„Hört auf, wir sind nicht dumm. Das ist ein Götze“

Der Theologe P. Mitch Pacwa



P. Mitch Pacwa SJ in seiner Sendung bei EWTN.
P. Mitch Pacwa SJ in seiner Sendung bei EWTN.

(Washington) Der bekannte US-amerikanische Jesuit und Alttestamentler, P. Mitch Pacwa, bezeichnete die Präsenz der Pachamama-Figuren bei der Amazonassynode als „Skandal“ und sprach von einem Pachamamagate.

P. Pacwa, Sohn polnischstämmiger Amerikaner, wurde 1976 zum Priester geweiht. Unter anderem ist er durch seine Sendungen bei EWTN bekannt. Der Theologe beherrscht 13 Sprachen fließend, darunter die Sprachen der Bibel Griechisch, Latein, Hebräisch und Aramäisch, aber auch Deutsch.

Er lehrte in der Vergangenheit an der University of Dallas und der Loyola University Chicago, nun ist er am St. Paul Center for Biblical Theology.

In seiner Sendung Scripture and Tradition bei EWTN vom 5. November sprach er über die Pachamama und deren Verehrung in Peru. Daraus folgerte er:

„Die Einführung der Statuen der Pachamama bei der Synode über den Amazonas ist ein großer Skandal ist: Wir dürfen keine Götzen haben. Es ist uns verboten, andere Götter anzubeten.“

Er kritisierte auch die vatikanische Informationspolitik. „Einige Beamte“ versuchten den Vorfall der Pachamama-Rituale als „Tanz“ und die Figuren als Symbole von „Erde und Fruchtbarkeit“ herunterzuspielen:

„Hört auf, wir sind nicht dumm. Das ist ein Götze.“

Das folgende Video der Sendung beginnt an der Stelle, an der P. Pacwa über die Pachamama spricht.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Youtube/EWTN (Screenshot)

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7 Kommentare

  1. Das ist ein Skandal, was mit dieser Pachamama gemacht wurde.
    Laut 2. Vatikanischen Konzil heisst es auch in einem Dekret: Die Muslime beten denselben Gott wie wir an.
    Wenn dem so ist, fordere ich den Papst und alle die diesen skandalösen Ritus im Vatikan veranstaltet haben auf, diese Pachamama in den Moscheen einzuführen. Auch im Boot usw.
    Da möchte ich mal sehen, was die Muslime dazu sagen.

  2. „Hört auf, wir sind nicht dumm. Das ist ein Götze“

    Auch Erzbischof Vigano folgt dieser Einschätzung, indem er in seinem jüngsten Interview mit LifeSiteNews Prof. de Mattei zitiert:

    „Unsere Gegner sind durch ihren Hass auf das Gute vereint, wir müssen uns in Liebe für das Gute und das Wahre vereinen. Dies ist keine gewöhnliche Schlacht, sondern ein Krieg!“

    Wir alle wissen, dass Franziskus der/ein falsche/r Prophet ist. Doch wir wissen auch, wenn wir ihn öffentlich kritisieren, versucht er uns zu zerstören.

    Darum schweigen die meisten.

    Und von all dem bekommen 98 % aller Menschen und 95 % aller ‚Christen‘ nicht das Geringste mit.

    Erzbischof Vigano sagt, der Widerstand müsse von unten ausgehen, von den Laien. Von hier kommt aber eher das Gegenteil: die Ignoranz des Lehramts seit mindestens 60 Jahren.

    Und nun löst sich das Lehramt selber auf.

    Der kleine Rest der wahren Kirche Jesu Christi sammelt sich in den gebotstreuen Gläubigen der Piusbruderschaft.

    Im Grunde lässt sich sagen, dass der moderne Mensch beinahe ständig Götzen anbetet: ob durch Ferneseh- oder Internetkonsum, sittenwodrige das Gebot ignorierende Sexualität, Macht, Geld, Mobilität, Reisen und Feiern bis zur Erschöfung.

    Was ist da schon ein Pachamamafigürchen? – So denken wenigstens die 0815 – Christen.

    Mit den gegen die Gebote verstoßenden Gottesdienstbesuchern ist die Kirche ja ständig voll von Dämonen, weshalb natürlich auch kein nachkonziliarer Priester mehr in dieses Richtung predigt; denn er würde sofort deren Aufstand erregen.

    Zu welchen Zwecken Pachamama im Rahmen der Synode instrumentalisiert wird, merken darum nur ganz wenige.

    Man will den Zölibat abschaffen.

    • Wirklich tragisch ist, dass „von all dem“ über 90% der Menschen, sogar der Christen, nicht das Geringste mitbekommen. (Weil sich die Medien – zumindest in dieser Hinsicht – nahezu geschlossen als „Lückenpresse“ betätigen.) Und Uninformierte können halt leider nur allzu leicht für dumm verkauft werden.

  3. An inillotempore: Sie schreiben : (Im) 2. Vatikanischen Konzil heisst es auch in einem Dekret: Die Muslime beten denselben Gott wie wir an. Dies ist so falsch. Sie beziehen sich vermutlich auf „Nostra aetate“. Dort heisst es in der vatikanischen Übersetzung: „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde (5), der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.“ Dieser Text bedeutet aber nicht, dass die Muslime denselben Gott, wie wir anbeten. Unser Gott ist ein dreifaltiger, also ein Gott in drei Personen, der Vater, der uns erschaffen hat, der Sohn, der uns erlöst hat und der Heilige Geist, der uns heiligt. Eine Erlösung und einen erlösenden Gott, den wir anbeten, kennen die Muslime nicht. Der Heilige Geist ist Ihnen ein Fremdwort. Der christliche Gott besitzt ganz andere Kategorien. Er liebt jeden Menschen, Allah liebt nur die, welche auch ihn lieben. etc. Der Text spricht nur die halbe Wahrheit an und nach einem deutschen Sprichwort ist dies die vollkommen Lüge. Ich muss aus Überzeugungsgründen hier widersprechen und meinen Gott, oder meine Vorstellung von Gott.
    gegen falsche Vorstellungen verteidigen. Aber ich weiß, sehr geehrter inillotempore, dass deutsche Bischöfe dieselben falschen und vollkommen oberflächlichen Rückschlüsse aus „nostra aetate“ ziehen, wie sie hier zum Ausdruck kommen. Unser Glauben ist wesentlich profunder, als ein Teil unserer Bischöfe dies noch bekennt. Zum Abschluss: „Nostra Aetate“ ist zwar von absoluter Mehrheit der Bischöfe in der Abstimmung befürwortet worden, aber er stammte nicht aus katholischer Feder, sondern von jüdischen Freimaurern. Drei von vier Mitarbeitern(Pater Malachei Martin, Pater Schmitt und Pater Stansky) von Kardinal Bea , der für den Text verantwortlich war und ihn eingereicht hat, sollten nachher sagen, dass sie diesen Text nie unterschrieben hätten. Im Text werden Fragen formuliert, die in jedem Katechismus elementar beantwortet sind, welche für die Lehre Katholische Kirche gar keine offene Fragen sind.

    • In Lumen Gentium 16 steht:

      Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.

      Die Aussage ist eindeutig, wir sollen zum gleichen Gott beten, was für ein Blödsinn.
      Das Dokument, so wie andere vom 2 Konzil, kann man getrost entsorgen.

  4. An Fisch: Sie verweisen zusätzlich auf die Formulierung von Lumen Gentium 16: Dieses Kapitel beginnt mit dem Satz: Diejenigen endlich, die das Evangelium noch nicht empfangen haben, sind auf das Gottesvolk auf verschiedene Weise hingeordnet. Dieser Satz für sich alleine kann missverständlich verstanden werden, aber im Zusammenhang mit der später folgenden Satz: „Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluss der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen“ ist der Text eindeutig und lehrt nichts anderes als das, was die Kirche schon vorkonziliar, zu meiner Schulzeit, gelehrt hat. Dies war immer klar: Es gibt nur einen Heilsweg, aber aufgrund der von der Kirche vermittelten Gnadengaben, können auch die gerettet werden, die diesen Weg in Unkenntnis des richtigen Weges nicht in vollem Umfang mitgegangen sind. Danach muss ich aber die Erklärung von Abu Dhabi für falsch halten, da Gott nicht mehrere Heilswege als gültige Heilswege zugelassen hat.

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