Bischof Johan Bonny (Antwerpen): freundlich-laut bei Homo, still bei Pädo

Bischof Johan Bonny
Bischof Johan Bon­ny

Von Amand Tim­mer­mans

Der Bischof von Ant­wer­pen, Johan Bon­ny, erreg­te in den ver­gan­ge­nen 12 Mona­ten mehr­mals die Aug­merk­sam­keit der bel­gi­schen und inter­na­tio­na­len Pres­se:

Am 3. Sep­tem­ber 2014 schrieb er einen offe­nen Brief (prak­ti­scher­wei­se in meh­re­ren Welt­spra­chen über­setzt und orche­striert zeit­gleich an die Welt­pres­se gesandt), um im Vor­fel­de der ersten Syn­ode für die Fami­lie Auf­merk­sam­keit für die Nöte und Wün­sche von homo­se­xu­ell Ver­an­lag­ten in der Kir­che zu wecken, eben­so von in einer neu­en Ver­bin­dung leben­den Geschie­de­nen, von Zusam­men­le­ben­den, für In-vitro-Fer­ti­li­sie­rung usw.

Nach­dem die Erste Syn­ode für die Fami­lie dann anders aus­ging, als er und ande­re Moder­ni­sten erwar­tet hat­ten, erschien am Sams­tag 27. Dezem­ber 2014 ein Inter­view mit Bon­ny in der ehe­mals sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Zei­tung „De Mor­gen“, illu­striert mit gro­ßen Fotos von Bon­ny vor einem herbst­lich-neb­li­gem Hin­ter­grund mit Son­nen­strah­len.

Hier­in ver­ließ er jetzt total die gel­ten­de Kir­chen­leh­re, plä­dier­te für die „Homo-Ehe“ und für die Aner­ken­nung die­ser Ver­bin­dung durch die Kir­che, für Gen­der, kurz­um für die gan­ze sexu­ell-moder­ni­sti­sche Agen­da.

Die Reak­ti­on ließ stau­nen: weni­ger das mäßi­ge Pres­se­echo in den auf modern und poli­ti­cal cor­rect­ness getrimm­ten flä­mi­schen Zei­tun­gen, als wohl die sofor­ti­ge und theo­lo­gisch sehr fun­dier­te Reak­ti­on auf tra­di­tio­nell-katho­li­schen Web­sites (Katho­lie­ke Aktie Vla­an­de­ren); nicht zuletzt wur­de der ein paar Wochen frü­her publi­zier­te Brief von Bischof Oster von Pas­sau aus­führ­lich refe­riert und in Aus­zü­gen über­setzt und das Ket­ze­ri­sche von Bonny‘s Aus­sa­gen klipp und klar nach­ge­wie­sen.

Inzwi­schen wird die­ses Inter­view wegen öffent­li­cher Häre­sie nicht ein­mal mehr auf Bonny‘s Wiki­pe­dia-Ein­trag ver­merkt.

Die ande­ren bel­gi­sche Bischö­fe schwie­gen beson­ders ein­drucks­voll: erstens der gehar­nisch­ten und theo­lo­gisch fun­dier­ten Reak­ti­on wegen, aber auch weil sie, trotz allen Reden von Bon­ny über Soli­da­ri­tät der Bischö­fen unter­ein­an­der und über kol­le­gia­les Ver­hal­ten, von die­sem umwer­fen­den Inter­view nichts im vor­aus wuß­ten.

Zwei­ein­halb Wochen spä­ter wur­de Bischof Bon­ny mit dem Preis des bel­gi­schen Homo­ver­eins Cava­ria aus­ge­zeich­net, wegen sei­ner gro­ßen Ver­dien­sten, was nun wie­der Bon­ny pein­lich war: Er ließ sofort über alle kirch­li­chen Print- und Inter­net­me­di­en mit­tei­len, daß er die­sen Preis ablehnt.

Nach die­ser schwe­ren Nie­der­la­ge mit vau­de­villes­kem Ende wur­de es im Bis­tum Ant­wer­pen sehr lan­ge still.

Wäh­rend der gan­zen Fasten­zeit stan­den noch Tex­te aus dem Advent auf der Bis­tums-Home­page.

Das ein­zi­ge, wofür viel Wer­bung gemacht wur­de, war die Chri­sam­mes­se mit der Wei­he der Hei­li­gen Öle.

Bei der beson­ders gelun­ge­nen und auf­merk­sam beach­te­ten Demon­stra­ti­on für das Leben und für die Fami­lie auf dem Gro­en­plaats in Ant­wer­pen in Mai 2015 glänz­te Bischof Bon­ny durch Abwe­sen­heit. Die Tür des Bis­tums­pa­la­stes blieb geschlos­sen, obwohl eine Dele­ga­ti­on anklopf­te; zu guter Letzt dann wur­de der Kate­chis­mus in den Brief­ka­sten des Bischofs­pa­la­stes gesteckt.

2.

Inzwi­schen ist Bon­ny der Reprä­sen­tant der bel­gi­schen Bischö­fe bei der zwei­ten Syn­ode für die Fami­lie im kom­men­den Okto­ber.

Ein Blick auf die Bio­gra­phie von Johan Bon­ny bringt dann doch Erstaun­li­ches zuta­ge:

Bon­ny wur­de 1955 in Moe­re bei Gistel (West­flan­dern, in der Nähe von Ost­ende, Bis­tum Brüg­ge) als Sohn einer Bau­ern­fa­mi­lie gebo­ren.

Mit 18 Jah­ren, nach dem Gym­na­si­al­un­ter­richt, trat er ins Groß­se­mi­nar Brüg­ge ein, teils mit Stu­di­en an der Theo­lo­gi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Löwen.

Einer sei­ner Pro­fes­so­ren in Brüg­ge und spä­te­rer Kol­le­ge war Roger vanG­he­lu­we.

1980 wur­de Bon­ny zum Prie­ster geweiht durch den dama­li­gen Bischof von Brüg­ge Jozef-Emiel Des­met, der am Anfang des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils eine sehr bemerk­te Inter­ven­ti­on tätig­te, wel­che zur Ableh­nung des ersten Sche­mas (v. P. Seba­sti­an Tromp SJ) führ­te.

1982 wur­de Bon­ny zum Pro­fess­sor am Groß­se­mi­nar Brüg­ge ernannt für die Fächer Kir­chen­ge­schich­te, Kir­chen­leh­re, Öku­me­ne und Spi­ri­tua­li­tät.

Als 1984 in dem flä­mi­schen kirch­li­chen Wochen­blatt „Kerk&Leven“ ein groß­for­ma­ti­ger Arti­kel erschien mit der Ankün­di­gung einer Arbeits­grup­pe „Pädo­phi­le in der Kir­che“, die als ihre Zie­le die Infor­ma­ti­on der Bevöl­ke­rung und beson­ders des Kir­chen­volks, das Wecken von Sym­pa­thie in der Bevöl­ke­rung für die Wün­sche und die Nei­gun­gen der Pädo­phi­len und „zur Ermu­ti­gung der Pädo­phi­len untereinander“(sic) nann­te:

da ist von irgend­wel­chen Reak­tio­nen aus dem Groß­se­mi­nar Brüg­ge nichts bekannt, auch nicht vom Pro­fes­sor für Kir­chen­leh­re und Spi­ri­tua­li­tät, — und dies, obwohl „Kerk&Leven“ von Brüg­ge aus gesteu­ert wur­de.

1985 wur­de der Semi­nar­pro­fes­sor (Ex-Pro­fes­sor und Kol­le­ge von Bon­ny) Roger vanG­he­lu­we zum Bischof von Brüg­ge ernannt. VanG­he­lu­we war damals schon akti­ver Pädo­phi­ler samt Miß­brauch von zwei Nef­fen.

1985 wur­de Bon­ny dann zum Lei­ter der Abtei­lung Theo­lo­gie im Groß­se­mi­nar, 1991 zum Spi­ri­tu­al des Groß­se­mi­nars von Brüg­ge ernannt.

Inter­es­sant ist, daß in die­sen Jah­ren die Semi­na­re der Bis­tü­mer Gent, Ant­wer­pen und Has­selt geschlos­sen wur­den, über­all weil ein Man­gel an Prie­ster­kan­di­da­ten herrsch­te und — beson­ders bemerkt — 1985 das CPRL (das Spät­be­ru­fe­n­en­se­mi­nar für nie­der­län­disch­spra­chi­ge Bel­gi­er) in Ant­wer­pen geöff­net wur­de.

Die­ses CPRL (Cen­trum voor Prie­ster­kan­di­da­ten op Rij­pe­re Leef­tijd) ent­pupp­te sich als­bald als einer der hot­te­sten Homo­treffs in Ant­wer­pen. Es geriet schnell unter die Füh­rung des West­fla­men Marc Gesquie­re (spä­te­ren Dechant von Kor­tri­jk, Sui­zid 2011).

Von einer Reak­ti­on oder einem Kom­men­tar aus dem Groß­se­mi­nar Brüg­ge, dem lei­ten­dem Semi­nar in Flan­dern, über die­ses neue „Semi­nar“ in Ant­wer­pen bzw. über die Spi­ri­tua­li­tät und Gesin­nung dort ist nichts bekannt, und dies obwohl es meh­re­re per­so­nel­le Über­schnei­dun­gen gab.

3.

Theo­lo­gisch muß das Groß­se­mi­nar Brüg­ge Anfang der 90er-Jah­re etwas sehr merk­wür­di­ges gewe­sen sein:

Ab 1990 wur­de hier zu einem gro­ßen Teil die Denk­ar­beit für die Reli­gi­ons­bü­cher für den nord­bel­gi­schen Sekun­dar­un­ter­richt „Roeach“ (1993–1995) gelei­stet;

die­se Bücher­se­rie stand unter der Lei­tung von Frans Lefe­v­re (Pro­fes­sor am Groß­se­mi­nar Brüg­ge) und Jef (Jozef) Bulckens (Kate­che­ti­sches Insti­tut der Uni Löwen).

Der Band Roeach 3 (1994) ent­hielt ein­deu­tig zu Pädo­phi­lie anstif­ten­de Tex­te und dito Abbil­dun­gen (inzwi­schen im Inter­net viel­fach doku­men­tiert).

Trotz star­ker und lau­ter Pro­te­ste aus der Bevöl­ke­rung wur­de aus dem Groß­se­mi­nar Brüg­ge nichts Kri­ti­sches bekannt; nichts ist bekannt über eine etwai­ge Kri­tik zur Buch­rei­he des dama­li­gen Spi­ri­tu­als am Groß­se­mi­nar von Brüg­ge Bon­ny.

Die dort gelehr­te Theo­lo­gie, Kir­chen­leh­re und Spi­ri­tua­li­tät muß damals tat­säch­lich sehr spe­zi­al gewe­sen sein. Bon­ny war 1995 übri­gens vier­zig Jah­re alt, also schon in rei­fe­rem Alter.

Bei einer Anfra­ge, um die­ses pädo­phi­li­sie­ren­de Reli­gi­ons­buch zurück­zu­zie­hen, über­stimm­ten Bischof vanG­he­lu­we (1 Stim­me) und Kar­di­nal Dan­neels (2 Stim­men) die dama­li­gen Bischö­fe von Ant­wer­pen und Has­selt (Gent übte sich in Ent­hal­tung).

Die­ses Schund­buch ver­blieb damit vier vol­le Jah­ren im Unter­richt. Eine gewal­ti­ge Kata­stro­fe für die Kate­che­se des flä­mi­schen Vol­kes.

Um das Jahr 1995 her­um kamen über­all pädo­phi­le Schand­ta­ten in West­flan­dern ans Licht:

der west­flä­mi­sche Obla­ten­mis­sio­nar Eric Deja­eg­her (Mas­sen­de­lik­te in Nord­ka­na­da: Baker Lake und Igloo­lik) tauch­te 1995 in der bel­gi­schen Hei­mat unter; an vie­len Stel­len tauch­ten Beschwer­den über pädo­se­xu­el­len Miß­brauch auf. Das Bis­tum zahl­te sehr viel Geld an vie­le Opfer zur Ver­tu­schung der Delik­te.

Spä­te­stens in die­sen Jah­ren war die gewal­ti­ge pädo­phi­le (und auch homo­phi­le) Durch­trän­kung des Kle­rus in West­flan­dern (Bis­tum Brüg­ge) breit bekannt.

Das inzwi­schen benach­rich­tig­te Rom bedräng­te (allen vor­an die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re unter ihrem Prä­fek­ten Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger tat sich hier ver­dienst­lich her­vor) immer mehr und hef­ti­ger die wider­spen­sti­gen bel­gi­schen Bischö­fe.

In die­ser pro­blem­be­la­de­nen Kon­stel­la­ti­on zog Bon­ny nach Rom und wur­de dort im Päpst­li­chen Rat zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten tätig mit spe­zi­el­lem Schwer­punkt für die mono­phy­si­ti­sche ori­en­ta­li­sche, dar­un­ter die syro-mal­an­ka­ri­sche ortho­do­xe Kir­che. Zugleich wur­de er durch die bel­gi­sche Bischö­fe zum Direk­tor des Bel­gi­schen Kol­legs ernannt, wo einer­seits die bel­gi­schen Stu­den­ten in Rom woh­nen, ander­seits die Bischö­fe bei ihren Besu­chen in Rom näch­ti­gen.

Gera­de in den damals vie­len und hef­ti­gen Tri­bu­la­tio­nen der nord­bel­gi­schen Bischö­fe mit Rom hat Bon­ny dort einen sehr guten und tie­fen Ein­blick in die­se Pro­ble­me bekom­men.

1999 wur­de die pädo­phi­le Bücher­se­rie Roeach end­lich aus dem­Ver­kehr gezo­gen. Das Spät­be­ru­fe­n­en­se­mi­nar CPRL wur­de wegen zu vie­ler Skan­da­le (und auf­tre­ten­den Krank­hei­ten) geschlos­sen.

4.

2008 wur­de Bon­ny, obwohl von west­flä­mi­scher Her­kunft, von Kar­di­nal Dan­neels zum Bischof von Ant­wer­pen geweiht.

Das Kir­chen­volk wur­de bis jetzt nicht sehr warm mit sei­nem Hirt, und vice-ver­sa.

Bischof Bon­ny redet seit lan­gem vom Prie­ster­amt für Frau­en, der Kom­mu­ni­on für „wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne“, pro gen­der, pro homo usw.

Bemer­kens­wert ist, daß er für schräg­ste Fäl­le im Kle­rus (Fall Tom Schel­le­kens) sehr viel Barm­her­zig­keit bis zur Nicht­be­ach­tung des Kir­chen­rechts zeigt.

Jef Bar­zin, Pro­mo­tor der Pädo­phi­lenun­ter­stüt­zungs­ak­ti­on von 1984, ist nun Dechant von Ant­wer­pen-Noord (die­ses Deka­nat ist ziem­lich sozi­al arm und wird auch „Warm-noord“ genannt) und zählt zu Bonny’s eng­stem Freun­des- und Mit­ar­bei­ter­kreis.

Die­ser Bar­zin wur­de durch Bon­ny vor eini­gen Mona­ten noch zum Ver­ant­wort­li­chen für den katho­li­schen Unter­richt an den Schu­len ernannt !

Nach­dem das Bis­tum Brüg­ge in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten mit einer lan­gen Ket­te von gewal­ti­gen pädo-und homo­se­xu­el­len Skan­da­len des Kle­rus unter mas­si­ves Feu­er von auf­rich­ti­gen Katho­li­ken gera­ten ist, hat ein teils panik­ar­ti­ger Weg­zug von merk­wür­di­gen Ele­men­ten aus dem Bis­tum Brüg­ge nach Ant­wer­pen statt­ge­fun­den.

Vom Bis­tum Ant­wer­pen gibt es dazu über­haupt kei­nen Kom­men­tar.

Noch bri­san­ter ist der Fall des Kir­chen­ju­ri­sten des Bis­tums Brüg­ge Patrick Degrieck:

Die­ser wur­de in Novem­ber 2014 zusätz­lich für das Bis­tum Ant­wer­pen ein­ge­stellt, obwohl damals schon bekannt war, daß er in Brüg­ge in pro­ze­du­ra­len Tricks invol­viert war, um den pädo­phi­len west­flä­mi­schen Prie­ster Tom Fla­vez wie­der als Prie­ster in einer Pfar­rei ein­zu­set­zen.

Die römi­sche Kon­gre­ga­ti­on der Glau­bens­leh­re bekam offen­sicht­lich geschön­te und unvoll­stän­di­ge Akten zuge­sandt.

Noch bun­ter wur­de es hin­ter­her: Nach­dem T. Fla­vez aus dem Brüg­ger Ordi­na­ri­at raus­ge­wor­fen wur­de, fand er Obdach bei sei­nem Freund, dem Kir­chen­ju­ri­sten Degrieck (nota­be­ne in dem Klo­ster von Unse­rer Lie­ben Frau zu Sie­ben Schmer­zen in Rui­se­le­de bei Brüg­ge — die Schein­hei­lig­keit in West­flan­dern wird damit wirk­lich sur­rea­li­stisch).

Degrieck und Fla­vez gehör­ten übri­gens zu dem beson­de­ren inne­ren Freun­des­kreis von vanG­he­lu­we; offen­sicht­lich eine Emp­feh­lung in bestimm­ten Milieus.

Bon­ny zeich­ne­te sich bis­her durch sehr viel lau­te Wor­te zugun­sten der Homo­phi­lie und neu­er Ver­bin­dun­gen (Zweit­ehe) aus, und sehr viel Schwei­gen und sehr viel Stil­le zum The­ma Pädo­phi­lie.

Und jetzt ver­tritt er auch noch das durch Pädo­phi­lie abge­wrack­te Bel­gi­en auf der zwei­ten Bischof­syn­ode über die Fami­lie in Rom.

Hier kann man mit dem Land­mann imbe­rühm­ten Roman Der Sol­daat Johan des gro­ßen flä­mi­schen Autors Filip de Pil­le­ci­jn (1891–1962) (1939, 1. Kapi­tel, S.2) nur sagen:

„Gott bewah­re“.

Text: Amand Tim­mer­mans
Bild: Fr. Z’s Blog

10 Kommentare

  1. Der Dämon hat ihnen den Ver­stand ver­dun­kelt ! Die­se Wor­te der Mut­ter Got­tes von La Salett
    kom­men aktu­ell in Erin­ne­rung. Man kann es nicht fas­sen, wel­che Gedan­ken und Ansich­ten, die der Leh­re der Kir­che wider­spre­chen, sich im Kle­rus welt­weit breit machen. Dazu gehö­ren Kar­di-
    näle, Bischö­fe, Prie­ster und Theo­lo­gen und man hat den Ein­druck, dass alle irgend­wie ver­netzt
    sind. Dass sind die gei­sti­gen Speer­spit­zen, die auf die Syn­ode im Herbst ein­wir­ken und ein ent-
    spre­chen­des Ergeb­nis errei­chen wol­len. Nicht nur dass man die Homo-Agen­da, Kom­mu­ni­on für
    Geschie­de­ne aner­ken­nen will, nein auch der gott­lo­sen Gen­der-Ideo­lo­gie wird das Wort gere­det.
    Kein Zwei­fel, der gro­ße gei­sti­ge Kampf ist welt­weit im Gan­ge und wird immer mehr schwach im
    Glau­ben ste­hen­de mit­rei­ßen. Ein Licht­blick sind nur noch die Kar­di­nä­le und Bischö­fe, die fest
    im Glau­ben ste­hen und sich weh­ren. Allein, es ist wahr­schein­lich doch nur eine Min­der­heit,
    aber die­se Min­der­heit wird den katho­li­schen Glau­ben wei­ter­tra­gen !

    Es hilft nur noch die Mut­ter Got­tes und die bewähr­te Waf­fe, der Rosen­kranz !

  2. Es ist unfass­bar, dass Rom die­sen Bischof noch wir­ken lässt! Der gehört doch, falls er sich nicht sofort bekehrt und zur katho­li­schen Leh­re bekennt, auf der Stel­le abge­setzt! Ande­re Bischö­fe natür­lich auch, wobei bei vie­len Bischö­fen die Sache aber so aus­schaut, dass sie sich nicht — wie Bischof Bon­ny — klar anti­ka­tho­lisch äußern, son­dern sich feig ver­stecken und ihre Gre­mi­en und gewis­se Prie­ster anti­ka­tho­lisch agi­tie­ren las­sen!

  3. In Bel­gi­en scheint man nur Bischof wer­den zu kön­nen, wenn man eine homo­se­xu­el­le Ver­gan­gen­heit nach­wei­sen kann. Man muss sich da ja regel­recht ins ober­ste Hir­ten­amt hoch­schla­fen!
    Ich plä­die­re dafür, dass Bischö­fe wie­der wie in alten früh­christ­li­chen Zei­ten, allein vom gläu­bi­gen Volk (Beto­nung auf gläu­big!) gewählt wer­den! Damals waren die Hir­ten noch bereit, für den wah­ren Glau­ben das Mar­ty­ri­um zu erlei­den. Heu­te erlei­den vie­ler­orts die Gläu­bi­gen durch ihre Bischö­fe ein wah­res Mar­ty­ri­um.…

  4. Das hier gezeich­ne­te Bild des Bischofs Johan Bon­ny trifft für vie­le Bischö­fe zu, nicht nur in der west­li­chen Welt, beson­ders aber in die­ser und in den deutsch­spra­chi­gen Län­dern. So lässt sich der Base­ler Bischof soeben zitie­ren, dass er nur noch nach einem beson­de­ren Seg­nungs­ri­tus für homo­se­xu­el­le Ver­bin­dun­gen sucht. Die Äuße­run­gen man­cher deut­scher Bischö­fe von A wie Acker­man bis W wie Wöl­ki gehen im Prin­zip in die­sel­be Rich­tung wie auch Ber­go­li­os berühm­tes Dik­tum von 2013: „Wenn jemand homo­se­xu­ell ist und guten Glau­bens den Herrn sucht – wer bin ich, über ihn zu urtei­len?“ Wel­chen Herrn? müss­te man eigent­lich fra­gen.
    Wer ver­ste­hen möch­te, wie es zu der heu­ti­gen Kir­che, bes­ser gesagt, wie es zu den Ver­wü­stun­gen des der­zei­ti­gen römi­schen Katho­li­zis­mus, des­sen ober­ster Reprä­sen­tant nicht von unge­fähr Ber­go­lio heißt, kom­men konn­te, wel­ches Ziel die Stra­te­gen der “Neu­en Kir­che“ hat­ten und haben, wel­che Mit­tel sie ange­wandt haben und immer noch anwen­den und wie erfolg­reich sie waren und immer noch sind, dem kann man nur das Buch von Mala­chi Mar­tin „der letz­te Papst“ emp­feh­len. Es ist ein Schlüs­sel­ro­man, 1999 in deut­scher Über­set­zung erschie­nen. Eine Auf­la­ge wur­de nach zuver­läs­si­gen Quel­len von einem deut­schen Bis­tum auf­ge­kauft. Mala­chi Mar­tin, ein Jesu­it, ist 1999 unter unge­klär­ten Umstän­den ver­stor­ben.
    Er beschreibt, wie hoch­ran­gi­ge Kir­chen­ver­tre­ter mit ihren Freun­den aus Poli­tik und Wirt­schaft und Poli­ti­ker und Lob­by­isten mit ihren Kom­pli­zen aus der Kir­che an der “Neu­en Kir­che“ bau­en. Dabei spie­len Netz­wer­ke von Pädo — und Ephe­bo­phi­len eine gro­ße Rol­le; sie bah­nen den Weg für wei­te­re Auf­lö­sun­gen. Er beschreibt, wel­che ver­hee­ren­den Fol­gen die Dekon­struk­ti­on des wah­ren Glau­bens, der Glau­bens­ab­fall in den Semi­na­ren und katho­li­schen theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten haben, wie Sit­ten­lo­sig­keit prak­ti­ziert und pro­pa­giert wird und glau­bens­treue Prie­ster „her­aus­ge­mobbt und kalt­ge­stellt wer­den“, — wie auch bei uns — und wie es gera­de mit der Auf­lö­sung der Sexu­al­mo­ral gelun­gen ist, die Kir­che von innen her­aus zu zer­stö­ren. Ein Mit­tel die­ser Stra­te­gie war auch die Ein­füh­rung des NOM, die Leug­nung der Sün­de und die Umdeu­tung der Sakra­men­te, sodass die Sicht etwas für sich hat, dass mitt­ler­wei­le – wie es Mar­tin eine sei­ner glau­bens­treu­en Prot­ago­ni­sten sagen lässt, an vie­len Orten die Sakra­men­te nicht mehr gül­tig gespen­det wer­den, u. a. auch, weil vie­le Prie­ster nicht gül­tig geweiht sind.
    Die „Neu­en Kir­che“, die von den Stra­te­gen ange­strebt wur­de, soll eine dia­ko­ni­sche und eine inter­re­li­gi­ös frie­den­si­chern­de welt­wei­te NGO mit “räte­de­mo­kra­ti­scher Struk­tur“ und natio­na­ler Eigen­stän­dig­keit sein. – wie sag­te Marx noch kürz­lich: „Wir sind kei­ne Filia­le von Rom“ — Die­se „Neue Kir­che“ ist heu­te schon über­all zu besich­ti­gen und den neu­en Papst, den die Stra­te­gen woll­ten, haben sie schon in Ber­go­lio gefun­den. Gäbe es nicht das Wort von Petrus, dem Fel­sen, auf dem … und nicht noch Inseln des Glau­bens, müss­te man ver­zwei­feln.

    • Jesus Chri­stus hat uns Sei­nen Bei­stand zuge­sagt — bis zum Ende.
      Aller­dings hat Er nicht genau­er erläu­tert, in wel­chen Gegen­den der Erde die Kir­che über­le­ben wird.
      Wir haben kei­ne Garan­tie dafür, dass sie nicht bei uns, hier im Westen, stirbt. Sich dies auch nur vor­zu­stel­len, tut unge­mein weh!
      Aber sich in die­sem Gefühl zu erschöp­fen und zu ver­lie­ren, ist kei­ne Lösung.
      Selbst­kri­tik, Beken­ner­mut und Han­deln sind gefragt!

    • Gott sei Dank gibt es dane­ben auch zuver­läs­si­ge Pro­phe­ti­en von Hei­li­gen, wie die der sel. Anna Katha­ri­na Emme­rick oder des hl. Don Bos­co: Letz­te­rer sah in einer Visi­on, dass nach dem Tod eines Pap­stes, ganz schnell ein neu­er gewählt wer­den wird und der „alte Greis die alten Gewän­der wie­der anzie­hen muss! Ganz erschrocken stell­te er dabei fest, dass die Her­de Chri­sti auf ein Mini­mum geschrumpft war!“
      Schwe­stern und Brü­der, hal­tet uner­schrocken an der unver­kürz­ten Leh­re des Evan­ge­li­ums fest! Der Herr selbst wird unser Lohn sein!

  5. Zu die­sem Bericht paßt her­vor­ra­gend der heu­te 08. Sep­tem­ber 2015 hier auf http://www.katholisches.info erschie­ne­ne Arti­kel über den Umzug der „Civil­ta cat­to­li­ca“, der bekann­ten (berüch­tig­ten) Jesui­ten­zeit­schrift nach dem domus san­ta Mar­ta;
    und beson­ders gut dann der letz­te Satz: (wor­in steht) „…was Fran­zis­kus alles tun möch­te und wor­in er durch die Bischö­fe der Syn­ode gehin­dert wird…“

    „Wer Augen hat, er sehe“!
    Die­sen Wor­ten Unse­res Herrn könn­te man in der heu­ti­gen Situa­ti­on das klei­ne Gedicht von Johann Wolf­gang von Goe­the fol­gen las­sen:
    „Was ist das Schwer­ste im Leben?
    Was Dir das Leich­te­ste dün­ket:
    mit den Augen zu sehen
    was vor den Augen Dir liegt“.

    In te speravi. non con­fundar in aeter­num.

  6. Wenn ich das recht ver­ste­he, hat Bischof Bon­ny öffent­lich eine Häre­sie ver­kün­det, dadurch zieht er sich nach Can. 1364 § 1 des Kir­chen­rechts die Exkom­mu­ni­ka­ti­on als Tat­stra­fe zu, damit wäre Bischof Bon­ny exkom­mu­ni­ziert, oder ver­ste­he ich da etwas falsch?

    • @Sehr geehr­ter @Borkard,

      Sie sehen es tat­säch­lich rich­tig.
      Bon­ny hat sich selbst tat­säch­lich exkom­mu­ni­ziert.
      Das wur­de und wird auch häu­fig ange­spro­chen auf tra­di­ti­ons­freund­li­chen katho­li­schen Web­sites (z.B. http://www.kavlaandren.blogspot.be);
      abge­se­hen von wutro­ten Köp­fen und inner­käm­mer­li­chem Geheul bei den Moder­ni­sten wird hier­über eisern geschwie­gen.

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