29.September – Heiliger Erzengel Michael

Patron der katholischen Kirche und Deutschlands

Quis ut Deus – Wer ist wie Gott. Darstellung des Erzengels Michael auf dem Bischofsstuhl in Monte Sant'Angelo am Gargano, dem ältesten Michaelsheiligtum der Welt.
Quis ut Deus – Wer ist wie Gott. Darstellung des Erzengels Michael auf dem Bischofsstuhl in Monte Sant'Angelo am Gargano, dem ältesten Michaelsheiligtum der Welt.

Von einer Katho­li­kin.

Hei­li­ger Erz­engel Micha­el,
ver­tei­di­ge uns im Kamp­fe, Gegen die Bos­heit und die Nach­stel­lun­gen des Teu­fels sei unser Schutz. Gott gebie­te ihm, so bit­ten wir fle­hent­lich. Du aber, Fürst der himm­li­schen Heer­scha­ren, sto­ße den Satan und die ande­ren bösen Gei­ster, die in der Welt umher­ge­hen, um die See­len zu ver­der­ben, durch die Kraft Got­tes in die Höl­le.
Amen.

Das Gebet zum Hei­li­gen Erz­engel Micha­el wur­de im Jahr 1884 von Papst Leo XIII. zur Ver­rich­tung nach der stil­len hei­li­gen Mes­se ein­ge­führt, nach­dem er nach einer hei­li­gen Mes­se durch eine Visi­on der Höl­le und des Teu­fels erschüt­tert wor­den war, der die Macht über die Welt errin­gen will. Aus der Nähe des Taber­na­kels hat­te er zwei Stim­men ver­nom­men und in ihnen die Stim­me Chri­sti und die Stim­me des Teu­fels erkannt.

 „Ich hab die Erde gese­hen, ein­ge­hüllt in Fin­ster­nis und umge­ben von einem Abgrund. Ich habe Legio­nen von Dämo­nen dar­aus her­vor­kom­men sehen, die sich über die gan­ze Erde ver­teil­ten, um die Wer­ke der Kir­che zu zer­stö­ren und die Kir­che selbst anzu­grei­fen, die ich dem Ende nahe sah. Da erschien der Hei­li­ge Micha­el und stürz­te die bösen Gei­ster in den Abgrund zurück. Ich sah den Hei­li­gen Erz­engel Micha­el ein­grei­fen, nicht in jenem Augen­blick, son­dern viel spä­ter, sobald die Men­schen ihre eif­ri­gen Gebe­te zum Erz­engel ver­stär­ken.“

Der Papst ver­faß­te unter die­sem Ein­druck ein Exor­zis­mus­ge­bet, das dann in der gekürz­ten Fas­sung  nach der hei­li­gen Mes­se zu beten war. Im Zuge des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils wur­den die soge­nann­ten Leo­ni­ni­schen Gebe­te, die auch maria­ni­sche Gebe­te ent­hal­ten, aller­dings gestri­chen.

Wir soll­ten uns ihrer erin­nern. Denn der Mensch ist auf die Hil­fe der Engel ange­wie­sen im Kampf gegen den Teu­fel, der alles durch­ein­an­der­bringt, der Zwie­tracht sät, den Men­schen vom Weg abbringt, ihn Gott ver­ges­sen läßt und Sei­ne ewi­ge Wahr­heit, der Ver­su­cher, der danach trach­tet, daß die Men­schen sich gegen Gott ent­schei­den und sün­di­gen. Er ist der Mei­ster der teuf­li­schen Per­ver­si­on, der Ver­dre­hung,  in der wir uns von Gott abwen­den, wenn wir ihr fol­gen.

Wenn wir mit den Wor­ten Papst Leo XIII. den Hei­li­gen Erz­engel um Hil­fe bit­ten im Kamp­fe, wis­sen wir dar­um, daß die Kir­che nicht zer­stört wer­den wird und daß wir nicht ver­lo­ren sind, und wir kämp­fen im Bewußt­sein, daß unser Herr und Gott Sie­ger über den Fürst der Welt ist. Wir wis­sen um die Gefahr, in der wir sind, wir wis­sen um die Macht des Bösen in unse­rer Welt und die Kraft, die es kostet, ihm zu wider­ste­hen. Aber gera­de weil wir um unse­rer Schwach­heit wis­sen und uns nicht durch uns selbst ret­ten kön­nen, bit­ten wir um den Bei­stand des himm­li­schen Erz­engels, aber auch der Jung­frau Maria, der Über­win­de­rin des Bösen, der Köni­gin der Engel.

Got­tes Mah­nung zu Ein­heit und Frie­den lei­te unser gan­zes Tun. Jesus weiß um die Beschaf­fen­heit der irdi­schen Welt und unse­ren täg­li­chen Kampf für die Wahr­heit und gegen das Böse. Wir kämp­fen gegen Gott­fer­nes in uns, aber eben auch gegen die ver­dreh­ten Vor­stel­lun­gen in der Welt, z.B. von Fami­lie und Sexu­al­mo­ral, und heu­te mehr denn je auch inner­halb der Kir­che Chri­sti, wo die Infra­ge­stel­lung der Wahr­heit und des Gewis­sens, der Leh­re und Tra­di­ti­on, dazu geführt hat, daß die ent­schie­de­ne Not­wen­dig­keit ihrer Ver­tei­di­gung nicht mehr oppor­tun ist und selbst die bren­nen­de Fra­ge nach einer Neue­van­ge­li­sie­rung kein Gehör mehr fin­det unter den mei­sten Bischö­fen Deutsch­lands. Sie ris­kie­ren die Irre­lei­tung der ihnen anver­trau­en Her­de.

Beten wir also zum Hei­li­gen Erz­engel Micha­el, nicht nur an sei­nem Fest­ta­ge!

SANCTE Micha­el Arch­an­ge­le,
defen­de nos in pro­elio, con­tra nequi­ti­am et insi­di­as dia­bo­li esto prae­si­di­um. Impe­ret illi Deus, sup­pli­ces depre­ca­mur: tuque, Princeps mili­tiae cae­le­stis, Satanam alios­que spi­ri­tus mali­gnos, qui ad per­di­tio­nem ani­ma­rum per­va­gan­tur in mun­do, divina virt­u­te in infer­num detru­de.
Amen.

Bild: Giu­sep­pe Nardi/Autorin

3 Kommentare

  1. Papst Fran­zis­kus hat doch letz­ten Okto­ber auch ange­ord­net, die­ses Gebet zum Rosen­kranz hin­zu­zu­fü­gen, wenn ich mich recht erin­ne­re.

  2. Bezüg­lich des Hl. Micha­el sei aus der alta ven­de­ta, dem frei­mau­re­ri­schen Plan zur Zer­stö­rung der katho­li­schen Kir­che zitiert:
    1. Ent­fernt St. Micha­el, den Beschüt­zer der kath. Kir­che, aus allen Gebe­ten inner­halb und außer­halb der hl. Mes­se, ein und für alle Mal. Ent­fernt sei­ne Sta­tu­en. Sagt, es lenkt von Chri­stus ab.
    Mit Beginn des Kon­zils wur­de als erstes die­ser Punkt den Frei­mau­re­ren erfüllt und das Gebet zum Hl. Micha­el am Ende der Hl. Mes­se ersatz­los gestri­chen. Die Zusa­ge soll auf einer Tagung mit Frei­mau­rern in Mün­chen gege­ben wor­den sein.

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