Papst Franziskus wiederholt Absage an Mission und Bekehrung?

Papst-Medaillon in St. Paul vor den Mauern
Papst-Medail­lon in St. Paul vor den Mauern

(Rom) Zum Abschluß der Welt­ge­bets­wo­che für die Ein­heit der Chri­sten erteil­te Papst Fran­zis­kus der gegen­sei­ti­gen „Abwer­bung“ von Gläu­bi­gen unter christ­li­chen Kon­fes­sio­nen eine Absa­ge. Eine wei­te­re Absa­ge an Bekeh­rung und Mission?

Welchen Missionsauftrag hat die Kirche?

Seit dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil gibt es in der Katho­li­schen Kir­che in Sachen Mis­si­on und Bekeh­rung dop­pel­te Schwie­rig­kei­ten. Ein­mal in der Fra­ge nach dem Ver­hält­nis zu ande­ren christ­li­chen Deno­mi­na­tio­nen. Zum ande­ren in der Fra­ge nach dem Ver­hält­nis zu ande­ren Reli­gio­nen. Der Fra­gen­kom­plex hat eine Viel­zahl von Facet­ten. Öku­me­ne und Reli­gi­ons­frei­heit sind zwei Hauptstichwörter.

Papst Fran­zis­kus fiel in sei­nem erst kur­zen Pon­ti­fi­kat mehr­fach durch ambi­va­len­te Aus­sa­gen zum The­ma Mis­si­on, Pro­se­ly­tis­mus und Bekeh­run­gen auf. Aus­sa­gen, die einer fak­ti­schen Distan­zie­rung von Bekeh­run­gen sehr nahe kom­men oder eine sol­che sogar expli­zit zum Aus­druck brach­ten. Was Papst Fran­zis­kus genau meint, läßt sich kaum mit Genau­ig­keit aus­ma­chen, da ein dif­fu­ser Gebrauch bestimm­ter Begrif­fe jede inhalt­li­che Schär­fe auf­hebt. Ten­den­zi­ell nimmt der Betrach­ter daher mehr einen Ein­druck auf, der sei­ner­seits wie­der­um ambi­va­lent blei­ben muß.

Keine „Abwerbung“ unter Christen

Zum Abschluß der Welt­ge­bets­wo­che für die Ein­heit der Chri­sten in der römi­schen Patri­ar­chal­ba­si­li­ka St. Paul vor den Mau­ern erteil­te Papst Fran­zis­kus in sei­ner Homi­lie am gest­ri­gen Sonn­tag der gegen­sei­ti­gen „Abwer­bung“ von Gläu­bi­gen unter christ­li­chen Kir­chen eine Absa­ge. So jeden­falls haben es auch die offi­zi­el­len katho­li­schen Nach­rich­ten­agen­tu­ren verstanden.

„Das gemein­sa­me Enga­ge­ment, das Evan­ge­li­um zu ver­kün­den, erlaubt, jede Form von Pro­se­ly­ten­ma­che­rei und die Ver­su­chung zum Kon­kur­renz­kampf zu über­win­den“, sag­te er in Rom beim öku­me­ni­schen Wort­got­tes­dienst, der jähr­lich zum Abschluss der Gebets­wo­che für die Ein­heit der Chri­sten in St. Paul vor den Mau­ern stattfindet.

Alle Chri­sten sei­en im „Dienst ein und des­sel­ben Evan­ge­li­ums“, so der Papst. Zugleich for­der­te er in der Kir­che Sankt Paul vor den Mau­ern dazu auf, „alles pole­mi­sche oder apo­lo­ge­ti­sche Ver­hal­ten“ abzu­le­gen und gemein­sam das Ver­bin­den­de zwi­schen allen Chri­sten zu suchen. So könn­ten „vie­le von der Ver­gan­gen­heit ererb­te Strei­tig­kei­ten unter den Chri­sten“ über­wun­den werden.

„Gelassenes, unbeschwertes Gegenüberstellen“

Wei­ter wand­te sich der Papst in sei­ner Pre­digt gegen ein intel­lek­tu­el­les Schau­lau­fen im öku­me­ni­schen Dia­log. Die Ein­heit der Chri­sten wer­de nicht das Ergeb­nis „raf­fi­nier­ter theo­re­ti­scher Dis­kus­sio­nen“ sein, in denen jeder ver­su­che, den ande­ren von der Stich­hal­tig­keit der eige­nen Ansich­ten zu über­zeu­gen. Die Chri­sten müß­ten zur Erkennt­nis gelan­gen, daß sie sich „gegen­sei­tig brau­chen“, um in die Tie­fe des Geheim­nis­ses Got­tes ein­zu­drin­gen, so Fran­zis­kus. Um ein­an­der zu ver­ste­hen und in der Lie­be und der Wahr­heit zu wach­sen, müs­se man „inne­hal­ten, ein­an­der anneh­men und ein­an­der zuhö­ren. „Auf die­se Wei­se beginnt man bereits, Ein­heit zu erle­ben“, sag­te Franziskus.

Der Papst ver­wies auf das Vor­bild Jesu Chri­sti. Es ermu­ti­ge dazu, eine „gelas­se­ne, unbe­schwer­te Gegen­über­stel­lung“ mit dem zu suchen, der anders ist, als man selbst. Jesus zei­ge, dass eine sol­che Begeg­nung mit dem Frem­den „uns wach­sen las­sen kann“.

Historische und neue Konfessionen

An dem öku­me­ni­schen Wort­got­tes­dienst nah­men erneut hohe Reprä­sen­tan­ten der histo­ri­schen christ­li­chen Kon­fes­sio­nen teil. Gemein­sam mit dem Papst bete­ten sie vor Beginn des Wort­got­tes­dien­stes am Grab des Apo­stels Paulus.

Papst Fran­zis­kus erwei­ter­te den öku­me­ni­schen Dia­log zwi­schen den christ­li­chen Kon­fes­sio­nen um die Evan­ge­li­ka­len und die Pfingst­be­we­gun­gen, wäh­rend er per­sön­lich und außer­pro­to­kol­la­risch den histo­ri­schen pro­te­stan­ti­schen Kon­fes­sio­nen weni­ger Auf­merk­sam­keit schenkt.

Absage an Proselytenmacherei und Bekehrung

Es geht aber nicht nur um eine Absa­ge an eine gegen­sei­ti­ge „Abwer­bung“ unter Chri­sten. Papst Fran­zis­kus erteil­te bereits 2013 eine Absa­ge an die Pro­se­ly­ten­ma­che­rei (sie­he Hei­lig­spre­chung eines Mis­sio­nars, aber Ver­zicht auf Mis­si­on?) und erteil­te in sei­nem ersten Gesprächs-Inter­view mit dem Athe­isten Euge­nio Scal­fa­ri eine Art gene­rel­le Absa­ge an Bekeh­run­gen (sie­he Nein zu Bekeh­run­gen, Ja zur Mis­si­on – Wider­spricht sich der Papst selbst?).

Zu den Wider­sprüch­lich­kei­ten in den Aus­sa­gen von Papst Fran­zis­kus nahm bereits Anfang Okto­ber 2013 der Rechts­phi­lo­soph Mario Palma­ro kurz vor sei­nem Tod Stel­lung (sie­he Chri­stus ist kei­ne Opti­on unter vie­len, schon gar nicht für sei­nen Stell­ver­tre­ter auf Erden). Eine Ana­ly­se und Kri­tik, die nichts an ihrer Bedeu­tung ver­lo­ren hat.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Wikicommons

42 Kommentare

  1. Die Ana­ly­se des mitt­ler­wei­le verstorbenen 
    Hw Man­fred Adler bringt es auf den Punkt:
    -
    „Denn eine Kirche, 
    die mit anders Den­ken­den – Nicht­ka­tho­li­ken, Nicht­chri­sten, Athe­isten und Antichristen 
    — auf allen Ebe­nen und welt­weit demü­ti­ge und „brü­der­li­che Dia­lo­ge“ führt, 
    muss ihre mis­sio­na­ri­sche Sen­dung und ihr mis­sio­na­ri­sches Wesen 
    mit sei­nem unab­ding­ba­ren Anspruchs- und Forderungscharakter 
    not­ge­drun­gen abschwä­chen und vergessen.
    Allem Anschein nach ist näm­lich die mis­sio­nie­ren­de Kirche 
    in dem­sel­ben Maße auf dem Rückzug, 
    wie die dia­lo­gi­sie­ren­de Kir­che auf dem Vor­marsch ist. 
    Gewis­se Vor­gän­ge auf dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil haben die­ser Fehl ent­wick­lung zweif­fel­los Vor­stoß geleistet. 
    Damals ist der Begriff von der „dia­lo­gi­sie­ren­den Kir­che“ geprägt worden.
    Ein nur als unver­bind­li­che Information 
    oder Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­stan­de­ner „Dia­log“ genügt dem Anspruch eben­so wenig 
    wie eine „Mis­si­on“, 
    die Glau­bens­ver­kün­dung durch Befrei­ung und Erlö­sung von inner­welt­li­chen Not- und son­sti­gen Zustän­den ersetzt und umdeu­tet und verfälscht. “
    -

    Hw Prof. May über den Öku­me­nis­mus als Anleh­nung an das pro­te­stan­ti­sche Prin­zip der Auflösung
    -
    „Eine Erneue­rung der Kir­che kann es nur geben,
    wenn sie sich vom Pro­te­stan­tis­mus ein­deu­tig absetzt, denn der
    Pro­te­stan­tis­mus ist das Prin­zip der Auflösung.
    Die Kir­che braucht kei­nen Ökumenismus.
    Für den Ver­kehr mit Anders­gläu­bi­gen hat sie das Gebot der Nächstenliebe.“
    -

    • Ich fin­de das Zitat von Hw. May sen­sa­tio­nell, so ein­fach ist das eigentlich!
      Wis­sen Sie wie alt das cir­ca ist?
      Vie­len Dank dafür!

  2. Viel­leicht nur ein Detail am Rande:
    Aber mir fiel die Segens­ge­ste des Papst Fran­zis­kus am Schluss der gest­ri­gen Ves­per auf.
    Nach­läs­sig und klein in ihren Umris­sen zeich­ne­te er die drei Kreuz­zei­chen in die Luft, sie waren ohne Aus­strah­lung, teil­ten nichts mit. Die gan­ze Segens­hand­lung wirk­te lust­los auf mich.

    Ein rich­tig gemach­tes Kreuz­zei­chen wirkt stark, über­zeu­gend und ein­drucks­voll auf die Umge­bung, weil es eine Aus­sa­ge beinhaltet.
    Wer das Büch­lein von Roma­no Guar­di­ni „Von hei­li­gen Zei­chen“ kennt, weiß, was ich meine.
    Lei­der ist es mir im Augen­blick nicht zur Hand, aber dar­in beschreibt er ein­drück­lich und wun­der­bar ein­zel­ne Zei­chen, die wir set­zen: das Knie­en und das Zeich­nen des Kreu­zes zum Beispiel.
    Kör­per­spra­che ver­rät eini­ges, auch bei Papst Franziskus.

    • Seg­nen scheint so gar nicht das Ding die­ses Pap­stes zu sein.
      Er unter­lässt es mit­un­ter voll­stän­dig die Men­schen zu seg­nen denen er begegnet:

      http://www.gloria.tv/media/n3zdNWKfjWZ

      Hier mar­schiert er wie ein gewöhn­li­cher Poten­tat, der gnä­dig die Hän­de sei­ner Spa­lier ste­hen­den Unter­ta­nen schüttelt.

      Ein Stell­ver­tre­ter Jesu Chri­sti ver­hält sich demü­ti­ger und stellt sich unter das Papstamt.

      • Es ist noch viel schlim­mer, als die mei­sten wohl denken.….
        Wer das Video kurz vor Ende, ‑ca. ab Minu­te 7.35 — beob­ach­tet, muss ent­setzt fest­stel­len, das Fran­zis­kus die Audi­enz mit einem deut­lich erkennbaren
        S a t a n s k r e u z auf sei­ner Brust beginnt.
        Beim christ­li­chen Kreuz­zei­chen dage­gen berührt die Hand Stirn, Brust­mit­te und dann abwech­selnd die lin­ke und die rech­te Schulter.
        Beim Satan­s­kreuz (umge­dreh­tes Kreuz mit Quer­bal­ken im unte­ren Drit­tel) bleibt die Hand auf Brust­hö­he — der Hei­li­ge Geist wird absicht­lich „weg­ge­las­sen“.….
        Kein Wun­der also, das unglaub­lich viel dum­mes, wir­res, geist- und hirn­lo­ses Geschwätz — also genau das „gei­sti­ge Alz­hei­mer“ wel­ches den ver­dut­zen Kar­di­na­len als Weih­nachts­ge­schenk an den Kopf geknallt wur­de — täg­lich dabei herauskommt.…..
        Ist das noch nie­man­dem aufgefallen?

        Ein Satan­s­kreuz stammt nicht von Gott.
        Ver­wir­rung, Cha­os und dum­mes Geschwätz stam­men eben­falls nicht von Gott.

        Es exi­stie­ren sogar älte­re Vide­os, auf denen das Volk der Gläu­bi­gen mit einer Sto­la, die ohne Kuss umge­legt wur­de, mit Satan­s­kreu­zen geseg­net wird. Nach der „Seg­nung“ wur­de die Sto­la eben­falls wie­der ohne Kuss acht­los aus­ge­zo­gen und weg­ge­ge­ben. Hät­te ich ihm anstel­le einer Sto­la viel­leicht einen mei­ner hüb­schen Schals aus­lei­hen sollen?
        Die­ser hät­te sicher­lich den glei­chen „hei­li­gen Zweck“ erfüllt, wie die lieb­los behan­del­te Sto­la, die Chri­stus sym­bo­li­siert und des­halb beim Anle­gen und beim Able­gen stets vom Hir­ten, — der damit in per­so­na Chri­sti han­delt -, geküsst wird bzw. geküsst wer­den muss.

      • Ich hab mir das gera­de mal ange­se­hen — will das ja nicht kate­go­risch ableh­nen, aber ist das nicht Kaffeesatzleserei?
        Vie­le Leu­te (ich viel­leicht manch­mal aus Unacht­sam­keit auch?) machen das Kreuz­zei­chen schlam­pig oder flüch­tig, man­che mit weit aus­ho­len­den Gesten, ande­re ganz pfrie­me­lig und „klein­räu­mig“…

        Ob F., der ja eine wirk­lich wur­sti­ge Art hat, hier wirk­lich voll­be­wusst ein … ande­res … Kreuz­zei­chen machen will? Das kann ich irgend­wie nicht so ganz einsehen…

      • @regina
        Sie haben lei­der recht.
        Es gibt inzwi­schen lei­der genug sehr vie­le Fotos und Video­auf­nah­men wo sata­ni­sche Gruß­sym­bo­le, Frei­mau­rer­ge­sten und Ande­res gezeigt werden.
        Recht häu­fig die Geste mit aus­ge­streck­tem Zei­ge­fin­ger und Klein­fin­ger, bei gebo­ge­nem Mit­tel- und Ring­fin­ger, ein altes Sym­bol für den Teu­fel in Italien;
        das regel­mä­ßi­ge Ver­stecken des Pec­to­ra­le­kreu­zes, beson­ders bei Kon­tak­ten mit Angli­ka­nen und nicht­christ­li­chen Religionen.
        Das Legen eines Fuß­balls auf den Altar paßt auch sehr gut dazu.
        Unvder­geß­lich auch die Wor­te und Gedan­ken die der Mut­ter Got­tes unter dem Kreu­ze ste­hend zuge­spro­chen und zuge­dacht wur­den (in der Pre­digt im Domus Stae Mart­ae am 20.12.2013).

      • @ adri­en antoine

        Dass F. sich aller­hand Unge­heu­er­li­ches lei­stet — stattgegeben!
        Aber des­we­gen darf man nun nicht in jeder noch so unacht­sa­men Bewe­gung ein Sym­bol ver­mu­ten, ohne dass man dies ein­deu­tig, zwei­fels­frei nach­wei­sen könnte.
        Es ist z.B. eine ein­deu­ti­ge Ent­wei­hung eines Altars, wenn man einen Fuß­ball drauf drapiert.
        Es ist auch eine ein­deu­ti­ge Ent­glei­sung, der Mut­ter­got­tes unterm Kreuz zu unter­stel­len, sie habe sich mög­li­cher­wei­se von Gott betro­gen gefühlt.
        Bei F. wirkt das alles aber so, als glau­be er sich das selbst. Er ist so wur­stig, dass er die Unge­heu­er­lich­keit, die dar­in steckt, nicht wahr­nimmt — zumin­dest ist auch das eine Denk­mög­lich­keit. Was auch immer ich von ihm gele­sen habe ist unbe­darft, vul­gär, popu­li­stisch und zeugt von einer nicht sehr aus­dif­fe­ren­zier­ten intel­li­genz und Wahrnehmungsfähigkeit.
        Ein gro­ber Klotz, kann man sagen.

        Es ist daher nicht ein­deu­tig, ob er ein­fach schlampt, eben einer pro­gres­si­ven Sicht in aller Beschränkt­heit folgt, ob er das alles nicht so „tief“ und „pela­gia­nisch“ sieht und vor­dring­lich rein irdi­sche Din­ge vor Augen hat — kurz: es ist nicht katho­lisch, wenn man nun die klein­sten Mus­kel­re­gun­gen als Ver­schwö­rungs­zei­chen ansieht,ohne dies sicher bewei­sen zu können.
        Immer­hin ist uns das Gerüch­testreu­en und Hin­ten­her­um­re­den tat­säch­lich durch den Apo­stel Pau­lus als etwas mah­nend vor Augen gestellt wor­den, das vom Him­mel­reich eben­so aus wie Homo­se­xua­li­tät und Ehe­bruch ausschließt.
        Blei­ben wir also hier doch nüch­tern und red­lich und legen unse­rer Kri­tik an F. das zugrun­de, was dem nüch­ter­nen Ver­stand und ratio­nal ein­seh­bar ist!

      • So sehe ich das auch. Ber­go­glio stellt eben Ber­go­glio dar. Er ist ein Poten­tat. Nur hört kei­ner auf ihn in Wirk­lich­keit. Für die Einen soll er Tür­öff­ner sein, für Ande­re ist er schwer ver­ständ­lich und für die Medi­en einer, des­sen Sprü­che immer eine Komik abgeben.

  3. Inter­es­sant wäre zu wis­sen wie Ber­go­glio dann die evan­ge­li­ka­len Vor­ste­her oder moham­me­da­ni­schen Vor­be­ter aus sei­ner argen­ti­ni­schen Hei­mat, sehr oft katho­li­scher Pro­ve­ni­enz, betrach­tet, die sich in sei­nem Mar­ta-Camp die Klin­ke in die Hand geben und zu denen er ganz beschei­den und demü­tig pri­vatim mit Heli­ko­pter hintourt.
    Ber­go­gli­os Papst­tum ist der abso­lu­te Tief­punkt der katho­li­schen Religion.
    Es stellt sich da über­haupt die Fra­ge ob ver­nüf­ti­ge Leu­te in die­se Reli­gi­on über­haupt ein­tre­ten werden.
    Jeden­falls ist es für eine Ortho­do­xen oder Sou­thern Bap­tist wohl gut ange­ra­ten in der jewei­li­gen Deno­mi­na­ti­on zu ver­blei­ben und die­se ber­go­glio­nia­sche A(uf)bbruchskirche zu mei­den und gehö­ri­gen Sicher­heits­ab­stand zu üben.

    @Marienzweig
    Dies ist kein Detail son­dern die­ser kor­rum­pier­te Pseudo-„Segensgestus“ ver­sinn­bild­licht viel­mehr die gan­ze Pro­ble­ma­tik beson­ders manifest.

    • //Bergoglios Papst­tum ist der abso­lu­te Tief­punkt der katho­li­schen Religion.//

      Das wür­de dann nicht zutref­fen, wenn Jor­ge Ber­go­glio gar nicht katho­lisch wäre.

  4. lie­ber ratkaj,ich fuerch­te auch dass alles in die fal­sche rich­tung geht.jetzt faen­ge ich an alle art von pro­phe­zei­un­gen der end­zeit zu glauben.

    • Ja,daran kann man wirk­lich glauben,aber ich fürch­te das es ganz schlimm wird,wenn Papst Bene­dikt ster­ben sollte.
      Hof­fent­lich noch nicht sobald,aber immer­hin wird er im April 88 Jah­re alt!

      • Zwi­schen Papst Bene­dikt und Papst Fran­zis­kus passt kein Blatt.
        Das wur­de oft genug öffent­lich erklärt von jemand, der es wis­sen muss, weil er erstens eine theo­lo­gi­sche Aus­bil­dung hat und weil er zwei­tens bei­de Per­so­nen seit Jah­ren aus näch­ster Nähe kennt: Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gänswein.

      • @Leo Lämm­lein: ich weiß, dass ich hier (neben Kon­stan­di­nov) einer der weni­gen bin, die das voll­stän­dig bestrei­ten wür­den. Ich wür­de eher sagen zwi­schen Bene­dikt und Tan­go-Fran­ze passt eine gan­ze Papier­fa­brik! Wie ist denn sonst das indi­rekt öffent­li­che Wir­ken von Benedit im Umfeld der Syn­ode vom letz­ten Herbst zu erklä­ren (auf die­ser Sei­te wur­de ja dar­über berich­tet)? Wie die für jeden sicht­ba­ren Unter­schie­der der bei­den z.B. mit dem Umgang der hei­li­gen Eucha­ri­stie (knien­de Mund­kom­mu­ni­on vs. Bana­li­sie­rung), etc. etc.

        EB Gäns­wein müss­te es eigent­lich bes­ser wis­sen — ich ver­mu­te sei­ne Aus­sa­gen die­nen zum bewuss­ten beru­hi­gen der „schwei­gen­den Mehrheit“

      • Obwohl ich auch Bene­dikt XVI. als Moder­ni­sten erken­ne, der sich Häre­si­en zuge­neigt hat, ist er den­noch nicht ein­fach mit F. gleichzusetzen.

        Das dürf­te an sich klar sein. Er ist intel­li­gen­ter, hat mehr Stil und v.a. haben ihn am Ende sei­nes Lebens sicht­lich sei­ne Ver­ir­run­gen so ein­ge­holt, dass er ihnen nicht mehr aus­wei­chen kann. Bei F. ist von der­ar­ti­ger Sen­si­bi­li­tät nichts zu spü­ren. Und von ent­spre­chen­dem Fein­sinn, Bil­dung, Intel­li­genz oder so etwas wie „Stil“ sowie­so nicht.

        Und auch ich gehe davon aus, dass der Tag, an dem er stirbt, eine neue und nega­ti­ve Zäsur set­zen wird — vor­aus­ge­setzt, er stirbt vor F. (was man ja nicht wis­sen kann).

        Ich möch­te aber dar­an fest­hal­ten, dass ich das nicht sen­ti­men­tal mei­ne oder unter Ver­ken­nung der theo­lo­gi­schen Tat­sa­chen über Joseph Ratzinger…

      • Ich habe zwar EB Gäns­wein zitiert. Trotz­dem sehe ich, wie mei­ne Mit­kom­men­ta­to­ren, eine Kluft zwi­schen Papst Bene­dikt und Papst Fran­zis­kus, und will das an einem Bei­spiel zei­gen. Auch wer nicht weiß, von wel­chem der bei­den Päp­ste das nach­fol­gen­de Zitat stammt, wird es sofort rich­tig zuschrei­ben kön­nen, nicht wahr?

        Den­je­ni­gen, der glau­bend und betend an der Eucha­ri­stie teil­nimmt, muss der Augen­blick zuin­nerst erschüt­tern, in dem der Herr her­nie­der­steigt und Brot und Wein umwan­delt, so dass sie nun sein Leib und sein Blut wer­den. Es kann gar nicht anders sein, als dass wir vor die­sem Gesche­hen in die Knie sin­ken und ihn grü­ßen. Die Wand­lung ist der Augen­blick der gro­ßen „actio“ Got­tes in in der Welt für uns. Sie reißt unse­ren Blick und unser Herz hoch. Einen Augen­blick schweigt die Welt, schweigt alles, und in die­sem Schwei­gen ist Berüh­rung mit dem Ewi­gen — tre­ten wir für einen Herz­schlag aus der Zeit her­aus, in Got­tes Mit­sein mit uns hinein.

        Hier ist nicht nur eine Kluft. Hier tut sich ein A b g r u n d zwi­schen den bei­den Päp­sten auf. Des­halb ist es so schmerz­lich, wenn einer wie Georg Gäns­wein uns das Gegen­teil ein­re­den will. Im Vati­kan wal­tet ein fin­ste­res Geheim­nis, damit eine sol­che Täu­schung für not­wen­dig gehal­ten wird.

    • Mir dünkt das­sel­be. Es wirkt momen­tan wie eine Trans­for­ma­ti­on in „angli­can com­mu­ni­on 2.0“ mit allen dazu gehö­ri­gen Abson­derlick­ei­ten und Kuriositäten.

      Erst vor weni­gen Tagen, hat ein Chef­ideo­lo­ge die­ses Papst­tums, Kard. Mara­dia­ga expli­zit angkün­digt, daß es zu irrever­si­blen gesamt­kirch­li­chen Ände­run­gen kom­men wird.

      • Der Ver­gleich mit dem Angli­ka­nis­mus ist sehr zutref­fend. Auch die Angli­ka­ner und ihre abge­fal­le­ne Hier­ar­chie waren noch Jahr­zehn­te nach dem Bruch über­zeugt, sie wären Katholiken.

      • @ Rat­kaj
        Das mit ‚irrever­si­blen Ände­run­gen‘ klingt ja gar­nicht gut ! Dann muss ich extrem weit mit dem Auto wohin fah­ren, um ver­nünf­tig in eine Kir­che gehen zu kön­nen (Alter Ritus), was im Win­ter (gera­de schneit es hier) für mich unmach­bar ist (Pkw mit Heck­an­trieb). Es ist alles wirk­lich traurig.
        Das mit Papst Bene­dikt wäre für mich ein ent­setz­li­cher Ver­lust, aber man­che sagen, er wür­de eines Tages zurückkommen…

      • @ LL

        Dann sagen Sie aber doch das Schlüs­sel­wort selbst — neu­lich frag­ten Sie sich, ob man, wenn man die­se abge­fal­le­ne Schein­kri­che nicht aner­kennt, womög­lich auf­grund der feh­len­den Juris­dik­ti­on ein „Schis­ma­ti­ker“ sei.

        Sie geben selbst die Ant­wort, die ich Ihnen damals gab: Natür­lich sind wir kei­ne schis­ma­ti­ker, denn nicht wir, son­dern die Hier­ar­chie hat sich vom katho­li­schen Glau­ben los­ge­löst, und dies auf der gan­zen Linie und ratio­nal nachweislich!

        Dass das Ihre Bauch­schmer­zen nicht lin­dern kann, ist klar (mei­ne auch nicht!), aber was sol­len wir denn anders machen? Wel­che Optio­nen haben wir sonst?

      • @ zeit­schnur
        Trotz­dem ist mir die Logik, wonach die 2. Vati­ka­ni­sche Kir­che nicht mehr die römisch-katho­li­sche Kir­che sei, so zwin­gend sie auch aus­sieht, zu ein­sei­tig und glatt.
        Wir haben es hier mit einer sehr kom­ple­xen Fra­ge zu tun, der man mit einem ein­zi­gen Syl­lo­gis­mus, der klas­si­schen Sedis­va­kan­ti­sten-Schluss­fol­ge­rung, nicht gerecht wird. Um Fra­gen von hoher Kom­ple­xi­tät rich­tig zu beant­wor­ten, müs­sen sehr vie­le Gesichts­punk­te berück­sich­tigt werden.
        Wäh­rend der aria­ni­schen Kri­se (sol­che Schät­zun­gen sind zu lesen) waren 80% der katho­li­schen Bischö­fe vom Glau­ben abge­fal­len. Trotz­dem exi­stier­te die wah­re katho­li­sche Kir­che wei­ter im Rah­men der insti­tu­tio­nell sicht­ba­ren Kir­che. Übri­gens kam es auch zur Bekeh­rung aria­ni­scher Bischö­fe, spek­ta­ku­lär etwa beim Kon­zil von Chalcedon.
        Um den Zustand der heu­ti­gen Amts­kir­che rich­tig ein­zu­schät­zen, muss man mE beach­ten, dass kein ein­zi­ges katho­li­sches Dog­ma off­zi­ell abge­schafft wur­de; dass das triden­ti­ni­sche Kon­zil aus­drück­lich bestä­tigt wur­de; dass die Irr­tü­mer in den Doku­men­ten des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils kei­nen Unfehl­bar­keits­an­spruch erhe­ben (obgleich die Anhän­ger des „Kon­zils­gei­stes“ es oft so hin­stel­len), um nur eini­ge Punk­te zu nen­nen, die mir gera­de ein­fal­len. Und wenn heu­te im Epi­sko­pat 99 % Moder­ni­sten (statt 80% Aria­ner) wären, wür­de das bedeu­ten, dass die Amts­kir­che nicht mehr die katho­li­sche Kir­che wäre? Es wür­de m.E. nur bedeu­ten, dass sich die Kir­che in der größ­ten Kri­se seit ihrem Bestehen befin­det, mit­ten im pro­phe­zei­ten, gro­ßen Abfall, der aber kom­men m u s s t e. (Jesus zu den Emma­us­jün­gern: „Muss­te nicht der Chri­stus dies erlei­den und in sei­ne Herr­lich­keit ein­ge­hen?“ Lukas 24,26)
        War­um muss­te die Kir­che dies erlei­den? Unter ande­rem des­halb, weil sie ab dem 3./4. Jahr­hun­dert dar­auf ver­zich­te­te, eine Kir­che nur der Hei­li­gen sein zu wol­len. Wer kann einen Pro­zent­satz ange­ben, von wel­chem an eine Kir­che, in deren sicht­ba­rer Kör­per­schaft auch unhei­li­ge, ja ungläu­bi­ge „Gläu­bi­ge“ und Kle­ri­ker sind, nicht mehr die Kir­che ist?
        Ja, der Teu­fel ist los in der Kir­che, aber wir müs­sen dar­aus die rich­ti­gen Schlüs­se für unser Han­deln ziehen.

  5. Daß dem hl. Vater die wesent­li­chen Unter­schie­de in Glau­bens­fa­gen zwi­schen Katho­li­ken und nicht­ka­tho­li­schen Chri­sten nicht bekannt sind, ist kaum vor­stell­bar. Wie kann er dann aber von einer gemein­sa­men Evan­ge­li­ums­ver­kün­di­gung spre­chen, wenn es gar kein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis von dem zu ver­kün­den­den Evan­ge­li­um gibt? Und wie kann er die Fra­ge, wel­ches der ver­schie­de­nen Ver­ständ­nis­se den wahr und wel­ches nicht wahr ist, ein­fach ausklammern!
    Ein Papst, dem der Katho­li­sche Glau­be so unwich­tig ist, daß er ihn für gleich­gül­tig mit allen ande­ren Chri­sten­tums­ver­ständ­nis­sen hält, das ist wahr­lich eine Kata­stro­phe für die Kirche.
    Man möge sich mal vor­stel­len, das über­trü­ge er auf die Leh­re von der Ehe. Dann müß­te er sagen, daß es gleich­gül­tig wäre, ob wir eine Ehe, wenn sie eine sakra­men­ta­le ist, für unauf­lös­lich hal­ten oder nach pro­te­stan­ti­scher Mei­nung als ein welt­lich Ding erach­ten, die jeder­zeit auf­lös­bar sei! Dann müß­te er sagen, daß außer dem Sakra­ment der Tau­fe und der Eucha­ri­stie es gleich­gül­tig sei, ob es die 5 ande­ren Sakra­men­te gibt oder nicht! Und er müß­te gar sagen, daß das Petrus­amt gleich­gül­tig ist.ob es in der Kir­che ist oder nicht, das er selbst inne­hat! Ange­sichts sol­cher Abstru­si­tä­ten fra­ge ich mich manch­mal, ob die­ser Papst wirk­lich je Katho­li­sche Theo­lo­gie stu­diert hat und was er wohl wirk­lich im Jesui­ten­or­den gelehrt bekom­men hat?
    Uwe C. Lay/ Pro Theol Blogspot

  6. Das klingt alles so, als ob ein End­zu­stand erreicht wor­den sei in der Mis­sio­nie­rung, ob es jetzt nur noch dar­um gehe, den sta­tus quo opti­mal zu verwalten.
    Dass die zer­fal­le­nen christ­li­chen Kon­fes­sio­nen ja nicht vom Him­mel gefal­len sind, son­dern Ergeb­nis schar­fer theo­lo­gi­scher Kon­tro­ver­sen, die nicht ein­fach ver­schwin­den, wenn man die Augen vor ihnen ver­schließt, scheint er nicht mehr beach­ten zu wollen.

    Ich fra­ge mich ange­sichts die­ses Ver­hal­tens, ob die Zeit der Hei­den damit tat­säch­lich an ihr Ende gekom­men ist. Denn eines steht fest: Wenn der Papst die Mis­si­on ver­wei­gert, dann fin­det sie auch nie wie­der statt.
    Unter den ande­ren Kon­fes­sio­nen mis­sio­nie­ren an sich ohne­hin nur man­che Pro­te­stan­ten, sind dabei aber auf einem rei­nen „Sozi­al­ni­veau“ ange­kom­men, das den Namen Mis­si­on nicht mehr ver­dient. Auch wenn deren Sozi­al­ar­beit sicher ehren­wert ist — das ist das Ende der geist­li­chen Mis­si­on. Die Ortho­do­xie mis­sio­niert nicht — ein Zei­chen, dass bei ihr etwas nicht im Lot ist, und dies von Anfang an.
    Pro­pa­gan­da und See­len­fang machen nur noch die Cha­ris­ma­ti­ker, von Mis­si­on kann man da auch nicht reden!

    Das heißt für mich tat­säch­lich ein­mal mehr, dass es im Prin­zip zu Ende ist und die Welt ihr Leben aus­haucht. Der Orga­nis­mus der Mensch­heit wird dadurch kollabieren.

    Für uns kann es nur noch dar­um gehen, um die letz­ten See­len zu bit­ten. Nur noch Gebet, nichts wei­ter. Wir sehen, doch dass wir kämp­fen und doch nichts errei­chen. Man rennt wie an Mau­ern, und auch die mei­sten from­men Katho­li­ken ver­tun die Zeit mit Äußer­lich­kei­ten und ver­sper­ren so den Zugang zu Chri­stus ein­mal mehr.

    • Sie brin­gen es auf den Punkt und da ich ihre sonst mes­ser­schar­fen und ziem­lich ratio­na­len Bei­trä­ge kenne,lief es mir kalt den Rücken runter!
      Übri­gens stand kürz­lich im „Focus“ ein Artikel,wonach Wis­sen­schaft­ler warnen,die Erde und Mensch­heit wären am Limit angekommen,brutal gesagt,am Ende!
      Da fiel mir gleich wie­der die A:K.Emmerick ein:
      „wenn die Plät­ze der gefal­le­nen Engel im Him­mel durch Mär­ty­rer oder gläu­bi­ge Men­schen besetzt sind,stirbt die Mensch­heit aus.“
      Und dann stel­le ich mir die­je­ni­gen vor,die über Jahr­hun­der­te geackert und ihre Plä­ne vor­an­ge­trie­ben haben,auf ein sinn­lo­ses Ziel hin,wie die dann vor den Scher­ben stehen,mein Gott,da möch­te ich dann nicht dabei sein,dann wird herr­schen das berühm­te Heu­len und Zähneklappern!

    • Zumin­dest wer­den in den Ost­kir­chen die Apo­sto­li­sche Suk­zes­si­on und die Sakra­men­te erhal­ten bleiben.
      Wäh­rend im Westen die katho­li­sche Reli­gi­on im Begriff ist end­lich sich im amor­phen Gebil­de einer Zivil­re­li­gi­on ohne Dog­men aufzulösen.

      • Ande­rer­seits haben wir bis gera­de eben geglaubt, dass nur in der katho­li­schen Kir­che das vol­le Heil zu fin­den ist.
        Auch die schis­ma­ti­sche und daher schwer sünd­haf­te Ortho­do­xie war noch bei Pius XII. dazu ein­ge­la­den, zurück­zu­keh­ren. dass die katho­li­sche Kir­che dann zur Ortho­do­xie umkeh­ren müss­te, um sich selbst wie­der­zu­fin­den, wie­der­spricht doch der Lehr­tra­di­ti­on aufs Schärf­ste und dürf­te auch schief­ge­hen: wir wür­den so alle eben Schis­ma­ti­ker in ortho­do­xer Couleur.
        Die erhal­te­ne Suk­zes­si­on ist ein Kapi­tel für sich, zumal die Sakra­men­te aus­ge­höhlt und ver­fälscht sind (kei­ne Einsetzugnsworte/Eucharistie; Ehe­sa­kra­ment auf­ge­löst auf­grund der erlaub­ten Wie­der­hei­rat, ande­res Kon­zept des Prie­ster­tums, Ver­nei­nung des Petrusam­tes, v.a. aber eine qua­si-aria­ni­sche Aus­rich­tung auf­grund der ver­wei­ge­rung des Filio­que etc.)

        Ich müss­te mich da noch kun­di­ger machen — aber die katho­li­sche Kir­che hat bei Wie­der­ein­glie­de­run­gen der Ortho­do­xie sehr wohl auf einer Kor­rek­tur fal­scher sakra­men­ta­ler Voll­zü­ge bestan­den, v.a. beim hl. Messopfer.

        Man wäre also ganz falsch bera­ten, wenn man sich die­ser ver­frem­de­tetn apo­sto­li­schen Suk­zes­si­on der Ortho­do­xie, bei der auch noch vie­le, vie­le ande­re Din­ge im Argen lie­gen, nun als „Hil­fe“ anver­trau­en wollte.

        Letzt­end­lich wür­de man damit ja einer kon­zi­lia­ren Posi­ti­on fol­gen, die zuvor so undenk­bar gewe­sen wäre.

      • @ Rat­kaj
        Mei­nen Sie die unier­ten Ost­kir­chen oder die ortho­do­xen Kirchen?
        Das Pro­blem bei den ortho­do­xen Kir­chen ist, dass sie ohne päpst­li­che Juris­dik­ti­on han­deln, wel­che nach katho­li­schem Glau­ben eine Bedin­gung nicht nur für die Erlaubtheit, son­dern zum Teil auch für die Gül­tig­keit der Sakra­men­te ist. Juris­dik­ti­ons­ge­walt gehört wesent­lich zur Apo­sto­li­zi­tät. Wo sie fehlt, man­gelt es an Apo­sto­li­zi­tät, ohne Apo­sto­li­zi­tät aber kei­ne katho­li­sche Kir­che. Jedoch schei­nen auch vor dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil eini­ge Päp­ste im 19. und 20. Jahr­hun­dert den ortho­do­xen Kir­chen juris­dik­tio­nel­le Voll­macht still­schwei­gend ein­ge­räumt zu haben. Grund­sätz­lich aber, nach der katho­li­schen Glau­bens­leh­re, lässt sich aus schis­ma­ti­scher und/oder häre­ti­scher Suk­zes­si­on die apo­sto­li­sche Suk­zes­si­on in der katho­li­schen Kir­che nicht hei­len, wo sie zwei­fel­haft gewor­den ist.
        @ zeitschnur
        Man soll­te Nicht­ka­tho­li­ken — Ortho­do­xe und Pro­te­stan­ten — nur da tadeln, wo es gerecht ist. Sie behaup­ten in Bezug auf die Ortho­do­xen: „zumal die Sakra­men­te aus­ge­höhlt und ver­fälscht sind“ und füh­ren u.a. die Eucha­ri­stie an. Wo um Him­mels wil­len sind denn die Gött­li­chen Lit­ur­gien des hl. Chryso­sto­mus, des hl. Basi­li­us und des hl. Jako­bus, „aus­ge­höhlt“ und „ver­fälscht“? Glei­ches wäre von den ande­ren Sakra­men­ten zu fragen.

      • @ LL

        Ich möch­te mich eigent­lich nicht so gern wider­ho­len, bit­te also um gründ­li­che­re Lek­tü­re des Posts, den Sie kri­tie­ren wol­len…, denn Ihre Fra­gen habe ich ja durch­aus andeu­tungs­wei­se beantwortet:

        Wäh­rend wir uns hier die Köp­fe heiß­re­den über das „pro mul­tis“ wer­den die Ein­set­zungs­wor­te Jesu dort erst gar nicht gesagt, son­dern der Hl. Geist als Wand­ler ange­ru­fen, was auch das gesamt Prie­ster­kon­zept verändert!
        Was zur Ehe zu sagen ist,steht oben.

        Wenn das mal kei­ne Klei­nig­kei­ten sind?

      • Nun, Rom hat doch der Gül­tig­keit der Sakra­en­te bei den Grie­chen nie expli­zit wider­spro­chen. Sonst hät­te man ja etwa vom dor­ti­gen Kle­rus kon­ver­tie­ren­de ja neu wei­hen müs­sen. Das tat man aber nicht.
        Nach Ihrer Ansicht wo kann man dann heu­te über­haupt noch Sakra­men­te emp­fan­gen??? Dem Juris­dik­ti­ons­pri­mat wes­sen Pap­stes soll sich der Osten unter­stel­len? Etwa dem Ber­go­gli­os? (Bit­te das ist kei­ne Schel­te an Sie, geschätz­te Fr. Zeitschnur).

      • Geehr­te zeit­schnur, was Ihre Bewer­tung der eucha­ri­sti­schen Lit­ur­gie der Ost­kir­che und spe­zi­ell die Bedeu­tung der Epik­le­se des Hei­li­gen Gei­stes angeht, sag­ten Sie oben sehr rich­tig: „Ich müss­te mich da noch kun­di­ger machen“.

      • @ J.G. Ratkaj

        Bit­te — die Mei­nung, gespen­de­te Sakta­men­te sei­en skla­visch nur dann gül­tig, wenn sie auch unter der römi­schen Juris­dik­ti­on geschä­hen, habe ich nicht ver­tre­ten, son­dern @ Leo Lämmlein.

        Die­se Mei­nung ist defi­ni­tiv falsch — eben gera­de weil man selbst die „schief hän­gen­den“ Sakra­ments­spen­dun­gen der Ortho­do­xie weit­ge­hend doch als gül­tig aner­kannt hat.

        Allei­ne die­ses Argu­ment zeigt, dass LL nicht recht haben kann. Die Ortho­do­xie spen­det außer­halb der recht­mä­ßi­gen Juris­dik­ti­on seit Jahr­hun­der­ten gül­tig Sakramente! 

        Ich selbst den­ke, dass gül­tig geweih­te Pretser und Bischö­fe in der Lage, dass iwr kei­ne recht­mä­ßi­ge Hier­ar­chie mehr haben, sehr wohl Sakra­men­te spen­den können!

        Dafür spre­chen die von mir bereits schon erwähn­ten Tat­sa­chen, dass Pius XI. Erz­bi­schof Thuc ermäch­tigt hat­te, ohne Rück­spra­che mit dem Papst, Bischö­fe und Prie­ster zu wei­hen, wenn die Not dies erfordert.
        Haben wir nicht die­se Not?
        Und war­um hat Pius XII. aus­drück­lich erlaubt, dass Prie­ster unab­hän­gig vom Bischof fir­men dür­fen, wenn ein Not­fall vor­liegt, sogar ein eige­nes For­mu­lar dafür vorgelegt?
        Liegt die­ser Not­fall heu­te nicht viel­fach vor?

        War­um grei­fen die­se mei­ne sach­li­chen Hin­wei­se ins Lee­re, auch bei @ Leo Lämm­lein, der immer wie­der das­sel­be behaup­tet, obwohl es nach­weis­lich so nicht stimmt?

      • @ LL

        Ihr letz­tes Posting ist unfair, weil Sie nur sug­ge­rie­ren, ich sage etwas Fal­sches, ohne es zu bewei­sen oder wenig­stens zu begründen.

        Ich bit­te also um sach­li­che Argumente!

        Ganz unkun­dig bin ich jedoch nicht — auch wenn ich mich noch kun­di­ger machen woll­te — und möch­te Sie daher auf den Jahr­hun­der­te lang eben doch als gra­vie­rend ange­se­he­nen Unter­schied zwi­schen Ost und West hin­wei­sen. Nach der west­rö­mi­schen Leh­re (für uns die allein wah­re) geschieht die Hl. Wand­lung durch das Nach­spre­chen der Ein­set­zungs­wor­te Jesu durch den Prie­ster, des­sen Rol­le und Iden­ti­tät sich allei­ne von daher ablei­tet: Er han­delt „in per­so­na Chri­sti“, in die­sem Moment leiht er sich voll­stän­dig weg an Chri­stus, um IHn sicht­bar und gegen­wär­tig zu machen.
        Die­se Wür­de des Prie­sters ist atem­be­rau­bend und ent­spricht in ihrer Gna­de der Wür­di­gung, die ande­rer­seits Maria erfah­ren hat, als sie als klei­ner Mensch den gro­ßen Gott emp­fan­gen, umschlie­ßen, näh­ren und gebä­ren und auf­zie­hen durfte.
        All unse­re Ach­tung vor dem Prie­ster rührt daher, dass Chri­stus sich durch einen klei­nen Men­schen „ver­tre­ten“ lässt, wie der alt­ori­en­ta­li­sche Bote tat­säch­lich sei­nen Herrn in per­so­na ver­trat, im Moment des kon­kre­ten Boten­dien­stes selbst der Herr war, abge­lei­tet, nur ver­mit­telt, aber den­noch — die­se gro­ße Gna­de, die Gott hier dem Mann zuer­kennt (wie eben ande­rer­seits und in ande­rer, nicht min­der atem­be­rau­ben­der Hin­sicht der Frau in Maria etc.), drückt über­haupt erst aus, dass Gott uns wirk­lich mit hin­ein­ge­nom­men hat in Sei­ne Gottheit.

        Nicht so in der Orthodoxie!
        Auch wenn sie äußer­lich man­ches ähn­lich ver­tritt, ist es doch inner­lich nicht in die­ser Wei­se zugespitzt.

        Wiki­pe­dia schreibt dazu völ­lig richtig:

        „Hin­sicht­lich der Bewer­tung der Epik­le­se gibt es einen histo­ri­schen, heu­te aber nicht mehr kir­chen­tren­nen­den Unter­schied zwi­schen der römisch-katho­li­schen Kir­che des Westens einer­seits und den ortho­do­xen Kir­chen des Ostens sowie der alt­ka­tho­li­schen Kir­che andererseits.

        Einig sind sich alle Kir­chen katho­li­schen Typs in Ost und West, dass sich nach der Kon­se­kra­ti­on der wah­re Leib und das wah­re Blut Chri­sti auf dem Altar befin­det (Real­prä­senz) und dass die Hei­li­gung der eucha­ri­sti­schen Spei­sen durch das Wir­ken Got­tes erfolgt. Ist die­se Wand­lung aber ver­an­lasst durch das Nach­spre­chen der Her­ren­wor­te in per­so­na Chri­sti („Dies ist mein Leib …“) im eucha­ri­sti­schen Hoch­ge­bet, wie es chri­sto­lo­gisch ori­en­tier­te römisch-katho­li­sche Leh­re ist, oder durch die Her­ab­ru­fung des Hei­li­gen Gei­stes, oder bei­des, oder die gan­ze Eucha­ri­stie, wie es die ortho­do­xe Kir­che in pneu­ma­to­lo­gi­scher Akzen­tu­ie­rung ver­tritt? “ http://de.wikipedia.org/wiki/Epiklese

        Wobei die­ses „heu­te ist das nicht mehr kir­chen­tren­nend“ natür­lich aus einer treu­en tra­di­tio­nel­len katho­li­schen Sicht für uns bedeu­tend: Das IST kirchentrennend!

        War­um es das wirk­lich auch im tie­fen Sinn ist, habe ich ver­sucht, zu erklären.

  7. Neh­men wir eine Bit­te, die Fran­zis­kus immer wie­der äußert, sehr ernst: die Bit­te um das Gebet für ihn! Er braucht es in vie­ler Hin­sicht! Es geht u.a. dar­um, dass er klar und ein­deu­tig die Bot­schaft des Glau­bens wei­ter­gibt! Und dann gibt es da noch etwas, das Anlass zur Sor­ge gibt und uns zu mehr Gebet für ihn ver­an­las­sen soll­te: Auch mir ist auf­ge­fal­len — wie schon vie­len Gläu­bi­gen -, dass Fran­zis­kus den Segen oft schein­bar lust­los und kraft­los erteilt, ohne erkenn­ba­re gro­ße inne­re Betei­li­gung. Das­sel­be gilt für vie­le sei­ner öffent­lich gespro­che­nen Gebe­te! Hin­ge­gen sind vie­le Aus­sa­gen von ihm, oft auch das „Buon gior­no“, sehr kräf­tig und betont gesprochen.

  8. @zeitschnur: „Kaf­fee­satz­le­sen“,- es war lei­der kei­ne „Antworten“-Spalte mehr unter Ihrem Schrei­ben mög­lich, des­halb schrei­be ich jetzt hier:
    Was ganz deut­lich — auch im Sin­ne einer Vor­bild­funk­ti­on des ober­sten Hir­ten der Katho­li­ken — als ein­deu­tig und bewusst gemach­tes Kreuz­zei­chen auf dem Video gezeigt wird, kann man ‑wie Sie rich­tig schrei­ben — nicht ein­fach kate­go­risch ableh­nen. Genau des­halb habe ich ja auch dar­auf hin­ge­wie­sen. Des­halb ist es auch nicht „Kaf­fee­satz­le­se­rei“, son­dern die für jeden ein­fach nach­prüf­ba­re Wahr­heit. Wäre es Kaf­fee­satz­le­se­rei, wäre das eine Art Zau­be­rei, Magie oder ein­fach Wahr­sa­ge­rei und das geht nicht, weil das in den Bereich des okkul­ten — der Eso­te­rik geht. Eso­te­rik und damit ein­her­ge­hen­de Magien-Zau­be­rei­en-Kaf­fee­satz­le­sen- Kar­ten­le­gen usw. sind Sün­den wider Gott, weil frem­de „Göt­ter und Göt­zen“ bei sol­chem Tun ange­ru­fen wer­den. Das Pro­blem ist und bleibt: wir kön­nen nicht „ein biss­chen katho­lisch“ sein — ent­we­der wir sind katho­lisch oder wir sind es nicht. Jesus sag­te dazu ein­mal: „Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns“. Das klingt viel­leicht hart — ist es aber nicht, son­dern es zeigt nur ganz klar auf, wofür Jesus steht: Er steht immer für die Gött­li­che Wahr­heit, für Klar­heit, für Gerad­li­nig­keit. Mehr­deu­tig­kei­ten oder Heim­lich­kei­ten haben bei Ihm kei­nen Platz. Sie sind dem Herrn ein Gräu­el. Des­halb ist auch die Aus­sa­ge von Papst Bene­dikt nach wie vor aktu­ell und rich­tig, obwohl vie­le evan­ge­li­sche Gläu­bi­ge „belei­digt“ waren: Ausser­halb der katho­li­schen Kir­che gibt es kein Heil, wes­halb die evan­ge­li­sche Kir­che auch kei­ne Kir­che ist — klingt hart — ist aber die Wahr­heit. Die Wahr­heit kann auch oft unan­ge­nehm oder gar ziem­lich bit­ter sein. Genau des­halb wur­de und wird sie zu allen Zei­ten immer mas­siv ver­folgt, bekämpft, gehasst,verprügelt, über­tönt, tot­ge­schwie­gen, unter­drückt usw. Eine Lüge kann man igno­rie­ren, weil sie sich irgend­wann selbst ent­lar­ven wird — nicht so die Wahr­heit. Die Gött­li­che Wahr­heit lässt sich nicht und von nie­man­dem dau­er­haft unter­drücken — sie kommt immer wie­der ans Licht — egal wie oft sie tot­ge­sagt wur­de. Des­halb geht auch ein „schlam­pi­ges“, hasti­ges, mini­mier­tes oder „ver­se­hent­li­ches Satan­s­kreuz“ gar nicht. Ent­we­der ich bin katho­lisch oder ich bin es nicht. Das uner­mess­lich gro­ße Lei­den und Kreu­zes­op­fer unse­res Herrn und Got­tes Jesus Chri­stus ist viel zu wert­voll, um damit hastig umzu­ge­hen, um damit zu „spie­len.“ Noch nie muss­ten die Scha­fe erst ein­mal abwar­ten, ob ihr ober­ster Hir­te der Rich­ti­ge ist.…
    Wel­ches Vor­bild gibt der ober­ste Hir­te all sei­nen Hir­ten und ganz beson­ders all sei­nen Scha­fen, mit einem bewusst fal­schen Kreuz­zei­chen? Gar kei­nes — er setzt sein häre­ti­sches Ver­hal­ten auf gan­zer LInie kon­se­quent wei­ter in die Tat um. Der Schlaf der Sicher­heit der toten Chri­sten­heit kommt einer tie­fen Nar­ko­se gleich. In einem NGL heißt es:„Es ist Zeit auf­zu­ste­hen vom Schlaf, kommt erhebt euch aus eurem Grab. Ver­kün­det Jesus Chri­stus, den Herrn und leben­di­gen Gott“.

    • Mit „Kaf­fee­satz­le­se­rei“ mein­te ich meta­pho­risch und etwas salopp eine Über­in­ter­pre­ta­ti­on wahr­schein­lich bloß unacht­sam gesetz­ter Zeichen.

      Den­ken Sie nicht gewis­ser­ma­ßen über die Per­so­nen hin­weg, über die wir reden, und argu­men­tie­ren rein prin­zi­pi­ell? (Was legi­tim, aber nicht immer hilf­reich oder ange­mes­sen ist, wenn es um Men­schen geht…)

      F. ist ein wenig stil­vol­ler Mann, eigent­lich wirkt er sogar fle­gel­haft. Er schlappt im Altar­raum her­um, sei­ne gesam­te Hal­tung ist — wie man­che hier fest­stel­len — lust­los, unin­spi­riert, grob und von einem gewis­sen Über­druss gezeich­net. Woher das kommt, ver­mag ich aller­dings nicht zu sagen. Ich weiß zu wenig über ihn.
      Es ist — und dar­auf woll­te ich mah­nend ver­wei­sen — mög­lich, dass all die angeb­li­chen okkul­ten Zei­chen, die er setzt, ein­fa­che Schlam­pe­rei und Unacht­sam­keit sind, wie so vie­les bei ihm.

      Man kann nicht aus prin­zi­pi­el­len Grün­den Gesten als angeb­lich ein­deu­ti­ge Ver­schwö­rungs­zei­chen deu­ten, wenn man nicht die Per­son und ihr son­sti­ges Ver­hal­ten dazu in Rech­nung stellt.

      Ich will Ihnen noch ein Bei­spiel geben für die­se Unart:

      In Lam­pe­du­sa benutz­te F. eine Feru­la mit einem Kreuz, das aus Boots­bruch­holz gemacht wor­den war, blau und weiß ange­stri­chen wur­de und etwas geschwun­ge­ne For­men hatte.
      Für mich war es eigent­lich klar, dass das wie­der mal sei­nem Sozi­al­tick ent­springt und sei­ner Stil­lo­sig­keit und Unfä­hig­keit, Hei­li­ges und Pro­fa­nes zu unterscheiden.
      Die Ver­schwö­rungs­frak­ti­on sah dar­in aber irgend­ein okkul­tes Kreuz, von dem ich nichts Genau­es weiß, das aber weiß und blau sein soll, es wur­de in die auf­ge­mal­ten Fisch­sym­bo­le was rein­in­ter­pre­tiert, auch in die geschwun­ge­nen For­men, die doch ein­fach aus dem Bruch­holz resul­tier­ten etc. etc. Man kann natür­lich die­ses Kreuz ein­fach als Aus­druck dafür sehen, dass das Unglück und der Tod auf dem Meer auch im Kreuz Jesu getra­gen ist — daher die Far­ben für das Meer und den Tod. Auch das könn­te man sich so erklären…

      F. sagt soviel Fal­sches und Schlim­mes, dass kein nüch­ter­ner Mensch, der ein biss­chen dif­fe­ren­ziert denkt und sich aus­kennt, das nicht sieht.

      Aber die Ver­schwö­rungs­frak­ti­on ist selbst so grob­schläch­tig, dass sie sei­ne Wor­te nicht dif­fe­ren­ziert zu kri­ti­sie­ren weiß. Statt­des­sen wird in jede sei­ner klein­sten Regun­gen etwas Fin­ste­res hin­ein­in­ter­pre­tiert — ohne kla­ren Beweis.

      Und das, ver­ehr­te @ Regi­na, soll­te eigent­lich nicht sein. Das ist uns nicht erlaubt. Denn mal ehr­lich: weder Sie noch ich noch sonst einer weiß das doch wirk­lich genau, es sind rei­ne Gerüch­te und Spekulationen!
      Es ist jedoch eine schwe­re Sün­de, sol­che Gerüch­te zu ver­brei­ten, solan­ge sie Gerüch­te sind und bleiben.

      Ver­ste­hen Sie mich rich­tig: ich sehe F. ultra­kri­tisch — aber wegen sei­ner kon­kre­ten Aus­sa­gen! Und die sind Legi­on, so sehr, man kommt kaum hinterher…

    • Es fragt sich doch: Jemand, der nicht redet wie ein Katho­lik und der nicht han­delt wie ein Katho­lik, kann der denn ein Katho­lik sein?
      Viel­leicht den­ke ich ja zu ein­fäl­tig. Aber die­ser ein­fa­che Induk­ti­ons­schluss: Einer der unka­tho­lisch redet und der unka­tho­lisch han­delt, ist kein Katho­lik, wür­de vie­le Wider­sprüch­lich­kei­ten an dem jet­zi­gen Pon­ti­fex erklären.

      • Das war eben gera­de nicht das Thema!

        Sie müss­ten inzwi­schen ja mit­be­kom­men haben, dass ich ihn, weil er kein Katho­lik ist, auch nicht Ppst sein kann.

        Bloß — ist man auch noch ein Katho­lik, wenn man in eine russ­land­deut­sche pro­te­stan­ti­sche Frei­kir­che in die Got­tes­dien­ste geht anstatt in die Hl. Messe?

      • @ zeit­schnur
        Ich kom­men­tier­te Regi­na, nicht Sie. Macht aber nichts. Um nun auf Ihre Fra­ge zu ant­wor­ten: es kommt dar­auf an. Wenn ein Katho­lik dort hin­geht, um am Got­tes­dienst teil­zu­neh­men, begeht er nach dem alten Codex Iuris Cano­ni­ci eine Tod­sün­de und setzt sich dem Häre­sie­ver­dacht aus. Tut er das wei­ter­hin, muss man ihn nach einem hal­ben Jahr für einen Häre­ti­ker hal­ten und ist er ein sol­cher dann wohl auch. Nach den zweit­va­ti­ka­ni­schen Neue­run­gen ist Teil­nah­me an nicht­ka­tho­li­schen Gebe­ten nicht tod­sünd­lich, son­dern eine Form öku­me­ni­scher Geschwi­ster­lich­keit, die allen Gläu­bi­gen emp­foh­len bzw. zur Pflicht gemacht wird. Frei­lich ersetzt auch nach den neu­en Regeln der evan­ge­li­sche Got­tes­dienst nicht die Sonn­tags­mes­se und ist Teil­nah­me am Abend­mahl unter­sagt. Wenn nun ein Katho­lik infol­ge erlit­te­nen Fran­zis­kus-Trau­mas (griech. trau­ma = Wun­de, Leck, Scha­den, Ver­lust, Nie­der­la­ge) an der Katho­li­zi­tät der sich römisch-katho­li­sche Kir­che nen­nen­den Insti­tu­ti­on irre wird und in ver­schie­de­nen ande­ren Gemein­den christ­li­chen Namens nach der Kir­che Jesu Chri­sti her­um­sucht, so bedeu­tet das nicht, dass der Gute Hir­te ihn aus den Augen ver­lo­ren hat und viel­leicht nicht ein­mal, dass der­je­ni­ge den Guten Hir­ten aus den Augen ver­lo­ren hat­te. (Ubi Chri­stus, ibi eccle­sia.) So uner­laubt und bereu­ens­wert Umwe­ge, Abwe­ge, Irr­we­ge auch sind, so lehr­reich kön­nen sie gewe­sen sein, wenn man von der gött­li­chen Gna­de dann doch wie­der ein­ge­holt wird. Ich wür­de es nie­mand emp­feh­len, aber wenn man es durch­ge­stan­den hat, ist es wie eine Schutzimpfung.

      • @ LL

        Jaja, das ver­ste­he ich ja alles und will mich kei­nes­wegs zum Rich­ter auf­spie­len — ich woll­te nur dar­auf hin­len­ken, dass wir viel­leicht, weil wir doch selbst so oft aus Ver­zweif­lung, Kurz­sich­tig­keit, man­geln­der Erleuch­tung, indi­vi­du­ell beding­ter Blind­heit Din­ge tun, die nicht in Ord­nung sind, den­noch vom Guten Hir­ten nicht aus den Augen ver­lo­ren wer­den, weil er uns unend­lich liebt.
        Und die­se Irrun­gen lie­gen bei den mei­sten Leu­ten nicht da, wo sie bei Ihnen oder viel­leicht auch mir lie­gen, son­dern in wesent­lich sinn­li­che­ren Din­gen — Geduld also, Geduld, ein­fach des­we­gen, weil ER doch um alles weiß, auch um unse­re Ver­zweif­lung, unse­re Schwä­che und Bit­ter­keit, und weil Sei­ne Güte grö­ßer ist als unse­re Blindheit.

  9. Ach was, Sie ver­lan­gen Sach­ar­gu­men­te und erken­nen sie nicht an. Das stärk­ste und unan­fecht­ba­re Sach­ar­gu­ment ist die abso­lu­te Recht­gläu­big­keit der byzan­ti­ni­schen eucha­ri­sti­schen Lit­ur­gien. Grei­fen Sie ein­fach ein Hand­buch der Liturgiegeschichte.

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