Erneut eine Weihnacht hinter Gittern: Mary Wagner, Prophetin des Lebens und Zeugin der Liebe

Mary Wagner, verleiht seit 23 Jahren den ungeborenen Kindern ihre Stimme. Sie betet vor Abtreibungskliniken und spricht fort abtreibungsentschlossene Frauen an mit dem Bestreben, daß sie sich für das Leben ihres Kindes entscheiden. Damit verstößt sie gegen Bestimmungen, die eine Bannmeile vorsehen, mit der Abtreibungskliniken ihr tödliches Geschäft "schützen". Daher wird sie regelmäßig verhaftet und muß ins Gefängnis. Auch das Weihnachtsfest 2016 verbrachte sie hinter Gittern, wo sie sich auch derzeit befindet.
Mary Wagner, verleiht seit 23 Jahren den ungeborenen Kindern ihre Stimme. Sie betet vor Abtreibungskliniken und spricht dort abtreibungsentschlossene Frauen an mit dem Bestreben, daß sie sich für das Leben ihres Kindes entscheiden. Damit verstößt sie gegen Bestimmungen, die eine Bannmeile vorsehen, mit der Abtreibungskliniken ihr tödliches Geschäft "schützen". Daher wird sie regelmäßig verhaftet und muß ins Gefängnis. Auch das Weihnachtsfest 2016 verbrachte sie hinter Gittern, wo sie sich auch derzeit befindet.

(Otta­wa) Sie ist in Kana­da und in den USA eine Berühmt­heit und selbst den höch­sten Ebe­nen des Vati­kans bekannt. Sie ist aber den „Fort­schritt­lich­sten“ unter den Zeit­ge­nos­sen ein Dorn im Auge, die sie wie einen gefähr­li­chen Feind behan­deln. Selbst man­che Chri­sten ver­su­chen sich von ihr zu distan­zie­ren, indem sie von „Fun­da­men­ta­lis­mus“ und „zu radi­kal“ spre­chen, aber kei­ne trif­ti­gen Argu­men­te gegen sie vor­brin­gen kön­nen. Sie heißt Mary Wag­ner und muß­te erneut Weih­nach­ten im Gefäng­nis ver­brin­gen, weil die „fort­schritt­lich­ste“ aller Zei­ten, ihren kom­pro­miß­lo­sen Ein­satz für die unge­bo­re­nen Kin­der nicht erträgt.

Mary Wag­ner begnügt sich nicht, die größ­te Unge­rech­tig­keit unse­rer Zeit zu bekla­gen, wie es rich­tig ist, und zu beten, wie es ange­mes­sen ist. Mary Wag­ner geht einen Schritt wei­ter, indem sie das Böse „auf sich nimmt“, um Süh­ne zu lei­sten für die Schän­dung der Mensch­heit durch sich selbst und die Belei­di­gung Got­tes.

Am Weltjugendtag bekehrt

Wag­ner erkann­te ihren Auf­trag wäh­rend des Welt­ju­gend­ta­ges 1993 in Den­ver. Damals war sie 19 Jah­re alt und nahm dar­an teil, ohne genau zu wis­sen war­um. Dann aber trat die gro­ße Wen­de in ihrem Leben ein. Als Papst Johan­nes Paul II. gegen die Abtrei­bung und die Eutha­na­sie pre­dig­te und die Jugend­li­chen auf­for­der­te, „auf die Stra­ßen und auf die Plät­ze zu gehen wie die ersten Apo­stel“, wur­de sie inner­lich berührt und bekehr­te sich. Die Wor­te des Pap­stes waren wie ein Anruf Got­tes an sie ganz per­sön­lich und eine Auf­for­de­rung, tätig zu wer­den. Zunächst dach­te sie, ihr Weg, Süh­ne zu lei­sten für die Sün­de der Abtrei­bung, sei ein kon­tem­pla­ti­ves Leben in einem Klo­ster. Im Gebet erkann­te sie jedoch, daß es ihr Auf­trag sei, jenen eine Stim­me zu geben, die kei­ne Stim­me haben, und wahr­lich die Ärm­sten unter den Armen sind: die unge­bo­re­nen Kin­der, deren Leben schon im Mut­ter­leib von der Ermor­dung bedroht ist.

Mary Wagner
Mary Wag­ner

Am 12. Dezem­ber stand sie wie­der vor einer kana­di­schen Abtrei­bungs­kli­nik und sprach abtrei­bungs­ent­schlos­se­ne Frau­en an, ihr Kind nicht töten zu las­sen. Damit ver­stieß sie gegen eine per­fi­de Bestim­mung, die Abtrei­bungs­kli­ni­ken, deren Betrei­ber und Geschäfts­in­ter­es­sen vor lästi­gen Lebens­schüt­zern „schützt“. Die Bestim­mung sieht gene­rell eine Bann­mei­le vor, einen Min­dest­ab­stand vor den Ein­gän­gen zu den Kran­ken­häu­sern des Lan­des. Die Bestim­mung klingt harm­los, erhält jedoch eine beson­ders lebens­feind­li­che Bedeu­tung, da ihr Zweck dar­in besteht, Abtrei­bungs­ein­rich­tun­gen zu „schüt­zen“. Die Hin­rich­tungs­stät­ten sol­len vor lästi­gen Mah­nern frei­ge­hal­ten wer­den.

Mary Wag­ners Ein­satz wird oft auch von jenen nicht ver­stan­den, die sich selbst als Abtrei­bungs­geg­ner bezeich­nen. Sie distan­zie­ren sich von der „Radi­ka­li­tät“ der jun­gen Frau und reden lie­ben von „Dia­log“ und „Brücken“. Mary Wag­ner benennt die Din­ge hin­ge­gen bei ihrem Namen. Radi­kal sei die Abtrei­bung, so Wag­ner, dabei gehe es um den siche­ren Tod des Kin­des. Ihr Ein­satz erlau­be zumin­dest ein Rin­gen zwi­schen Tod oder Leben.

„Wir müssen alles für Christus tun“

„Wir müs­sen alles für Chri­stus tun“, schrieb Wag­ner über ihren Ein­satz für die Unge­bo­re­nen in einem Oster­brief aus dem Gefäng­nis. „Für Chri­stus, der uns im schmerz­ver­zerr­ten Ant­litz der Armen begeg­net, die so arm sind, daß wir sie nicht ein­mal sehen und hören kön­nen.“

Der Erz­bi­schof von Bom­bay, Oswald Kar­di­nal Gra­ci­as, der Asi­en im C9-Kar­di­nal­s­rat ver­tritt, wur­de auf die­se so muti­ge und ent­schlos­se­ne Jung­frau im fer­nen Kana­da auf­merk­sam. Er war von dem, was er über sie erfuhr so ange­tan, daß er sich im August 2013 auf den Weg mach­te und sie im Gefäng­nis besuch­te. Nach dem Besuch hat­te der Kar­di­nal kei­ne Zwei­fel mehr:

„Mir ist bewußt gewor­den, daß Mary eine Mis­si­on hat. Sie führt kei­nen sinn­lo­sen Kampf gegen Wind­müh­len. Selbst wenn sie durch ihren Ein­satz nur ein ein­zi­ges Leben geret­tet hät­te, hat er sich im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes gelohnt, denn es ist Gott, der sie zu ihrem Ein­satz ruft, um Zeug­nis für das Geschenk und die Hei­lig­keit des mensch­li­chen Lebens abzu­le­gen.“

Gefängniskaplan: „Sie ist eine Heilige“

Mary Wagner ist Prophetin des Lebens und Zeugin der Liebe. Ihr Einsatz gilt dem Ende der Abtreibung.
Mary Wag­ner ist Pro­phe­tin des Lebens und Zeu­gin der Lie­be. Ihr Ein­satz gilt dem Ende der Abtrei­bung (im Bild mit einer ande­ren Lebens­schüt­ze­rin).

Auch der Gefäng­nis­ka­plan Paul Hryn­c­zy­szyn, der Mary Wag­ner, wäh­rend ihrer Gefäng­nis­auf­ent­hal­te geist­lich betreut, ist sich sicher:

„Ich den­ke, daß sie eine Hei­li­ge ist. Sie hilft vie­len Frau­en in- und außer­halb des Gefäng­nis­ses, wie­der zum Glau­ben zu fin­den.“

Auch das Geburts­fest Jesu 2016 muß­te Mary Wag­ner wegen Ver­sto­ßes gegen die Bann­mei­le im Gefäng­nis ver­brin­gen. Schwe­ster Immola­tia ist eine Unter­stüt­ze­rin und Freun­din. Sie gehört einem Mis­si­ons­or­den an, der sich um Obdach­lo­se und Gefan­ge­ne küm­mert. Über Mary Wag­ner sagt sie:

„Man­che emp­fin­den ein Unbe­ha­gen, weil Mary ver­haf­tet wird und ins Gefäng­nis muß. Damit wol­len vie­le nichts zu tun haben. Mei­ne Ant­wort auf die­ses Unbe­ha­gen lau­tet, daß die radi­ka­le und sub­ver­si­ve Lie­be Marys und ihr per­sön­li­ches Opfer not­wen­dig sind. Es geht nicht anders, und Mary emp­fin­det das so. Denn die See­len haben immer ihren Preis.“

„Mary steht als Zeu­gin Got­tes und des Lebens Abtrei­bungs­ärz­ten und abtrei­bungs­ent­schlos­se­nen Frau­en gegen­über. Sie hat mit Men­schen zu tun, die den Tod von Kin­dern pro­gram­mie­ren, ihrer eige­nen Kin­der. Sie ist Zeu­gin die­ser schreck­li­chen Sze­ne und weiß, was Hart­her­zig­keit ist, Her­zen, die dem Evan­ge­li­um des Lebens ver­schlos­sen sind. Die­se Momen­te sind wie ein Schwert­stich in Marys Herz.“

Marys Bot­schaft Marys an jene, die besorgt sind wegen ihrer Ver­haf­tung, lau­tet, so Sr. Immola­tia:

„Weint nicht um mich, beklagt nicht mei­ne Fest­nah­me und Haft, son­dern weint für die Klein­sten unse­rer Brü­der und Schwe­stern, die­se unschul­di­gen Hei­li­gen, die ermor­det wer­den und deren schwa­chen Schreie nicht gehört wer­den und deren klei­ne Kör­per dann auf der Müll­hal­de lan­den. Und weint über deren Müt­ter und Väter und die Abtrei­bungs­ärz­te, die sie zur Schlacht­bank füh­ren.“

„Ihre Haft ist ein Zeichen unserer Zeit, die ihre Kinder tötet“

Mary Wagner betet vor Abtreibungskliniken. Ihr friedlicher, gewaltloser Einsatz für das Leben der Ungeborenen und der Mütter ist heute ein solches Ärgernis, daß sie wie eine Staatsfeindin behandelt wird.
Mary Wag­ner betet vor Abtrei­bungs­kli­ni­ken. Ihr fried­li­cher, gewalt­lo­ser Ein­satz für das Leben der Unge­bo­re­nen und der Müt­ter ist heu­te ein sol­ches Ärger­nis, daß sie wie eine Staats­fein­din behan­delt wird.

Sr. Immola­tia fügt noch eini­ge Gedan­ken an:

„Ach­tet nicht zu sehr auf Marys Haft. Das ist ein Zei­chen unse­rer Zeit, die ihre Kin­der tötet. Mary befin­det sich in Haft und bringt ein gro­ßes per­sön­li­ches Opfer, aber sie ist auch im Gefäng­nis — ein­ge­sperrt zwi­schen Beton­mau­ern, einer Pan­zer­tür und Git­ter­stä­ben — frei­er als wir alle, denn sie ist eine Gefan­ge­ne der Lie­be und eine Zeu­gin der Hei­lig­keit des Lebens. Mit ihrer Wei­ge­rung unge­rech­ten Geset­zen zu fol­gen, schenkt sie ihre Frei­heit ganz Gott. Das ermög­licht es ihr, an der Sei­te jener Klein­sten zu ste­hen, die kei­ne Stim­me haben und völ­lig schutz­los sind, und an der Sei­te von deren Müt­tern, auch wenn die­se sie oft zurück­wei­sen. Mary ist frei im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes.“

In der Tat ist Mary Wag­ner auch in einem Gefäng­nis, einem Ort tief­ster Dun­kel­heit und größ­ter Unfrei­heit, so frei, daß durch ihren inne­ren Frie­den, ihr Bei­spiel und Vor­bild vie­le Gefan­ge­ne zum Glau­ben geführt wer­den und sich mit Gott ver­söh­nen und wie­der zu beten begin­nen — manch­mal das erste Mal in ihrem Leben beten — und mit Mary für die getö­te­ten Kin­der und für deren Müt­ter beten.

Mary Wag­ner ist eine Pro­phe­tin des Lebens, sie ist eine Pro­phe­tin des 28. Dezem­ber, des Tages, an dem die Hei­li­ge Kir­che der Unschul­di­gen Kin­der gedenkt, die Opfer des Bet­le­he­mi­ti­schen Kin­der­mor­des unter Hero­des dem Gro­ßen wur­den, der Jesus töten las­sen woll­te. Die­ser schreck­li­che Kin­der­mord wie­der­holt sich in unse­ren Tagen auf grau­sa­me Wei­se und raubt gan­zen Völ­kern ihre Zukunft. Mary Wag­ner ist eine Mär­ty­re­rin des Lebens und Zeu­gin der Lie­be inmit­ten eines schreck­li­chen Blut­ba­des.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: LifeSiteNews/StopAbortion/NationalPost/ProWoman (Screen­shots)

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9 Kommentare

  1. Wenn ich Unwür­di­ger dem Herrn einen Rat geben dürf­te dann wür­de ich ihm raten die­se Welt beim zwei­ten­mal nur als Rich­ter zu betre­ten, es ver­ein­facht vie­les.
    Wenn er als Pri­vat­per­son die­se Welt betritt und das­sel­be sagt was er vor über 2000 Jah­ren gesagt hat muß er viel Zeit mit­brin­gen denn die vie­len Gerichts­ter­mi­ne die ihm hier erwar­ten pas­sen ihn kein Ter­min­ka­len­der. Hei­li­ge Mut­ter Got­tes dei­ne Wor­te „Kehrt um und tut Buße“ macht dich als Fun­da­men­ta­li­stin ganz ein­deu­tig ver­däch­tig. Aber was sind schon die paar Jah­re in die­ser kleb­ri­gen und schwam­min­gen Welt gegen das Fun­da­ment der Ewig­keit beim Vater.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Glau­ben Sie denn ernst­haft, dass unser Herr einen „Rat“ benö­ti­gen wür­de? Er, der immer war und immer sein wird, der König und Herr­scher aller Zei­ten? Ich bin mir sicher: Nein!

      • Ich hat­te geschrie­ben „einen Rat geben dürf­te“ und ich dach­te das mei­ne Iro­nie ver­stan­den wird.
        Per Maria ad Chri­stum.

  2. einen gro­ssen Dank dem All­mäch­ti­gen für die­se muti­ge Zeu­gin unse­rer Zeit Mary Wagner.Ebenso an Kar­di­nal Gar­ci­as und alle wel­che sie bestär­ken und unterstützen.Schade dass der Köl­ner Kar­di­nal dem Kurs sei­nes her­vor­ra­gen­den Vor­gän­gers nicht folgt die Kir­chen­glocken zum Geden­ken an die Hek­atom­ben der getö­te­ten Unge­bo­re­nen zu läuten.Dies nur als Bei­spiel für die Feig­heit, ja nicht mit der gro­ssen Mas­se in Kon­flikt zu kom­men-da hilft infer­na­li­sche Tech­no­mu­sik her­vor­ra­gend das eige­ne Gewis­sen zu betäuben.Wer die armen Frau­en nach sol­chem Ein­griff schon gespro­chen hat-dies auch nach Jahr­zehn­ten weiss um ihre See­len­last und wird mit ihnen beten und in Gebet und Süh­ne all das mit­tra­gen wofür sie oft gar nicht sosehr selbst ver­ant­wort­lich waren-Allein­ge­las­sen­sein, Ver­las­sen­sein in furcht­ba­rer Aporie.Ich habe die­se ver­wun­de­ten Men­schen oft ihrer Demut und Lie­be wegen bewun­dert-wenn sie Reue und Hin­kehr erfah­ren haben.Die Myria­den der Getö­te­ten mögen Für­bit­te für uns alle armen Sün­dern tun.Damit wir alle zur ewi­gen Weih­nacht fin­den zur Anbe­tung des mensch­ge­wor­de­nen Got­tes­soh­nes Jesus Chri­stus.

  3. Für was man nicht alles ver­haf­tet wer­den kann heut­zu­ta­ge. Schon die Apo­stel wur­den gewohn­heits­mä­ßig in den Ker­ker gesteckt, wie man in der Hei­li­gen Schrift nach­le­sen kann.
    Wenn die eigent­lich fried­li­chen Akti­vi­tä­ten die­ser Frau nicht ver­rück­ter­wei­se straf­bar wären, wür­de wahr­schein­lich gar nicht dar­über berich­tet wer­den.
    Das ist wohl, wie so eini­ges ande­re auch, dem libe­ra­len kana­di­schen Pre­mier­mi­ni­ster Tru­deau zu ver­dan­ken. Unter­des­sen scheint Argen­ti­ni­ens Ex-Prä­si­den­tin de Kirch­ner zu bekom­men was sie für ihre schä­bi­ge Abtrei­bungs­po­li­tik ver­dient. Für Untreue und Macht­miss­brauch muss sie sich nun vor Gericht in zwei Pro­zes­sen ver­ant­wor­ten.

  4. Sich als Jurist an sol­chen Ver­fah­ren die Fin­ger blu­tig zu machen, ist eine Schan­de. Wie kann man nur..

  5. Wir kreu­zi­gen Jesus Chri­stus unent­wegt… jeden Tag, der ver­geht, jede Stun­de, die ver­streicht, mit jedem Atem­zug, den wir tun… Wie ist es mög­lich, daß so vie­le Zeit­ge­nos­sen nichts gelernt haben aus den Wor­ten der bibli­schen Froh­bot­schaft, gera­de jetzt in der Hoch­hei­li­gen Weih­nachts­zeit, zu der sich so vie­le Men­schen in den Kir­chen ein­fin­den, die sie übers Jahr jedoch links lie­gen las­sen? Wie ist es mög­lich, die Geburt Unse­res Hei­lands zu fei­ern, tags dar­auf jedoch Ihn in Gestalt eines unge­bo­re­nen Kin­des abzu­trei­ben, zu ermor­den – eines Kin­des, wie wir es in der Krip­pe zu Beth­le­hems Stall fin­den? Was, um Him­mels Wil­len, geht im Kopf eines Kin­der-Abtrei­bers eigent­lich vor? Was? Wel­cher­art Mensch ist er eigent­lich, er, der ohne mit der Wim­per zu zucken, Tag für Tag rou­ti­ne­mä­ßig für drecki­ge Judas-Sil­ber­lin­ge sei­nes­glei­chen im Mut­ter­schoß umbringt?
    Eine Schwan­ger­schaft ist kei­ne Krank­heit – und schon gar kei­ne Krank­heit, die man dadurch kuriert, in dem man das klei­ne Unge­bo­re­ne ermor­det, im fata­len Irr­glau­ben, dadurch könn­te der Zustand von vor der Schwan­ger­schaft wie­der her­ge­stellt wer­den.
    Das Leben ist kein Wunsch­kon­zert; es gibt so vie­le Din­ge, auf die wir, als Geschöp­fe Got­tes, a prio­ri kein Recht haben. Wir haben kein Recht auf Glück. Wir haben kein Recht auf Gesund­heit. Wir haben kein Recht auf Kin­der – und wir haben auch kein Recht auf gesun­de Kin­der. Ist uns gleich­wohl all dies gege­ben, dann haben wir allen Grund zur Dank­bar­keit gegen­über Unse­rem Schöp­fer.
    Die Epo­chen glei­chen sich an; wäh­rend der ersten 313 Jah­re nach Chri­sti Him­mel­fahrt, bis zu Sankt Kon­stan­tin, muß­ten unse­re Glau­bens­brü­der ver­steckt und heim­lich in Höh­len und pri­va­ten Räu­men ver­brin­gen. Exakt jene grau­sa­men Zei­ten von damals drän­gen sich wie­der macht­voll in unser heu­ti­ges Leben; es ist unfaß­bar. Über kurz oder lang wer­den wir wie­der gezwun­gen sein, das Hei­li­ge Meß­op­fer in abge­schot­te­ten Kel­lern zu zele­brie­ren. Die­se jun­ge Frau in Kana­da namens Mary Wag­ner, die wie eine Ver­bre­che­rin für rein gar nichts ins Gefäng­nis gesperrt wird, bedarf unser aller Gebet. Möge Unse­re Hei­li­ge Tri­ni­tät sie bewa­chen und Unse­re Hei­li­ge Fami­lie für sie bit­ten. Lie­ber, Guter Herr­gott Jesus Chri­stus, bit­te ver­gib‘ ihnen; sie wis­sen nicht, was sie tun. Amen.

    In Cri­sto per Mari­am +

    Car­los­mi­guel

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