Leerer Petersdom in der Osternacht 2020. Auch die neuen Zelebrationsanordnungen fördern die Musealisierung der größten Kirche der Christenheit.
Nachrichten

Musealisierung des Petersdoms?

(Rom) Gestern trat die Neu­re­ge­lung der Meß­ze­le­bra­tio­nen im Peters­dom in Kraft. Die fünf Anord­nun­gen erfolg­ten durch das vati­ka­ni­sche Staats­se­kre­ta­ri­at in einem Hand­streich, da die­se Behör­de über kei­ne Zustän­dig­keit über die Patri­ar­chal­ba­si­li­ken ver­fügt. Der Sub­sti­tut des Kar­di­nal­staats­se­kre­tärs nütz­te einen Aus­nah­me­zu­stand aus, weil die Dom­bau­hüt­te seit Som­mer 2020 einem päpst­li­chen Kom­mis­sar unter­steht und gera­de ein Wech­sel im
The Tablet: "Visitation ist eine Visitation, aber keine Visitation". Im Bild Kardinal Robert Sarah.
Nachrichten

Die Visitation, die keine sein soll

(Rom) Die gestern begon­ne­ne Visi­ta­ti­on der römi­schen Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on sei kei­ne kano­ni­sche, son­dern nur eine „kon­sul­ta­ti­ve“ Visi­ta­ti­on. Ist nichts mehr, was es scheint?
Musterbrief an das Büro des Kardinalstaatssekretärs von Pro Missa Tridentina.
Liturgie & Tradition

„Gläubige sollen sich möglichst schnell an das Staatssekretariat wenden“

Pro Mis­sa Triden­ti­na, die Lai­en­ver­ei­ni­gung zur För­de­rung des über­lie­fer­ten Ritus im deut­schen Sprach­raum, ver­öf­fent­lich­te einen Muster­brief mit dem Auf­ruf, daß mög­lichst vie­le Gläu­bi­ge sich mög­lichst schnell an das Büro des Kar­di­nal­staats­se­kre­tärs wen­den und zur Rück­nah­me der Anord­nun­gen zur Meß­ze­le­bra­ti­on im Peters­dom drän­gen sollen.
Cappella Clementina in den Vatikanischen Grotten unterhalb des Petersdomes geht auf Papst Gregor den Großen zurück und diente bis ins Spätmittelalter der Verehrung des Hauptes des Apostels Petrus. Dessen Grab befindet sich direkt hinter dem Altar.
Forum

Katholisch, fromm, unerwünscht?

Ein Kom­men­tar von einer Katho­li­kin. „Nun bleibt abzu­war­ten, wel­che Schlüs­se der Papst letzt­lich aus den Ant­wor­ten der Bischö­fe aus aller Welt zie­hen kann, will und wird.“ Bis­wei­len weiß man schon beim Schrei­ben, daß man sich über kurz oder lang selbst zitie­ren wird. Die für Rom bestimm­te „Sam­mel­ant­wort“ der fran­zö­si­schen Bischofs­kon­fe­renz zu Sum­morum Pon­ti­fi­cum ziel­te auf die
Raymond Kardinal Burke, bis 2014 nach dem Papst der höchste Richter der katholischen Kirche, äußert seine Bedenken zur Neuordnung der Meßzelebrationen im Petersdom, die in einer Woche in Kraft treten sollen.
Hintergrund

Kardinal Burke: „Anlaß zur tiefsten Besorgnis“

Auf die Anwei­sun­gen des vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­ta­ri­ats bezüg­lich der Meß­ze­le­bra­tio­nen im Peters­dom reagier­te Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke mit fol­gen­der Stel­lung­nah­me, die von ihm auch in deut­scher Spra­che ver­öf­fent­licht wur­de: Stel­lung­nah­me Am 12. März 2021 hat die Erste Sek­ti­on (für die All­ge­mei­nen Ange­le­gen­hei­ten) des Staats­se­kre­ta­ri­ats von Papst Fran­zis­kus ein Doku­ment ver­öf­fent­licht, das bestimm­te Anord­nun­gen bezüg­lich der Dar­brin­gung der hl.
Der Petersdom mit Blick zur Cathedra Petri.
Forum

Ein liturgisches Damoklesschwert

Ein Bei­trag von Cle­mens Vic­tor Olden­dorf. Ein Schrei­ben des Vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­ta­ri­ats sorgt im Netz für Unru­he. Ab dem 22. März 2021 sol­len Ein­zelz­ele­bra­tio­nen an den Sei­ten­al­tä­ren des Peters­do­mes nach dem Mess­buch, wie es nach dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil ein­ge­führt wur­de, gänz­lich unter­blei­ben und ledig­lich noch vier Mes­sen nach dem Mis­sa­le Roma­num von 1962 erlaubt sein,
Das vatikanische Staatssekretariat stellte eine Hierarchie im Petersdom her: Novus Ordo oben, überlieferter Ritus unten?
Liturgie & Tradition

Der überlieferte Ritus in die Katakomben verbannt

(Rom) Als die Eme­ri­tie­rung von Ange­lo Kar­di­nal Coma­stri als Erz­prie­ster des Peters­do­mes erst ein Gerücht war, kamen bereits Sor­gen auf, wel­che nega­ti­ven Fol­gen das für die Zele­bra­ti­on des über­lie­fer­ten Ritus in der päpst­li­chen Basi­li­ka haben könn­te. Am 20. Febru­ar war es soweit – und es bewahr­hei­ten sich auch die Befürchtungen.
Frankreichs Bischöfe erkennen an, daß der überlieferte RItus junge Menschen und Familien anzieht. Wie aber reagieren Papst und Bischöfe darauf?
Forum

Die Tradition in Grenzen halten?

Von einer Katho­li­kin. „Klei­ne Min­der­heit in ihren Feh­lern und der Kul­ti­vie­rung ihrer Par­ti­ku­la­ris­men bestärkt.“  So lau­tet sum­ma sum­ma­rum die Ant­wort der fran­zö­si­schen Bischofs­kon­fe­renz auf die Befra­gung aus Rom zur Umset­zung von Sum­morum Pon­ti­fi­cum. Dies erschließt sich einem bei der Lek­tü­re eines Dos­siers der fran­zö­si­schen Bischofs­kon­fe­renz (CEF), das Paix lit­ur­gi­que am 18. Janu­ar 2021 an die
Kardinal Robert Sarah (im Bild mit Benedikt XVI.) wurde von Papst Franziskus als Präfekt der Gottesdienstkongregation emeritiert.
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Kardinal Sarah emeritiert – „Wir sehen uns in Rom bald wieder“

(Rom) Kar­di­nal Robert Sarah, der bis­he­ri­ge Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung, wur­de von Papst Fran­zis­kus am Sams­tag eme­ri­tiert. Damit ver­läßt einer der pro­fi­lier­te­sten Kir­chen­män­ner das römi­sche Schiff. In pro­gres­si­ven Medi­en ist die Freu­de groß. Kir­chen­krei­se, die mit dem der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kat unzu­frie­den sind oder unter die­sem regel­recht lei­den, sehen in Kar­di­nal Sarah