Wer wird Franziskus II.

Kardinalstaatssekretär Parolin und Papst Franziskus: Wer wird Franziskus II.?
Kardinalstaatssekretär Parolin und Papst Franziskus: Wer wird Franziskus II.?

(Rom) In der katho­li­schen Kir­che herrscht erheb­li­che Unru­he. Das gilt beson­ders für Rom. Ein Grund dafür ist die Cor­rec­tio filia­lis, eine Zurecht­wei­sung wegen der Ver­brei­tung von Häre­si­en, die von zahl­rei­chen katho­li­schen Per­sön­lich­kei­ten Papst Fran­zis­kus wegen sei­nes nach­syn­oda­len Schrei­bens Amo­ris lae­ti­tia vor­ge­legt wur­de. Die Unru­he läßt die Fra­ge nach dem Nach­fol­ger von Fran­zis­kus auf dem Stuhl Petri stär­ker in den Vor­der­grund rücken.

„Über drei Papst­kan­di­da­ten wird in- und außer­halb des Vati­kans geflü­stert. Ein Asia­te, ein Afri­ka­ner und ein Euro­pä­er, um genau zu sein, ein Ita­lie­ner. Nur der drit­te hat eine mini­ma­le Chan­ce, in einem hypo­the­ti­schen, künf­ti­gen Kon­kla­ve gewählt zu wer­den.“

So der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster, der vor allem über Kar­di­nal Luis Tag­le spricht, um in Wirk­lich­keit aber den amtie­ren­den Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin ins Spiel zu brin­gen. Der „Afri­ka­ner“ ist Kar­di­nal Robert Sarah, der vie­len in der Kir­che als Hoff­nungs­schim­mer gilt. Um ihn soll es in die­ser Dar­stel­lung aber nicht gehen.

Kardinal Tagle der „Idealkandidat“

Kar­di­nal Luis Anto­nio Gokim Tag­le gilt pro­gres­si­ven Kir­chen­krei­sen als „Ide­al­kan­di­dat“ für die Nach­fol­ge von Fran­zis­kus. Sie sehen in ihm einen Fran­zis­kus II.

Franziskus und Kardinal Luis Antonio Tagle
Fran­zis­kus und Kar­di­nal Luis Anto­nio Tag­le

Der Sohn eines phil­ip­pi­ni­schen Vaters und einer chi­ne­si­schen Mut­ter stu­dier­te in den USA. 2001 ernann­te ihn Papst Johan­nes Paul II. zum Bischof von Imus, 2011 Papst Bene­dikt XVI. zum Erz­bi­schof von Mani­la. Im Früh­jahr 2012 hat­te der deut­sche Papst bereits 18 Papst­wäh­ler ernannt. Im Herbst folg­ten über­ra­schend wei­te­re sechs Kar­di­nal­s­kre­ierun­gen. Die dürf­ti­ge, indi­rekt geäu­ßer­te Begrün­dung für das ein­ge­scho­be­ne Eil-Kon­si­sto­ri­um lau­te­te, daß Bene­dikt damit Län­der der ehe­mals „Drit­te Welt“ genann­ten Erd­tei­le stär­ker berück­sich­ti­gen wol­le. Deren zu gerin­ge Ver­tre­tung war ihm vor­ge­hal­ten wor­den. Im nach­hin­ein betrach­tet, sieht die Sache anders aus. Bene­dikt XVI. wuß­te um die­se Zeit bereits, daß er zurück­tre­ten und damit bald ein Kon­kla­ve fol­gen soll­te. Unter den im Herbst kre­ierten Kar­di­nä­len befand sich auch der phil­ip­pi­ni­sche Erz­bi­schof Tag­le.

Papst Fran­zis­kus ernann­te die­sen zum Vor­sit­zen­den der Catho­lic Bibli­cal Fede­ra­ti­on, in dem die Katho­li­schen Bibel­wer­ke zusam­men­ge­schlos­sen sind. 2015 mach­te er ihn zudem zum Vor­sit­zen­den der Cari­tas Inter­na­tio­na­lis. „Im Namen aller Armen neh­me ich das Amt an“, sag­te der Phil­ip­pi­ner zur Amts­über­nah­me. Er folg­te dar­in dem hon­du­ra­ni­schen Kar­di­nal Oscar Rodri­guez Mara­dia­ga, der sich nach der Wahl von Fran­zis­kus als „Vize-Papst“ in die Öffent­lich­keit schob und zuletzt ziem­lich deut­lich sei­ne eige­ne Kan­di­da­tur für die Fran­zis­kus-Nach­fol­ge anmel­de­te. In den Kreis der aus­sichts­rei­chen Papa­bi­li konn­te er damit aber nicht auf­rücken.

Der Progressive, den Konservative falsch zuordneten

Anders zeigt sich das Bild im Zusam­men­hang mit Kar­di­nal Tag­le, der im nicht unbe­deu­ten­den deut­schen Sprach­raum auch von kon­ser­va­ti­ven Krei­sen geför­dert wur­de. Auch Kon­ser­va­ti­ven sind sozi­al­ro­man­ti­sche Züge nicht fremd. Die För­de­rung des phil­ip­pi­ni­schen Erz­bi­schofs durch Bene­dikt dürf­te den Aus­schlag gege­ben haben. Bene­dikt zeig­te in sei­nen Ernen­nun­gen aber nicht immer eine klu­ge Hand. Das galt für die USA, wo er Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke zum Bera­ter hat­te. Das galt aber für ande­re Län­der nicht, wo eine ver­gleich­ba­re zuver­läs­si­ge Bera­tung fehl­te. Oder Rom knick­te unter dem Druck einer insze­nier­ten Gegen­öf­fent­lich­keit ein, wie dies im Fall des in Öster­reich ernann­ten Weih­bi­schofs Ger­hard Maria Wag­ner der Fall war.

Tag­le ver­tritt pro­gres­si­ve Posi­tio­nen, was durch sei­ne Mit­ar­beit bei der „Schu­le von Bolo­gna“ von 1995–2001 belegt ist, die ein Mono­pol für die histo­ri­sche Deu­tung des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils und vor allem des „Kon­zils­gei­stes“ bean­sprucht. Sie ver­tritt eine „Her­me­neu­tik des Bru­ches“, dem­zu­fol­ge das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil einen Bruch mit der gesam­ten vor­he­ri­gen Kir­chen­ge­schich­te und einen völ­li­gen Neu­be­ginn dar­stellt. Aus der Feder Tag­les stammt eines der wich­tig­sten Kapi­tel der fünf­bän­di­gen Kon­zils­ge­schich­te der von Giu­sep­pe Dos­set­ti gegrün­de­ten „Schu­le“, die heu­te von Alber­to Mel­lo­ni gelei­tet wird. Der heu­ti­ge Kar­di­nal schrieb das Kapi­tel über die „schwar­ze Woche“ im Früh­jahr 1964. Aus­ge­rech­net Bene­dikt XVI., der mit der „Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät“ die Anti­the­se zur „Schu­le von Bolo­gna“ for­mu­lier­te, hob Tag­le noch schnell in den Kreis der Kir­chen­män­ner, die sei­nen Nach­fol­ger wähl­ten und sei­nes Alters wegen zum poten­ti­el­len Papa­bi­le für ein spä­te­res Kon­kla­ve.

Der aufgehende Stern und die Vorahnung von Haarspaltereien

Die För­de­rung durch Bene­dikt ver­dank­te Tag­le dem­nach weni­ger sei­nen ortho­do­xen Lei­stun­gen, son­dern der simp­len Tat­sa­che, ein Theo­lo­ge zu sein, eine Grup­pe, für die Bene­dikt beson­de­re Sym­pa­thie zeig­te, unab­hän­gig von ihren inhalt­li­chen Posi­tio­nen. Seit der Wahl von Fran­zis­kus gilt Tag­le „in pro­gres­si­sti­schen Krei­sen als auf­ge­hen­der Stern des Kar­di­nals­kol­le­gi­ums“, wie Katholisches.info am 19. März 2015 schrieb. Zwi­schen den bei­den Bischofs­syn­oden über die Fami­lie kri­ti­sier­te er beim 2. Fla­me Youth Con­gress in Wem­bley die „har­te und stren­ge“ Spra­che der Kir­che gegen Ehe­bruch und Homo­se­xua­li­tät. „Sei­ne Schluß­fol­ge­run­gen lie­fern uns eine Vor­ah­nung der Haar­spal­te­rei­en, die sich mit Blick auf die Bischofs­syn­ode im Okto­ber abzeich­nen“, schrieb die Theo­lo­gin Maria Gua­ri­ni (Chie­sa e post­con­ci­lio) im Früh­jahr 2015. Zu den Haar­spal­te­rei­en und noch Schlim­me­rem ist es bei der Schluß­ab­stim­mung der Syn­ode und danach auch gekom­men. Dazu zählt seit­her das Schwei­gen von Papst Fran­zis­kus zu Dubia (Zwei­fel) und Cor­rec­tio filia­lis (Zurecht­wei­sung).

Als Amo­ris lae­ti­tia im April 2016 ver­öf­fent­licht wur­de, gehör­te Tag­le zu den ersten Bischö­fen welt­weit, die dem päpst­li­chen Schrei­ben eine „wei­te“ Aus­le­gung gaben und wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne zur Kom­mu­ni­on zulie­ßen. Im Früh­jahr 2015 hat­te der Kar­di­nal dem Dai­ly Tele­graph ange­deu­tet, daß es nicht nur um die „Wie­der­ent­deckung“ der Barm­her­zig­keit Got­tes gehe, son­dern um einen neu­en Barm­her­zig­keits­be­griff.

„Zum Teil sind es auch die Ver­än­de­run­gen der kul­tu­rel­len und sozia­len Sen­si­bi­li­tät, die dazu füh­ren, daß das, was in der Ver­gan­gen­heit eine akzep­ta­ble Form war, Barm­her­zig­keit zu zei­gen… heu­te, wegen unse­rer moder­nen Men­ta­li­tät, nicht mehr auf die­sel­be Wei­se gese­hen wer­den könn­te.“

Mit Blick auf die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen sag­te er:

„Jede Situa­ti­on von wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen ist aus­rei­chend ein­zig­ar­tig. Am Ende eine gene­rel­le Regel zu haben, könn­te kon­tra­pro­duk­tiv sein. […] Wir kön­nen nicht für alle eine ein­zi­ge For­mel haben.“

„Es ist gut, wenn man ab und zu verwirrt ist“

Sei­ne Posi­tio­nie­rung an der Sei­te von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per bekräf­tig­te Tag­le am Beginn der zwei­ten Bischofs­syn­ode im Okto­ber 2015. Als er gefragt wur­de, ob die ver­schwom­me­nen Aus­sa­gen, die Papst Fran­zis­kus gene­rell vor­ge­wor­fen wer­den, nicht die Ver­wir­rung noch ver­grö­ßern wür­den anstatt Klar­heit zu schaf­fen, sag­te er am 9. Okto­ber der Tages­zei­tung La Stam­pa lapi­dar:

„Es ist gut, ab und zu ver­wirrt zu sein. Wenn die Din­ge immer klar wären, wäre das kein wirk­li­ches Leben mehr.“

Kardinal Tagle und Franziskus in Manila (2015)
Kar­di­nal Tag­le und Fran­zis­kus in Mani­la (2015)

Fran­zis­kus zeig­te früh­zei­tig Sym­pa­thie für den Phil­ip­pi­ner, des­sen Land er Anfang 2015 besuch­te und bei die­ser Gele­gen­heit den Kurs­wech­sel der phil­ip­pi­ni­schen Bischö­fe in Sachen Sexu­al­mo­ral. Mit einer zwie­lich­ti­gen WHO-Behaup­tung in der Hand, wonach mit der Aus­brei­tung des Zika-Virus ein erhöh­tes Enze­pha­li­tis-Risi­ko bei unge­bo­re­nen Kin­dern ein­her­ge­he, stimm­ten sie den von der UNO ver­lang­ten Regie­rungs­plä­nen zur Lega­li­sie­rung der Ver­hü­tung zu.

Alber­to Mel­lo­ni, der heu­ti­ge Lei­ter der pro­gres­si­ven „Schu­le von Bolo­gna“, der Tag­le ange­hört, rührt dem­entspre­chend auch flei­ßig die Wer­be­trom­mel für den phil­ip­pi­ni­schen Kar­di­nal. Als im Herbst 2016 Tag­les auto­bio­gra­phi­sches Gesprächs­buch „Ich habe von den Letz­ten gelernt“ erschien, schrieb Mel­lo­ni in La Repub­bli­ca, der ein­zi­gen Tages­zei­tung die Papst Fran­zis­kus nach eige­ner Anga­be regel­mä­ßig liest, daß Tag­le der „voll­kom­me­ne Fran­zis­kus-Inter­pret“ sei.

In die­sem Buch gab Tag­le bekannt, daß der Welt­frie­den nicht von der Bekeh­rung zu Chri­stus und sei­ner Nach­fol­ge abhängt, son­dern „Welt­frie­den von der Fähig­keit der Reli­gio­nen zum Zusam­men­le­ben abhängt“.

Tagle „zu jung“, Schönborn aber nicht

Der Vati­ka­nist Magi­ster rech­net aber nicht damit, daß Tag­le zum Fran­zis­kus-Nach­fol­ger gewählt wird. Er sei mit sei­nen 60 Jah­ren „zu jung“. Sein Pon­ti­fi­kat könn­te „zu lan­ge“ dau­ern. Vor allem aber sieht Magi­ster beim näch­sten Kon­kla­ve alle Kon­flik­te auf­bre­chen, die Fran­zis­kus seit 2013 in die Kir­che hin­ein­trägt oder ver­schärft.

Franziskus mit Kardinal Schönborn
Fran­zis­kus mit Kar­di­nal Schön­born

Soll­te es beim Kon­kla­ve zu einer anti-ber­go­glia­ni­schen Gegen­be­we­gung kom­men, wären davon alle Kar­di­nä­le betrof­fen, die sich als beson­ders Fran­cis­ce­isch her­vor­tun. Davon hängt auch die Posi­ti­on eines ande­ren Kar­di­nals ab, der inzwi­schen nicht mehr „zu jung“ wäre, den Papst­thron zu bestei­gen: Chri­stoph Kar­di­nal Schön­born.

Erwies Fran­zis­kus 2014/2015 vor allem Tag­le sei­ne Gunst, gilt dies seit der Bischofs­syn­ode 2015 auch für Schön­born. Im Gegen­satz zu Tag­le, ver­stand es Wiens Erz­bi­schof in der Ver­gan­gen­heit, sich mit dem Nim­bus eines über den Par­tei­un­gen ste­hen­den, ehr­li­chen Mak­lers zu umge­ben. Unter Papst Bene­dikt XVI. war er „Ratz­in­ge­ria­ner“ und unter Papst Fran­zis­kus ist er „Ber­go­glia­ner“.

Die­se gei­sti­ge Beweg­lich­keit sichert wäh­rend des jewei­li­gen Pon­ti­fi­kats eine bedeu­ten­de Stel­lung, erweist sich aber nicht unbe­dingt vor­teil­haft in der Nach­fol­ge­fra­ge für den Stuhl Petri. Zum Tra­gen käme sie nur, wenn im Kon­kla­ve der Wunsch nach Kon­ti­nui­tät bestim­mend ist. Das war 2013 nicht der Fall und könn­te erst recht im kom­men­den Kon­kla­ve nicht der Fall sein. Selbst dann hät­te der gebo­re­ne Diplo­mat und aner­kann­te Theo­lo­ge Schön­born noch immer die bes­se­ren Kar­ten als Tag­le.

Franziskus nahestehender Berufsdiplomat als nächster Papst?

Magi­ster sieht Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin als der­zeit aus­sichts­reich­sten Kan­di­da­ten. Soll­te Fran­zis­kus sein Pon­ti­fi­kat zu hart an die Wand fah­ren, wofür eini­ges spricht, könn­ten die Kar­di­nä­le in einem Berufs­di­plo­ma­ten mit einer „soli­den theo­lo­gi­schen Aus­bil­dung, wie sie unter Diplo­ma­ten sel­ten anzu­tref­fen ist“, einen geeig­ne­ten Papa­bi­le sehen. Wer von berufs­we­gen die Ruhe in Per­son ist, könn­te in stür­mi­scher Zeit an Bedeu­tung gewin­nen. Zuletzt war das 1939 der Fall, als Pius XII. gewählt wur­de. Da Paro­lin von Fran­zis­kus in das höch­ste Kurien­amt beru­fen wur­de, könn­ten sich Mehr­hei­ten bil­den, in denen die Ber­go­glia­ner in jedem Fall ver­tre­ten wären:

„Heu­te heißt das Unter­neh­men, das eine wach­sen­de Zahl von Kar­di­nä­len Paro­lin anver­trau­en wür­de, das Kir­chen­schiff durch den von Papst Fran­zis­kus los­ge­tre­te­nen Sturm zu len­ken, indem er des­sen Aus­wüch­se kor­ri­giert, ohne sei­nen Geist zu ver­ra­ten.“

Geht Kardinal Parolin auf Distanz zu Franziskus?
Geht Kar­di­nal Paro­lin zu Amo­ris lae­ti­tia auf Distanz zu Fran­zis­kus?

Paro­lin wies nach der Ver­öf­fent­li­chung der Cor­rec­tio filia­lis am 29. Sep­tem­ber, am Ran­de einer Ver­an­stal­tung von Kir­che in Not, auf die Not­wen­dig­keit eines inner­kirch­li­chen Dia­lo­ges hin. Dar­in sehen Beob­ach­ter ein Abrücken von Papst Fran­zis­kus, der sich seit April 2016 in syste­ma­ti­scher Dia­log­ver­wei­ge­rung übt. Der Kar­di­nal­staats­se­kre­tär griff damit auf, was Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler, der von Fran­zis­kus unfreund­lich als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on ent­las­sen wur­de, bereits am 26. Sep­tem­ber nahe­ge­legt hat­te.

Es wird im Streit um Amo­ris lae­ti­tia ent­schei­dend für die wei­te­re Ent­wick­lung der Kir­che, aber auch der künf­ti­gen Rol­le von Kar­di­nal Paro­lin sein, ob er mit sei­ner Dia­log­for­de­rung bei Papst Fran­zis­kus durch­drin­gen kann.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va/AsiaNews/MiL (Screen­shots)

2 Kommentare

  1. Also wenn schon „Neue Kir­che“ und Bruch mit alter Tra­di­ti­on: Weg mit wei­ßem Rauch und unzu­ver­läs­si­gen gehei­men Wah­len! Fran­zis­kus ernennt ein­fach ein oder zwei Co-Päp­ste und erklärt testa­men­ta­risch, wer sein Nach­fol­ger wer­den soll. Wäre doch gelacht, wenn „der Bruch“ nicht end­lich neue Tra­di­tio­nen her­vor­bringt, um das wei­te­re freie Wehen des Kon­zils­gei­stes abzu­si­chern.

  2. So, wie es im Moment aus­sieht, kann es nur eine ein­zi­ge Lösung geben: Die Prie­ster­bru­der­schaft. St. Pius X lädt die USML, die Bischö­fe aus der Linie von Guer­ard de Lau­ri­ers und San­born zu einem Kon­zil ein, das den Papst für abge­setzt erklärt und alle Kar­di­nä­le, die am Kon­kkla­ve 2013 teil­ge­nom­men haben, exkom­mu­ni­ziert wegen Her­bei­füh­rung eines Schis­mas. Dann kann man aus dem Kon­zil her­aus die Hier­ar­chie und suc­ces­sio apo­sto­li­ce wie­der auf­bau­en. Über eine gewis­se Zeit könn­te man ohne Papst über­le­ben, aber auch hier wird sich Zei­gen, wel­cher der Bischö­fe das cha­ris­ma eppi­scopa­le besitzt, um Ponifex Maxi­mus und Bischof von Rom, Erz­bi­schof von Lati­um, Pimas eccle­siae Ita­li­cae, Patri­ar­chus OCCi­den­tis, Ser­vus Ser­vor­um und Vica­ri­us Chri­sti sein wird. Frei könn­ten dann Bischö­fe ernannt wer­den und im geeig­ne­ten Augen­blick wird ein kon­kla­ve in der Kryp­ta der Later­ans­ba­si­li­ka einen Papst wäh­len, der sich dann vor den Augen der Öffent­lich­keit auf die eigent­li­che Sedes Sanc­ta im Late­ran set­zen wird. Um ein unge­stör­ten Ablauf zu garan­tie­ren, soll­ten alle Gläu­bi­gen der Tra­di­ti­on mit ihren Lei­bern die Hei­li­ge Ver­samm­lung schüt­zen (Was wird man gegen etwa 20 000 Gläu­bi­ge im und um dem Late­ran unter­neh­men, wenn sie den Rosen­kranz pro eli­gen­do Papa beten? Und — die Tia­ra ist auf dem frei­en Markt zu haben!!) Die suc­ce­sio apo­stoo­li­ca ist gewähr­lei­stet und es regiert dann der Papst. Dann kann die Kir­che nicht mehr unter­ge­hen, die Kon­zils­kir­che ist bereits am unter­ge­hen und der „Papst“ sitzt schon längst im Ret­tungs­boot!

    ROMA, ROMA, CONVERTERE AD DOMINUM DEUM TUUM!

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