Die frohe Botschaft von der beschleunigten Dekadenz


"Queergottesdienst" in der Überwasserkirche in Münster
"Queergottesdienst" in der Überwasserkirche in Münster

Von Vigi­li­us*

Von Fried­rich Nietz­sche stammt die Dia­gno­se, der inne­re Ver­fall der christ­li­chen Glau­bens­kraft ver­schleie­re sich zumin­dest noch eine gewis­se Wei­le dar­in, dass sich die deka­dent gewor­de­ne Chri­sten­heit mit dem säku­la­ri­sier­ten Ava­tar des Chri­sten­tums iden­ti­fi­zie­re, um sich so in der Illu­si­on der eige­nen Vita­li­tät wie­gen zu kön­nen. Mar­tin Heid­eg­ger hat Nietz­sches Gedan­ken auf­ge­grif­fen und vom ent­göt­ter­ten Chri­sten­tum gesagt, es habe sich „in das Wesen des moder­nen Zeit­al­ters fest­ge­setzt“ und pfle­ge die Vor­stel­lung, als Poli­tik sei es ganz bei sich selbst und rea­li­sie­re „die Kraft und das Zeug­nis des Glau­bens und das Wir­ken des christ­li­chen Got­tes“, so dass sich dar­in „die »Wahr­heit« der christ­li­chen Leh­re bestätigt“.

Der Ava­tar, von dem Nietz­sche han­delt, ist die Idee der „uni­ver­sa­len Men­schen­lie­be“, der Huma­ni­ta­ris­mus mit sei­ner sozia­li­sti­schen Gleich­heits­mo­ral. Eine per­vers ver­zerr­te Frucht des viel­zi­tier­ten „christ­li­chen Got­tes- und Men­schen­bil­des“ ist er des­we­gen, weil das Chri­sten­tum in Wahr­heit anti-ega­li­ta­ri­stisch ist. Es kennt zwar die Prä­di­ka­ti­on jedes Men­schen qua Men­schen als frei­heit­li­che Per­son, die als sol­che ein aus­ge­zeich­ne­tes Gleich­nis Got­tes ist, aber es for­mu­liert in sei­ner schon neu­te­sta­ment­lich bezeug­ten Gna­den­leh­re ein unab­leit­ba­res gött­li­ches Erwäh­lungs­han­deln. Das heißt: das Chri­sten­tum dis­kri­mi­niert ein­deu­tig zwi­schen den Gläu­bi­gen und den Ungläu­bi­gen, deren Gegen­satz es auf der Dicho­to­mie von Erwähl­ten und Nicht-Erwähl­ten abbil­det. Und die­se Dis­kri­mi­nie­rung ist von unver­gleich­li­chem Fol­gen­reich­tum. Denn die ent­schei­den­de Wür­de des Men­schen, die dar­in besteht, durch den von Gott gewähr­ten Glau­ben und die Sakra­men­te zu Chri­stus zu gehö­ren, bedeu­tet, das ewi­ge Heil zu erlan­gen – und zwar exklu­siv auf die­sem Wege.

Die­se basa­le Dis­kri­mi­nie­rung fin­det ihre Ent­spre­chung im christ­li­chen Lie­bes­be­griff. Das, was für den christ­li­chen Glau­ben Näch­sten­lie­be heißt, bezieht sich im Wesent­li­chen auf die Ver­kün­di­gung der Per­son Jesu Chri­sti, damit die Erwähl­ten zum Glau­ben gelan­gen, durch den der Mensch ja erst in den Genuss der ent­schei­den­den Güter gelangt. Zwar ist die Zuwen­dung des Gläu­bi­gen zum hilfs­be­dürf­ti­gen Men­schen im Sin­ne der natür­li­chen Sitt­lich­keit ein blei­ben­der Bestand­teil der reli­giö­sen Exi­stenz. Das gilt eben­so für alle ande­ren Gegen­stän­de der sitt­li­chen Ver­nunft, etwa für den Umgang mit der nicht-mensch­li­chen Natur. All das sind selbst­ver­ständ­li­che Momen­te des sitt­li­chen Lebens eines Chri­sten – aber sie defi­nie­ren nicht das Pro­pri­um des christ­li­chen Glau­bens. Die­se Unter­schei­dung ist von gro­ßer Bedeu­tung: Etwas kann unver­zicht­bar zum Chri­sten­tum gehö­ren, ohne des­we­gen schon die beson­de­re Iden­ti­tät des christ­li­chen Glau­bens aus­zu­ma­chen. Hebt man die­se Dif­fe­ren­zie­rung auf, ver­schwin­det das Chri­sten­tum in der All­ge­mein­heit der bloß phi­lo­so­phi­schen Ethik, die es, wie etwa in Kants Reli­gi­ons­schrift, mit sei­nen Nar­ra­ti­ven vor­geb­lich nur illu­striert. Und was dar­in nicht ver­schwin­den kann, gilt als dump­fer Aber­glau­be. Genau die­se Reduk­ti­on des Chri­sten­tums auf die natür­li­che Sitt­lich­keit war das Pro­gramm der auf­klä­re­ri­schen Rezep­ti­on der Reli­gi­on, und sie wur­de schon von Hegel zu Recht einer mas­si­ven Kri­tik unterzogen.

Das auf­klä­re­ri­sche Pro­gramm hat aller­dings Schu­le gemacht. Fragt man heu­te einen belie­bi­gen Zeit­ge­nos­sen, was das Wesen des Chri­sten­tums sei, ist die Wahr­schein­lich­keit hoch, zur Ant­wort zu bekom­men: „Näch­sten­lie­be“. Weil das Wesen des Chri­sten­tums aber Jesus Chri­stus als Erlö­ser der Welt ist, steht für die spe­zi­fisch christ­li­che Ethik über der bloß natür­li­chen Cari­tas jene auf das ewi­ge Heil des Men­schen aus­ge­rich­te­te Lie­be, die die christ­li­che Tra­di­ti­on signi­fi­kan­ter­wei­se als eine „über­na­tür­li­che Tugend“ beschreibt, die wie­der­um eine beson­de­re Got­tes­ga­be an die Aus­er­wähl­ten ist. Es ist leicht zu sehen, dass das authen­ti­sche Chri­sten­tum nicht nur nicht auf die natür­li­che Ethik ein­ge­dampft wer­den kann, son­dern – und sogar vor allem – der huma­ni­ta­ri­stisch-sozia­li­sti­sche Ideen­k­os­mos kei­nes­wegs mit dem Chri­sten­tum ineins gesetzt wer­den darf. Das hat auch der Lin­ke-Poli­ti­ker Bodo Rame­low miss­ver­stan­den, der sich in eben dem Sin­ne der genann­ten Iden­ti­fi­zie­rung gern als Christ titu­liert. Das Dis­kri­mi­nie­rungs­po­ten­ti­al des christ­li­chen Glau­bens ist, jeden­falls unter den genann­ten Rück­sich­ten, kei­nes­wegs gerin­ger als das der ande­ren mono­the­isti­schen Religionen.

Das huma­ni­ta­ri­sti­sche Pathos der post­christ­li­chen Moder­ne ist jene fau­li­ge Frucht des Chri­sten­tums, die prä­zi­se dann gewach­sen ist, als der wah­re Gehalt des christ­li­chen Glau­bens von den okzi­den­ta­len Gesell­schaf­ten preis­ge­ge­ben wur­de und in der Kir­che sel­ber ver­lo­ren­ge­gan­gen ist. Die­sen Zusam­men­hang hat Nietz­sche durch­aus gese­hen, der im Übri­gen ein weit ambi­va­len­te­res Ver­hält­nis zum Chri­sten­tum hat­te, als es zumeist dar­ge­stellt wird. Ent­schei­dend ist an die­ser Stel­le jedoch Nietz­sches ein­gangs zitier­te Ein­sicht, dass das Chri­sten­tum dann, wenn es sich selbst ver­gisst, die­se fau­li­ge Frucht als sein authen­ti­sches Geschöpf rekla­miert. Und dann, so lässt sich hin­zu­fü­gen, beginnt die post­christ­li­che Kir­che jene zu umar­men, die den christ­li­chen Glau­ben immer schon gehasst haben, und wird gemein­sam mit ihnen jene has­sen, die den anstö­ßi­gen Glau­ben an Jesus Chri­stus mit sei­ner gro­ßen Mär­ty­rer­ge­schich­te zur Gel­tung brin­gen und die kirch­li­che Déca­dence beim Namen nennen.

Es ist ziem­lich offen­sicht­lich, dass wir mit die­ser Beschrei­bung mit­ten in der aktu­el­len katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land ange­kom­men sind, die sich als neo­mar­xi­stisch-woke poli­ti­sche Bewe­gung, als wel­che sich der Huma­ni­ta­ris­mus aktu­ell insze­niert, refor­mu­liert und denkt, genau dar­in bestün­de die ech­te Christ­lich­keit. Die deut­sche Kir­che ist aller­dings nur ein beson­ders fort­ge­schrit­te­nes Exem­pel des Zustan­des der Kir­che in den mei­sten west­li­chen Län­dern. Es ist zwar abso­lut wahn­sin­nig, aber die Ver­tre­ter die­ser Kir­che besit­zen das Selbst­be­wusst­sein, nach lan­gen Zei­ten der Selbst­ver­dun­ke­lung nun end­lich zur wah­ren Gestalt des Chri­sten­tums gefun­den zu haben. Wenn der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de der deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Georg Bät­zing, zur Que­er-Offen­si­ve bläst und aus sei­ner Ver­eh­rung für die grenz­öff­nen­de Ange­la Mer­kel kei­nen Hehl macht, der Münch­ner Kar­di­nal in sei­ner Diö­ze­se Seg­nun­gen schwu­ler Paa­re anweist, das christ­li­che Abend­land aus­drück­lich ver­ab­schie­det und gemein­sam mit dem dama­li­gen EKD-Rats­prä­si­den­ten Bedford-Strohm die land­neh­men­den mus­li­mi­schen Migran­ten im Münch­ner Haupt­bahn­hof per Hand­schlag will­kom­men heißt, der Ber­li­ner Bischof Koch die mitt­ler­wei­le abge­half­ter­te Gre­ta Thun­berg mit Jesus von Naza­reth ver­gleicht und der Bischof von Mag­de­burg, Fei­ge mit Namen, kreuz­zug­ar­tig zum „Kampf gegen rechts“ auf­ruft, dann ist das nicht ein­fach poli­ti­scher Oppor­tu­nis­mus, son­dern von der Über­zeu­gung getra­gen, dar­in den Kern des Chri­sten­tums zur Gel­tung zu brin­gen. Das eigent­lich erschüt­tern­de Phä­no­men besteht dar­in, dass all die­se Figu­ren wie ihre mora­li­sie­ren­den lin­ken Geschwi­ster aus den NGOs Wohl­ge­sinn­te sind und den Ver­falls­zu­stand als das Wesen der ursprüng­li­chen Sache selbst ver­ste­hen. Der authen­ti­sche Glau­be ist so gründ­lich ver­schwun­den, dass sein Ver­lust nicht ein­mal mehr bemerkt wird – und genau das reprä­sen­tie­ren nicht die Athe­isten, son­dern die heu­ti­gen Kir­chen­ver­tre­ter. Es ist eine ech­te Gei­stes­krank­heit, die die­se Kir­che befal­len und mit dem Ver­lust jedes gesun­den Urteils geschla­gen hat, und es gibt für sie kei­ne Chan­ce mehr auf Hei­lung. Ein Blick auf den dies­jäh­ri­gen Katho­li­ken­tag genügt, um das äußerst fort­ge­schrit­te­ne Sta­di­um der Patho­lo­gie zu erkennen.

Was ich aller­dings nicht ver­ste­he, ist, dass es von Sei­ten kon­ser­va­ti­ver Chri­sten Peti­tio­nen gegen den „Katho­li­ken­tag“ und Appel­le an den Papst gibt, der Déca­dence ent­ge­gen­zu­tre­ten. Man betä­tigt sich als Auf­hal­ter. Noch ein­mal davon abge­se­hen, dass es nutz­lo­se Lei­den­schaft ist, den Papst um Hil­fe zu bit­ten gegen jene, die er sel­ber in Serie ernennt, bezweif­le ich, dass es zur Ver­falls­ver­zö­ge­rung über­haupt noch eine Ver­pflich­tung gibt. Denn zum einen ist das Krank­heits­bild defi­ni­tiv letal, was alle bis auf die Erkrank­ten sel­ber erken­nen kön­nen. Und zum ande­ren ist doch genau das Abster­ben des Tod­ge­weih­ten das wahr­haft Wün­schens­wer­te. Der cor­pus Chri­sti mysti­cum wird nie­mals ver­nich­tet wer­den kön­nen, aber er kann vom nihi­li­sti­schen kirch­li­chen Estab­lish­ment ange­fein­det und von des­sen Unrat über­la­gert wer­den. Mei­ne Hoff­nung rich­tet sich dar­auf, dass die Wohl­ge­sinn­ten an ihrer eige­nen Fäul­nis zugrun­de gehen und ihre bizar­ren Ideen unter dem Gewicht der Rea­li­tät zer­mah­len wer­den, je schnel­ler, desto bes­ser. Die Welt­ge­schich­te ist ja nach Fried­rich Schil­ler das Weltgericht.

Sie sind jetzt schon intel­lek­tu­el­le und see­li­sche Rui­nen, die Mau­ern müs­sen aber zur Gän­ze ein­stür­zen. Ich gebe zu, dass ich mich mitt­ler­wei­le auf jeden Katho­li­ken­tag freue, weil ich ihrem maka­be­ren Tanz in den Tod gern zuschaue, bei dem sie sich um so schnel­ler und irr­sin­ni­ger im Krei­se dre­hen, je näher sie dem Abgrund kom­men, für den sie bestimmt sind.

*Vigi­li­us ist ein deut­scher Phi­lo­soph und Blog­ger auf www​.ein​sprue​che​.sub​stack​.com, wo die­se Ana­ly­se auch erst­ver­öf­fent­licht wurde.

Bild: Ein­sprü­che

10 Kommentare

  1. Wer die­sen Wahn­sinn mit sei­ner Kir­chen­steu­er finan­ziert, dem ist nicht zu hel­fen. Hier gilt: Beherzt aus­tre­ten, sich frei machen und katho­lisch blei­ben! Nur Mut!!

    • An Geld kann man auch ver­recken, so ein­fach ist es nicht.
      Und doch ver­ste­he ich ihren Impe­tus. Bin ja selbst als Arme ohne Kir­chen­steu­er­zah­lung aus­ge­tre­ten, weil ich nicht ein­mal dazu zäh­len wollte …

  2. Dan­ke, ver­ehr­ter Vigi­li­us, für die­sen her­vor­ra­gen­den Befund. Das Krebs­ge­schwür hat sich in der Amts­kir­che aus­ge­brei­tet und die Hei­lungs­chan­cen der befal­le­nen Orga­ne sind gleich Null. Der Teil der Kir­che, der noch gesund ist, wird bald exkom­mu­ni­ziert wer­den. „Exkom­mu­ni­ziert? Aber von wem?“ steht in der offi­zi­el­len Ant­wort der FSSPX. Got­tes Kir­che wird nicht unter­ge­hen, die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht über­win­den. Auf dem Fun­da­ment Ihres Glaubensbekenntnises
    https://​fsspx​.org/​d​e​/​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​n​s​/​k​a​t​h​o​l​i​s​c​h​e​-​g​l​a​u​b​e​n​s​e​r​k​l​a​e​r​u​n​g​-​g​e​r​i​c​h​t​e​t​-​p​a​p​s​t​-​l​e​o​-​x​i​v​-​5​9​111
    wird der glor­rei­che Gott sei­ne Kir­che neu errichten.
    Viva Cri­sto Rey!

  3. Zum Papst muß ich wider­spre­chen. Wenn wir die Mög­lich­keit bekom­men, müs­sen wir ver­su­chen, einen vom wah­ren Glau­ben Abge­fal­le­nen zu mis­sio­nie­ren. Woher wis­sen wir, was mit einer Per­son noch pas­sie­ren wird? 

    Das Fazit der Dia­gno­se, also die Blind­heit der Erkrank­ten, ist Tat­sa­che. Sie wäh­nen sich in der Illu­si­on der Wach­heit, sind aber auf einem Auge blind. Die beste Ver­hal­tens­wei­se gegen­über der Dia­gno­se ist, das dis­kret zur Kennt­nis zu neh­men. Gott han­delt, nicht wir.

  4. Akze­le­ra­tio­nis­mus, wirk­lich? Und, wie üblich bei Deut­schen Blog­gern, die Unfä­hig­keit, die heu­ti­gen Deutschen/​Synodalen Kir­chen als direk­te Nach­fol­ge­rin­nen der DDR-Staats­kir­chen zu erken­nen. Nicht ein­mal erahnt wird der Umbau des gesam­ten Lan­des nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung – nicht die BRD schluck­te die DDR, son­dern umge­kehrt. Ein Kar­di­nal Marx trägt den Namen auch sicher­lich nicht zu Unrecht – auch wenn er ja fel­sen­fest behaup­tet, es bestün­de kei­ne Ver­wandt­schaft, wäre ich mir da nicht so sicher. Und zu guter Letzt als wei­te­res Schlag­wort: Die „Kom­mu­ni­sti­sche Lang­zeit­stra­te­gie“. In den 80ern noch als absur­der Fie­ber­traum ver­schrien, heu­te mehr als vor­stell­bar. Kurz: Da wäre mehr drin gewe­sen. Lang­sam reicht es mir mit dem Gejam­mer, man könn­te fast mei­nen, wir sei­en Protestanten!

    • Ganz rich­tig, Chapeau!
      So etwas hier lesen zu kön­nen, ist ein sehr guter Teil der Qua­li­tät die­ses Por­tals. Dan­ke­schön dafür!

  5. End­lich end­lich ein ein­deu­ti­ger Brief und her­vor­ra­gen­de, tief­grün­di­ge, und gera­de des­we­gen leicht ver­ständ­li­che, kla­re Ana­ly­se des offen­sicht­li­chen ohne jede Scheu­klap­pe her­vor­ge­bracht, wo ich zu hun­dert­und­drei Pro­zent mitgehe!
    Dan­ke! Und bit­te, an alle Men­schen guten Wil­lens im Sin­ne des Herrn Jesus Chri­stus, dem Sohn der Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria, wel­che die­sen Zustand doch schon 1846 in La Salet­te vor­her­ge­sagt hat (Rom wird der Sitz des Anti­chri­sten wer­den), und was anschlie­ßend durch den Herrn Jesus Chri­stus 1884 bestä­tigt wur­de, hört auf die­sen toten Moloch noch zu unter­stüt­zen in irgend­ei­ner Form! Geht zu den Pius­brü­dern und helft ihnen auch ihre Scheu­klap­pen noch los zu werden!

  6. @Pausanias : noch schlim­mer, denn das neue Deutsch­land ver­ein­te die nega­ti­ven Sei­ten bei­der Systeme !

  7. Die Über­was­ser­kir­che zu Mün­ster, in der der Löwe von Mün­ster, der seli­ge Cle­mens August Kar­di­nal von Galen am 20.7.1941 die zwei­te sei­ner drei welt­be­kann­ten Pre­dig­ten gehal­ten hat. Er mahnt auch uns heu­te mit den Wor­ten des Apo­stel­für­sten: „Demü­tigt euch unter Got­tes all­mäch­ti­ge Hand, dann wird er euch zur rech­ten Stun­de erhö­hen. Werft alle Sor­gen auf ihn, denn er nimmt sich eurer an, seit nüch­tern und wach­sam, denn euer Feind, der Teu­fel, geht umher wie ein brül­len­der Löwe … Wider­steht ihm stand­haft im Glau­ben … Der Gott aller Gna­den, der euch durch Jesus Chri­stus beru­fen hat, nach kur­zer Lei­dens­zeit in sei­ne Herr­lich­keit ein­zu­ge­hen, er wird euch aus­rü­sten, festi­gen. Ihm sei Ehre und Herr­schaft von Ewig­keit zu Ewigkeit“

  8. Die Unter­stüt­zung der Spen­der von Citi­zen­GO – ins­be­son­de­re der monat­li­chen Spen­der – hat das jüng­ste Sym­po­si­um „Kent­ler – Kin­der – Kir­che: ‘Sexu­al­päd­ago­gik’ in Schu­len und Kitas“ ermög­licht, das Citi­zen­GO gemein­sam mit dem Akti­ons­bünd­nis Demo­Für­Al­le am 18. April 2026 in Kas­sel orga­ni­siert hat.

    Es war ein wei­te­rer wich­ti­ger Schritt, um offen­zu­le­gen, wie tief Hel­mut Kent­lers Theo­rien einer „eman­zi­pa­to­ri­schen Sexu­al­päd­ago­gik“ in inter­na­tio­na­len Leit­li­ni­en umge­setzt wur­den. Und wie ins­be­son­de­re Susan­ne Hart­fiel und Dr. Mar­tin Voigt in ihren Vor­trä­gen auf­zeig­ten, sind Kent­lers Theo­rien heut­zu­ta­ge sogar im Bereich katho­li­scher Bil­dungs­ein­rich­tun­gen in Deutsch­land und im Aus­land Grundlage.

    Bit­te neh­men Sie sich die Zeit, die Auf­zeich­nun­gen der ein­zel­nen Vor­trä­ge in Ruhe anzu­se­hen. Es lohnt sich sehr:

    Kent­lers Erben: Die Ver­brei­tung über­grif­fi­ger Sexu­al­päd­ago­gik – Dr. Mar­tin Voigt

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    In sei­nem Vor­trag ver­an­schau­licht Dr. Mar­tin Voigt, wie es Hel­mut Kent­lers „eman­zi­pa­to­ri­schem“ Ansatz der Sexu­al­päd­ago­gik gelun­gen ist, sich flä­chen­deckend zu eta­blie­ren — in der all­ge­mei­nen Bil­dung, in Kin­der­ta­ges­stät­ten und in Schulen.

    Er kri­ti­siert die grund­le­gen­de Prä­mis­se der Kent­ler-Sie­lert-Schu­le — dass Kin­der von Geburt an sexu­el­le Wesen sei­en und daher eine inter­ak­ti­ve Form der Sexu­al­päd­ago­gik benö­tig­ten — und weist sie als wis­sen­schaft­lich nicht halt­bar zurück.

    Er argu­men­tiert, dass aktu­el­le Stan­dards nicht durch belast­ba­re For­schung geprägt wur­den, son­dern durch über­hol­te psy­cho­ana­ly­ti­sche Theo­rien und päd­ago­gi­sche Kon­zep­te mit pro­ble­ma­ti­schen histo­ri­schen Hin­ter­grün­den defi­niert wor­den sind.

    Ein beson­de­rer Schwer­punkt sei­ner Ana­ly­se ist die Rol­le der WHO; laut Voigt gel­ten die Emp­feh­lun­gen der Orga­ni­sa­ti­on inzwi­schen weit­hin als Maß­stab für Sexu­al­päd­ago­gik — und beein­flus­sen alles, von Bil­dungs­lehr­plä­nen bis hin zu Kin­der­schutz­pro­to­kol­len in Kindertagesstätten.

    Über­grif­fi­ge Sexu­al­päd­ago­gik & Miss­brauchs­prä­ven­ti­on in kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen – Susan­ne Hartfiel

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​j​6​g​7​I​e​j​g​mcQ

    Sexu­al­päd­ago­gik ist kein Rand­the­ma mehr — auch nicht in kirch­lich betrie­be­nen Kin­der­ta­ges­stät­ten und Schulen.

    Unter dem Ban­ner der „Sexu­al­kom­pe­tenz“ gewin­nen Kon­zep­te an Boden, die auf den unwis­sen­schaft­li­chen Theo­rien von Hel­mut Kent­ler beruhen—einem Pro­fes­sor der Päd­ago­gik, der zudem ein ver­ur­teil­ter Pädo­phi­ler war.

    In ihrem Vor­trag gibt Hart­fiel einen umfas­sen­den Über­blick über aktu­el­le Kon­zep­te und Maß­nah­men zur Sexu­al­erzie­hung und zur Miss­brauchs­prä­ven­ti­on inner­halb der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz und der deut­schen Diözesen.

    Ziel ist es, Ein­flüs­se zu iden­ti­fi­zie­ren und aktu­el­le Ent­wick­lun­gen bes­ser ein­schät­zen zu können.

    Wel­chen Scha­den rich­tet “Sexu­al­erzie­hung” bei Kin­dern an? – Roman Göbeke

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​l​Y​w​U​N​P​o​I​Zno

    In die­sem Vor­trag zeigt der Kin­der- und Jugend­li­chen­psy­cho­the­ra­peut Roman Göbe­ke, war­um die zen­tra­le The­se der Kentler-Sielert-Schule—dass Kin­der von Geburt an “sexu­el­le Wesen” seien—mit einer stren­gen, empi­risch fun­dier­ten Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie unver­ein­bar ist.

    Gleich­zei­tig beleuch­tet er die ideo­lo­gi­schen Grund­la­gen der Sexua­li­sie­rungs­agen­da und macht deut­lich, dass sich dahin­ter nicht nur ein päd­ago­gi­sches Kon­zept, son­dern auch eine grund­sätz­lich fami­li­en­feind­li­che Aus­rich­tung verbirgt.

    Emp­feh­lun­gen für wirk­sa­men Schutz vor sexu­el­lem Miss­brauch – Dr. Mar­kus Hoffmann

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​9​g​J​4​S​b​s​7​lYQ

    Im Mit­tel­punkt die­ser Prä­sen­ta­ti­on steht die 2025 ver­öf­fent­lich­te Bro­schü­re „Für eine Kul­tur des Schut­zes und der akti­ven Wach­sam­keit“, die Emp­feh­lun­gen für eine zeit­ge­mä­ße und for­schungs­ba­sier­te Prä­ven­ti­on sexua­li­sier­ter Gewalt im Kon­text der Sexu­al­erzie­hung bietet.

    Die­ses Doku­ment dient als Alter­na­ti­ve zu dem 2024 ver­öf­fent­lich­ten Posi­ti­ons­pa­pier der Bun­des­kon­fe­renz der diö­ze­sa­nen Prä­ven­ti­ons­be­auf­trag­ten und rich­tet sich spe­zi­ell an Bischö­fe, kirch­li­che Ent­schei­dungs­trä­ger und Präventionsbeauftragte.

    Es stellt einen kon­struk­ti­ven Bei­trag für alle dar, die Prä­ven­ti­on neu den­ken möch­ten: wis­sen­schaft­lich fun­diert, insti­tu­tio­nell ver­ant­wor­tungs­voll und auf den Schutz von Kin­dern und Jugend­li­chen ausgerichtet.

    Der zwei­te zen­tra­le Schwer­punkt die­ses Sym­po­si­ums waren zwei Vor­trä­ge über die Leh­re der katho­li­schen Kir­che zur christ­li­chen Sexualmoral:

    Ech­te Lie­be war­tet? Christ­li­che Sexu­al­mo­ral auf dem Prüf­stand – Dr. Mar­ga­re­te Strauss

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​d​c​V​g​F​O​k​N​h_0

    Ist christ­li­che Sexu­al­mo­ral ledig­lich ein Relikt ver­gan­ge­ner Zei­ten, oder ver­steht sie den Men­schen bes­ser als ihre Kritiker?

    In ihrem Vor­trag wider­legt Dr. Mar­ga­re­te Strauss gän­gi­ge Schlag­wor­te, wonach der Mensch nicht zur Treue geschaf­fen sei, die katho­li­sche Leh­re die Lust unter­drücke und die Ehe ledig­lich ein patri­ar­cha­les Kon­strukt sei.

    Strauss zeigt, dass die Leh­re der Kir­che nicht wirk­lich­keits­fremd ist, son­dern viel­mehr rea­li­stisch. Sie nimmt die Zer­brech­lich­keit der mensch­li­chen Sexua­li­tät ernst—und ver­traut zugleich auf die mensch­li­che Fähig­keit zu Treue, Ver­bind­lich­keit und wah­rer Liebe.

    Ihr Leit­prin­zip ist nicht Lust­feind­lich­keit, son­dern viel­mehr ein tie­fes Ver­ständ­nis der mensch­li­chen Natur.

    Die Leh­re der Kir­che über Ehe, Fami­lie und Sexua­li­tät – Weih­bi­schof em. Dr. M. Eleganti

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​-​B​3​R​E​z​6​I​FYM

    Zugäng­lich, humor­voll und den­noch tief­grün­dig zeigt Weih­bi­schof em. Dr. Mari­an Ele­gan­ti in sei­nem Vor­trag, dass die Leh­re der katho­li­schen Kir­che weder fana­tisch noch fun­da­men­ta­li­stisch ist; viel­mehr lässt sie sich im Licht der natür­li­chen Ver­nunft ver­ste­hen, indem sie beim mensch­li­chen Kör­per ansetzt.

    Nach Ele­gan­ti ist Got­tes Plan für Ehe und Fami­lie dem Men­schen wohl­ge­sinnt und dient ins­be­son­de­re dem Schutz der Wür­de von Frau­en und Kindern.

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