„Muß der Papst jede Pizza einer Trattoria in Trastevere vor laufenden Kameras segnen?“ Francisco de la Cigoña über die Würde des Papstamtes

Papst Franziskus Daumen nach oben wie Politiker Filmstars(Madrid/Rom) Der spa­ni­sche Kir­chen­hi­sto­ri­ker Fran­cis­co Fernán­dez de la Cigo­ña, ein in der spa­nisch­spra­chi­gen Welt bekann­ter katho­li­scher, nicht tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Blog­ger, gehör­te zu den schärf­sten Kri­ti­kern von Jor­ge Mario Kar­di­nal Ber­go­glio als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires. Daß aus­ge­rech­net der argen­ti­ni­sche Pri­mas von den Kar­di­nä­len als geeig­ne­ter Nach­fol­ger Bene­dikts XVI. und des Men­schen­fi­schers erach­tet wur­de, den de la Cigo­ña noch am Vor­mit­tag des 13. März, weni­ge Stun­den vor der Wahl von Papst Fran­zis­kus im Zusam­men­hang mit der jüng­sten Beset­zung der Kathe­dra­le von Bue­nos Aires kri­ti­siert hat­te, muß­te gera­de­zu ein Schock gewe­sen sein.

De la Cigo­ña kom­men­tier­te das Habe­mus Papam jedoch mit eben­so pro­fes­sio­nel­ler Dis­zi­plin, wie katho­li­scher Anhäng­lich­keit: „Kar­di­nal Ber­go­glio ist tot, es lebe Papst Fran­zis­kus“.

Mehr­fach beton­te er seit­her, daß es wenig Sinn habe, jeman­den schon wäh­rend der ersten 100 Tage im Amt zu kri­ti­sie­ren. Viel­mehr ver­öf­fent­lich­te er mehr­fach Anspra­chen des neu­en Pap­stes, die ihm „sehr gut gefie­len“. Nach 20 Tagen des neu­en Pon­ti­fi­kats scheint ihm zumin­dest in einem Punkt der selbst­auf­er­leg­te Gedulds­fa­den geris­sen zu sein. Am Oster­mon­tag ver­öf­fent­lich­te er einen län­ge­ren Kom­men­tar unter dem Titel Der Papst ist weder ein Pfar­rer noch ein Bischof. Dabei geht er auf das in den ersten drei Wochen vor allem von demon­stra­ti­ven Gesten gepräg­te Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus ein, der den Gläu­bi­gen statt den Segen zu spen­den, medi­en­ge­recht, aber wenig reli­gi­ös den Dau­men nach oben zeigt nach dem Mot­to „Alles super, alles toll“. Ob ihn noch nie­mand dar­auf auf­merk­sam gemacht hat, daß die­se Hand­be­we­gung nicht über­all auf der Welt gut ankommt, etwa in der Tür­kei, wo man sie als Auf­for­de­rung zu homo­se­xu­el­ler Unzucht ver­steht?

Wir doku­men­tie­ren den Kom­men­tar von Fran­cis­co Fernán­dez de la Cigo­ña in deut­scher Über­set­zung:

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Der Papst ist weder ein Pfarrer noch ein Bischof

von Fran­cis­co Fernán­dez de la Cigo­ña

Wie immer gebe ich Ihnen mei­ne per­sön­li­che Mei­nung wider, die nicht geteilt wer­den muß. Es ist nicht die Stim­me der Kir­che, wenn ich auch mit die­ser zu spre­chen ver­su­che. Manch­mal wird dies gelin­gen, ande­re Male nicht. Nicht aus Man­gel an Wil­len, son­dern aus Man­gel an Wis­sen.

Was Papst Fran­zis­kus anbe­langt, so wird uns, zumin­dest bis jetzt, das Bild des Pap­stes als Pfar­rer oder des Pap­stes als Bischof ver­kauft: Er ist so ein­fach und so beschei­den, daß er gar nicht Papst sein möch­te. Und er ver­steckt sein Papst­sein, wo er nur kann. Bei sei­nen Schu­hen wie bei sei­nem Ring, bei sei­nem Brust­kreuz und bei sei­nen Klei­dern, bei sei­ner Woh­nung und bei sei­nem Ver­hal­ten … er lebt mit allen, er redet mit allen, und es scheint, als wür­de er sich nichts ande­res wün­schen. Er ist nicht ein­mal ein Pri­mus inter pares.  Nicht der Kar­di­nä­le, und nicht ein­mal der Bischö­fe, der Prie­ster, der Gärt­ner …

Am Ende sei­ner täg­li­chen Mes­se grüßt er die Kon­ze­le­bran­ten und die Gläu­bi­gen, die dar­an teil­ge­nom­men haben an der Kapel­len­tür wie ein Pfar­rer. Er ruft sei­ne Freun­de am Tele­fon an, um ihnen Fro­he Ostern zu wün­schen, er eilt her­bei die Rech­nung für sei­ne Unter­kunft zu bezah­len und eines Tages wer­den wir ihn im Fern­se­hen sehen, wie er sei­ne schon berühm­ten schwar­zen Schu­he putzt. Man­che spie­len schon das Spiel „Wo ist der Ring?“ mit der Fra­ge, ob er heu­te den Ring des Pap­stes, des Bischofs oder gar kei­nen tra­gen wird.

Nichts von dem muß Gegen­stand der Kri­tik sein, auch wenn man sich nicht dar­an begei­stern muß, was nicht weni­ge tun. Und ihn dabei auch noch im Gegen­satz set­zen zu denen, die ihm im Pon­ti­fi­kat vor­aus­ge­gan­gen sind: „Der schon ist gut und nicht Bene­dikt oder Johan­nes Paul“. Auch wenn das dem Wil­len von Papst Fran­zis­kus fremd sein mag.

Uns hat ein mini­ma­li­sti­scher Papst in sei­ner Erschei­nung als Papst berührt. Wir waren das nicht gewöhnt. Wir nor­ma­le Katho­li­ken, aus­ge­nom­men also jene, die das nur von sich behaup­ten, aber die Kir­che ableh­nen, haben eine sol­che Ver­eh­rung für den Stell­ver­tre­ter Chri­sti, daß alle For­men des gebüh­ren­den Respekts uns noch zu wenig schie­nen. Und im Lau­fe der Jahr­hun­der­te haben sich vie­le For­men ange­sam­melt. Eini­ge waren schon im zu Ende gegan­ge­nen Jahr­hun­dert unzeit­ge­mäß, wie die Sedia gesta­to­ria und die Tia­ra. Es war Zeit, daß sie weg­ka­men und zu Muse­ums­stücken wur­den. Ohne daß etwas pas­siert ist. Ich den­ke aber, daß es gut ist, daß der Stell­ver­tre­ter Chri­sti als Haupt der Kir­che mit respekt­vol­ler Lie­be umge­ben wird. Und daß es nicht gut wäre, ihn von die­sem Respekt zu ent­blö­ßen oder daß er sich selbst des­sen ent­blößt.

In Spa­ni­en hat­ten wir jenen bemit­lei­dens­wer­ten Bischof „nennt mich Ramon“, der, obwohl noch am Leben, von allen ver­ges­sen wur­de. Ich will nicht behaup­ten, daß das nun der Fall ist, aber allein schon eine gewis­se Ähn­lich­keit mit die­sem erschreckt mich. Nicht für jeden anzie­hend, aber für vie­le absto­ßend. Die Nähe suchen ist schon gut, aber ohne Kum­pel­haf­tig­keit und mit weni­ger Geschmack­lo­sig­keit.

Gott benutzt die uner­war­tet­sten Wege, damit sei­ne Gna­de in die Her­zen der Men­schen dringt. Und einer von ihnen kann zwei­fels­oh­ne die Schlicht­heit und Demut eines Pap­stes sein. Kann sein. Sicher ist das aber nicht. Hat man die­se Sicher­heit, wenn der Papst jeden Tag die Piz­za in einer Trat­to­ria von Traste­ve­re seg­net? Und die Köchin küßt, weil sie sie so gut zube­rei­tet hat? Und das alles vor lau­fen­den Fern­seh­ka­me­ras? Ich habe den Ein­druck, es kann sein, daß ich mich irre, daß das nicht jedem gefällt, ganz im Gegen­teil.

Der Papst hat ein Amt inne, das weit über das eines Pfar­rers oder eines Bischofs hin­aus­ragt. Jeder wird es nach sei­nen per­sön­li­chen Nei­gun­gen aus­fül­len. Dabei muß er aber die per­sön­li­chen Nei­gun­gen teil­wei­se der immensen Ver­ant­wor­tung unter­ord­nen, die mit die­sem Amt auf sei­ner Per­son lastet. Und weil die Augen der gan­zen Welt auf ihn gerich­tet sind.

Das ist mei­ne Mei­nung. Rich­tig oder falsch. Und als sol­che lege ich sie dar.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: UCCR

39 Kommentare

  1. „Dios se vale de los más inso­s­pech­a­dos cami­nos para que su gra­cia cale en el cora­zón de los hom­bres. Y cier­ta­men­te uno de ellos pue­de ser la sen­cil­lez y humildad de un Papa. Pue­de ser. No es segu­ro que sea. Si hubie­ra esa segu­ridad ben­di­to el Papa comien­do todos los días piz­za en una trat­to­ria del Trastévere. Y besan­do a la coci­ne­ra por lo bien que le había sal­i­do. Y la televisión‚presente. Pero ten­go la impre­sión, pue­de ser que equi­vo­ca­da, que eso no atraería a nadie. Más bien lo con­tra­rio.“

    Die­sen Satz, von dem in der Über­schrift die Rede ist, wür­de ich anders über­setzt haben. Etwa:
    „Gott bedient sich der uner­war­tet­sten Wege, damit sei­ne Gna­de in die Her­zen der Men­schen gelangt. Und gewiss kann einer die­ser Wege die Schlicht­heit und Demut eines Pap­stes sein. Kann sein. Es ist aber nicht sicher. Wenn es die­se Sicher­heit gäbe [wür­de ich sagen]: geseg­net der Papst, der jeden Tag Piz­za in einer Trat­to­ria von Traste­ve­re isst und die Köchin dafür küsst, wie gut sie ihr gelun­gen ist. Das Fern­se­hen immer dabei. Aber ich habe den Ein­druck — ich kann mich irren — dass das nie­mand anzie­hend fän­de. Im Gegen­teil.“

    In Ihrer Über­set­zung habe ich eher den Ein­druck, als ob das mit der Piz­ze­ria nicht als mög­li­ches Sze­na­rio deut­lich wird, son­dern so, als ob Fran­zis­kus wirk­lich jeden Tag in die Piz­ze­ria gehen wür­de.

  2. Ich sehe das ganz genau­so, aber ich den­ke, wir soll­ten ein wenig mehr Geduld mit ihm haben.
    Ich möch­te für ihn anneh­men, das er ein­fach noch nicht „begrif­fen“ hat, wel­che Bedeu­tung die­ses Welt­kir­chen­füh­rungs­amt, in der Nach­fol­ge Petri hat.
    Ich sage das völ­lig ohne Arro­ganz und Häme.
    Jeder Nach­fol­ger Petri hat das Recht auf sei­nen eige­nen Stil und sei­ne Aktio­nen am Grün­don­ners­tag etc. soll­te man nicht über­be­wer­ten.
    Sei­ne Auf­ga­ben kom­men noch und die sind von her­ku­läi­scher Schwe­re.
    Dann MUß er wohl oder übel Füh­rung, Här­te und Strin­genz bewei­sen zb. die Kir­che Chi­nas, das wei­te­re Abfal­len der Kir­chen der 1.Welt, die Rea­li­tät des Islam der die mei­sten Chri­sten in der Welt aufs blu­tig­ste ver­folgt, die sen­si­ble Ernen­nung von Bischö­fen, die die Inter­es­sen Roms wahr­neh­men.
    Bei rund 800 Mio Katho­li­ken davon 200 Mio Ver­folg­ten und in Todes­ge­fahr Schwe­ben­den ist sei­ne Art der Anbie­de­rung, nicht nur nicht hilf­reich son­dern wird auch von den fal­schen Leu­ten beju­belt.
    Wenn Fran­zis­kus deren Hil­fe in Anspruch neh­men will, sind die­se als Erste weg und er wird schnell bei der (har­ten) Rea­li­tät des Papst­am­tes ankom­men.
    Es sei denn, er plant den radi­ka­len Abbruch der Kir­che und schleift die letz­ten Bastio­nen gegen den Zeit­geist, die das Vati­ka­num II noch nicht ein­ge­ris­sen hat.
    Es möge jedem frei­ge­stellt sein wie er die Aktio­nen von Franz beur­teilt, all­zu ernst soll­te man es nicht neh­men.

  3. Mir wird die­ser Papst immer sym­pa­thi­scher. Es sind genau die­se Äußer­lich­kei­ten wie die roten Schu­he oder das „die Köchin auf die Wan­ge küs­sen“, die ihn in der erst kur­zen Zeit sei­nes Amtes mir um vie­les mensch­li­cher erschei­nen las­sen als alle sei­ne Vor­gän­ger. Hof­fent­lich bleibt er so.

    • Ja, das ist auch schön, dass Sie den Papst sym­pa­thisch fin­den. Viel­leicht fän­de sie es auch cool, wenn er zu Nach­bars Grill­par­ty käme und ein Bier­chen mit­trinkt? Über Sym­bo­lik läßt sich strei­ten, weil dem einen das gut erscheint, dem ande­ren etwas ande­res. Mir hin­ge­gen hat der Arti­kel von De la Cigo­na aus dem Her­zen gespro­chen. Ich ver­eh­re den Papst als Stell­ver­tre­ter Chri­sti. Ich will hin­auf­schau­en zu ihm, ich will gar nicht, daß er zu mir her­un­ter­steigt. Er soll mich geist­lich zum Herrn hin­auf­he­ben, und da inter­es­siert es mich doch nicht, ob er mit roten oder schwar­zen Schu­hen her­um­läuft. Was mich aber stört ist, wenn er schlam­pig wirkt. Und es wirkt schlam­pig, wenn man unter sei­nem Papst­ge­wand sieht, daß er noch gleich zivil geklei­det ist, wie vor­her und nur das Wei­ße Gewand sich über­zieht, wie die schlecht geklei­de­ten Orden­leu­te, bei denen das karier­te Hemd und die Stra­ßen­ho­sen unter der Kut­te raus­schau­en. Das wirkt dann nicht echt, son­dern nur über­ge­stülpt, immer bereit, das Ordens­ge­wand, das Papst­ge­wand wie­der aus­zu­zie­hen, als wäre es nur etwas vor­über­ge­he­ne­des. Nein, der Papst muß nicht „jede Piz­za in einer Trat­to­ria seg­nen“ und das vor lau­fen­den Kame­ras. Ich will kei­ne „Alles happy“-Gesten von ihm und viel­leicht mor­gen noch ein „Victory“-Zeichen, wie die per­fek­ten ame­ri­ka­ni­schen Poli­ti­ker­pro­fis mit einem brei­ten auf­ge­setz­ten Lächeln. Ich will jeman­den, der mir Chri­stus ver­kün­det, das sagt, was wesent­lich ist. Das ober­fläch­lich Unwe­sent­li­che, das ser­vie­ren uns alle, täg­lich, rund um die Uhr. Wir brau­chen jemand, der sich davon unter­schei­det und nicht dem anpaßt. Denn die kum­pel­haf­ten Typen, die sind kurz­fri­stig In und eben­so schnell Out. Wür­de und Ehr­furcht bau­en sich lang­sam auf, kön­nen aber in Win­des­ei­le zer­stört wer­den.

      • Dass hier immer gleich ver­zerrt wer­den muß. Und wenn der Hei­li­ge Vater auf Nach­bars Grill­par­ty käme, wäre das soooo ent­setz­lich? Mir ist ein Papst, der die Armut wirk­lich ken­nen­gelrnt und auch gelebt hat tau­send­mal lie­ber als ein Papst, der nur tiaratra­gend durch die Welt­ge­schich­te reist.

  4. Der Gedulds­fa­den der kon­ser­va­ti­ven, rom­treu­en Chri­sten reißt lang­sam aber sicher. Vie­le fra­gen sich, ob es über­haupt noch einen Papst, einen Hei­li­gen Vater auf dem Stuh­le Petri in Rom gibt? Die Ant­wort muß, so schmerz­lich sie ist, lei­der immer deut­li­cher mit Nein beant­wor­tet wer­den. Die Able­hung der Mozet­ta, das Nicht­tra­gen der Schu­he Petri, die Ver­wei­ge­rung der Knie­beu­ge bei der Wand­lung, das Auf­stel­len des Sperr­holz­al­tars haben bereits für gro­ße Ver­är­ge­rung gesorgt. Die Fuß­wa­schung eines Musel­ma­nen (!) ‑Mäd­chens(!) hat allem aber noch die Kro­ne auf­ge­setzt. Da kommt ein „Papst“ daher, der an einer ungläu­bi­gen Frau, die auch noch dem soge­nann­ten Pro­phe­ten Moham­mend hin­ter­her­läuft, die Füße! Hat die­ser „Papst“ etwa auch Moham­me­da­nern und Nicht­ka­tho­li­ken die Hostie aus­ge­teilt?
    Zu mei­nem größ­ten Bedau­ern und in tie­fer Trau­rig­keit stel­le ich fest: Die Sedis­va­kanz dau­ert an.

    • Es ist viel schlim­mer!
      Wenn schon die Hand einer Mus­li­min zu geben, nicht erlaubt ist, wie muß man dann eine Fuß­wa­schung ein­ord­nen? Aus mus­li­mi­scher Sicht hat der Papst eine unsitt­li­che Hand­lung vor­ge­nom­men.
      Daß noch kein lau­ter Auf­schrei zu ver­neh­men ist, kann wohl einer gro­ßen Ver­blüf­fung zuge­schrie­ben wer­den. Aber kei­ne Sor­ge, dafür wird bezahlt wer­den. Ich bin gespannt, wel­che Ver­ren­kun­gen hin­sicht­lich Islam, beson­ders auf dem Festi­val der Reli­gio­nen in Assi­si, vom Papst abver­langt wer­den. Aber die Leid­tra­gen­den wer­den die Chri­sten in den isla­mi­schen Län­dern sein.
      Mir geht die­ser päpst­li­che Demutstolz auf den Wecker. Es muß schon eine gewis­ser Hoch­mut dar­in ver­bor­gen sein, die Gefüh­le tra­di­tio­nell ein­ge­stell­ter Gläu­bi­ger auf Teu­fel komm raus zu brüs­kie­ren.

      • Mt 9,9–13:

        Als Jesus wei­ter­ging, sah er einen Mann namens Mat­thä­us am Zoll sit­zen und sag­te zu ihm: Fol­ge mir nach! Da stand Mat­thä­us auf und folg­te ihm. Und als Jesus in sei­nem Haus beim Essen war, kamen vie­le Zöll­ner und Sün­der und aßen zusam­men mit ihm und sei­nen Jün­gern. Als die Pha­ri­sä­er das sahen, sag­ten sie zu sei­nen Jün­gern: Wie kann euer Mei­ster zusam­men mit Zöll­nern und Sün­dern essen? Er hör­te es und sag­te: Nicht die Gesun­den brau­chen den Arzt, son­dern die Kran­ken. Dar­um lernt, was es heißt: Barm­her­zig­keit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekom­men, um die Sün­der zu rufen, nicht die Gerech­ten.

    • Gla­di­um, ich pflich­te Ihnen bei. Die Knast­mes­se mit Fuß­wa­schung ist in ihrer Zei­chen­haf­tig­keit schlicht ver­hee­rend. Wie ich schon an ande­rer Stel­le in die­sem Por­tal
      schrieb: an die­sem Tag gehört der Ober­hir­te in die Kathe­dra­le, um mit sei­nen Prie­stern das Abend­mahl­s­amt zu fei­ern.- Was mögen sich die Opfer die­ser kri­mi­nel­len Jugend­li­chen den­ken, wenn der Papst durch sei­ne Hand­lung denen Ehren erweist, die Unrecht getan haben. Es sind ja kei­ne Justi­zop­fer, die zu Unrecht Haft­stra­fen ver­bü­ßen.
      Nein, die­ser Papst ist für die Kir­che eine Stra­fe.

      • Nicht die Gesun­den bedür­fen des Arz­tes son­dern die Kran­ken! Jesus hat sich der Sün­der ange­nom­men und ist dafür genau­so geschmäht wor­den wie unser Papst.

  5. Everybody’s Dar­ling
    Ich fürch­te, dass das Pau­lus­wort „Wir sind Nar­ren um Chri­sti wil­len” (1. Korin­ther­brief 4, 10) von Fran­zis­kus falsch ver­stan­den wird. Eine demü­ti­ge Chri­stus­nach­fol­ge, die in den Augen einer hoch­mü­ti­gen Welt als Tor­heit erscheint, ist etwas ande­res als eine anbie­dernd wir­ken­de Gut­mü­tig­keit, mit der man sich – ohne es zu wol­len und ohne es zu mer­ken – bei ande­ren zum Trot­tel macht. Fran­zis­kus erin­nert mich an man­chen mei­ner Leh­rer, die von allen gemocht wur­den, aber kei­ner­lei Auto­ri­tät bzw kei­ner­lei Respekt besa­ßen, weil sie jeder­manns Freund und jeder­manns Kum­pel sein woll­ten. Das erin­nert mich an das eng­li­sche Sprich­wort „Everybody’s dar­ling is everybody’s fool“. Oder wie die moder­nen Per­so­nal­be­ra­ter sagen wür­den: „Tap­pen Sie nicht in die Har­mo­nie­fal­le!“

    • Es gibt da die­se Tarot-Kar­te des Nar­ren. Der Über­lie­fe­rung nach stellt sie die erste Posi­tur, aber auch die letz­te Posi­tur der gro­ßen Arka­na dar. Der Mensch beginnt als Narr. Unwis­send und unbe­darft, aber auch sehr angreif­bar. Durch ver­schie­den­ste Posi­tu­ren ver­schließt sich der Mensch in sich sel­ber, um schließ­lich in höch­ster Voll­endung wie­der wie ein Narr zu erschei­nen. Er ist aber dann nicht mehr Narr aus Unwis­sen­heit, son­dern im gött­li­chen Ver­trau­en. Eine Erklä­rung für das frei­mü­ti­ge Ver­hal­ten des Wei­sen im Gewand des Nar­ren ist, er lehnt es aus Ein­sicht ab, eine Rol­le zu über­neh­men, die ihm Ein­schrän­kun­gen auf­er­legt.

  6. Die­ser Mann, tut mir leid, ich muss mich so aus­drücken: Die­ser Mann, der von den Kar­di­nä­len zum Papst gewählt wur­de, bekommt kei­ne Knie­beu­ge hin nach der Wand­lung vor unse­rem Herrn Jesus Chri­stus. Eine Ver­beu­gung reicht.
    Vor Ungläu­bi­gen liegt er auf den Knien, wäscht Ihnen die Füße und küsst die Füße. Davon abge­se­hen, dass kein alter Mann die nack­ten Füße von ihm frem­den jun­gen Frau­en küs­sen soll­te, die­ser Mann ist der Papst. Er voll­zieht die­se Hand­lung auch noch wäh­rend der Lit­ur­gie.
    Sei­ne Reden sind durch­drun­gen von dem Ziel einer brü­der­li­chen Welt. Ohne Zwei­fel glaubt er an Jesus Chri­stus. Der Glau­be an ihn hat offen­sicht­lich die Kraft, die zu die­ser brü­der­li­chen Welt hin füh­ren­den Schrit­te zu festi­gen, die Wege zu ebnen.
    Die Kon­zils­kir­che hat den Glau­ben so weit ver­zerrt, dass vie­le Katho­li­ken die­sen Nie­der­gang nicht mehr bemer­ken.
    Ich wage nicht zu fra­gen, was wür­de Erz­bi­schof Lef­eb­v­re dazu sagen, ich wage es wirk­lich nicht.
    Ich weiß nicht, wie er sich in pri­va­ten Gesprä­chen geäu­ßert hat. Aber des­sen bin ich sicher: Er wür­de sich auch dar­über nicht nicht wun­dern. Mit einem Scharf­blick, den sonst nie­mand hat­te, außer Bischof de Castro May­er, wuss­te er, dass die Kon­zils­kir­che im Nie­der­gang enden wür­de. Die Kon­zils­kir­che, sage ich aus­drück­lich. Die Kon­zils­kir­che und die röm.-kath. Kir­che sind nicht iden­tisch. Die Kon­zils­kir­che hat jetzt genau den Papst, den sie ver­dient hat.

    • cup­pa,
      Sie schrei­ben:
      „Ohne Zwei­fel glaubt er an Jesus Chri­stus.“
      Gewiss.
      Die Fra­ge ist aber, wie.
      Mit der Zeit wer­den wir es erfah­ren.
      Nach die­sem Ein­stieg in sein Amt ist nichts mehr sicher.

      • Ich fra­ge auch: Wie glaubt er an Jesus Chri­stus. Man kann heu­te in der Theo­lo­gie sehr viel umschrei­ben, ver­tu­schen…

    • Mit der feh­len­den Knie­beu­ge soll­te man even­tu­ell nach­sich­tig umge­hen. Der Mann hat offen­kun­dig star­ke Knie­pro­ble­me, ich habe das gera­de hin­ter mir. Da wird man etwas zum„Spezialisten.“ Man kann gut sehen, wenn er die Trep­pe her­ab­steigt setzt er einen Fuß nach, er ist trit­t­un­si­cher und er muß gestützt wer­den. Vor mei­ner OP konn­te ich mich bei der Wand­lung auch nur noch ver­beu­gen. Wir wol­len hof­fen, daß dies die Grün­de sind.

      • Dann wäre er ver­pflich­tet, es offen zu sagen. Er müss­te dar­auf hin­wei­sen und alle Prie­ster auf­for­dern, sei­nem Bei­spiel nicht zu fol­gen.

  7. Lang­sam habe ich den Ein­druck (und ich hof­fe immer noch sehr, daß ich mich irre), daß die­ser Mann bes­ser bei einer die­ser vul­gä­ren Sen­dun­gen Mar­ke „Vati­kan sucht den Super­star“ auf­ge­ho­ben wäre, als auf dem Stuhl Petri. Ihm schei­nen das For­mat, die Wür­de und auch lei­der die intel­lek­tu­el­len Fähig­kei­ten dafür fast voll­stän­dig zu feh­len. Von einem Papst wün­sche mir den uner­schüt­ter­li­chen und unver­bieg­ba­ren Glau­ben, wel­chen er nach drau­ßen trägt, und kei­ne lau­te, bil­li­ge PR-Show Mar­ke „Ich bin einer von euch“, „Ich bin ja sooo demü­tig, des­halb mag ich kei­ne roten Schu­he tra­gen“ und das beste „Ich seg­ne euch nicht, dafür wünsch ich guten Appe­tit“. Von der poli­tisch-kor­rek­ten Fuß­wa­schung ganz zu schwei­gen. Mei­ne Wor­te mögen zwar hart und unver­söhn­lich klin­gen, aber ein 76-jäh­ri­ger Mann, der bewußt die Nach­fol­ge Petri ange­tre­ten hat (er hät­te sei­ne Wahl auch ableh­nen kön­nen, wenn er sich der Auf­ga­be nicht gewach­sen gefühlt hät­te) und sich bis­her auf­führt wie ein um Popu­la­ri­tät buh­len­der Teen­ager, hat lei­der nichts ande­res ver­dient. Ent­we­der er gewöhnt sich all­mäh­lich einen sei­ner Stel­lung ent­spre­chen­den Lebens- u. Auf­tritts­stil an, und kon­zen­triert sich auf die Evan­ge­li­sie­rung der Welt sowie das See­len­heil sei­ner ihm anver­trau­ten Schaf­her­de, oder es nimmt ihn in Kür­ze kei­ner, wirk­lich kei­ner mehr ernst, weder Freund noch Feind.

    • @ Medi­en­lieb­ling

      Sie schrie­ben, dass Papst Fran­zis­kus sei­ne Wahl auch hät­te ableh­nen kön­nen, wenn er sich der Auf­ga­be nicht gewach­sen gefühlt hät­te.

      Ich fra­ge: War­um haben die Her­ren Kar­di­nä­le aus­ge­rech­net die­sen Mann zum Papst gewählt? Wenn man ver­schie­de­nen Medi­en­be­rich­ten glau­ben darf, soll er sogar eine sat­te 80-Pro­zent-Mehr­heit erhal­ten haben, und das bereits im fünf­ten Wahl­gang. Wie ist die­se über­ra­schen­de Wahl über­haupt zustan­de­ge­kom­men? Kar­di­nal Ber­go­glio ist ja nicht ein­fach so vom Him­mel gefal­len. Gab es kei­ne Alter­na­ti­ve?

    • Und es drängt sich immer mehr der begrün­de­te Ver­dacht auf,warum die vor­wie­gend alten Kar­di­ä­le die­sen Mann gwählt haben. Sie haben ihn gewählt als Ueber­gangs­papst ‑dafür spricht sein hohes Alter,andere wären längst in Pen­si­on gege­an­gen.. im Zivil­le­ben jedenfalls.Nein, sie haben ihn geählt,weil er ein Dut­zen­li­be­ra­ler ist,nach dem Mot­to: In der Nacht sind alle Kat­zen grau.Und damit kön­nen die Röm­lin­ge doch gut leben,sie kön­nen ihren Novus Ordo mis­sae-den Neo-Pro­te­stan­ti­schen Ritus des Frev­lers Mon­ti­ni ali­as Papst Paul VI,- wei­teR­hin unbe­schwert zelebrieren.Am Volksaltar,Volksdümmlich, der sog.Ausserordentliche Ritus ist passè,ist Geschichte,die Pius­brü­der sind gespal­ten usw.usw.In spä­te­stens einem hal­ben Jahr wird die­ser Mann der alten Mes­se den Gar­aus machen.Wir wer­den sehen,dass Hans Küng in den Kar­di­nal­s­rang gehievt wird.Den Mos­lems wird er in den Arm fal­len.

  8. Ich kann die Bei­trä­ge nur befür­wor­ten. Ich schlie­ße mich den Mei­nun­gen voll und ganz an. Gut dass es die­ses Forum gibt, wo sich Gleich­ge­sinn­te aus­tau­schen und den Kum­mer, die Angst und die Sor­ge um den wah­ren KATHOLISCHEN GLAUBEN wenig­stens etwas von der See­le reden kön­nen. Der Segen „urbi et orbi“ — der kost­bar­ste Segen den der Papst zu geben hat, was war das für eine ernüch­tern­de und trau­ri­ge Zere­mo­nie. Na ja, wenn man nur „Bischof von Rom“ ist und nicht PAPST für die Gesamt­kir­che und wenn man um die Popu­la­ri­tät bei der Pres­se und den Medi­en buhlt, dann wun­dert mich nichts mehr, wenn das „HEILIGE DEN HUNDEN“ vor­ge­wor­fen wird, sprich auf der Strecke bleibt. War­um nimmt so ein Mann die Wahl an ???????

    • Auf mich hat Papst Fran­zis­kus beim „Urbi et orbi“ gewirkt, als wür­de er die gan­ze Sache mög­lichst schnell hin­ter sich brin­gen wol­len, vom Weg­las­sen der Grü­ße in zahl­rei­chen ande­ren Spra­chen außer Ita­lie­nisch ganz zu schwei­gen. Welch ein Unter­schied zu Bene­dikt XVI! Aber viel­leicht ist das auch ein Zei­chen sei­ner so betont zur Schau gestell­ten Demut und er hat sich ein­fach nur beeilt, in die Vati­kan Kan­ti­ne zu kom­men um dort ganz boden­stän­dig ein Schwätz­chen mit den Köchen zu hal­ten und „Guten Appe­tit“ zu wün­schen.

    • War­um um Him­mels wil­len haben die Kar­di­nä­le so einen gewählt? Der Hei­li­ge Geist wird es nicht gewe­sen sein, des­sen Wil­len sie beim Kon­kla­ve gefolgt sind.
      Als ich ihn nach dem Habe­mus Papam sah, habe ich gedacht, immer­hin haben sie kei­nen Neger gewählt. Aber immer mehr muß ich schmerz­li­cher­wei­se fest­stel­len, daß die Wahl der Kar­di­nä­le die größ­te Kata­stro­phe seit der Wahl von Johan­nes XXIII. und der Wahl Paul VI. ist. Wenn jetzt noch mehr Fre­vel kom­men, wer­de ich den sehr schmerz­li­chen Ent­schluß fas­sen müs­sen und unse­re ehe­mals Hl. Mut­ter Kir­che ver­las­sen. Es geht auch um mein See­len­heil. Das gefähr­det die­ser Papst. Es gibt eine Gren­ze, ab der ich Rom nicht mehr fol­gen will und auch nicht mehr fol­gen kann. Ich kann kei­nem Papst fol­gen, der Lit­ur­gie­fre­vel begeht und des Musel­ma­nen die Füße wäscht. Ich kann kei­nen Bischö­fen fol­gen, die ein­fach ein­mal so die Abtrei­bungs­pil­le und damit den Mord an unge­bo­re­nen Babys erlau­ben. Das ist nicht mei­ne hl. Mut­ter Kir­che. Die hat man uns Recht­gläu­bi­gen ein­fach weg­ge­nom­men!

  9. Das soll­te man vor allem dem Papst über­las­sen, bei Bene­dikt und Johan­nes Paul kri­ti­sier­te ich oft, dass sie nach rechts blink­ten und links abbo­gen. Ähn­lich war es ja auch bei Paul VI. Aber der Papst ist Papst und nicht die Tra­di­tio­na­li­sten oder die Moder­ni­sten. Außer­dem ob die höfi­sche Gestelztheit des 19. und 20. Jahr­hun­derts die zutref­fen­de Aus­le­gung des Papst­am­tes war ist auch sehr die Fra­ge.

  10. Was hier pas­siert, ist ein Rück­fall in die 70er Jah­re.
    Genau so fing es damals an: weg mit den For­ma­li­tä­ten. Die 68er las­sen grü­ßen.
    Turn­schu­he, Love. Peace. All you need is love.
    Die Lit­ur­gie wur­de immer fla­cher und ober­fläch­li­cher, gegen­sei­ti­ges Umar­men. Hän­de­schüt­teln. Die Rich­tung zuein­an­der statt gemein­sam auf Gott hin.

    Und das soll jetzt das spe­zi­fisch Neue sein?

    • Sein noch leben­der Vor­gän­ger war ein Bay­er mit Stil und Anstand, Fran­zis­kus gibt sich wie ein Bay­er am Wirts­haus­tisch.

      Ist er sich sei­ner Ver­ant­wor­tung als Papst bewusst? Glaubt er an einen Him­mel und eine ewi­ge Höl­le? Ich glau­be eher nur an erste­res.

    • Des­we­gen weil sein Ver­hal­ten an die­se Leu­te Sie erin­nert, muss es noch nicht das­sel­be sein. Man muss abwar­ten, aber so viel schö­ner war die Selig­sprec­chung von Johan­nes XXIII. und Johan­nes Paul auch nicht. Da ist mir so ein Ver­hal­ten viel lie­ber

  11. Wider­li­che Kom­men­ta­re! Hier zie­hen sich eini­ge an ein­zel­nen ober­fläch­li­chen Din­gen hoch und sind um nichts bes­ser als ihre „pro­gres­si­ven“ „Geg­ner“, die über die glei­chen ober­fläch­li­chen Din­ge jubeln. Was hin­dert Sie alle dar­an ein­fach mal still zu sein, den Papst arbei­ten zu las­sen und für ihn und sein Amt zu beten. Und für die Kir­che. Und ein­fach mal ver­su­chen, zu ver­ste­hen, was Papst Fran­zis­kus uns sagen will. Dann kann man in einem Jahr ger­ne wie­der zusam­men kom­men und eine erste Bilanz zie­hen. Wenn ich lese, wie sehr man­che dar­über schwa­dro­nie­ren, wie doch Bene­dikt von sei­nen Lands­leu­ten geschmäht wur­de und wie sehr man ihn ver­letzt habe — z.B. jetzt gera­de wie­der im FELS — und dann Bei­spie­le lese… Das war doch alles gar nichts gegen das, was allein in die­sem Forum an Wider­wär­tig­kei­ten, ja Glau­bens­ab­fall (oder soll ich sagen Sedis­va­kan­tis­mus) ins Wort gebracht wur­de. Ich bin ent­setzt!

    • Respekt vor Ihrem Ent­set­zen, aber bit­te geste­hen Sie den Men­schen auch ihre Unsi­cher­heit und ihr Erstau­nen zu, was sie bei den „ersten­Schrit­ten“ Papst Fran­zis­kus, durch­aus haben.
      Es gibt eine Wür­de des Amtes des hl. Vaters, das von sei­nem Vor­gän­ger viel­leicht auch über­erfüllt wur­de.
      Bene­dikt stell­te sich und sei­ne Per­sön­lich­keit immer unter das Amt und war ein in Wort und Tat demü­ti­ger Mensch, im besten Sin­ne.
      Franz ist völ­lig anders, er defi­niert das Papst­amt mit ande­rem Tem­pe­ra­ment, aber auch er darf nicht ver­ges­sen, das sich Amt und Per­son auf Dau­er nicht tren­nen las­sen.
      Sei­ne Inten­tio­nen und Aktio­nen in Ehren, aber wenn man darf sich wun­dern wie­so zb. er vor dem Aller­hei­lig­sten die Knie­beu­ge unter­läßt, aber am Grün­don­ners­tag die „tief­ste Gang­art“ bei der Fuß­wa­schung bevor­zugt.
      Das nur als klei­nes Bei­spiel, aber was dem Gemein­de­prie­ster nach­ge­se­hen wird, hat beim Stell­ver­tre­ter Chri­sti ungleich grö­ße­res Gewicht.
      Kor­anküs­se und Assi­si­tref­fen, bei aller guten Absicht, sind halt Zei­chen gewe­sen, die offen gegen die Leh­re der Kir­che spre­chen, auch wenn sie ein Papst voll­zo­gen hat.
      Ich den­ke aus den mei­sten Men­schen hier spricht eine maß­lo­se Ent­täu­schung her­aus, denn wir brau­chen wahr­lich nicht den Applaus der Welt, son­dern sind auf einem stei­ni­gen Pfad unter­wegs.
      Aber ich gebe Ihnen Recht, man soll­te dem Papst Zeit geben sein Amt wahr­zu­neh­men.

      • Aus­drück­lich muss ich Ihnen wider­spre­chen, Micha­el! Die­ser Mann ist 76 Jah­re als, und er ist Kar­di­nal. Er weiß genau, was er tut. Jede sei­ner Gesten sind von Anfang an genau gewählt, genau theo­lo­gisch über­dacht. Wenn er zitt­rig wäre, auf­ge­regt, was ver­ges­sen wür­de, dann könn­te man sagen, er muss ins Amt hin­ein­wach­sen, man muss ihm Zeit geben, bis er sich an die Bür­de des Amtes gewöhnt hat.Und an öffent­li­che Auf­trit­te. Aber ein Kar­di­nal weiß ja wohl mit 76 Jah­ren, was das Petrus­amt bedeu­tet. Wenn er das mit 76 Jah­ren erst noch ler­nen muss, dann ist er fehl am Platz, dann lernt er es nie!
        Das wäre das Ende des Papst­tums: Wenn Lai­en groß­zü­gig sagen, wir las­sen dem Papst Zeit, bis er weiß, wie sein Amt zu füh­ren ist. Wie gesagt, Schwä­chen auf der rein mensch­li­chen Ebe­ne, da soll­te man groß­zü­gig sein. Aber doch nicht, wenn er bewusst sein Amt umin­ter­pre­tiert, wenn er Reden hält, die ein Frei­mau­rer genau­so hal­ten könn­te, wenn er sich Ungläu­bi­gen gegen­über gebär­det wie der schlimm­ste Rela­ti­vist. Und das in der Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie. Der Papst hat über den Glau­ben der Kir­che zu wachen, um das mal in Erin­ne­rung zu rufen! Mit 76 Jah­ren müss­te er ihm eigent­lich bekannt sein…

        • Sie haben ja im Prin­zip Recht, ich hof­fe und bete nur das er sich besinnt. Und dafür ist natür­lich Zeit erfor­der­lich.
          Ver­fährt er wei­ter in die­sem Sti­le, haben wir das Bei­spiel des Anti­chri­sten, dem die Welt zuju­belt.
          Denn von der Miß­ach­tung zur Unter­las­sung ist kein wei­ter Weg und der Jubel ist sicher.
          Davor graut mir, ich ver­drän­ge das so gut ich kann, gebe ihm sei­ne Zeit.

    • „Fran­zis­kus“ hat Moham­me­da­nern, dar­un­ter Frau­en, die Füße gewa­schen. Ein Knie­beu­ge bekommt er aber nicht hin. Kön­nen wir sicher sein, daß er bei der „Mes­se“ im Gefäng­nis nicht auch Moham­me­da­nern, die dem Fal­schen Pro­phe­ten aus der Offen­bah­rung fol­gen, die Kom­mu­ni­on erteilt hat?
      Was für ein schreck­li­ches Unglück ist über unse­re hl. Mut­ter Kir­che mit die­sem „Papst“ gekom­men! Der Stuhl Petri ist seit dem Rück­tritt unse­res Pap­stes Bene­dikt XVI. vakant!
      Ich möch­te drin­gend und instän­dig die Bru­der­schaft Pius X. bit­ten, ihre Bischö­fe zu einem Kon­kla­ve zu rufen, auf daß sie aus ihren Rei­hen einen Papst wäh­len, der wahr­haft katho­lisch ist!

      • Das wer­den die Bischö­fe der Pius­bru­der­schaft sicher nicht tun, jeden­falls hof­fe ich es sehr. Es geht ja nicht an, dass jeder sich sei­nen Papst wählt. Die Kir­che ist die Eine Kir­che, dar­an sto­ßen sich offen­sicht­lich sehr vie­le.
        Ich habe auch eini­ge Bauch­schmer­ze mit die­sem Papst und füh­le mich irgend­wie im fal­schen Film, wenn ich ande­re jubeln sehe (beson­ders die kir­chen­fer­nen Medi­en und pro­te­stan­ti­sche Freun­de). Aber er ist der Papst, dar­an besteht kein Zwei­fel und daher wer­de ich ihm allen Respekt des Stell­ver­tre­ters Chri­sti ent­ge­gen­brin­gen, auch die­ses Kreuz anneh­men und not­falls lei­den. Aber nie mir mei­nen eige­nen zurecht­ge­zim­mer­ten Papst wäh­len… Wirk­lich nicht!

        • Ver­ehr­ter Albrecht von Prag.Es ist Ihnen aber bewusst,dass es in der lan­gen Kir­chen­ge­schich­te eini­ge häre­ti­sche und wurm­sti­chi­ge Päp­ste gege­ben hat,und dass es eine Fac­tum ist und war,dass es Gegen­päp­ste gab.Vielleicht ist Ihnen der Name Palmar de Troya ein Begriff? Viel­leicht erel­ben wir es noch zu unse­ren Lebzeiten,das ein Gegen­papst gewählt wird.

  12. Dass er die Tia­ra und die Sedia Gesta­to­ria als ver­al­tet bezeich­net, kann ich ohne Zusatz­in­fos nur als unsin­ni­ge Aus­sa­ge des de la Cigoña wer­ten.

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