Jimmy Lai wurde von einem politisch besetzten Hongkonger Gericht zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Kardinal Zen war trotz seines hohen Alters zur Urteilsverkündung erschienen, um Lai zu unterstützen
Christenverfolgung

Jimmy Lai zu 20 Jahren Haft verurteilt

Der bekann­te Hong­kon­ger Unter­neh­mer, Medi­en­grün­der und Demo­kra­tie­ver­fech­ter Jim­my Lai ist zu 20 Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den. Das Gericht von West Kow­loon ver­zich­te­te zwar auf die Höchst­stra­fe, lebens­lan­gen Frei­heits­ent­zug, begrün­de­te dies jedoch aus­schließ­lich mit Lais hohem Alter (78 Jah­re) und sei­nem ange­schla­ge­nen Gesund­heits­zu­stand. Die Stra­fe bleibt den­noch dra­ko­nisch – und dürf­te für den schwer herz­kran­ken Mann
In dem gepanzerten Gefangenentransportfahrzeug wurde Jimmy Lai nach dem Schuldspruch abtransportiert. Das genaue Strafmaß wird in einer weiteren Verhandlung festgelegt werden.
Christenverfolgung

Schuldspruch gegen den katholischen Medienunternehmer

Mit dem gest­ri­gen Schuld­spruch gegen den katho­li­schen Medi­en­un­ter­neh­mer und Demo­kra­tie­ak­ti­vi­sten Jim­my Lai hat die Justiz Hong­kongs ein Signal aus­ge­sen­det, des­sen Bedeu­tung weit über den kon­kre­ten Fall hin­aus­reicht. Lai, 78 Jah­re alt, Grün­der der inzwi­schen auf­ge­lö­sten Zei­tung Apple Dai­ly, wur­de wegen Auf­wie­ge­lung und Ver­schwö­rung gegen die Behör­den für schul­dig befun­den. Im Raum steht eine mög­li­che lebens­lan­ge
Am gestrigen Sonntag wurde das Siegel zur päpstlichen Wohnung im Apostolischen Palast entfernt und diese wieder geöffnet.
Leo XIV.

Wo wird Leo XIV. wohnen?

Nach sei­nem ersten Regi­na Cae­li auf dem Peters­platz ließ Leo XIV. gestern die päpst­li­che Woh­nung im Apo­sto­li­schen Palast, die nach dem Tod von Fran­zis­kus gesperrt und ver­sie­gelt wor­den war, wie­der öffnen.
Mindestens zwei Dutzend Gefängnisse werden in Hongkong betrieben. Im Bild das Stanley-Gefängnis, dessen Ursprünge in die Zwischenkriegszeit zurückreichen und das laufend erweitert wurde.
Hintergrund

Gehirnwäsche für Hongkongs Gefangene

1997 gab Groß­bri­tan­ni­en die Sou­ve­rä­ni­tät über das knapp 1100 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ße Ter­ri­to­ri­um von Hong­kong an Chi­na zurück. 156 Jah­re hat­ten die Bri­ten die Kon­trol­le über das klei­ne Gebiet aus­ge­übt. Chi­na war aller­dings nicht mehr das alte Kai­ser­reich, dem Groß­bri­tan­ni­en das Stück Land ent­ris­sen hat­te, son­dern eine kom­mu­ni­sti­sche Volks­re­pu­blik. Die­se gab Garan­tie­er­klä­run­gen ab, daß Hong­kong als
Bischof Chow von Hongkong (links im Bild) wurde am Montag in der Kathedrale von Peking empfangen. Rechts im Bild Erzbischof Li Shan.
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Hongkongs Bischof in Peking eingetroffen

(Peking) Hong­kongs Bischof Ste­phen Chow SJ ist zu sei­nem ersten Besuch in Peking, der Haupt­stadt der Volks­re­pu­blik Chi­na, ein­ge­trof­fen. Das hat­te seit bald 40 Jah­ren kein Bischof von Hong­kong mehr vor ihm getan.
Kardinal Joseph Zen mit dem Priester Cheung nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus.
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Kardinal Zen wurde aus dem Krankenhaus entlassen

(Hong­kong) Hong­kongs eme­ri­tier­ter Bischof Kar­di­nal Joseph Zen Ze-kiun wur­de nach mehr als einem Monat aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen. Im ver­gan­ge­nen Janu­ar war er wegen Atem­pro­ble­men ein­ge­lie­fert worden.
Msgr. Stephen Chow Sau-yan SJ, seit Dezember 2021 Bischof von Hongkong (rechts neben ihm Kardinal Joseph Zen), wird nach Ostern Peking besuchen.
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Bischof von Hongkong wird nach 40 Jahren erstmals Peking besuchen

(Hong­kong) Die Nach­richt kommt über­ra­schend. Msgr. Ste­phen Chow Sau-yan SJ, der Bischof von Hong­kong, wird im kom­men­den April die Haupt­stadt der Volks­re­pu­blik Chi­na auf­su­chen. Seit bald 40 Jah­ren war kein Bischof von Hong­kong mehr in Peking.
Kardinal Joseph Zen wurde gestern von Papst Franziskus erstmals nach fünf Jahren wieder in Audienz empfangen.
Nachrichten

Kardinal Zen nach fünf Jahren wieder von Papst Franziskus empfangen

(Rom) Kar­di­nal Joseph Zen wur­de am gest­ri­gen Drei­kö­nigs­fest, dem Hoch­fest Epi­pha­nie, von Papst Fran­zis­kus in Pri­vat­au­di­enz emp­fan­gen. Kar­di­nal Zen, eme­ri­tier­ter Bischof von Hong­kong und graue Emi­nenz der chi­ne­si­schen Unter­grund­kir­che, hat­te vom kom­mu­ni­sti­schen Regime den Rei­se­paß zurück­er­hal­ten, um für fünf Tage das Land ver­las­sen und in Rom an der Toten­mes­se für Bene­dikt XVI. teil­neh­men zu können.
Kardinal Joseph Zen, graue Eminenz der chinesischen Untergrundkirche, blieb nicht erspart, im Alter von 90 Jahren festgenommen und vor Gericht gestellt worden zu sein. Nun wurde er unter einem Vorwand verurteilt.
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Kardinal Zen verurteilt

(Hong­kong) Das kom­mu­ni­sti­sche Regime zeigt der Demo­kra­tie­be­we­gung die rote Kar­te, indem sie eine der inte­ger­sten Per­sön­lich­kei­ten, die ihr nahe­steht, vor Gericht stell­te und ver­ur­teil­te. Kar­di­nal Joseph Zen und fünf Akti­vi­sten der Demo­kra­tie­be­we­gung in Hong­kong wur­den gestern zu einer Geld­stra­fe ver­ur­teilt, weil sie angeb­lich vor­schrifts­wid­rig einen Fonds zur Unter­stüt­zung der Fami­li­en von inhaf­tier­ten Demon­stran­ten ein­ge­rich­tet hät­ten.