Leo XIV. eröffnet heute ein außerordentliches Kardinalskonsistorium. Er will Dokumente seines Vorgängers diskutieren, aber sich methodisch von diesem auch ein gutes Stück distanzieren. In den kommenden beiden Tagen wird sich zeigen, wieviel Bergoglio im neuen Pontifikat steckt.
Leo XIV.

Beginn des Kardinalskonsistoriums in Rom

Kaum ist mit der Schlie­ßung der Hei­li­gen Pfor­te im Peters­dom das Hei­li­ge Jahr zu Ende gegan­gen, rich­tet sich im Vati­kan der Blick auf den ersten gro­ßen insti­tu­tio­nel­len Schritt des neu­en Pon­ti­fi­kats. Am heu­ti­gen 7. und mor­gi­gen 8. Janu­ar 2026 tritt das von Papst Leo XIV. ein­be­ru­fe­ne außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­um zusam­men – die erste umfas­sen­de Bera­tung des
Papst Franziskus auf dem Weg zu Fastenexerzitien in Ariccia (Archivbild)
Nachrichten

Die Fastenexerzitien 2024 in Santa Marta

In den ein­schlä­gi­gen Doku­men­ten der Päp­ste und der Römi­schen Kurie wer­den Exer­zi­ti­en emp­foh­len, ins­be­son­de­re den Prie­stern als Aus­druck ihrer stän­di­gen For­mung. Dabei wird aus­drück­lich auf die Not­wen­dig­keit hin­ge­wie­sen, sich aus dem All­tag zurück­zu­zie­hen und in die Stil­le zu gehen. So fin­det es sich im Rund­schrei­ben der Hei­li­gen Kon­gre­ga­ti­on für das katho­li­sche Bil­dungswe­sen von 1980, im
Papst Franziskus mit Prälat Fernando Ocáriz (ganz links) und Auxiliarvikar Mariano Fazio, beide vom Opus Dei, im November 2021
Nachrichten

Dolchstoß von Papst Franziskus gegen das Opus Dei

(Rom) Papst Fran­zis­kus hat ein neu­es Motu pro­prio ver­öf­fent­licht, das sich nicht nur direkt auf das Opus Dei aus­wirkt, son­dern direkt dar­auf gemünzt ist. Zudem wird damit eine Opti­on demon­tiert, die noch vor kur­zem der Pius­bru­der­schaft ange­bo­ten wurde.
Kardinal Gerhard Müller: Die Glaubenskongregation hätte Bischof Johan Bonny zurechtzuweisen.
Genderideologie

Müller: „Nicht einmal der Papst kann entscheiden, homosexuelle Paare zu segnen“

„Die Seg­nung von Regen­bo­gen­paa­ren ist eine Häre­sie. Die bel­gi­schen Bischö­fe kön­nen sie nicht legi­ti­mie­ren, indem sie sich auf angeb­li­che Aus­sa­gen des Pap­stes beru­fen. Selbst wenn er dies gesagt hät­te, liegt es nicht in sei­ner Kom­pe­tenz, die Offen­ba­rung zu ändern“. Mit kla­ren Wor­ten rück­te Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler, bis 2017 Prä­fekt der römi­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, die Koor­di­na­ten in
Gleison De Paula Souza als Seminarist und Mitglied der Don-Orione-Kongregation 2014 bei Papst Franziskus in Santa Marta.
Nachrichten

Ehemaliger Seminarist wird Sekretär des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben

(Rom) Ver­ei­ni­gun­gen von Prie­stern, die die Kir­che ver­las­sen und gehei­ra­tet haben, bit­ten seit meh­re­ren Jahr­zehn­ten um eine Art „Amne­stie“, um ihr Prie­ster­tum wie­der­auf­neh­men zu kön­nen – aller­dings ohne ihren neu­en Lebens­stand auf­zu­ge­ben. Eine gestern erfolg­te vati­ka­ni­sche Per­so­nal­ent­schei­dung könn­te sie freuen.
Kommende Woche treten die Kardinäle der Kirche zu einem Konsistorium zusammen, doch Papst Franziskus hat ungewöhnliche Regeln für sie vorgesehen.
Hintergrund

Dürfen Kardinäle beim kommenden Konsistorium keine Fragen stellen?

(Rom) Für Mon­tag, den 29. August, wur­de von Papst Fran­zis­kus ein ordent­li­ches Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um ein­be­ru­fen. Am Mon­tag und Diens­tag wer­den sich die Kar­di­nä­le in Rom ver­sam­meln, um über die neue Apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on Prae­di­ca­te Evan­ge­li­um „nach­zu­den­ken“. Die­ses Wort ver­wen­de­te Fran­zis­kus am 29. Mai, als er am Ende des Regi­na Cæli die Ein­be­ru­fung des Kon­si­sto­ri­ums ankün­dig­te. Die Ein­be­ru­fung
Die Pressemitteilung, mit der am vergangenen 26. April nebenbei bekanntgegeben wurde, daß gerade eine Sitzungssession des Kardinalsrates stattfindet.
Nachrichten

Virtualisierter Kardinalsrat

(Rom) Die Sit­zungs­ses­sio­nen des 2013 errich­te­ten Kar­di­nals­ra­tes, der Papst Fran­zis­kus bei der Kuri­en­re­form und der Lei­tung der Welt­kir­che berät, waren bis­her vor­ab ange­kün­digt und von Medi­en­er­klä­run­gen beglei­tet wor­den. Seit dem Früh­jahr ist das anders.
Papst Franziskus errichtete ein neues Komitee für die Investitionen des Heiligen Stuhls.
Nachrichten

Papst Franziskus setzt weiterhin auf die McCarrick-Boys

(Rom) Seit ver­gan­ge­nem Sonn­tag, dem 5. Juni, ist die neue Kon­sti­tu­ti­on Prae­di­ca­te Evan­ge­li­um für die Römi­sche Kurie in Kraft. Die erste Maß­nah­me im Zuge der Kuri­en­neu­ord­nung ist aller­dings nicht die Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums, wie es der Name der Kon­sti­tu­ti­on besagt, son­dern die Ein­set­zung eines Komi­tees für die Inve­sti­tio­nen. Und dabei läßt immer noch McCar­ri­ck grüßen.
Papst Franziskus mit den Dikasterienleitern der Römischen Kurie (Archivbild).
Hintergrund

Stehen die größten personellen Veränderungen dieses Pontifikats vor der Tür?

(Rom) Am Pfingst­sonn­tag, dem 5. Juni, wird die Apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on Prae­di­ca­te Evan­ge­li­um in Kraft tre­ten, mit der eine Reform der Römi­schen Kurie umge­setzt wird. Eine gan­ze Rei­he von Dik­aste­ri­en­lei­tern wer­den damit wahr­schein­lich ihren Platz räu­men müssen.