Liebeserklärung an die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter

Einige Gedanken zur „lehrmäßigen Note Mater populi fidelis“


Die Mitwirkung Mariens am Erlösungswerk Jesu Christi, dargestellt von Caravaggio in seinem Werk "La Madonna dei Palafrenieri", gemalt 1606 für den Altar dieser Erzbruderschaft im Vatikan (heute Galleria Borghese, Rom).
Die Mitwirkung Mariens am Erlösungswerk Jesu Christi, dargestellt von Caravaggio in seinem Werk "La Madonna dei Palafrenieri", gemalt 1606 für den Altar dieser Erzbruderschaft im Vatikan (heute Galleria Borghese, Rom).

Von einer Katholikin

Eine tief und wahr­haf­tig emp­fun­de­ne Mari­en­fröm­mig­keit ist das beste Mit­tel gegen die fort­schrei­ten­de Ero­si­on des Glau­bens an die offen­bar­te und unver­fälsch­te Wahr­heit und die inter­re­li­giö­se Rela­ti­vie­rung des ein­zi­gen Erlö­sers der Men­schen. Die Got­tes­mut­ter ist nicht nur Für­spre­che­rin bei ihrem Sohn, son­dern auch Schutz und Schirm gegen moder­ne Häre­si­en und all­ge­mei­nen Glau­bens­schwund. Wer sich der Teil­ha­be Mari­as am Erlö­sungs­werk des Soh­nes gewahr ist, muß kei­ne Ver­wir­rung fürchten.

Er läßt sich auch nicht ver­wir­ren durch die neue Note Mater popu­li fide­lis aus dem Glau­bens­dik­aste­ri­um, die den Mari­en­ti­tel der Mit­erlö­se­rin als für „immer unan­ge­bracht“ erklärt.

Gera­de in Euro­pa gibt es eine Viel­zahl von Mari­en­wall­fahr­sor­ten als geist­li­che Zen­tren und Leucht­tür­me des Glau­bens, wo die Beicht­stüh­le noch voll sind und wirk­li­cher Glau­be an unse­ren Erlö­ser und an die leib­li­che Prä­senz Chri­sti in der Eucha­ri­stie die Gläu­bi­gen erfüllt. Man ver­ehrt die Magd des Herrn, die Gott über alle erhöht hat. Sie, über die alle Geschlech­ter jubeln, lehrt uns als Mut­ter wah­re Demut vor dem Herrn. Bezeich­nen­der­wei­se gibt es maria­nisch gepräg­te Orte, wo nicht mit dem Rücken zum Herrn zele­briert wird, son­dern ad ori­en­tem und ad domi­num. Manch­mal gibt es auch kei­nen soge­nann­ten Volks­al­tar. Die Mund­kom­mu­ni­on auf Knien ist kei­ne Aus­nah­me. Die letz­ten Din­ge, Him­mel und Höl­le, Sün­de und Reue, Barm­her­zig­keit und Gerech­tig­keit wer­den nicht aus der Pre­digt eli­mi­niert. Sol­che Orte sind damit natür­lich nicht für Pro­te­stan­ten anschluß­fä­hig. So fin­den wir dort auch kei­nen Kan­zeltausch mit Komm­mu­ni­ons­pen­dung an die pro­te­stan­ti­schen Pfar­rer (und Gläu­bi­gen) und kei­ne unehr­li­che Öku­me­ne. Man ist dort auch in Sicher­heit vor dem Syn­oda­len Weg und Maria 2.0.

Die über 90 Pro­zent Katho­li­ken in Deutsch­land, die angeb­lich eine völ­lig ande­re neue Kir­che wol­len, Lai­en wie lei­der auch Prie­ster und Bischö­fe, fin­den sich ver­mut­lich sel­ten in die­sen Wall­fahrts­or­ten ein, was per se sonst nur noch von den Orten gilt, wo die über­lie­fer­te latei­ni­sche Lit­ur­gie zele­briert wird. Es wirkt schon sehr pha­ri­sä­er­haft, eine ange­nom­me­ne Ver­wir­rungs­an­fäl­lig­keit des gläu­bi­gen Vol­kes zu bemü­hen, um im besten Sin­ne maria­ni­schen kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken und letzt­lich der Tra­di­ti­on im wei­te­sten Sin­ne eine Absa­ge zu ertei­len. Denn wo sonst steht Maria noch als Mit­lei­den­de in jeder Opfer­mes­se unterm Kreuz bzw. Altar, wo das leben­di­ge Opfer unse­rer Erlö­sung vom Prie­ster dar­ge­bracht wird!

„La Madon­na dei Pal­af­re­nie­ri“ (Cara­vag­gio, 1606)

Nicht eine ver­meint­lich irre­ge­lei­te­te über­gro­ße Lie­be zur Got­tes­mut­ter Maria ist ein Pro­blem für eine ange­mes­se­ne Chri­sto­zen­trik, son­dern das Zurück­drän­gen des Erlö­sungs­op­fers der hei­li­gen Mes­se hin­ter das gemein­schaft­li­che Gedächt­nis­mahl pro­te­stan­ti­scher Prägung.

Der Zusam­men­hang ist evi­dent. Daß man dar­um sehr wohl weiß, ver­rät der Hin­weis auf das „beson­de­re öku­me­ni­sche Bemü­hen“ hin­ter der neu­en Note. Und tat­säch­lich müs­sen vie­le Katho­li­ken im Novus ordo nicht nur mit Kan­zeltausch rech­nen, son­dern u. U. auch die völ­lig regel­wid­ri­ge Nicht-Nen­nung der Got­tes­mut­ter im Hoch­ge­bet hin­neh­men, weil Pfar­rer nach Gut­dün­ken ein­fach nur von Mut­ter, Mut­ter Maria oder schlicht Maria spre­chen. Man muß gewär­ti­gen, daß der Bit­te, nach der Mes­se ein Sal­ve Regi­na oder ande­res Mari­en­lied anzu­stim­men, vom Pfar­rer eine Absa­ge erteilt wird, weil das lit­ur­gisch nicht vor­ge­se­hen und man ja schließ­lich auch kein Mari­en­wall­fahrts­ort sei.

In vie­len Hei­li­gen Mes­sen land­auf land­ab wur­den und wer­den die Gläu­bi­gen vom Hei­li­gen und der Tran­szen­denz ent­wöhnt, indem die hori­zon­ta­le Ebe­ne der Gemein­schaft und der gemein­schaft­li­chen „Akti­vi­tä­ten“ im Got­tes­dienst im Vor­der­grund steht.

Doch selbst schlimm­ste lit­ur­gi­sche Miß­bräu­che, die als „hor­ror mis­sae“ vie­ler­orts zu bekla­gen sind, erfah­ren nach wie vor kei­ne Miß­bil­li­gung sei­tens unse­rer Hir­ten oder gar aus Rom, selbst wenn damit die hei­li­ge Mes­se und Chri­stus in unsäg­li­cher Wei­se ver­spot­tet und belei­digt und die unver­fälsch­te Leh­re mit Füßen getre­ten werden.

Aktu­el­les Bei­spiel in Deutsch­land: Die TV-Ver­an­stal­tung im ZDF, die als soge­nann­ter Que­er­got­tes­dienst unlängst mit bunt ver­quee­ren Lie­dern und eben­sol­chen Gebe­ten im For­mat einer hei­li­gen Mes­se über die Bild­schir­me flim­mer­te, die Sün­de wür­dig­te und der Selbst­dar­stel­lung eines exal­tier­ten papa­geib­un­ten Prie­sters eine Büh­ne bot.

Hier hat die aller­se­lig­ste Got­tes­mut­ter kei­nen Platz, sie trau­ert und erfüllt zugleich ihre Auf­ga­be als Mater popu­li fide­lis, das ange­sichts sol­cher Umtrie­be bei ihr Zuflucht sucht. Sie stärkt es im wah­ren unver­fälsch­ten Glau­ben an den Erlö­ser, der sie in sein Erlö­sungs­werk aufs eng­ste ein­ge­bun­den hat.

Wann gebie­tet Rom der „deut­schen Kir­che“ 1, die mit ihren syn­oda­len Umtrie­ben mehr als Ver­wir­rung stif­tet, end­lich Ein­halt? War­um kön­nen eine Frau Scha­van oder ein Bischof Bät­zing und sog. Reform­in­itia­ti­ven sich hin­stel­len und die Frau­en­prie­ster­wei­he for­dern oder einer welt­li­chen Sexu­al­mo­ral das Wort reden, ohne daß dies als „immer unan­ge­bracht“ abge­lehnt wird, um das Volk der Gläu­bi­gen vor Ver­wir­rung zu schützen?

Ver­wir­rung und Abkehr von wah­rer Chri­sto­zen­trik und der unver­fälsch­ten Wahr­heit füh­ren weder zu Maria, noch zu Chri­stus, son­dern nur noch zum Men­schen selbst.

Von syn­oda­len Irr­we­gen gehen ver­hee­ren­de Signa­le aus und nicht ohne Grund sind es irre­ge­lei­te­te Frau­en z.B. von Maria 2.0 oder gewis­sen Frau­en­ver­bän­den, die, von Bischö­fen unter­stützt, Maria vom Sockel holen und als ihres­glei­chen in ihre Mit­te stel­len wol­len. Sie ver­ein­nah­men sie unter dem Vor­wand, Maria sei sonst nur ein uner­reich­ba­res Ide­al einer Frau zur Beru­hi­gung der hal­ben Mensch­heit, die nicht Prie­ster wer­den darf. Sie sehen nicht Chri­stus im Zen­trum, son­dern schie­len auf den Prie­ster, des­sen Wei­he­amt sie auch errei­chen möch­ten, um Macht zu haben.

Die Tübin­ger Theo­lo­gin Prof. Johan­na Rah­ner äußer­te im Inter­view auf Katho​lisch​.de sogar noch eine Emp­feh­lung für das Glau­bens­dik­aste­ri­um. Es gebe ein Mari­en­bild in der Bibel, das „Maria nicht nur als Magd und Mut­ter deu­tet und nicht so „süß­lich“ daher­kommt und mehr ist als ein spe­ku­la­ti­ves, theo­lo­gisch frag­wür­di­ges Kon­strukt wie die Mit­erlö­se­rin“. Aus­ge­hend vom Magni­fi­kat sei Maria schließ­lich fast so etwas wie eine befrei­ungs­theo­lo­gisch inspi­rier­te Macht­kri­ti­ke­rin, die Hier­ar­chien und auch die Ämter­struk­tur der Kir­che in Fra­ge stel­len könne.

Das dürf­te durch­aus im Sin­ne der inner­kirch­li­chen Reform­be­we­gun­gen sein. Offen­sicht­lich inspi­riert die neue Note zu Mari­en­bil­dern, die nicht nur jen­seits von einer Mit­erlö­se­rin sind, son­dern ganz und gar dane­ben­lie­gen und mei­len­weit von allem ent­fernt sind, was Maria für die Mensch­wer­dung Got­tes und die Kir­che bedeu­tet und was sie mit ihrem fiat annahm.

Gott such­te das freie Ja eines Men­schen, einer Frau, um als Mensch und Gott zu uns zu kom­men, um uns zu erlö­sen. So mach­te er die Got­tes­mut­ter Maria nicht nur zu Sei­ner, son­dern auch zu unse­rer Mut­ter und der Mut­ter der Kir­che, und Er nahm sie auch mit Leib und See­le in den Him­mel auf und krön­te sie zur Köni­gin des Him­mels. Sie hat Anteil an Sei­nem Königtum.

Sie, die durch Sei­ne Gna­de als ein­zi­ger Mensch die Sün­de nicht kann­te, die ihr Kind nicht unter Schmer­zen gebar und Jung­frau war zuvor und danach, sie kann für uns Sün­der bit­ten jetzt und in der Stun­de unse­res Todes, weil ihr unbe­fleck­tes Herz auf das eng­ste unauf­lös­lich mit dem Her­zen Jesu ver­bun­den ist, seit sie Got­tes Sohn unter ihrem Her­zen trug.

Sie, die durch Got­tes Gna­de Beschenk­te, Erfüll­te und Erst­erlö­ste, war nicht nur das Mäd­chen von neben­an und dann eine Mut­ter wie jede ande­re, son­dern sie wur­de die neue Eva, die uns Jesus als neu­en Adam in die Welt brin­gen durf­te. Durch sie konn­te das Wort Fleisch werden.

Wenn wir zu Maria beten und um ihre Für­spra­che bit­ten, beten wir nicht sie an, son­dern den, des­sen erster Taber­na­kel ihr Schoß war und den sie auf die Welt gebracht hat. Sie ist kei­ne Göt­tin, aber sie brach­te Gott als Mensch zu uns.

Es ent­fernt sich nicht der vom Glau­ben an unse­ren Herrn und Gott und ein­zi­gen Erlö­ser, der Maria als Mit­erlö­se­rin ver­ehrt, son­dern sowohl der, der sie vom Sockel holt, als auch der, der sich in den gefähr­li­chen Sog einer Ver­mi­schung mit Pacha­ma­ma oder ande­ren heid­ni­schen Göt­tin­nen begibt.

Maria, die vor uns allen mit Leib und See­le in den Him­mel Auf­ge­nom­me­ne, hat kei­nen Anteil an Chri­sti Gott­heit, aber Gott hat sie auch nicht ohne Grund gekrönt.

Natür­lich bedeu­tet das nicht, daß wir Mari­as Mit­wir­ken am Erlö­sungs­werk Chri­sti mit die­sem gleich­set­zen dür­fen. Doch wie die Note selbst dar­stellt, zieht sich die Ver­wen­dung der nun „immer unan­ge­brach­ten“ Mari­en­ti­tel der Mit­erlö­se­rin und Mitt­le­rin aller Gna­den durch die Kir­chen­ge­schich­te hin­durch, ohne daß sie Chri­stus „etwas weg­ge­nom­men“ hät­ten. Wirk­li­che Pro­ble­me wie oben beschrie­ben, denen man durch Miß­bil­li­gung begeg­nen müß­te, sehen anders aus, und nicht Kon­ser­va­ti­ve oder Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne stif­ten Ver­wir­rung, son­dern die Glau­bens­hü­ter höchstselbst.

Wenn eine Begriff­lich­keit jedoch vie­le und stän­di­ge Erklä­run­gen erfor­dert, um einem abwei­chen­den und irri­gen Ver­ständ­nis ent­ge­gen­zu­wir­ken, lei­stet er dem Glau­ben des Vol­kes Got­tes kei­nen Dienst und wird unpas­send (Mater popu­li fide­lis 22).“

Kar­di­nal Fernán­dez selbst arbei­tet aller­dings stän­dig mit seman­ti­scher Begriffs­ver­wir­rung, um die Leh­re der Kir­che zu mani­pu­lie­ren, wie bei der varia­blen Defi­ni­ti­on des Segens in Fidu­cia sup­pli­cans. War da die Ver­wir­rung nicht so groß, daß Kar­di­nal Fernán­dez eine Erklä­rung zur Erklä­rung nach­schie­ben muß­te, die es auch nicht bes­ser machte?

Wir erin­nern uns auch noch an das unwür­di­ge Spek­ta­kel in Rom zur Ver­eh­rung der indi­ge­nen Figur der Pacha­ma­ma als eine heid­ni­sche Mut­ter-Erde-Göt­tin, die Papst Fran­zis­kus im Zuge der Ama­zo­nas­syn­ode beför­der­te. Kein Wort zur mög­li­chen Ver­wir­rung der Gläu­bi­gen durch die Ver­mi­schung mit dem Bild Mari­ens, die den Erlö­ser in sich trägt. Kein Wort zur Gefahr des Götzendienstes.

Statt­des­sen nun das: Das neue Papier aus dem Dik­aste­ri­um warnt vor einer unan­ge­mes­se­nen Sicht auf die Mut­ter­got­tes und insi­nu­iert als Anlaß für die Ermah­nung die mög­li­che Ver­wir­rung der Gläu­bi­gen, die in irgend­wie fehl­ge­lei­te­ter kind­li­cher Mari­en­fröm­mig­keit die Stel­lung des Got­tes­soh­nes, des allei­ni­gen Erlö­sers der Men­schen, ver­dun­keln könnte.

Viel­leicht soll­ten wir als näch­stes eine Note zu Maria als Trost der Migran­ten erbit­ten, ein Ver­wir­rung stif­ten­der Mari­en­ti­tel, den Papst Fran­zis­kus der Lau­re­ta­ni­schen Lita­nei bei­gefügt hat und der in die­ser Begriff­lich­keit v. a. ein poli­ti­sches Pro­gramm unter­stützt. Viel­leicht erfah­ren wir dann ja zu unse­rer Über­ra­schung, daß die Kir­che so gewal­tig an ihrem Mis­si­ons­auf­trag gear­bei­tet hat, daß die mehr­heit­lich mus­li­mi­schen Migran­ten, die Maria nur als Mut­ter des Pro­phe­ten Jesus ken­nen, nun bei der Mut­ter Got­tes im Gebet Trost auf der Flucht fin­den und durch sie zu Jesus geführt werden.

Für uns ist sie jeden­falls nicht eine inter­re­li­gi­ös akzep­tier­ba­re Mut­ter des Men­schen Jesu, son­dern in Wahr­heit Mut­ter des einen wah­ren Got­tes. Sie sieht immer nur auf ihren Sohn, ihr Kind, sein Kreuz, ihren Gott. Sie ist durch und durch chri­sto­zen­trisch und gera­de dar­in unser Vorbild.

An sie, die Mit­erlö­se­rin und Mitt­le­rin aller Gna­den, wen­den wir uns wei­ter­hin im Gebet, auch mit den Wor­ten eines hei­li­gen Papstes:

Gebet Johannes Pauls II. in der Kapelle Notre-Dame de la Médaille miraculeuse in Paris

„O Maria, ohne Sün­de emp­fan­gen, bit­te für uns, die wir zu dir unse­re Zuflucht nehmen.“

So hast du, o Maria, Katha­ri­na Labou­ré zu beten gelehrt – hier an die­sem Ort und eben vor ein­hun­dert­fünf­zig Jah­ren. Die­se Anru­fung ist jeder Medail­le ein­ge­prägt; vie­le Gläu­bi­ge in der wei­ten Welt tra­gen sie voll Ver­trau­en! Du bist gebe­ne­deit unter allen Frau­en! (…)
Du warst so eng mit dem gan­zen Werk unse­rer Erlö­sung und mit dem Kreuz unse­res Erlö­sers ver­bun­den; dein Herz wur­de durch­bohrt an der Sei­te sei­nes Her­zens. Und nun, in der Herr­lich­keit dei­nes Soh­nes, hörst du nicht auf, für uns, arme Sün­der, ein­zu­tre­ten.
Du wachst über die Kir­che, deren Mut­ter du bist. Du wachst über jedes dei­ner Kin­der.
Du erhältst von Gott für uns alle Gna­den, deren Sym­bol die Licht­strah­len sind, die von dei­nen geöff­ne­ten Hän­den aus­ge­hen, unter der einen Bedin­gung, daß wir den Mut haben, dich dar­um zu bit­ten, daß wir uns dir mit dem Ver­trau­en und der Unbe­fan­gen­heit eines Kin­des nähern.
Und so führst du uns unauf­hör­lich zu dei­nem Sohn Jesus.

Johan­nes Paul II. (1980)


1 So ist es tat­säch­lich in einer Ein­la­dung des Deka­nats Boden­see-Ober­schwa­ben, der kath. Erwach­se­nen­bil­dung und des „Kon­zils von unten“ zu einem Vor­trag der ehe­ma­li­gen deut­schen Bot­schaf­te­rin beim Vati­kan, Frau Annet­te Scha­van, zu lesen.

2 Kommentare

  1. Viel­leicht wäre „Mater popu­li fide­lis“ auch für den deut­schen Sprach­raum ein Anlass, dem hei­li­gen Vater einen respekt­vol­len Brief oder eine net­te Post­kar­te mit einem aus­sa­ge­kräf­ti­gen Bild, z.B. Caravaggio’s „La Madon­na dei Pal­af­re­nie­ri“ oder das Bild der Frau aller Völ­ker, zu senden?

    Adres­se:
    Sei­ne Hei­lig­keit Papst Leo XIV., Palaz­zo Apo­sto­li­co, 00120 Cit­tà del Vati­ca­no, Rom, Italien

  2. Und wie­der wird der Ver­such, die Hei­li­ge Mes­se aller Zei­ten über die Ban­de zu ver­bie­ten, ent­larvt. Ich zitie­re voll­stän­dig den Text der „Ora­tio ad Bea­tam Mari­am Vir­gi­nem“ aus der Prae­pa­ra­tio ad Mis­sam des Mis­sa­le von 1962: „O MATER pietá­tis et mise­ricór­diæ, bea­tí­s­si­ma Vir­go María, ego miser et indí­g­nus peccá­tor ad te con­fú­gio toto cor­de et afféc­tu; et pre­cor pietá­tem tuam, ut, sicut dul­cí­s­si­mo Fílio tuo in Cruce pen­dén­ti astí­ti­sti, ita et mihi, míse­ro pec­ca­tóri, et sacer­dóti­bus ómni­bus, hic et in tota sanc­ta Ecclé­sia hódie offe­rén­ti­bus, cle­mén­ter assí­ste­re digné­ris, ut, tua grá­tia adjúti, dig­nam et accep­tá­bi­lem hósti­am in con­s­péc­tu sum­mæ et indi­ví­duæ Tri­nitá­tis offérre valeá­mus.“ Was lesen wir dort: „tua gra­tia adi­uti“ – rich­tig: „gestützt durch DEINE GNADE“. Ist das nun nach der Les­art von „Mater Popu­li Fide­lis“ der Häre­sie ver­däch­tig, oder will man dann eben die­sen Text ver­bie­ten, der so seit der kano­ni­schen Pro­mul­ga­ti­on des Mis­sa­le Roma­num durch Papst Pius V. 1570 so da steht? Ich habe den kla­ren Hin­weis dar­auf, dass es sich bei „Mater Popu­li Fide­lis“ um for­mel­le Häre­sie han­delt und dass somit zumin­dest Kar­di­nal Fer­nan­dez ipso fac­to latae sen­te­niae sein Amt los ist. Die Zie­le sind klar: Die Tra­di­ti­on soll durch das Abster­ben der natür­li­che Mari­en­fröm­mig­keit zum Erlie­gen gebracht wer­den. Es wird höch­ste Zeit, dass sich die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. zu neu­en Bischofs­kon­se­kra­tio­nen entschließt.

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