Besuch bei Benedikt XVI.

An der Lage in der Ukraine „sehr interessiert“

Großerzbischof Schewtschuk bei Benedikt XVI.
Großerzbischof Schewtschuk bei Benedikt XVI.

(Rom) Am 26. Febru­ar emp­fing Bene­dikt XVI. im Klo­ster Mater Eccle­siae in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten den Groß­erz­bi­schof der Ukrai­ni­schen Grie­chisch-Katho­li­schen Kir­che. Groß­erz­bi­schof Swja­to­slaw Schewt­schuk, der rang­höch­ste Ver­tre­ter der mit Rom unier­ten Ukrai­ner des byzan­ti­ni­schen Ritus, nütz­te die Gele­gen­heit, den vor­ma­li­gen Papst über die Lage der Kir­che in der Ukrai­ne zu infor­mie­ren.

Wie der Groß­erz­bi­schof am näch­sten Tag berich­te­te, erkun­dig­te sich Bene­dikt XVI. bei sei­nem Ein­tref­fen umge­hend nach dem Kon­flikt in der Ukrai­ne, den er als „gro­ße Tra­gö­die für Euro­pa“ bezeich­ne­te. Er ver­si­cher­te, „täg­lich“ für den Frie­den in der Ukrai­ne zu beten. Es sei­en größ­te Anstren­gun­gen zu unter­neh­men, so der frü­he­re Papst, um einen Krieg zu ver­hin­dern.

Bene­dikt XVI. zeig­te sich auch sehr inter­es­siert am Leben und dem Wachs­tum der Ukrai­ni­schen Katho­li­schen Kir­che. Dabei erin­ner­te er an Kar­di­nal Lju­bo­myr Husar, eine gro­ße Gestalt die­ser mit Rom unier­ten Kir­che in der Ukrai­ne, als sie unter der Sowjet­herr­schaft zu lei­den hat­te und unter­drückt wur­de. Die Sowjet­macht ent­eig­ne­te den gesam­ten Besitz der unier­ten Ukrai­ner, ein­schließ­lich aller Kir­chen.

Groß­erz­bi­schof Schewt­schuk schenk­te Bene­dikt XVI. ein Exem­plar sei­nes neue­sten Buches.

Fast auf den Tag genau vor sechs Jah­re war Bene­dikt XVI. am 28. Febru­ar 2013 von sei­nem Amt zurück­ge­tre­ten. Er zog sich anfangs in die päpst­li­chen Som­mer­re­si­denz Castel Gan­dol­fo zurück, dann in das Klo­ster Mater Eccle­siae, das sich in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten befin­det. Dort lebt er seit­her zurück­ge­zo­gen, wäh­rend sein Nach­fol­ger, Papst Fran­zis­kus, in weni­gen Tagen das sieb­te Jahr sei­nes Pon­ti­fi­kats beginnt.

Die unier­te Kir­che ver­öf­fent­lich­te eini­ge Bil­der des Besuchs.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Gau­di­um Press

3 Kommentare

  1. „Unier­te“ Kir­che ist so dero­ga­tiv wie „Papi­sten“. Ein katho­li­sches Pres­se­or­gan soll­te die­sen Begriff nicht benut­zen.

    • So ein Unsinn. Uniert ist ein völ­lig kor­rek­ter Aus­druck. Er ist übri­gens auch nicht öku­me­ni­sti­schen oder bach­kon­zi­lia­ren Ursprungs, im Gegen­teil.

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