Der Schlüssel zum Verständnis der Glaubenskrise – Fatima und die Pflicht der Hirten (3. Teil)

o-l-fatima-bust2-e1305212573542von MMag. Wolf­ram Schrems

„Weh euch Geset­zes­leh­rern! Ihr habt den Schlüs­sel der Erkennt­nis weg­ge­nom­men. Ihr selbst seid nicht hin­ein­ge­gan­gen, und die, die hin­ein­ge­hen woll­ten, habt ihr dar­an gehin­dert“ (Lk 11, 52).

Im Anschluß an mei­ne Bei­trä­ge vom 21. und vom 26. März hier der drit­te und letz­te Teil.

Bevor wir uns dem eigent­li­chen The­ma zuwen­den, drei Vor­be­mer­kun­gen:

  1. Ich dan­ke allen Kom­men­ta­to­ren, die Lob oder Kri­tik geäu­ßert haben. Viel­leicht ist es nicht über­flüs­sig zu sagen, daß es im gege­be­nen Rah­men nicht mög­lich ist, viel mehr Details im Zusam­men­hang mit Fati­ma wie­der­zu­ge­ben. Ich beschrän­ke mich auf eine rigo­ro­se Aus­wahl von Punk­ten, die für mei­ne Aus­sa­ge­ab­sicht rele­vant sind, näm­lich daß die Unter­drückung von Fati­ma durch die kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten die der­zei­ti­ge Glau­bens­kri­se nach sich gezo­gen hat.
  2. Ich möch­te auch ein gele­gent­lich auf­tre­ten­des Miß­ver­ständ­nis aufklären:Ich spre­che in die­ser Arti­kel­se­rie für kei­ne Grup­pe. Ich bin weder – über die Kon­sul­ta­ti­on der betref­fen­den Publi­ka­tio­nen hin­aus – mit der Pius­bru­der­schaft in regel­mä­ßi­gem Kon­takt noch mit dem Apo­sto­lat von Hoch­wür­den Nicho­las Gru­ner (The Fati­ma Cen­ter) noch mit sonst irgend­ei­ner Ver­ei­ni­gung. Ich appel­lie­re daher an den geschätz­ten Leser, aus­schließ­lich die von mir dar­ge­stell­ten Fak­ten und bei­gebrach­ten Argu­men­te zu wür­di­gen – und kei­ne Spe­ku­la­tio­nen zu betrei­ben, wes­sen Agent ich wohl sein könnte.Im ver­gan­ge­nen Jahr hielt mich anläß­lich eines Podi­ums­ge­sprächs, bei dem ich eine für ein bestimm­tes „kon­ser­va­ti­ves“ Seg­ment kon­tro­ver­se Stel­lung­nah­me abge­ge­ben hat­te, ein erbo­ster Pfar­rer sogar für einen Agen­ten der öster­rei­chi­schen Bischofskonferenz.So leicht kann man sich täuschen.Ich spre­che hier nur als jemand, der vor knapp drei Jah­ren durch einen Zufall in Form eines Buches ((Mark Fel­lows, Fati­ma in Twi­light, dan­ke noch ein­mal sehr herz­lich an den Aus­lei­hen­den!)) ange­regt wor­den ist, sich inten­si­ver mit Fati­ma zu beschäf­ti­gen und im Sin­ne der Ansprü­che von Glau­ben und Ver­nunft die Ergeb­nis­se mei­ner Über­le­gun­gen einem brei­te­ren Publi­kum bekannt zu machen. Dabei neh­me ich nicht in Anspruch, ein „Fati­ma-Exper­te“ im tech­ni­schen Sinn des Wor­tes zu sein.
  3. Schließ­lich muß ich bezüg­lich der Aus­wahl mei­ner Gewährs­leu­te und Quel­len vor­aus­schicken, daß es zur Logik der Offen­ba­rung Got­tes gehört, daß die­je­ni­gen, die ihr fol­gen, ten­den­zi­ell zu Ver­fem­ten, Ver­leum­de­ten, out­casts und under­dogs wer­den. Das beginnt bei den alt­te­sta­men­ta­ri­schen Pro­phe­ten, reicht über die Apo­stel und geht zu vie­len ande­ren Gläu­bi­gen, beson­ders in kri­ti­schen Zei­ten wie der uns­ri­gen.

Die­ses Phä­no­men gibt es zuneh­mend inner­halb der Kir­che:

Es gilt beson­ders für die Trä­ger spe­zi­el­ler Offen­ba­run­gen und War­nun­gen in unse­rer Zeit. Den­ken wir nur dar­an, wie die kirch­li­che Hier­ar­chie mit Sr. Lucia oder Pater Pio ver­fah­ren ist. Alle Prie­ster­ge­lehr­ten, die im Zuge ihrer Arbeit zu „posi­tiv“ zu Fati­ma gestan­den sind, beka­men Pro­ble­me: Der mexi­ka­ni­sche Prie­ster Augu­stin Fuen­tes, Vize-Postu­la­tor für den Selig­spre­chungs­pro­zeß von Jacin­ta und Fran­cis­co Mar­to, wur­de nach dem Inter­view mit Sr. Lucia vom 26. Dezem­ber 1957 (ihr letz­tes „öffent­li­ches Inter­view“, wie ich lese) vom Ordi­na­ri­at von Coim­bra ver­leum­det und sei­nes Postens ent­ho­ben. P. Joa­qin Maria Alon­so CMF, der kir­chen­of­fi­zi­el­le Histo­ri­ker für Fati­ma, durf­te sei­ne vier­und­zwan­zig­bän­di­ge Stu­die über Fati­ma nicht ver­öf­fent­li­chen und erhielt nach sei­nem Tod 1981 kei­nen Nach­fol­ger. Der Jesu­it Luis Gon­za­ga da Fon­se­ca, gestor­ben 1963, wur­de mit sei­ner Stu­die Nos­sa Sen­ho­ra de Fati­ma (drit­te Auf­la­ge, Hei­lig­tum von Fati­ma, 1978) nicht von der Hier­ar­chie der Kir­che rezi­piert, statt­des­sen berief sich die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on für ihre Erklä­rung vom Jahr 2000 auf einen Fati­ma gegen­über nega­tiv ein­ge­stell­ten und theo­lo­gisch moder­ni­sti­schen Jesui­ten namens P. Edouard Dha­nis – der sich übri­gens gewei­gert hat­te, mit Sr. Lucia über­haupt nur zu spre­chen.

Ange­sichts die­ser Fak­ten erscheint es gleich­sam als Qua­li­täts­kri­te­ri­um, daß Father Nicho­las Gru­ner als Spin­ner, Sek­tie­rer oder Sedis­va­kan­tist gebrand­markt wird. Sein Apo­sto­lat (auf www.fatima.org) macht aber nicht den Ein­druck, daß hier ein Ver­rück­ter oder Häre­ti­ker spricht.

Daß ein Prie­ster eines west­li­chen Lan­des heu­te in Kon­flikt mit der Hier­ar­chie gerät, was hier offen­sicht­lich der Fall ist, spricht erfah­rungs­ge­mäß noch nicht a prio­ri gegen des­sen Recht­gläu­big­keit oder Zurech­nungs­fä­hig­keit, eher im Gegen­teil.

Im übri­gen bezie­he ich mich auch auf das bri­san­te Buch des bekann­ten ita­lie­ni­schen Jour­na­li­sten Anto­nio Soc­ci, Il quar­to segre­to di Fati­ma (2006), des­sen eng­li­sche Über­set­zung ich kon­sul­tiert habe (The Fourth Secret of Fati­ma, Lore­to Publi­ca­ti­ons 2009). Die­ser wie­der­um greift neben eige­ner Recher­che auf Vit­to­rio Mess­o­ri und Soli­deo Pao­li­ni zurück. Sehr aus­sa­ge­kräf­tig ist auch der ent­spre­chen­de Film The Secret Still Silen­ced.

Am mei­sten bezie­he ich mich aber auf die kirch­li­che und welt­li­che Rea­li­tät, die von der gras­sie­ren­den Apost­asie deut­lich Zeug­nis gibt. Jeder kann das sehen.

Damit zum The­ma:

Zum Problem des „Dritten Geheimnisses“

Etwa sie­ben­und­zwan­zig Jah­re nach der Erschei­nung vom 13.07.1917 schrieb Sr. Lucia den drit­ten Teil des Fati­ma-Geheim­nis­ses (das ein unteil­ba­res Gan­zes ist) auf, näm­lich Anfang Jän­ner 1944. Auf­grund des schreck­li­chen Inhal­tes erleb­te sie, trotz eines bischöf­li­chen Befehls zur Nie­der­schrift, eine mona­te­lan­ge inne­re Blocka­de, den Text zu Papier zu brin­gen. Erst eine Inter­ven­ti­on der Mut­ter­got­tes ermög­lich­te die Nie­der­schrift der betref­fen­den etwa zwan­zig Zei­len.

Schon zuvor, näm­lich in ihrer 3. Lebens­er­in­ne­rung vom 31. August 1941, hat­te sie fol­gen­des geschrie­ben:

„J.M.J.

Der drit­te Teil des Geheim­nis­ses, das am 13. Juli 1917 in der Cova da Iria, Fati­ma, offen­bart wur­de.

Ich schrei­be aus Gehor­sam gegen­über Euch, mei­nem Gott, der es mir auf­trägt, durch sei­ne Exzel­lenz, den Hoch­wür­dig­sten Herrn Bischof von Lei­ria, und durch Eure und mei­ne aller­hei­lig­ste Mut­ter.

Nach den zwei Tei­len, die ich schon dar­ge­stellt habe, haben wir links von Unse­rer Lie­ben Frau etwas ober­halb einen Engel gese­hen, der ein Feu­er­schwert in der lin­ken Hand hielt; es sprüh­te Fun­ken, und Flam­men gin­gen von ihm aus, als soll­ten sie die Welt anzün­den; doch die Flam­men ver­lösch­ten, als sie mit dem Glanz in Berüh­rung kamen, den Unse­re Lie­be Frau von ihrer rech­ten Hand auf ihn aus­ström­te: den Engel, der mit der rech­ten Hand auf die Erde zeig­te und mit lau­ter Stim­me rief: Buße, Buße, Buße! Und wir sahen in einem unge­heu­ren Licht, das Gott ist: „etwas, das aus­sieht wie Per­so­nen in einem Spie­gel, wenn sie davor vor­über­ge­hen“ einen in Weiß geklei­de­ten Bischof „wir hat­ten die Ahnung, daß es der Hei­li­ge Vater war“. Ver­schie­de­ne ande­re Bischö­fe, Prie­ster, Ordens­män­ner und Ordens­frau­en einen stei­len Berg hin­auf­stei­gen, auf des­sen Gip­fel sich ein gro­ßes Kreuz befand aus rohen Stäm­men wie aus Kork­ei­che mit Rin­de. Bevor er dort ankam, ging der Hei­li­ge Vater durch eine gro­ße Stadt, die halb zer­stört war und halb zit­ternd mit wan­ken­dem Schritt, von Schmerz und Sor­ge gedrückt, bete­te er für die See­len der Lei­chen, denen er auf sei­nem Weg begeg­ne­te. Am Berg ange­kom­men, knie­te er zu Füßen des gro­ßen Kreu­zes nie­der. Da wur­de er von einer Grup­pe von Sol­da­ten getö­tet, die mit Feu­er­waf­fen und Pfei­len auf ihn schos­sen. Genau­so star­ben nach und nach die Bischö­fe, Prie­ster, Ordens­leu­te und ver­schie­de­ne welt­li­che Per­so­nen, Män­ner und Frau­en unter­schied­li­cher Klas­sen und Posi­tio­nen. Unter den bei­den Armen des Kreu­zes waren zwei Engel, ein jeder hat­te eine Gieß­kan­ne aus Kri­stall in der Hand. Dar­in sam­mel­ten sie das Blut der Mär­ty­rer auf und tränk­ten damit die See­len, die sich Gott näher­ten.

Tuy‑3–1‑1944“. (Zitiert nach der offi­zi­el­len vati­ka­ni­schen Publi­ka­ti­on)

Es ist bemer­kens­wert, daß die­se römi­sche Erklä­rung die 3., aber nicht die 4. Lebens­er­in­ne­rung von Sr. Lucia her­an­zieht, anstatt des­sen aber erklärt:

„Im Hin­blick auf die Beschrei­bung der bei­den ersten Tei­le des ‚Geheim­nis­ses‘, das übri­gens schon ver­öf­fent­licht und daher bekannt ist, wur­de der Text gewählt, den Schwe­ster Lucia in der drit­ten Erin­ne­rung am 31. August 1941 nie­der­ge­schrie­ben hat; in der vier­ten Erin­ne­rung vom 8. Dezem­ber 1941 wer­den dann eini­ge Bemer­kun­gen ange­fügt.

Der drit­te Teil des ‚Geheim­nis­ses‘ wur­de ‚auf Anwei­sung Sei­ner Exzel­lenz, des Hoch­wür­dig­sten Herrn Bischofs von Lei­ria, und der Aller­hei­lig­sten Mut­ter …‘ am 3. Janu­ar 1944 nie­der­ge­schrie­ben“ (ebd.).

In der 4. Lebens­er­in­ne­rung steht auch der schwer­wie­gen­de Satz: „In Por­tu­gal wird das Dog­ma des Glau­bens immer bewahrt wer­den etc.“

War­um hat sich die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on kei­ne Deu­tung die­ses Sat­zes gebo­ten? Was hat es mit dem „etc.“ auf sich?

Die auffällige Lücke

Auf Fatima.org liest man ((eige­ne Über­set­zung)):

In ihrer 4. Lebens­er­in­ne­rung (vom 8. Dezem­ber 1941) schrieb Sr. Lucia die ersten zwei Tei­le des Fati­ma-Geheim­nis­ses Wort für Wort auf – ein­schließ­lich des­sen, was als Kon­klu­si­on des gesam­ten Geheim­nis­ses erscheint:

„Am Ende wird mein Unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren. Der hl. Vater wird mir Ruß­land wei­hen und es wird sich bekeh­ren, und eine Peri­ode des Frie­dens wird der Welt geschenkt wer­den.“

Dann füg­te Sr. Lucia sofort den fol­gen­den Text ihrer 4. Lebens­er­in­ne­rung an:

„In Por­tu­gal wird das Dog­ma des Glau­bens immer bewahrt wer­den etc.“

Was kann man dar­aus ablei­ten? Daß das Dog­ma des Glau­bens anders­wo ver­schwin­den wird (vgl. Lk 18, 8)? Hat das even­tu­ell mit der Hier­ar­chie und den Gott­ge­weih­ten zu tun (vgl. Lk 12,45ff)? Steht hier even­tu­ell eine War­nung an die Hier­ar­chie (vgl. Jes 56, 10ff) – oder Schlim­me­res?

Ohne hier jetzt die gesam­te Dis­kus­si­on nach­zeich­nen zu kön­nen –  hier ist etwas faul. Es ist offen­kun­dig, daß uns hier etwas vor­ent­hal­ten wird.

Sagen wir es offen: Wir ken­nen das Drit­te Geheim­nis nicht.

Und die bei­den ersten Tei­le ken­nen Katho­li­ken und Nicht-Katho­li­ken auch meist nur zufäl­lig und in den wenig­sten Fäl­len durch offi­zi­el­le kirch­li­che Kanä­le.

Die Botschaft von Fatima und das Schweigen der Hirten

Anhand der wei­te­ren Wei­chen­stel­lun­gen der kirch­li­chen Lehr­ver­kün­di­gung nach dem Tod von Papst Pius XII. kön­nen wir die Reak­ti­on der Kir­che auf die drei Tei­le der Fati­ma-Bot­schaft so zusam­men­fas­sen:

  1. Ent­ge­gen der Aus­sa­ge­ab­sicht der Höl­len­vi­si­on ist die Leh­re von der Höl­le aus der Lehr­ver­kün­di­gung und der aka­de­mi­schen Theo­lo­gie ver­schwun­den, Papst Johan­nes Paul II. zeig­te sogar eine star­ke Ten­denz zur Aller­lö­sungs­leh­re. Die Andacht zum Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens, „um die See­len zu ret­ten“, wur­de nicht ver­brei­tet. Das Fest des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens (am 22. August) ist in der „refor­mier­ten“ Lit­ur­gie nach 1970 sogar zum optio­na­len Gedenk­tag (g) hin­un­ter­ge­stuft wor­den (!).
  2. Die Wei­he Ruß­lands wur­de nicht durch­ge­führt. Die Süh­ne­sams­ta­ge wur­den nicht bekannt­ge­macht – geschwei­ge denn for­ciert.
  3. Das „Drit­te Geheim­nis“ wur­de 1960 nicht ver­öf­fent­licht und danach auch nicht, die Erklä­rung der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on vom 26. Juni 2000 ist unglaub­wür­dig. Sie ver­setzt die Bedeu­tung der zitier­ten Visi­on in die Ver­gan­gen­heit (Atten­tat auf Johan­nes Paul II.) und beraubt sie so jeder Wir­kung.

Wenn das Atten­tat von 1981 in der Visi­on gemeint wäre, war­um ist man dann nicht zeit­na­he damit an die Öffent­lich­keit gegan­gen?

Daß in der Erklä­rung von 2000 etwas fehlt, geht auch dar­aus her­vor, daß die Seher­kin­der zu der Schau­ung (Visi­on) immer erklä­ren­de Wor­te (Audi­tion) der Mut­ter­got­tes erhiel­ten, außer Fran­cis­co, der kei­ne Audi­tion erhielt (des­we­gen auch die berich­te­te Anwei­sung, ihm die Bot­schaft ver­bal mit­zu­tei­len).

Anstatt der Warnung von oben: der „Aufbruch“ in die „Moderne“

Anstatt der War­nun­gen der Mut­ter­got­tes leg­te die Hier­ar­chie die zwei­deu­ti­gen, sur­rea­len, anti­no­mi­schen und desa­strö­sen Tex­te des II. Vati­can­ums vor, ein­schließ­lich des gehäs­si­gen Kom­men­tars durch Rah­ner und Vor­grim­ler, sie gab uns eine neue Mes­se, die die Kir­chen leer­te und die den ver­blie­be­nen Kir­chen­be­su­chern zum Ärger­nis wur­de, und – im deut­schen Sprach­raum – die ten­den­ziö­se „Ein­heits­über­set­zung“ der hl. Schrift, die Zwei­fel an der Zuver­läs­sig­keit der Evan­ge­li­en för­der­te. Man woll­te nicht mehr obsku­ran­ti­stisch sein, son­dern „nach zwei Jahr­hun­der­ten Ver­zö­ge­rung“ end­lich in der wun­der­vol­len „Moder­ne“ ankom­men.

Dabei wur­de die Volks­fröm­mig­keit weit­ge­hend aus­ge­rot­tet, aber auch nicht durch eine sinn­vol­le, intel­lek­tu­ell anspruchs­vol­le aka­de­mi­sche Theo­lo­gie ersetzt. Es ist wie immer: Die ratio ver­schwin­det mit der fides ver­schwun­den, die sci­en­tia mit der pie­tas.

Das offi­zi­el­le Welt-Apo­sto­lat von Fati­ma (WAF), das am 7. Okto­ber 2005 (!) kirch­lich aner­kannt wur­de (Dring­lich­keit gibt es ja kei­ne), spielt im deut­schen Sprach­raum ((https://www.fatima-weltapostolat.de/)) (( https://fatima.ch/)) so gut wie kei­ne Rol­le, der Rosen­kranz­süh­ne­kreuz­zug, der vom Ehr­wür­di­gen Die­ner Got­tes P. Petrus Pav­licek OFM im Geist von Fati­ma 1947 in Wien gegrün­det wor­den ist, ist nach ver­dienst­vol­lem und erfolg­rei­chen Wir­ken (Abzug der Roten Armee 1955 aus Öster­reich) inner­kirch­lich prak­tisch irrele­vant, von einem Fort­schritt im Selig­spre­chungs­pro­zeß für P. Petrus habe ich noch nie etwas gehört.

In Fati­ma selbst bau­te man eine Kir­che, die mehr an Stone­henge erin­nert als an ein Got­tes­haus, und gestat­te­te heid­ni­sche Ritua­le in der Capel­in­ha.

Wie ich höre, sind die Süh­ne­sams­ta­ge sogar im Kar­me­li­tin­nen­klo­ster von Sr. Lucia in Coim­bra erst vor kur­zem ein­ge­führt wor­den.

Damit ist klar

Die kirch­li­che Hier­ar­chie hat den Gläu­bi­gen und den Nicht-Gläu­bi­gen Fati­ma vor­ent­hal­ten. Man konn­te zwar als loya­ler Laie ab und zu davon hören, von irgend­ei­ner Dring­lich­keit war aber kei­ne Spur.

Und wenn etwas nicht dring­lich ist, ist es wahr­schein­lich auch nicht wich­tig. Nach­dem Päp­ste und Kar­di­nä­le sich immer um das „Drit­te Geheim­nis“ her­um­ge­drückt haben und auf aller­hand Aus­re­den gekom­men sind, war­um es den Gläu­bi­gen nicht vor­ge­legt wer­den soll, muß man anneh­men, daß es eine nicht schmei­chel­haf­te Aus­sa­ge über die Hier­ar­chie selbst ist. Genau das legen nam­haf­te Fati­ma-Exper­ten nahe – ein­schließ­lich der Sehe­rin selbst.

Ange­sichts der Fak­ten kann man es sich auch selbst den­ken.

Eine autobiographische Anmerkung

Ich erin­ne­re mich düster an die Erklä­rung von 2000. Mein Ein­druck war, die Hier­ar­chie woll­te bezüg­lich Fati­ma ver­mit­teln: Kei­ne Panik, wir haben alles im Griff. O. ä. Ich war ver­mut­lich nicht der ein­zi­ge, der Erleich­te­rung ver­spür­te. Alles im grü­nen Bereich.

Die­sen Ein­druck ver­mit­tel­te auch Ursu­la Bley­en­berg mit ihrem Auf­satz „Fati­ma im Leben und Den­ken des Pap­stes“ in: Anton Zie­gen­aus (Hg.), Totus Tuus, Maria in Leben und Leh­re Johan­nes Paul II., Pustet, Regens­burg 2004, ein Buch, das ich im Jahr 2005 für die VISION 2000 rezen­sier­te.

Ich erin­ne­re mich auch schwach an 2010, als Papst Bene­dikt XVI. in Fati­ma sag­te, daß sich täu­sche, wer sage, die pro­phe­ti­sche Bot­schaft Fati­mas sei abge­schlos­sen. Ich erin­ne­re mich aber nicht, daß mich das irgend­wie beun­ru­higt hät­te, denn wenn es etwas Drin­gen­des gege­ben hät­te, hät­te der Papst das sicher deut­lich aus­ge­spro­chen. Davon war aber nicht die Rede, irgend­ei­nen Appell an die Gläu­bi­gen habe ich nicht in Erin­ne­rung.

Genau das ist aber das Pro­blem: Fati­ma ist dring­lich!

Erst im Jahr 2011 bin ich durch die aus­sa­ge­kräf­ti­ge Stu­die von Mark Fel­lows (ver­mut­lich ein Pseud­onym) auf die Pro­ble­ma­tik adäquat auf­merk­sam gemacht wor­den. Eine der­ar­ti­ge Mate­ri­al­fül­le, die der Autor mit etwa 600 Fuß­no­ten in den Text ein­ar­bei­tet, und einen sol­chen ana­ly­ti­schen Scharf­sinn habe ich sel­ten gefun­den.

Fazit

Mark Fel­lows Arbeit zeigt über­zeu­gend, daß wir in einer ablau­fen­den Frist leben. Papst und Gläu­bi­ge müß­ten dar­auf reagie­ren. Die Uhr tickt.

Frei­lich kann man fra­gen: Woher sol­len die Gläu­bi­gen über die­se Din­ge im Bil­de sein, wenn die Hier­ar­chie schweigt oder die Boten zum Schwei­gen bringt? Nun, man muß sich dann offen­sicht­lich an die ver­fem­ten und dis­kre­di­tier­ten under­dogs hal­ten.

Es liegt an der Kir­che als gan­zer, also auch an den Lai­en, durch ihre Umset­zung der Fati­ma-Bot­schaft, die kom­men­den Kala­mi­tä­ten abzu­mil­dern. Es liegt nicht zuletzt an der Ver­brei­tung und Umset­zung der Süh­ne­sams­ta­ge, daß die Wei­he Ruß­lands end­lich voll­zo­gen wird.

Das ist die Schluß­fol­ge­rung der gan­zen Arti­kel­se­rie: Es ist seit dem Kon­zil zwei­fel­los „die Stun­de der Lai­en“.

Weil näm­lich die Hier­ar­chie in prä­ze­denz­lo­ser Wei­se vom Glau­ben abge­wi­chen ist. Weil die Hier­ar­chie den Gläu­bi­gen nicht „zur rech­ten Zeit die Nah­rung zuteilt“ (Lk 12, 42). Weil sich eine gro­ße Anzahl der Bischö­fe und Kar­di­nä­le – Wla­di­mir Solo­wjew hat es in sei­ner Kur­zen Erzäh­lung vom Anti­christ 1900 vor­aus­ge­sagt – lie­ber mit dem Geist der Welt und des Anti­christ fra­ter­ni­siert.

Das ent­hebt die Gläu­bi­gen aber nicht ihrer Ver­pflich­tung. Auch sie ste­hen unter einem Anspruch Got­tes, den sie ver­mit­telt durch den über­zeit­li­chen und unver­än­der­li­chen Glau­ben selbst im Gewis­sen hören – Hier­ar­chie hin, Hier­ar­chie her.

Sr. Lucia sag­te zu P. Fuen­tes:

„Pater, wir soll­ten nicht auf einen Auf­ruf an die Welt von sei­ten Roms, sei­tens des hl. Vaters war­ten, um Buße zu tun. Noch soll­ten wir dar­auf war­ten, daß die­ser Ruf zur Buße von den Bischö­fen unse­rer Diö­ze­sen kommt oder von den Orden. Nein, Unser Herr hat die­se Mit­tel oft benützt und die Welt hat nicht gehört. Des­we­gen muß jeder selbst anfan­gen, sich geist­lich zu erneu­ern. Jeder hat die Auf­ga­be, nicht nur sei­ne eige­ne See­le zu ret­ten, son­dern auch alle See­len, die Gott ihm über den Weg geschickt hat“.

Heu­te, am Herz Mariä-Süh­ne­sams­tag des April 2014, kann jeder damit wirk­sam anfan­gen.

Mehr ist dazu nicht zu sagen.




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74 Kommentare

  1. Bez. der im Arti­kel erwähn­ten „gehäs­si­gen Tex­te“ von Hw Karl Rah­ner und Hw Her­bert Vor­grim­ler eini­ge Bei­spie­le; bei­de sind auch Her­aus­ge­ber des sog.
    „Klei­ne Kon­zils­kom­pen­di­um“ und haben die­ses jeweils mit ihren eige­nen Gedan­ken­gän­gen in Vor­wor­ten bespickt. Aus die­sen Vor­wor­ten hier nur eini­ge mar­kan­te, für ihre Gesin­nung rich­tungs­wei­sen­de Aus­zü­ge. Als für das Fol­gen­de von immenser Bedeu­tung ist zu beach­ten, dass Hw Her­bert Vor­grim­ler noch lebt und noch vor nicht all­zu lan­ger ein­mal mehr bei einer F r e i m a u r e r‑Veranstaltung zue­ge­gen war und dort eine Rede hielt !
    Nun die Aus­zü­ge aus dem „Klei­nen Kon­zils­kom­pen­di­um“: Unter „All­ge­mei­ne Ein­lei­tung“ schrei­ben sie:
    -
    “ ….Schon von daher wird ver­ständ­lich, dass das Kon­zil es ver­mie­den hat, im Stil der mei­sten frü­he­ren Kon­zi­li­en bis zum 1. Vati­ca­num ein­schliess­lich, in Form von Anathe­ma­tis­men moder­ne Irr­tü­mer zurück­zu­wei­sen, weil das noch immer den Ein­druck macht, man leh­ne nicht Irr­tü­mer ab, son­dern ver­dam­me die Irren­den
    ….“
    -
    Unter der Ein­lei­tung zum „Öku­me­nis­mus“ schrei­ben sie:
    -
    „…die Tren­nun­gen tra­ten oft nicht ohne Schuld der Men­schen auf bei­den Sei­ten ein.
    Lei­der ver­säumt er ( Anm: gemeint ist der Text des Dekre­tes ) hier aber aus­drück­lich zuzu­ge­ben, dass auch eine Schuld der Kir­che als sol­cher beim direk­ten und kon­kre­ten Vor­gang der Tren­nung vor­lie­gen kann, wenn und sofern dabei näm­lich Orga­ne der Kir­che, die legi­tim im Namen der Kir­che eine Tren­nung mitbegründeten….diese Reform wird gleich­zei­tig als wesent­li­cher Bestand­teil der Öku­me­ni­schen Bewe­gung gese­hen.
    Unter den reform­be­dürf­ti­gen Ein­zel­hei­ten, die der erste Abschnitt anführt, ist
    „die Art der Ver­kün­di­gung“ her­vor­zu­he­ben, die „vom Glau­bens­schatz genau unter­schie­den wer­den muss“….
    -
    Unter der Ein­lei­tung zur – im Übri­gen bis zuletzt schwer umstrit­te­nen – „Reli­gi­ons­frei­heit“ schrei­ben sie:
    -
    „…Durch die­se Ein­gren­zung des The­mas war es mög­lich, die nament­lich von einer gewis­sen römi­schen Theo­lo­gie ste­reo­typ wei­der­hol­te „phi­lo­so­phi­sche“ The­se:
    „Nur die Wahr­heit hat Recht, der Irr­tum hat kein Recht“, von vor­ne­her­ein ent­schie­den ausser Betracht zu lassen….dass das Recht auf Reli­gi­ons­frei­heit in kei­nem Zusam­men­hang steht mit der Wahr­heit oder Falsch­heit einer Reli­gi­on; somit ist nun der Weg frei, in dem Arti­kel allen allen reli­giö­sen Gemein­schaf­ten glei­che Rech­te zuzusprechen….die Reli­gons­ge­mein­schaf­ten dür­fen auch nicht….unehrenhafte oder unge­hö­ri­ge Über­re­dung anwen­den, weil das ein Miss­brauch des eige­nen Rech­tes wäre…. “
    -
    Schliess­lich bez. ihrer Abnei­gung gegen die hl. Tra­di­ti­on für sich Spre­chen­des in der Ein­lei­tung zur Kon­sti­tu­ti­on über die hl. Lit­ur­gie:
    -
    (….)
    „Befrem­det, nicht gera­de ver­wirrt, waren jene Schich­ten des „gläu­bi­gen Vol­kes“, die Lit­ur­gie pri­mär als Brauch­tum und Folk­lo­re anse­hen und den die­sel­ben reli­giö­sen Anspruch einer erneu­er­ten Lit­ur­gie als lästig emp­fin­den. Es han­delt sich um jene Schich­ten, denen die Heils­sor­ge der Kir­che zwar immer zu gel­ten hat, die aber kei­nes­falls zum Mass­stab kirch­li­cher Selbst­voll­zu­ges gemacht wer­den dür­fen, da sie …. aus ein­ge­pflanz­ter Träg­heit nie zum Sebst­voll­zug der kirch­li­chen Lit­ur­gie bei­tra­gen( es sei denn als Staf­fa­ge bei Mas­sen­de­mon­stra­tio­nen )
    Wider­stän­de erhe­ben sich aus soge­nann­ten aka­de­mi­schen Krei­sen, deren Anghö­ri­ge ihre
    Unfä­hig­keit zur Kom­mu­ni­ka­ti­on, ihren Bil­dungs­dün­kel und ihr ste­ri­les Ver­hält­nis zur Geschich­te hin­ter dem Anspruch beson­de­rer Kirch­lich­keit zu tar­nen suchen, indem sie ihre Res­sen­ti­ments als Mass­stab des Katho­li­schen aus­ge­ben. Dem Kon­zil war es leich­ter, als dies den ein­zel­nen Bischofs­kon­fe­ren­zen und Bischö­fen gewor­den wäre, die­se wort­star­ken und teil­wei­se ein­fluss­rei­chen, aber in der Huma­ni­tät geschei­ter­ten tra­gik­ko­mi­schen Rand­fi­gu­ren der Kir­che völ­lig ausser acht zu las­sen….
    (….)

  2. Ganz herz­li­chen Dank für die­sen klu­gen, aber auch mah­nen­den Arti­kel, der uns vor Augen führt, dass es nicht um theo­lo­gi­sche Recht­ha­be­rei­en, son­dern um das Heil der See­len geht in einer Zeit­span­ne, die tickt wie eine Bom­be.

  3. Herr Schrems, natür­lich respek­tie­re ich Ihre Mei­nung, dass Fati­ma und die Glau­bens­kri­se zusam­men­hän­gen, aber ich tei­le sie — aus sach­li­chen Grün­den — nicht. Im Gegen­teil, ich fin­de sie gefähr­lich, weil wir dann leicht­gläu­big unse­re gei­sti­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit den Kon­zilsirr­tü­mern auf­ge­ben, weil mit den Süh­ne­sams­ta­gen die Kir­chen­kri­se been­det ist. Sie haben das so nicht geschrie­ben, aber es ist die Fol­ge, wenn sie Fati­ma und die Kir­chen­kri­se untrenn­bar ver­bin­den.
    1917 erschien die Mut­ter­got­tes drei Kin­dern in Fati­ma. Es ging wesent­lich auch um die Bekeh­rung Russ­lands und die Wei­he an das „unbe­fleck­te Herz Mari­ens.“
    1917 fand in Russ­land die Okto­ber­re­vo­lu­ti­on statt. Mit der Fol­ge, dass der Bol­sche­wis­mus in Russ­land die Macht ergriff. Die Staats­dok­trin wur­de der „Mar­xis­mus-Leni­nis­mus“. Nicht nur wur­de die Bevöl­ke­rung im Macht­be­reich der Sowjet­uni­on bru­tal unter­drückt, der Bol­sche­wis­mus war der Tod­feind des Chri­sten­tums. Es soll­te ver­nich­tet wer­den.
    Für mich besteht hier ein Zusam­men­hang. Anders als Sie bin ich jedoch davon über­zeugt, dass die Wei­he, die Papst Pius XII. voll­zo­gen hat, gül­tig war. Dass die Gebe­te des Pap­stes und der Gläu­bi­gen für die Bekeh­rung Russ­lands vom Welt­kom­mu­nis­mus 1989 erhört wor­den sind. Gebe­te kön­nen über unse­ren Tod hin­aus erhört wer­den. Für Gott, den Aller­höch­sten, den Ewi­gen, gibt es kei­ne Zeit. Wir kön­nen nur in der Zeit den­ken, doch Gott, der Ewi­ge, ist zeit­los.
    Die äuße­re Bedro­hung der Kir­che durch den Kom­mu­nis­mus der Sowjet­uni­on ist eine nicht zu leug­nen­de Rea­li­tät.
    Eine eben­falls nicht zu leug­nen­de äußerst gefähr­li­che Rea­li­tät für die Kir­che war und ist die west­li­che agno­sti­sche Phi­lo­so­phie der Neu­zeit. Vor 1917 lie­ßen sich katho­li­sche Theo­lo­gen davon anstecken. Die Päp­ste kämpf­ten seit der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on gegen die­se west­li­chen phi­lo­so­phi­schen Irr­leh­ren, die den Glau­ben von innen aus­höh­len. Mit Russ­land hat­te das nichts zu tun.
    Der Syl­labus Pius IX. sei erwähnt, vor allem die Enzy­kli­ka Pas­cen­di von 1907 des hl. Pap­stes Pius X. Die moder­ni­sti­schen Irr­tü­mer, die der hei­li­ge Papst bekämpf­te, haben mit Russ­land nicht das gering­ste zu tun. Auf dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil haben sich die­se Irr­tü­mer durch­ge­setzt.
    Gegen die­se Irr­tü­mer ist gei­stig zu kämp­fen, zu beten. Es geht nicht um das „unbe­fleck­te Herz Mari­ens“, dem Süh­ne zu lei­sten ist.
    Es geht um die Gott­heit Jesu Chri­sti. Es geht dar­um, ob Er die katho­li­sche Kir­che als Sei­ne Kir­che gegrün­det hat. Die in der Zeit Sein Wir­ken auf Erden fort­setzt. Die einen Wahr­heits­an­spruch zu ver­tre­ten hat, der gött­li­chen Ursprungs ist. Das alles wird von der katho­li­schen Hier­ar­chie bestrit­ten. Es ist die Zer­stö­rung der katho­li­schen Kir­che von innen.
    Es ist vor allem der Auf­stand gegen das Erlö­sungs­han­deln Jesu Chri­sti am Kreuz. Es ist der Auf­stand gegen das Kreuz.
    Es ist der größ­te denk­ba­re Sün­den­fall seit dem Sün­den­fall unse­rer Stamm­eltern. Der Gott­mensch Jesus Chri­stus trägt unse­re Sün­den auf das Kreuz vor Gott, um uns zu ver­söh­nen.

  4. Fort­set­zung:
    Er erdul­det nicht nur schwer­ste kör­per­li­che Pein, son­dern die unvor­stell­ba­re see­li­sche Qual: Die gesam­te mensch­li­che Schuld lastet auf Ihm. Er bringt sie, am Kreuz schwer­stens lei­dend, vor sei­nen Vater. Um uns zu ver­söh­nen.
    Doch nicht nur das Volk Isra­el hat Ihn bei sei­nem Kom­men nicht ange­nom­men. Die katho­li­sche Kir­che ver­wei­gert sich Ihm vor allem in ihrer Hier­ar­chie, den Nach­fol­gern Sei­ner Apo­stel.
    IHM IST GENUGTUNG ZU LEISTEN! WEGEN SEINER MISSACHTUNG HÄTTEN SÜHNEANDACHTEN STATTZUFINDEN!
    Ist denn die Fati­ma-Frak­ti­on völ­lig blind? Das Kreuz wird geschän­det, gehasst. Das Kreuz kön­nen weder die Mus­li­me, noch die Juden ertra­gen. Beim letz­ten Assi­si-Tref­fen wünsch­ten die nicht­christ­li­chen Reli­gi­ons­ver­tre­ter, die Kreu­ze soll­ten abge­hängt wer­den, und Johan­nes Paul II. gehorch­te! Und die­ser Papst wird hei­lig­ge­spro­chen.
    Ein klei­nes Detail am Ran­de: Es gibt im Inter­net ein Foto, dass Sr. Lucia dos San­tos zeigt, wie sie beim Kom­mu­nion­emp­fang die Hand Johan­nes Paul II. küsst. Ein eigen­ar­ti­ger Brauch.
    Es ist übri­gens sehr selt­sam. Dau­ernd hat­te die Non­ne irgend­wel­che Visio­nen. Doch auf die Kir­chen­kri­se bezo­gen sie sich nie. Dem­nach wäre die Got­tes­mut­ter sehr ein­ver­stan­den mit der Mes­se Paul VI., mit den Lit­ur­gie­miss­bräu­chen, dem Öku­me­nis­mus, dem neu­en Kate­chis­mus, den Häre­si­en der Bischö­fe und der Theo­lo­gen an den Uni­ver­si­tä­ten.
    Das zu glau­ben, ist mir nicht mög­lich.

  5. Berich­ti­gung: „Die äuße­re Bedro­hung der Kir­che durch den Kom­mu­nis­mus der Sowjet­uni­on WAR eine nicht zu leug­nen­de Rea­li­tät“, muss es hei­ßen im ersten Teil des Kom­men­tars.
    Im übri­gen bin ich davon über­zeugt: Die Fati­ma-Debat­te beruht auf einem „ande­ren Glau­ben“, der offen nie zur Spra­che kommt, nur ver­deckt: Danach ist Jesus Chri­stus zwar noch Mitt­ler zu Gott, aber sei­ne Mut­ter ist die ein­zi­ge Mitt­le­rin zu ihm. Wir haben nur noch durch sei­ne Mut­ter Zugang zu unse­rem Herrn.
    Es wider­spricht dem katho­li­schen Glau­ben. Es lässt sich im Neu­en Testa­ment kein Anhalts­punkt dafür fin­den. Es gibt kei­nen Anhalts­punkt dafür in der katho­li­schen Lit­ur­gie. Es gibt kei­nen Anhalts­punkt dafür in Gebet- und Gesang­bü­chern vor dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil, die von Bischö­fen appro­biert wur­den.
    Doch das ficht einen sehr har­ten Kern der „Fati­ma-Frak­ti­on“ nicht an. Er lässt sich beson­ders in Sedis­va­kan­ti­sten­krei­sen antref­fen. Im Inter­net wohl­ge­merkt, ich habe kei­ner­lei Kon­takt zu die­sen Krei­sen.
    Ich spre­che aus­drück­lich vom „har­ten Kern.“ Die Gläu­bi­gen sind nicht gemeint, die an der Glaub­wür­dig­keit von Sr. Lucia dos San­tos nicht zwei­feln, aber eine sehr katho­li­sche Mari­en­ver­eh­rung prak­ti­zie­ren. Die treu­en Rosenkranzbeter/innen sind damit nicht gemeint! Sie waren und sind für unse­re Kir­che unver­zicht­bar.

    • Zeit­los: Die Aller­se­lig­ste Jung­frau und Got­tes­ge­bä­re­rin Maria, wünsch­te das alle Bischö­fe gemein­sam mit den Papst „Russ­land“ ihren unbe­fleck­ten Her­zen wei­hen sol­len. Und in wel­cher päpst­li­chen Wei­he wur­de gemein­sam mit allen Bischö­fen expli­zit der Name Russ­land aus­ge­spro­chen ? Und da dies lei­der bis­her nicht erfolg­te, so kann man auch nicht davon aus­ge­hen das der Wunsch der Aller­se­lig­sten Jung­frau und Got­tes­ge­bä­re­rin Maria bis­her Nicht erfüllt wur­de.

      Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Mephi­sto könn­te es nicht bes­ser machen, könn­te nicht bes­ser gegen Fati­ma argu­men­tie­ren als Sie in Ihrem 3. Teil, nach­dem Sie in den bei­den ersten Tei­len ganz exzel­lent Süß­holz ras­pel­ten. „Danach ist Jesus Chri­stus zwar noch Mitt­ler zu Gott, aber sei­ne Mut­ter ist die ein­zi­ge Mitt­le­rin zu ihm. Wir haben nur noch durch sei­ne Mut­ter Zugang zu unse­rem Herrn.“ Das was Sie da schrei­ben hört sich sehr grif­fig an und liest sich eben­so, aber es ist aus der Luft gegrif­fen, und Sie schrei­ben ja auch , dass es offen nie zur Spra­che kann. Aber aus alle­dem was ich über Fati­ma gele­sen habe, konn­te ich das nicht ansatz­wei­se her­aus­le­sen, dass die Mut­ter­got­tes ver­drän­gend agier­te oder besitz­ergrei­fend agier­te, beach­ten Sie auch mein Posting unten.

  6. Nur der Form hal­ber: in der post­kon­zi­lia­ren Lit­ur­gie ist das „Fest“ des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens bis 1996 ein „nicht­ge­bo­te­ner Gedenk­tag (g)“ gewe­sen, seit­dem wur­de es um eine Stu­fe nach oben beför­dert und ist jetzt ein „gebo­te­ner Gedenk­tag (G)“. Trotz­dem immer noch eine Stu­fe unter­halb eines Festes 2. Klas­se.

    Vie­len Dank für die­se Arti­kel­se­rie. Fes­selnd zu lesen, wirk­te aber auch wie eine Pre­digt, ein biss­chen Levi­ten­le­sen. Jedoch wer­den wir uns in der Pra­xis der Herz-Mariä-Süh­ne­sams­ta­ge wohl an die Tra­di­ti­on hal­ten „müs­sen“ bzw. an eini­ge weni­ge Diö­ze­san­prie­ster. Es geht ja auch um die Fra­ge bei wel­chem Prie­ster man noch beich­ten kann (sprich: wel­che Moral­theo­lo­gie ver­tritt die­ser).

    Ich bin der per­sön­li­chen Mei­nung, dass das 3. Geheim­nis mit dem II. Vati­ka­num und dem dar­aus ent­stan­de­nen Glau­bens­ab­fall zusam­men­hängt (1960, Erhalt des Dog­mas in Por­tu­gal).

    Ich hof­fe, dass bald ein Papst (dass es Fran­zis­kus sein soll kann ich mir nicht wirk­lich vor­stel­len, da er schon bei der Welt­wei­he im letz­ten Okto­ber zurück­ge­ru­dert ist und ledig­lich eine „Fei­er der ver­trau­ens­vol­len Anemp­feh­lung“ abge­hal­ten hat), der aus dem Geist von Fati­ma lebt, den Wunsch, den Befehl der Mut­ter Got­tes ernst nimmt und umsetzt.

  7. Das Fati­ma Gebet wirft eini­ge Fra­gen auf. Es heißt „… bewah­re uns vor dem Feu­er der Höl­le …“
    Also vor den Fol­gen der schwe­ren Sün­de. War­um nicht vor der Sün­de selbst? Die Sün­de bege­hen und Angst vor den Fol­gen haben, das hilft doch nicht wei­ter. Der Mensch bleibt in sei­ner Schwä­che stecken. Er sün­digt, will aber nicht die Ver­ant­wor­tung für sein Tun über­neh­men.
    Er gleicht dem Trin­ker, der das Trin­ken nicht auf­ge­ben will / kann und der dann betet: Bewah­re mich vor den unan­ge­neh­men Fol­gen des Alko­hols.

    Haben wir nicht in der Post­kon­zils- Ära genau die­se Situa­ti­on? Der Mensch will wei­ter­hin sei­nem Laster frö­nen und gleich­zei­tig den Kom­mu­nion­emp­fang, er will Aner­ken­nung, aber er will sich nicht ändern. Er will die Sün­de nicht las­sen. Er will nicht an sich arbei­ten, um frei zu wer­den.
    Die­se Hal­tung wird durch obi­ges Gebet geför­dert. Es ist schwer vor­stell­bar, daß die Got­tes­mut­ter eine der­art angst­be­la­de­ne, knecht­li­che und unter­wür­fi­ge Hal­tung emp­fiehlt.

    • Es heißt „… bewah­re uns vor dem Feu­er der Höl­le …“

      @M.S. Sie haben recht. Der Mensch kommt als Sün­der zur Welt und stirbt als Sün­der. Selbst dann, wenn er sich in der hei­lig­ma­chen­den Gna­de befin­det. Aber das ist es nicht, was die Mut­ter­got­tes in die­sem Gebet mit­tei­len woll­te. Ich inter­pre­tie­re es so, dass der Mensch sich nicht aus eige­nem Antrieb ret­ten kann, son­dern immer auf die Hil­fe, Gna­de und Barm­her­zig­keit Got­tes ange­wie­sen bleibt, bis zum letz­ten Atem­zug. „Oh Jesus, ver­zeih uns unse­re Sün­den. Bewah­re uns vor dem Feu­er der Höl­le. Füh­re alle See­len in den Him­mel, beson­ders jene, die dei­ner Barm­her­zig­keit am Mei­sten bedür­fen“. Die­ses Gebet bedeu­tet nicht, dass uns unse­re Sün­den ein­fach mal so ver­ge­ben sind und wir alle so oder so in den Him­mel kom­men. Son­dern dass wir unse­re eige­ne Schwä­che und Unfä­hig­keit erken­nen sol­len und um Hil­fe und Barm­her­zig­keit fle­hen; für uns, aber ins­be­son­de­re für jene, die von Gott abge­fal­len sind.

      • @Cleo
        Wo lesen Sie aus dem Gebet die Bit­te her­aus, daß wir unse­re Schwä­che und Unfä­hig­keit erken­nen mögen? Gera­de das ist kein The­ma. Folg. Bit­ten wer­den geäu­ßert: 1) Ver­zei­he uns … 2) Bewah­re uns … 3) Füh­re uns und jene …
        Es geht in dem Gebet nicht dar­um, die schwe­re Sün­de zu erken­nen und zu mei­den. Es geht dar­um, daß die­je­ni­gen, die schwe­re Sün­den bege­hen, die Fol­gen ihres Tuns nicht sol­len erlei­den müs­sen.

        • “ die Fol­gen ihres Tuns nicht sol­len erlei­den müs­sen“ Das ist aus dem Zusam­men­hang der Bot­schaft von Fati­ma geris­sen, das gro­ße The­ma von Fati­ma ist die Umkehr und die Buße , von reli­giö­sem Dis­kont ist nicht die Rede in Fati­ma, der kam erst am 2. Vati­ca­num.
          Ja die Sün­der sol­len durch ihre Umkehr und ihre Buße das Feu­er der Höl­le ver­mei­den kön­nen, das ist die Bot­schaft von Fati­ma, und der Sinn der Süh­ne­sams­ta­ge ist, Süh­ne soll gelei­stet, die Aller­se­lig­ste Jung­frau getrö­stet und See­len sol­len geret­tet wer­den.

        • Ver­zei­hung — aber welch ein Unsinn! Wenn die 1. Bit­te lau­tet: „Ver­zeih uns unse­re Sün­den“, dann dürf­te ja wohl die Reue und Ein­sicht vor­aus­ge­setzt sein. War­um soll­te einer um Ver­zei­hung für sei­nen Sün­den bit­ten, wenn er gar nicht ein­sieht, dass er sün­dig ist?!

          Selbst das Vater­un­ser lei­tet den ent­spre­chen­den Pas­sus so ein:
          „Panem nostrum coti­dia­num da nobis hodie et dimit­te nobis bedita nostra..“ Wo lesen Sie da denn her­aus, dass wir unse­re Sün­de ein­se­hen sol­len? Eben — das ist selbst­ver­ständ­lich mit ein­ge­schlos­sen!!! Wenn einer sagt: „Ver­gib mit mei­ne Schuld“, dann muss vor­aus­ge­setzt wer­den, dass er weiß und ein­sieht, schul­dig zu sein.

          Ein — wie wickerl oben rich­tig bemerkt — „mephi­sto­phe­li­scher“ Ver­dre­her wür­de selbst unserm Herrn noch vor­wer­fen, dass er es dem Beter zu leicht macht… was geht hier nur in man­chen Postern vor?

          Die­ses Gebet ist theo­lo­gisch voll­kom­men in Ord­nung und aus der Lie­be und nicht kal­tem Mora­lis­mus gebo­ren! Gott will nicht den Tod des Sün­ders (ist Bibel­wort!), son­dern sei­ne Erret­tung. Auch wir, wenn wir schon vom Sün­di­gen reden, soll­ten nicht in die schwe­re Sün­de ver­fal­len, den Tod des Sün­ders zu wün­schen, weil wir glau­ben, er müs­se noch mehr bereu­en und Buße tun, als Gott es ihm abver­langt hat. Beden­ken wir, dass Jesus am Kreuz dem Schä­cher ver­zeiht, der ihn kurz zuvor noch ver­spot­tet hat­te, dann aber umdreht: „Heu­te noch wirst du mit mir im Para­dies wan­deln!“
          Folg­lich:
          a. Ver­zeih uns die Sün­de — weil wir sie ein­se­hen natür­lich
          b. bewahr uns dann vor dem Feu­er der Höl­le (was wie­der­um die Sün­den­er­kennt­nis und Beich­te und anschlie­ßen­de Unter­las­sung der Sün­de ein­schließt — denn andern­falls kommt man ja ins Feu­er der Höl­le!!!!)
          c. füh­re alle in den Him­mel (denn das ist es, was Gott am lieb­sten hät­te) — es liegt an uns, wenn es doch nicht alle, son­dern nur vie­le sind etc. Vor allem geht es in die­sem Gebet um ein Süh­nop­fer für ande­re, die in schwe­rer Sün­de leben und es noch nicht erken­nen oder nicht die Kraft haben, umzu­keh­ren.

          Ich bin wirk­lich ent­setzt, wie der Adver­s­a­ri­us es schafft, hier der Got­tes­mut­ter das Wort im Mun­de her­um­zu­dre­hen.

          • @zeitschnur
            Sie rücken schnell mal mit der Mephi­sto­phes­keu­le aus. Fati­ma ist kein Dog­ma. Wenn ein Gebets­text so unprä­zi­se ist, dass man eini­ges vor­aus­set­zen bzw. hin­ein­le­gen muß, dann ist es m.E. kein beson­ders guter Text.
            Wenn es hei­ßen wür­de, „Bewah­re uns vor der Tod­sün­de“, dann erüb­rig­te sich die Angst vor der Höl­le. Das Pro­blem der Kon­zils­kir­che ist ja lei­der die Tat­sa­che, dass der Begriff Tod­sün­de total umschifft wird. Zwi­schen Sün­den und Tod­sün­den besteht jedoch ein gewal­ti­ger Unter­schied.
            Es gibt bes­se­re und ein­deu­ti­ge­re Gebe­te. Ich muß das Fati­ma Gebet nicht beten. Wer es tun will, soll es tun. Fati­ma ist kein Dog­ma. Man darf es durch­aus kri­tisch sehen.

          • Es geht nicht dar­um, dass Fati­ma kein Dog­ma ist, son­dern dass man Sät­ze wahr­haf­tig inter­pre­tiert. Und Ihre Miss­in­ter­pre­ta­ti­on ist ein­fach ein star­kes Stück — das woll­te ich sagen. Wir spie­len hier ja kein Sand­ka­sten­spiel. Es geht um alles oder nichts. Es gibt nur einen, der sich drü­ber freut, wenn wir ein Süh­ne­ge­bet, Opfer­ge­be­te und Fle­hen um die See­len nicht beten…

          • @zeitschnur
            Das Fati­ma Gebet ist doch völ­lig aus der Sicht des Men­schen her­aus. Er, der Mensch bit­tet für sich oder für ande­re, vor dem Feu­er der Höl­le bewahrt wer­den. Ich kri­ti­sie­re, daß es nicht heißt: bewah­re uns vor der Tod­sün­de. Denn durch die Sün­de, und ganz beson­ders durch die Tod­sün­de wird Gott belei­digt und sei­ne Lie­be zurück­ge­wie­sen und oben­drein die mensch­li­che Ord­nung und Lie­be unter den Men­schen kaputt gemacht und gro­ßes Leid ver­ur­sacht. Daher muß es unser aller­er­stes Anlie­gen sein, die Tod­sün­de zu mei­den noch bevor wir an die Fol­gen für uns selbst oder für ande­re den­ken. Das ist kein Mora­lis­mus. Wenn wir nicht (wie im Embo­lus) beten, „Bewah­re uns vor Ver­wir­rung und Sün­de“, dann geht es auf der Welt immer wei­ter abwärts. Denn ohne IHN und sei­ne Hil­fe kön­nen wir nichts tun, wir kom­men aus dem Elend nicht her­aus. Zugleich ist die eige­ne Bemü­hung, der Sün­de eine Absa­ge zu ertei­len, von Nöten. Zumin­dest aus kath. Sicht.

          • @ M.S.
            Für mich ist das eine Debat­te um des Kai­sers Bart: wenn einer bit­tet, vor der Höl­le bewahrt zu blei­ben, dann heißt das doch logi­scher­wei­se auch, dass er davor bewahrt blei­ben will, Tod­sün­den zu bege­hen.
            Zumal ja auch noch eine Bit­te um Ver­zei­hung für die Sün­den vor­aus­geht.
            Ich weiß wirk­lich nicht, was Sie wol­len, Ihre Ein­wän­de sind „päpst­li­cher als der Papst“.
            Kommt mir vor, als müs­se man suchen, dass man auf jeden Fall an Fati­ma etwas aus­zu­set­zen fin­det. Dass der Schuss gewal­tig nach hin­ten los­ge­hen kann, habe ich in mei­nem neu­en Arti­kel dar­ge­stellt — vor lau­ter Kri­tik­sucht hat man sich am Ende sel­ber in eine Häre­sie ver­stie­gen.
            Ich möch­te ein­dring­lich war­nen vor sol­cher Kri­tik­sucht. Es geht nicht drum, um jeden Preis etwas zu fin­den, was gegen Fati­ma spricht — der Preis könn­te sehr hoch sein für die eige­nen See­le und die ande­rer.
            Immer­hin hat man lan­ge vor dem Kon­zil nichts an die­sen Tex­ten aus­zu­set­zen gehabt. Das damals noch vor­han­de­ne, leben­di­ge Lehr­amt hat das alles appro­biert.

          • @zeitschnur
            Hei­li­ge Maria, Mut­ter Got­tes, bit­te für uns Sün­der (da sind wir doch alle ohne Aus­nah­me, gro­ße Sün­der, klei­ne Sün­der, dabei, oder?) jetzt und in der Stun­de unse­res Todes. Amen. — Das ist ein Gebet, das mir gefällt. Und der erste Teil dazu, in dem die Hl. Jung­frau gegrüßt und geehrt wird.
            Sie lb. zeit­schnur gehen sofort auf die Pal­me, wenn jemand per­sön­lich wird. Was tun Sie? Sie unter­stel­len mir Kri­tik­sucht und eini­ges ande­re, nur weil mei­ne Sicht auf Fati­ma nicht der Ihren ent­spricht? Ich habe lan­ge Jah­re den Rosen­kranz einschl. Fati­ma Gebet gebe­tet, jetzt bete ich den klas­si­schen Rosen­kranz. Da ist alles drin, ohne Schnör­kel, in einer Ein­fach­heit und Klar­heit, die mir gut gefällt.

          • @ M.S.
            Mei­ne Kri­tik an der Kri­tik­sucht, ver­ehr­te M.S. war nicht nur per­sön­lich gegen­über Ihnen for­mu­liert. Ich erwäh­ne ja mei­nen neu­en Arti­kel, in dem es abso­lut nicht um Sie geht. Auch ande­re — v.a. Damen — haben hier ja aller­hand an Fati­ma aus­zu­set­zen! Sei­en Sie also nicht ver­är­gert dar­über, wenn ich Sie hier in einem fati­ma­kri­ti­schen „Main­stre­an“ ansied­le. Das bezieht sich auf die Kri­tik und nicht auf die Per­son.
            Im deutsch­spra­chi­gen Raum hat es Fati­ma ein­fach schwer, und man muss zuge­ste­hen, dass jeder und vor allem jede (!) glaubt, die ein­zel­nen Sät­ze zer­pflücken zu dür­fen mit den haar­spal­te­risch­sten Argu­men­ten. Was mich beson­ders schmerzt ist, dass aus­ge­rech­net die Frau­en der Got­tes­mut­ter mit Ableh­nung und Bes­ser­wis­se­rei gegen­über­tre­ten und dabei auch noch vor­ge­ben, sich ach so demü­tig „unter­zu­ord­nen“. Das Ärger­lich an Maria ist, dass sie eben nicht die­se „unter­wor­fe­ne“ Frau­en­gestalt ist, son­dern Gott mit ihr ohne vor­her einen Mann zu kon­sul­tie­ren ihren Weg ging und geht. Mari­as Demut bezieht sich auf Gott direkt und eben nicht mehr pri­mär auf einen Men­schen. Nur so aber konn­te sie Mut­ter aller werden.Und genau eine sol­che freie, von Gott bevoll­mäch­tig­te Mut­ter wol­len wir nicht — welch ein Schmerz, wel­che eine Absur­di­tät!
            In Fati­ma geht es sehr zen­tral um das Über­bor­den der Belei­di­gung Got­tes. Das hängt nicht pri­mär an per­sön­li­chen Sün­den, son­dern an einer gene­ra­li­sier­ten sünd­haf­ten Ord­nung bzw. Unord­nung, die sich eta­bliert hat durch die poli­ti­schen Umwäl­zun­gen. Gan­ze genera­tio­nen, Mil­lio­nen von see­len wis­sen nichts mehr von IHM!
            Wenn vor allem ande­ren steht „Ver­zeih uns unse­re Sün­den“, dann ent­spricht das ganz dem „Bit­te für uns Sün­der“ und ist ein Gebet um Ver­zei­hung für uns und alle ande­ren glei­cher­ma­ßen. Die fle­hent­li­che Bit­te um die See­len, für die ja Jesus alle, wirk­lich alle gestor­ben ist, ist gut biblisch. Wenn beson­ders für das Schaf gebe­tet wird, das beson­ders ver­lo­ren scheint, also die vie­len Men­schen, die über­haupt nichts mehr vom Evan­ge­li­um wis­sen, nun seit Genera­tio­nen schon, dann ist die­ses Gebet wirk­lich über­le­bens­not­wen­dig für die­se Men­schen, die nie­man­den haben, der für sie betet oder ihnen erzählt, was Christ­sein ist.

          • Wer­te Zeit­schnur, Ihr Ein­satz für die Mut­ter­got­tes in allen Ehren, aber als ich die­sen Satz hier las:
            „.…Nur so aber konn­te sie Mut­ter aller werden.Und genau eine sol­che freie, von Gott bevoll­mäch­tig­te Mut­ter wol­len wir nicht – welch ein Schmerz, wel­che eine Absur­di­tät!..“
            wur­de mir klar, wie eine H. Küng auf die Idee kom­men konn­te, das Kon­zil von Ephe­sus habe christ­li­cher­seits den Kult der „Gro­ßen Mut­ter“ bestä­tigt.
            Man und beson­ders frau, muss heut­zu­ta­ge sehr auf­pas­sen, dass sie nicht auf der ande­ren Sei­te vom Pferd fällt.
            Non ser­vi­am ist das was der Teu­fel sagt.

          • @ besorg­ter christ

            Jetzt müs­sen Sie mich nur noch dar­über auf­klä­ren, wor­auf Sie anspie­len — ich gehe aber auf­grund der Unklar­heit Ihres Ein­spru­ches davon aus, dass Sie mich nicht ver­stan­den haben.
            Es geht dar­um, dass Maria eine — nach dem Geschmack man­cher hier — zu gro­ße Rol­le ein­nimmt im Leben der Kir­che und der Gläu­bi­gen. Nun hat ihr aber Gott die­se Rol­le gege­ben. Das hat nichts mit irgend­ei­ner Gro­ßen Mut­ter zu tun, son­dern es ist eine Neu­ord­nung auch im Geschlech­ter­ver­hält­nis. Wenn zuvor zwar die geheim­nis­vol­le Stel­le in der Gene­sis die von Gott selbst gesetz­te Feind­schaft zwi­schen Schlan­ge und Frau bekannt war, konn­te sie doch nicht begrif­fen wer­den. Mit Maria hat sie sich erfüllt — aber völ­lig über­ra­schend. ich weiß, dass die moder­ni­sti­sche Theo­lo­gie maria auf die „Toch­ter Sion“ redu­zie­ren will. In der Tat ist in dem Gesche­hen an und mit Maria kein Mann kon­sul­tiert wor­den. Joseph ord­net sich völ­lig dem unter, was er nicht bestimmt oder abge­seg­net hat. Ver­set­zen Sie sich doch in ihn hin­ein: wel­che Grö­ße, hier ja zu sagen zu einem Gesche­hen, das Gott mit Maria direkt und ohne sei­ne „Erlaub­nis“ durch­führt. Das ist abso­lut neu und uner­hört. Die Väter haben ja immer dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Maria das, was Eva zer­stört hat, wie­der her­stel­len durf­te. Dies aber mit frei­er Zustim­mung und nur unter frei­wil­li­ger Hin­ga­be und Unter­ord­nung (unter Gott). Das heißt aber, d a s s etwas wie­der­her­ge­stellt wur­de. Allein die Abschaf­fung der Poly­ga­mie und Schei­dung durch Jesus selbst ist ein ein­deu­ti­ger Hin­weis, dass dies alles auch genau so gemeint ist. Ich fin­de das eigent­lich fast unglaub­lich, wenn man sieht, wie schlecht die Stel­lung der Frau in sämt­li­chen ande­ren Reli­gio­nen, auch im Juden­tum, ist. das sage ich nicht, weil ich das mit moder­nem Eman­zen­tum ver­wech­sel, son­dern weil es ein­fach sach­lich so ist und auch vom Lehr­amt genau so auf­ge­nom­men und tra­diert wur­de. Und nun erscheint Maria wie­der oft und weist auf das Kom­men ihres Soh­nes hin. Ist es so schwer, sich dem unter­zu­ord­nen?
            Ich blei­be dabei — es ist wirk­lich schlimm, dass aus­ge­rech­net die Frau­en hier (die Prie­ster, und auch ande­re Män­ner lie­ben in der Regel Maria über­aus inten­siv, wenn sie tief­gläu­big sind!!!) die­ses Vor­bild der erlö­sten Frau nicht in der inten­si­ven Prä­senz ertra­gen wol­len, die Gott selbst ihr doch im Leben der Kir­che und der Heils­ge­schich­te ein­räumt!
            Das alles hat mit Küng über­haupt nichts zu tun.

        • Ich den­ke man kann das mit der „Feu­er der Höl­le“ schon so ver­ste­hen, dass man vor dem bewahrt blei­ben möge, was zu dem Feu­er der Höl­le führt, näm­lich der Sün­de.
          Nur bedeu­tet das ja, dass wir (die die­ses Gebet beten) ja die­je­ni­gen sind, die vor der Höl­le bewahrt wer­den müs­sen.
          Das steht zwar in ekla­tan­tem Wider­spruch zu dem, was man heut­zu­ta­ge land­auf, land­ab so hört, aber ist rich­tig, ohne Got­tes Hil­fe, wären wir alle auf ewig ver­lo­ren.
          Aber ich stol­pe­re schon immer über den näch­sten Teil, „füh­re alle See­len in den Him­mel“ das ist auch noch katho­lisch und bit­tet um die Unter­stüt­zung beim Auf­trag Christ, der ja will, dass alle Sün­der umkeh­ren und leben.
          Nur war­um sol­len die super­schwe­ren Sün­der bevor­zugt in den Him­mel geführt wer­den?
          Mir kommt das immer so vor wie „Also die ganz Schlim­men, denen hilf, aber die nur nor­mal Schlim­men, um die kön­nen ruhig in der Höl­le lan­den!“
          Ich habe mich schon oft gefragt, ob es nicht ein Über­set­zungs­feh­ler ist, weil es doch rich­ti­ger wäre zu beten „… füh­re alle See­len in den Him­mel, a u c h jene, die dei­ner Barm­her­zig­keit am mei­sten bedür­fen“

          • Wie­so die „super­schwe­ren Sün­der bevor­zugt“?

            Es heißt doch: „…füh­re alle See­len in den Him­mel, beson­ders jene, die dei­ner Barm­her­zig­keit AM MEISTEN bedür­fen“.

            Woher wol­len Sie wis­sen, wer der Barm­her­zig­keit „am mei­sten“ bedarf? Viel­leicht sind es ja — ver­zei­hen Sie — gera­de SIE sel­ber !

            Denn beach­ten Sie: „Dar­um, wer MEINT (sic !), er ste­he, der sehe zu, daß er nicht fal­le!“ 1. Kor. 10,12.

            Ein biss­chen weni­ger Selbst­ge­rech­tig­keit dürf­te auch hier nicht scha­den.

          • @Carlo
            Wenn sich ein Mensch nicht bewußt der Tod­sün­de hin­gibt bzw. in Tod­sün­de lebt, war­um soll er dann Angst vor der Höl­le haben? Angst ist ein schlech­ter Rat­ge­ber. Des­halb liegt mir das Fati­ma Gebet auch nicht, es erzeugt bei nicht weni­gen Men­schen eine angst­er­füll­te, knecht­li­che Stim­mung. Das hat nichts mit Demut zu tun.

          • @ car­lo
            Selbst wenn ich der­je­ni­ge bin, der, wenn alles nor­mal läuft ein siche­rer Höl­len­kan­di­dat ist, wor­um es doch gar nicht geht.
            So bleibt doch die Fra­ge war­um sol­len b e s o n d e r s die, die der Barm­her­zig­keit am m e i s t e n bedür­fen, vor der Höl­le bewahrt wer­den?
            Das stellt doch die Gerech­tig­keit auf den Kopf!
            Und es wäre doch rich­ti­ger, zu beten „..a u c h jene, die dei­ner Barm­her­zig­keit am mei­sten bedür­fen!“

          • Nein, @ besorg­ter Christ, die­se Wen­dung führt uns vor Augen, dass eine gro­ße Ver­wir­rung dar­über ent­stan­den ist, wo wir — jeder ein­zel­ne — ste­hen. Es ist das Fle­hen dar­um, recht geführt zu wer­den, auch in der Selbst­er­kennt­nis. Vie­le See­len sind heu­te ganz ganz weit weg von IHM. Auch sie sind gemeint, denn man kann sich kaum noch vor­stel­len, dass sie eine Chan­ce haben, IHN zu fin­den.
            Das ist ein Gebet in eine tie­fe Kri­se hin­ein das aber auch anmahnt, sich selbst immer vor­zu­se­hen — nicht im knech­ti­schen Geist, aber im Wis­sen um die eige­ne Unzu­läng­lich­keit und die Gefahr, abzu­stür­zen, womög­lich noch ohne Erkennt­nis dar­über.
            Sagt uns nicht die Schrift, dass kei­ner geret­tet wer­den könn­te, wenn die Zeit nicht abge­kürzt wür­de?
            Sehen Sie — auch hier­in ist die­ses Gebet ganz ganz nah am Herz­schlag des NT.

          • Das Gebet des Chri­sten für den Bru­der und zwar GERADE für den­je­ni­gen, der — nach Got­tes Maß­stab ! — am mei­sten sei­ner Barm­her­zig­keit bedarf, ist doch eine sol­che Selbst­ver­ständ­lich­keit, dass ich mich wun­de­re, es hier erwäh­nen zu müs­sen.

            Muss ich wis­sen, wer oder wel­cher genau jener ist ? Nein, ER weiß es, bevor es mir in den Sinn, geschwei­ge denn über die Lip­pen kommt !

            Anson­sten sei auf Zeit­schnurs Ant­wort ver­wie­sen — @ vie­len Dank !

          • Sehen Sie @ car­lo @ zeit­schnur erklärt um was es geht.
            So wie Sie es aus­führt ist der­je­ni­ge, der Got­tes Barm­her­zig­keit am mei­sten bedarf, ein­fach jeder.
            Weil auch der Beste, ohne die Erlö­sungs­tat Chri­sti auf ewig ver­lo­ren wäre.
            Ja selbst die aller­se­lig­ste Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria wäre ver­lo­ren, wenn nicht Chri­stus sie geret­tet hät­te.

            Aber oft trifft man Leu­te, die einem erzäh­len man müs­se für die armen Sün­der beten und sich dann auch auf Fati­ma beru­fen, und das gan­ze so „rüber­brin­gen“ dass sie sel­ber ja zu den „Guten“ gehö­ren wür­den.
            Und bei den mei­sten die­ser Leu­te fällt mir spon­tan, die Split­ter und Bal­ken Peri­ko­pe ein.

          • @M.S.
            “ Angst ist ein schlech­ter Rat­ge­ber. Des­halb liegt mir das Fati­ma Gebet auch nicht, es erzeugt bei nicht weni­gen Men­schen eine angst­er­füll­te, knecht­li­che Stim­mung. Das hat nichts mit Demut zu tun.“
            Kann ich für mich nicht bestä­ti­gen. Natür­lich haben die mei­sten Men­schen Angst vor den letz­ten Din­gen. Aber war­um? Viel­leicht weil ihr Glau­be zu schwach ist?
            @ein besorg­ter Christ
            „So bleibt doch die Fra­ge war­um sol­len b e s o n d e r s die, die der Barm­her­zig­keit am m e i s t e n bedür­fen, vor der Höl­le bewahrt wer­den?
            Das stellt doch die Gerech­tig­keit auf den Kopf!“
            Die Gerech­tig­keit des Herrn ist eine ande­re als die unse­re. Wie war doch das noch mit dem ver­lo­re­nen Sohn? Wie hat sich der gerech­te Sohn über das Kalb auf­ge­regt was der Vater für den ver­lo­re­nen Sohn geschlach­tet hat. Er hat es nicht als gerecht emp­fun­den.
            Ja so ist unser Gott. Er läßt 99 gerech­te Scha­fe ste­hen um das ver­lo­re­ne Schaf zu fin­den.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Also es ist doch zu ver­mu­ten, das die­je­ni­gen die gegen das Fati­ma Gebet etwas aus­zu­set­zen haben, auch gegen vie­le ande­re Gebe­te etwas vor­zu­brin­gen hät­ten, Haupt­sa­che sie kön­nen gegen etwas sein und Unfrie­den stif­ten.

            Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

          • @ shu­ca, aber das ist zu platt, der Herr lässt die 99 Gerech­ten, die mei­nen sich sel­ber zu Gerech­ten gemacht zu haben und der Barm­her­zig­keit nicht zu bedür­fen, ste­hen, um dem einen nach­zu­ge­hen, dass die Barm­her­zig­keit Got­tes annimmt!
            Barm­her­zig­keit und Gerech­tig­keit sind kein Wider­spruch!

    • Wer­te M. S.,

      die Fati­ma-Gebe­te wer­fen m. E. nur Fra­gen für die­je­ni­gen auf, wel­che die Fati­ma-Bot­schaft und die see­li­sche Kon­sti­tu­ti­on der Seher­kin­der nicht ver­ste­hen wol­len oder nicht ver­ste­hen kön­nen.

      M. E. sind die Kin­der rei­nen Her­zens und kön­nen des­we­gen auch vom Engel einer­seits und von der Got­tes­mut­ter ande­rer­seits füg­sam geführt wer­den. Auch des­halb ver­ste­hen die Kin­der sofort die Grund­hal­tung des Her­zens, die hier ange­spro­chen ist.

      Der Engel führt die Kin­der schon in die tie­fe­re Got­tes­ver­eh­rung und in die Hal­tung der Stell­ver­tre­tung in der Gebets­hal­tung unse­res Glau­bens ein; die direkt aus dem stell­ver­te­ten­den Erlö­sungs­lei­den Jesus Chri­sti abge­lei­tet ist (schmerz­haf­ter Rosen­kranz: Jesus, der für uns …). Die Kin­der von Fati­ma kann­ten den Rosen­kranz schon, und so kann man anneh­men, dass sie die Gebe­te des Engels sofort ange­nom­men und ver­stan­den haben; die Kin­der hat­ten kei­nen Stolz, waren rei­nen Her­zens, des­halb konn­te ihnen der Hei­li­ge Geist auch die Bedeu­tung ins Herz geben (Berg­pre­digt: selig die rei­nen Her­zens sind, denn sie wer­den Gott schau­en).

      Die­ses Gebet haben die Kin­der also sicher sofort als (auch) stell­ver­tre­ten­des Beten ver­stan­den:

      „Mein Gott, ich glau­be, ich bete an, ich hof­fe und ich lie­be dich. Ich bit­te dich um Ver­zei­hung für alle jene, die nicht glau­ben, nicht anbe­ten, nicht hof­fen und dich nicht lie­ben.“

      Auch das zwei­te Gebet des Engels ist mit dem rei­nen Her­zen der Kin­der wohl zu ver­ste­hen:

      „Aller­hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit, Vater, Sohn und Hei­li­ger Geist, ich bete dich in tief­ster Ehr­furcht an und opfe­re dir auf den kost­ba­ren Leib, das Blut, die See­le und die Gott­heit Jesu Chri­sti, der in allen Taber­na­keln der Welt gegen­wär­tig ist, zur Süh­ne für die Schmä­hun­gen, Ent­wei­hun­gen und die Gleich­gül­tig­keit, durch die er selbst belei­digt wird. Durch die unend­li­chen Ver­dien­ste sei­nes Hei­lig­sten Her­zens und des Unbe­fleck­ten Her­zens Mariä bit­te ich dich um die Bekeh­rung der armen Sün­der.“

      Der kost­ba­re Leib und das kost­ba­re Blut Jesu Chri­sti sind eine Ein­heit. Das Glei­che gilt für die mensch­li­che See­le und die Gott­heit Jesu Chri­sti (hypo­sta­ti­sche Uni­on).

      Bezüg­lich der mysti­schen Erfah­run­gen der Kin­der muss man aber noch mit beden­ken, dass den Mysti­kern die­se außer­or­dent­li­chen Erfah­run­gen — im Mass ihrer eige­nen Rein­heit des Her­zens bzw. ihrer See­le (hier: unver­dor­be­ne rei­ne Kin­der­see­len) — in die See­le ein­ge­brannt wer­den; und des­halb — im Mass ihrer Rein­heit — auch spä­ter abruf­bar sind.

      Wol­len wir die Rein­heit des Her­zens der Kin­der, oder spä­ter der Ordens­frau gewor­de­nen Luzia bezwei­feln? Stün­de uns dies zu? Und wis­sen wir mehr als Gott der die­se Kin­der erwählt hat?

      Das Gebet im Rosen­kranz („O mein Jesus, ver­zeih uns unse­re Sün­den, bewah­re uns vor dem Feu­er der Höl­le, füh­re alle See­len in den Him­mel, beson­ders jene, die dei­ner Barm­her­zig­keit am mei­sten bedür­fen.“) ist genau­so von die­sen rei­nen Kin­der­see­len ver­stan­den wor­den, da die Got­tes­mut­ter den Kin­dern Ein­blick in Him­mel, Fege­feu­er und Höl­le gege­ben hat­te.

      • Ich dan­ke ihnen für die­sen Bei­trag. Wie war das noch?
        „Wenn ihr nicht umkehrt und wer­det wie die Kin­der, so wer­det ihr nicht ins Him­mel­reich kom­men.“
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • @ Cyrill Ers­will

        Hoch spi­ri­tu­el­ler Bei­trag, der all das Kon­fu­se und Unrich­ti­ge in den betref­fen­den Kom­men­ta­ren ad Gebe­te damit rei­nigt und berich­tigt!
        Dan­ke.

      • Ganz wich­tig, was Sie hier sagen: Gott hat sich (natür­lich nur „ver­gleichs­wei­se“ rei­nen) See­len offen­ba­ren wol­len, die ein­fach noch nicht der­dreht und ver­dor­ben genug gewe­sen wären, das alles zu erfin­den oder zu ver­fäl­schen.
        Was ich bei den drei Kin­dern so erschüt­ternd fin­de, das ist, dass sie die­sen Süh­ne­op­fer­ge­dan­ken wirk­lich ganz tief ver­ste­hen, wohl auch v.a. Jacin­tha, die bis zu ihrem frü­hen Tod wirk­lich alles Gott und für die arme ver­lo­re­ne Welt auf­op­fern woll­te.
        Das alles ist viel zu groß für einen Kin­der­ver­stand, kann also unmög­lich von einem sol­chen erson­nen oder erfun­den sein.
        Wir sehen ja an der Debat­te hier, dass selbst vie­le älte­re Men­schen das alles völ­lig in den fla­schen Hals bekom­men und über­haupt gar nicht nach­voll­zie­hen kön­nen oder wol­len.
        Dan­ke für Ihre Aus­füh­run­gen — ich fin­de sie sehr hilf­reich!

  8. Ja Herr Schrems, die Frau von Fati­ma steht im Weg, das ” KON­ZIL” tat ja das Gegen­teil des­sen was sie emp­fahl, und 2017 hät­te auch ein Papst Bene­dikt mit den Pro­te­stan­ten 500 Jah­re The­sen­an­schlag in Wit­ten­berg durch Dr. Luther und nicht etwa 100 Jah­re Fati­ma gefei­ert. Die Frau in Fati­ma zeig­te nach dem Emp­fin­den die­ser Leu­te auch ein unan­ge­pass­tes Ver­hal­ten dass sie gera­de in einem Sieb­zeh­ner­jahr erschien.
    Aber so sag­te es die Frau in Fati­ma, ” am Ende wird mein unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren, der hei­li­ge Vater wird mir Russ­land wei­hen, und der Welt wird eine Zeit des Frie­dens geschenkt sein“.
    Es wird kom­men, so sehr sich die” nach­kon­zi­lia­re” Kir­che dage­gen sträubt!
    Lite­ra­tur­hin­weis: Maria spricht zur Welt Pro­fes­sor Dr. L. Gon­za­ga da Fon­se­ca, Pau­lus­ver­lag Frei­burg in der Schweiz 1973 , 20. Auf­la­ge 1996 137 000 ISBN 3–7228-0185–0
    Übri­gens gestern war Süh­ne­sams­tag. In dem Buch kann man auch nach­le­sen wie man die­sen hal­ten kann ohne dass ein Prie­ster eine Süh­ne­sams­tag­an­dacht macht, was ja de fac­to ver­bo­ten ist!

  9. Wenn ich da alle die­se Kom­men­ta­re lese oder lesen wür­de, wenn ich dazu Zeit hät­te, so schei­nen die­se recht wis­sen­schaft­lich zu sein. Denn die heu­ti­gen säku­la­ren Wis­sen­schaf­ter sind Wis­ser eben Bes­ser­wis­ser und nicht Wis­sen­schaft­ler im Hei­li­gen Geist ‑wäre dem nicht so, dann hät­ten wir auch kei­ne Atom­bom­be. Die­ses wis­sen­schaft­li­che Den­ken hat Ein­zug gehal­ten in allen Lebens­be­rei­chen, in der Reli­gi­on, in der Kir­che, im Glau­ben. wir spre­chen über alles, was der Papst, was die Bischö­fe, was die Kir­che anders machen soll­te, wie die Gebe­te ver­stan­den wer­den soll­ten, und und und… Facit wir spre­chen lie­ber über Gott und alles, was ein­fa­cher ist als mit Gott zu spre­chen, das heisst beten, fasten, nie­der­knien, sich in die Gegen­wart Got­tes ver­set­zen. Durch Gespräch hat­te ich noch kei­nen ein­zi­gen Sün­der bekehrt. Denn man glaubt dem Pfar­rer mehr, auch wenn ein Pfar­rer nicht im rech­ten Glau­ben steht. Des­halb stösst Pro­pa­gan­de für Fati­ma durch Lai­en mit Sicher­heit auf tau­be Ohren. Jedoch durch Gebet haben aber schon eini­ge ihre reli­giö­se Hal­tung geän­dert, was im nach­hin­ein immer wie­der über­rascht. Das Gespräch über Gott ist dem Teu­fel lie­ber als das Reden mit Gott, das Gebet. Und wie Maria in Fati­ma und andern Orten erschien, so hat auch Satan sei­ne Erschei­nungs­or­te, wo Men­schen zu Mil­lio­nen hin­pil­gern.

    • @ Herr Johann:

      Mei­nes Erach­tens hat es MMag. Schrems in sei­nem Bei­trag oben tref­fend for­mu­liert, denn *es ist die Stun­de der Lai­en*. Ich zitie­re:
      –„Es liegt an der Kir­che als gan­zer, also auch an den Lai­en, durch ihre Umset­zung der Fati­ma-Bot­schaft, die kom­men­den Kala­mi­tä­ten abzu­mil­dern. Es liegt nicht zuletzt an der Ver­brei­tung und Umset­zung der Süh­ne­sams­ta­ge, daß die Wei­he Ruß­lands end­lich voll­zo­gen wird.
      Das ist die Schluß­fol­ge­rung der gan­zen Arti­kel­se­rie: Es ist seit dem Kon­zil zwei­fel­los „die Stun­de der Lai­en“.
      .…..
      Heu­te, am Herz Mariä-Süh­ne­sams­tag des April 2014, kann jeder damit wirk­sam anfan­gen.
      Mehr ist dazu nicht zu sagen. „–

      Es ist rich­tig, was Sie sagen, nur ein Wort wür­de ich ändern wol­len: Pro­pa­gan­da i> ist für mich unpas­send.
      Der Laie = Gläubige/Christ muss/soll sich nicht im „Pro­pa­gan­da machen“ anstren­gen. Zeug­nis geben ist viel bes­ser und so man­cher hat sich durch das Glau­bens­zeug­nis ande­rer schon bekehrt. Zeug­nis geben geschieht zumeist ganz unspek­ta­ku­lär, durch ein authen­ti­sches Leben aus dem Glau­ben. Da sag ich Ihnen gewiss nichts Neu­es — bit­te nichts für ungut.

      Fati­ma­tag (13. des Monats)
      Wo ich zu Hau­se bin, gibt es an jedem 13. von Mai bis Okto­ber Fati­ma­fei­ern mit Pro­zes­si­on und Rosen­kranz sowie einer Fest­mes­se mit Fest­pre­digt. Wun­der­schön musi­ka­lisch und mit Gesang gestal­tet. Ech­te Volks­fröm­mig­keit lebt da noch. Dazu immer Beicht­mög­lich­keit bei Gast­prie­stern.

      Herz­ma­ri­en-Süh­ne­sams­tag
      Es stimmt was @wickerl mit­teilt, jeder kann den Süh­ne­sams­tag hal­ten — es braucht dazu nicht not­wen­di­ger­wei­se die offi­zi­el­le Kir­che mit Gestal­tungs­an­ge­bot.

      Got­tes Segen!

      • Das Wort Pro­pa­gan­da war etwas pro­vo­ka­tiv. Fati­ma ken­nen vie­le, aber wenn man von den Geheim­nis­sen spricht, dann stel­len die mei­sten auf taub, man will das nicht hören, vor­al­lem die Höl­len­vi­si­on.
        Was die Erfül­lung der Süh­ne­sams­tag betrifft, fin­det man mei­stens nur eine Sonn­tags­vor­abend­mes­se und kaum eine Beicht­ge­le­gen­heit. Prie­ster ken­nen den Süh­ne­samtag nicht oder wol­len ihn nicht ken­nen. Das ist lei­der Tat­sa­che.

    • @ Johann

      Sie neh­men eine unzu­läs­si­ge und pole­mi­sche Pola­ri­sie­rung vor: hie Gebet und da Gespräche/Debatten.
      Sie sagen: „Durch Gespräch hat­te ich noch kei­nen ein­zi­gen Sün­der bekehrt. Denn man glaubt dem Pfar­rer mehr, auch wenn ein Pfar­rer nicht im rech­ten Glau­ben steht. Des­halb stösst Pro­pa­gan­de für Fati­ma durch Lai­en mit Sicher­heit auf tau­be Ohren.“

      Also, weil Sie durch Gesprä­che noch kei­nen bekehrt haben, muss „Pro­pa­gan­da“ für Fati­ma auf tau­be Ohren sto­ßen und dies auch noch „mit Sicher­heit“. Und Ihr Satz wird tau­send­fach durch die Rea­li­tät und das Cha­ris­ma von Lai­en in der Kir­che wider­legt — es mag ja sein, dass es nicht Ihres ist, aber dann blei­ben Sie damit bei sich. Herr Schrems und ande­re kön­nen ein ande­res Cha­ris­ma haben.

      Ich wür­de Ihnen raten, das, was Sie per­sön­lich erfah­ren haben von dem zu ent­kop­peln, was ande­re tun oder von Gott her sogar tun sol­len und v.a. zu ent­kop­peln von dem, was Gott tut, wann ER es will und wie ER es will.
      Bei IHM ist nichts unmög­lich. ER nutzt Wege, an die Sie und ich nicht im Traum den­ken. Wer wem was abnimmt heu­te, wes­sen Ohren sich öff­nen anhand wel­cher Gele­gen­heit — was geht das Sie oder mich an?

      Jeder tue, wozu er sich beauf­tragt weiß. Und ich dan­ke Herrn Schrems für sei­ne drei Auf­sät­ze. Fati­ma ist das ver­hass­te Stief­kind der Deut­schen, sowohl der „Tra­di­tio­na­li­sten“ als auch der Moder­ni­sten.
      Und übri­gens: Gott­sei­dank ist unser Glau­be nie vor der wis­sen­schaft­li­chen Debat­te zurück­ge­wi­chen, wie etwa der Islam. Eine „Flucht“ ins Gebet ist nicht recht­gläu­big. Wir beten zwar immer, aber wir prü­fen auch alles, wie es uns St. Pau­lus auf­ge­tra­gen hat und „bewe­gen“ alles „im Her­zen“, also im Geist, wie es Maria tat. Sie, die „sedes sapi­en­tiae“ genannt wird, for­dert jeden ein­zel­nen und das Lehr­amt, wenn es denn sei­ne Auf­ga­be annimmt, die „cathe­dra sapi­en­tiae“ auf, auf höch­stem gei­sti­gen Niveau und auch in har­ter Aus­ein­an­der­set­zung die Wahr­heit zu ergrei­fen.
      Nichts für ungut — in die­sem Sin­ne: Gelobt sei Jesus Chri­stus!

      • Spre­chen wir mal klar. Kein Ich und kein Cha­ris­ma, son­dern die Gna­de Got­tes bringt den Sün­der, die in der Krank­heit des Mate­ria­lis­mus Leben­den zur Umkehr. Fati­ma ken­nen vie­le, doch bei den Geheim­nis­sen stel­len vie­le auf taub, weil man die Höl­len­vi­si­on nicht wahr­ha­ben will.
        Dass den Moder­ni­sten die Mari­en­ver­eh­rung nicht gera­de am Her­zen liegt, ver­ste­he ich, aber dass Sie die der Tra­di­ti­on ver­bun­de­nen in dens­sel­ben Topf wer­fen ver­ste­he ich nicht. Oh ja die neh­men Fati­ma sehr ernst, da soll­ten sie sich mal mit Rober­to de Mattei oder den Arti­keln von Mario Palma­ro beschäf­ti­gen. Klar leh­nen sie das Glau­bens­cha­os ab, das durch die Viel­falt der Mei­nun­gen nach dem Kon­zil ent­stan­den ist.
        Die Wis­sen­schaft ist seit­her längst in den Glau­ben ein­ge­drun­gen, durch die wis­sen­schaft­li­che Grup­pen­dy­na­mik, durch psy­cho­lo­gi­sche Beicht­ge­sprä­che, mit Lügen im Unter­richt über die Her­kunft der Bibel, Yoga mit christ­li­chem Inhalt, Ver­än­de­rung der Bibel durch abge­än­der­te Bibel­tex­te. Satan als gefal­le­ner Engel über­steigt eben die Erkennt­nis jedes Genies
        Ich glau­be die jun­ge Genera­ti­on hat ein Anrecht auf die zwei­tau­send­jäh­ri­ge unver­än­der­li­che Glau­bens­wahr­heit.
        nicht für ungut

        • @ Johann

          Mit denen, die der Tra­di­ti­on ver­bun­den sind, mein­te ich die hier in die­sem Forum gera­de so ableh­nend diku­tie­ren — nicht „alle“ Tra­di­tio­nel­len. Schau­en Sie sich mal die gesam­te Dis­kus­si­on zu den drei Fati­ma-Arti­keln an, dann ver­ste­hen Sie, was ich mei­ne.
          Es ist für mich schreck­lich, wie die Wor­te der Got­tes­mut­ter zer­pflückt wer­den. Auch mei­ne Arti­kel (Link oben : zeitschnur.blogspot etc.) setzt sich mit einer sol­chen rüden Fati­ma­kri­tik aus­ein­an­der, die theo­lo­gisch der­ma­ßen dar­um bemüht ist, durch Haar­spal­te­rei­en zu bewei­sen, dass Fati­ma unecht ist, dass es mich graust. Aucn die Kri­ti­ke­rin die­ser Haar­spal­te­rei, mit der ich mich aus­ein­an­der­set­ze, ist tra­di­to­nell ori­en­tiert.
          Wenn Sie die Postings der Kom­men­ta­to­rin „zeit­los“ (bit­te nicht mit mir ver­wech­seln!), die eine gro­ße Lef­eb­v­re-Ver­eh­re­rin ist, lesen, muss Ihnen auf­fal­len, dass sie scharf gegen eine ihrer Mei­nung nach über­zo­ge­ne und kon­kur­ren­te Mari­en­ver­eh­rung auch gera­de in Pius­krei­sen anschreibt.

          Auf die­se Debat­ten­la­ge bezog ich mich. Ich hof­fe, das ist nun etwas kla­rer gewor­den.

          • Besag­te Dame kann sich mit ihren Ver­dre­hun­gen & Umdeu­tun­gen indes kei­nes­wegs auf Mgr. Lef­eb­v­re beru­fen.

            Viel­mehr kocht sie ihr eige­nes, recht­ha­be­ri­sches Süpp­chen und ver­sucht ande­re hier & anders­wo unheil­voll gegen eine kirch­lich aner­kann­te Offen­ba­rung auf­zu­brin­gen.

            Die Prie­ster­bru­der­schaft aber steht auch bezüg­lich Fati­ma unver­än­dert ganz in der Tra­di­ti­on ihres Grün­ders und weiß ins­be­son­de­re mit Pater Mura einen aus­ge­zeich­ne­ten Ken­ner in ihren Rei­hen.

  10. Herr MMag. Schrems:

    Vergelt’s Gott für den Drei­tei­ler und die Quel­len­ver­wei­se zu den Erschei­nun­gen und Bot­schaf­ten von Fati­ma. Eine immense Arbeit sowie nicht gerin­ger Zeit­auf­wand waren damit ver­bun­den. Ich schät­ze sehr Ihre pro­fun­de, brei­te Sach­lich­keit in der Bear­bei­tung der The­ma­tik als auch die Offen­heit und Klar­heit, mit der Sie Ihr eige­nes Den­ken und Ver­ste­hen mit ein­flie­ßen las­sen. Die Schluss­aus­sa­gen unter FAZIT brin­gen für mich das Wich­tig­ste kom­pakt auf den rich­ti­gen Punkt. Ein wert­vol­ler Dienst für die/an der Wahr­heit!

    Aus Ihrem Bei­trag oben möch­te ich einen Absatz auf­grei­fen und ein paar Über­le­gun­gen anstel­len. Sie schrei­ben:
    „Ich erin­ne­re mich auch schwach an 2010, als Papst Bene­dikt XVI. in Fati­ma sag­te, daß sich täu­sche, wer sage, die pro­phe­ti­sche Bot­schaft Fati­mas sei abge­schlos­sen. Ich erin­ne­re mich aber nicht, daß mich das irgend­wie beun­ru­higt hät­te, denn wenn es etwas Drin­gen­des gege­ben hät­te, hät­te der Papst das sicher deut­lich aus­ge­spro­chen. Davon war aber nicht die Rede, irgend­ei­nen Appell an die Gläu­bi­gen habe ich nicht in Erin­ne­rung.“

    Als der Vati­kan im Jahr 2000 das 3. Geheim­nis von Fati­ma in der uns bekann­ten Ver­si­on ver­öf­fent­lich­te, war Kar­di­nal Ratz­in­ger Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on. Es erscheint mir zuläs­sig anzu­neh­men, dass er das ech­te, voll­stän­di­ge Geheim­nis gele­sen haben muss­te. Mag sein, dass es ein ganz klei­ner Per­so­nen­kreis war/ist, der das ech­te, voll­stän­di­ge 3. Geheim­nis von Fati­ma kennt (wie von Sr. Lucia nie­der­ge­schrie­ben). Es erscheint mir zuläs­sig anzu­neh­men, dass auch Papst JPII den wah­ren Inhalt kann­te. Dann hat „man“ sich halt bera­ten und der Öffent­lich­keit eine modi­fi­zier­te, ver­kürz­te Ver­si­on vor­ge­legt. Mini­mum wären somit Papst JPII und Kar­di­nal Ratz­in­ger für die­sen Vor­gang ver­ant­wort­lich. Es erscheint mir wei­ters zuläs­sig anzu­neh­men, dass wohl noch wei­te­re Per­so­nen bera­tend und aus­füh­rend invol­viert waren.
    Es gibt Quel­len die sagen, dass der nicht ver­öf­fent­lich­te Text die Hier­ar­chie selbst betref­fen soll. Also Papst, Kar­di­nä­le, Bischö­fe. Wenn dem so ist, wird in gewis­ser Wei­se nach­voll­zieh­bar und ein­sich­tig, dass der Vati­kan nicht das voll­stän­di­ge Geheim­nis ver­öf­fent­licht hat.
    In 2005 wird der wis­sen­de Kar­di­nal Ratz­in­ger zum Papst gewählt und sei­ne Bit­te um Gebet „.…damit ich nicht vor den Wöl­fen flie­he…“ kennt die gan­ze Welt inzwi­schen. Der wis­sen­de Papst Bene­dikt XVI. tritt im Febru­ar 2013, zei­chen­haft am Fest­tag der Mut­ter­got­tes von Lour­des (11.2.), zurück.
    Wie ist der Rück­tritt von Bene­dikt XVI. zu ver­ste­hen, wenn wir den Rück­tritt in die­sen Über­le­gungs­kon­text stel­len?

    Es erscheint mir not­wen­dig, die gro­ße Bot­schaft von La Salet­te 1846 (aner­kannt 1851) in Ver­bin­dung mit Fati­ma zu lesen. Der pro­phe­ti­sche Zusam­men­hang ist unver­kenn­bar.

    • @Eckstein

      Dan­ke für Ihre freund­li­che Rück­mel­dung.

      Ihre eige­nen „paar Über­le­gun­gen“ kann ich gut nach­voll­zie­hen.

  11. „Schließ­lich muß ich bezüg­lich der Aus­wahl mei­ner Gewährs­leu­te und Quel­len vor­aus­schicken, daß es zur Logik der Offen­ba­rung Got­tes gehört, daß die­je­ni­gen, die ihr fol­gen, ten­den­zi­ell zu Ver­fem­ten, Ver­leum­de­ten, out­casts und under­dogs wer­den.“
    Ja das ist wohl so. Wem die­se Welt lobt ist von die­ser Welt. Aber wer die­se Welt lobt kennt den Vater nicht.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  12. @ Zeit­schnur
    Neh­men Sie es mir bit­te nicht übel, aber Feli­zi­tas Küb­le hat mit ihrer Kri­tik am Gebet des Engels voll­kom­men recht.
    Wir sind nicht in der Lage, die „…Gott­heit Chri­sti auf­zu­op­fern. “ Er selbst hat sich auf Kal­va­ria geop­fert. In jeder hl. Mes­se opfert Er sich unblu­tig, er voll­zieht die­ses Opfer durch den Prie­ster als Sein Werk­zeug, Sei­nen Stell­ver­tre­ter. Auch im Meß­op­fer, der unblu­ti­gen Erneue­rung des Opfers von Kal­va­ria ist Jesus Chri­stus der Prie­ster, Er opfert sich. Ich wie­der­ho­le es: Der Prie­ster ist Sein Werk­zeug. Das macht die Wür­de des katho­li­schen Prie­sters aus, sei­ne „onto­lo­gi­sche Dif­fe­renz“ zu uns Lai­en.
    Im alten Volks­ka­te­chis­mus und Gebet­bü­chern von Spria­go fin­det sich die­se For­mu­lie­rung, dass wir Jesus Chri­stus Gott auf­op­fern. Wahr­schein­lich gab es die in Por­tu­gal auch. Doch es ist ein Miss­ver­ständ­nis der Opfer­theo­lo­gie von Tri­ent, die auch vor Tri­ent schon gül­tig war.
    (…)“ In die­sem Geheim­nis uner­forsch­li­cher Weis­heit und uner­mess­li­cher Lie­be hört Er nicht auf, wei­ter zu wir­ken, was Er ein­mal am Kreuz voll­bracht hat. Er selbst ist der Prie­ster, er selbst auch die Gabe.…“
    (Prä­fa­ti­on vom hei­lig­sten Sakra­ment). Tri­ent und die Prä­fa­ti­on vom hei­lig­sten Sakra­ment ver­kün­den die katho­li­sche Opfer­theo­lo­gie.
    Wenn 1930 Fati­ma von einem Bischof? aner­kannt wor­den sein soll, dann heißt das nicht, dass alles, was Sr. Lucia spä­ter offen­bar­te, aner­kannt ist. Nicht nach den Geset­zen der Logik.
    Grund­sätz­lich zu kirch­lich aner­kann­ten Pri­va­tof­fen­ba­run­gen: Die Kir­che emp­fiehlt den Glau­ben, aber sie schreibt ihn nicht zwin­gend vor.
    Das ist nicht wider­sprüch­lich: Auch Müt­ter emp­feh­len ihren Kin­dern mit­un­ter bestimm­te Ver­hal­tens­wei­sen, stra­fen aber nicht, wenn Kin­der wider­spre­chen. Wenn grund­sätz­li­che Wei­sun­gen nicht befolgt wer­den, dann ist die Ein­heit in Gefahr, dann straft die Mut­ter, wenn nötig, emp­find­lich.
    Die­sen Spiel­raum lässt in Bezug auf Pri­va­tof­fen­ba­run­gen auch die Mut­ter Kir­che. Sie wünscht, sie emp­fiehlt, schreibt aber nicht zwin­gend vor. Wie im rich­ti­gen Leben.

    • Nur ganz kurz:
      Der Engel sagt nicht, dass man die iso­lier­te Gott­heit auf­op­fert, son­dern Leib, Blut und die Gött­lich­keit Jesu Chri­sti — also das, was das Kon­zil von Tri­ent genau so für das Mess­op­fer defi­niert hat, und zwar wört­lich.
      Hal­ten Sie es, wie Sie es wol­len. Das Kon­zil hat jeden in Bann gesetzt, der das bestrei­tet. In der alten Kir­che galt, dass das, was da dem Wort­sinn nach steht, auch gilt und nicht ein Miss­ver­ständ­nis ist, das erst durch die gegen­tei­li­ge Bedeu­tung ver­steh­bar wird.
      es gilt von alters her, dass wir das Mess­op­fer auf­op­fern kön­nen.
      Fol­gen­der­ma­ßen hat Tri­ent defi­niert:
      „Wenn jemand leug­net, dass in dem hei­lig­sten Altarsa­kra­ment, wahr­haft, wirk­lich und wesent­lich der Leib und das Blut, zugleich mit der See­le und der Gott­heit unsers Herrn Jesu Chri­sti und folg­lich Chri­stus ganz ent­hal­ten sei, son­dern sagt, er sei in dem­sel­ben nur, wie in einem Zei­chen oder Bil­de oder der Kraft nach, der sei im Bann.“

      Wenn Sie die­sem Dekret wider­spre­chen wol­len…

    • Mes­sen kön­nen tra­di­tio­nell „auf­ge­op­fert“ wer­den:

      1. Tri­ent (22. Sit­zung, Canon 3)
      „Wenn jemand sagt, das Mess­op­fer sei nur ein Lob- und Dank­sa­gungs­op­fer oder eine blo­ße Erin­ne­rung des am Kreuz voll­brach­ten Opfers, nicht aber (Oben, Kap. 2 von die­sem Sakra­men­te) ein Süh­nop­fer oder nüt­ze nur allein dem, der es genießt und müs­se nicht die Leben­di­ge und Abge­stor­be­ne, für Sün­den, Stra­fen, Genug­tu­un­gen und ande­re Bedürf­nis­se auf­ge­op­fert wer­den, der sei im Ban­ne.“

      2. Pfar­rer von Ars (bei­spiel­haft):
      „Es genügt, wenn ich euch mit dem Hl. Johan­nes Chryso­sto­mus sage, dass die Hl. Mes­se den gan­zen himm­li­schen Hof erfreut, alle armen See­len des Fege­feu­ers erquickt, alle Seg­nun­gen auf die Erde her­ab­zieht und Gott mehr Ehre gibt als die Lei­den aller Mär­ty­rer, als die Buß­übun­gen aller Ein­sied­ler, als alle Trä­nen, die sie seit Anbe­ginn der Welt ver­gos­sen haben, und als alles, was sie noch bis zum Ende der Welt tun wer­den. Und war­um? Der Grund dafür ist ganz klar: alle die Hand­lun­gen wer­den von mehr oder weni­ger schul­di­gen Sün­dern ver­rich­tet; wäh­rend es im hl. Mess­op­fer ein sei­nem Vater eben­bür­ti­ger Gott­mensch ist, der ihm das Ver­dienst sei­nes Todes und Lei­dens auf­op­fert. Alle die­se Wer­ke sind Wer­ke der Men­schen und die Hl. Mes­se ist das Werk Got­tes. Das Mar­ty­ri­um ist das Opfer, das der Mensch Gott mit sei­nem Leben dar­bringt. Die hl. Mes­se ist das Opfer, das Gott für den Men­schen mit sei­nem Leib und Blut dar­bringt.“

      3. Tri­ent (25. Sit­zung, Beschluss vom Fege­feu­er) zu „Messstipendien“/Aufopfern von Hl. Mes­sen für ande­re Men­schen:
      „Dage­gen sol­len die Bischö­fe dafür sor­gen, dass die Hil­fe­lei­stun­gen der leben­den Gläu­bi­gen, näm­lich die Hei­li­gen Meß­op­fer, Gebe­te, Almo­sen und ande­re Wer­ke der Fröm­mig­keit, die von den Gläu­bi­gen für ande­re hin­ge­schie­de­ne Gläu­bi­gen ver­rich­tet zu wer­den pfle­gen, nach den Anord­nun­gen der Kir­che fromm und andäch­tig ver­rich­tet und das­je­ni­ge, was den­sel­bi­gen ver­mö­ge Ver­mächt­nis­stif­tun­gen oder auf ande­re Wei­se gebührt, nicht saum­se­lig, son­dern von den Prie­stern und Kir­chen­die­nern und Ande­ren, wel­che dies zu lei­sten ver­pflich­tet sind und sorg­fäl­tig und genau ent­rich­tet wer­de.“

      4. Tri­ent (22. Sit­zung, II)
      „Des­we­gen wird es (das Mess­op­fer), nach der Über­lie­fe­rung der Apo­stel, rich­tig, nicht nur für die Sün­den, Stra­fen, Genug­tu­un­gen und ande­re Bedürf­nis­se der leben­di­gen Gläu­bi­gen, son­dern auch für die in Chri­sto Ver­schie­de­nen und noch nicht voll­ends Gerei­nig­ten auf­ge­op­fert.“

      Alles nur Miss­ver­ständ­nis­se?

  13. Dan­ke für die­sen Bei­trag, akzep­tie­ren wir doch end­lich das wir einen star­ken all­mäch­ti­gen Gott haben, der sei­ne Kir­che und sei­ne Kin­der nicht allei­ne lässt der sie ret­ten will. Schließ­lich hat er sich und der Vater sei­nen Sohn geop­fert. Er wirkt auch heu­te in die Welt jeden Tag. Gott braucht nicht intel­lek­tu­el­les Gefa­sel. Er braucht unser Gebet und die Über­ga­be unse­res Frei­en Wil­lens, damit ER mit uns gegen Satan und sei­ne Vasal­len den Kampf um die See­len füh­ren kann. Er braucht uns als sei­ne „klei­nen“ Kin­der die demü­tig und nicht hoch­mü­tig sind. Denn er braucht unse­re Hin­ga­be im Gegen­satz zu Satan der uns angrei­fen und mani­pu­lie­ren kann.
    Hören wir end­lich auf uns in bes­ser­wis­se­ri­scher Wei­se auf­zu­spie­len, sind wir demü­tig, beten wir und ver­trau­en wir auf den Drei­fal­ti­gen Gott und sind wir sei­ne „klei­nen“ Kin­der.
    Wer sich selbst erhöht, wird ernied­rigt wer­den.

  14. „Gott braucht nicht intel­lek­tu­el­les Gefa­sel.“ Wenn wir uns mit einem Bei­trag aus­ein­an­der­set­zen, mit Gebets­in­hal­ten, dann sol­len wir das mit unse­rer Ver­nunft tun. Unse­re Argu­men­te sol­len ver­nunft­ge­lei­tet sein und der Leh­re der Kir­che ent­spre­chen. Der Vor­wurf man­geln­der Demut ist in die­sem Fall selbst hoch­mü­tig. Weil man rich­tig oder falsch argu­men­tie­ren kann. Das gibt Drit­ten nicht das Recht, mora­li­sie­rend den Debat­tie­ren­den die Demut abzu­spre­chen.

  15. @besorgter Christ
    „@ shu­ca, aber das ist zu platt, der Herr lässt die 99 Gerech­ten, die mei­nen sich sel­ber zu Gerech­ten gemacht zu haben und der Barm­her­zig­keit nicht zu bedür­fen, ste­hen, um dem einen nach­zu­ge­hen, dass die Barm­her­zig­keit Got­tes annimmt!
    Barm­her­zig­keit und Gerech­tig­keit sind kein Wider­spruch!“
    Die mei­nen nicht sie sind gerecht, sie sind es. Barm­her­zig­keit und Gerech­tig­keit sind natür­lich kein Wider­spruch aber sie sind nicht das­sel­be. Ich hat­te von der Gerech­tig­keit des Herrn gespro­chen nicht von der unse­ren. Wenn es nach unse­rer Gerech­tig­keit gehen wür­de dann hät­ten die wenig­sten eine Chan­ce. Selbst gegen die Mut­ter Got­tes von Fati­ma wer­den Vor­wür­fe laut, frei nach dem Mot­to „Wir ver­ste­hen dei­ne Gerech­tig­keit nicht“. Aber nichts für Ungut, mir geht es des öfte­ren genau­so. Es ist eben die Zeit des „Durch­ein­an­ders“. Aber wir den­ken wenig­sten über unse­rem Gott stän­dig nach und das ist mehr als die mei­sten Zeit­ge­nos­sen zu bie­ten haben.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  16. Inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen und Ana­ly­sen, die MMag. Wolf­ram Schrems hier vor­ge­legt hat. Besten Dank dafür! Die­se Infos sind sowohl ein guter spi­ri­tu­el­ler Impuls für die vor­öster­li­che Buß­zeit als auch eine gute Anre­gung, ange­sichts der neu­esten Ent­wick­lun­gen in Kir­che und Welt sich noch inten­si­ver mit den Inhal­ten und Inten­tio­nen der Fati­ma-Bot­schaft zu beschäf­ti­gen… und vor allem sie im Leben umzu­set­zen, um in die­sem heu­ti­gen gewal­ti­gen Rin­gen zw. Licht und Fin­ster­nis über­le­ben zu kön­nen. Ich sehe das genau­so wie Herr Schrems: auch für mich ist Fati­ma das zen­tra­le über­na­tür­li­che Ereig­nis des 20. Jahr­hun­derts, der Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis der seit Jahr­zehn­ten sich ver­schlim­mern­den Glau­bens­kri­se mit allen ver­hee­ren­den Aus­wir­kun­gen für Kir­che und Welt. Wir ste­hen ohne Zwei­fel vor einem Abgrund! Und den­noch wei­ge­re ich mich, in der gan­zen Ent­wick­lung nur das Nega­ti­ve zu sehen, son­dern ver­su­che, das Gan­ze heils­ge­schicht­lich ein­zu­ord­nen. Ist es der Kir­che nicht irgend­wie vor­her­be­stimmt, dass sie wie Chri­stus auch mal ihren Kreuz­weg gehen und ihren Kar­frei­tag erle­ben muss? Immer wie­der war in den letz­ten Jah­ren und Jahr­zehn­ten die Rede von einem neu­en Pfing­sten, aber hat man dabei etwa ver­ges­sen, dass Pfing­sten auf Ostern folgt und dass Ostern nicht ohne Kar­frei­tag denk­bar ist? Und die­ser Kar­frei­tag für die Kir­che wird in der Fati­ma-Bot­schaft ein­drück­lich beschrie­ben.
    An die­ser Stel­le wird häu­fig die Fra­ge gestellt, wie es über­haupt zu die­ser Bedro­hung der Kir­che durch den heu­ti­gen mili­tan­ten Athe­is­mus kom­men konn­te, wobei ger­ne auf die Jah­res­zah­len 1317, 1517, 1717 und 1917 ver­wie­sen wird. Vom Nomi­na­lis­mus eines Occam aus­ge­hend wur­de zunächst die Kir­che, dann der Erlö­ser Chri­stus und schluss­end­lich Gott bei­sei­te gescho­ben. Kann so Leben gelin­gen? Ich den­ke, dass die Pro­ble­me, mit denen wir heu­te kon­fron­tiert wer­den, dar­auf eine kla­re Ant­wort geben. Es braucht einen Ein­griff von oben, damit es über­haupt noch wei­ter­ge­hen kann. Dabei wird aber, und das fin­de ich ent­schei­dend, gleich­zei­tig Heils­ge­schich­te geschrie­ben. Fati­ma ist somit weg­wei­send für die Kir­che. Im 3. Geheim­nis bezeu­gen der Engel mit dem Feu­er­schwert und die Engel am Kreu­zes­hü­gel, dass der Weg der Kir­che noch in die­ser Zeit sich im Zei­chen des Kreu­zes, in letz­ter Nach­fol­ge des Herrn, erfül­len wird. Für die damit ein­her­ge­hen­den Bedräng­nis­se wer­den uns Heil­mit­tel ange­bo­ten, und je nach­dem, wie sehr wir davon Gebrauch machen, wer­den wir Mil­de­rung erfah­ren oder eben nicht. Die Wei­he Russ­lands an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens wird kom­men, aber wohl erst im Moment größ­ter Not durch neu­er­li­ches Wüten des Bol­sche­wis­mus in Euro­pa… denn vor­her scheint die Kir­che die Not­wen­dig­keit die­ser Wei­he nicht ein­se­hen zu wol­len. Wäre Pius XI. die­ser Auf­for­de­rung nach­ge­kom­men, wäre wohl alles ganz anders ver­lau­fen. Aber auch jetzt gilt: Am Ende steht der Tri­umph des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens… und das wird dann auch ihre welt­wei­te Aner­ken­nung u. Ver­eh­rung als Mit­erlö­se­rin, Mut­ter und Köni­gin brin­gen.

    • @Toribio
      War­um wol­len Sie der Got­tes­mut­ter den Titel Mit­erlö­se­rin geben? Die Mut­ter­got­tes ist die größ­te Hei­li­ge des Him­mels, aber sie ist kei­ne Gott­heit. Jesus ist wah­rer Gott und wah­rer Mensch. Völ­lig ein­zig­ar­tig.

      Wir haben EINEN Herrn und EINEN Hei­land, EINEN Erlö­ser und das ist Jesus Chri­stus. Die Gleich­be­rech­ti­gung der Geschlech­ter ist eine Illu­si­on, der Anfang des Gen­der­wahns. Ent­we­der domi­niert der Mann oder es domi­niert die Frau. Weil Jesus als Mann die Kir­che gegrün­det hat, haben wir in der Kir­che das Patri­ar­chat. Es gibt genug Kräf­te, die die­ses zu kip­pen ver­su­chen zugun­sten eines Matri­ar­cha­tes (von dem sie sich, ich möch­te wis­sen, was ver­spre­chen?), indem ganz lang­sam nach und nach die Frau­en Auf­ga­ben und Ämter erhal­ten sol­len, um dann nach und nach mit­zu­re­gie­ren bis sie die Sache über­nom­men haben. Der Ruf nach Dia­ko­nat, Prie­ster­tum der Frau – obwohl nicht mög­lich – will nicht ver­stum­men. Seit­dem es weib­li­che Mini­stran­ten gibt, gibt es kaum noch Jun­gen im Altar­raum!!! Auf­wa­chen, wer das nicht merkt. Seit es bei den Pro­te­stan­ten „Pfar­re­rin­nen“ gibt, fin­den sich kaum noch Män­ner, die „Pfar­rer“ sein wol­len. Die Frau­en ver­drän­gen mit ihrer enor­men Ener­gie, die sie von Natur aus haben, die Män­ner und stel­len sie ins zwei­te Glied. Das ist ein Rie­sen­feh­ler für bei­de Sei­ten, es zeigt sich immer mehr, daß damit kei­ner glück­lich wird. Vie­le jun­ge Frau­en fin­den kei­nen Mann mehr! Sie lei­den dar­un­ter und wis­sen nicht, was sie falsch machen. Jun­ge Män­ner sind auf der Flucht vor den „star­ken“ Frau­en und suchen ihr Glück beim eige­nen Geschlecht. Vie­le Frau­en schau­feln sich eine Dop­pel­be­la­stung hin, weil sie ja neben­bei auch noch ein oder zwei Kin­der wol­len – oder auch nicht, und die Kin­der? Nach denen fragt auch in der Kir­che bald kei­ner mehr.

      Es gibt kei­ne Gleich­be­rech­ti­gung. Ent­we­der domi­niert der Mann oder es domi­niert die Frau. Ein Neben­ein­an­der in stil­ler Ein­tracht ist viel­leicht in sel­te­nen Fäl­len mög­lich, in der Regel geht es nicht. Ent­we­der wir haben ein Patri­ar­chat oder ein Matri­ar­chat, in Kir­che, in Gesell­schaft, Ehe. Der Reich­tum eines Orche­sters besteht dar­in, daß es eine erste Gei­ge gibt und eine zwei­te Gei­ge. Zwei erste Gei­gen machen kei­nen Sinn.

      Jesus Chri­stus ist unser ein­zi­ger Erlö­ser. So hat man das frü­her ein­mal gelernt. Und das wird auch immer so sein.

  17. @ M.S.
    Eigent­lich ist das jetzt nicht das The­ma die­ses Threads und des­we­gen habe ich die­sen Aspekt neben­bei und ganz am Schluss erwähnt, eigent­lich nur des­halb, um zum Schluss noch ein­mal auf die Wich­tig­keit und Bedeu­tung der von der Kir­che aner­kann­ten Fati­ma-Bot­schaft und der damit ver­bun­de­nen Gna­den­mit­tel hin­zu­wei­sen. Aber trotz­dem möch­te ich Ihre Fra­ge, war­um ich das will, ger­ne beant­wor­ten: Weil ich über­zeugt bin, dass es der Wil­le ihres Soh­nes Jesus Chri­stus ist, dass wir die Rol­le sei­ner Mut­ter im Erlö­sungs­ge­sche­hen immer bes­ser erken­nen und die­se auch ent­spre­chend wür­di­gen. Sie hat nicht nur den Erlö­ser gebo­ren, son­dern auch sei­ne Pas­si­on beglei­tet bis hin unters Kreuz. Und was ist ihr vor­her­ge­sagt wor­den? — „Auch dei­ne See­le wird ein Schwert durch­drin­gen!“
    Jesus redet sei­ne Mut­ter an zwei ent­schei­den­den Stel­len sei­nes Lebens mit „Frau“ an, zu Beginn sei­ner Mis­si­on, die sie ein­lei­tet, und am Ende sei­ner Mis­si­on, die sie mit ihm zusam­men lei­dend und opfernd zu Ende führt und abschließt. Das ist kein Zufall. Die­se zwei Stel­len und noch wei­te­re wei­sen Maria als die Frau in Gen 3,15, als die Mit­erlö­se­rin, aus, durch die Chri­stus Satan den Kopf zer­tritt: Durch ihr Ja-Wort zur Emp­fäng­nis Chri­sti hat sie uns das Heil geschenkt, durch ihr Wort auf der Hoch­zeit zu Kana hat sie die Mis­si­on Chri­sti ein­ge­lei­tet, die in sei­nem Opfer­tod voll­endet wer­den soll­te, und durch ihre Anwe­sen­heit unterm Kreuz und ihre Lei­den und ihr Mit­op­fern hat sie die Mis­si­on Chri­sti zum Abschluss gebracht. So wird sie von der Hei­li­gen Schrift als die Mit­erlö­se­rin, die neue Eva, die neue Frau, ver­kün­det. Für Mysti­ker und Her­zens­men­schen, die betend dar­über nach­den­ken, ist das abso­lut begreif­bar und annehm­bar. Ver­nunft­men­schen hin­ge­gen schei­nen sich damit schwer zu tun. War­um sonst wirft man mit Din­gen um sich, die mit der Mit­erlö­ser­schaft Mari­ens gar nichts zu tun haben? Nie­mand bestrei­tet, dass wir in Jesus Chri­stus den EINEN Herrn und EINEN Hei­land und EINEN Erlö­ser haben. Aber war­um bringt man hier Din­ge wie die Gleich­be­rech­ti­gung der Geschlech­ter, die Fra­ge Patri­ar­chat vs. Matri­ar­chat, Dia­ko­nat und Prie­ster­tum der Frau usw. ins Spiel? Das eine hat mit dem ande­ren über­haupt nichts zu tun! Auch haben wir in der Kir­che nicht des­halb das Patri­ar­chat, weil Jesus als Mann die Kir­che gegrün­det hat [das wäre eine arge Ver­kür­zung des Gan­zen!], son­dern weil das mit der Onto­lo­gie von Mann und Frau zusam­men­hängt: der Mann ist der Zeu­gen­de, die Frau die Emp­fan­gen­de, Gebä­ren­de.
    Sie brin­gen eine Men­ge Argu­men­te, die aber alle an der Sache vor­bei­ge­hen.
    Ähn­lich ver­hält es sich mit Ihren voll­kom­men bana­len Aus­sa­gen, mit denen Sie die Leu­te zu über­zeu­gen ver­su­chen. Sie sag­ten: „Die Mut­ter­got­tes ist die größ­te Hei­li­ge des Him­mels, aber sie ist kei­ne Gott­heit.“ Dass sie eine Gott­heit ist, hat nie­mand behaup­tet, aber sie ist mehr als nur eine Hei­li­ge… oder ken­nen Sie eine ande­re Hei­li­ge, von der man sagen könn­te, sie sei eine zwei­te Köni­gin des Him­mels und der Erde?

    • Zu der Onto­lo­gie der bei­den Geschlech­ter gehört sicher auch eine kom­ple­xe Abbild-Got­tes-Theo­rie, die einer­seits auf den ursprüng­li­chen para­die­si­schen Zustand zeigt, in dem Mann und Frau als Gemein­schaft Abbild der Tri­ni­tät sind. Ande­rer­seits aber bil­det sich heils­ge­schicht­lich, nach der sünd­haf­ten Dekon­struk­ti­on die­ser Har­mo­nie zwi­schen Mann und Frau, hier die von IHM her hei­len­de Bezie­hung zwi­schen Gott und Kir­che ab. Die Dog­ma­tik lehrt eigent­lich durch­ge­hend, dass Gott das Mensch­sein durch sei­ne Inkar­na­ti­on erho­ben hat, dass der gro­ße Gott tat­säch­lich mit der Kir­che als sei­ner Braut gewis­ser­ma­ßen „ein Fleisch“ ist, so wie es beim Ehe­band der Fall ist. Nun weiß jeder, der lan­ge und glück­lich ver­hei­ra­tet ist, wie sehr der Mann nicht ohne die Frau und umge­kehrt agie­ren kann, wie tief die Bin­dung zwi­schen den Geschlech­tern. Ich bin nun schon sehr lan­ge ver­hei­ra­tet und kann nur den Kopf schüt­teln, M.S. — wür­de einer von uns bei­den Part­nern den ande­ren beherr­schen oder domi­nie­ren, wäre der Teu­fel im Haus… Einer braucht den ande­ren ent­schei­dend, das ist die Wahrheit…und liebt ihn dafür.
      Wenn also Chri­stus wie ein Bräu­ti­gam sei­ne Braut (uns) „heim­ho­len“ will, sind Wort­schlach­ten um „Gleich­be­rech­ti­gung“ eben­so wie „Unter­ord­nung“ aus dem sünd­haf­ten Zustand des Men­schen, aber nicht aus dem Opfer Chri­sti und der unend­li­chen Lie­be gebo­ren, die ihn an uns bin­det und die er erwi­dert wis­sen will durch jeden ein­zel­nen von uns. Da er sich uns hin­ge­ge­ben und für uns geop­fert hat, kann unse­re Ant­wort nur Hin­ga­be und Erge­ben­heit unter ihn sein und in der Fol­ge auch unter­ein­an­der. So erle­be auch ich mei­ne Ehe: es ist eine tie­fe Erge­ben­heit des einen gegen­über dem ande­ren — immer dem ande­ren den Vor­tritt ein­räu­men, und dies im Bewusst­sein, ver­schie­den zu sein, und dar­in die­ses tie­fe Bild der Lie­be Got­tes zur Kir­che abzu­bil­den. Nur ein Mann kann daher Prie­ster sein, weil er Jesus abbil­det. Jede Frau aber soll­te danach stre­ben, Maria abzu­bil­den in ihrer frei­en Hin­ga­be und eben auch die­ser Gefähr­ten­schaft Jesu. So wie ich als Ehe­frau mei­nem Mann die Gefähr­tin sein soll, die sein Leben füllt und erfüllt und sich inso­fern auf ihn hin ver­steht, ohne des­halb im Wert­sinn „unter­ge­ord­net“ zu sein, so ist Maria der „adi­utor“ (Eva wird so genannt) für Jesus und steht bei ihm von Anfang bis zum Ende und tut es jetzt noch.
      Es ist mir unbe­greif­lich, in die­ser wun­der­ba­re Erhe­bung des Men­schen in Maria, die uns einen Vor­ge­schmack dar­auf gibt, dass wir einst mit Jesus über Engel rich­ten wer­den, nicht die gro­ße Hoff­nung zu erblicken, zu der wir beru­fen sind, son­dern — schnö­de Kon­kur­renz zu Jesus. Beten wir nicht im Rosen­kranz: „… der dich, o Jung­frau, im Him­mel gekrönt hat“? Das ist das, was auch auf uns war­tet, wenn wir glau­ben.
      Für mich ist es ein ein­zi­ges Wun­der. War­um freu­en wir uns nicht dar­über, dass der Sohn Got­tes nicht ohne uns sein Erlö­sungs­werk voll­zie­hen woll­te, war­um jubeln wir nicht und dan­ken ihm für die­se gro­ße Gna­de?

    • Maria ist die Köni­gin der Frau­en, aber damit kein weib­li­cher König!
      Maria hat kei­ne Herr­schaft, dass sie irgend­was auto­nom bewir­ken könn­te, son­dern ist unse­re Fübit­te­rin, unse­re Für­spre­che­rin bei ihrem Sohn.
      Es ist Chri­stus der mit dem Vater lebt und herrscht in alle Ewig­keit. Es ist Chri­stus dem alle Gewalt im Him­mel und auf Erden gege­ben ist.
      Maria ist ganz Frau und was das bedeu­tet, das kön­nen wir als moder­ne Men­schen uns gar nicht mehr vor­stel­len, weil wir alle viel zu sehr in den moder­nen Kate­go­ri­en von Empö­rung über ech­te und ver­meint­li­che, sowie unver­meid­li­che Ungleich­hei­ten den­ken kön­nen, gera­de was das Ver­hält­nis der Geschlech­ter angeht!

      • Sie ver­brei­ten hier wirk­lich fal­sche Leh­ren, das ist nicht in Ord­nung! Maria war noch nie­mals iso­liert „Köni­gin der Frau­en“. Hier ein paar, selbst der säku­la­ren Welt bekann­te Lexi­kon­ein­trä­ge:

        Unzäh­li­ge „Maria-Köni­gin-Kir­chen“ bezeu­gen, dass es Irr­leh­re ist, was Sie hier ver­brei­ten. Maria hat u.a den Titel „Regi­na cae­li“ (Him­mels­kö­ni­gin, Gedenk­tag 9. Juli) oder „Regi­na mun­di“ (Köni­gin der Welt, Gedenk­tag 31. Mai (Mari­en­mo­nat)) oder … oder ken­nen Sie womög­lich die Lau­re­ta­ni­sche Lita­nei gar nicht? Da fin­den Sie alle Titel Mari­ens und wor­über und über wen sie alles Köni­gin ist…http://de.wikipedia.org/wiki/Lauretanische_Litanei.

        Selbst über Engel und Apo­stel ist sie Köni­gin.

        Was das Stich­wort „auto­nom“ betrifft: davon hat hier über­haupt kein Mensch gere­det. Es ist unred­lich, das nun ins Feld zu füh­ren!

        Und im übri­gen kann Maria alles bewir­ken, wirk­lich alles, was sie will. Auch das ist Leh­re der Kir­che. Sie kann das des­we­gen, weil sie voll­kom­men im Ein­klang ist mit dem Wil­len Got­tes.
        Im Reich Got­tes gibt es nie­man­den, der „auto­nom“ wäre. Nicht ein­mal Gott will auto­nom sein! Er ist in sich selbst Gemein­schaft und woll­te Gemein­schaft. Er ist umge­ben von himm­li­schen Heer­scha­ren und zu all dem woll­te er sich den Men­schen als gelieb­te Braut schaf­fen.
        Sie sind so ver­fan­gen in die­sen sünd­haf­ten und unge­sun­den Macht­ka­te­go­ri­en, die in Jesus Chri­stus doch wie­der auf­ge­ho­ben sind. So sagt ja der Apo­stel: „Ver­um­tamen neque mulier sine viro, neque vir sine mulie­re in Domi­no; nam sicut mulier de viro, ita et vir per mulie­rem, omnia autem ex Deo. (1. Kor. 11,11f) — „Daher jedoch gibt es im Herrn die Frau nicht ohne den Mann, eben­so den Mann nicht ohne die Frau; Denn wie die Frau vom Mann kommt, so kommt der Mann durch die Frau, alles aber aus Gott.“

        Das ist ein Bild der Lie­be und der innig­sten Ver­wo­ben­heit! War­um schöp­fen wir das nicht aus? In Chri­stus geht das, — so sagt es Pau­lus — , wir brau­chen weder um Eman­zi­pa­ti­on kämp­fen noch den alten sünd­haf­ten Geschlech­ter­kampf zur Norm erhe­ben. Gera­de letz­te­res ist — wenn man sich klar­macht, dass ER uns dar­aus unter akti­ver Mit­hil­fe Mari­ens erlöst hat — wirk­lich sogar eine schwe­re Sün­de.
        Wir sind frei! Wir sol­len uns v.a. als Die­ner ver­ste­hen: „Tut nichts aus Eigen­nutz oder um eit­ler Ehre wil­len, son­dern in Demut ach­te einer den andern höher als sich selbst.“ (Phil­ip­per 2, 3)

        • Es ging mir dar­um, dass Maria zwar Köni­gin ist, aber eben nicht wie wir uns einen männ­li­chen omni­po­ten­ten König vor­stel­len!
          Die Macht und Gewalt übt Gott Vater aus und/oder das Lamm.

          Ich den­ke ein­fach es ist unser moder­nes, eman­zi­pa­to­ri­sches Den­ken, das die Titel Mari­ens ver­kehrt deu­tet.
          Maria ist der voll­kom­men­ste Mensch, sagt die Kir­che, aber grö­ßer als sie, ist unter den aus einer Frau Gebo­re­nen Johan­nes der Täu­fer, sagt Jesus.
          Ich fin­de es beein­druckend, wie man aus Eifer für die Mut­ter­got­tes, Gott sel­ber aus dem Blick ver­lie­ren kann.

          Mari­en­ve­h­rung ist ein sehr guter Weg, ein den Gläu­bi­gen immer wie­der ans Herz geleg­ter Weg, aber doch eher eine Emp­feh­lung der Kir­che.
          Man muss die Mari­en­dog­men glau­ben, die gebo­te­nen Mari­en­fe­ste hal­ten, aber man muss kein glü­hen­der Ver­tei­di­ger und Anhän­ger der Mut­ter­got­tes sein, um in den Him­mel zu kom­men!
          Der ein­zi­ge Mitt­ler und Für­spre­cher und Erlö­ser ist Chri­stus, und die erste der die Frucht der Erlö­sung zuteil wur­de ist Maria!
          Und von daher nimmt sie teil am Erlö­sungs­werk ihres Soh­nes, so wie jeder ande­re Christ, auch auf sei­ne jewei­li­ge Wei­se dar­an teil hat, ein­fach indem er, (der Christ) sein Leben, mit allen Höhen und mehr noch Tie­fen, lebt.
          So wie jeder Christ für die ande­ren Für­spra­che hal­ten soll (Werk der Barm­her­zig­keit „für die Leben­den und Toden beten“) u.s.w.
          Maria ist die­je­ni­ge die all das in voll­kom­me­ner Wei­se tut und von daher kann man in ihrer Schu­le am besten ler­nen.
          Aber alles was sie tut, führt über Chri­stus zum Vater und es füh­ren auch ande­re Wege (zwar mög­li­cher­wei­se nicht so gute) zu Chri­stus.

          • „Maria ist der voll­kom­men­ste Mensch, sagt die Kir­che, aber grö­ßer als sie, ist unter den aus einer Frau Gebo­re­nen Johan­nes der Täu­fer, sagt Jesus.“

            Nein, ver­ehr­ter besorg­ter Christ, das sagt Jesus nir­gends! Ich fin­de es beein­druckend, wie Sie ohne Not Bibel­wor­te ver­dre­hen! Dort steht etwas erheb­lich ande­res. Ich möch­te es zitie­ren:

            „Unter allen Men­schen hat es kei­nen grö­ße­ren gege­ben als Johan­nes den Täu­fer; doch der Klein­ste im Him­mel­reich ist grö­ßer als er.“ (Mt. 11,11)

            Im übri­gen wies ich Sie schon auf die Leh­re der Kir­che und auch die lau­re­ta­ni­sche Lita­nei hin. Ich ver­ste­he ein­fach nicht, woher Sie die Chuz­pe neh­men, nur um Ihr fal­sches Got­tes- und Men­schen­bild zu behaup­ten nicht davor zurück­scheu­en, Schrift und Tra­di­ti­on zu ver­dre­hen, zu ver­zer­ren und sogar umzu­for­mu­lie­ren! Ist Ihnen denn nicht klar, dass das eine schwe­re Sün­de ist?
            Wo ist denn Ihre vor­ge­schütz­te weib­li­che Demut, die sich der­ma­ßen auf­schwingt?
            Las­sen Sie es gut sein, neh­men Sie an, was tra­diert ist: Maria steht unter Chri­stus, aber über allen ande­ren Men­schen. So ist die Leh­re. Ihr gebührt die größt­mög­li­che Ver­eh­rung, Jesus zusam­men mit dem Vater und dem Hl. Geist dage­gen gebührt allei­ne tief­ste Anbe­tung.

            Auch in die­sem Arti­kel hier wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen https://www.katholisches.info/2014/04/07/die-sieben-letzten-worte-das-dritte-wort-weib-siehe-deinen-sohn/: Jesus hat sei­ne Mut­ter zur Mut­ter aller ein­ge­setzt und uns alle als ihre Kin­der.
            Das bete­te Ful­ton J. She­en:

            „Maria, wie Jesus in dei­ner ersten fleisch­li­chen Geburt aus dir gebo­ren wur­de, so wer­den wir von dir in der zwei­ten Geburt des Gei­stes gebo­ren. Du brach­test uns in eine neue Welt gei­sti­ger Bezie­hun­gen, in der Gott unser Vater, Jesus unser Bru­der und du unse­re Mut­ter bist! Wie eine Mut­ter nie­mals das Kind ihres Scho­ßes ver­ges­sen kann, so kannst auch du, Maria, nie­mals uns ver­ges­sen. Du warst Mit­erlö­se­rin, als die Gna­den des ewi­gen Lebens erwor­ben wur­den, und du bist auch Mit-Ver­mitt­le­rin bei ihrer Spen­dung. Nichts ist dir unmög­lich, denn du bist die Mut­ter des­sen, der alles ver­mag. Wie Dein Sohn dei­ne Bit­te beim Mahl zu Kana nicht abschlug, so schlägt Er sie dir auch beim himm­li­schen Mahl nicht ab, wo du als Köni­gin der Engel und Hei­li­gen die Kro­ne trägst. Bit­te für mich bei Dei­nem Sohn, daß Er das Was­ser mei­ner Schwä­che in den Wein dei­ner Kraft ver­wand­le. Maria, du bist die Zuflucht der Sün­der, bit­te für uns, die wir jetzt zu Füßen des Kreu­zes lie­gen. Hei­li­ge Maria, Mut­ter Got­tes, bit­te für uns Sün­der jetzt und in der Stun­de unse­res Todes. Amen.“

    • @Toribio
      Ja, Sie haben Recht, die Fra­ge Mit­erlö­se­rin hat mit dem Fati­ma-The­ma nichts zu tun.

      Wenn Sie mei­nen, die Art der Mut­ter­got­tes­ver­eh­rung habe mit der Gleich­be­rech­ti­gungs­wel­le nichts zu tun, dann gehen Sie mal in die ver­schie­de­nen Mai­an­dach­ten, die von gewis­sen Frau­en­krei­sen orga­ni­siert wer­den. Da wird jetzt schon die Hl. Maria wie eine Mut­ter­gott­heit ver­ehrt und ein Mut­ter­kult insze­niert. Das ist über­aus befremd­lich. Fern­ab der edlen Theo­ri­en sind das die Tat­sa­chen. Lei­der. Aber viel­leicht woh­nen Sie auf einer Insel der Seli­gen, wo es (noch) kei­ne Femi­ni­stin­nen gibt. Mehr möch­te ich dazu nicht sagen.

      • Nach­trag:
        Was hat das mit der Mut­ter­got­tes noch zu tun? Nichts. Ihr Bild wird all­mäh­lich hoch­sti­li­siert und miss­braucht von femi­ni­sti­schen Frau­en und Män­nern (die gibt es auch!), um sich selbst zu pro­mo­vie­ren. Das tra­di­tio­nel­le Mut­ter­bild und damit auch das Mut­ter­got­tes­bild ist die­sen Leu­ten viel zu lang­wei­lig, sie kön­nen damit nichts (mehr) anfan­gen. Trau­rig.

      • Ich möch­te zitie­ren, was uns die Hl. Schrift sagt, und was die Kir­che stets auf die Got­tes­mut­ter gedeu­tet hat:

        „In ihr ist ein Geist, gedan­ken­voll, hei­lig, man­nig­fal­tig, zart, beweg­lich, durch­drin­gend, unbe­fleckt, klar, unver­letz­lich, das Gute lie­bend, scharf, nicht zu hem­men, wohl­tä­tig, men­schen­freund­lich, fest, sicher, ohne Sor­ge, alles ver­mö­gend, alles über­wa­chend und alle Gei­ster durch­drin­gend … Sie habe ich geliebt und gesucht von Jugend auf, ich such­te sie als Braut heim­zu­füh­ren und fand Gefal­len an ihrer Schön­heit. Im Umgang mit Gott beweist sie ihren Adel, der Herr über das All gewann sie lieb. Ein­ge­weiht in das Wis­sen Got­tes, bestimmt sie sei­ne Wer­ke … So beschloss ich, sie als Lebens­ge­fähr­tin heim­zu­füh­ren, denn ich wuss­te, dass sie mir guten Rat gibt und Trost in Sor­ge und Leid.“ (Weis­heit 7, 22–23; 8, 2–4; 9,1)

        Ins­ge­samt stel­len Ihre Aus­füh­run­gen eine erheb­li­che Ver­zer­rung des Glau­bens dar. Maria war und ist tat­säch­lich hoch erho­ben. Selbst in der Väter­li­te­ra­tur ist das so aus­ge­spro­chen.
        Die Unter­drückung und Miss­ach­tung der Frau ist über­dies eine histo­ri­sche Tat­sa­che, die auch in der Schrift und sogar von Jesus selbst immer wie­der the­ma­ti­siert wird. Die Kir­che hat das in Chri­stus instand­ge­setz­te Geschlech­ter­ver­hält­nis in man­chem erst all­mäh­lich erfasst. Maria spielt dabei d i e Rol­le. Dass nach Jahr­hun­der­ten der Frau­en­ver­ach­tung eine eben­so ver­zerr­te „Eman­zi­pa­ti­on“ auf der ande­ren Sei­te übers Ziel hin­aus­schießt, stimmt zwar, ist aber kein Argu­ment gegen die wah­re Leh­re.

        Für den Chri­sten gilt, sein Men­schen­bild nicht „gegen“ ein heid­ni­sches Bild zu set­zen, son­dern an Gott aus­zu­rich­ten, des­sen Abbild Mann und Frau sind. Die Gott­eben­bild­lich­keit wird in der Gene­sis nur ein­mal genannt: „Et crea­vit Deus homi­nem ad ima­gi­nem suam; ad ima­gi­nem Dei crea­vit illum; mas­cu­lum et femi­nam crea­vit eos. (Gen. 1, 27) Die wei­te­re Aus­fal­tung des Schöp­fungs­ak­tes spä­ter nennt die­ses Stich­wort nicht mehr. Wenn also Kir­chen­schrift­stel­ler teil­wei­se die Behaup­tung auf­stell­ten, nur der Mann sei Bild Got­tes, steht das im kla­ren Wider­spruch zur Gene­sis. Das Lehr­amt hat sich die­se frau­en­ver­ach­ten­den Ide­en ja im übri­gen auch nie­mals zu eigen gemacht, son­dern folg­te dem Schrift­text… Wich­tig ist viel­mehr, dass das Abbild­sein nur in die­ser kom­ple­men­tä­ren Anla­ge genannt wird und offen­bar Sinn ergibt. Nie­mand soll­te alte Vor­ur­tei­le der Hei­den in die „Tra­di­ti­on“ der Kir­che tra­gen. Nicht alles, was irgend­wie „alt“ ist, ist des­we­gen auch schon gut…

        Das größ­te Wun­der ist für mich, dass Gott in der Jung­frau Maria, die ER selbst sich zum „adi­utor“ (Gen. 2, 20) an die Sei­te stellt, und dies wo ER sich selbst doch auch durch die Psal­mi­sten ger­ne als „adi­utor“ (Hil­fe) anspre­chen lässt, unser Fleisch in sich hin­ein­ge­nom­men hat, um sich zu opfern für unse­re Sün­de. Ein undenk­ba­rer Gedan­ke, so wie auch der Titel „Got­tes­mut­ter“ undenk­bar ist

        • Ich ver­su­che mal zu ver­söh­nen: die pure Tat­sa­che, dass die Ver­ach­tung der klas­si­schen Frau­en­rol­le, (die natür­lich oft mit einer Ver­ach­tung der Frau ein­her­ging) aktu­ell dazu geführt hat, dass die Frau­en sel­ber, ihre klas­si­sche Rol­le (näm­lich die der Mut­ter, die sich auch sel­ber um ihre Kin­der küm­mert) eben­falls ver­ach­ten und sel­ber ganz ver­ses­sen dar­auf sind, ihre Kin­der so schnell wie mög­lich irgend­wo unter­zu­brin­gen, die­se pure Tat­sa­che, soll­te einem doch auf­merk­sam machen!
          Es wird auch dadurch nicht bes­ser, dass die Müt­ter, die ihre eige­nen Kin­der woan­ders unter­brin­gen bzw von vor­ne­her­ein ver­hü­ten und falls das „schief“ geht, abtrei­ben, dann sich beruf­lich, als Leh­re­rin oder Erzie­he­rin oder The­ra­peu­tin oder sonst­wo. in einem (von man­chen bedau­er­ten) immer noch typi­schen Frau­en­be­ruf sich dann um die Kin­der von ande­ren küm­mern.
          Die­se Tat­sa­che soll­te einem hell­hö­rig machen!
          Die aktu­el­le „Befrei­ung“ der Frau geht auf Kosten des Mut­teseins, auf Kosten der Kin­der (im Wort­sinn) von daher stimmt da was nicht!
          Sorum ist die über­bor­den­de Mari­en­ver­eh­rung m.E schon eine Art „Hil­fe­schrei“ der, in Wahr­heit heut­zu­ta­ge, mehr denn je unter­drück­ten Frau­en­see­le, aber es wird nicht bes­ser, wenn man in der Mut­ter­got­tes, dann eine Art himm­li­sche Super­ma­na­ge­rin oder himm­li­sche Super­kanz­le­rin sieht.
          Ich per­sön­lich sehe Maria eher in der armen, wirk­lich unter­drück­ten und schwer geplag­ten tür­ki­schen Nach­ba­rin, die mit Harz IV sich und ihre Kin­der müh­se­lig druch­bringt, denn in unse­rer super­erfolg­rei­chen Bun­des­kanz­le­rin oder irgend­ei­ner Quo­ten- oder Nicht­quo­ten Mana­ge­rin, die, so sie Kin­der hat, die­se von hoch­qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal erzie­hen lässt!

          • Was hat das denn schon wie­der mit der prin­zi­pi­el­len Fra­ge zu tun? Sie reden viel und schwei­fen ab. Mit mir muss auch nie­mand etwas ver­söh­nen. ich sehe auch Maria nicht in der Bun­des­kanz­le­rin oder Nach­bars Tür­kin.

            Anders­her­um wird ein Schuh draus: Jede Frau soll­te in dem ihr eige­nen Cha­ris­ma Maria dar­stel­len. Die mei­sten Frau­en wer­den wohl meh­re­re Kin­der haben (von Gott her). Aber nicht alle. Las­sen Sie doch Gott ein­fach mal machen! Des­halb hei­ßen in den alten Orden zum Bei­spiel alle Schwe­stern „Maria + NN“.
            Weil die Hal­tung Mari­as als Braut Chri­sti bzw. des Hl. Gei­stes aber auch die gene­rel­le Erge­ben­heit, die jedem Men­schen ansteht, aus­drückt, haben sich in frü­he­ren Zei­ten auch vie­le Män­ner Maria genannt.

            ich fin­de, wir soll­ten jetzt auf­hö­ren mit die­sem Hin und Her und statt­des­sen das tie­fe Geheim­nis, das hier ver­bor­gen liegt, in der Stil­le reflek­tie­ren.

            Sagt nicht auch der hl. Pau­lus: „Myste­ri­um hoc magnum est; ego autem dico de Chri­sto et eccle­sia!“ — (Das Geheim­nis ist groß (der Ehe); ich aber deu­te es auf Chrstus und die Kir­che!)

            Freu­en wir uns über die gro­ße Lie­be unse­res Herrn und beschä­men wir Ihn nicht dadurch, dass wir es bes­ser wis­sen wol­len, als Er. Lie­ben wir ein­an­der so, wie Er es vor­ge­macht hat. Und ER woll­te nicht ohen Sei­ne lieb­ste Mut­ter sein und hat Sie hoch erho­ben und gekrönt. Wenn jeder Mann sei­ne Frau so ehrt, dass er sie rein und ohne Flecken und mit einer Kro­ne auf dem Haupt sehen will, wenn jede Frau sich ihrem Mann in der Hal­tung ergibt, die Maria dem Herrn ent­ge­gen­brach­te und IHM zulie­be alles tat, sich voll­kom­men für IHN und die Men­schen, die Er in ihr so lieb­te, ver­schwen­den woll­te, — ja, wenn wir so zuein­an­der sind, dann ist es wirk­lich so, wie der Apo­stel sagt: „Bei uns ist nicht mehr Mann oder Frau“, denn dann ist bei uns der Herr alles in allen.

  18. Es ist ver­wir­rend wenn ich mir das alles so durch­le­se. Ich glau­be die „Köni­gin des Him­mels“ hat nichts dage­gen wenn ich die Wor­te ihres Soh­nes hier schrei­be.
    „Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben, nie­mand kommt zum Vater denn durch mich“.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Sicher hat sie nichts dage­gen. Aber die Kir­che lehrt auch, dass nie­mand zu Jesus kommt außer über die Kir­che. Spricht etwas dage­gen? Nimmt das Ihm etwas weg?

      • “ Aber die Kir­che lehrt auch, dass nie­mand zu Jesus kommt außer über die Kir­che.“
        Das ist rich­tig. Nun muß ich nur noch raus­krie­gen wel­che Kir­che die rich­ti­ge ist. Vor dem Kon­zil hat­ten wir nur die katho­li­sche Kir­che, nach dem Kon­zil haben wir laut „Sub­si­stit in Leh­re“ die „Kir­che Jesu Chri­sti“ die sich so ein­fach in der katho­li­schen Kir­che ver­wirk­licht hat und immer noch auf ande­re Kir­chen war­tet wo sie sich auch ver­wirk­li­chen kann. Also schon zwei Kir­chen. Wenn ich die Kir­che des „Gei­stes des Kon­zils“ auch noch dazu­rech­ne sind es dann schon drei. Ich wer­de das Gefühl nicht los das die Mut­ter Got­tes in ihrer Fati­ma­bot­schaft zu die­sem Pro­blem sich geäu­ßert hat und des­we­gen das Cha­os um die­se Bot­schaft. Ob Rom die Mut­ter Got­tes bes­ser ver­stan­den hat als ich oder wir alle wer­den wir so oder so zu spü­ren bekom­men. Davon gehe ich aus.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

        • Ja, Shu­ca, ich habe tat­säch­lich Gri­g­ni­on de Mont­fort im Anschluss an das Bild von der Frau in der Johan­nes-Offen­ba­rung immer so ver­stan­den, dass in die­ser letz­ten Zeit der Satan auch die Kir­che beherr­schen wird bis in die Spit­ze und SIE, die als Braut des Hl. Gei­stes eigent­lich auch immer der „adi­utor“ (Hel­fer, För­de­rer-so nennt Gott Eva, so spre­chen aber die Psal­mi­sten auch Gott selbst an, was dar­auf hin­weist, dass die Frau als „adi­utor“ des Man­nes dem Mann Gott als „adi­uto­ri­um“ sicht­bar machen soll) war und ist, dann — wenn das Papst­tum vor­über­ge­hend vom Bösen usur­piert ist — allei­ne und stell­ver­tre­tend für die Gläu­bi­gen auf­scheint. Das wür­de auch IHR häu­fi­ges Erschei­nen seit 200 Jah­ren sehr gut ver­ständ­lich machen. SIE ist dann in die­ser schlim­men Zeit Garant für das Lehr­amt als „sedes sapi­en­tiae“.
          Die­ses Ver­ständ­nis erschließt sich auch aus dem Text der Offen­ba­rung.
          Es geht also bei Fati­ma viel­leicht dar­um, dass Maria uns sagen woll­te: Ach­tung, gelieb­te Kin­der, jetzt geht es los… Es passt alles zusam­men, auch die Tat­sa­che, dass hin­ter aller Eman­zi­pa­ti­ons­fas­sa­de die Frau noch nie so tief nie­der­ge­drückt war wie heu­te, weil nicht mehr nur irre­ge­lei­te­te Män­ner, son­dern auch sie selbst die­se Voll­macht des „adi­utors“ nicht nur auf­ge­ge­ben haben, son­dern auch ableh­nen mit Zäh­nen und Klau­en. Eine Maria, die Got­tes und des Pap­stes und unser aller „adi­utor“ ist, kön­nen dar­um gera­de auch vie­le Frau­en nicht ertra­gen, auch vie­le „tra­di­tio­nel­len“, weil sie sich nie­mals zum ech­ten Frau­sein erlö­sen las­sen woll­ten, nie­mals die hohe Wür­de, die Gott gera­de der Frau schen­ken woll­te (wovon Maria zeugt), anneh­men woll­ten.
          Wer Maria abwer­tet, wer­tet auto­ma­tisch auch die Rol­le der Frau ab. Ent­we­der er muss die Frau dann mas­ku­li­ni­sie­ren, um sie „gleich­zu­be­rech­ti­gen“, oder er muss sie nie­der­wer­fen.
          Letz­te­res ist ja auch das Ergeb­nis der Refor­ma­ti­on. Zuvor spiel­ten so vie­le Frau­en eine gro­ße Rol­le an ihrem Platz, v.a. in der Mystik und Phi­lo­so­phie (Ger­trud, Katha­ri­na v. Sie­na, Mecht­hild, Hil­de­gard etc.), frag­los erkann­te das auch das Lehr­amt an. Auch spä­ter in der RKK z.B. ganz groß Tere­sa. Mit der pro­te­stan­ti­schen Abwer­tung Mari­as war es damit vor­bei. Ein Kir­chen­zeit­al­ter (in der ev. Kir­che) ohne bedeut­sa­men Bei­trag der Frau­en begann. Also ver­knö­cher­ten auch die Män­ner. Der Pie­tis­mus brach das dann etwas auf, wun­der­sa­mer­wei­se kam auch wie­der Begei­ste­rung für eine Art Ordens­le­ben auf (Dia­ko­nis­sen) und damit gewan­nen Frau­en wie­der etwas Ter­rain. Das Vat. II aber hat im Grun­de die pro­te­stan­ti­sche Pose über­nom­men und seit­her wer­den alle guten, gott­ge­woll­ten Gaben von­sei­ten der Frau bis auf Aus­nah­men wie­der abge­schmet­tert. Nur das eman­zi­pa­to­ri­sche, mari­en­feind­li­che pro­gres­si­sti­sche Gefa­sel eini­ger Pro­fes­so­ren wird hoch­ge­ju­belt. Die­ser Geist dringt nun auch mehr und mehr in Tra­di-Krei­se ein. Sie sehen es ja.

          • Die Bei­trä­ge der Ordens­frau­en in den täti­gen Orden all die Jahr­hun­der­te hin­durch schei­nen bei Ihnen wohl nicht zu zäh­len.

          • Hä? Habe ich für den katho­li­schen Bereich das etwa bestrit­ten? Ich rede­te vom Pro­te­stan­tis­mus.. Und Sie kön­nen mir ja nun die nach­kon­zi­lia­ren Heer­scha­ren wun­der­ba­rer Ordens­frau­en (und Ordens­män­ner!) zei­gen, die zur Zeit sich selbst gegen­sei­tig noch alten­pfle­ge­risch betreu­en, bevor ihre Klö­ster dann end­gül­tig schlie­ßen müs­sen… Das beweist doch gera­de das von mir beschrie­be­ne Dilem­ma!

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