Päpstliche Basilika für deutsche Ministranten in Disco verwandelt

Ministranten
Päpstliche Basilika zur Zwangsbespaßung von deutschen Ministranten mißbraucht

(Rom) Was ist los mit der Kir­che? Die­se Fra­ge stel­len sich Gläu­bi­ge nach dem, was am Diens­tag beim Besuch deut­scher Mini­stran­ten in der Patri­ar­chal­ba­si­li­ka Sankt Paul vor den Mau­ern gesche­hen ist.

Mini­stran­ten aus ver­schie­de­nen Län­dern befin­den sich der­zeit zur 12. Inter­na­tio­na­len Mini­stran­ten­wall­fahrt in Rom. Es han­delt sich um die bis­her zah­len­mä­ßig größ­te ihrer Art. Allein aus der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land sind 50.000 Mini­stran­ten in die Ewi­ge Stadt gekom­men, aus Öster­reich noch ein­mal 4.000.

Die eigent­li­che Mini­stran­ten­wall­fahrt dau­ert vom 30. Juli bis 3. August.

Am 31. Juli kam es dabei zu einem Vor­fall, der bei römi­schen Gläu­bi­gen Stau­nen, Ärger und Ent­täu­schung ver­ur­sach­te.

Offi­zi­ell soll­te am Vor­mit­tag in der päpst­li­chen Basi­li­ka San Pao­lo fuo­ri le mura eine Mes­se für „deut­sche Mini­stran­ten“ zele­briert wer­den. Soviel haben die stau­nen­den Römer ver­stan­den. Die Basi­li­ka ist eine der alt­ehr­wür­dig­sten Kir­chen der Chri­sten­heit. In ihr befin­det sich genau unter dem Altar das Grab des Völ­ker­apo­stels Pau­lus. Hier erlitt er das Mar­ty­ri­um und wur­de nach sei­ner Hin­rich­tung vor mehr als 1950 Jah­ren begra­ben. Am Altar über sei­nem Grab dür­fen nur der Papst und von ihm dele­gier­te Wei­he­trä­ger zele­brie­ren.

Katholische Psychedelic Trance?

Augen­zeu­gen berich­te­ten, daß die Orga­ni­sa­to­ren, also die deut­schen Ver­ant­wort­li­chen der Wall­fahrt, in der Kir­che ein Spek­ta­kel insze­nier­ten, das nicht an die hei­li­ge Lit­ur­gie, son­dern mehr an eine Pro­fa­nie­rung erin­ner­te.

Empör­te Zeu­gen spra­chen von einer „unglaub­li­chen, ja apo­ka­lyp­ti­schen Sze­ne­rie“, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na. Die Kir­che war in ein Lich­ter­meer getaucht, das einer Dis­ko­thek oder einem psy­che­de­li­schen Spek­ta­kel ent­sprach. „Was geschah eig­net sich für ein Rock­kon­zert, aber ziemt sich nicht für einen hei­li­gen Ort“, so die Nach­rich­ten­sei­te. Chor, Tasten­in­stru­men­te und Schlag­zeug waren direkt neben dem Pau­lus­grab posi­tio­niert. Die Apsis und das Zibo­ri­um des Arnol­fo di Cam­bio wur­de völ­lig ver­deckt.

Die Säu­len, Decken und Wän­de der Basi­li­ka, die groß­ar­ti­ge Kunst­wer­ke, Mosai­ke, Fres­ken, Stein­metz- und Holz­ar­bei­ten zei­gen, wur­den durch Schein­wer­fern in Neon­far­ben getaucht, wie sie beim Psy­che­de­lic Tran­ce Festi­val O.Z.O.R.A. zum Ein­satz kom­men. In der gan­zen Basi­li­ka wur­den Groß­lein­wän­de, Büh­nen und ein Viel­zahl von Laut­spre­chern auf­ge­stellt, die mit vol­ler Laut­stär­ke zum Ein­satz kamen.

In ihrem Ursprung wur­de die Basi­li­ka von Kai­ser Kon­stan­tin dem Gro­ßen errich­tet und im Jahr 324 geweiht. Unter Kai­ser Theo­dosi­us wur­de sie im Jahr 391 in den heu­ti­gen Dimen­sio­nen erwei­tert. Am 31. Juli 2018 wur­de sie für die deut­schen Mini­stran­ten in eine gigan­ti­sche Dis­ko­thek umge­wan­delt.

Die Ver­an­stal­ter gaben an, daß rund 9.000 deut­sche Mini­stran­ten beim Spek­ta­kel anwe­send waren. Hat­te sich der Groß­teil der Mini­stran­ten aus dem deut­schen Sprach­raum das „Event“ erspart? Die Mini­stran­ten der ein­zel­nen Diö­ze­sen kom­men ledig­lich an unter­schied­li­chen Tagen und zu unter­schied­li­chen Zei­ten nach Sankt Paul vor den Toren.

Exklusives Nutzungsrecht mit 18.000 Euro „erkauft“?

Irri­tiert waren Gläu­bi­ge auch, daß der von den Ver­an­stal­tern ein­ge­setz­te Ord­nungs­dienst, dar­un­ter auch ein deut­scher Prie­ster, mit unglaub­li­cher Vehe­menz allen ande­ren, Tou­ri­sten, Rei­se­lei­tern, ein­fa­chen Gläu­bi­gen, ja sogar den Pfarr­an­ge­hö­ri­gen, den Zutritt zur Basi­li­ka ver­wei­ger­ten. Was hat­ten sie zu ver­ber­gen? Soll­te ihre Schän­dung der alt­ehr­wür­di­gen Basi­li­ka nicht gese­hen wer­den?

Begrün­det wur­de die Vehe­menz mit dem Hin­weis, man habe 18.000 Euro für die Nut­zung der Struk­tur bezahlt, womit wohl kei­ne Mie­te für die Kir­che, son­dern die Kosten für die Bühnen‑, Licht- und Audio ‑Tech­nik gemeint waren. Jeden­falls, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na, „wur­de mit den Kosten ein exklu­si­ve Nut­zung der Basi­li­ka“ behaup­tet.

Wie der katho­li­sche Nach­rich­ten­dienst berich­te­te, muß­ten Sicher­heits­kräf­te des Vati­kans ein­schrei­ten, um den Orga­ni­sa­to­ren begreif­lich zu machen, daß eine „Pri­va­ti­sie­rung“ des Got­tes­hau­ses aus­ge­schlos­sen ist, ganz egal wie­viel Geld für die Cho­reo­gra­phie aus­ge­legt wur­de.

Die „Show“ soll bis Sams­tag fort­ge­setzt wer­den. „Außer es wird von höhe­rer Stel­le ein­ge­grif­fen“, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na. Gläu­bi­ge beklag­ten, daß bereits am ver­gan­ge­nen Sonn­tag mit Audio­pro­ben bei höch­ster Laut­stär­ke begon­nen wur­de. Dabei sei­en Musik­stücke im per­fek­ten Rave-Par­ty-Stil gespielt wor­den.

Cor­ris­pon­den­za Roma­na kom­men­tier­te den Vor­fall mit den Wor­ten:

„Daß die Deut­schen die hei­li­ge Lit­ur­gie nach Belie­ben demü­ti­gen und ernied­ri­gen, indem sie ihr Wesen ver­un­stal­ten, ist schon lan­ge bekannt. Daß sie nun auch bean­spru­chen, das  im Haus ande­rer zu tun, ist wirk­lich inak­zep­ta­bel. Es gilt noch zu ver­ste­hen, wer eine sol­che Nut­zung der Basi­li­ka und zu wel­chen Bedin­gun­gen geneh­migt hat, und wel­che Maß­nah­men man nun ange­sichts des ange­rich­te­ten, schwer­wie­gen­den und beschä­men­den Schlacht­fel­des zu ergrei­fen gedenkt.“

Die Freiburger

Wer ist also für das Spek­ta­kel in der Basi­li­ka ver­ant­wort­lich?

Ver­an­stal­ter für die Rom-Wall­fahrt sind die diö­ze­sa­nen Stel­len für die Jugend­pa­sto­ral. Jedes Bis­tum rich­te­te für die Mini­stran­ten­wall­fahrt eine eige­ne Inter­net­sei­te ein. Dort wird man fün­dig.

Dem­nach wer­den die Mini­stran­ten der ver­schie­de­nen Bis­tü­mer an unter­schied­li­chen Tagen und zu unter­schied­li­chen Uhr­zei­ten zum Psy­che­de­lic Tran­ce Festi­val gebracht. Den Mini­stran­ten des Erz­bis­tums Mün­chen und Frei­sing, gelei­tet von Kar­di­nal Rein­hard Marx, dem Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, steht das Spek­ta­kel noch bevor. Für sie steht St. Paul vor den Mau­ern am Sams­tag, 2. August ab 17 Uhr auf dem Pro­gramm. Das Stich­wort lau­tet viel­sa­gend „Ani­ma­zio­ne“ samt „Diö­ze­sa­nem Abschluss­got­tes­dienst mit Kar­di­nal Rein­hard Marx“ ab 18.30 Uhr.

Am Vor­mit­tag des 31. Juli waren die Mini­stran­ten des Erz­bis­tums Frei­burg an der Rei­he. Sie haben, so die offi­zi­el­le Inter­net­sei­te,

„mit einem gemein­sa­men Got­tes­dienst in der Basi­li­ka St. Paul vor den Mau­ern das Frei­bur­ger Pro­gramm der Inter­na­tio­na­len Mini­stran­ten­wall­fahrt eröff­net. Der Frei­bur­ger Weih­bi­schof Dr. Micha­el Ger­ber begrüß­te die Jun­gen und Mäd­chen aus 250 Pfar­rei- und Seel­sor­ge­ein­heits­grup­pen. Das Mot­to der Wall­fahrt lau­tet ‚Suche den Frie­den und jage ihm nach‘.“

Den Gesich­tern und der Kör­per­hal­tung vie­ler Jugend­li­cher war wäh­rend des Spek­ta­kels vor allem Ver­le­gen­heit anzu­mer­ken. Ihnen ist kein Vor­wurf zu machen. Sie wur­den zwangs­be­glückt. Soviel steht fest: Die Show war nicht ihre Erfin­dung. Sie wur­de ihnen von oben vor­ge­setzt, weil die Kir­chen­ver­ant­wort­li­chen und ihr haupt­amt­li­cher Appa­rat offen­sicht­lich über­zeugt sind, man müs­se Jugend­li­che „cool“ bespa­ßen, um sie in die Kir­che zu brin­gen.

Am Rande notiert

Im Erz­bis­tum Frei­burg wur­de für die Wall­fahrt ein Logo ent­wor­fen, in dem gleich zwei zumin­dest frag­wür­di­ge oder miß­ver­ständ­li­che Sym­bo­le zu sehen sind.

Ministrantenwallfahrt Rom 2018 Todesrune Handschlag Erzbistum Freiburg
Mini­stran­ten­wall­fahrt Rom 2018: Logo des Erz­bis­tums Frei­burg mit Todes­ru­ne und SED-Hand­schlag-Emblem.

Das ist ein­mal die Todes­ru­ne, die von der soge­nann­ten „Frie­dens­be­we­gung“ ver­wen­det wur­de. Es wur­de bereits in der Anti­ke als auf den Kopf gestell­tes Kreuz zum anti­christ­li­chen Sym­bol  und als Nero­kreuz bekannt. Die Mus­li­me, die 711 über Spa­ni­en nach Euro­pa vor­dran­gen, ver­wen­de­ten es aus Ver­ach­tung gegen die Chri­sten. Auch im Nahen Osten im Kampf gegen die Kreuz­rit­ter zeig­ten es Mus­li­me.
1958 such­te der Kom­mu­nist Bert­rand Rus­sel ein Sym­bol für den von lin­ken Grup­pen initi­ier­ten, gegen die NATO gerich­te­ten „Frie­dens­marsch“. Rus­sel, für sei­ne radi­ka­le Ableh­nung des Chri­sten­tums bekannt, ent­schied sich – wohl nicht ohne Hin­ter­ge­dan­ken – für die Todes­ru­ne oder Nero­kreuz.

War­um aber soll­ten Katho­li­ken einen Bedarf haben, ein umge­kehr­tes Kreuz zu tra­gen?

Das zwei­te Sym­bol ist der Hand­schlag, auch als Ver­brü­de­rungs­hän­de bekannt, das seit dem 18. Jahr­hun­dert ein Sym­bol der Frei­mau­re­rei ist. Seit 1848 gehört er auch zum sozia­li­sti­schen Sym­bol-Kanon, erst­mals ver­wen­det 1848 von der All­ge­mei­nen Deut­schen Arbei­ter­ver­brü­de­rung, die damals eng mit dem Bund der Kom­mu­ni­sten zusam­men­ar­bei­te­te. 1946 wur­de er zum Emblem der Sozia­li­sti­schen Ein­heits­par­tei Deutsch­lands (SED). Noch 1998 pla­ka­tier­te die CDU im Bun­des­tags­wahl­kampf das SED-Hand­schlag-Sym­bol mit der Bot­schaft „Auf­pas­sen Deutsch­land!“

Auf­pas­sen soll­ten auch Kir­chen­ver­ant­wort­li­che, wel­cher miß­ver­ständ­li­chen oder sogar anti­christ­li­chen Sym­bo­lik sie jun­ge Katho­li­ken aus­set­zen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Diö­ze­sa­ne Inter­net­sei­ten zur Ministrantenwallfahrt/Corrispondenza Romana/Youtube (Screen­shots)

10 Kommentare

  1. Die­ses psy­che­de­li­sches und im Kern blas­phe­mi­sches Spek­ta­kel ähnelt wie zwei Was­ser­trop­fen die Ent­eh­rung der frü­he­ren Jesui­ten­kir­che der Gesú in Brüs­sel.
    Gele­gen beim Nord­bahn­hof, über Jahr­zehn­ten das Haupt­zen­trum der nie­der­län­disch­spra­chi­gen Jesui­ten in Brüs­sel, schmolz die Kom­müni­tät seit den 60er Jah­ren rapi­de dahin.
    Die Kir­che wur­de dann erst mal still­ge­legt (wegen des schö­nen roma­ni­schen Por­tals nicht abbrech­bar weil unter Denk­mal­schutz) und dann tra­ten die „Gut­men­schen“ in Akti­on:
    die Kir­che wur­de von den Jesui­ten für „kul­tu­rel­le Akti­vi­tä­ten“ einer ASBL („Asso­cia­ti­on sans but lucratif“)(belgische Ver­si­on der VZW) mit „kul­tu­rel­len Ver­an­stal­tun­gen für die Jugend“ zur Ver­fü­gung gestellt:
    fak­tisch am Wochen­en­de immer Dis­ko­ver­an­stal­tun­gen mit blas­phe­mi­scher Musik, roten, gel­ben und blau­en Neon­be­leuch­tun­gen, dia­bo­li­sche Txten, Dro­gen usw.
    Im Chor vor­ne (sehr unklar ob die Kir­che ent­weiht war- es befan­den sich noch christ­li­che Abbil­dun­gen und Sta­tu­en dar­in) war eine meh­re­re Meter brei­te Wand­ma­le­rei mit Sprüh­do­sen­far­be ange­bracht, mul­ti-color, und wohls den Teu­fel mit brei­ten Flü­geln dar­stel­lend (paßt gut zu den Teu­fels­kul­ten dort).
    Wenn die Sache her­aus­kam und auf http://www.kavlaanderen.blogspot.be aus­führ­lich doku­men­tiert und berich­tet wur­de: zuerst Schwei­gen, Geh­eu­le über „Schmerz und Skan­dal“, Ver­su­che zur Intimi­die­rung.
    Der Kon­vent selbst stand nie­mals leer: noch wäh­rend des Weg­gangs der letz­ten gut­mensch­li­chen und super­so­zia­len Jesui­ten wur­den schon Flücht­lings­fa­mi­li­en und Asy­lan­ten ein­quar­tiert- nach ihrem eige­nen Heft­chen „Jesui­ten“ der moder­ne „Him­mel auf Erde“.(2009–2011)
    (Bru­xel­les- Nord mit dem Parc Maxi­mi­li­en liegt bekann­ter als je vor deren Tür).
    Es ging natür­lich nicht gut.
    In Früh­jahr 2012 such­ten eini­ge total ver­stör­te und ver­äng­stig­te Flücht­lings­fa­mi­li­en­vä­ter im Zen­trum von Brüs­sel bei eini­gen anstän­di­gen und kon­ser­va­tiv-seriö­sen Prie­stern Hil­fe weil in die­ser „Exkom­mu­ni­tät“ ihre Kin­der, haupt­säch­lich dann auch noch Mäd­chen, mole­stiert wur­den und zum Kin­der­strich gelockt/gezogen/ vor­be­rei­tet wur­den.
    Rasche Nach­richt an Erz­bi­schof Msgr. Léo­nard, der den loka­len Bür­ger­mei­ster E.Kir (übri­gens selbst Mus­lim) kon­tak­tier­te.
    In der dar­auf­fol­gen­den Nacht um 05.00 früh­mor­gens wur­de der Laden gestürmt, alles durch­sucht, die bra­ve Fami­li­en woan­drs sicher unter­ge­bracht und die Ban­di­ten ver­haf­tet und gericht­lich ver­folgt.
    Und jetzt nicht lachen: um 10.00 eine lau­te und schimp­fen­de Pres­se­kon­fe­renz der lin­ken Gut­men­schen gegen die Poli­zei, mit Ver­teu­fe­lung aller „rech­ten Umtrie­ben“ usw.; kei­ne 5 Minu­ten spä­ter (noch wäh­rend der Pres­se­kon­fe­renz) kam über Radio schon die Mel­dung über die pädo­phi­le Über­grif­fe und dem Mäd­chen- und Kin­der­han­del dort.
    Die lin­ke Gut­mensch­lich­keit mit häß­lich­ster Frat­ze tor­pe­diert.
    Der Links­main­stream und die moder­ne Kir­che in Bel­gi­en hat es Msgr. EB nie ver­zie­hen.
    P. Fran­zis­kus hat die­sen tüch­ti­gen kirch­li­chen Sol­da­ten auch nie Kar­di­nal ernannt; EB Léo­nard arbei­tet in einem Mari­en­wall­fahrts­ort in den süd­li­chen fran­zö­si­schen Alpen als Hilfs­vi­kar.

  2. Das zeigt, wie weit das Böse bereits in die katho­li­sche Kir­che ein­ge­drun­gen ist. Es wird ver­sucht, den Jugend­li­chen den Sinn für das Ästhe­ti­sche und Schö­ne zu rau­ben. Glei­ches geschieht im Bau moder­ner Kir­chen oder Woh­nungs­häu­ser, die eher kom­mu­ni­sti­schen Plat­ten­bau­ten, Wür­feln und Lager­hal­len glei­chen, als Häu­sern oder Kir­chen.
    Nicht nur Prie­ster sol­len aus Semi­na­ren ver­trie­ben wer­den, son­dern auch Mini­stran­ten ver­welt­licht und vom Glau­ben abge­bracht wer­den. In allen Lebens­be­rei­chen herrscht ein Kampf gegen christ­li­che Wer­te und es wäre wich­tig, wenn wie­der der tie­fe Sinn die­ser Wer­te der Öffent­lich­keit näher­ge­bracht wer­den wür­de. Dazu bräuch­te es weni­ger Feig­lings­sün­den der Prie­ster, die immer mehr zurück­wei­chen und das Katho­li­sche auf­ge­ben, zugun­sten eines unge­sun­den, welt­li­chen Ehr­gei­zes.

    Es gibt Din­ge, die kein Mensch, son­dern nur Gott tun kann, wenn man ihm ent­spre­chend die Ehre erweist. Doch das tun vie­le Prie­ster nicht mehr und wun­dern sich, dass die Kir­chen immer lee­rer wer­den. Die Ant­wor­ten auf die­ses Pro­blem sind uralt, mit moder­nen Ansät­zen wird man es nicht lösen kön­nen. Es wäre nötig, dass man das 2. VK ein­mal bei­sei­te schiebt, denn es stellt nur unnö­ti­ge Denk­bar­rie­ren auf.

    Wenn Lesun­gen aus­ge­las­sen wer­den, das Schuld­be­kennt­nis durch ein ein­fa­ches „Herr, erbar­me dich“ ersetzt wird, Pre­dig­ten und Für­bit­ten um die immer sel­ben welt­li­chen The­men krei­sen, den Gläu­bi­gen eher ein Umwelt­sün­den­be­wusst­sein als ein Sün­den­be­wusst­sein gemacht und Huma­nis­mus ein­ge­impft wird, mit Hand­kom­mu­nio­nen und der Ent­fer­nung von Kom­mu­ni­onbän­ken die Ehr­furcht vor dem hei­lig­sten Sakra­ment genom­men wird, das Beicht­an­ge­bot mini­miert wird, selbst unter Ordens­prie­stern die Vor­bil­der sein soll­ten, Zank und Streit herrscht, aus Prie­stern mit­un­ter Sozi­al­ar­bei­ter gemacht wer­den und Ober­fläch­lich­kei­ten über Ober­fläch­lich­kei­ten statt dem unver­fälsch­ten katho­li­schen Glau­ben ange­bo­ten wer­den, soll­te klar sein, wo anzu­set­zen ist.

    Nir­gends in den Doku­men­ten des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils steht drin, dass man all das tun soll. Aus Aus­nah­men wur­de wider Kir­chen­ge­set­zen die Regel, die 10 Gebo­te wur­den demo­kra­ti­siert und auf­ge­weicht. Auf­ge­zähl­te Din­ge sind zwei­fels­oh­ne groß­teils die „Früch­te“ des Kon­zils und auch der viel­be­schwo­re­ne „Geist“ des Kon­zils spie­gelt sich dar­in wider. Alles nega­ti­ve Din­ge, die nicht weni­ge See­len in die Höl­le gebracht haben dürf­ten.

    • Davon steht nichts in den Kon­zils­tex­ten, weil die Lit­ur­gie­re­form hin­ter­her kam. Die Art wie die neue Mes­se gefei­ert wird ist aber nicht zu bekla­gen. Das Meß­buch lässt Frei­hei­ten. Und Paul VI. hat die Hand­kom­mu­ni­on erlaubt. Das Papst­amt soll dafür sor­gen, daß der Glau­be bewahrt bleibt. Wer glaubt, daß Paul VI. Papst war, muß dies anneh­men. Päp­ste und ein öku­me­ni­sches Kon­zil kön­nen die See­len nie in die Höl­le füh­ren. Dann hät­ten die Pfor­ten der Höl­le die Kir­che über­wäl­tigt.
      Also, ent­we­der wir sind den Kon­zil­späp­sten und dem Kon­zil, und somit dem ordent­li­chen und außer­or­dent­li­chen Lehr­amt gehor­sam, wie es das Vati­ka­num I von uns ver­langt oder wir leh­nen dies alles ab und fra­gen uns, ob Päp­ste so han­deln kön­nen. Dazwi­schen gibt es nichts.
      Atha­na­si­us hat dem Aria­nus auch zur rech­ten Zeit wider­stan­den. Ent­schei­den wir uns also. Denn eine offi­zi­el­le Ver­ur­tei­lung die­ser Irr­leh­ren kann noch lan­ge dau­ern.

      • Zitat: „Päp­ste und ein öku­me­ni­sches Kon­zil kön­nen die See­len nie in die Höl­le füh­ren.“

        Was für ein Irr­tum, man sieht doch wel­chen Zustand wir heu­te haben, die Leu­te wer­den in die Irre geführt, die Tore zur Höl­le sind weit geöff­net. Nur ein Blick auf die 10 Gebo­te reicht um dies zu erken­nen. Genau die Frei­hei­ten der Mes­se sind das Pro­blem, dass die Mes­se ver­un­stal­tet wird und den Opfer­cha­rak­ter ver­liert. Einer macht kein Schuld­be­kennt­nis, kein Glau­ben­be­kennt­nis, kei­ne Bit­te um Annah­me des Opfers usw., aber Kon­zer­te, Applaus, Lob den Men­schen im Got­tes­haus!. Der Novus Ordo ist doch eine Ver­an­stal­tung in der die Men­schen unter­hal­ten wer­den und bald jeder Prie­ster macht was er will. Man ver­glei­che dies mit der stil­len Mes­se und man sieht die Zer­stö­rung. Aller­dings muss man sich zuerst mit die­ser beschäf­ti­gen. Und die Opfe­rung ver­ste­hen, die der Gläu­bi­ge zusam­men mit dem Prie­ster macht.

        Die Hand­kom­mu­ni­on ist auch ein Werk der Zer­stö­rung. Wie emp­fängt man einen welt­li­chen König? Man macht sich vie­le Gedan­ken um alles gut zu machen, sonst gibt es Ärger. Und wie emp­fängt man den gött­li­chen König? Vie­le lei­der wie Kino­kar­ten oder Kek­se. Der Ärger kommt spä­ter, beim Gericht.

        War­um ist dann die neue Mes­se nicht zu bekla­gen?

        Es stimmt, die Pfor­ten der Höl­le haben die Kir­che nicht über­wäl­tigt, aber Satan ist mit­ten drin. Wer das nicht bemerkt ist vom Zeit­geist so ein­ge­nom­men, dass er blind ist.

        • @ Fisch
          Sie haben ja voll­kom­men recht, was die Miß­stän­de anbe­langt.
          Wenn wir aber so scharf über den Novus Ordo urtei­len und gleich­zei­tig in Ein­heit mit dem Papst ste­hen wol­len, ergibt sich ein Wider­spruch. Satan kann nie in die Kir­che ein­drin­gen. Satan, der sich des Pap­stes bemäch­tigt und somit Gläu­bi­ge in die Höl­le füh­ren kann? Unmög­lich! Das hat die Kir­che nie gelehrt. Im Gegen­teil: Das Vati­ka­num (I) lehrt die Unfehl­bar­keit des Pap­stes. Und eben nicht nur bei Dog­men!
          Also ent­we­der der NO, das Kon­zil, Amo­ris lae­ti­tia etc. sind Ord­nung und wir haben Päp­ste seit dem Kon­zil oder das Gegen­teil ist der Fall.
          Viel­leicht ist mein Kom­me­n­ar nun ver­ständ­li­cher.

  3. So etwas erwar­te ich in einem Baals-Tem­pel. Ich hof­fe es gab kei­ne Wand­lung und kei­ne Aus­tei­lung der Aller­hei­lig­sten Eucha­ri­stie, zumin­dest kommt sie im Video nicht vor, stört wahr­schein­lich nur.
    Frü­her wur­de man in Shorts zu Recht in Ita­li­en in kei­ne Kir­che gelas­sen. Jetzt sind die Zei­ten ange­bro­chen, in denen man Frau­en nicht von Män­nern unter­schei­den kann.

    Ich möch­te berich­ten von einer zwar ganz klei­nen aber erstaun­li­chen Ent­wick­lung in Ber­lin. Ein jun­ger pol­ni­scher Prie­ster mit katho­li­schem Cha­ris­ma han­delt, pre­digt, rät, geht auf die Men­schen zu, wählt von den lit­ur­gi­schen Gewän­dern die noch vor­han­de­nen schön­sten und nicht wie üblich die häß­lich­sten aus, benutzt die Kan­zel für katho­li­sche Pre­dig­ten und fei­ert das Hl. Mess­op­fer sehr wür­dig und wie selbst­ver­ständ­lich ein­mal im Monat in der über­lie­fer­ten Form. Hier gibt es dann Mini­stran­ten (a. 16–24 Jah­re) mit einem intel­li­gen­ten sau­be­ren Gesichts­aus­druck, jun­ge Män­ner und kei­ne Bar­bie­pup­pen, zwar noch etwas unge­übt, aber lern­fä­hig und lern­wil­lig auch in Hal­tung und Gehen — eine Freu­de.

  4. „Das Vati­ka­num (I) lehrt die Unfehl­bar­keit des Pap­stes. Und eben nicht nur bei Dog­men!“

    Auf­rich­ti­ger­wei­se muss man wohl sagen, dass die­ser Satz nicht dem Wort­laut des Dog­mas in dem Doku­ment Pastor Aeter­nus des I. Vati­ca­num ent­spricht. Ich zitie­re aus der Über­set­zung, die man hier

    http://www.kathpedia.com/index.php/Pastor_aeternus_(Wortlaut)

    fin­det:

    „Im treu­en Anschluss also an die Über­lie­fe­rung, wie Wir sie von der ersten Zeit des Chri­sten­tums an über­kom­men haben, leh­ren Wir zur Ehre Got­tes uns­res Hei­lan­des. zur Ver­herr­li­chung der katho­li­schen Reli­gi­on und zum Heil der christ­li­chen Völ­ker, unter Zustim­mung des hei­li­gen Kon­zils, und erklä­ren es als von Gott geof­fen­bar­tes Dog­ma: Wenn der römi­sche Papst „ex Cathe­dra“ spricht, — das heißt, wenn er in Aus­übung sei­nes Amtes als Hir­te und Leh­rer aller Chri­sten mit sei­ner höch­sten Apo­sto­li­schen Auto­ri­tät erklärt, dass eine Leh­re, die den Glau­ben oder das sitt­li­che Leben betrifft, von der gan­zen Kir­che gläu­big fest­zu­hal­ten ist, — dann besitzt er kraft des gött­li­chen Bei­stan­des, der ihm im hei­li­gen Petrus ver­hei­ßen wur­de, eben jene Unfehl­bar­keit, mit der der gött­li­che Erlö­ser sei­ne Kir­che bei Ent­schei­dun­gen in der Glau­bens- und Sit­ten­leh­re aus­ge­rü­stet wis­sen woll­te. Des­halb las­sen sol­che Leh­rent­schei­dun­gen des römi­schen Pap­stes kei­ne Abän­de­rung mehr zu, und zwar schon von sich aus, nicht erst infol­ge der Zustim­mung der Kir­che. Wer sich aber ver­mes­sen soll­te, was Gott ver­hü­te, die­ser Unse­rer Glau­bens­ent­schei­dung zu wider­spre­chen: der sei im Bann.“

    Man hat die Wor­te „mit sei­ner höch­sten Apo­sto­li­schen Auto­ri­tät erklärt“ eigent­lich immer so ver­stan­den, dass der Papst deut­lich machen muss, dass er eine Leh­re als unfehl­bar defi­nie­ren will und die­se Leh­re klar her­aus­ge­stellt und abge­grenzt sein muss. Somit sind nicht alle päpst­li­chen Leh­ren unfehl­bar. Von Päp­sten, die sich irr­ten, gibt es auch eini­ge ‑wenn­gleich weni­ge — Bei­spie­le in der Geschich­te. So wider­stand der hl. Atha­na­si­us nicht nur dem Ari­us, son­de­ren auch sei­nem schwa­chen Papst Libe­ri­us, der dem Aria­nis­mus zuge­neigt war. Die Recht­mä­ßig­keit von Libe­ri­us wegen sei­ner aria­ni­schen Irr­tü­mer wur­de aller­dings weder von Atha­na­si­us noch von sei­nen Nach­fol­gern in Zwei­fel gezo­gen.

    • @ Andre­as:
      Ja, der Papst lehrt unfehl­bar, wenn er „ex Cathe­dra“ spricht. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel auch Hei­lig­spre­chun­gen. Wir dür­fen also nicht behaup­ten, daß bestimm­te Hei­li­ge kei­ne Hei­li­ge sind. Dies gehört zum außer­or­dent­li­chen Lehr­amt.
      Der Papst ist aber auch im ordent­li­chen Lehr­amt unfehl­bar.
      Dog­ma­ti­sche Kon­sti­tu­ti­on Dei Fili­us, Kapi­tel 3, Den­zin­ger-Schön­met­zer:
      „Mit gött­li­chem und katho­li­schem Glau­ben ist all das zu glau­ben, was im geschrie­be­nen oder über­lie­fer­ten Wort Got­tes ent­hal­ten ist, und von der Kir­che, sei es in fei­er­li­cher Ent­schei­dung, oder kraft ihres ordent­li­chen und all­ge­mei­nen Lehr­am­tes, also von Gott geof­fen­bart zu glau­ben vor­ge­legt wird.“
      Ein öku­me­ni­sches Kon­zil gehört nor­ma­ler­wei­se zum außer­or­dent­li­chen uni­ver­sa­len Lehr­amt. Und selbst wenn das V2 „nur“ ordent­lich sein soll, ist man die­sem im Gehor­sam und im Glau­ben ver­pflich­tet.
      Das ver­langt Paul VI. auch.
      In Spi­ri­tu Sanc­to con­gre­ga­tum:
      „Wir befeh­len aber, und ver­ord­nen, daß alle Christ­gläu­bi­gen sich treu und gewis­sen­haft nach allen Kon­zils­be­schlüs­sen rich­ten, zur Ehre Got­te, zum Ruhm der hei­li­gen Mut­ter Kir­che und für die Ruhe und den Frie­den aller Men­schen. Das alles haben Wir gebil­ligt und fest­ge­setzt, und Wir ent­schei­den daß die­se Doku­men­te für immer fest, gül­tig und wirk­sam ste­hen und blei­ben.“

      „So wider­stand der hl. Atha­na­si­us nicht nur dem Ari­us, son­de­ren auch sei­nem schwa­chen Papst Libe­ri­us, der dem Aria­nis­mus zuge­neigt war. Die Recht­mä­ßig­keit von Libe­ri­us wegen sei­ner aria­ni­schen Irr­tü­mer wur­de aller­dings weder von Atha­na­si­us noch von sei­nen Nach­fol­gern in Zwei­fel gezo­gen.“
      So argu­men­tier­ten bei­spiels­wei­se die Alt­ka­tho­li­ken und ande­re Geg­ner der Kon­zils­be­schlüs­se. Pius IX. und das Vati­ka­num haben die­se Argu­men­te wider­legt. Die „Häre­si­en“ von Libe­ri­us oder auch Hono­ri­us schei­nen dem­nach nicht so schlimm gewe­sen zu sein.

      Nach dem Kon­zil (V2) schei­nen die Irr­leh­ren aber so schlimm zu sein, daß treue Katho­li­ken nicht mehr fol­gen. Und das zu Recht. Das ver­langt aber Kon­se­quen­zen.

    • @ Andre­as:
      Ja, der Papst lehrt unfehl­bar, wenn er „ex Cathe­dra“ spricht. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel auch Hei­lig­spre­chun­gen. Wir dür­fen also nicht behaup­ten, daß bestimm­te Hei­li­ge kei­ne Hei­li­ge sind. Dies gehört zum außer­or­dent­li­chen Lehr­amt.
      Der Papst ist aber auch im ordent­li­chen Lehr­amt unfehl­bar.
      Dog­ma­ti­sche Kon­sti­tu­ti­on Dei Fili­us, Kapi­tel 3, Den­zin­ger-Schön­met­zer:
      „Mit gött­li­chem und katho­li­schem Glau­ben ist all das zu glau­ben, was im geschrie­be­nen oder über­lie­fer­ten Wort Got­tes ent­hal­ten ist, und von der Kir­che, sei es in fei­er­li­cher Ent­schei­dung, oder kraft ihres ordent­li­chen und all­ge­mei­nen Lehr­am­tes, also von Gott geof­fen­bart zu glau­ben vor­ge­legt wird.“
      Ein öku­me­ni­sches Kon­zil gehört nor­ma­ler­wei­se zum außer­or­dent­li­chen uni­ver­sa­len Lehr­amt. Und selbst wenn das V2 „nur“ ordent­lich sein soll, ist man die­sem im Gehor­sam und im Glau­ben ver­pflich­tet.
      Das ver­langt Paul VI. auch.
      In Spi­ri­tu Sanc­to con­gre­ga­tum:
      „Wir befeh­len aber, und ver­ord­nen, daß alle Christ­gläu­bi­gen sich treu und gewis­sen­haft nach allen Kon­zils­be­schlüs­sen rich­ten, zur Ehre Got­te, zum Ruhm der hei­li­gen Mut­ter Kir­che und für die Ruhe und den Frie­den aller Men­schen. Das alles haben Wir gebil­ligt und fest­ge­setzt, und Wir ent­schei­den daß die­se Doku­men­te für immer fest, gül­tig und wirk­sam ste­hen und blei­ben.“

      „So wider­stand der hl. Atha­na­si­us nicht nur dem Ari­us, son­de­ren auch sei­nem schwa­chen Papst Libe­ri­us, der dem Aria­nis­mus zuge­neigt war. Die Recht­mä­ßig­keit von Libe­ri­us wegen sei­ner aria­ni­schen Irr­tü­mer wur­de aller­dings weder von Atha­na­si­us noch von sei­nen Nach­fol­gern in Zwei­fel gezo­gen.“
      So argu­men­tier­ten bei­spiels­wei­se die Alt­ka­tho­li­ken und ande­re Geg­ner der Kon­zils­be­schlüs­se. Pius IX. und das Vati­ka­num haben die­se Argu­men­te wider­legt. Die „Häre­si­en“ von Libe­ri­us oder auch Hono­ri­us schei­nen dem­nach nicht so schlimm gewe­sen zu sein.

      Nach dem Zwei­ten Vati­ka­num schei­nen die Irr­leh­ren aber so schlimm zu sein, daß treue Katho­li­ken nicht mehr fol­gen. Und das zu Recht. Das ver­langt aber Kon­se­quen­zen.

  5. Sel­ten einen der­art ten­den­ziö­sen und die Wahr­heit ver­zer­ren­den Arti­kel gele­sen. Von der Musik ange­fan­gen: Wenn man von dem The­ma offen­sicht­lich abso­lut kei­ne Ahnung hat, soll­te man nicht dar­über schrei­ben. Mit den genann­ten Stil­rich­tun­gen hat­te die Musik jeden­falls abso­lut nichts zu tun. Dar­über hin­aus stellt sich die Fra­ge war­um rhyth­mi­sche Musik ein gene­rel­les No go in Kir­chen bzw der Mes­se sein soll­te? Wer in den letz­ten 20 Jah­ren irgend­ei­ne „Dis­ko“ besucht hat soll­te wis­sen, dass sowohl die Licht­in­stal­la­ti­on als auch die Musik damit in kei­ner Wei­se ver­gleich­bar ist. Dass die Art nicht jedem glei­cher­ma­ßen gefällt, mag sein. Dass bei einer sol­chen Mas­sen­ver­an­stal­tung nicht alles per­fekt läuft und so man­cher Ord­ner sei­nen Job viel­leicht zu ernst genom­men hat, kann gut sein. Ich bin selbst eher ein Freund einer gedie­ge­nen Lit­ur­gie. Aber dar­aus eine der­ar­ti­ge Ver­schwö­rungs­theo­rie von Kom­mu­nis­mus über Frei­mau­rer bis zur Abschaf­fung der Kir­che zu basteln, hat mit christ­li­cher Auf­rich­tig­keit auch nichts mehr zu tun. Ich bin selbst Musi­ker und habe Got­tes­dien­ste sowohl mit Orgel als auch mit Band beglei­tet. Unter ande­rem eine Andacht in Rom für die Augs­bur­ger Mini­stran­ten. Bei­des ist einer hei­li­gen Mes­se wür­dig. Man kann den hei­li­gen Geist aber in For­ma­lis­men der­ar­tig ein­engen, dass er nicht mehr wir­ken kann.

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