Gesetz gegen Lebensrechtsbewegung blockiert

Abtreibung
Gesetz gegen die Lebensrechtsbewegung auf Hawaii von Richter blockiert.

(Honolulu) Ein Richter hat im US-Bundesstaat Hawaii ein Gesetz blockiert und auf Eis gelegt, das sich gegen die Lebensrechtsbewegung richtete. Ein schlechter Tag für die Lobbyisten der Abtreibung ist ein guter Tag für das Leben.

Die Lebenszentren der Lebensschutzorganisationen sollten gesetzlich gezwungen werden, in ihrer Beratungstätigkeit auch über die verschiedenen Verhütungsmethoden zu informieren und Werbung für Abtreibungseinrichtungen zu machen.

Wäre das Gesetz in Kraft getreten, hätte es die Lebensschützer gezwungen, aus Gewissensgründen ihre Einrichtungen aus  zu schließen. Das darf auch als Ziel der abtreibungsbefürwortenden Gesetzgeber angenommen werden. Durch die zwangsweise Einbindung in die Abtreibungsmaschinerie sollte die Lebensrechtsbewegung desavouiert und lahmgelegt werden. Die Abtreibungsgegner wären selbst in die Abtreibung verstrickt worden.

Mit dem hawaiianische Gesetz sollte auf verstohlene Weise die Lebensrechtsbewegung getroffen werden. Der Haß der Abtreibungslobby auf die Lebensschützer ist enorm und der Tötungswille erschreckend. Widerspruch wird nicht geduldet. Während die Lebensrechtsbewegung gemeinnützig tätig ist, geht es bei der Abtreibungslobby um ein dickes Geschäft. Es geht aber nicht nur ums Geld, sondern auch um Ideologie – und geistlich betrachtet, um das Böse selbst.

Zum Haß gegen Lebensschützer gehört es, sie als „sogenannte Lebensschützer“ herabzusetzen. Der Begriff Lebensschützer wird dabei unter „Anführungszeichen“ geschrieben. Daran lassen sich Medien und Journalisten erkennen, die im Dienst der Abtreibungslobby stehen.

Wer versucht, den ungeborenen Kindern eine Stimme zu geben, weil sie selbst keine haben, soll zum Schweigen gebracht werden. Dahinter verbirgt sich ein kaum verstecktes totalitäres Denken. Ein ähnliches Gesetz war bereits im US-Bundesstaat Kalifornien erlassen worden, aber vom Obersten Gerichtshof als Angriff gegen die Grundfreiheiten kassiert worden.

Derselbe Zwang geschieht, wenn auch auf andere Weise, seit Mitte der 90er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland durch die staatliche Beratungsregelung. Wer die üppige staatliche Finanzierung für die Schwangerenkonfliktberatung erhalten will, muß einen Beratungsschein ausstellen, der die beratenen Frauen zur Abtreibung berechtigt. Beratungsorganisationen, sie sich in das Abtreibungskartell einspannen läßt, bekommen auch 80–90 Prozent der Kosten vom Staats bezahlt. Beratungsorganisationen, die dem Wohl der Frau und des Kindes dienen wollen, müssen sich alles selbst bezahlen. Damit wurde vom Staat im Bereich Schwangerenberatung ein Zwei-Klassen-System geschaffen, wobei der Staat deutlich zu verstehen gibt, auf welcher Seite er steht: der Abtreibungslobby.
Ein weiteres Beispiel ist Großbritannien, wo Adoptionsagenturen gesetzlich gezwungen sind, auch Homo-Paaren Kinder zu vermitteln. Damit mußten christliche Agenturen, die ihren Auftrag ernstnehmen, zusperren.

Kalifornien und Hawaii sind zwei US-Staaten, in denen die politische Mehrheitslinie stärker links orientiert ist. Die Demokratische Partei kontrolliert das Staatsparlament mit erdrückenden Mehrheiten. Das Repräsentantenhaus ist zu 90 Prozent demokratisch, der Senat sogar zu 100 Prozent.

Ein Richter machte dem Angriff auf die Verfassung nun aber ein Ende und wies den Gesetzgeber in die Schranken. Sein Signal an das Parlament ist deutlich: Grundrechte können auch durch Mehrheiten nicht beliebig gebogen werden.

Text: Andreas Becker
Bild: Corrispondenza Romana

1 Kommentar

  1. Beten wir für die Bestätigung des US-Höchstrichters Brett Kavanaugh, der zusammen mit John Roberts, Clarence Thomas, Samuel Alito und Neil Gorsuch möglicherweise die unselige Roe vs Wade Entscheidung aufheben könnte.

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