Neuer Zeremoniär des Papstes aus der Familie Mariens

Msgr. Lubomir Welnitz

Msgr. Lubomir Welnitz, Priester des Werks Jesu des Hohenpriesters (OJSS) ist neuer Zeremoniär des Papstes.
Msgr. Lubomir Welnitz, Priester des Werks Jesu des Hohenpriesters (OJSS), ist neuer Zeremoniär des Papstes.

(Rom) Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag, dem 14. Juni, gab das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt die Ernen­nung eines neu­en päpst­li­chen Zere­mo­ni­ärs bekannt. Es han­delt sich um den slo­wa­ki­schen Prie­ster Msgr. Lub­o­mir Welnitz, der bereits bis­her mit dem Amt für die Lit­ur­gi­schen Fei­ern des Pap­stes zusam­men­ar­bei­te­te.

Pater Welnitz gehört dem Werk Jesu des Hohen­prie­sters (OJSS) an, das vom Tiro­ler Prie­ster Paul Maria Sigl gegrün­det und 2008 von der römi­schen Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on als Prie­ster­ver­ei­ni­gung päpst­li­chen Rechts aner­kannt wur­de. Ent­stan­den ist die­se Prie­ster­ver­ei­ni­gung aus dem Hilfs­werk Pro fra­tri­bus für die im Ost­block ver­folg­te Kir­che des slo­wa­ki­schen Unter­grund­bi­schofs Paul Maria Hni­li­ca (1921–2006). Bischof Hni­li­ca war 1950 wegen der kom­mu­ni­sti­schen Kir­chen­ver­fol­gung in der dama­li­gen Tsche­cho­slo­wa­kei geheim zum Prie­ster geweiht wor­den und 1951 auch zum Bischof.

Nach dem Zusam­men­bruch der kom­mu­ni­sti­schen Dik­ta­tu­ren wur­de das Hilfs­werk durch die Zusam­men­ar­beit von Bischof Hni­li­ca und P. Sigl unter dem Namen Pro Deo et fra­tri­bus – Fami­lie Mari­ens als inter­na­tio­na­le Ver­ei­ni­gung von Gläu­bi­gen neu auf­ge­stellt und 1995 von Rom aner­kannt. Dazu gehört auch der Frau­en­or­den der Apo­sto­li­schen Schwe­stern der Fami­lie Mari­ens (FM).

Prie­ster­ver­ei­ni­gung, Frau­en­or­den und Lai­en­ge­mein­schaft tei­len das maria­ni­sche, apo­sto­li­sche und mis­sio­na­ri­sche Cha­ris­ma. Das Prie­ster­se­mi­nar der Gemein­schaft befin­det sich in Rom, das Mut­ter­haus des Frau­en­or­dens in der Slo­wa­kei. Welt­weit ist die Gemein­schaft zur Zeit in Ita­li­en, der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und Öster­reich, in der Schweiz, in Frank­reich und den Nie­der­lan­den, in der Slo­wa­kei und in Tsche­chi­en sowie in Uru­gu­ay, Kasach­stan und Ruß­land tätig. In Böh­men besie­del­te sie das ehe­ma­li­ge Ser­vi­ten­klo­ster von Grat­zen (Novy Hra­dy), wo Bischof Hni­li­ca 2006 ver­starb, und betreut im Grat­zener Berg­land das Mari­en­hei­lig­tum Maria Trost in Brünnl (Dobrá Voda), bekannt auch als Maria Brünnl, das von der Gemein­schaft muster­gül­tig reno­viert wur­de.

Die Wall­fahrts­kir­che Maria Brünnl in Süd­böh­men

Unter der Lei­tung von Msgr. Gui­do Mari­ni, dem Zere­mo­ni­en­mei­ster des Pap­stes, sind mit P. Welnitz nun acht Zere­mo­niä­re tätig: Pier Enri­co Ste­fa­net­ti, Die­go Gio­van­ni Ravel­li, Mar­co Agosti­ni, Mas­si­mi­lia­no Matteo Boi­ar­di, Vin­cen­zo Pero­ni, Ján Dubi­na und P. Krzy­sz­tof Mar­c­ja­no­wicz.

Msgr. Welnitz, 1977 gebo­ren, stu­dier­te an der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät Hei­li­ger Tho­mas von Aquin in Rom, wo er in Kir­chen­recht pro­mo­viert wur­de. Anschlie­ßend trat er in den Dienst der Apo­sto­li­schen Pöni­ten­tia­rie und wur­de unter Papst Bene­dikt XVI. zum Mon­si­gno­re erho­ben.

Sei­ne bis­he­ri­ge Tätig­keit an der Apo­sto­li­schen Pöni­ten­tia­rie als Offi­zi­al und als Sekre­tär von Kar­di­nal­groß­pö­ni­ten­ti­ar Mau­ro Pia­cen­za wird P. Welnitz fort­set­zen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: VaticanNews/Wikicommons (Screen­shot)