„Einer von beiden lügt: Ist es Cruz oder der Papst?

Papst Franziskus und Kim Davis

(Rom) Am 26. August sorgte der ehemalige Spitzendiplomat des Vatikans, Msgr. Carlo Maria Viganò, mit einem Memorandum zum Fall McCarrick für weltweites Aufsehen. Es erschütterte wie noch nichts, das Pontifikat von Papst Franziskus. Am vergangenen Samstag legte er mit einem zweiten Memorandum nach: dieses Mal zum Fall Kim Davis.

„Um US-Präsident Obama nicht zu irritieren“

Im Frühherbst 2015 schreckte der Vatikan nicht davor zurück, sich selbst in aller Öffentlichkeit zu blamieren, nur um US-Präsident Barack Obama nicht zu irritieren. Anders ausgedrückt: Vom Vatikan wurde gelogen, um einer Linksregierung in einer Sachfrage zu gefallen, in der diese gegen die kirchliche Lehre handelte.

Auf Vermittlung des damaligen Apostolischen Nuntius Carlo Maria Viganò traf Papst Franziskus am 24. September 2015 im Rahmen seines USA-Besuches auf Kim Davis. Die gewählte County-Beamtin aus Kentucky hatte sich auf ihr Gewissen berufen und eine Mitwirkung an „Homo-Ehen“ verweigert. Dafür wurde sie Anfang September 2015 verhaftet und verurteilt worden.

Als Davis das Zusammentreffen publik machte, dementierte der Vatikan aber, und hielt solange daran fest, bis ein Leugnen nicht mehr möglich war.

Vatikansprecher P. Federico Lombardi SJ trat damals an die Öffentlichkeit und bezeichnete die Nachricht, Kim Davis sei von Franziskus empfangen worden, als „Fake News“. Die vorgesetzte Stelle des Vatikans, die dem Presseamt entsprechende Anweisung gab, hatte keine Skrupel, die County-Beamtin und Familienmutter als Lügnerin dastehen zu lassen.

Der peinliche Vorfall war ein Kniefall vor der Homo-Agenda des damaligen US-Präsidenten Barack Obama.

Obwohl 32 US-Staaten durch Volksabstimmungen oder Parlamentsbeschlüsse die „Homo-Ehe“ ausgeschlossen hatten, drängte Obama massiv auf deren Legalisierung, was im Juni 2015 durch den Obersten Gerichtshof geschah. Im Wahlkampf für seine zweite Amtszeit hatte Obama die Homo-Agenda zu einer Priorität seiner Präsidentschaft erklärt.

Papst Franziskus ließ Fotos vom ebenfalls stattgefundenen Empfang für einen ehemaligen Schüler samt dessen homosexuellen „Partner“ veröffentlichen. Von der Begegnung mit Kim Davis gibt es bis heute keine Fotos. Dabei ereigneten sich beide Begegnungen in derselben Nuntiatur im Rahmen derselben Reise. Während sich Franziskus für den homosexuellen Ex-Schüler viel Zeit nahm und die Fotos eine betonte Herzlichkeit zeigen, wurde die Begegnung mit Kim Davis gegenüber der Öffentlichkeit geleugnet.

„Ich wußte nicht, wer diese Frau ist!“

Juan Carlos Cruz in der New York Times über Franziskus und Kim Davis
Juan Carlos Cruz in der New York Times über Franziskus und Kim Davis

Juan Carlos Cruz, ein Opfer des chilenischen Ex-Priesters Fernando Karadima, der sich des sexuellen Mißbrauchs an männlichen Jugendlichen schuldig gemacht hatte, wurde am 29. August in der New York Times mit einem neuen Detail zitiert. Papst Franziskus hatte ihn und zwei weitere Opfer-Sprecher zu einem Wochenende in den Vatikan eingeladen. Bei einem ausführlichen Gespräch habe ihm der Papst gesagt, daß der damalige Nuntius in Washington, Carlo Maria Viganò, seinen Besuch in den USA durch die Einladung von Kim Davis „sabotiert“ habe. Franziskus habe wörtlich gesagt:

„Ich wußte nicht, wer diese Frau ist, und er hat sie eingeschmuggelt, damit sie Hallo zu mir sagt – und natürlich hat sie draußen dann eine große Publicity daraus gemacht.“

Doch damit nicht genug. Der Papst sagte weiter:

„Ich war entsetzt und habe den Nuntius entlassen“.

Tatsächlich wurde Msgr. Viganò kurze Zeit nach dem Besuch des Papstes in den USA pensioniert.

Die New York Times erzählte die Cruz-Geschichte, um behaupten zu können, Erzbischof Viganò suche mit seinem aufsehenerregenden Memorandum, das am 26. August veröffentlicht wurde, lediglich persönliche Vergeltung.

Franziskus und die Homo-Agenda

In Wirklichkeit ist die Darstellung von Juan Carlos Cruz hochbrisant, denn sie enthüllt, sollte sie stimmen, wie Papst Franziskus zu einer der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Anders gesagt: Die Episode bestätigt sein bereits bekanntes Verhalten gegenüber der „Homo-Ehe“ auf eklatante Weise.

  • In Argentinien hatte sich Kardinal Jorge Mario Bergoglio geweigert, öffentlich den Kampf gegen die Legalisierung der „Homo-Ehe“ aufzunehmen. Er schickte die katholischen Laien, die zum Kampf bereit waren, wieder nach Hause mit der Aufforderung, untätig zuzusehen.
  • Am 24. Juni 2014 empfing Papst Franziskus Ludovine de la Rochère, die Vorsitzende der französischen Bürger- und Familienrechtsbewegung Manif pour tous. die gegen die Legalisierung der „Homo-Ehe“ in Frankreich kämpfte. Obwohl die Bewegung bereits 2012 gegründet und Millionen Menschen mobilisiert hatte, brauchte es viel Insistenz von mehreren Seiten, bis Franziskus zu einer Mini-Begegnung bereit war, die nur am Rande einer morgendlichen Messe in Santa Marta und gewissermaßen im Vorübergehen erfolgte. Die Begegnung erfolgte nicht, als sie als Signal etwas zugunsten der Anliegen von Manif pour tous bewegen hätte können, sondern erst lange nachdem alles entschieden war.
  • Im September 2015 kam es zur – laut Franziskus angeblich „ungewollten“ –Begegnung mit Kim Davis, der County-Beamtin aus Kentucky, die eingesperrt wurde, weil sie sich nicht an der Legalisierung der „Homo-Ehe“ beteiligen wollte. Sie war damit zu einem Symbol des Widerstandes und der Verteidigung der natürlichen Familie geworden war. Vor allem ist sie ein Symbol für die Verteidigung der Gewissensfreiheit.
  • Gleiches geschah in Italien, wo am 30. Januar 2016 in Rom zwei Millionen Menschen beim Family Day gegen die Legalisierung der „Homo-Ehe“ und die Einführung der Gender-Ideologie an den Schulen demonstrierten. Papst Franziskus ignorierte das Ereignis. Kein Empfang für die Organisatoren, keine Unterstützung, keine Geste des Wohlwollens. Sein Vertrauter in der Bischofskonferenz, Msgr. Nunzio Galantino, handelte währenddessen unter Ausschluß der Öffentlichkeit mit der damaligen Linksregierung im Hinterzimmer einen „Kompromiß“ aus.

Nimmt man die vier Ereignisse zusammen, steht unwiderlegbar fest, daß die Legalisierung der „Homo-Ehe“ in Argentinien, Frankreich, den USA und Italien – damit faktisch überall – von Past Franziskus gefördert wurde. Die päpstlichen Motive sind dabei sekundär. Wer eine zentrale Rolle für den potentiellen Widerstand spielt, diesen aber abwiegelt oder verhindert, fördert die Gegenseite. Und genau so ist es geschehen. Der Papst machte sich zum faktischen Komplizen der Linksregierungen von Staatspräsidentin Cristina Kirchner in Argentinien, François Hollande in Frankreich, Barack Obama in den USA und Matteo Renzi in Italien. Selbst im besten Fall war Franziskus die Annäherung an diese Regierenden wichtiger als die Verteidigung der Familie und damit der natürlichen Ordnung von Gesellschaft und Staat. Siehe dazu auch die Analyse von Roberto de Mattei: Der Family Day und der europäische Kulturkampf.

Msgr. Viganò widerspricht in einem neuen Memorandum

Der ehemalige Nuntius, Msgr. Carlo Maria Viganò, widerlegte mit einem am Samstag, 1. September, von InfoVaticana veröffentlichten Memorandum, die von Cruz dem Papst zugeschriebenen Behauptungen, dieser habe nicht gewußt „wer diese Frau“, Kim Davis, ist.

Kim Davis-Memorandum des Nuntius für Papst Franziskus (2015)
Kim Davis-Memorandum des Nuntius für Papst Franziskus (2015)

Msgr Viganò bezeichnet diese päpstlichen Aussagen als „unerklärlich“. Er sehe sich angesichts dieser Behauptungen gezwungen, darzulegen, wie sich die Ereignisse wirklich zugetragen haben.

Nach dem Abendessen am 23. September 2015 in der Apostolischen Nuntiatur in Washington habe er Papst Franziskus gebeten, ihm eine halbe Stunde zu widmen, weil er ihm eine „heikle Initiative“ darlegen wolle und um seine eventuelle Zustimmung ersuchen müsse. Msgr. Viganò unterbreitete dem Papst die Idee zu einer vertraulichen Begegnung mit Kim Davis, „der ersten US-Bürgerin, die verurteilt und eingesperrt wurde, weil sie vom Recht auf Verweigerung aus Gewissengründen Gebrauch gemacht hatte“.

Papst Franziskus gewährte dem Nuntius die gewünschte Zeit. Noch in der Nacht des 23. September überreichte ihm Msgr. Viganò ein Memorandum, das auf den Fall Davis zusammenfaßte.

„Der Papst zeigte sich sogar einverstanden mit dieser Initiative“, machte aber mögliche „politische Implikationen“ geltend. Es sei daher „besser“, die Meinung von Kardinalstaatssekretär Parolin einzuholen.

Die Zustimmung des Staatssekretariats

Um 21.30 Uhr begab sich Msgr. Viganò mit zwei Botschaftsräten in ein nahegelegenes Hotel, in dem das päpstliche Gefolge untergebracht war. Da er sein Kommen telefonisch angekündigt hatte, wurde er in der Eingangshalle bereits vom Substituten, Msgr. Angelo Becciu, und dem vatikanischen Außenminister, Msgr. Paul Gallagher, empfangen. Sie teilten ihm mit, daß sich der Kardinalstaatssekretär bereits zurückgezogen hatte und sie es nicht für angemessen hielten, ihn in der Sache zu belästigen. Sie würden ihn am nächsten Morgen über „unsere Begegnung“ unterrichten, die einem kleinen Salon des Hotels stattfand. „Wie gesagt, waren wir fünf Personen. Ich übergab ihnen dasselbe Memorandum, das ich bereits dem Papst übergeben hatte, legte den Inhalt dar und erklärte den Grund meines Besuchs, weil ihn der Papst gewünscht hatte.“

Msgr. Becciu sprach sich sofort für die Begegnung von Franziskus mit Kim Davis aus, bevor der Papst Washington verlasse, um nach New York zu fliegen. Auch Msgr. Gallagher sei dafür gewesen wegen der Wichtigkeit, das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen zu verteidigen. Er stellte nur die Frage in den Raum, ob der Rechtsfall gegen Davis abgeschlossen oder noch anhängig sei, und teilte mit, mit dem Kirchenrechtler der Nuntiatur sprechen zu wollen. Als dieser keine Bedenken sah, stimmte auch Gallagher dem Treffen vorbehaltslos zu.

Am folgenden Morgen informierte Msgr. Viganò nach der Messe den Papst, die er in der Nuntiatur zelebrierte, über die Zustimmung seiner engsten Mitarbeiter, die ihrerseits dem Kardinalstaatssekretär darüber berichteten. Papst Franziskus stimmte der Begegnung zu und gab Anweisung, Kim Davis in die Nuntiatur einzuladen. Das sei nicht weiter schwierig gewesen, so der damalige Nuntius in den USA, weil sich Davis bereits in Washington befand, um eine Anerkennung durch das Family Research Council entgegenzunehmen.

Keine Fotos, keine Bekanntgabe vor dem Abflug des Papstes

Vor der Begegnung sei der Fotograf des Osservatore Romano angewiesen worden, ohne die Erlaubnis der Vorgesetzten, keine Fotos vom Zusammentreffen zu veröffentlichen.

Bisher sind keine Bilder von Papst Franziskus mit Kim Davis bekannt. Es gibt sie aber. Wie Msgr. Viganò schreibt, befinden sie sich im Bildarchiv des Osservatore Romano.

Von Kim Davis wurde verlangt, nichts von der Begegnung publik zu machen, solange sich Papst Franziskus nicht auf dem Rückflug nach Rom befnde.

„Davis hielt sich getreu an das Versprechen.“

Am 24. September kam es dann zur Begegnung zwischen Papst Franziskus und Kim Davis und ihrem Mann.

„Der Papst umarmte sie herzlich. Er dankte ihr für ihren Mut und ermutigte sie, standzuhalten.“

Davis sei davon emotional sehr berührt gewesen „und begann zu weinen“.

Anschließend wurde sie von einem päpstlichen Gendarmen zusammen mit einem amerikanischen Monsignore und einem Angehörigen der Apostolischen Nuntiatur in ihr Hotel begleitet.

„Die Lüge“ der Vatikansprecher

Als Papst Franziskus nach seinem Besuch beim Weltfamilientreffen in Philadelphia die Rückreise angetreten hatte, gelangte die Nachricht von der Begegnung an die Öffentlichkeit.

„Eine Lawine von Telefonanrufen, Fax und E-Mails gingen in der Nuntiatur in Washington und beim vatikanischen Presseamt ein. Viele mit Protesten und Beleidigungen, aber auch viele zustimmend.“

Am 30. September meldete die New York Times, daß „Vatikanvertreter“ die Begegnung „nicht bestätigen“ wollten. Das vatikanische Presseamt gab darauf eine Erklärung ab, daß es keine Audienz für Kim Davis gegeben habe. Der Papst habe sie lediglich zusammen mit etlichen anderen Personen gegrüßt.

Msgr. Viganò betont in seiner Denkschrift, daß Vatikansprecher Lombardi und sein Stellvertreter Rosica „die Lüge“ noch weitertrieben und von der New York Times am 2. Oktober 2015 mit der Behauptung zitiert wurden:

„Das Büro von Erzbischof Viganò hat die Einladung auf Frau Davis ausgeweitet, und der Papst war wahrscheinlich über ihren Fall nicht unterrichtet.“

Die Zeitung berichtete zudem, daß Lombardi erklärte, es habe sich um kein Treffen gehandelt, sondern nur um einen „flüchtigen Gruß“.

Msgr. Viganò dazu in seiner Denkschrift:

„Das ist die Transparenz, die beim Heiligen Stuhl unter Papst Franziskus existiert!“

„Kommen Sie sofort nach Rom, weil der Papst wütend auf Sie ist!“

Eine Woche später erhielt der damalige Nuntius einen Telefonanruf von Kardinalstaatssekretär Parolin:

„Kommen Sie sofort nach Rom, weil der Papst wütend auf Sie ist!“

Papst trifft ehemaligen Schüler mit Homo-Partner (2015)
Papst trifft ehemaligen Schüler mit Homo-Partner (2015)

So schnell er konnte, eilte Msgr. Viganò nach Rom und suchte Papst Franziskus am 9. Oktober in Santa Marta auf, wo er mit ihm nach einer Nachmittagssitzung der zweiten Familiensynode zusammentraf.

„Der Papst empfing mich für fast eine Stunde auf herzliche und väterliche Weise. Er bat mich sofort zum Entschuldigung wegen der Umstände, mich nach Rom kommen haben zu lassen, und schenkte wir viel Lob für die Art, wie ich den Besuch in den USA organisiert hatte und für die unglaubliche Aufnahme, die er in dem Land gefunden hatte.“ Damit habe der Papst nicht gerechnet gehabt.

„Zu meinem großen Erstaunen erwähnte der Papst während der langen Begegnung die Audienz mit Davis nicht ein einziges Mal.
Nach der Begegnung rief ich sofort Kardinal Parolin an und sagte ihm: ‚Der Papst war sehr freundlich zu mir‘. Kardinal Parolin antwortete mir: ‚Das ist nicht möglich. Mit gegenüber war er wegen Ihnen wütend‘.“

„Einer von beiden lügt: Ist es Cruz oder der Papst?

Zur Cruz-Darstellung in der New York Times vom 28. August 2018 ist Msgr. Viganò in seiner Denkschrift kurz angebunden:

„Einer von beiden lügt: Ist es Cruz oder der Papst? Sicher ist, daß der Papst genau wußte, wer Davis ist.“

Fest stehe auch, daß seine engsten Mitarbeiter mit der Begegnung einverstanden waren. „Die Journalisten können das überprüfen, indem sie die Prälaten Becciu, Gallagher und Parolin fragen, wie auch den Papst selbst.“

Und weiter:

„Offensichtlich ist, daß Papst Franziskus die Privataudienz verheimlichen wollte, die er der ersten US-Bürgerin gewährte, die wegen Verweigerung aus Gewissensgründen verurteilt und eingesperrt wurde.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: New York Times/InfoVaticana/MiL (Screenshots)

1 Kommentar

  1. Nun kann man natürlich darüber diskutieren, wie man einen Gruß definiert. Ein Gespräch von 30 Sekunden wäre sicher schon kein Gruß mehr, sondern schon eine ‚Begrüßung‘ (mit Umarmung, wie Davis und Vigano angaben). Wenn dann noch gesprochen wird – der Papst ermutigte sie nicht aufzugeben und weiterzumachen! – und ‚väterliche Gesten gesetzt werden, lässt sich sicher von einer Privataudienz sprechen, zumal die Begegnung in einem abgetrennten Raum stattfand und vorher geplant und abgesprochen war.

    Ich glaube, Kim Davis sprach von einer Dauer der Begegnung von etwa 15 Minuten.

    Ich weiß nicht, wie es Kim Davis jetzt geht. Sie wird entsetzt sein. Ebenso muss sich Vigano am Rande eines Nervenzusammenbruchs befunden haben.

    Im Buch der Diktatorpapst heißt es an einer Stelle, dass Franziskus schon als Ordens-Provinzial und späterer Erzbischof Leute regelrecht in den Wahnsinn getrieben hat: Etliche Priester befanden sich wegen ihm in psychologisch/pychiatrischer Behandlung.

    Bergoglio spielt/e den Väterlichen (wie es auch bei Peron der Fall war) und liefert dieselben Leute, die zu ihm Vertrauen gefunden haben, hinterher ans Messer.

    Wenn man sich in die Lage der Dubia-Kardinäle, Kardinal Müllers, Kardinal Zens; die Lage des ehemaligen Großmeisters des Malterserordens vesetzt, oder sich den Psychokrieg gegen die Franziskaner der Immaculata vergegenwärtigt, kommt man zu dem Schluss:

    Dies kann nur aushalten, wer einen ganz starken Charakter und Glauben hat. Im Zusammenkommen mit Franziskus wird der Glaube geprüft. —

    Der Artikel über die Frage nach der Wahrheit (Wer lügt? Cruz oder der Papst) fasst die vielen Aspekte des Falles Davis/Cruz/Vigano/Bergoglio noch einmal gut zusammen, so dass man die Zusammenhänge genauer verstehen kann.

    Man muss verschiedene Internetseiten schon quer lesen. (katholisches.info/kath.net/katholisch.de/http://www.beiboot-petri.blogspot.com/http://www.lifesitenews.com//www.vaticannews.va/de. und andere, um sich ein umfassendes Bild zu machen.

    Zum Schluss führt diese Seite hier (katholisches.info), wie ich meine, aber immer noch am nähsten an die Wahrheit heran.

    Neu war mir in ‚diesem‘ Artikel, dass Davis für ihr mutiges Verhalten bereits zwangspensioniert wurde. Hat sich Bergoglio hier einmal für sie eingesetzt? Wohl kaum!

    Ich weiß nicht, ob dieser Papst wirkliche Überzeugungen hat, oder ob er nur taktiert und herumlaviert. Wenn es in Europa einen Rechtsruck gibt, ähnlich wie in den USA (zu erwartet jetzt auch für Schweden!), wird dieser Papst sich wieder mal ganz locker um 180 Grad drehen und verkünden, am Lehramt habe er nie etwas verändern wollen, sondern nur an der Pastoral. Dann wird er sagen, er sei immer konservativ und restaurativ, aber eben flexibel und weitsichtig gewesen.

    Ich glaube, er merkt es gar nicht mal mehr, wie sehr er sich vor den Karren der linksgrünen Agenda hat spannen lassen.

    Im Buch Diktatorpapst heißt es, im Vatikan respektiere ihn niemand mehr, er werde nur noch von allen gefürchtet. Und wenn heute ein Konklave wäre, niemand würde ihn wiederwählen. Sein System funktioniert durch Angst und Einschüchterung. Er belohnt nicht die Kompetenz seiner Mitarbeiter, sondern dessen Unterwürfigeit.

    Es ließe sich vieles Schreiben über dieses Pontifikat, doch man verbraucht dabei nur seine Kräfte.

    Wer sich heute lediglich über die Leitmedien informiert, ist nicht richtig informiert. Leider dauert es viel zu lange, bis die Wahrheit über Bergoglio (und bezogen auf Merkel in Deutschland) sich Bahn bricht. Die Menschen glauben es erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

    Es gibt nur den einen Weg: dass sich die Menschen auf die Straße begeben und – wie in Chemniz – den Mund aufmachen, um ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Es ist ein Armutszeugnis ohnegleichen, dass jetzt der Ruf nach einer Beobachtung der AFD durch den Verfassungsschutz wieder lauter wird.

    Gleichzeitig ist das wohl nur zu deuten als Geste der Angst. Der Wind dreht sich, je schneller alle wohlalimentierten Gutmenschenchristen, die Merkels Politik gestützt, mitgetragen und mitverantwortet haben, aufwachen, um sich zu wehren!

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