Gründer eines katholischen Fernsehsenders wegen Fundamentalkritik an Papst Franziskus „exkommuniziert“?

José Galat, Gründer, Präsident und Direktor von Teleamiga, einem der größten katholischen Fernsehsender, wurde wegen Papst-Kritik "exkommuniziert" bzw. seine Exkommunikation latae sententiae erklärt.
José Galat, Gründer, Präsident und Direktor von Teleamiga, einem der größten katholischen Fernsehsender, wurde wegen Papst-Kritik "exkommuniziert" bzw. seine Exkommunikation latae sententiae erklärt.

(Bogo­ta) In Kolum­bi­en steht im kom­men­den Sep­tem­ber ein Besuch von Papst Fran­zis­kus bevor, der sei­ne Schat­ten vor­aus­wirft. Vor weni­gen Tagen kam es zu einem schwer­wie­gen­den Kon­flikt zwi­schen der Kolum­bia­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz und einem der größ­ten katho­li­schen Fern­seh­sen­der. Im Mit­tel­punkt des Kon­flik­tes steht ein bekann­ter Wis­sen­schaft­ler und Medi­en­un­ter­neh­mer, der bis­her als glau­bens­treu­er Katho­lik galt — mit einem „Defekt“: Er wagt  Kri­tik an der Amts­füh­rung von Papst Fran­zis­kus und wirft die­sem sogar vor, nicht der „legi­ti­me“ Nach­fol­ger des Petrus zu sein und „Glau­bens­wahr­hei­ten zu leug­nen“. Die Bischofs­kon­fe­renz erklär­te ihn vor weni­gen Tagen zum „Schis­ma­ti­ker“ und de fac­to für exkom­mu­ni­ziert.

José Galat: Präsidentenberater, Generalkonsul, Universitätsrektor

José Galat Nou­mer ist nicht nur in Kolum­bi­en, son­dern in der gesam­ten spa­nisch­spra­chi­gen Welt ein bekann­ter Mann. Gebo­ren wur­de er 1928 in Sago­ma­so (damals Bis­tum Tun­ja), einer Gegend, die heu­te vor allem für ihre Rad­renn­fah­rer bekannt ist. Er stu­dier­te Rechts­wis­sen­schaf­ten in Kolum­bi­en, Poli­tik­wis­sen­schaf­ten und Sozio­lo­gie in Paris und Phi­lo­so­phie in Bar­ce­lo­na. In Kolum­bi­en war er zunächst im Rah­men der Inter­na­tio­na­len Ver­ei­ni­gung christ­li­cher Unter­neh­mer (UNIAPAC) aktiv. In sei­nem Arbeits­le­ben wid­me­te er sich neben der wis­sen­schaft­li­chen Arbeit dem Auf­bau von Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und des Genos­sen­schafts­we­sens. Von 1966–1974 war er Bera­ter der kolum­bia­ni­schen Staats­prä­si­den­ten Car­los Lle­ras Rest­re­po und Misa­el Pastra­na Bor­re­ro, Vor­stands­mit­glied der kolum­bia­ni­schen Volks­bank und in den 70er Jah­ren auch kolum­bia­ni­scher Gene­ral­kon­sul in Paris.

José Galat, ehemaliger Universitätsrektor
José Galat, ehe­ma­li­ger Uni­ver­si­täts­rek­tor

1951 erhielt er die erste Assi­sten­ten­stel­le, auf die Lehr­auf­trä­ge und Pro­fes­su­ren an ver­schie­de­nen Uni­ver­si­tä­ten Kolum­bi­ens folg­ten. Von 1981 bis zum 17. Juli 2017 war er Rek­tor der Uni­ver­si­tät La Gran Colum­bia. Auch in die­ser Funk­ti­on lag ein beson­de­res Schwer­ge­wicht auf der För­de­rung des Genos­sen­schafts­we­sens, das er – gestützt auf die katho­li­sche Sozi­al­leh­re – als ein beson­ders geeig­ne­tes Instru­ment zur För­de­rung der Wirt­schaft, der Selb­stän­dig­keit und der Men­schen­wür­de sieht. In den von ihm bei Grün­dung und Auf­bau unter­stütz­ten Genos­sen­schaf­ten sind heu­te mehr als 250.000 Men­schen beschäf­tigt.

Galat ver­öf­fent­lich­te 22 Bücher, die sich vor­wie­gend mit Kolum­bi­en, Wirt­schafts­fra­gen, dem Genos­sen­schafts­we­sen, aber auch theo­lo­gi­schen und phi­lo­so­phi­schen Fra­gen befas­sen.

Teleamiga — katholischer Fernsehsender mit Millionen Zusehern

Früh­zei­tig beschäf­tig­te er sich mit Mas­sen­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­teln. Auf ihn geht in den 70er Jah­ren die Idee einer wöchent­li­chen Rund­funk­sen­dung des Staats­prä­si­den­ten zurück. 1999 grün­de­te er zusam­men mit einem Freund, Die­go Aran­go Oso­rio, den Fern­seh­sen­der Tele­a­mi­ga, der heu­te in HD-Qua­li­tät in kolum­bia­ni­schen Städ­ten über Kabel, anson­sten über Satel­lit in ganz Latein­ame­ri­ka, den USA, Euro­pa und Nord­afri­ka emp­fan­gen wer­den kann. Ziel der bei­den Grün­der war es, neben Staats- und Pri­vat­rund­funk einen Sen­der zu schaf­fen, der sich der Wert­ver­mitt­lung wid­met und nicht dem Kom­merz. Der Sen­der gehört einer gemein­nüt­zi­gen Stif­tung der Uni­ver­si­tät La Gran Colum­bia, deren Vor­sit­zen­der Galat ist.

2010 bewarb er sich dar­um, als Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat der Kon­ser­va­ti­ven Par­tei Kolum­bi­ens nomi­niert zu wer­den. Als sol­cher woll­te er Nach­fol­ger sei­nes Par­tei­kol­le­gen Alva­ro Uri­be wer­den, dem „Bezwin­ger der FARC“, der nach zwei Amts­pe­ri­oden nicht mehr kan­di­die­ren durf­te. Die Par­tei ent­schied sich aber für eine ande­re Kan­di­da­tin.

Galat, heu­te 88 Jah­re alt, gestal­tet noch immer die wöchent­li­che Sen­dung „Un Café von Galat“ (Ein Kaf­fee mit Galat), die laut Ein­schalt­quo­ten zu den meist­ge­se­he­nen Sen­dun­gen von Tele­a­mi­ga gehört.

Papstkritik und Kolumbiens Bischöfe

Kri­tik am Papst ist in der Kir­che eine heik­le Sache. Grund dafür, so der Histo­ri­ker Rober­to de Mattei in sei­nem jüngst in deut­scher Spra­che erschie­ne­nen Buch „Ver­tei­di­gung der Tra­di­ti­on“, ist ein nicht nur von Kir­chen­geg­nern, son­dern zum Teil auch von Katho­li­ken miß­ver­stan­de­nes Unfehl­bar­keits­dog­ma, das 1870 vom Ersten Vati­ka­ni­schen Kon­zil beschlos­sen wur­de.

Teleamiga, "50 Millionen Zuseher"
Tele­a­mi­ga, seit 1999 auf Sen­dung

In Kolum­bi­en kom­men noch spe­zi­fi­sche Fak­to­ren hin­zu. Die Bischofs­kon­fe­renz des Lan­des und Papst Fran­zis­kus gaben im ver­gan­ge­nen Herbst unter­schied­li­che Emp­feh­lun­gen bei der Volks­ab­stim­mung über den Frie­dens­plan von Prä­si­dent San­tos ab. Wäh­rend der Papst für den Frie­dens­plan mit der mar­xi­sti­schen Gue­ril­la­or­ga­ni­sa­ti­on FARC war, wur­de die­ser von den Bischö­fen abge­lehnt. Die Mehr­heit der kolum­bia­ni­schen Wäh­ler folg­te den Bischö­fen. Die FARC hat­te ein hal­bes Jahr­hun­dert das Land blu­ten las­sen. Vie­le Kolum­bia­ner sehen nicht ein, war­um sie nun, da sie besiegt ist, poli­tisch auf­ge­wer­tet und als Ver­hand­lungs­part­ner aner­kannt wer­den soll­te.

Papst Fran­zis­kus kop­pel­te sei­nen Kolum­bi­en-Besuch an den Aus­gang der Volks­ab­stim­mung. Es bedurf­te gedul­di­ger Gesprä­che, um die Unstim­mig­kei­ten im Anschluß aus­zu­räu­men, sodaß der Papst-Besuch nun mit eini­ger Ver­spä­tung, aber doch statt­fin­den kann.

„Ständige Kritik an Papst Franziskus“

Die Bischö­fe sind des­halb an kei­nen „Stö­run­gen“ des kirch­li­chen Frie­dens inter­es­siert. Das ist ein Grund für die schar­fe Reak­ti­on, die in den ver­gan­ge­nen Tagen eine in der Ver­gan­gen­heit so ver­dien­te katho­li­sche Per­sön­lich­keit wie Pro­fes­sor Jose Galat traf.

Galat ist tat­kräf­ti­ger Mann, wie sein Lebens­lauf beweist. Er ist aber auch ein Mann der kla­ren Spra­che. Die Wider­sprüch­lich­kei­ten im Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus, bei­de sind Latein­ame­ri­ka­ner, ver­schweigt er nicht. Kri­tik übte Galat vor allem im Zusam­men­hang mit der Fami­li­en­syn­ode und dem umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia. Zeit­lich fiel die zwei­te Bischofs­syn­ode mit Ent­hül­lun­gen von Kar­di­nal Dan­neels zusam­men, die Galats Hal­tung ent­schie­den ver­än­dert haben. Sei­ne Kri­ti­ker spre­chen von einer „ zuneh­men­den Radi­ka­li­sie­rung“.

Galats Fern­seh­sen­der erreicht bis zu 50 Mil­lio­nen Zuschau­er, so Info­Va­ti­ca­na. Das ist eine Medi­en­groß­macht, die nicht unbe­ach­tet bleibt, weder von den Bischö­fen noch von Rom.

Im Febru­ar 2016 sprach die Kolum­bia­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz erst­mals in einer Erklä­rung vom „Ärger“ über die „stän­di­ge Kri­tik“ von José Galat „an der Per­son von Papst Fran­zis­kus“. Auf­ge­schreckt hat­te die Bischö­fe die Mel­dung von Tele­a­mi­ga, daß „eine Grup­pe von Bischö­fen gegen Papst Fran­zis­kus“ sei­en. Die­se Behaup­tung wur­de „ent­schie­den“ zurück­ge­wie­sen und die „ein­mü­ti­ge Gemein­schaft mit dem Hei­li­gen Vater“ betont.

Noch im sel­ben Monat kam es zu einer Aus­spra­che zwi­schen Ver­tre­tern der Bischofs­kon­fe­renz und der Direk­ti­on von Tele­a­mi­ga, dar­un­ter Galat.

Franziskus könnte dem „Antichrist die Tür zur Welteinheitsregierung öffnen“

Bruch zwischen Freunden Arango (links)
Bruch zwi­schen Freun­den Aran­go (links)

Hin­ter­grund war ein für die Öffent­lich­keit über­ra­schen­der Bruch. Nach 17 Jah­ren der Zusam­men­ar­beit und einer noch län­ge­ren Freund­schaft, trenn­te sich Galat von Die­go Aran­go Oso­rio, mit dem er Tele­a­mi­ga gegrün­det hat­te. Galat warf Aran­go vor, gegen die „Leh­re der katho­li­sche Kir­che“ zu sein. Aran­go sag­te in einem Inter­view mit El Spec­ta­tor, daß Galat es „für mög­lich hält“, daß Papst Fran­zis­kus ein „fal­scher Papst“ sein könnn­te. Daher sehe er die Gefahr, daß Fran­zis­kus „dem Anti­christ die Türen zur Kir­che“ öff­ne, „um eine Welt­ein­heits­re­gie­rung zu instal­lie­ren“. Aran­go wei­ter:

„Vie­le Men­schen kön­nen ein sol­che theo­lo­gi­sche und dog­ma­ti­sche Posi­ti­on nicht ver­ste­hen und in einem Sen­der, der von so vie­len Bür­gern gese­hen wird, sind vie­le alar­miert, wenn Don José mit die­sen Theo­rien hören. Ich tei­le die­se Posi­ti­on von Don José nicht. Ich bin über­zeugt, daß der Papst, wie alle Päp­ste, vom Hei­li­gen Geist gewählt ist.“

Galat kün­dig­te den Ver­trag mit sei­nem frü­he­ren Part­ner wegen „unüber­brück­ba­rer Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten“ auf.

Das näch­ste Pro­blem brach­te im Herbst 2016 die Volks­ab­stim­mung. Die Bischö­fe waren ange­strengt bemüht, trotz der offen­kun­di­gen Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten über den Frie­dens­pro­zeß des Lan­des, den Ein­druck einer „völ­li­gen Über­ein­stim­mung“ zwi­schen Papst und Bischö­fen zu ver­mit­teln.

Danneels Enthüllungen über die „Mafia von Sankt Gallen“

Der Kon­flikt zwi­schen Galat und den Bischö­fen ist aber nicht innen­po­li­ti­scher, son­dern inner­kirch­li­cher Natur. Galat berich­te­te seit dem Okto­ber 2015 mehr­fach in sei­ner Sen­dung „Un Café con Galat“ über Hin­ter­grün­de der Papst­wahl von 2013, beson­ders den obsku­ren Geheim­zir­kel Sankt Gal­len. Grund sind die Ent­hül­lun­gen von Kar­di­nal God­fried Dan­neels und sei­ner Bio­gra­phen über die Exi­stenz die­ser Geheim­grup­pe in der Kir­che. Dan­neels hat­te im Herbst 2015 frei­mü­tig sei­ne Mit­glied­schaft in der, so sei­ne Anga­ben, von Kar­di­nal Car­lo Maria Mar­ti­ni SJ in den 90er Jah­ren gegrün­de­ten Grup­pe von höch­sten Kir­chen­ver­tre­tern bekannt­ge­ge­ben, die eine pro­gres­si­ve Gesin­nung und eine Ableh­nung der „Restau­ra­ti­on“ von Johan­nes Paul II. ein­te. Dan­neels ent­hüll­te als Zweck der gehei­men Grup­pe, das Pon­ti­fi­kat von Johan­nes Paul II. zu boy­kot­tie­ren und die Wahl eines pro­gres­si­ven Nach­fol­gers vor­zu­be­rei­ten.

Mit die­ser Absicht schei­ter­te die Grup­pe aller­dings 2005 an Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger, der zum Papst Bene­dikt XVI. gewählt wur­de. Bereits 2005 war Kar­di­nal Ber­go­glio Kan­di­dat die­ser Grup­pe. 2013, nach dem über­ra­schen­den Amts­ver­zicht von Bene­dikt XVI., der die Kir­che in ein uner­war­te­tes Füh­rungs­va­ku­um stürz­te, war die Grup­pe – die als ein­zi­ge orga­ni­siert in das Kon­kla­ve ging – im zwei­ten Anlauf erfolg­reich. Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, neben Dan­neels, Leh­mann und Mur­phy O’Connor einer der Haupt­ak­teu­re des Geheim­zir­kels, warn­te den zurück­ge­tre­te­nen Bene­dikt XVI. Anfang März 2013 in schar­fem Ton, sich in die Wahl sei­nes Nach­fol­gers ein­zu­mi­schen.

Galat: „Wahl nicht legitim“ — „Exkommunikation“ durch die Bischofskonferenz

Jose Galat leg­te die­se Fak­ten, die von nicht weni­gen katho­li­schen Medi­en ver­schwie­gen wer­den, auf den Tisch und warf die Fra­ge nach der Legi­ti­mi­tät der Wahl von Papst Fran­zis­kus auf. Wäh­rend der Vati­ka­nist Anto­nio Soc­ci, der als erster Zwei­fel an der Recht­mä­ßig­keit der Wahl äußer­te, von die­ser Posi­ti­on wie­der abrück­te, beant­wor­te­te Galat die­se Fra­ge mit zuneh­men­der Deut­lich­keit mit Nein. Zudem behaup­te­te er, „daß Papst Fran­zis­kus vie­le grund­le­gen­de Aspek­te der Leh­re der katho­li­schen Kir­che ver­fäl­sche“, so Mai­ke Hick­son von One­Pe­ter­Fi­ve, die den Fall Galat mit beson­de­rer Auf­merk­sam­keit auf­griff. Galat nennt ihn einen „Häre­ti­ker“.

Erklärung der Bischofskonferenz
Erklä­rung der Bischofs­kon­fe­renz

Am 25. Juli 2017, andert­halb Mona­te vor dem Papst-Besuch, war für die Bischö­fe die rote Linie über­schrit­ten. Die Kolum­bia­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz ver­öf­fent­lich­te eine Erklä­rung, mit der sie sich von Tele­a­mi­ga, „beson­ders vom Pro­gramm ‚Un Café con Galat‘“ distan­ziert. Unter­zeich­net ist die Erklä­rung von Erz­bi­schof Oscar Urbi­na Orte­ga, dem Vor­sit­zen­den, von Erz­bi­schof Ricar­do Tobon Rest­re­po, dem stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den, und von Weih­bi­schof Elkin Fer­nan­do Alva­rez Bote­ro, dem Gene­ral­se­kre­tär der Bischofs­kon­fe­renz.

Die Bischö­fe wer­fen Galat vor, daß Tele­a­mi­ga „nicht die Leh­re der katho­li­schen Kir­che wider­spie­gelt“ und spre­chen dem Sen­der ab, „katho­lisch“ zu sein. Wel­chen Vor­wurf erhe­ben die Bischö­fe kon­kret? Unter Ver­weis auf Canon 751 des Kir­chen­rech­tes wer­fen sie Galat die „Ver­wei­ge­rung der Unter­ord­nung unter den Papst“ vor. Damit wer­de auf schwer­wie­gen­de Wei­se die Gemein­schaft der Kir­che ver­letzt, was „ein Schis­ma“ bedeu­te. Durch sei­nen Fern­seh­sen­der ver­lei­te Galat auch ande­re zum Schis­ma.

Man habe in den ver­gan­ge­nen „Jah­ren das Gespräch gesucht“. Ein katho­li­scher Rund­funk­sen­der habe der Evan­ge­li­sie­rung zu die­nen und nicht, „Ver­wir­rung im gläu­bi­gen Volk“ zu stif­ten durch „fal­sches Den­ken“.

Priester müssen Zusammenarbeit beenden — Meßübertragung untersagt

„Alle Prie­ster und Ordens­leu­te“ wur­den auf­ge­for­dert, „jede Form der Zusam­men­ar­beit“ mit dem Sen­der zu been­den, um einen „Scha­den für die Beru­fung“ abzu­wen­den. Wer sich nicht dar­an hal­te, bege­he einen „offen­kun­di­gen Unge­hor­sam“ (Can. 754; 1373).

Die Bischö­fe unter­sag­ten zudem die Über­tra­gung der Hei­li­gen Mes­se durch den Sen­der und die Auf­be­wah­rung des aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment am Haupt­sitz des Sen­ders. Die täg­li­che Meß­fei­er bil­det den Kern des Pro­gramms von Tele­a­mi­ga, womit der Sen­der an sei­nem Nerv getrof­fen wird.

Die Gläu­bi­gen, die zu den Zuschau­ern von Tele­a­mi­ga gehö­ren, wer­den von den Bischö­fen zur „Unter­schei­dung der Gei­ster“ auf­ge­ru­fen und soll­ten „alles zurück­zu­wei­sen, was der Ein­heit mit dem Papst und der Kir­che“ wider­spricht.

Die Bischofs­kon­fe­renz beton­te zugleich, in „kei­ner Wei­se“ bei der staat­li­chen Rund­funk­be­hör­de (ANTV) inter­ve­niert zu haben, um Tele­a­mi­ga die Sen­de­li­zenz zu ent­zie­hen.

Die Bischö­fe rie­fen das katho­li­sche Volk auf, „wie eine Fami­lie“ zu sein, die sich ernst­haft im Glau­ben for­me „und sich vor­be­rei­tet, mit Freu­de und Gewinn Papst Fran­zis­kus bei sei­nem nahen­den Besuch unse­res Lan­des als Vater“ zu emp­fan­gen.

Kirchenrichter auf Twitter: Galat „aus der Kirche ausgeschlossen“

Am Tag nach der Erklä­rung der Bischö­fe ver­öf­fent­lich­te Msgr. Pedro Mer­ca­do, der Vor­sit­zen­de des Kir­chen­ge­richts von Bogo­ta auf Twit­ter die Nach­richt:

„Wegen beharr­li­chen Unge­hor­sams gegen den Papst, hat sich Jose Galat selbst aus der Gemein­schaft der Kir­che aus­ge­schlos­sen. Er darf kei­ne Sakra­men­te emp­fan­gen.“

Galat außerhalb der Kirche
Galat außer­halb der Kir­che

Unter den Dut­zen­den von Reak­tio­nen auf Twit­ter fand sich kei­ne, die Msgr. Mer­ca­do zustimm­te. „Wel­che Häre­sie hat José Galat ver­brei­tet?“, „War­um gibt es kei­ne so har­te Hand gegen Häre­ti­ker?“ So und ähn­lich lau­te­ten zahl­rei­che Fra­gen an den Prä­la­ten. Die­ser twit­ter­te noch am sel­ben Tag ein Pho­to von sich und Papst Fran­zis­kus mit den Wor­ten: „Ich bin katho­lisch und ich bin in der Gemein­schaft!“

Der 88 Jahr alte José Galat dürf­te, im Fal­le sei­nes wahr­schein­lich nicht all­zu fer­nen Todes, nicht mehr kirch­lich begra­ben wer­den. Ob Galat tat­säch­lich exkom­mu­ni­ziert wur­de, ist aber nicht ganz klar. Die Bischofs­kon­fe­renz ist als Kol­lek­tiv­or­gan nicht dafür zustän­dig, wenn ihr auch der für Galat zustän­di­ge Bischof ange­hört. Zwei­fel an der Exkom­mu­ni­ka­ti­on nähr­te näm­lich Weih­bi­schof Elkin Alva­rez, der als Gene­ral­se­kre­tär der Bischofs­kon­fe­renz selbst die öffent­li­che Erklä­rung unter­zeich­net hat­te. Am Tag nach deren Ver­öf­fent­li­chung, am 26. Juli, sag­te er in einem Inter­view mit Cor­a­col Radio:

„Ich schlie­ße die Mög­lich­keit nicht aus, daß das Erz­bis­tum Bogo­ta ein Dekret erläßt, in dem gesagt wird, daß im Sen­der Tele­a­mi­ga die Eucha­ri­stie nicht zele­briert wer­den darf.“

Auf die Fra­ge, ob Galat „exkom­mu­ni­ziert wird“, sag­te Weih­bi­schof Alva­rez, daß kei­ne Erklä­rung der Exkom­mu­ni­ka­ti­on „not­wen­dig“ sei, „wenn jemand von der gesun­den Leh­re abweicht, weil die­se Tat­sa­che einen Bruch mit der Kir­che“ impli­zie­re. In die­sem Sinn, stell­te Alva­rez fest, „daß Galat außer­halb der katho­li­schen Kir­che ist“, so Cor­a­col Radio.

Msgr. Mer­ca­do, der auch Sekre­tär der Bischofs­kon­fe­renz für die Bezie­hun­gen zum Staat ist, erklär­te gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur ACI­Pren­sa:

„Es ist schmerz­lich für mich, zu sehen, daß Dr. Galat, der vie­le Jah­re der Kir­che treu gedient hat, sei­ne Tage in einer gei­stig so erbärm­li­chen Situa­ti­on been­det.“

Galat: „Bischöfe haben auf meine Kritik nicht geantwortet“

Die Grün­de, die Galat zu sei­ner Kri­tik an Papst Fran­zis­kus ver­an­laß­ten, wur­den von den kolum­bia­ni­schen Kir­chen­ver­tre­tern weder erwähnt  Weder die Bischofs­kon­fe­renz noch Msgr. Mer­ca­do haben dem Grün­der und Direk­tor von Tele­a­mi­ga auf sei­ne Kri­tik an Papst Fran­zis­kus geant­wor­tet.

Galat selbst ant­wor­te­te den Bischö­fen noch am 25. Juli auf Face­book. In einer Erklä­rung, die kür­zer aus­fiel als jene der Bischö­fe, wie­der­hol­te er sei­ne Fun­da­men­tal­kri­tik an Fran­zis­kus.

„Dem LEGITIMEN [Her­hor­he­bung im Ori­gi­nal] Nach­fol­ger des Apo­stels Petrus ist jeder Katho­lik in Lie­be und Anhäng­lich­keit ver­pflich­tet, nicht aber einem nicht von Gott, son­dern von Men­schen und noch schlim­mer von einer ‚Mafia von Kar­di­nä­len‘ gewähl­ten, ein zyni­scher Aus­druck, den ein füh­ren­der Ver­tre­ter der­sel­ben, Kar­di­nal God­fried Dan­neels öffent­lich gebrauch­te.“

Unter Beru­fung auf die Aus­sa­gen von Kar­di­nal Dan­neels, die Galat mit zahl­rei­chen Quel­len auf Face­book doku­men­tier­te, wie­der­hol­te er die Behaup­tung, daß die Wahl „von Fran­zis­kus anti­ka­no­nisch“ erfolg­te und daher „zwei­fel­los ille­gi­tim“ sei.

Zudem warf Galat Papst Fran­zis­kus vor, Leh­ren „im Wider­spruch zum katho­li­schen Glau­ben zu ver­brei­ten“:

  • eine Aller­lö­sungs­leh­re, die „offen dem Her­ren­wort Mt 22,14 wider­spricht“;
  • die Behaup­tung Pro­se­ly­ten­ma­che­rei sei eine „Dumm­heit“, was dem Her­ren­wort Mt 28,19 wider­spre­che;
  • der Kom­mu­nion­emp­fang für Ehe­bre­cher, gegen den sich der Apo­stel Pau­lus in 1 Kor 11,27 wen­det.

„Es gibt viel mehr Bei­spie­le, die in den ver­schie­de­nen Sen­dun­gen von Tele­a­mi­ga auf­ge­zeigt wur­den“, so Galat, der sei­ne Ant­wort mit einer Fra­ge been­de­te:

„War­um ver­folgt Ihr jene, die den Glau­ben der Kir­che ver­tei­di­gen?“

In einem Inter­view mit El Spec­ta­tor vom 28. Juli bestä­tig­te Galat sei­ne Vor­wür­fe. Daß die Wahl von Papst Fran­zis­kus auf eine „Kar­di­nal­s­ma­fia“ zurück­ge­he, habe nicht er gesagt, son­dern Kar­di­nal Dan­neels, „einer der Anfüh­rer die­ser Ver­schwö­rung“.

El Spec­ta­tor: War­um sagen Sie, daß Papst Fran­zis­kus schäd­lich ist?

José Galat: Er ist ein Häre­ti­ker und leug­net die Wahr­hei­ten des Glau­bens. Bene­dikt XVI. soll­te nach Kolum­bi­en kom­men, denn er ist der wirk­li­che Papst. Es herrscht eine gro­ße Igno­ranz, das sage nicht nur ich. Der Pro­phet Hosea sagt: „Mein Volk kommt um, weil ihm die Erkennt­nis fehlt“, und dafür kön­nen die Leu­te ver­ur­teilt wer­den.

Galat: Franziskus "ist ein Häretiker"
Galat: Fran­zis­kus „ist ein Häre­ti­ker“

Beson­ders har­te Kri­tik an Galats Hal­tung kam nicht von pro­gres­si­ver Sei­te oder von Kir­chen­geg­nern, die – zumin­dest in Kolum­bi­en – den „Bru­der­zwist“ mit eini­ger Genug­tu­ung zur Kennt­nis genom­men haben, son­dern von bis­he­ri­gen, inner­kirch­li­chen Weg­ge­fähr­ten. Um genau zu sein von katho­li­schen Stim­men und Medi­en, die Kri­tik an Papst Fran­zis­kus ganz oder weit­ge­hend mei­den, aber den­noch von der Sor­ge getrie­ben schei­nen, bei Fran­zis­kus und sei­nem Umfeld in Ungna­de zu fal­len.

Ob und wel­che Zukunft Tele­a­mi­ga haben kann, ange­sichts der Ver­bo­te der Bischofs­kon­fe­renz, ist der­zeit unklar. Das Pro­gramm läuft unver­än­dert wei­ter. Galat gestal­tet auch wei­ter­hin sei­ne Sen­dung „Un Café con Galat“. Auch auf der Face­book-Sei­te der Bischofs­kon­fe­renz gab es nur ver­ein­zelt Zustim­mung zur Erklä­rung der Bischö­fe. Die gro­ße Mehr­heit äußer­te sich ableh­nend.

Don José Galat, wie er in Kolum­bi­en genannt wird, zeigt kei­ne Absicht, zu schwei­gen. In Kolum­bi­en wird ange­nom­men, daß er sei­ne media­le Kri­tik an Papst Fran­zis­kus noch ver­stär­ken könn­te.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Facebook/Teleamiga/CEC/Twitter (Screen­shots)

17 Kommentare

  1. Die Wahr­heit wird zur Lüge und die Lüge zur Wahr­heit dies unter Fran­zis­kus. Wer spricht hier wirk­lich die Wahr­heit nach der Leh­re Jesus Chri­stus und hat sich bereits sel­ber Exkomu­ni­ziert? Das Kir­chen­recht im Sin­ne des wah­ren Lehr­am­tes Jesus Chri­stus spricht hier­bei eine kla­re und deut­li­che Spra­che! Nur wer hat den Mut dies öffent­lich aus­zu­spre­chen?

  2. Einer­seits hal­te ich die Kri­tik von Jose Galat an Papst Fran­zis­kus für unge­wöhn­lich offen­siv. Ande­rer­seits fin­de ich die for­mel­le Exkom­mu­ni­ka­ti­on eines 88-jäh­ri­gen über­zo­gen. Er kann so, zumin­dest offi­zi­ell kei­ne Ster­be­sa­kra­men­te emp­fan­gen. Obwohl sein Fern­seh­sen­der so vie­le Zuse­her hat, also muss er etwas rich­tig gemacht haben. Die katho­li­sche Kir­che zer­fleischt sich selbst, nur damit Papst Fran­zis­kus um jeden Preis in den Medi­en gut da steht und nach Kolum­bi­en reist.

    Sovie­le gab es, die Papst Bene­dikt XVI kri­ti­siert haben. Und ich wüss­te nie­man­den, der dafür exkom­mu­ni­ziert wor­den wäre. Schon gar nicht, um bei einem etwai­gen Papst­be­such bes­ser dazu­ste­hen. Die katho­li­sche Amts­kir­che ist tief gesun­ken, wie man da wie­der sieht.

    Sei­ne Aus­sa­ge gemäß Kar­di­nal Dan­neels, dass Ber­go­glio schon vor dem Kon­kla­ve von einer „Mafia“ von Kar­di­nä­len vor­be­stimmt gewe­sen sei, und dass nicht alles unter der Lei­tung des Hei­li­gen Gei­stes gesche­hen sei, hat mei­ner Mei­nung nach zwei Aspek­te.
    Es ist pro­ble­ma­tisch, dass die All­ge­mein­heit der katho­li­schen Kir­che an die Unfehl­bar­keit von Päp­sten und Kon­kla­ven glaubt und daher dann blind und gut­gläu­big gehor­sam sein will. Das weil ihnen die Bil­dung bzgl wich­ti­ger Aspek­te des katho­li­schen Glau­bens fehlt.
    Zugleich ist es schwer für Katho­li­ken, das Papst­amt das immer als hei­lig galt, heu­te auf­grund der päpst­lich geof­fen­bar­ten Leh­ren als heils­schä­di­gend zu erken­nen. Bisher(bis Papst Fran­zis­kus kam) galt der Papst von Amts wegen als siche­rer Anker und als Instanz für Kri­tik an ihm dien­ten die Medi­en.
    Das ist vor­bei und jeder muss sich selbst frei für oder gegen die katho­li­sche Leh­re ent­schei­den.

    • „Zugleich ist es schwer für Katho­li­ken, das Papst­amt das immer als hei­lig galt, heu­te auf­grund der päpst­lich geof­fen­bar­ten Leh­ren als heils­schä­di­gend zu erken­nen. Bis­her (bis Papst Fran­zis­kus kam) galt der Papst von Amts wegen als siche­rer Anker.“

      Dem kann man nicht zustim­men! Der heu­ti­ge Papst ist die Fol­ge des Glau­bens­ab­fall und der Kir­chen­kri­se, aus­ge­löst durch das 2. Vati­ca­num. Die Vor­gän­ger des heu­ti­gen Pap­stes Bene­dikt XVI, Johan­nes Paul II., Paul VI. und Johan­nes XXIII. haben die sel­be Theo­lo­gie betrie­ben wie der jet­zi­ge Papst. Der ein­zi­ge Unter­schied, der jetz­ti­ge Papst steht durch Inter­net mit jeder Hand­lung sofort in der Öffent­lich­keit.

      Man kann nicht Papst Fran­zis­kus I. kri­ti­sie­ren und die Kon­zil­späp­ste und Assi-Päp­ste toll fin­den.

      • Ihre Bewer­tung von den Päp­sten Bene­dikt XVI, Johan­nes Paul II, Paul VI und Johan­nes XXIII kann ich nicht nach­voll­zie­hen. Zumal frü­her jeder Feh­ler, jedes fal­sche Wort von Päp­sten medi­al aus­ge­nutzt und fehl­ge­deu­tet wur­de, spä­te­stens seit dem 2. VK.
        Bei Papst Fran­zis­kus ist das anders. Er erlaubt sich lau­fend unka­tho­li­sche Sager, die Medi­en ste­hen hin­ter ihm und deu­ten was er sagt, wie sie es glau­ben.
        Und Inter­net gibt es nicht erst seit dem jet­zi­gen Papst, das gab es schon unter JP II. Das Argu­ment zählt also nicht.

  3. Ich möch­te hin­zu­fü­gen, dass ich der Mei­nung bin, dass in der katho­li­schen Kir­che nach wie vor der Hei­li­ge Geist wirkt und alles das auf der Erde geschieht von Gott zuge­las­sen oder ver­hin­dert wer­den kann. Unter die­ser Hin­sicht ver­mag ich den Sinn der Wahl von Papst Fran­zis­kus vor 4 Jah­ren aus­schließ­lich als heils­ge­schicht­lich zu erken­nen. Die Hei­li­ge Schrift ist nicht abge­schlos­sen und die Welt noch nicht zu Ende gemäß der Johan­nes-Offen­ba­rung und den Wor­ten Jesu Chri­sti selbst. Ich den­ke, dies wird nur mehr so lan­ge unter Katho­li­ken strit­tig sein, ehe alle geplan­ten Ände­run­gen inner­halb der katho­li­schen Kir­che, nen­nen wir es ein­mal so, von Papst Fran­zis­kus umge­setzt wur­den.

    • @ dhmg. Ob der Hl.Geist über­all in der katho­li­schen Kir­che von heu­te wirkt, wage ich zu bezwei­feln. Im Gegen­teil ich neh­me immer wie­der wahr, dass der Hei­li­ge Geist — einem Tot­schlag­ar­gu­ment gleich- von kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten für ihre Argum­neta­ti­on rekla­miert wird. Zur Wahl von Fran­zis­kus sind m.E. die Zwei­fel begrün­det. Ich ver­wei­se dabei auf die Soc­ci The­se, die ja nicht des­salb ent­kräf­tet wur­de, weil Soc­ci die The­se zurück­ge­zo­gen hat… oder weil er sie kon­kret nicht mehr in der Öffent­lich­keit dis­ku­tiert. Ein ech­ter Gegen­be­weis sieht anders aus. Es gibt fol­gen­de Grün­de. die an dem Pon­ti­fi­kat von Fran­zis­kus zwei­feln las­sen:

      1. Die Exi­stenz der St. Gal­len Maf­fia, die auf die Wahl Ein­fluss genom­men hat. Stich­wort ver­bo­te­ne Wahl­ab­spra­chen.
      2. Die Fra­ge der for­mel­len Kano­ni­zi­tät der Wahl. Fran­zis­kus wur­de am zwei­ten Wahl­tag im fünf­ten Wahl­gang gewahlt, obgleich die Wahl­ord­nung nur vier Wahl­gän­ge vor­sah.
      3. Was wuss­te Fran­zis­kus vor dem Kon­kla­ve von sei­ner Wahl? Dafür gibt es Hin­wei­se aber kei­ne Bewei­se,
      4. Der erkenn­bar erzwun­ge­ne Rück­tritt von Papst Bene­dikt XVI durch die Auf­kün­di­gung des Swift-Abkom­men mit dem Vati­kan.

      • Da haben Sie und eini­ge ande­re mich miss­ver­stan­den. Ich mein­te, dass die Wahl von Jor­ge Ber­go­glio zum Papst sehr wohl gott­ge­wollt, also vom Hl. Geist her­bei­ge­führt war.
        Und zwar damit sich die Hl. Schrift, die Johan­nes-Offen­ba­rung erfüllt. Von Apost­asie, dem gro­ßen Glau­bens­ab­fall ist dar­in die Rede. Die wird Papst Fran­zis­kus bewir­ken.
        Ich ver­wei­se an die­ser Stel­le an die Pro­phe­zei­un­gen Anna Katha­ri­na Emme­ricks, die Papst und Gegen­papst vor­aus­sah sowie das Schis­ma und die inner­kirch­li­che Ver­fol­gung glau­bens­treu­er Geist­li­cher. Ich kann mir das nur so deu­ten, dass Gott, wie es in letz­ter Zeit im Tages­evan­ge­li­um öfters hieß, die Bösen von den Guten tren­nen wird. Er will sehen, wer für ihn und wer gegen ihn ist. Wer wahr­haft gläu­big und wer lau oder ungläu­big ist.

  4. Die Bischofs­kon­fe­renz wirft Galat als Begrün­dung für die Exkom­mu­ni­ka­ti­on eine merk­wür­di­ge Argu­men­ta­ti­on vor, wenn sie unter Ver­weis auf Canon 751 des Kir­chen­rech­tes sie Galat die „Ver­wei­ge­rung der Unter­ord­nung unter den Papst“ vor­wer­fen ohne zu sagen in wel­chem Punk­ten sie die Ver­wei­ge­rung vor­wer­fen ist sehr zwei­fel­haft, genau so wie die Hal­tung von Galat als Hae­re­sie zu bezeich­nen. Als getauf­ter Laie wie als Kar­di­nal kön­nen Zwei­fel (=Dubia) geäu­ßert wer­den, ohne dass hier­für die Exkom­mu­ni­ka­ti­on aus­ge­spro­chen wird. Wenn die Reak­ti­on der Bischofs­kon­fe­renz Schu­le machen soll­te und der heu­ti­gen Auf­fas­sung vom Papst­amt ent­spre­chen soll­te, wer­den auch noch Kar­di­nä­le exkom­mu­ni­ziert wer­den. Es ist die Pflicht des Lehr­am­tes dies Zwei­fel aus­zu­räu­men und nicht mit einer „Basta­ent­schei­dung“ tot zu schla­gen.

  5. Man muss Dr. Galat sehr dank­bar sein für sei­ne offe­nen Wor­te, die nichts als die Wahr­heit sind. Aber genau davor hat man Angst. Dem Göt­zen „Ein­heit“ wird wie­der ein­mal die Wahr­heit geop­fert, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Und anstatt in jeg­li­cher Wei­se Soli­da­ri­tät mit Dr. Galat zu üben, hül­len sich die ver­meint­lich Lehr­amts­treu­en wie­der in betre­te­nes Schwei­gen und gefal­len sich in Bedenk­lich­kei­ten (auch die­ser Arti­kel ist in auf­fal­lend distan­ziert-deskrip­ti­ver Spra­che ver­fasst) und beru­hi­gen ihr Gewis­sen mit der ach so trost­rei­chen Ver­hei­ßung, dass Gott der Kir­che ja sei­nen Bestand ver­hei­ßen habe und dass des­halb die Kir­che auch nicht unter­ge­he. Aber: wie vie­le See­len wer­den ver­schlun­gen, wie vie­les wird zer­stört von dem, was hei­li­ger Glau­be in Jahr­hun­der­ten müh­sam auf­er­bau­te, durch den fre­chen Tri­umpf der Lüge und vor allem durch die erbärm­li­chen Angst, die­ser Lüge ent­schie­den ent­ge­gen­zu­tre­ten und die Mas­ke vom Gesicht zu rei­ßen, so wie es Dr. Galat tut.

  6. Die gro­ßen Beken­ner unse­rer Zeit sind heu­te jene muti­gen Katho­li­ken, die sich öffent­lich gegen die Irr­leh­ren die­ses Pap­stes stel­len. Inso­fern darf man dem Hl. Geist dank­bar sein, der sol­chen muti­gen See­len die Erkennt­nis und Kraft ein­gibt. Je mehr die Irr­leh­ren offen­bar wer­den und je mehr muti­ge See­len sich dage­gen­stel­len, umso schnel­ler wird die­ser Irr­weg und die­ses Irr­pon­ti­fi­kat zu Ende sein. Es gab in der Geschich­te schon genü­gend „Anti-Päp­ste“, war­um soll Papst Ber­go­glio nicht auch einer von ihnen sein? Kir­chen­hi­sto­risch ist das kei­ne Kata­stro­phe und nicht außer­ge­wöhn­lich, man muß nur den Mut und die Sou­ve­rä­ni­tät haben, das ein­mal gedank­lich ins Kal­kül zu zie­hen. Die­ser muti­ge Katho­lik tat dies kon­se­quent. Ein Aus­schluß aus die­ser „Kon­zils­ver­ei­ni­gung“ — mit der wah­ren und sakra­men­ta­len katho­li­schen Kir­che haben die­se Irr­leh­ren nichts zu tun — scha­det sei­ner See­le sicher nicht, son­dern er bekennt sich zum wah­ren Glau­ben, wodurch er geret­tet ist.

  7. Don José Galat sowohl qua Inhalt als qua Wort­wahl voll­kom­men recht.
    a. Immer mehr Ein­zel­hei­ten über das Wir­ken de St.-Gallenmafia und über die zer­stö­ren­den Akti­vi­tä­ten von Dan­neels und über die Erpres­sun­gen von P. Bene­dikt XVI. kom­men ans Licht; die Wahl von Ber­go­glio zu Papst dürf­te damit ungül­tig sein.
    b. Zwei Grund­be­din­gun­gen muß ein Kan­di­dat für das Papst­amt erfül­len: männ­li­chen Geschlechts sein und katho­lisch sein.
    Nach Ber­go­gli­os eige­nen Aus­sa­gen und Aktio­nen zu urtei­len, ist lei­der davon aus­zu­ge­hen daß er nicht katho­lisch ist.
    Das hat Don José Galat sehr rich­tig bemerkt.
    Das Legen eines Fuß­balls auf den Altar als „Gabe“, der Mut­ter Got­tes blas­phe­mi­sche Aus­sa­gen in den Mund zu legen (nota­be­ne weni­ge Tage vor Weih­nach­ten), das Ver­glei­chen von treu­en Katho­li­ken mit Kar­nickeln, das Frö­nen von frei­mau­re­risch-alt­ägyp­ti­scher Archi­tek­tur in der Kapel­le, das um sich scha­ren von dubio­sen, eso­te­ri­schen und frei­gei­sti­gen, teils auch mit dem katho­li­schem Lehr­amt und Tra­di­ti­on nicht über­ein­stim­men­den Per­so­nen, sind nur eini­ge der vie­len und tie­fen Irri­ta­tio­nen.
    Äusserst besorg­nis­weckend sind die immer wie­der auf­tre­ten­de Aus­sa­gen von Ber­go­glio, wo er deut­lich als Gott spricht.

    • 1. Paschach­a­si­us sagt:
      11. Dezem­ber 2015 um 13:45
      Der Bischof von Rom — eine Chro­no­lo­gie
      11. Febru­ar 2013
      Papst Bene­dikt XVI. kün­digt zum 28. Febru­ar sei­nen Rück­tritt an — der erste Papst­rück­tritt seit über 600 Jah­ren.
      Blitz­ein­schlag in den Peters­dom. (Vgl. 2 Thes­sa­lo­ni­cher 2,7)
      28. Febru­ar 2013
      Papst Bene­dikt ist von 20.00 Uhr ab nicht mehr im Amt. Da er sei­ne wei­ße Sou­ta­ne nicht ablegt, ist er wei­ter­hin Papst. Wäre er tat­säch­lich aus frei­en Stücken von sei­nem Amt zurück­ge­tre­ten um in den Ruhe­stand zu gehen, wür­de er sich schwarz klei­den und hät­te sein Haus in Pent­ling (Bay­ern), das er eigens für sei­nen Ruhe­stand bau­te, bezo­gen.
      13. März 2013
      Jor­ge Mario Ber­go­glio wird „Papst Fran­zis­kus I.“. Er ist der erste Papst aus dem Jesui­ten­or­den, der erste Papst vom ame­ri­ka­ni­schen Kon­ti­nent und der erste Papst, der nach dem II. Vati­ka­num Prie­ster wur­de.
      Bereits bei sei­nem ersten Auf­tritt auf der Log­gia des Peters­doms ver­zich­tet Ber­go­glio über­ra­schend auf die Amts­ge­wän­der und Insi­gni­en, die sei­ne Vor­gän­ger seit über 800 Jah­ren getra­gen hat­ten. Unge­wohnt ist der Anblick eines Pap­stes mit einem blech­far­be­nen Eisen­kreuz auf der Brust, ohne Samt­mo­zet­ta, ohne Rochett und – für die Gläu­bi­gen und die Kame­ras nicht sicht­bar – ohne die roten Schu­he. Er bezieht zudem nicht die Woh­nung sei­ner Vor­gän­ger. Sein Kreuz zeigt nicht den Gekreu­zig­ten, son­dern eine merk­wür­di­ge Figur, die den „Guten Hir­ten“ dar­stel­len soll.
      14. März 2013
      Gusta­vo Raf­fi, Groß­mei­ster des frei­mau­re­ri­schen Groß­ori­ents von Ita­li­en, begrüßt die Wahl von Papst Fran­zis­kus und schreibt: „Mit Papst Fran­zis­kus wird nichts mehr so sein, wie es vor­her war.“
      Für sei­ne erste Mes­se ließ Papst Fran­zis­kus einen „Volks­al­tar“ in die vor­neh­me Six­ti­ni­sche Kapel­le tra­gen – mit einer Schau­sei­te und einer Rück­sei­te aus bil­li­gem Sperr­holz. Papst Bene­dikt XVI. hat­te den „Volks­al­tar“ aus der Six­ti­ni­schen Kapel­le ent­fer­nen las­sen.
      17. März 2013, Sonn­tag
      Papst Fran­zis­kus beim ersten Ange­lus auf dem Peters­platz: „Kar­di­nal Kas­per ist ein groß­ar­ti­ger, guter Theo­lo­ge.“
      „Mit sei­nen unor­tho­do­xen Vor­schlä­gen zu Kom­mu­ni­on und Pasto­ral mit wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen belei­digt der deut­sche Kar­di­nal Wal­ter Kas­per Unse­ren Herrn Jesus Chri­stus“, so Kar­di­nal Robert Sarah laut einem Bericht von Life­si­tenews vom 11. Juni 2015. „Barm­her­zig­keit ohne Auf­for­de­rung zur Reue gäbe es nicht. Den Sün­dern zu sagen, sie dürf­ten wei­ter­hin sün­di­gen, sei kei­ne Barm­her­zig­keit. Ganz im Gegen­teil.“
      28. März 2013
      Grün­don­ners­tag: Fran­zis­kus wäscht die Füße von Gefäng­nis­in­sas­sen, auch einer mus­li­mi­schen Gefäng­nis­in­sas­sin.
      31. März 2013
      Oster­sonn­tag: Fran­zis­kus zele­briert die Hl. Mes­se, hält aber kei­ne Homi­lie. Die gewon­ne­ne Zeit benützt er, um mit dem Papa­mo­bil durch die Rei­hen zu fah­ren und sich beju­beln zu las­sen. Seg­nen tut er dabei die Men­schen nur ganz sel­ten und wenn, dann flüch­tig. Die Knie­beu­ge bei der Hl. Wand­lung unter­lässt er und teilt kei­ne Kom­mu­ni­on an die Gläu­bi­gen aus.

    • 22. Mai 2013
      Fran­zis­kus sagt: Athe­isten, die Gutes tun, wür­den geret­tet. „Wir alle haben die Pflicht, Gutes zu tun.“ An die Athe­isten: „Tut ein­fach Gutes — und wir wer­den uns schon irgend­wo tref­fen.“
      Hebr 11,6 sagt: Ohne Glau­ben aber ist es unmög­lich, (Gott) zu gefal­len; denn wer zu Gott kom­men will, muss glau­ben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird.
      02. Juni 2013
      Fran­zis­kus über Jesu Ver­meh­rung von Brot und Fisch: „Das Wun­der besteht hier eher im Tei­len als im Ver­meh­ren.“
      05. Juni 2013
      Flu­chen erlaubt! „Vor Gott mit sei­nem Schick­sal zu hadern, ist kei­ne Sün­de“, sag­te der Papst am Mitt­woch bei einer Mes­se mit Vati­kan-Ange­stell­ten. Fran­zis­kus ver­wies auf die bibli­sche Figur des Hiob: Der leid­ge­prüf­te Mann habe den Tag sei­ner Geburt ver­flucht, ohne dass dies sei­ner Fröm­mig­keit Abbruch getan habe.
      12. Juni 2013
      Papst Fran­zis­kus hat Kor­rup­ti­on im Vati­kan und die Exi­stenz eines Schwu­len-Netz­werks ein­ge­räumt. „In der Kurie gibt es hei­li­ge Men­schen, aber auch eine Kor­rup­ti­ons-Strö­mung, die gibt es, das stimmt“, sag­te der Papst nach Anga­ben des chi­le­ni­schen Por­tals „Refle­xión y Libe­r­ación“ bei einem Tref­fen mit sechs füh­ren­den Mit­glie­dern der Latein­ame­ri­ka­ni­schen Reli­giö­sen-Kon­fö­de­ra­ti­on (CLAR). „Man spricht von einer „Gay-Lob­by“, und das stimmt, die ist da… man muss sehen, was wir machen kön­nen“, zitier­te ihn die Inter­net­sei­te wei­ter.
      15. Juni 2013
      Fran­zis­kus sagt: „Wir schau­en auf Jesus Chri­stus und sagen: „Dies ist Dei­ne Sün­de, und ich wer­de erneut sün­di­gen.“ Und Jesus liebt das, weil es Sei­ne Mis­si­on war, für uns ein Sün­der zu wer­den.“
      08. Juli 2013
      Fran­zis­kus hat Refor­men in der katho­li­schen Kir­che in Aus­sicht gestellt. Er sag­te: „Im christ­li­chen Leben, selbst im Leben der Kir­che, gibt es alte und über­hol­te Struk­tu­ren: Wir müs­sen sie erneu­ern!“ Die Katho­li­ken ermu­tig­te Fran­zis­kus, beherzt Neu­es zu wagen. Sie soll­ten „kei­ne Angst haben, ver­al­te­te Struk­tu­ren, die uns gefan­gen hal­ten, los­zu­wer­den“, sag­te er laut Radio Vati­kan.
      Fran­zis­kus: „Ich den­ke auch vol­ler Zunei­gung an jene mus­li­mi­schen Ein­wan­de­rer, die an die­sem Abend den Fasten­mo­nat Rama­dan begin­nen, und ich bin zuver­sicht­lich, dass er rei­che gei­sti­ge Frucht her­vor­brin­gen wird.“
      13. Juli 2013
      Fran­zis­kus soll gesagt haben, dass einer von fünf­zig Geist­li­chen – auch Bischö­fe und Kar­di­nä­le – pädo­phil sei.
      26. Juli 2013
      Fran­zis­kus an die Jugend: „Seid rebel­lisch“ und „hal­tet die Diö­ze­sen auf Trab.“
      29. Juli 2013
      Auf die Fra­ge nach homo­se­xu­el­len Prie­stern ant­wor­tet Fran­zis­kus auf dem Rück­flug vom Welt­ju­gend­tag: „Wer bin ich, über sie zu urtei­len?“ Der Papst ist der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden. Er hat daher so zu reden und zu han­deln wie sein Herr. Jesus sag­te: „Wenn du aber das Leben erlan­gen willst, hal­te die Gebo­te“ (Mt 19,17)!
      30. August 2013
      Fran­zis­kus bricht das Pro­to­koll, indem er sich vor der Köni­gin von Jor­da­ni­en ver­beugt.

    • 04. Sep­tem­ber 2013
      Fran­zis­kus betont (in sei­ner Ant­wort an den Athe­isten Scal­fa­ri), der Glau­be an Gott sei letzt­lich eine Gewis­sen­ent­schei­dung jedes Ein­zel­nen. Gott ver­zei­he auch jenen, die nicht an ihn glaub­ten, wenn sie damit ihrem Gewis­sen folg­ten. Wer sei­ner inne­ren Stim­me nicht fol­ge, bege­he damit eine Sün­de, unab­hän­gig davon, ob er glau­be oder nicht. (Ohne Glau­ben aber ist es unmög­lich, (Gott) zu gefal­len; denn wer zu Gott kom­men will, muss glau­ben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird; Hebr 11,6).
      11. Sep­tem­ber 2013
      Der Papst unter­stellt der Jung­frau Maria „Feh­ler“, indem er sagt: „Die Kir­che und die Jung­frau Maria sind Müt­ter … Alle Müt­ter haben Feh­ler, wir alle haben unse­re Feh­ler, aber die Feh­ler unse­rer eige­nen Mut­ter beschö­ni­gen wir oft.“
      13. Sep­tem­ber 2013
      Der Papst sagt, die Kir­che sei gera­de­zu ver­ses­sen auf The­men wie Homo­se­xua­li­tät, Abtrei­bung und Gebur­ten­kon­trol­le – „Es ist nicht not­wen­dig, die gan­ze Zeit über die­se The­men zu reden… Wir müs­sen eine neue Balan­ce fin­den.“
      27. Sep­tem­ber 2013
      Fran­zis­kus über die Anbe­tung: „Schlaft ruhig dabei ein, schlaft! Er schaut trotz­dem auf euch.“
      01. Okto­ber 2013
      Fran­zis­kus sagt: „Pro­se­ly­tis­mus (das Abwer­ben von Gläu­bi­gen ande­rer Kon­fes­sio­nen) ist kom­plet­ter Unsinn, das macht kei­nen Sinn. Wir müs­sen ein­an­der ken­nen­ler­nen, ein­an­der zuhö­ren und unser Wis­sen über die Welt um uns her­um ver­bes­sern.“
      „Die schlimm­sten Übel unse­rer heu­ti­gen Zeit sind Jugend­ar­beits­lo­sig­keit und die Ein­sam­keit im Alter.“
      „Jeder von uns hat sei­ne Ansicht von Gut und Böse. Wir müs­sen die Men­schen dazu ermu­ti­gen, in Rich­tung des Guten zu gehen.“
      „Ich glau­be an Gott, nicht an einen katho­li­schen Gott. Es gibt kei­nen katho­li­schen Gott.“
      „Wisst ihr, was ich davon hal­te? Die Kir­chen­für­sten waren oft Nar­ziss­ten, die sich von ihren Höf­lin­gen umschmei­cheln und bewun­dern lie­ßen. Der Hof ist der Aus­satz des Papst­tums.“
      24. Novem­ber 2013
      Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus mit Namen „Evan­ge­lii Gau­di­um“:
      Über Mus­li­me: „Wir dür­fen nie ver­ges­sen, dass sie sich zum Glau­ben Abra­hams beken­nen, und gemein­sam mit uns beten sie den einen, barm­her­zi­gen Gott an, der die Mensch­heit am letz­ten Tag rich­ten wird.“
      Die Prie­ster wer­den erin­nert, dass der Beicht­stuhl kei­ne Fol­ter­kam­mer sein darf.

    • 25. Novem­ber 2013
      „Wir spre­chen nicht über Fati­ma!“ Am 25. Novem­ber 2013 war Prä­si­dent Putin im Vati­kan.
      Pater Paul Kra­mer, der auch in die­ser Zeit in Rom anwe­send war, sagt über die­ses Tref­fen:
      Im Novem­ber 2013 kam Wla­di­mir Putin nach Rom, um Fran­zis­kus, den Papst der Katho­li­schen Kir­che, zu besu­chen. Wäh­rend des offi­zi­el­len Besuchs war Jor­ge Ber­go­glio nicht bereit, Fra­gen zu Fati­ma zu dis­ku­tie­ren, obwohl zur glei­chen Zeit in der rus­si­schen Bot­schaft beim Hei­li­gen Stuhl ein Tref­fen statt­fand, das Fati­ma zum The­ma hat­te. Ich war in dem Augen­blick vor dem Vati­kan im Piaz­ze Risor­gi­men­to, als Prä­si­dent Putin im Vati­kan zum Tref­fen mit Papst Jor­ge Ber­go­glio ankam. Vla­di­mir Putin frag­te wäh­rend sei­ner Audi­enz Papst Ber­go­glio nach der Wei­he von Russ­land an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens. Jor­ge Ber­go­glio ver­wei­gert sich mit den Wor­ten: „Wir spre­chen nicht über Fati­ma!“ Über diplo­ma­ti­schem Weg erfuhr ich hier­zu, dass Prä­si­dent Putin dies als Affront ver­steht. Mit Prä­si­dent Putin war ein Gene­ral Putins gleich­zei­tig im Vati­kan. Als Sie kurz vor einer Sta­tue Unse­rer Lie­ben Frau von Fati­ma waren, sag­te der anwe­sen­de Kar­di­nal Rava­si: „Wir wer­den Fati­ma zer­stö­ren“
      26. Novem­ber 2013
      Fran­zis­kus sagt: „Mir ist eine Kir­che lie­ber, die lädiert, ver­letzt und schmut­zig ist.“
      10. Dezem­ber 2013
      Fran­zis­kus leug­net das Wun­der der Brot­ver­meh­rung. Er nennt die­ses ein Gleich­nis und nicht eine Tat­sa­che!
      11. Dezem­ber 2013
      Fran­zis­kus sagt: „Fürch­tet nie­mals das Jüng­ste Gericht, denn Chri­stus wird immer an unse­rer Sei­te sein.“
      17. Dezem­ber 2013
      Fran­zis­kus ist auf der Titel­sei­te von „The Advo­ca­te“ zu sehen – das füh­ren­de LGBT-Maga­zin.“ (LGBT = Abkür­zung für Les­bi­an, Gay, Bise­xu­al und Trans­gen­der.)
      20. Dezem­ber 2013
      Fran­zis­kus über die Jung­frau Maria: „Unse­re Lie­be Frau war ein Mensch! Und viel­leicht hat­te sie sogar den Wunsch zu sagen: „Lügen! Man hat mich getäuscht!“
      23. Dezem­ber 2013
      Das Time Maga­zi­ne wählt Fran­zis­kus zur „Per­son des Jah­res“.
      27. Dezem­ber 2013
      Das Esqui­re Maga­zi­ne wählt Fran­zis­kus zum „bestan­ge­zo­ge­nen Mann des Jah­res.“
      20. Janu­ar 2014
      Fran­zis­kus sagt: „Ihr Mus­li­me mit eurem Koran: Der Glau­be, den euch eure Eltern mit­ge­ge­ben haben, wird euch immer hel­fen, vor­an­zu­schrei­ten.“
      26. Janu­ar 2014
      Die „Frie­dens­tau­ben“ des Pap­stes wer­den von einer Krä­he und einer See­mö­we ange­grif­fen. Eine Tau­be wur­de von der Möwe sofort erbeu­tet, die ande­re von dem Raben hart attackiert.
      28. Janu­ar 2014
      Fran­zis­kus ist auf der Titel­sei­te des „Rol­ling-Stone-Maga­zins“ [Zeit­schrift der Pop- und Rock­mu­sik].
      12. Febru­ar 2014
      Fran­zis­kus sagt: „Wenn ihr nicht die Not­wen­dig­keit nach Got­tes Barm­her­zig­keit spürt, dann geht lie­ber gar nicht zur Mes­se!“
      14. Febru­ar 2014
      Valen­tins­tag; Fran­zis­kus prä­sen­tiert eine beson­de­re Ver­si­on des Vater­un­ser für Paa­re: Statt «Unser täg­li­ches Brot gib uns heu­te» soll­ten sie beten: «Unse­re täg­li­che Lie­be gib uns heu­te.»

    • 16. Febru­ar 2014
      Erz­bi­schof Jan Graub­ner, Olmütz, berich­tet über sein Gespräch mit dem Papst über die Lit­ur­gie. Fran­zis­kus sag­te: Er ver­ste­he, wenn die alte Genera­ti­on zurück­kehrt zu dem, was sie erlebt hat, aber er kön­ne nicht die jün­ge­ren Genera­tio­nen ver­ste­hen, die zurück­keh­ren wol­len. „Wenn ich gründ­li­cher dar­über nach­den­ke“ – sag­te der Papst – „fin­de ich, dass es eher eine Art Mode [móda, ita­lie­nisch moda] ist. Und weil es eine Mode ist, daher muss man ihr nicht so viel Auf­merk­sam­keit schen­ken.
      21. Febru­ar 2014
      Kar­di­nal Wal­ter Kas­per war der ein­zi­ge Refe­rent zum The­ma Fami­lie beim ordent­li­chen Kon­si­sto­ri­um des Kar­di­nals­kol­le­gi­ums. Der deut­sche Kar­di­nal for­der­te „Neue Wege“ zum The­ma wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne, „wie sie das Kon­zil auch gegan­gen ist“, und wur­de von Papst Fran­zis­kus für sei­ne Aus­füh­run­gen gelobt: In sei­nen Wor­ten „habe ich die Lie­be zur Kir­che gefun­den“. Kas­per gab damit die Rich­tung vor für die im Okto­ber statt­fin­den­de Fami­li­en­syn­ode. Barm­her­zig­keit ist das Schlüs­sel­wort, Barm­her­zig­keit heißt die neue Pasto­ral! Schon als Bischof von Rot­ten­burg-Stutt­gart mach­te sich Kas­per für die Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zur hl. Kom­mu­ni­on stark.
      28. Febru­ar 2014
      Fran­zis­kus sagt: „Wenn die Lie­be schei­tert, und das pas­siert vie­le Male, müs­sen wir den Schmerz die­ses Schei­terns füh­len; steht den Men­schen bei, die das Schei­tern ihrer Lie­be erfah­ren haben.“
      Tony Pal­mer (ein frei­kirch­li­cher Pastor) ver­öf­fent­licht unter dem Namen von Fran­zis­kus ein Video, das besagt, dass „die ech­te Kom­mu­ni­on nicht das Brot, son­dern der Mit­bru­der sei.“
      03. März 2014
      Fran­zis­kus sagt ver­se­hent­lich „das F‑Wort“ (F‑word = „Fuck you“ = fick dich).
      05. März 2014
      Fran­zis­kus geht öffent­lich zur Beich­te und bricht damit das Pro­to­koll.
      Fran­zis­kus bekommt sein eige­nes Fan-Maga­zin, „Il Mio Papa“ (Deutsch: „Mein Papst“)
      06. März 2014
      Vor Tau­sen­den Prie­stern erzählt Fran­zis­kus, wie er als Gene­ral­vi­kar mor­gens an einem Oster­sonn­tag dem in einer Kryp­ta auf­ge­bahr­ten Prie­ster das Kreuz vom Rosen­kranz reißt und mit­nimmt.
      10. März 2014
      Fran­zis­kus sagt, die katho­li­sche Kir­che soll­te die Homo-Ehe nicht ableh­nen, son­dern sich inten­siv mit ihr aus­ein­an­der­set­zen.
      03. April 2014
      Fran­zis­kus sagt: „Schimpft ruhig mal ein biss­chen mit dem Herrn. „He da, du hast mir dies und jenes ver­spro­chen, aber nicht gehal­ten! … Das Gebet muss ein Ver­han­deln mit Gott sein.“
      17. April 2014
      Grün­don­ners­tag: Fran­zis­kus wäscht die Füße von Behin­der­ten und Alten.
      23. April 2014
      Fran­zis­kus tele­fo­niert mit einer Frau, die in ungül­ti­ger Ehe lebt, und sagt ihr, es sei okay, die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on zu emp­fan­gen: „Ein wenig Brot und Wein scha­det nicht.“
      24. April 2014
      Der Papst sagt: „Es gibt eini­ge Prie­ster, die päpst­li­cher sind als der Papst.“
      28. April 2014
      Fran­zis­kus twit­tert: „Ungleich­heit ist die Wur­zel sozia­ler Übel.“
      09. Mai 2014
      Fran­zis­kus ruft die Regie­run­gen zur „Legi­ti­men Umver­tei­lung“ von Ver­mö­gen an die Armen auf.

      Und so wei­ter.

  8. Schlie­ßen wir Herrn Galat in unser Gebet ein und hof­fen für ihn, dass er auf sei­ne alten Tage nicht tat­säch­lich abtrün­nig wird.

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