Von falschen Heiligen der Moderne oder: die Anbetung des Ego

Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913) mit seinem rousseauistisch verzogenen Sohn Helios, der später seinen Vater terrorisierte
Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913) mit seinem rousseauistisch verzogenen Sohn Helios, der später seinen Vater terrorisierte

Der Maler Karl Wil­helm Die­fen­bach wird seit eini­gen Jah­ren als moder­ner Pro­phet gefei­ert. Tat­säch­lich insze­nier­te er sich als ulti­ma­ti­ver Mes­si­as der Neu­zeit, als moder­ner Chri­stus-Dar­stel­ler mit den Zügen Nietz­sches, der in einem syn­kre­ti­sti­schen Ansatz die Natur, den Men­schen und das Ego ver­gött­li­chen woll­te.

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker

Die Frank­fur­ter Kunst­hal­le Schirn ist in Tei­len zu einem veri­ta­bler Kunst-Tem­pel ein­ge­rich­tet wor­den. In ihm wird bis zum 14. Juni die Aus­stel­lung gezeigt: „Künst­ler und Pro­phe­ten. Eine gehei­me Geschich­te der Moder­ne 1872 – 1972“. Dar­in hat die Kura­to­rin Pame­la Kort ihre The­se ver­an­schau­licht, dass die Kunst­ent­wick­lung der letz­ten 150 Jah­re eine ver­schwie­ge­ne Kehr­sei­te gehabt habe: Hin­ter den gro­ßen Kunst­strö­mun­gen der Moder­ne wie Impres­sio­nis­mus und Expres­sio­nis­mus, gegen­über dem Gei­sti­gen in der abstrak­ten Kunst und der ratio­na­len Bau­haus-Gestal­tung soll man mehr als zwei Künst­ler­ge­nera­tio­nen ent­decken, die eher von irra­tio­na­len und eso­te­ri­schen Gestal­tungs-Moti­ven getrie­ben waren sowie mit lebens­re­for­me­ri­schem und zivi­li­sa­ti­ons­kri­ti­schem Geha­be auf­tra­ten.

Zweifelhafte Einflüsse, falsche Gurus ohne echte Kunst

Als Urva­ter aller moder­nen Künst­ler-Pro­phe­ten wird der aus dem nas­saui­schen Hada­mar stam­men­de Karl Wil­helm Die­fen­bach vor­ge­stellt. Sein berühm­ter Schat­ten­bild-Fries „per aspe­ra ad astra“ lei­tet die Besu­cher in die Aus­stel­lung. Die dar­ge­stell­te Pro­zes­si­on von Men­schen und Tie­ren in unbe­rühr­ter Natur zum Para­dies als Tem­pel der „Huma­ni­tas“ soll zugleich den Anspruch der pro­phe­ti­schen Künst­ler dar­stel­len, durch Kunst die Mensch­heit vom Bal­last einer als erdrückend emp­fun­de­nen Zivi­li­sa­ti­on zu erlö­sen. Nach­ge­zeich­net wird der Ein­fluss Die­fen­bachs über sei­ne Schü­ler „Fidus“, Kup­ka und Grä­ser auf Arthur Roess­ler und Egon Schie­le. In der Zwi­schen­kriegs­zeit hät­ten zahl­rei­che „Infla­ti­ons­hei­li­ge“, San­da­len­pre­di­ger, Tanz­gu­rus und Jesus-Apo­stel Die­fen­bachs Impul­se wei­ter­ge­führt. Schließ­lich sieht die Kura­to­rin in den Wer­ken von Frie­dens­reich Hun­dert­was­ser sowie Josef Beuys und des­sen Schü­ler Jörg Immen­dorf Ver­bin­dun­gen zu Die­fen­bachs Moti­ven anklin­gen.

Die mei­sten Zei­tungs­re­zen­sio­nen loben die Idee und Kon­zep­ti­on der Aus­stel­lung. Nur von weni­gen Rezen­sen­ten wer­den sowohl vie­le der behaup­te­ten Ein­fluss­li­ni­en infra­ge gestellt wie auch die Rele­vanz der Lebens­re­form­be­we­gung auf die Kunst der Moder­ne rela­ti­viert. So erschei­nen die Bele­ge für Die­fen­bachs Ein­fluss auf die drei oben genann­ten Nach­kriegs­künst­ler doch arg dünn, wenn etwa mit der Umhän­ge­ta­sche Beuys‘, dem Kru­zi­fix mit Son­nen­rad oder sei­nem Revo­lu­ti­ons­an­spruch die Wir­kung des Kohl­ra­bi-Apo­stels ver­an­schau­licht wird. Die Abstrak­ti­ons­mo­ti­ve in den Wer­ken Kup­kas sind gera­de nicht auf die Abbild-Male­rei von Die­fen­bach zurück­zu­füh­ren. Auch der Ein­fluss der Tem­pel­kunst von Fidus, Die­fen­bachs „Mei­ster­schü­ler“, etwa auf Gro­pi­us und die Bau­haus-Grup­pe dürf­te in Wirk­lich­keit gegen Null gegan­gen sein. Fidus‘ berühm­tes Bild von der Ver­zückung des nack­ten Jüng­lings bei der Son­nen­an­be­tung hat­te sicher­lich Wir­kung – aber eher auf die völ­ki­sche Kunst­sze­ne und spä­te­re Kitsch-Nach­ah­mer als auf die moder­ne Kunst. Allen­falls hat Die­fen­bach mit der Idee vom gemar­ter­ten Pro­phe­ten und lei­den­den Chri­stus ande­re Künst­ler wie Schie­le und Beuys inspi­riert. Aber das ist weni­ger dem Pro­zess der moder­nen Kunst­ge­schich­te zuzu­ord­nen als der Eso­te­rik. Über­haupt sei­en von den ins­ge­samt zwan­zig vor­ge­stell­ten „Künst­ler und Pro­phe­ten“ nur Kup­ka und Schie­le, Hun­dert­was­ser und Beuys als form­be­wuss­te Kunst­schaf­fen­de anzu­se­hen, ande­re ohne künst­le­ri­sche Sub­stanz und wei­te­re wie Nagel, Hae­u­sser und Baa­der sei­en als „fal­sche Gurus ohne ech­te Kunst“ ein­zu­ord­nen, wie der Rezen­sent der taz anmerkt.

Esoterische Künstler als geniale Selbstinszenierer

Diefenbach dem Schüler Fidus: Selbstinszenierung als prophetischer Wegweiser ins irdische Paradies der vergöttlichten Natur
Die­fen­bach dem Schü­ler Fidus: Selbst­in­sze­nie­rung als pro­phe­ti­scher Weg­wei­ser ins irdi­sche Para­dies der ver­gött­lich­ten Natur

Eine Gemein­sam­keit kann man schließ­lich doch noch bei allen moder­nen Pro­phe­ten-Künst­lern ent­decken: Mit ihren Selbst­dar­stel­lun­gen waren sie genia­le Selbst­ver­mark­ter. In mit­tel­al­ter­li­chen Gemäl­den trat der Maler völ­lig hin­ter sei­nem Werk zurück. Bei vie­len der moder­nen Künst­ler-Gurus hat man den Ein­druck, dass die Selbst­in­sze­nie­rung das eigent­li­che Kunst-Event dar­stellt, dem das Werk unter­ge­ord­net ist. Die­fen­bach hat­te die­se künst­le­ri­sche Selbst­sti­li­sie­rung bei sei­ner Wie­ner Aus­stel­lung 1892 per­fek­tio­niert, wie die Zeit­schrift Bohe­mia damals schwärm­te: „Das effect­voll­ste Ereig­nis in den Aus­stel­lungs­sä­len aber ist es, wenn sich die Thür des Ate­liers öff­net und Die­fen­bachs lang­be­haar­tes Haupt selbst sicht­bar ist. Gern erzählt der Dul­der (!) dem stau­nen­den Publi­kum die Lei­dens­ge­schich­te sei­ner Bekeh­rung zum Para­dies­zu­stand.“ Ins­be­son­de­re in der spä­te­ren Kom­mu­ne Him­mel­hof stei­ger­te sich der Kult um den Geni­us Die­fen­bach zu einer Anbe­tung des Egos.

Die­se Ego-Insze­nie­rung beherrsch­te auch der deut­sche Künst­ler Joseph Beuys. Bei einem Auf­ent­halt 1972 in Nea­pel und auf Capri, dem letz­ten Wir­kort Die­fen­bachs, ließ er ein Ganz­bild von sich in fort­schritt­li­cher Pose mit Umhän­ge­ta­sche anfer­ti­gen. Auf das Bild schrieb er auf Ita­lie­nisch: „Wir sind die Revo­lu­ti­on“. Gemeint war: Ich bin die Revo­lu­ti­on.

In zuge­spitz­ter Wei­se hat­te der extrem­ste Pro­phet der Zwi­schen­kriegs­zeit, Lud­wig Chri­sti­an Hae­u­sser, sei­ne eige­ne Apo­theo­se als ulti­ma­ti­ver Mes­si­as der Neu­zeit in Sze­ne gesetzt. Der ehe­ma­li­ge Sekt-Ver­tre­ter soll sein Erweckungs­er­leb­nis in einem bana­len Hotel­zim­mer in Frank­furt gehabt haben. Aber in sei­ner Bot­schaft prä­sen­tier­te er sich den erlö­sungs­gläu­bi­gen Mas­sen als das Alpha und Ome­ga einer neu­en Zeit, ein moder­ner Chri­stus­dar­stel­ler mit den Zügen Nietz­sches. Sein Leit­spruch lau­te­te: „Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben; der Über­mensch und die Auf­er­ste­hung und die Neue Zeit“. Der Anspruch die­ses eso­te­risch durch­ge­knall­ten Cham­pa­gner-Händ­lers als wie­der­erstan­de­ner Mes­si­as für die Neue Zeit/New Age ent­sprach in den Grund­zü­gen dem Pro­gramm, dass der Ur-Guru Die­fen­bach eine Genera­ti­on vor­her pro­pa­giert und insze­niert hat­te.

1872 begann Karl Wil­helm Die­fen­bach mit sei­ner Über­sied­lung nach Mün­chen sei­ne Künst­ler-Kar­rie­re. Für die­ses Jahr setzt Pame­la Kort den Beginn der künst­le­ri­schen Erweckungs­be­we­gung der Moder­ne an. Doch erst ab 1875, nach dem Tod sei­ner Eltern, lässt sich der Pro­zess der Per­sön­lich­keits­ver­än­de­rung des jun­gen Künst­lers nach­wei­sen, der nur weni­ge Jah­re spä­ter zu einem sozia­len Exzen­tri­ker wer­den soll­te – mit Gott und der Welt ver­kracht. Sein zeit­wei­se eng­ster Schü­ler „Fidus“ cha­rak­te­ri­sier­te Die­fen­bach Ende der 80er Jah­re so: In sei­nen per­sön­li­chen Ver­hält­nis­sen sei er „krank­haft erregt“ und mit vie­len Zeit­ge­nos­sen stets „in Hader ver­strickt“; er beschei­nigt ihm auto­ri­tä­res Geha­be sowie über­grif­fi­ge Ansprü­che, die die Per­sön­lich­kei­ten sei­ner Schü­ler, Freun­de und Frau­en miss­ach­te­ten; wei­ter beob­ach­te­te er „Kind­lich­keit, Tor­heit, Unbe­son­nen­heit und Maß­lo­sig­keit“ bei sei­nem ehe­ma­li­gen „Mei­sters“.

Was trieb Diefenbach zu seiner exzessiven Zivilisationskritik?

Diefenbachs Selbststilisierung als meditativer Christus
Die­fen­bachs Selbst­sti­li­sie­rung als medi­ta­ti­ver Chri­stus

In sei­nem „Lebens­be­richt“ von 1897 ließ Die­fen­bach schrei­ben: Nach dem Tode sei­ner Eltern 1875 brach die „Revo­lu­ti­on sei­nes inner­sten Wesens gegen alle in Staat, Kir­che, Schu­le, Gesell­schaft und Fami­lie über­kom­me­nen Ver­hält­nis­se, wel­che ihn anekel­ten oder aufs äußer­ste empör­ten, end­lich aus“. In Wirk­lich­keit muss sei­ne Lebens- und Per­sön­lich­keits­wand­lung ein län­ge­rer Pro­zess gewe­sen sein, wie Die­fen­bach in sei­nem „Testa­ment“ von 1909 selbst dar­legt. Der katho­li­sche Stand­punkt sei­ner Schwe­ster Eli­sa­beth habe ihn des Öfte­ren hin­aus­ge­trie­ben in ein „‚unmo­ra­li­sches‘ Nacht­le­ben auf der Stra­ße mit Fol­gen“. Hin­ter die­sen Andeu­tun­gen könn­te eine Syphi­lis ste­hen, die er sich bei sei­nen nächt­li­chen Eska­pa­den zuge­zo­gen haben dürf­te. Jeden­falls wur­de er von Ärz­ten mit den damals übli­chen Queck­sil­ber-Mit­teln trak­tiert. Die­se Sym­ptom­be­hand­lung konn­te jedoch die Neben­wir­kun­gen wie Schwä­che­zu­stän­den, Ner­ven- und „Gehirn­lei­den“ nicht behe­ben, über die Die­fen­bach in sei­nen Tage­bü­chern klag­te. Die in sei­nem Kör­per stecken­de Syphi­lis könn­te zusam­men mit der Queck­sil­ber­be­hand­lung für sei­ne psy­chi­sche und men­ta­le Per­sön­lich­keits­ver­än­de­rung mit­ver­ant­wort­lich gewe­sen sein, die sich in sei­nen radi­ka­li­sier­ten Lebens­an­sät­zen, sei­ner Selbst­über­schät­zung und dem dau­ern­den Hader mit Gott und der Welt zeig­te. Wei­ter ist zu erwä­gen, ob nicht auch die Milieu-Erfah­run­gen sei­nes „unmo­ra­li­schen Nacht­le­bens auf der Stra­ße“ Die­fen­bachs ethi­sche und gesell­schaft­li­che Wer­te-Koor­di­na­ten tief­grei­fend ver­rückt haben. Jeden­falls ging sein abgrund­tie­fer Hass auf die Insti­tu­ti­on der Ehe in Schrift („ent­wür­di­gend und schmach­voll“) und Bild („Unterm Ehe­joch“) weit über die dama­li­gen Ansät­ze von „frei­er Lie­be“ als einer „höhe­ren Form“ des mensch­li­chen Zusam­men­le­bens hin­aus.

Kritik an der „entarteten Gesellschaft“ und eine naturreligiöse Erlösungsvision

Doppelbild Diefenbachs als Dulder und Gekreuzigter
Dop­pel­bild Die­fen­bachs als Dul­der und Gekreu­zig­ter

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass Karl Wil­helm Die­fen­bach seit sei­nen End­zwan­zi­ger Lebens­jah­ren mit Gott und der Welt im Streit lag. Er beschimpf­te die Für­sten von Nas­sau und Preu­ßen, die ihn jeweils mit einem klei­nen Sti­pen­di­um für sein Kunst­stu­di­um unter­stützt hat­ten, als hab­gie­rig und herrsch­süch­tig. Die Ärz­te, die Die­fen­bach bei Typhus, Syphi­lis und vie­len ande­ren Krank­hei­ten behan­delt hat­ten, nann­te er dok­to­rier­te Esel oder Medi­zin­pfaf­fen. Vom Ver­hal­ten in der Mün­che­ner Kunst­aka­de­mie sprach er abschät­zig als Laus­bu­ben­an­stalt. Rich­ter, Amts­lei­ter und Poli­zei­of­fi­zie­re waren für Die­fen­bach Staats- und Justiz­pfaf­fen. Hef­ti­ge Attacken rich­te­te er gegen Prie­ster, Kir­che und Chri­sten­tum. Auch mit sei­nen fünf Geschwi­stern ent­zwei­te er sich völ­lig. Neben die­sem Streit mit Insti­tu­tio­nen und Per­so­nen bekämpf­te Die­fen­bach in pole­mi­scher Wei­se bür­ger­li­che Ver­hal­tens­wei­sen wie Bier- und Wein­trin­ken, Tabak­rau­chen, Fleisch­essen, Rasie­ren und enge Klei­dung tra­gen. Das Insti­tut der Ehe beschimpf­te er als „gemei­nen Zwang und fluch­be­la­de­ne Frucht der Welt­an­schau­ung längst ver­gan­ge­ner Zei­ten“.

1881 zei­tig­te Die­fen­bachs Lebens­wand­lung erkenn­ba­re Kon­tu­ren: Er wur­de Mit­glied der frei­re­li­giö­sen Gemein­de Mün­chen, nahm am deut­schen Frei­den­ker-Kon­gress in Frank­furt am Main teil und trat aus der katho­li­schen Kir­che aus. Von dem Begrün­der der frei­re­li­giö­sen Gemein­den über­nahm Die­fen­bach des­sen pan­the­isti­sche Natur­re­li­gi­on sowie als Kon­se­quenz den Vege­ta­ris­mus. Von dem Mit­be­grün­der des deut­schen Frei­den­ker­bun­des, Carl Scholl, ließ er sich zu einer aggres­si­ven Kri­tik gegen die „römi­sche Anma­ßung“ der katho­li­schen Kir­che inspi­rie­ren. Scholls „Reli­gi­on der Huma­ni­tät“ stand wohl auch Pate, als Die­fen­bach im Jah­re 1882 den Ver­ein „Mensch­heit“ grün­de­te. Drei Jah­re spä­ter eta­blier­te der Künst­ler in der Ein­öde Höll­rie­gels-Gereu­te die „Huma­ni­tas“ genann­te „Werk­stät­te für Reli­gi­on, Kunst & Wis­sen­schaft“. Schließ­lich stand er im Brief­wech­sel mit dem Natur­heil­prak­ti­ker Arnold Rik­li, dem Vor­kämp­fer des Natu­ris­mus und Begrün­der der Licht-Luft-Bäder.

Herrschaft über die „fügsame Weiblichkeit“, Polemik gegen das „Joch der Ehe“,

Diefenbach als gekreuzigter Christus
Die­fen­bach als gekreu­zig­ter Chri­stus

1877 hat­te Die­fen­bach die Haus­halts­ge­hil­fin Maxi­mi­lia­ne Schlott­hau­er ken­nen­ge­lernt, die er Maja nann­te. Ein Jahr spä­ter „nahm ich die Maja zu mir“, wie er sei­ner Schwe­ster Eli­sa­beth anver­trau­te, „im Bedürf­nis nach einer stil­len, füg­sa­men, wie wei­ches Wachs mich umge­ben­de Weib­lich­keit“. Wäh­rend einer Kur liier­te er sich nur ein Jahr spä­ter mit der Made­lei­ne Atz­in­ger. 1880 wur­de der gemein­sa­me Sohn Heli­os gebo­ren. Die Atz­in­ger war eine gebil­de­te Frau, die zeit­wei­se die jun­ge Fami­lie mit Sprach- und Kla­vier­un­ter­richt über Was­ser hal­ten muss­te. Sie spiel­te aber nicht die Rol­le der füg­sa­men, wachs­wei­chen Weib­lich­keit, die dem her­ri­schen Cha­rak­ter Die­fen­bachs zu unter­wür­fi­gen Dien­sten war. Daher kam es zu dau­ern­den, tief­grei­fen­den Ent­zwei­un­gen zwi­schen dem Paar. In den Tren­nungs­pha­sen hat­te Die­fen­bach aber kei­nen Ein­fluss auf sei­nen Sohn, den er als „strah­len­de Ver­kör­pe­rung“ sei­ner eige­nen, rous­se­auisti­sch­ne Idea­le erzie­hen woll­te. Nur aus die­sem Motiv her­aus habe sich ihre Vater, so die Toch­ter Stel­la, „über­haupt dem Joch der Ehe gefügt“. Die zivil­recht­li­che Trau­ung, die am 27.  Janu­ar 1882 statt­fand, hat­te daher für Die­fen­bach nur instru­men­tel­len Cha­rak­ter zum erzie­he­ri­schen Durch­griff auf sei­nen Sohn. Zugleich emp­fand er das Hin­ein­ge­zo­gen­wer­den in die bür­ger­li­che „Zwangs­ehe“ als eine Demü­ti­gung und Erpres­sung eines „sata­nisch raf­fi­nier­ten Wei­bes“.

Die­ser Hin­ter­grund ist für das Ver­ständ­nis der dann fol­gen­den pro­phe­ti­schen Initia­ti­on von Die­fen­bach ent­schei­dend. Noch am Tag sei­ner Trau­ung „flüch­te­te“ er nach eige­nen Aus­sa­gen in die Ein­sam­keit des Hohen­pei­ßen­bergs, der von einer barocken Wall­fahrts­kir­che gekrönt ist. Vier­zehn Tage spä­ter schrieb er nach einer durch­wach­ten Nacht bei Son­nen­auf­gang eine „Visi­on“ auf. In Wirk­lich­keit war die­ser zwei­sei­ti­ge Text ein bio­gra­phisch gefärb­tes Kla­ge­lied, das er schon oft gesun­gen hat­te — über „Für­sten­hab­gier, Prie­ster­wahn und Medi­zin­er­trei­ben, die der Men­schen Mensch­lich­keit“ ver­nich­ten wür­den. Im zwei­ten Teil sieht er im Auf­gang der Son­ne sei­ne eige­ne „wah­re Men­schen­grö­ße“ auf­er­ste­hen. Er fühlt sich „frei trotz der Ket­ten“, den Kampf gegen „Wahn und Lüge“ auf­zu­neh­men für der „Mensch­lich­keit Erwa­chen — gott­be­freit“. Auch die Ele­men­te die­ses Kampf­pro­gramms hat­te Die­fen­bach aus Tex­ten von Balt­zer, Scholl und ande­ren „Frei­gei­stern“ schon des Öfte­ren her­aus­ge­ru­fen.

Der Prophet vom Hohenpeißenberg: Es ist kein Gott – und Diefenbach ist ein Prophet

Aber Pro­phe­ten müs­sen zur sozia­len Aner­ken­nung ein Erweckungs­er­leb­nis vor­wei­sen kön­nen. Und so insze­nier­te sich Die­fen­bach zu Beginn sei­nes öffent­li­chen Wir­kens – in Nach­ah­mung von Jesus mit sei­nem 40tägigen Fasten in der Wüste. Am Ende sei­ner Ein­sam­keits­prü­fung fühlt er sich von Offen­ba­rungs­strah­len der Son­ne erleuch­tet und von der gött­li­chen Natur beauf­tragt, die Mensch­heit von Gott zu befrei­en.

Auch der Berg hat­te als Offen­ba­rungs­ort pro­phe­ti­sche Bedeut­sam­keit. Denn Die­fen­bachs Her­ab­kunft vom Ber­ge mit einem Erlö­sungs­pro­gramm in den Hän­den weist ihn als neu­en Eli­as aus – wenn nicht gar als Wie­der­gän­ger von Mose. Auch wenn er erst eini­ge Mona­te spä­ter die neue Kut­ten-Kluft anleg­te – inspi­riert von dem Klei­dungs­pio­nier Gustav Jäger, und noch spä­ter mit dem som­mer­li­chen Bar­fuß­ge­hen begann: Die­fen­bachs gro­ße Geste der archai­schen Selbst­in­sze­nie­rung als Pro­phet aus der Ber­g­ein­sam­keit zog unwei­ger­lich die pro­phe­ti­schen Erken­nungs-Attri­bu­te nach sich. Das bestä­tigt Pame­la Kort in ihrem Kata­log: „Als er von dem Berg her­un­ter­ge­stie­gen war, leg­te er die Kut­te eines Pro­phe­ten an und ging fort­an bar­fuß“. Im Bericht der Tages­post vom 2. Juni 2015 wird die pro­phe­ti­sche Selbst­in­sze­nie­rung sogar als objek­ti­ves Offen­ba­rungs­ge­sche­hen behaup­tet: „Die­fen­bach erhielt auf dem Hohen­pei­ßen­berg sei­ne Offen­ba­rung“.

Das Pro­gramm von dem letz­ten Wort sei­ner Son­nen­auf­gang-Visi­on, „gott­be­freit“, führ­te Die­fen­bach spä­ter in zwei Tex­ten wei­ter: Neben sei­ner Pre­digt „Es ist kein Gott!“ ent­fal­te­te er in der Bei­schrift zu sei­nem künst­le­ri­schen Haupt­werk „per aspe­ra ad astra“ ein wei­te­res Mani­fest zu sei­nem Kunst- und Lebens­pro­gramm. Sei­ne Grund­the­sen, mit Die­fen­bachs Wor­ten zusam­men­ge­fasst, lau­ten:

  1. Der Glau­be an einen tran­szen­den­ten Gott ist eine von der „fin­ste­ren Macht der Prie­ster ver­kün­de­te Lüge“. Sie ist „die Quel­le allen Elends“. Wie ein „wüster Traum, einem Alb­druck gleich“, lastet der Gott­glau­be noch „auf dem größ­ten Teil der Mensch­heit. Die arme, irre­ge­lei­te­te Mensch­heit fleh­te zu toten Göt­zen um Erlö­sung.“
  2. Denn die „Mensch­heit ist gewi­chen einst vom Wege der Natur, nicht mehr erkennt sie ihrer Mut­ter Erde Lie­be, die trau­te Stim­me der Natur und ist dem Wahn“
  3. Die­fen­bach sieht sich „erwacht aus die­sem unna­tür­li­chen Schlaf, den Prie­ster sorg­sam hüten, und erkennt jenen wüsten Traum von einem Gott, der nichts als Irr­tum und Lüge ist.“ Als Pro­phet „ruft er in die Welt hin­ein: Es ist kein Gott!“
  4. Durch die­se Erkennt­nis und Bot­schaft, „befreit von den Ban­den und dem Fluch des Irr­tums“, kann sich der Mensch „zum wah­ren Gott des Lebens und des Heils“ erhe­ben, zu dem „ewi­gen Urquell der durch­gött­lich­ten Natur“.
  5. „Die gött­li­che Mut­ter NATUR“ schuf die Welt zu einem „blü­hen­den Gar­ten Eden“. In den Natur­phä­no­me­nen kön­nen „die nicht ent­ar­te­ten Men­schen das gött­li­che Wer­den“ betrach­ten und „Erkennt­nis der Gott­heit in All-Reli­gi­on“
  6. Der Mensch muss auch zur „Erkennt­nis sei­ner eige­nen GÖTTLICHKEIT“ kom­men, denn sei­ne „Mut­ter, die NATUR, hat ihn rein und frei als höch­stes Wesen gebo­ren, nicht befleckt mit Erb­sünd, Fluch und Schan­de“. Die Erkennt­nis des eige­nen gött­li­chen Selbst ist der Weg zur Erlö­sung, die Rück­kehr ins Para­dies.
  7. Denn die Mut­ter Natur hat dem Men­schen auf der Erde „ein Para­dies geschaf­fen mit Blu­men und Früch­ten. Der Gar­ten ladet Mensch und Tier zum Got­tes­mah­le ein. Men­schen und Tie­re – im Wesen gleich als Emana­ti­on der Gott­heit, nur ver­schie­den im Grad der Ent­wick­lung –, ver­schö­nen in Lie­be ver­eint sich gegen­sei­tig das Leben.“
  8. Da aber „der größ­te Teil der Mensch­heit“ durch die Ver­füh­rung des „Satans­in­sti­tuts der Kir­che, des teuf­li­schen Pfaf­fen­gei­stes aller Kün­ste sowie der teuf­li­schen Staats­ver­fas­sung“ sei­ne gött­li­che Ursprungs­na­tur ver­ra­ten und ver­kauft hat, braucht sie Füh­rer, die sie „den Weg zum Para­dies lei­ten, den Weg zu Gott“.
  9. Die­fen­bach betrach­tet die Kunst im Gei­ste sei­ner näch­sten Gei­stes­ver­wand­ten wie Shel­ley, Schil­ler und Richard Wag­ner als „das wesent­li­che Ver­ed­lungs­mit­tel“, die Mensch­heit „vom Kada­ver essen­den ‚Raub­thier­men­schen‘ zum ‚Gott­men­schen‘ zu füh­ren in den Tem­pel der HUMANITAS“.
  10. Die­fen­bach streb­te „die Ver­wirk­li­chung der ‚fro­hen Bot­schaft‘ Jesu von der Mensch­heits­er­lö­sung und der Errich­tung des ‚Rei­ches Got­tes‘ durch die all­ge­mei­ne Men­schen­lie­be“ Aber wie beim „Edel­mensch Jesus“ so wür­den „heu­te noch die Erlö­ser der Mensch­heit als ‚Got­tes­lä­ste­rer‘ und ‚Ket­zer‘ ver­folgt, aus­ge­beu­tet, in Elend, Ver­zweif­lung oder Wahn­sinn getrie­ben“.
  11. Die­fen­bach iden­ti­fi­zier­te sich in Text und Bild mehr­fach mit dem gekreu­zig­ten „Gott­men­schen aus Naza­reth“. In die­ser alle­go­ri­schen Selbst­sti­li­sie­rung zum chri­stus­glei­chen Mar­ty­rer der Mensch­lich­keit fühl­te sich Die­fen­bach als mes­sia­ni­scher Weg­wei­ser der Mensch­heit zu ihrer „Höher­ent­wick­lung als gott­glei­che Men­schen“, die in die­sem Zustand „inni­ger Lie­be von allen zu allen, erlöst von Krank­heit, Armut und jeg­li­cher Not, sich in wunsch­lo­ser Won­ne selig im Para­die­se füh­len“.

Geistesgeschichtliche Einflüsse auf Diefenbachs Lebensphilosophie

Joseph Beuys: Wir sind die Revolution, 1972
Joseph Beuys: Wir sind die Revo­lu­ti­on, 1972

In Die­fen­bachs Mani­fe­sten und pro­gram­ma­ti­schen Schrif­ten sind eini­ge Strö­mun­gen aus der euro­päi­schen Gei­stes­ge­schich­te seit der Auf­klä­rung zu erken­nen. Mehr­fach lässt er durch­blicken, dass er der Prie­ster­be­trugs­theo­rie anhängt, wie sie von Auf­klä­rungs­phi­lo­so­phen – etwa vom Baron d’Holbach (+1789) – auf­ge­stellt wor­den war. Dem­nach wären reli­giö­se Aus­sa­gen als lüg­ne­ri­sche und betrü­ge­ri­sche Erfin­dun­gen der kirch­li­chen Amts­trä­ger anzu­se­hen.

Wei­ter­hin lässt Die­fen­bachs Rede, dass der Mensch „nicht befleckt mit Erb­sün­de“ aus dem Schoß der Mut­ter Natur her­vor­ge­gan­gen sei, auf die Rous­se­aui­sche Denk­tra­di­ti­on schlie­ßen. Jean-Jac­ques Rous­se­aus (+1779) zen­tra­les Axi­om lau­tet: „Der Mensch ist frei gebo­ren (…), aber er ist durch die Insti­tu­tio­nen unse­rer Zivi­li­sa­ti­on in Ket­ten gelegt.“ „Der Mensch ist von Natur aus gut“, heißt es wei­ter im Zwei­ten Dis­kurs, da die Natur in sich gut sei. Als sich die Mensch­heit gesell­schaft­li­che und poli­ti­sche Regeln gab sowie zivi­li­sa­to­ri­sche Insti­tu­tio­nen, ver­lo­ren die Men­schen nach Rous­se­au ihre para­die­si­sche Natür­lich­keit und natür­li­che Unschuld.

In einer Bekennt­nis­schrift Die­fen­bachs heißt es: „Erkenn Dich selbst! – In DIR ist Gott! … Nur die Erkennt­nis Dei­ner GOETTLICHKEIT befreit Dich von den Ban­den und dem Fluch des Irr­tums.“ Die „Erkennt­nis“, dass ein tran­szen­den­ter Gott nicht exi­stie­re, son­dern das Gött­li­che ein­zig im Men­schen zu sehen sei, war nicht neu im 19. Jahr­hun­dert. Lud­wig Feu­er­bach schrieb um etwa 1840: Dem Men­schen müs­se bewusst wer­den, „dass der ein­zi­ge Gott des Men­schen der Mensch selbst ist. Homo homi­ni deus — das ist der Wen­de­punkt der Geschich­te.“ Und: „Gott ist das offen­ba­re Inne­re, das aus­ge­spro­che­ne Selbst des Men­schen.“ „Der Mensch“ hät­te dem­nach voll­stän­dig die Stel­le Got­tes ein­ge­nom­men. In die­sem Welt­an­schau­ungs­strom beweg­te sich auch Die­fen­bach: An dem Ide­al einer huma­ni­sier­ten Gesell­schaft müss­ten alle ethi­schen und gesell­schaft­li­chen Impe­ra­ti­ve Maß neh­men und sich alle Zukunfts­per­spek­ti­ven legi­ti­mie­ren. Die Erlö­sung der Mensch­heit gesche­he allein in der Dies­sei­tig­keit als ein mensch­li­ches Werk.

Auch Hein­rich Hei­ne (+1856) for­mu­lier­te Gedan­ken einer natür­li­chen Reli­gi­on des Dies­seits. Im Anschluss an Spi­no­zas Pan­the­is­mus – deus sive natu­ra – sah er die Gött­lich­keit in der Welt inhä­rent, aber nicht nur im Men­schen, son­dern in der gesam­ten Natur: „Gott mani­fe­stiert sich in den Pflan­zen, den Tie­ren und am herr­lich­sten im Men­schen. Im Men­schen kommt die Gott­heit zum Selbst­be­wußt­sein. Die gan­ze Mensch­heit ist eine Inkar­na­ti­on Got­tes.“ An einen sol­chen reli­gi­ons­ar­ti­gen Pan­the­is­mus knüpf­te Die­fen­bach an, als er sich in den Jah­ren nach 1880 sei­ne per­sön­li­che Welt­an­schau­ung zusam­men­reim­te.

Die human-athe­isti­sche und natur­gött­li­che Gedan­ken­welt der Auf­klä­rung blieb als Sedi­ment der Gei­stes­ge­schich­te in der ersten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts viru­lent und fruch­te­te in den Köp­fen von Vor­märz-Rebel­len. Zwei von ihnen waren Edu­ard Balt­zer und Carl Scholl, durch die Die­fen­bach stark beein­flusst wur­de, wie oben schon dar­ge­legt.

Mit dem Die­fen­bach-Jün­ger Johan­nes Gutt­zeit sind die Autoren und Gei­stes­strö­mun­gen anzu­spre­chen, die von Die­fen­bach nach sei­nem Erweckungs­er­leb­nis als Bestä­ti­gung sei­ner inne­ren Wand­lung wahr­ge­nom­men wur­den. Gutt­zeit war zwei­mal „Schü­ler“ von Die­fen­bach: ab 1885 und in der Kom­mu­ne Him­mel­hof 1898. Aber schon vor sei­ner ersten Schü­ler­zeit hat­te Gutt­zeit eine Schrift mit dem pro­gram­ma­ti­schen Titel her­aus­ge­bracht: „Von der Kir­che zur Natur“ – ein Wort, das auch gut Die­fen­bachs Wand­lungs­zeit in den Jah­ren um 1880 cha­rak­te­ri­sie­ren kann. 1884 grün­det Gutt­zeit den Pytha­go­rä­er-Bund, der spä­ter Bru­der-Bund hieß, seit 1885 mit dem Organ Der Bru­der. Zeit­schrift des Bun­des für vol­le Mensch­lich­keit. Offen­sicht­lich tra­ten hier mit dem Mensch­lich­keits­traum See­len- und Rich­tungs­ver­wandt­schaf­ten zu Tage sowie gegen­sei­ti­ge Inspi­ra­tio­nen.

Die­fen­bach hat sich nach 1882 viel­fach mit der „Theo­so­phie“ der Hele­na Bla­va­t­sky (1831–1891) aus­ein­an­der­ge­setzt sowie der dar­auf fußen­den Anthro­po­so­phie Rudolf Stei­ners (1861–1925). Die Got­tes­weis­heit lehr­te die Ein­heit Got­tes in drei Offen­ba­rungs­aspek­ten: das Her­ab­stei­gen des Gei­stes in die Mate­rie, die ver­schie­de­nen Ent­wick­lungs­stu­fen in der Mani­fe­sta­ti­on des Lebens sowie das Wei­ter­le­ben und ‑wan­dern der See­le. Die­fen­bach schrieb in sei­nem Tage­buch, dass er die älte­ren Wer­ke der Theo­so­phie (Jacob Böh­me, Para­cel­sus pp) gele­sen habe wie auch die neue­ren Autoren, etwa den „Haupt-Apo­stel der Deut­schen Theo­so­phi­schen Gesell­schaft, Dr. Hüb­be-Schlei­den“, mit dem er in den 80er Jah­ren auch per­sön­li­chen Kon­takt pfleg­te. Er betont, „dass ich der Theo­so­phie einen rela­ti­ven Wert zur Mensch­heits­ver­ed­lung in einer sol­chen noch wild gäh­ren­den Über­gangs­zeit zu einer höhe­ren Mensch­heits-Stu­fe, als seit­her je exi­stier­te habe, zuschrei­be“. Die­fen­bachs kurz­zei­ti­ge Mit­glied­schaft in der Theo­so­phi­schen Gesell­schaft Roms zeigt sei­ne Ambi­va­lenz zu die­ser Strö­mung, die sich in der Kri­tik an dem „Wahn­sinn der Wie­der­ver­kör­pe­rungs­leh­re“ als Ele­ment einer Tran­szen­den­zer­war­tung fest­mach­te. Noch zwei Wochen vor sei­nem Tode fass­te Die­fen­bach sein inbrün­sti­ges Bekennt­nis zur abso­lu­ten Dies­sei­tig­keit so zusam­men: Er hof­fe auf „eine kom­men­de Genera­ti­on (…) als Bei­trag zur Erlö­sung der Mensch­heit aus dem ent­gött­li­chen­den und ver­elen­den­den Wust des Pseu­do-Chri­sten­tums mit sei­ner Leh­re von einem ‚bes­se­ren Jen­seits‘ nach unse­rem Tode, als aus der, wohl edle­ren, aber fast eben­so von der Erkennt­nis und besten Betä­ti­gung unse­res irdi­schen (ein­zi­gen) Lebens ablen­ken­den theo­so­phi­schen Leh­re einer glück­li­che­ren Wie­der­ge­burt in tau­sen­den von Jah­re. Alle Fra­gen des Lebens müs­sen in die­sem Leben ihre Lösung fin­den kön­nen, sonst wäre die­ses Leben nicht die denk­bar und tat­säch­lich höch­ste Erschei­nung auf der Erde (…) son­dern Unsinn und ein Unding.“

Die abso­lu­te Dies­sei­tig­keit von Die­fen­bachs Natur­re­li­gi­on fin­det sich sehr klar in der dama­li­gen Ideo­lo­gie der Vege­ta­rier­be­we­gung for­mu­liert. Die Schrift­lei­tung der Vege­ta­ri­schen War­te – seit 1908 das Organ des Inter­na­tio­na­len Vege­ta­ri­er-Bun­des – brach­te es auf den Punkt: „Alles Über­na­tür­li­che, Über­sinn­li­che, Jen­seits­ori­en­tier­te des Chri­sten­tums ist abzu­lö­sen durch eine ‚Reli­gi­on des irdi­schen Lebens’. Ihr Ziel ist es, die tra­di­tio­nel­le Hoff­nung auf ein ewi­ges Leben bezie­hungs­wei­se auf eine ewi­ge Selig­keit umzu­for­men in die maxi­ma­le För­de­rung der irdi­schen Glück­se­lig­keit durch ‚Ver­voll­komm­nung und Ver­län­ge­rung des Lebens im Dies­seits‘.“

Wer denkt bei die­ser Pas­sa­ge nicht an Fried­rich Nietz­sches Ruf: „Brü­der, bleibt mir der Erde treu“? 1883–85 war Nietz­sches „Zara­thu­stra“ her­aus­ge­kom­men mit sei­ner Bot­schaft vom Über­men­schen nach der Ver­kün­di­gung vom Tode Got­tes. Das war ein Jahr, nach­dem Die­fen­bach in sei­ner Bekennt­nis­schrift „Son­nen-Auf­gang“ geschrie­ben hat­te: „Es ist kein Gott“. Er kom­men­tier­te Nietz­sches Phi­lo­so­phie mit den Wor­ten: „des­sen Satz von der Berech­ti­gung des Aus­le­bens und der Betä­ti­gung der Indi­vi­dua­li­tät (…) ich im rich­ten Ver­stand voll unter­schrei­be und den ich von frü­he­ster Jugend an (…) als Fun­da­men­tal­satz mei­ner Men­scheits­for­de­rung des frei­en hei­li­gen Selbst­be­stim­mungs­rech­tes jedes ver­nünf­ti­gen Men­schen aus­ge­spro­chen habe“. In der Land­kom­mu­ne Him­mel­hof ver­ord­ne­te Die­fen­bach Nietz­sches Zara­thu­stra als Bil­dungs­lek­tü­re, förm­lich als Anlei­tung zur Erschaf­fung des Über­men­schen. Aller­dings lehr­te Die­fen­bach nicht den Wil­len zur Macht und auch nicht einen Wer­te-Nihi­lis­mus „Jen­seits von Gut und Böse“. Er lei­te­te aus der gött­li­chen Natur bestimm­te apo­dik­ti­sche Regeln ab – etwa: Du sollst nicht Tie­re und Men­schen töten! Die­se Regeln soll­ten auch als Weg­wei­sung zur Ver­ed­lung und Erlö­sung der Mensch­heit im Para­dies-Tem­pel der Huma­ni­tas die­nen.

Eine wei­te­re Bestä­ti­gung sei­ner Welt­an­schau­ung fand Die­fen­bach in den Wer­ken von Charles Dar­win. Der Künst­ler notier­te 1909 in sei­nem Tage­buch: „Ich las zu wie­der­hol­tem Male in Dar­wins ‚Abstam­mung des Men­schen‘. Wel­che Sum­me von Bewei­sen, daß der Mensch vom Affen abstammt und nur weni­ge sich zu ‚Eben­bil­dern Got­tes‘ zu ver­edeln ver­mö­gen, die von der gro­ßen Her­de gehaßt und unter­drückt wer­den, könn­te ich aus mei­nem Lebens­gang dem Wer­ke Dar­wins, die­sem Fun­da­ment einer neu­en Mensch­heits­epo­che, zufü­gen!“ In einem Brief an den deut­schen Her­aus­ge­ber Dar­wins Wer­ke, Fritz Georg, betont Die­fen­bach noch ein­mal Dar­wins Bedeu­tung für Die­fen­bachs Lebens­werk zwi­schen Kir­chen­hass und Mensch­heits­er­lö­sung, indem „Dar­win den gewal­ti­gen, uner­schüt­ter­li­chen Grund­stein gelegt hat durch sei­ne Leh­re von der Ent­ste­hung des Lebens auf der Erde und der Ent­wick­lung der Men­schen als ‚Kro­ne der Schöp­fung’“. Dar­win habe „nach den gro­ßen Him­mels­for­schern“ mit die­sem Grund­stein zu „dem gro­ßen Erlö­sungs­werk der armen, durch fast 2000jährigen fin­stern Pfaf­fen-Wahn-Trug ihrer ‚Gött­lich­keit’ beraub­ten Men­schen“ bei­getra­gen. Dar­win wird sich im Grab her­um­ge­dreht haben bei die­sem Ansin­nen von der Gött­lich­keit des Men­schen.

Einschätzungen zu Diefenbachs Lebensphilosophie

Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass Die­fen­bachs Lebens­phi­lo­so­phie ein Kon­glo­me­rat von diver­sen Kul­tur- und Denk­strö­mun­gen sei­ner Zeit war, also eine eklek­ti­zi­sti­sche Denk­schu­le und syn­kre­ti­sti­sche Reli­gi­on des Natür­li­chen. Sein eige­ner Bei­trag war es, die über­nom­me­nen Welt­an­schau­ungs­the­sen in eige­ne Lebens­an­sät­ze trans­for­miert zu haben – teil­wei­se ins Extrem getrie­ben und maß­los über­stei­gert. Das gilt ins­be­son­de­re für sei­ne wahn­haf­te Selbst­über­schät­zung als Jahr­hun­dert-Künst­ler, ulti­ma­ti­ver Lebens­re­for­mer und Mensch­heits­er­lö­ser:

  • Dass er sich auf die Stu­fe sei­ner „näch­sten Gei­stes­ver­wand­ten wie Shel­ley, Schil­ler und Richard Wag­ner“ stell­te, zeigt den Grö­ßen­wahn die­ses mit­tel­mä­ßi­gen Kunst­ma­lers.
  • Auch sein Anspruch, durch Kunst und vege­ta­ri­sche Lebens­re­form die Mensch­heit „vom Kada­ver essen­den Raub­thier­men­schen­tum“ zur „Gott­mensch­lich­keit“ zu füh­ren, zeugt von sei­ner über­spann­ter Maß­lo­sig­keit.
  • Schließ­lich gip­felt Die­fen­bachs eso­te­risch auf­ge­la­de­ner Kunst-Natu­ra­lis­mus dar­in, dass er sich selbst als mes­sia­ni­scher Weg­wei­ser der Mensch­heit zur Erlö­sung von Elend und Not sti­li­sier­te. Bei Wider­stän­den und Angrif­fen auf sei­ne Per­son insze­nier­te er sich als chri­stus­glei­cher Mar­ty­rer der Mensch­lich­keit. Beson­ders in der Kom­mu­ne Him­mel­hof ließ er den Kult um die Anbe­tung sei­nes Geni­us oder Egos zele­brie­ren.

Der „Wahn“, den Die­fen­bach prak­tisch allen gesell­schaft­li­chen Insti­tu­tio­nen sei­ner Zeit zusprach, war eher bei ihm selbst zu suchen. Die­se Wahn-Pro­jek­ti­on zeig­te sich nicht zuletzt in sei­nem Ver­schwö­rungs-Ver­dacht gegen alle Welt – von Sei­ten sei­ner Geschwi­ster und Frau, Medi­zin und aka­de­mi­schem Kunst­be­trieb, Pres­se und Poli­zei, Kir­che und Für­sten, Justiz und Ver­wal­tung.

Das Scheitern des Propheten

Diefenbach unterm Ehejoch
Die­fen­bach unterm Ehe­joch

Die­fen­bachs über­spann­ter und unein­lös­ba­rer Natur­re­li­gi­ons-Ansatz war zugleich die Bedin­gung sei­nes Schei­terns. Der Künst­ler hat­te für einen mes­sia­ni­schen Pro­phe­ten weder das dif­fe­ren­zier­te und aus­ge­reif­te Lehr­ge­bäu­de (wie etwa Rudolf Stei­ner) noch die cha­ris­ma­ti­sche Aus­strah­lung und das orga­ni­sa­to­ri­sche Geschick, eine bedeu­ten­de Jün­ger­schaft um sich zu sam­meln. Nicht ein­mal in sei­ner unmit­tel­ba­ren, fami­liä­ren Umge­bung gelang es ihm, sei­ne Idea­le und Zie­le erfolg­reich zu ver­wirk­li­chen. In sei­nem zen­tra­len Lebens­ex­pe­ri­ment schei­ter­te er, näm­lich sei­ne Kin­der im Rous­se­aui­schen Gei­ste als Natur­men­schen in Licht, Son­ne und Nackt­heit sowie abge­schirmt von den zivi­li­sa­to­ri­schen Ein­flüs­sen an Reli­gi­on und son­sti­gen Sit­ten­re­geln auf­wach­sen zu las­sen. Die­fen­bachs Sohn Heli­os mach­te sei­nem Vater spä­ter Haus und Leben auf Capri „zur Höl­le“. Der päd­ago­gi­sche Miss­erfolg beein­träch­tig­te Die­fen­bach in sei­nem Sen­dungs­be­wusst­sein aller­dings in kei­ner Wei­se, denn auch in die­sem Fall gab er allen ande­ren die Schuld – ins­be­son­de­re sei­nem Schü­ler Paul von Spaun mit des­sen „falsch ver­stan­de­nen Nietz­schea­nis­mus“.

Eben­so schei­ter­te Die­fen­bach in sei­nen sozia­len Lebens­re­form­an­sät­zen: In der Kom­mu­ne Him­mel­hof bei Wien woll­te Die­fen­bach ab Herbst 1897 eine Natür­lich­keits-Gemein­schaft fern der „ent­ar­te­ten Gesell­schaft“ auf­bau­en. Auch die­ses rous­se­auisti­sche Pro­jekt war zum Schei­tern ver­ur­teilt – vor allem wegen des patri­ar­cha­lisch-tota­li­tä­ren Herr­schafts­an­spruchs des „Mei­sters“ über sei­ne stän­dig wech­seln­de Jün­ger­schaft. Schließ­lich führ­ten Die­fen­bachs Bezie­hun­gen zu Frau­en mehr­fach zu Kata­stro­phen. Unter Ableh­nung von Mono­ga­mie und Ehe-Form, aber mit patri­ar­cha­li­schem Anspruch auf Unter­wür­fig­keit und Folg­sam­keit sei­ner Frau­en leb­te er in drei Lebens­pha­sen mit jeweils zwei Frau­en zusam­men. Die­se poly­ga­men Harems-Expe­ri­men­te führ­ten regel­mä­ßig zu see­li­schen Ver­let­zun­gen und phy­si­schen Zusam­men­brü­chen aller Betei­lig­ten.

Karl Wil­helm Die­fen­bach war sicher nicht „voll­kom­men ver­rückt“, wie die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung am 10. Janu­ar 2010 andeu­te­te – wer ist schon voll­kom­men? Denn Die­fen­bachs Welt­an­schau­ung hat­te Kon­tu­ren mit Zie­len und Idea­len, auch wenn sie uto­pi­stisch, extre­mi­stisch waren und nicht immer logisch zusam­men­pass­ten. Dazu noch ein skur­ri­les Bei­spiel: Von einem Gön­ner war ihm ein­mal in Aus­sicht gestellt wor­den, von einem Zoo einen jun­gen Löwen in Pfle­ge zu bekom­men. Dazu über­leg­te Die­fen­bach mit sei­nen Kom­mu­nar­den, wie er den fleisch­fres­sen­den Cha­rak­ter des Raub­tiers mit vega­ner Umge­wöh­nung zu zivi­li­sier­ter Zahm­heit umpo­len könn­te.

Karl Wil­helm Die­fen­bach starb am 15. Dezem­ber 1913 nach hef­ti­gem Darm­ka­tarrh, Bauch­fell­ent­zün­dung und star­kem Erbre­chen wahr­schein­lich an Rek­tal­kar­zi­nom. Das Schluss­wort zu Die­fen­bachs geschei­ter­ter Lebens­mis­si­on sprach sein Capri-Bekann­ter Adolf Schaf­heit­lin eini­ge Tage nach des­sen Tod aus: „Ich glau­be, unser Freund ward auch ein Mar­ty­rer sei­ner extre­men Vege­ta­ri­er-Idee.“

Wenn man Die­fen­bachs Pro­phe­ten-Leben Revue pas­sie­ren lässt, dann muss man an die Aus­stel­lungs­ma­che­rin die Fra­ge stel­len: Die­ser Mann mit mit­tel­mä­ßi­gen Bil­dern und über­stei­ger­tem Selbst­wahn-Bewusst­sein soll der Pro­to­typ eines moder­nen Künst­lers und Pro­phe­ten sein? Soll­te wirk­lich die­se mit Gott und Welt ver­krach­te Exi­stenz, der gezeig­te Hass auf alle gesell­schaft­li­che Insti­tu­tio­nen sowie Die­fen­bachs natu­ra­li­sti­sche Reli­gi­ons­ideo­lo­gie das Signum der moder­nen Zeit sein?

Text: Hubert Hecker
Bild: pri­vat (aus der Frank­fur­ter Aus­stel­lung)

71 Kommentare

  1. Vie­len Dank für die­sen inter­es­san­ten Arti­kel. In die­ser erbärm­li­chen Gestalt Die­fen­bachs wird deut­lich, wie sehr moder­ne Denk­tra­di­tio­nen den Men­schen, der sich das bewusst und unge­fil­tert zu eigen macht(e), zu einer chao­ti­schen, in sich wider­sprüch­li­chen und wahn­wit­zig-aggres­si­ven Erschei­nung machen.

    Ich kann es nicht hun­dert­pro­zen­tig for­mu­lie­ren — aber unscharf gesagt däm­mer­te mir auch noch mal man­cher gei­sti­ge Zusam­men­hang zwi­schen die­sen Denk­tra­di­tio­nen und dem Natio­nal­so­zia­lis­mus auf.
    Die­ser Her­ren­wahn, die­ses völ­li­ge Unter­schät­zen der Gewalt­tä­tig­keit in der „Natur“, ja, der Zwang — wenn man alles eso­te­risch-dies­sei­tig her­lei­ten will — eben auch das Böse gut zu nen­nen.
    Ande­rer­seits die­ser Hass gegen die Ehe bzw. die Frau, mün­dend in die blas­phe­mi­sche Umdeu­tung der Kreu­zes Chri­sti in das Kreuz des Man­nes „unter“ der Frau. Man hat die­sen Hass auf die Frau und Chri­stus auch bei Nietz­sche fest­ge­stellt. Und es ist von der Hl. Schrift her klar: der Herr selbst setz­te Feind­schaft zwi­schen die Frau, ihren Samen und die Schlan­ge. Das heißt: Wer Chri­stus hasst, hasst immer auch auf­fal­lend und per­fi­de die Frau (auch unter dem Deck­man­tel umgekhr­ter Wor­te). Man kann auch sagen: Wer die Frau ver­ach­tet, ist anfäl­lig, von Chri­stus abzu­fal­len — oft auch inner­halb der katho­li­schen Tra­di­ti­on. Mir sind daher in der katho­li­schen Lite­ra­tur vom Ende des 19. Jh und Anfang des 20. Jh durch­aus über­spann­te Ideen im zwar from­men Gewand, aber in dem­sel­ben hoch­fah­ren­den Duk­tus auf­ge­fal­len. Dar­un­ter fällt die­se merk­wür­di­ge Erschei­nung, die Got­tes­mut­ter als Gegen­fi­gur zur rea­len Frau zu sti­li­sie­ren, ein gei­stes­ge­schicht­li­ches Phä­no­men, das in der­sel­ben Zeit ganz auf­fal­lend über­hand nahm, teil­wei­se ver­drängt die über­spann­te Mari­en­ge­stalt sogar Chri­stus selbst. das lässt sich bin s moder­ne Erschei­nungs­we­sen nach­zeich­nen.

    Die­fen­bach steht als plat­te­ste Kitsch­fi­gur für die Mög­lich­keit, in der schein­ba­ren Iden­ti­t­fi­ka­ti­on mit Chri­stus des­sen Tod-Feind zu wer­den.

    Das ist ein Mahn­mal: Beim Lesen dach­te ich, dass kei­ner von uns gefeit ist vor sol­cher Ver­blen­dung, wenn er sich nicht voll bewusst wer­den will, dass die­se Mög­lich­keit JEDEN post­mo­der­nen Men­schen bedroht.
    Wenn auch nicht so über­stei­gert und wahn­wit­zig, aber in schwä­che­rem Aus­maß sehr wohl.

    • Was die Nazis hier sol­len, ist mir nicht ganz klar gewor­den. Eine eige­ne Kunst­rich­tung haben sie jeden­falls nicht geschaf­fen. um die Nazis geht es die­ses Mal auch aus­nashms­wei­se nicht, obwohl sie sonst all­ge­gen­wär­ti­ges The­ma zu sein schei­nen. Ver­su­che, ohne Bezug auf sie aus­zu­kom­men, wären sicher sinn­voll.
      Was die mut­ter got­tes in die­ser Betrach­tung soll, ist mir auch nicht ein­leuch­tend. Man las­se den Aus­gangs­ar­ti­kel so ste­hen, wenn man zu ihm nichts sagen kann.

      • Man muss auch nicht alles kri­ti­sie­ren, was man nicht kapiert hat… in die­sem Fall rate ich, ein­fach noch mal zu lesen.

        Die Nazis: es geht um die­se Über­stei­ge­rung des Men­schen, der sich zuvor selbst neu schöpft und in Gegen­satz zu einem „Feind“ setzt, dem er stän­di­ge Demon­ta­ge unter­stellt und von dem er sich nun end­lich end­lich befrei­en muss. Es ist aber nicht nur das, son­dern ein damit ver­bun­de­nes Sen­dungs­be­wusst­sein, das nichts gerin­ge­res, als die gan­ze Welt mit den eige­nen inne­ren Ver­zer­run­gen dau­er­be­schäft­gen will, im Wahn, dar­an wür­de sie gene­sen.

        Was Maria betrifft: Sol­che Typen oder Ideo­lo­gien bau­en sehr oft ein weib­li­ches Über­men­schen­we­sen auf, die in Gegen­satz zur rea­len Frau gesetzt wird, die man hasst und ver­ach­tet. Die­se Gegen­fi­gur kann auch eine Abstrak­ti­on sein — bei Die­fen­bach eine stets applau­die­ren­des, alle Wün­sche und Begier­den bis zur Besin­nungs­lo­sig­keit erfül­len­des Kuschel­tier mit weib­li­chen Geschlechts­or­ga­nen, das nicht spre­chen kann.
        Bei gewis­sen Katho­li­ken wird die Mut­ter­got­tes als eine sol­che Gegen­fi­gur kon­zi­piert. Mit der ech­ten Madon­na hat das natür­lich nur noch begriff­lich, aber nicht mehr inhalt­lich etwas zu tun.

        Mein wich­tig­ster Satz aber — und viel­leicht ist es auch das, wor­an Sie sich ärgern:
        In die­se Fal­len tappt jeder post­mo­der­ne Mensch, wenn er nicht haar­scharf auf­passt… er wankt hin und her zwi­schen irr­wit­zi­gem Indi­vi­dua­lis­mus und patho­lo­gi­schem Kol­lek­tiv­wahn.

        Das macht ihn anfäl­lig für solch schwan­ken­de Ideo­lo­gien wie die natio­nal­so­zia­li­sti­sche, die ein Sam­mel­becken für sämt­li­che reak­tio­nä­ren und eso­te­risch-moder­ni­sti­schen Ideen­ver­satz­stücke war.

      • zeit­schnur
        Haben Sie sich schon ein­mal die Fra­ge gestellt, wie­viel Ihre „Madon­na“ mit Maria, der Mut­ter des Herrn, wie sie in der Hei­li­gen Schrift her­vor­tritt, zu tun hat?

    • Kann man die Aus­schwei­fun­gen Zeit­schnurs nicht regui­l­ie­ren ? Das Mei­ste liegt doch fern­ab jeg­li­cher The­ma­tik.

    • zeitschnur@ Sie sind schon ein schwie­ri­ger Fall. Bei ihnen weiss man nicht, wor­an man ist.
      Ihre lan­gen und mit Fremd­wör­tern durch­setz­ten Bei­trä­ge wider­spre­chen sich oft.
      Aber ich möch­te doch noch zu den Begrif­fen „Kunst“ eini­ges sagen. Sicher, heu­te
      und in der Ver­gan­gen­heit gab und gibt es Künst­ler, die die­sen Namen ver­die­nen, nicht
      nur in der Male­rei. Wenn man aber das betrach­tet, was heu­te mit­un­ter als Kunst bezeich­net und dem
      Betrach­ter zuge­mu­tet wird, kann man den Ein­druck gewin­nen, der Inter­es­sier­te soll ver-
      dummt und als nicht gebil­det gebrannt­markt wer­den. Beson­ders schlimm ist es, dass
      die­se After­kunst auch in den Kir­chen Ein­zug gehal­ten hat.

      • …viel­leicht pas­se ich ja bloß nicht in die gän­gen Schub­la­den?

        Zur Kunst: Nein — eher ist es die Fra­ge, wel­ches Ziel sie hat. Sie muss­te noch nie jedem gefäl­lig und von jedem ver­stan­den wer­den. Das wäre ein fal­sches Kri­tie­ri­um. Aber es muss ja auch nicht jeder für alles Ver­ständ­nis auf­brin­gen…

        Der Unter­schied liegt viel­leicht eher hier. Mit dem Genie­wahn (seit der Renais­sance bereits!) hat sich die Ziel­set­zug ver­scho­ben, weg von der Kunst als Die­ne­rin hin zur Kunst als Lebens­form des Indi­vi­du­ums als Idol.

        Das ist auch bei Die­fen­bach ganz deut­lich erkenn­bar!

        Und mit­tels „Kunst“ macht sich das Indi­vi­du­um unab­greif­bar. Kunst als Basti­on des Ego­is­mus.

  2. Frü­her haben sich Athe­isten von Kunst und Bil­dung immer als ein­zel­ne dar­ge­stellt.
    Doch heu­te im Zeit­al­ter der Medi­en ist es zur Bewe­gung gewor­den, die vor Allem von den Frei­mau­rern zur Zer­stö­rung der miss­braucht wer­den.
    Doch wie im Fal­le Die­fen­bach, der sich der Leh­re Rous­se­au ver­pflich­tet fühl­te räch­te sich der Libe­ra­lis­mus durch das Ver­hal­ten sei­nes Soh­nes. Unse­re Heu­ti­gen vor allem Lin­ken Ver­tre­ter, die zwar Reli­gi­on als Opi­um fürs Volk bezeich­ne­ten wol­len kei­ne Kin­der mehr. Dann müss­ten Sie Tei­len.
    Die Fol­gen einer Gesell­schaft ohne Kin­der bedeu­tet Ver­ein­sa­mung als gering­stes Pro­blem. Wie wol­len sich die­se Ver­tei­di­gen wenn der Staat zusam­men­bricht? Glau­ben die­se Ego­isten im Ernst, dass, wenn die Aus­län­der( Islam) die Macht über­neh­men, sie wirk­lich von der Gesell­schaft ver­sorgt wer­den? In den Staa­ten ist die 2 Klas­sen­ge­sell­schaft schon so weit aus­geufert, dass man für den Boden­satz schon 600 Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger mit Mas­sen­grä­bern, für über 15 Mil­lio­nen Kör­pern im Namen der Fami­lie Bush vor­be­rei­tet hat. Von Men­schen spricht von die­sem System nie­mand.
    Für Euro­pa haben die­se Stra­te­gen fol­gen­des Vorgesehen:Thomas P. M. Bar­nett (* 1962 in Chil­ton, Wis­con­sin) ist ein US-ame­ri­ka­ni­scher For­scher auf dem Gebiet der Mili­tär­stra­te­gie. Im Jah­re 2000 wur­de er von der Fir­ma Can­tor Fitz­ge­rald beauf­tragt, ein For­schungs­pro­jekt über glo­ba­le Mili­tär­stra­te­gien zu lei­ten.
    Zitat vom NWO Anhän­ger und Glo­ba­li­sie­rungs- Fana­ti­ker Tho­mas Bar­nett:
    “Das End­ziel ist die Gleich­schal­tung aller Län­der der Erde, …durch die Ver­mi­schung der Ras­sen, mit dem Ziel einer hell­brau­nen Ras­se in Euro­pa, dazu sol­len in Euro­pa jähr­lich 1,5 Mil­lio­nen Ein­wan­de­rer aus der drit­ten Welt auf­ge­nom­men wer­den.
    Das Ergeb­nis ist eine Bevöl­ke­rung mit einem durch­schnitt­li­chen IQ von 90, zu dumm zu Begrei­fen, aber Intel­li­gent genug um zu Arbeiten.”
    “Jawohl, ich neh­me die Ver­nunft­wid­ri­gen Argu­men­te unse­rer Geg­ner zur Kennt­nis, doch soll­ten sie Wider­stand gegen die Glo­ba­le Welt­ord­nung lei­sten, for­de­re ich „We shall kill them“ (wir wer­den sie töten).”
    Noch Fra­gen?

    • Ja: Sie glau­ben doch die­sen ras­si­sti­schen Blöd­sinn nicht im Ernst?!
      Dem­zu­fol­ge wür­de der behaup­te­te „höhe­re“ IQ der Wei­ßen durch brau­ne Bei­mi­schung auf 90 absin­ken, sprich: die Dun­kel­häu­ti­gen sind blö­der als die Wei­ßen?!

      Allei­ne, dass Sie die­se blas­phe­mi­schen Gedan­ken nicht in Fra­ge stel­len…

      (Damit will ich nicht den Wahn­witz man­cher Theo­re­ti­ker bezwei­feln, aber Sie bezwei­feln deren ras­si­sti­schen Grund­über­zeu­gung nicht, und das ist für einen Chri­sten ein Armuts­zeug­nis.)

      Tat­sa­che ist, dass wir zur Ver­blö­dung nun wahr­lich kein „frem­des Blut“ brau­chen — im Gegen­teil, oder wie erklä­ren Sie es sich sonst, dass vie­le Unter­neh­mer schon gar kei­ne hell­häu­ti­gen, ein­hei­mi­schen Ange­stell­ten mehr auf­neh­men wol­len — weil sie total ver­blö­det SIND, nicht lesen, schrei­ben, rech­nen kön­nen und kein Durch­hal­te­ver­mö­gen haben?

      Ich bezweif­le nicht, dass die­se Ver­blö­dung beab­sich­tigt ist, aber ich bezweif­le die­se ras­si­sti­sche Kom­po­nen­te.

      Die Frem­den sind im Inter­es­se von Aus­beu­tern hier — man kann sie aus­beu­ten, für wenig Geld schwer arbei­ten las­sen und auch leich­ter wie­der raus­wer­fen. Machen wir uns nichts vor. Und das ist Rea­li­tät, lässt sich nach­wei­sen anhand der Fak­ten und ist nicht ein­fach nur eine Theo­rie.

      • Dass die Frem­den hier aus­ge­beu­tet wer­den, darf auf kei­nen Fall ver­all­ge­mei­nert wer­den. Wenn Sie sich mit Ihren Kom­men­ta­ren zurück­hal­ten könn­ten, wäre dies eine beson­de­re Gna­de, um die ich ehr­lich bit­te.

      • Sie wol­len mir das Wort ver­bie­ten?
        Haben aber selbst nichts zu sagen?

        Was den­ken Sie, wer da alles dran ver­dient, bis die­se Frem­den hier ange­kom­men sind?
        Hören Sie kei­ne Nach­rich­ten oder lesen Sie nur rechts­ra­di­ka­le Blät­ter? (Nur die ver­schlie­ßen voll­kom­men die Augen vor die­sen Pro­ble­men!)

        Erst Schlep­per­ban­den, dann die Betrei­ber kaput­ter Fähr­schif­fe, dann Schleu­ser in den euro­päi­schen Län­der und all­zu oft auch noch dubio­se Unter­neh­mer, die sel­ben Leu­te als Bil­lig­lohn­kräf­te ohne Papie­re wie Skla­ven arbei­ten las­sen. Zu hau­se herr­schen bei vie­len so kata­stro­pha­le Ver­hält­nis­se, ande­nen der Westen nicht unschul­dig ist… wer geht schon frei­wi­li­ig weg von zu Hau­se, wenn es ihm dort gut geht?

        Die vie­len ande­ren Sze­na­ri­en erspa­re ich Ihnen, denn Sie ver­kraf­ten die Rea­li­tät scheint es nicht!

        Ich habe auch schon selbst mit­er­lebt, wie man gezielt sol­che Mit­ar­bei­ter ange­wor­ben hat, und dies im gro­ßen Stil.

        Und glau­ben Sie mir: einem rich­tig geld­gei­len Men­schen ist es völ­lig wurscht, wel­che Ras­se­merk­ma­le das Volk hat — ihm geht es nur drum, mög­lichst viel Geld und Macht zusam­men­zu­raf­fen.

      • //Rassistischer Blödsinn?//

        “Eini­ge der Turk­völ­ker (z.B. die mon­go­li­sche Ras­se) und die Noma­den im Nor­den, und die Schwar­zen und die Noma­den im Süden sowie all jene in unse­ren Brei­ten, die ihnen ähn­lich sind. Die Natur die­ser Wesen ist wie das Wesen eines Esels (eines stum­men Tie­res) und mei­ner Mei­nung nach befin­den sich die genann­ten nicht auf der Ebe­ne des Men­schen. Unter den exi­stie­ren­den Din­gen befin­den sie sich unter­halb des Men­schen aber über dem Affen, weil sie mehr dem Erschei­nungs­bild des Men­schen ähneln als dem Affen.”

        Fra­ge an Sie: von wem stammt die­ses Zitat?

      • zeit­schnur
        Ras­sen­ver­mi­schung ist eins aus einem gan­zen Arse­nal von Mit­teln, um die euro­päi­schen Völ­ker zu zer­stö­ren. Por­no­gra­phie, Pro­mis­kui­tät, Zer­stö­rung der Fami­lie, Zer­stö­rung der Kin­der­see­len ab dem frü­hest mög­li­chen Alter, Zer­stö­rung der Reli­gi­on, …, sind wei­te­re Mit­tel.
        Tat­sa­che ist:
        a) Es gibt doku­men­tier­te Plä­ne für die­ses Ziel mit sol­chen Mit­teln.
        b) Die­se Plä­ne wer­den, ob die Völ­ker damit ein­ver­stan­den sind oder nicht, seit Jahr­zehn­ten durch­ge­führt. Wir sind ja Zeu­gen davon.

      • zeit­schnur
        Rein­hold hat Sie nur um eine beson­de­re Gna­de gebe­ten.
        For­mu­liert hat er sei­ne Bit­te in einem kon­di­tio­na­len Satz­ge­fü­ge im Kon­junk­tiv Irrea­lis.
        Er wuss­te, dass die Bit­te uner­füll­bar ist.

  3. Wie mir scheint,ist die­se Rebel­li­on bzw.dieser Hoch­mut gegen Gott tat­säch­lich eher ein Männerproblem.Interessant,ja fast typisch ist,das vie­le die­ser „Lichtgestalten“,„Gurus“,„Vordenker“ an der Syphi­lis oder Schi­zo­phre­nie lit­ten.
    Inter­es­sant fin­de ich auch die Tatsache,das die Frau­en weni­ger gegen Gott,dafür gegen den Mann rebel­lie­ren.
    Das scheint den Femi­ni­stin­nen gar nicht bewusst zu sein,das sie damit die Hier­ar­chie ‚die Gott gesetzt hat, bestä­ti­gen.
    Schade,das ihnen die­ses Licht (noch) nicht auf­ge­gan­gen ist,das gäbe ein Geheul !!!

    • Das ist ein Fehl­schluss!
      Zwar ist die­se mas­si­ve Rebel­li­on gegen Gott tat­säch­lich ein Män­ner­pro­blem — es gibt kei­ne weib­li­chen Pen­dants zu die­sen Ansät­zen. Die Rebel­li­on in Form von Glau­bens­ab­fall und Häre­sie ist fast aus­schließ­lich ein bewuss­ter gei­sti­ger Akt des Man­nes — die Frau scheut davor eher zurück und rebel­liert nur im Wind­schat­ten des auf­säs­si­gen Man­nes gegen Gott.
      Die Rebel­li­on des Man­nes gegen Gott geht aber immer auch ein­her mit der Rebel­li­on gegen die Frau (wie man an Die­fen­bach sieht).

      Ich wür­de jedoch grund­sätz­lich bestrei­ten, dass das Ziel der Femi­ni­sten Rebel­li­on gegen den Mann ist. Das ist Täu­schung!
      Der Femi­nis­mus ist — abge­se­hen von dem Bestre­ben, eine gerech­te und ver­gleich­ba­re Behand­lung auf der juri­sti­schen und sozia­len Ebe­ne zu errei­chen — aus­schließ­lich eine Rebel­li­on gegen die Frau.
      Die Rebel­li­on gegen die Frau ist sym­bo­lisch die Rebel­li­on gegen die Braut Chri­sti und damit Rebel­li­on gegen Gott.
      Gegen den Mann hat es noch nie eine ernst­haf­te Rebel­li­on gege­ben!

      Es ist nicht im Inter­es­se der Frau, wenn sie sexua­li­siert, mili­ta­ri­siert wird und ihr die Wür­de der Mut­ter­schaft abge­spro­chen wird — genau­so wenig wie die Ver­ach­tung, die sie seit Jahr­tau­sen­den ertra­gen muss! Wenn es Frau­en gibt, die aggres­siv femi­ni­stisch auf­tre­ten, darf man nicht über­se­hen, dass den­noch die mei­sten Frau­en sich das nicht frei­wil­lig zu eigen machen, son­dern unter Druck, der durch die men­ta­len und sozia­len Bedin­gun­gen auf sie aus­ge­übt wird. Ein wei­te­res Ele­ment ist die Täu­schung der Frau mit vor­ge­schütz­ten heh­ren Zie­len.

      Grund­feh­ler fast aller Frau­en ist, dass sie sich über den Mann defi­nie­ren. Sind sie im Islam, las­sen sich sich ihre Ernied­ri­gung als poly­ga­me Ehe­frau hin­ter tau­send Schlei­ern und unter ver­min­der­ten Rech­ten auf­schwät­zen und machen sich auch noch zu den Haupt­ver­fech­tern die­ser Ernied­ri­gung.
      Und so ists über­all: in Afri­ka sind es Frau­en, die umnach­tet durch männ­li­che Ansprü­che, ande­re Frau­en beschnei­den und ihnen die Höl­le auf Erden berei­ten, wenn sie nicht mit­ma­chen.
      Bei uns machen Frau­en all die­ses pseu­do-eman­zi­pa­to­ri­sche Zeug mit, dabei dient es der Frau nicht, dafür aber der Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit des Man­nes.

      Es ist und bleibt ein ein­zi­ges Novum, dass Gott sich zur Erlö­sung der Mensch­heit zuerst und zen­tral an eine Frau wand­te, die in kei­ner­lei inne­rem oder leib­li­chen Abhän­gig­keits­ver­hält­nis zu einem Mann stand. Sie war Jung­frau, wur­de ohne Bei­sein oder Zustim­mung eines Man­nes gefragt und der Mann, den Gott ihr zuge­dacht hat, war wil­lens, dar­an auch nicht zu rüh­ren — ein ech­tes Wun­der.

      Neu­lich las ich eine sehr gute Pre­digt Prof Georg Mays zu dem The­ma — es lohnt sich: http://www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2015/20150308/

      Vor allem der Pas­sus dort über die Frau des Pila­tus, Clau­dia, ist her­vor­ra­gend und eine ech­te und groß­ar­ti­ge Ermu­ti­gung an die Eigen­stän­dig­keit der inspi­rier­ten Frau!

      • „Zwar ist die­se mas­si­ve Rebel­li­on gegen Gott tat­säch­lich ein Män­ner­pro­blem es gibt kei­ne weib­li­chen Pen­dants zu die­sen Ansät­zen.“
        Das gan­ze gro­ße Män­ner­pro­blem gegen­über Gott ist die Flei­sches­lust und die Frau­en spie­len schon eine gewis­se Rol­le in die­sem Spiel. Die katho­li­sche Kir­che hat gan­ze Län­der ver­lo­ren bei die­sem Spiel wo der Geist zwar wil­lig aber das Fleisch schwach ist. Auf die­ser Ebe­ne fal­len die mei­sten hoch­in­tel­li­gen­ten Gei­ster denn ihre Phan­ta­sie treibt sie immer wei­ter von Gott weg weil sie nicht Herr über ihre Trie­be sind. Und die Frau ist natür­lich völ­lig unschul­dig denn sie ver­führt ja nur.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Bei aller son­sti­gen Ach­tung: Blöd­sinn!
        Hier geht es um die Erhe­bung gegen Gott.
        Auch wenn Sie nur Flei­sches­lust im Blick haben — ihr vor­ge­la­gert ist die Rebel­li­on gegen Gott.

        Tut mir leid — hier müs­sen Sie noch mal nach­den­ken.

        Das Pro­blem des Man­nes ist nicht die Flei­sches­lust! Son­dern die damit ver­bun­de­nen Macht­il­lu­sio­nen gegen Gott (und Frau).

        Ich sag­te es schon öfter: die Frau ist seit dem Sün­den­fall in der Hal­tung, sie müs­se es dem Mann irgend­wie immer recht­ma­chen­und all ihr Stre­ben an ihm abglei­chen. Sie wiegt sich im Wahn, sie kön­ne über ihn Macht gewin­nen. „Hoch­schla­fen“ nennt man das krass, aber es hat Vor­stu­fen im gei­sti­gen Bereich.

        Der Tag, an dem ein Mann dies begreift, wird ihn immun machen.
        Dann, erst dann.
        Der Ärm­ste, der „Ver­führ­te“, mei­ne Güte Shu­ca!

      • Män­ner­pro­blem ? Wie kom­men Sie denn dar­auf ! Wel­che abwe­gi­gen Behaup­tun­gen Sie immer ver­brei­ten müs­sen.

      • @zeitschnur
        Ich wer­de natür­lich wei­ter nach­den­ken obwohl es mir eigent­lich lie­ber wäre wenn eine Frau mal den Mann ver­tei­di­gen wür­de. Aber das wer­de ich wohl nicht mehr erle­ben.
        „Auch wenn Sie nur Flei­sches­lust im Blick haben – ihr vor­ge­la­gert ist die Rebel­li­on gegen Gott.“
        Gut ver­su­chen wir es anders­her­um. Das Fleisch ist schwach aber der Geist ist wil­lig. Ich mag all­ge­mein Frau­en aber sie soll­ten den Mann nicht zu viel Schuld vor Gott in die Schu­he schie­ben denn wer ohne Sün­de ist schmei­ße den ersten Stein. Aber war­um strei­ten wir uns um Baga­tel­len. Solan­ge im Vater­un­ser nicht irgend­wann eine „Hei­li­ge Gei­stin“ auf­taucht kön­nen wir ruhig schla­fen. Aber! Nichts ist mehr unmög­lich heut­zu­ta­ge.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • @ Shu­ca

        Sei­en Sie doch ein­mal ganz ehr­lich und unvor­ein­ge­nom­men: Wer hat in der Kir­che all die Häre­si­en erfun­den? Wer hat sich gegen Gott auf­ge­lehnt und dar­über gan­ze phi­lo­so­phi­sche Schin­ken geschrie­ben? Wer hat die Revo­lu­tio­nen ange­zet­telt und durch­ge­führt?
        Und wer saß im Vati­ca­num II?

        Für Selbst­mit­leid ist wahr­lich kein Anlass gege­ben!
        Eher für ein In-sich-Gehen und end­lich die Bereit­schaft, nicht anstel­le des Herrn der Herr sein zu wol­len…

      • zeit­schnur
        In mei­nen Augen haben Sie sich zu einer ziem­lich aggres­si­ven Femi­ni­stin ent­wickelt.
        Ich fin­de das wirk­lich scha­de, und Sie soll­ten jetzt nicht gleich zurück­schla­gen, son­dern sich ein­mal in Ruhe Gedan­ken machen dar­über, wie Sie wir­ken.
        Män­ner haben näm­lich nicht nur Häre­si­en gemacht, sie haben auch die wah­re Leh­re bewahrt, for­mu­liert und wei­ter­ge­ge­ben.
        Mit Ihrer Art von Logik (wer hat das gemacht? wer hat das gemacht?) wer­den man­che Leu­te zu Anti­se­mi­ten.

      • Ich möch­te „Femi­ni­stin“ ein­schrän­ken auf Ihr ver­ba­les Auf­tre­ten, und will damit kein krän­ken­des Urteil über Ihre Per­son aus­ge­spro­chen haben.

      • Tut mir leid — aber in Frömm­ler­k­rie­sen müs­sen seit lan­gem die Frau­en her­hal­ten für all das, was geschieht: sie sind schuld. Stän­dig wird die Frau the­ma­ti­siert, als sei sie die heim­li­che Täte­rin. das ist eine der vie­len absur­den Ver­schwö­rungs­theo­rien.

        Mir geht es dar­um zu zei­gen, dass fast nichts der heu­ti­gen Zustän­de objek­tiv und nach­weis­bar ursäch­lich auf Frau­en zurück­führ­bar ist. Ver­zei­hen Sie, aber auch das muss end­lich mal einer deut­lich aus­spre­chen. Dass Sie das nicht hören wol­len, spricht für sich.

        Übri­gens: es ist auch typisch für die­sel­be Kli­en­tel, sich auf die Juden raus­zu­re­den! Das passt nur ins Bild! Der vom Glau­ben abge­fal­le­ne christ­li­che Mann soll­te sich als das erken­nen, was er ist. Dazu braucht man nicht den jüdi­schen Sün­den­bock. Nicht den jüdi­schen und nicht den weib­li­chen.

      • Ich möch­te hier noch hin­zu­fü­gen, Leo Lämm­lein, dass auch Sie hier in die­sem Forum zwi­schen den theo­lo­gi­schen Lehr-Wel­ten sur­fen — mal sind Sie bei den Häre­ti­kern, mal wie­der katho­lisch, ver­lin­ken das alles auch noch, gar­nie­ren es mit vor­ge­schütz­ter Wis­sen­schaft­lich­keit und ver­schan­zen sich hin­ter einer Mehr­spra­chig­keit, bei der sehr vie­le hier nicht mehr über­blicken, was Sie da an Irr­leh­ren und undurch­sich­ti­gen Ver­mi­schun­gen ver­brei­ten.

        Sie haben hier schon aus­drück­lich pro­te­stan­ti­sche, dezi­diert (in der Leh­re) anti­ka­tho­li­sche Argu­men­ta­tio­nen vor­ge­tra­gen. Sie haben sich vor ca. einem Jahr dazu bekannt, in eine russ­land­deut­sche Frei­k­ri­che zu gehen und das damals theo­lo­gisch aus­führ­lich recht­fer­tigt und begrün­det. Noch vor weni­gen Jah­ren wären Sie auf­grund die­ser Tat­sa­chen exkom­mu­ni­ziert gewe­sen — als Tat­stra­fe.

        Sie geben selbst ein Bei­spiel für das, was ich mei­ne — die­ses Swit­chen zwi­schen Wahr­heit und Lüge, und Sie kön­nen sicher dar­auf rech­nen, dass der katho­li­sche Leser eher bereit ist, Ihnen recht­zu­ge­ben, weil Sie ein Mann sind, als einer Frau, die auf die­ses Pro­blem hin­weist.

        Fak­tisch erfül­len Sie aber Merk­ma­le des „Moder­ni­sten“. Genau die­ses Swit­chen bei vor­ge­scho­be­ner Wis­sen­schaft­lich­keit und Inte­gri­tät beschrieb Pius X. in „Pas­cen­di“.

        Es gibt kei­ner­lei Auf­schrei hier bei den angeb­lich „Tra­di­ti­ons­treu­en“, wenn Sie all die­se schreck­li­chen Din­ge vor­tra­gen und offen immer wie­der von zen­tra­len Glau­bens­leh­ren abfal­len.

        Und ja: mor­gen sind Sie ja wie­der mal für eine Zeit bei den Katho­li­ken und wer­fen ein paar erz­ka­tho­li­sche Brocken in die Are­na. Bis zum näch­sten Mal, wo es wie­der anders­her­um läuft und wie­der ein Link auf eine evan­ge­li­ka­le Wahn­site vol­ler end­zeit­li­cher Ver­schwö­rungs­theo­rien, Pro­phe­ti­en dar­über, wer wohl der Anti­christ und wer der fal­sche Pro­phet ist, gesetzt wird.
        Ich sag­te es bereits: ich habe fast alle Ihrer Links über­prüft und es müs­sen einem die Haa­re zu Ber­ge ste­hen als Katho­lik — allein, die bra­ven Leu­te mer­ken nix, wol­len nix mer­ken.
        Hät­te ich die­sel­ben Posts geschrie­ben, bin ich sicher, hät­te man mich schon ver­dammt, weil ich eine Frau bin.

        Und so war es immer…

        Mehr­fach aber haben Sie zu erken­nen gege­ben, was Sie suchen: Har­mo­nie, Leu­te, die Ihnen recht­ge­ben, Ihnen nicht wider­spre­chen.

        Wochen­lang behaup­te­ten Sie letz­tes Jahr in die­sem Forum, die Chri­sten müss­ten „ein­mü­tig in der Leh­re und im Brot­bre­chen sein“, dabei wird dies im NT für die erste Zeit erzählt, aber nicht als Norm gesetzt, und pre­dig­ten einen Puri­ta­nis­mus, den die Kir­che mehr­fach ver­wor­fen hat.

        Ähn­lich sag­ten Sie neu­lich, Sie hät­ten da ein Forum von pro­te­stan­ti­schen Dar­bi­sten gefun­den, wo man ach so gut mit­ein­an­der umge­he. Und unter einer „lie­be­vol­len“ Kir­che stel­len Sie sich eine Gemein­schaft vor, in der Frau­en den Mund zu hal­ten haben. Das haben Sie neu­lich geschrie­ben.

        Die Lie­be zu Jesus, die Angst bzw. das Bewusst­sein, selbst dem Irr­tum zu erlie­gen oder erlie­gen zu kön­nen, haben Sie noch nie geäu­ßert.

        Und das ist eh der Tenor hier.

      • Völ­lig uber­flüs­si­ge Aus­füh­run­gen, die mit dem Glau­ben nichts zu tun haben. mit sol­chen fra­gen habe ich mich nie beschäf­tigt und wer­de es auch nicht tun.

      • @Zeitschnur
        „Sei­en Sie doch ein­mal ganz ehr­lich und unvor­ein­ge­nom­men: Wer hat in der Kir­che all die Häre­si­en erfun­den? Wer hat sich gegen Gott auf­ge­lehnt und dar­über gan­ze phi­lo­so­phi­sche Schin­ken geschrie­ben? Wer hat die Revo­lu­tio­nen ange­zet­telt und durch­ge­führt?
        Und wer saß im Vati­ca­num II?“

        Nun ihre beschrie­be­nen „Frömm­ler­krei­se“ waren es sicher nicht. Aber sie mei­nen bestimmt die Män­ner. Sei­en sie demü­tig. Wir kön­nen es doch nicht ändern das Gott sei­nen Sohn und nicht sei­ne Toch­ter für uns ans Kreuz geschickt hat. Auch hat er sei­ne Kir­che patri­ar­cha­lisch und nicht matri­ar­cha­lisch auf­ge­baut. Er wird schon wis­sen war­um der Mann die Rol­le spielt die er spie­len muß. Des­we­gen ist eine Kri­tik am Mann mög­li­cher­wei­se eine Kri­tik an der Weis­heit des All­mäch­ti­gen.
        „Frömm­ler­krei­se?“ Ich gehe mal davon aus das zb. die Mut­ter Got­tes fromm ist aber ich habe noch nicht gehört das die­ses schlecht sein soll. Also die From­men sind mög­li­cher­wei­se nicht so schlecht wie die­se Welt sie ger­ne sieht. Also ich wäre ger­ne fromm aber um das zu errei­chen brau­che ich noch ein biß­chen Unter­stüt­zung vom Him­mel denn es liegt noch vie­les im Argen vor dem Herrn.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • @ shu­ca

        Sie reden Blech und vor allem an dem vor­bei, was ich tat­säch­lich sag­te. Und den Arti­kel oben haben Sie wohl nicht gele­sen.

        Zum Nach­den­ken für Sie: war­um wohl muss­te Gott selbst ein Mann wer­den, um unser Elend hier zu hei­len?

  4. Also wenn wir Frau­en schon so ger­ne hören, das Gott sag­te, das aus unse­rem „Samen“ DIE kom­men wird, die der Schlan­ge das Haupt zer­tritt, müs­sen wir auch das anneh­men, was uns nicht gefällt, näm­lich was Gott zu Eva sag­te: „Er soll dein Herr sein und dein Ver­lan­gen soll nach dei­nem Mann sein“!
    Das ist natür­lich die Stel­le, bei der Femi­ni­stin­nen Amok lau­fen, obwohl sie sich ja (unbe­wußt) an die­se gött­li­che Hirar­chie hal­ten, indem sie den Mann bekämp­fen wol­len.
    Natür­lich ist das indi­rekt auch ein Auf­stand gegen Gott und nicht nur das, die­ser Kampf gegen den Mann kann nicht nur nicht gewon­nen wer­den, son­dern rich­tet sich letz­ten Endes gegen die Frau­en selbst.
    Das ist so als wenn ich sage, also mein lin­kes Bein ärgert mich, da hacke ich mir das rech­te ab — als klei­nes anschau­li­ches Bei­spiel.
    Mann und Frau sind eine Schick­sals­ge­mein­schaft bis zum Ende der Welt, da hel­fen auch kei­ne noch so pole­mi­schen Ver­ren­kun­gen und das Postu­lie­ren von ande­ren „Lebens­ent­wür­fen“.
    Ich bin über­zeugt, dass die erste Fra­ge von Gott sein wird, wenn wir vor ihm ste­hen: wo ist dein Mann bzw. wo ist dei­ne Frau!
    Wohl dem, der dann ant­wor­ten kann.
    Theo­lo­gi­sche End­los­diss­kus­sio­nen wird Gott jeden­falls nicht mit uns führen,das ist mal sicher.

    • Mit Ver­laub, das ist Unsinn:
      Erstens heißt es sowohl im Latei­ni­schen als im Hebräi­schen nicht, er „soll“, son­dern er „wird“ dein Herrn sein. Vor­ge­la­gert ist die Schwä­chung der Frau in der Mut­ter­schaft, beim Gebä­ren. Ein „Soll“ draus zu machen ist bereits eine freie Inter­pre­ta­ti­on.
      Wei­ter steht die­ser Satz unter den Sün­den­flü­chen, ist also gera­de nicht die gött­li­che Ord­nung, son­dern die Zer­stö­rung der gött­li­chen Ord­nung!

      Sie ste­hen mit einem Fuß in der Blas­phe­mie, denn der Fluch der Sün­de (das müh­se­li­ge Gebä­ren, die Beherr­schung der Frau durch den Mann, der ver­unkrau­te­te Acker und schließ­lich der Tod sind NICHT die „gött­li­che Hier­ar­chie“).
      Das ist ja Wahn­sinn, was Sie da sagen.
      Sie nen­nen den Fluch der Sün­de „gött­lich“!
      Nach Ihrer Logik hät­te Jesus dann fort­blei­ben kön­nen.

      Das „Ver­lan­gen“ nach dem Mann dürf­te, wenn man es so ver­steht, wie es dasteht, nicht der Auf­stand gegen ihn sein, son­dern ja — das Ver­lan­gen NACH ihm: die Frau rich­tet sich immer nach dem Mann, die Frau unter Sün­de. Was mei­nen Sie wohl, wenn Sie sagen „Mich ver­langt nach X“ — nicht dass Sie gegen X kämp­fen, son­dern auf X Lust haben oder X brau­chen.

      Auch hier soll­ten Sie bemerkt haben, dass Maria sich nicht nach einem Mann rich­te­te, ja er über­haupt nicht kon­sul­tiert wur­de. Sie war Jung­frau. Sie wur­de ohne ihn gefragt und nur ihr Fiat war rele­vant. Der Mann erhielt Wei­sung, was dann zu tun sei. Der Sün­den­fluch war bei ihr ganz offen­kun­dig nicht wirk­sam.

      Was den Satz Evas betrifft reden Sie lei­der auch total am Sinn der Stel­le vor­bei: Eva war­te­te dar­auf, den Samen gebä­ren zu dür­fen, mit dem sie der Schlan­ge den Kopf zer­tre­ten wür­de. Es ist logisch, dass sie bei jedem Kna­ben, den sie gebar, hoff­te, das sei der Erlö­ser. Aus ihrer Sicht war das fol­ge­rich­tig und offen­bart ihre Sehn­sucht danach, alles wie­der gut zu machen. Dies war jedoch Maria vor­be­hal­ten. Bis dahin sehn­ten sich alle Frau­en Isra­els danach…

      Den­ken Sie in einer stil­len Stun­de aber mal dar­über nach, war­um die­ser Kna­be spä­ter nicht von einem Mann kom­men konn­te, dafür aber von einer Frau.
      Und war­um Maria über allen Engeln und Apo­steln steht, wie die Kir­che lehrt.

      Im übri­gen kann man nur raten, die Bibel­ver­se so zu ver­ste­hen, wie sie daste­hen und nicht ideo­lo­gisch umzu­deu­ten oder Aus­sa­gen ent­ge­gen der Aus­sa­ge hin­ein­zu­le­gen.

      Wenn es heißt, sie habe Ver­lan­gen nach ihrem Mann, dann heißt das gera­de nicht, dass sie sich gegen ihn auf­lehnt. Und eine ero­ti­sche Kom­po­nen­te ist dar­in übri­gens auch deut­lich und ein­deu­tig ent­hal­ten.

      • Was Sie nicht alles wis­sen ? Ist ja fast schon phä­no­me­nal. Lei­der sind die läng­sten Aus­füh­run­gen nicht viel Wert, wenn sie mit dem eigent­li­chen The­ma reich­lich wenig zu tun haben. Das The­ma soll­te man lesen und sich dann über­le­gen, ob man etwas dazu zu sagen weiß oder Geschwo­bel und End­los­ver­ket­tun­gen von Nich­tig­kei­ten.

      • //Mit Ver­laub, das ist Unsinn://

        Wenn Sie das sagen, ist die Erör­te­rung erle­digt.
        Oder doch nicht?

        //Erstens heißt es sowohl im Latei­ni­schen als im Hebräi­schen nicht, er „soll“, son­dern er „wird“ dein Herrn sein. Vor­ge­la­gert ist die Schwä­chung der Frau in der Mut­ter­schaft, beim Gebä­ren. Ein „Soll“ draus zu machen ist bereits eine freie Interpretation.//

        Nein, das ist es nicht. Das Hebräi­sche ver­wen­det hier das Imper­fekt. Das Imper­fekt ist aber nicht nur ein Tem­pus, es dient auch zum Aus­druck ver­schie­de­ner Modi. So steht es oft zum Aus­druck des­sen, dass eine Hand­lung ein­tre­ten kann, mag, darf, soll usw. Steht die Allio­li-Arndt-Bibel (1910; mit Appro­ba­ti­on der deut­schen Bischö­fe und Segen Papst Pius‘ X.) auch „mit einem Fuß in der Blas­phe­mie“, wenn sie die­se Stel­le (aus der Vul­ga­ta, mit Rück­sicht auf den hebräi­schen Urtext) so über­setzt: „Ich will die Beschwer­den dei­ner Schwan­ger­schaf­ten ver­viel­fäl­ti­gen; mit Schmer­zen sollst du Kin­der gebä­ren, und unter der Gewalt des Man­nes sein, und er soll Herr über dich sein“ ?

        //Das ist ja Wahn­sinn, was Sie da sagen. Sie nen­nen den Fluch der Sün­de „gött­lich“! Nach Ihrer Logik hät­te Jesus dann fort­blei­ben können.//

        Wenn Gott der Herr einen Fluch aus­spricht, dann ist die­ser Fluch in der Tat gött­lich, was soll er denn sonst sein?
        Nun hat Gott aber nur die Schlan­ge ver­flucht (Kapi­tel 3, Vers 14: „Weil du dies gethan hast, so bist du ver­flucht unter allem Vieh und den Thie­ren des Fel­des…“). Er hat auch die Erde ver­flucht, ebd. Vers 17: „so sei die Erde ver­flucht ob dei­ner That…“ , aber Gott hat n i c h t den Men­schen ver­flucht, weder den Mann noch die Frau. Lesen Sie es ein­fach nach, Gene­sis Kapi­tel 3.
        Sie lesen einen Fluch in die Wor­te Got­tes, den Gott nicht gespro­chen hat. Man nennt das „Eisege­se“ trei­ben anstel­le von „Exege­se“.

      • @ Leo Lämm­lein

        Ja und? Das hebräi­sche Imper­fekt ist den­noch vor allem ein Futur. Die Vul­ga­ta über­setz­te den­noch schon in den frü­he­sten fas­sun­gen grudn­sätz­lich Futur. Und das Futur ist im Latei­ni­schen immer ein Futur und nicht Kon­junk­tiv.
        Was in Ihrer Aus­ga­be appro­biert wur­de, ist ohne­hin frag­wür­dig, zumal in der unre­vi­dier­ten Vul­ga­ta genau die­ser Vers falsch aus dem Hebräi­schen bzw. aus der Sep­tu­ag­in­ta über­setzt wur­de: der Pas­sus, dass die Frau nach dem Mann ver­lan­gen wür­de, ist dort unter­schla­gen und ersetzt durch ein „sie soll unter sei­ner Gewalt sein“, was defi­ni­tiv nicht im Grund­text steht. Allei­ne das ist schon ver­däch­tig…
        Das wur­de aber inzwi­schen längst kor­ri­giert, auch wenn Sie das nicht mit­be­kom­men haben.

        Das alles hat aber nichts damit zu tun, dass eine Fol­ge der Sün­de nicht zugleich die „gött­li­che Ord­nung“ sein kann. Nen­nen Sie es wie Sie es wol­len, das ist hier nicht das The­ma, aber auch schon die Väter hoben dar­auf ab, dass eine Stra­fe nicht das reprä­sen­tiert, was in der eigent­li­chen Ord­nung wäre!

        Viel­leicht fehlt es Ihnen ein­fach an einem gesun­den Ver­ständ­nis: Wenn Sie Ihrem Kind zur Stra­fe Haus­ar­rest geben, dann ist das nicht der ordent­li­che Zustand, son­dern eine Zer­stö­rung der Frei­heit, die ihm eigent­lich zuge­dacht war.
        Auch ein Inhaf­tier­ter lebt nicht in der eigent­li­che Ord­nung, son­dern in einem Zustand der onto­lo­gi­schen Unord­nung.

        Wer sagt, die Sün­den­fol­ge sei „gött­li­che Ord­nung“ steht mit einem Fuß in der Blas­phe­mie. Denn wenn die Stra­fe die „gött­li­che Ord­nung“ dar­stellt, kann die hei­le Ord­nung davor offen­bar nicht die Schöp­fungs­ord­nung gewe­sen sein. Ord­nung ist ein abso­lu­ter Begriff — kein rela­ti­ver.

        Alles, was in Gen. 3 steht, ist der Ver­lust der Ord­nung, mün­dend im Ster­ben­müs­sen.

        Für die­se mei­ne Auf­fas­sung steht die Aus­sa­ge Jesu an die Män­ner, ihr Anspruch, den sie zwar mit Moses begrün­den, sei aber den­noch nicht das, was Got­tes Ord­nung von Anfang an vor­ge­se­hen hat. das Gesetz des Mose berück­sich­tigt das har­te Herz des Man­nes und stellt inso­fern kei­ne „gött­li­che Ord­nung“ dar, die sich mit dem mes­sen könn­te, was wirk­li­che Ord­nung von Gott her war.

        Im übri­gen ist das, was von Bischö­fen appro­biert wur­de, immer noch nicht im Rang der Leh­re der Kir­che.

        Auch das muss man ab und zu mal wie­der in Erin­ne­rung rufen.

    • @Zeitschnur
      „Sie reden Blech und vor allem an dem vor­bei, was ich tat­säch­lich sag­te. Und den Arti­kel oben haben Sie wohl nicht gele­sen.“
      Geht mir doch bei man­chen ihrer Bei­trä­ge genau­so aber als Mann woll­te ich nicht unhöf­lich sein.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  5. Nach­trag:
    und Eva dank­te Gott indem sie sag­te, „Gott hat mir einen Mann gege­ben“ !
    Und was tun wir !?
    Wir Frau­en soll­ten nicht nur zum Schmin­ken mal öfter in den Spie­gel schau­en.

      • Da stim­me ich Ihnen unein­ge­schränkt zu! Und des­halb schmin­ke ich mich nicht nur nicht, son­dern schaue auch sel­ten in den Spie­gel.

        Aber Stel­la hat gar nicht kapiert, dass Eva hier nicht einen „Mann“ (Ehe­mann) meint, son­dern dass sie einen Jun­gen gebo­ren hat.

      • Bin der glei­chen Mei­nung ! Natür­li­che Schön­heit braucht kei­ne wider­gött­li­che Mas­ke mit Lip­pen­stift, Nagel­lack und Make-up. Nur ent­stell­te Frau­en-See­len brau­chen eine MASKE hin­ter der sie sich ver­stecken müs­sen, und die Pseu­do-Selbst­be­wußt­sein vor­spie­gelt.

  6. @Zeitschnur: Sie wol­len so klug sein und ver­ste­hen eigent­lich gar nichts.
    Tut mir leid aber da ist nur Theo­rie und viel hei­sse Luft und sehr viel Aggres­si­on.

    • Dem kann ich mich nur anschlie­ßen. Viel Selbst­über­schät­zung spielt da eine Rol­le. Die Aus­füh­run­gen von Zeit­schnur sind ein­fach wenig hilf­reich.

    • Na Sie bei­de — haben Sie auch Argu­men­te, oder las­sen nicht viel­mehr Sie nur Ihren Zorn ab?

      Mei­ne Mei­nung mag Ihnen nicht pas­sen, aber war­um darf ich nicht sagen, was Ihnen nicht passt?

      Immer­hin argu­men­tie­re ich. Sie dage­gen zie­hen ver­ba­le Prü­gel — und haben noch Selbst­mit­leid…

  7. Die Män­ner sind bei einer Ein­zel­nen, die sich stän­dig zu Wort mel­det, schuld. Das ist viel­leicht eine Erkennt­nis, mit der sie bes­ser bei EMMA schrei­ben soll­te. Die Män­ner haben doch auch kei­ne Häre­si­en „erfun­den“. Was für ein Irr­gang, wel­che Unlo­gik in sich.

    • Ich wies dar­auf hin, dass die Auf­leh­nung gegen Gott in Wort, Tat und Kunst vor allem ein Män­ner­pro­blem ist, wofür die­ser Maler oben ein sehr auf­schluss­rei­ches Bei­spiel ist.

      Ich sag­te wei­ter, dass man von Frau­en so etwas sel­ten initia­tiv erlebt.

      Wider­le­gen Sie das erst mal.

      Das kön­nen Sie nicht, und das ärgert Sie.

      • Mei­net­we­gen kön­nen Sie sich gegen alles und jeden auf­leh­nen. Das ist mir so egal wie nur etwas. Es ist rest­los unbe­deu­tend.

      • Ich leh­ne mich nicht „gegen alles und jeden“ auf — aber Sie leh­nen sich gegen mei­ne Gedan­ken ohne Argu­men­te auf. Man kann mir allen­falls vor­wer­fen, sehr kri­tisch zu sein, aber das muss man dann im ein­zel­nen begrün­den bzw. wider­le­gen. Dazu sind Sie aber nicht wil­lens oder in der Lage. Sie kei­len bloß.

        Wenn es Ihnen egal ist, war­um tun Sie das dann?

  8. In mei­nen ursprüng­li­chen Postings oben ging ich auf den Bericht über den Maler Die­fen­bach ein.
    Zusam­men­ge­fasst kann man ihn als einen Pro­to­ty­pen spät­neu­zeit­li­chen Grö­ßen­wahns benen­nen.

    Unser post­mo­der­nes Pro­blem sind nicht Plä­ne in Schub­la­den oder „Ras­sen­ver­mi­schung“ (die­ser anti­christ­li­che Begriff ist selbst schon Teil­stück die­ses Grö­ßen­wahns) oder die ewi­ge Lei­er von der NWO, dem Gen­de­ris­mus und son­sti­gen kon­ser­va­ti­ven Lieb­lings­schocker­the­men… das lenkt alles nur ab von unse­rem eige­nen Gei­stes­zu­stand.

    Unser Pro­blem ist der Glau­bens­ab­fall, der ein­her­geht mit die­sem Grö­ßen­wahn.

    In den Tagen Noahs geschah nichts wei­ter als Essen, Trin­ken, Hei­ra­ten, Fei­ern. Der Mensch, der sich selbst und sei­ne Ido­le fei­ert, auch sei­ne from­men Ido­le bzw. sei­ne ein­sa­me Selbst­sti­li­sie­rung in einem Meer von „ver­schwör­erei­schen Fein­den“: das ist es, wovor man Angst haben muss.
    All jene, die wie hym­no­ti­siert auf die­se über­stei­gert gezeich­ne­ten „Fein­de“ star­ren, bemer­ken nicht, dass sie selbst schwer krank sind — wie die­ser Mann oben. es ist fast gleich, ob man dann mit einem ver­ein­nahm­ten Gott gegen die „Fein­de“ kämpft oder gegen Gott gegen die „Fein­de“. In jedem Fall erliegt man dem Wahn, immun zu sein.
    Aber das ist man nicht!

    Aus dem Arti­kel konn­te man sehr genau ent­neh­men, in wel­che Pho­bien Die­fen­bachs Auf­leh­nung gegen Gott mün­de­te. Man kann in ähn­li­chen Pho­bien aber auch in reli­giö­sem Wahn lan­den.

    Ich habe den Arti­kel sehr genau gele­sen und ste­he nach wie vor v.a. zu mei­nen Anfangs­po­sting.
    Ich dan­ke noch ein­mal für den Arti­kel, weil er eine Pro­ble­ma­tik erhellt, die aller­dings nicht gehört wer­den will. Eine Pro­ble­ma­tik, die uns seit min­de­stens 100 Jah­ren gei­stig zer­frisst. Nicht die ande­ren, son­dern uns zer­frisst.

    Ich möch­te mei­nen letz­ten Satz von oben noch mal wie­der­ho­len:

    „Beim Lesen dach­te ich, dass kei­ner von uns gefeit ist vor sol­cher Ver­blen­dung, wenn er sich nicht voll bewusst wer­den will, dass die­se Mög­lich­keit JEDEN post­mo­der­nen Men­schen bedroht.“

    War­um, war­um wohl klagt Jesus, er wer­de wohl kaum Glau­ben fin­den, wenn er kom­me.
    Bei so vie­len, die sich für immun hal­ten…

    Nein — wir sind das Pro­blem, denn wir ähneln die­sem Mann da oben… bis hin zu dem Kitsch­stil, der — pein­lich ist das — man­chen super­from­men Bild­chen recht nahe steht…

    • Wir? Dies­mal nicht das „Iich“, das Sie so aggres­siv selbst zu ret­ten ver­su­chen. Jetzt haben Sie sich selbst beschrie­ben, des­halb so ver­ständ­nis­voll. Sie rea­li­sie­ren sich an jeder ver­meint­li­cher Schwä­che ihrer Näch­sten. Machen Sie bit­te lang­sam halt, sonst wird es ohne Neu­ro­lep­ti­kum nicht mehr gehen.

      • Gut, geschenkt — Sie nicht. Sie sind gefeit und immun vor Irr­tum und Ver­führ­bar­keit, vor Grö­ßen­wahn und Hass gegen Ihren Näch­sten. Sie sind kein Kind Ihrer Zeit, son­dern erha­ben dar­über — daher wis­sen Sie auch, wen man nar­ko­ti­sie­ren soll… in aller Demut, ver­steht sich.

        Schau­en Sie sich um: einer erhebt sich über den ande­ren, einer trach­tet dem andern nach dem Leben, einer will den ande­ren mund­tot machen, z.B. Sie mich, ein Volk erhebt sich gegen das ande­re, und jeder rudert nur noch um sei­nen Vor­rang, das 20. Jh hat so vie­le Ermor­de­te wie kein ande­res je zuvor.

        Aber die die­se Men­ta­li­tät haben — das sind die ande­ren, aber nie­mals wir selbst.
        Sie, @ metho­dus, bedür­fen des Arz­tes nicht, so wie vie­le hier im Forum, aber ich weiß, wenn ich erhlich bin, dass ich in die­sem Zeit­geist „erzo­gen“ wur­de, und ich hof­fe fest, dass Jesus mich läu­tert.

        Sie brau­chen das nicht, und das ist okay.

  9. sagen wir ein­fach mal so,. Frau Zeit­schnur hat in vie­lem Recht, sie ver­gisst aber, dass die Frau dazu da ist den Mann zu lie­ben und ihm eine Hil­fe zu sein! (steht auf jeden Fall so in der Schrift)

    • @ besorg­ter christ:genau das mein­te ich!
      Aber zor­ni­ge Eman­zen haben meist gar kei­nen Mann, dar­um sind sie ja so zor­nig und aggres­siv.

    • Nein, das ver­gisst Frau Zeit­schnur nicht. Lesen Sie mei­nen Arti­kel vom 28. Mai — ich kann bloß nicht immer in jedem Zusam­men­hang alles sagen.
      http://zeitschnur.blogspot.de/2015/05/die-familiensynode-und-die-mannerkrise.html

      Ich bezog mich hier auf das Phä­no­men Die­fen­bach.
      Lesen Sie auch den Arti­kel oben mal, dann ver­ste­hen Sie, was ich in die­sem Zusam­men­hang sagen woll­te.

      Das Pro­blem des Man­nes ist seit dem Sün­den­fall, dass er kei­ne Hil­fe will, kein „adiuto­ri­um“, son­dern eine „famu­la“ („Gehil­fin“).

      Das ist aller­dings Fol­ge der Sün­de, wie in Gen. 3, 16 aus­ge­führt. Ver­geb­lich ver­su­che ich klar­zu­ma­chen, dass nicht bei­de „Ord­nun­gen“ zugleich gel­ten kön­nen, denn sie schlie­ßen sich aus.

      Es ist so, wie der Mensch, der von Gott zur Ewig­keit bestimmt ist, nicht zugleich dar­auf behar­ren soll­te, dass er ster­ben muss.
      Es ist nie­mals „Schöp­fungs­ord­nung“, dass der Mesnch ster­ben muss! es ist Fol­ge der Sün­de, Unord­nung!
      Der Mensch unter Sün­de beharrt auf sei­nem Tod aber genau­so wie auf dem ver­rutsch­ten Geschlech­ter­ver­hält­nis.

      Die­fen­bach ist ein bestür­zen­des Bei­spiel dafür.

      Für mich ist wen­sent­lich, dass die­se Sün­den­fol­gen in Gene­sis 3 vom Men­schen unter Sün­de zum Maß der Din­ge gemacht wur­den und wer­den.
      Ein Christ dürf­te das nicht mehr tun.

      Viel­leicht ist Ihnen auch schon mal auf­ge­fal­len, dass Jesus sogar die­se Ernied­ri­gung des Man­nes, er müs­se im Schweiß sei­nes Ange­sich­tes sein Brot ver­die­nen, merk­wür­dig leicht gemacht oder sogar auf­ge­ho­ben hat:
      Die­se Stel­le, an der ER sagt, die Spat­zen wür­den nicht säen und nicht ern­ten und erhiel­ten doch alles vom himm­li­schen Vater — so auch wir etc. steht doch ein­deu­tig im Zusam­men­hang mit die­ser Stra­fe des Man­nes!

      @ besorg­ter christ — den­ken Sie doch ein­mal in aller Kon­se­qu­n­ez dahin!

      Das heißt, dass wir unter dem Gesetz die­ser in Gen. 3 beschrie­be­nen Sün­den­stra­fen nicht mehr ste­hen müs­sen! Auch, wenn wir in die­sem Äon erst noch voll­ends aus ihnen her­aus­wach­sen.

      Ich fin­de das wun­der­bar. Es freut mich unendlch.
      Und ich ver­ste­he abso­lut nicht, wie Katho­li­ken immer wie­der und immer wie­der neu die Sün­de und ihre Fol­gen zum Maß­stab machen und sich dar­in der ver­lo­re­nen Welt gemein machen!

      • Die­fen­bach hat doch nichts mit dem Behar­ren auf dem Tod und einer wie auch immer gear­te­ten Ver­rut­schung zu tun. Der Mann war Maler.

      • Haben Sie, anstatt sich so erbärm­lich an mei­nen Tex­ten auf­zu­rei­ben, eigent­lich mal den Arti­kel oben gele­sen?

        Dort steht, Die­fen­bach habe sich eine radi­ka­len Vege­trier-Ideo­lo­gie ange­schlos­sen:

        „Alles Über­na­tür­li­che, Über­sinn­li­che, Jen­seits­ori­en­tier­te des Chri­sten­tums ist abzu­lö­sen durch eine ‚Reli­gi­on des irdi­schen Lebens’. Ihr Ziel ist es, die tra­di­tio­nel­le Hoff­nung auf ein ewi­ges Leben bezie­hungs­wei­se auf eine ewi­ge Selig­keit umzu­for­men in die maxi­ma­le För­de­rung der irdi­schen Glück­se­lig­keit durch ‚Ver­voll­komm­nung und Ver­län­ge­rung des Lebens im Dies­seits‘.“

        Und das ist ein Behar­ren auf dem Tod — denn in der rei­nen Natur ist er das Ziel des Lebens.

      • um es ganz kurz zu machen, Sie lei­den an der weit ver­brei­te­ten Krank­heit, dass sie sich nicht als erlö­sungs­be­dürf­tig sehen wol­len.
        Wir sind in der ver­lo­re­nen Welt, Teil der ver­lo­re­nen Welt hin­ein­ge­nom­men in den Unge­hor­sam in den Gott alle hin­ein­ge­nom­men hat um sich aller zu erbar­men.
        Dann zu die­ser Mann Frau Kiste es gibt kei­ne Män­ner ohne Müt­ter, und kei­ne Frau­en ohne Väter, bei­de Geschlech­ter sind untrenn­bar wie die bei­den Sei­ten ihrer Hand und sie sagen ja auch nicht, dass die Außen­sei­ten der Hän­de nichts mit dem Gei­gen­spie­len zu tun haben.

  10. Lie­ber Zeit­schnur
    Ich glau­be an Gott.
    Ich habe nur Bar­nett zitiert. Die­se Aus­sa­ge ist wirk­lich gru­se­lig, doch es stimmt mit der US Stra­te­gie über­ein.
    Jedes mal wenn sich in Euro­pa eine beson­ders Liber­ti­nä­re Stim­mung breit macht, steht ein beson­ders Böser Krieg in abseh­ba­rer Zeit vor der Türe. Das war um 1900 mit der Grup­pe um den Mon­te Veri­tas und in den Zwan­zi­ger Jah­ren eben um Stei­ner, nun haben wir die Grup­pe um die Gen­der­be­we­gung.
    Des­halb gibt es genü­gend Christ­li­che Seher die einen 3. Welt­krieg vor­aus­se­hen.
    Lesen Sie die Visio­nen des Hl. Pad­re Pio oder auch vie­ler ande­rer Seher aus dem Katho­li­schen Umfeld.
    Sich als Gott zu sehen ist, schon im ersten Sün­den­fall, Grund für die Ver­trei­bung aus dem Para­dies.
    Oft lässt man sich auch von der Erkennt­nis­sen der Wis­sen­schaft blen­den, doch wie sag­te es Prof. Wer­ner Hei­sen­berg.
    Der erste Schluck aus dem Glas der Wis­sen­schaft macht Athe­istisch, doch auf dem Grund des Gla­ses war­tet Gott.

    • Okay! Ich glau­be aller­dings nicht an die Visio­nen Pater Pios oder son­sti­ger nach­kon­zi­lia­rer Seher, weil ich kein ver­läss­li­ches Kri­te­ri­um mehr von die­ser maro­den Hier­ar­chie erhal­te, ob das aner­kannt wer­den kann oder nicht…

      Ich ken­ne das aber auch aus Bay­ern — der Mühlhi­asl oder der Wudy Sepp, mit dem ich sogar ver­wandt bin.

      Woge­gen ich mich wand­te: dass man das ras­si­sti­sche Geschwa­fel sol­cher Ker­le über­haupt ernst­nimmt.

      Anders gesagt: Da die Braun­häu­ti­gen — wenn sie genau­so geschult wer­den wie ein Weiß­häu­ti­ger — kei­nen nied­ri­ge­ren IQ haben, ist allei­ne das Ansin­nen, das Sie zitie­ren, schon „neben der Kap­pe“, denn es wür­de voll­auf genü­gen, die Wei­ßen syste­ma­tisch zu ver­blö­den (was ja sicht­lich pas­siert).
      Ein IQ ist ja kein sta­ti­scher Wert… er kann sich durch bestimm­te Ein­fluss­fak­to­ren bei ein und der­sel­ben Per­son ändern.

      Es ist auch völ­lig irrele­vant wie hell- oder dun­kel­häu­tig die künf­ti­gen Euro­pä­er bzw. Deut­schen sein wer­den. Bekannt­lich gibt es auch kei­ne sta­ti­schen „Ras­sen“. Es gab in der Spät­an­ti­ke mas­si­ve Völ­ker­wan­de­run­gen, die mit Sicher­heit das eth­ni­sche Bild sehr stark ver­än­dert haben.
      Auch Augu­stin war wohl ein „Dun­kel­häu­ti­ger“ als Nord­afri­ka­ner.

      So etwas spielt im Reich Got­tes kei­ne Rol­le — die Völ­ker-Ver­wir­rung nach dem Turm­bau zu Babel ist auch kei­ne gött­li­che Ord­nung, son­dern eine Stra­fe!

      Rele­vant ist, wo die­ses künf­ti­ge Volk Euro­pas gei­stig steht.

      Und es berührt mich merk­wür­dig, dass vie­le hier im Forum mehr Angst vor „Ras­sen­ver­mi­schugn“ haben als vor dem Glau­bens­ab­fall, den die wei­ße „Ras­se“ ganz ohne Hil­fe der Dunk­len oder gar der Juden doch schon lan­ge selbst voll­zo­gen hat…

      Die­ser Maler im Arti­kel ist ein Pracht­ex­em­plar der wei­ßen „Ras­se“… und vie­le haben den Arti­kel offen­bar nicht gele­sen und ärgern sich drü­ber, dass ich auf Ein­zel­hei­ten ein­ging.

      Ich sehe viel mehr, als dass frem­de Ver­schwö­rer uns kaputt­ma­chen wol­len, dass wir sel­ber uns seit Jahr­hun­der­ten syste­ma­tisch kaputt­ma­chen.
      Und weil das so ist, haben wir dem Kaput­ten, was natür­lich auch von ande­ren Völ­kern kommt, nichts ent­ge­gen­set­zen.
      Unge­hin­dert schwappt es nun .. in unse­re … lee­ren Köp­fe.

      Da ist — man merkt es allent­hal­ben — bei vie­len nicht mal mehr Stroh drin.

      Es gibt nur einen Weg: Buße.
      Las­sen Sie es uns nicht aus­blen­den: Vom Glau­ben kann man nur selbst­ver­ant­wor­tet abfal­len — gleich was böse Frei­mau­rer oder son­sti­ge US-Stra­te­gen wol­len.
      Mit die­sem Ver­schwö­rungs­mist wälzt man nur die Ver­ant­wor­tung ab und sieht nicht, in welch gro­ßer gei­sti­ger Gefahr man selbst ist — das sagt ja schon die Schrift!

      Wenn hier kein ein­zi­ger Frem­der leb­te, sähe es nicht anders aus in unse­ren Köp­fen! Wir müss­ten nur unse­re Alten für wenig Geld sel­ber pfle­gen, in Putz­ko­lon­nen und Spar­gel­teams für einen Apfel und ein Ei schuf­ten etc. etc. Und die zügel­lo­se Pro­sti­tu­ti­on wäre damit auch erheb­lich erschwer­ter.

      Nostra cul­pa!

      • „Las­sen Sie es uns nicht aus­blen­den: Vom Glau­ben kann man nur selbst­ver­ant­wor­tet abfal­len – gleich was böse Frei­mau­rer oder son­sti­ge US-Stra­te­gen wol­len.“
        Ja aber das wird alles im schwie­ri­ger denn wenn ich Chri­stus sehen will und zb. ein Kar­di­nal Kas­per vor mir steht muß ich ein Lei­ter anstel­len um mei­nen Gott zu sehen denn er ver­deckt ihn. Ber­go­glio ist auch so ein Fall. Wer treibt mich nega­tiv über die­sen Bischof von Rom zu den­ken. Das ist die Fra­ge die alles ent­schei­det. Aber die­ses Pro­blem muß man lösen. Und es ist alles ganz ein­fach. Sage mir wer Ber­go­glio lobt und ich sage dir wer er ist.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Die übli­chen Rundums chlä­ge, die der Sache nicht die­nen. Hat mit dem The­ma wie­der nichts zu tun.

      • @ shu­ca

        War­um kom­men Sie nicht ein­fach auf die Idee, nicht auf den Kas­per, son­dern den Gekreu­zig­ten zu schau­en?!

        Es kann auch sein, dass Ihr Pro­blem aus der fal­schen Sicht kommt, man müs­se an den Män­nern hin­auf­schau­en, an den Kle­ri­kern…

        Es gibt näm­lich nur einen Herrn.

        Und genau das ver­ste­hen die mei­sten nicht.

  11. Zeit­schnur arbei­tet sich doch an allem ab. Rich­ti­ge Arbeit wür­de gegen die­se weit­schwei­fi­ge Tex­te­rei weg vom The­ma hel­fen. Man pro­bie­re es damit.

    • Rein­hold, kom­men Sie auf den Tep­pich: Es ist allei­ne Ihr Pro­blem, wenn Sie sich so echauf­fie­ren.
      Offen­bar habe ich aber bei dem unsach­li­chen Geschrei hier (nicht nur von Ihnen) einen Nerv und wahr­schein­lich auch den neur­al­gi­schen Punkt getrof­fen…

      • Da haben Sie gar mnicht Unrecht, es ist scho ner­vig, was Sie da alles zusam­men­schrei­ben, was mit dem The­ma zum einen und zum Glau­ben über­haupt nichts zu tun hat. Was ver­ste­hen denn Sie von neur­al­gi­schen Punk­ten ? Echauf­fie­ren geht übri­gens anders. Ich bete, dass Sie zum Glau­ben fin­den.

  12. Ver­stellt uns irgend­ei­ner den Blick auf Jesus ? Brau­chen wir, wie Shi­ca meint, manch­mal eine Lei­ter, weil uns der Blick ver­stellt wird ? Da kann ich echt nicht mit­re­den. Der Glau­be wur­de bei mir noch nie durch irgend jeman­den ver­stellt und den­ke, dass es Ande­ren auch so geht. In der Tat ist es jedoch ärger­lich, dass Kar­di­nä­le sich mit­un­ter so schlimm arti­ku­lie­ren.

    • Wer auf Men­schen starrt, hat einen ver­stell­ten Blick. Und hier gebe ich Ihnen prin­zi­pi­ell recht — es ist unse­re eige­ne Ver­ant­wor­tung, wohin wir schau­en.
      Ob wir aller­dings so gefeit sind, dass uns das nicht pas­siert — ich jeden­falls nicht.
      Der Mensch hat die Nei­gung, NICHT auf den Herrn zu schau­en…

      • Lesen Sie an ande­rer Stel­le, wo ich Ihnen Recht gege­ben habe. Da hat­ten Sie kurz und klar geschrie­ben.

      • Lie­ber Rein­hold — bit­te über­den­ken Sie ein­mal Ihren Ruf nach .. ja nach Bild­zei­tungs­stil: höch­stens zwei fet­te Block­über­schrif­ten, bloß nicht mehr als drei Sät­ze, sonst kommt der Durch­schnitts­deut­sche gei­stig nicht mehr mit.
        Ist es das, was Sie pro­pa­gie­ren wol­len?

        Ich sage Ihnen was: Mei­ne Gedan­ken­gän­ge, ob lang, ob kurz, sind eigent­lich immer klar!
        Aber weil sie das sind, regen sich vie­le drü­ber auf — in die­sem Land, in dem nach allen Stu­di­en die Lese­kom­pe­tenz immer wei­ter abnimmt, aber hel­le Auf­re­gung aus­bricht, wenn einer es wagt, kla­re, direk­te Sät­ze zu schrei­ben, die das 3‑Satz-Yel­low-Press-Niveau über­schrei­ten und auch ohne Bild­chen aus­kom­men…

        Vie­le der heu­ti­gen Pro­ble­me sind extrem kom­plex, und es ist nie­man­dem damit gedient, wenn man sie pla­ka­tiv abhakt. Auch das hat die gei­sti­ge Ver­wahr­lo­sung der Gläu­bi­gen beför­dert.

        Die Kir­che hat von Anfang an die Gläu­bi­gen aus die­sem nied­ri­gen Refle­xi­ons-Niveau her­aus­ge­ho­ben, und wir sol­ten das zur Krö­nung der Pro­ble­me hier und heu­te nicht wie­der hin­ter­schrei­ten…

  13. Im Arti­kel steht „Die­fen­bach hat sich nach 1882 viel­fach mit der „Theo­so­phie“ der Hele­na Bla­va­t­sky (1831–1891) aus­ein­an­der­ge­setzt“. Somit ist für klar, dass die See­le die­ses Künst­lers durch Okkul­ti­is­mus kon­ta­mi­niert war und er kei­ne wah­re Erkennt­nis über den christ­li­chen Glau­ben haben konn­te. Wie der Autor sagt, es war im Mit­tel­al­ter so, dass der Künst­ler in sei­nen Wer­ken im Hin­ter­grund war, und auch vor allem die gött­li­chen Per­so­nen das Haupt­the­ma waren. Wir brau­chen eine Erneue­rung der Kunst. Jesus Chri­stus und Gott Vater wer­den sicher­lich auch die­sen Bereich in abseh­ba­rer Zeit rei­ni­gen…

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