach sei­nem Wunsch her­aus­hebt.
    19. Ermah­nung Got­tes an die Leh­rer, die­se Rede nicht zu ver­ach­ten, son­dern sie gleich­sam als sieg­rei­ches Ban­ner gegen den Sohn der Bos­heit zu erhe­ben
    usw.

    Ich den­ke, Bene­dikt XVI. hat uns vor sei­nem Rück­zug noch wich­ti­ge Hin­wei­se gege­ben.
    Möge daher jeder in sei­nem Her­zen — im Gebet — erwä­gen, ob es ange­sichts der Situa­ti­on in der Welt und der Kir­che (Bedro­hung durch Krieg, Ter­ror etc …. — mas­si­ver Glau­bens­ab­fall, mora­li­scher Ver­fall, Cha­os und Ver­wir­rung in der Leh­re.….) ange­bracht ist, Offen­ba­run­gen des Him­mels, wel­che nur ein Ziel haben — näm­lich die Mensch­heit auf die Wie­der­kunft Chri­sti vor­zu­be­rei­ten – ein­fach zu igno­rie­ren.

    Also: Augen auf (Augen­sal­be Offb. 3,18) und Offen­ba­run­gen des Him­mels nicht ohne zu prü­fen ableh­nen! „Prü­fet alles! Das Gute behal­tet!“ (1.Thess. 5,21)

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