Kardinal Roche wurde 2023 das Ehren- und Devotions-Großkreuz des Malteserordens verliehen, nun nahm er an der internationalen Wallfahrt des Ordens nach Lourdes teil
Liturgie & Tradition

Malteserorden in Lourdes – liturgische Spannungen und kirchenpolitische Nebentöne

Der Sou­ve­rä­ne Mal­te­ser­or­den führt bis mor­gen sei­ne 68. inter­na­tio­na­le Wall­fahrt nach Lour­des durch. Im Rah­men des Pro­gramms fin­det unter ande­rem ein „inter­na­tio­na­les Pon­ti­fi­kal­amt“ statt, dem Kar­di­nal Arthur Roche, Prä­fekt des Dik­aste­ri­ums für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung im Vati­kan, vor­ste­hen wird.
Der Skandal von Charlotte: Gläubige knien an der Kommunionbank und werden deshalb vom Bischof übergangen, also bestraft. Im Bild sichtbar sitzt dieser, nachdem er die Kommunionspendung bereits beendet hatte, ungerührt wieder auf seiner Kathedra.
Liturgie & Tradition

Der Skandal von Greensboro

In der Diö­ze­se Char­lot­te im US-Staat North Caro­li­na hat ein Vor­fall wäh­rend einer Firm­mes­se die inner­kirch­li­chen Span­nun­gen um Lit­ur­gie, Eucha­ri­stie­ver­ständ­nis und Auto­ri­täts­aus­übung auf dra­sti­sche Wei­se sicht­bar gemacht. Im Mit­tel­punkt der Kri­tik steht der Orts­bi­schof Msgr. Micha­el Mar­tin, dem vor­ge­wor­fen wird, einer Fami­lie, die sich zum Kom­mu­nion­emp­fang hin­k­nie­te, die hei­li­ge Kom­mu­ni­on ver­wei­gert zu haben.
Kardinal Arthur Roche mit Papst Franziskus: zwei erklärte Gegner des überlieferten Ritus
Liturgie & Tradition

Die „Einheit“ als Instrument gegen die Tradition

Die gegen­wär­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Lit­ur­gie sind weder neu noch über­ra­schend. Sie betref­fen viel­mehr einen Bereich, der seit den spä­ten 1960er Jah­ren in beson­de­rer Wei­se auf­ge­bro­chen ist und der Kir­che eine tie­fe Wun­de geschla­gen hat. Im Kern geht es um das Wesen der Hei­li­gen Mes­se und damit um nichts gerin­ge­res als das rech­te Ver­ständ­nis des­sen,
Die Vorgehensweise von Kardinal Arthur Roche (Gottesdienstdikasterium) und Sr. Brambilla (Ordensdikasterium) prägt maßgeblich die Situation um die angekündigten Bischofsweihen der Piusbruderschaft
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Römische Willkür als Kern der Notstands-Debatte

Die Beru­fung der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. auf den „Not­stand“ wird oft als ideo­lo­gi­sche Posi­ti­on dar­ge­stellt. Tat­säch­lich gehört die­ses Kon­zept jedoch in den juri­di­schen Bereich. Gemäß can. 1323, 4 des Codex Iuris Cano­ni­ci wird eine Stra­fe aus­ge­schlos­sen, wenn jemand „auf­grund einer Not­la­ge“ han­delt, um ein schwe­res Übel zu ver­mei­den, solan­ge die Hand­lung nicht intrin­sisch uner­laubt
Arthur Roche, Präfekt des Gottesdienstdikasteriums und erklärter Gegner des überlieferten Römischen Ritus, mit Papst Franziskus, der ihn auf diesen Posten setzte und zum Kardinal kreierte
Leo XIV.

Römische Machinationen in der Liturgiefrage

Das außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­um der ver­gan­ge­nen Woche warf ein Schlag­licht auf eine Ent­wick­lung, die vie­le Gläu­bi­ge seit Jah­ren mit Sor­ge beob­ach­ten. Wäh­rend sich die ver­sam­mel­ten Kar­di­nä­le in syn­oda­len Über­le­gun­gen ergin­gen, blie­ben Fra­gen außen vor, die das kon­kre­te kirch­li­che Leben unmit­tel­bar betref­fen. Dazu zählt vor allem die Lit­ur­gie – bemer­kens­wer­ter­wei­se ein The­ma, das ursprüng­lich auf der Tages­ord­nung
Schwinden die Hoffnungen, daß Papst Leo XIV. den überlieferten Ritus aus dem Würgegriff von Traditionis custodes befreien wird?
Leo XIV.

Leo XIV. wird Traditionis custodes nicht ändern?

Die Nach­richt begann am Don­ners­tag die Run­de zu machen wie ein schwa­cher Hoff­nungs­schim­mer in einem dich­ten Novem­ber­ne­bel: In Groß­bri­tan­ni­en soll der Apo­sto­li­sche Nun­ti­us den Bischö­fen mit­ge­teilt haben, Leo XIV. garan­tie­re jede bean­trag­te Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung zur Fei­er der über­lie­fer­ten Form des Römi­schen Ritus. Was zunächst wie ein vor­sich­ti­ges Ein­len­ken klang, ent­pupp­te sich gestern – dank eines aus­führ­li­chen
In die Diözese Cleveland erhalten die Gemeinden des überlieferten Ritus einen Aufschub von zwei Jahren, bis Traditionis custodes durchgesetzt wird. Schonfrist oder Trendwende in Rom?
Leo XIV.

Cleveland: Überlieferter Ritus um zwei Jahre verlängert

Ein lei­ses Zei­chen der Hoff­nung erreicht die Gläu­bi­gen, die dem über­lie­fer­ten Ritus anhän­gen: Der Diö­ze­se Cleve­land im US-Staat Ohio wur­de vom Vati­kan eine zwei­jäh­ri­ge Ver­län­ge­rung gewährt, um wei­ter­hin die hei­li­ge Mes­se nach dem über­lie­fer­ten römi­schen Ritus zu zele­brie­ren. Wie die Catho­lic News Agen­cy (CNA) berich­tet, betrifft die­se Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung zwei Pfar­rei­en – St. Mary’s Church in
Das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis steht derzeit in Rom nicht gerade hoch im Kurs
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Römische Note zur Verdrängung des Hochfestes der Unbefleckten Empfängnis

Vor kur­zem gab es eine Dis­kus­si­on unter den US-Bischö­­fen, weil das Hoch­fest der Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis im Novus Ordo Mis­sae, das am 8. Dezem­ber gefei­ert wird, im Jahr 2024 auf den fol­gen­den Tag ver­legt wur­de, weil sei­ne Fei­er auf den zwei­ten Advents­sonn­tag gefal­len ist, die­ser jedoch lit­ur­gi­schen Vor­rang hat. Ein Bischof frag­te daher früh­zei­tig das Dik­aste­ri­um