„Jesus gibt zu verstehen, dass bei Gott kein Gebet ungehört verhallt“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

Generalaudienz Januar 2019 2

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

unse­re heu­ti­ge Kate­che­se nimmt Bezug auf das Lukas­evan­ge­li­um, in dem die für das Leben Jesu cha­rak­te­ri­sti­sche Atmo­sphä­re des Gebets in beson­de­rer Wei­se spür­bar wird. Jesus ist vor allem ein Beten­der. Alle sei­ne wich­ti­gen Lebens­sta­tio­nen, wie sei­ne Tau­fe oder die Ver­klä­rung, sind von sei­nem per­sön­li­chen Gebet beglei­tet.

Jesus betet für Petrus, für sei­ne Jün­ger wie für sei­ne Pei­ni­ger. Folg­lich fragt ihn auch einer sei­ner Jün­ger: „Herr leh­re uns beten“. Dar­auf­hin erklärt Jesus, mit wel­chen Wor­ten und in wel­cher Ein­stel­lung sei­ne Jün­ger beten sol­len. Die Hal­tung soll die eines Glau­ben­den sein, der sich instän­dig an Gott wen­det. Jesus gibt zu ver­ste­hen, dass Gott immer ant­wor­tet, dass kein Gebet unge­hört ver­hallt, auch wenn es uns manch­mal so schei­nen mag. Für die­sen Fall emp­fiehlt Jesus im Gebet aus­zu­har­ren und nicht auf­zu­ge­ben. Das Gebet ver­än­dert immer die Wirk­lich­keit: wenn es viel­leicht auch nicht die äuße­ren Umstän­de ver­än­dert, so ver­wan­delt es doch zumin­dest uns selbst. Der Hei­li­ge Geist ist allen ver­hei­ßen, die beten. Wir kön­nen sicher sein, dass Gott ant­wor­tet, selbst dann, wenn wir es nicht gleich erken­nen kön­nen. Eines ist sicher: am Ende eines jeden Lebens­we­ges steht der himm­li­sche Vater, der alle mit offe­nen Armen emp­fängt.

Von Her­zen grü­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che. Ich wün­sche euch für euren Glau­bens­weg die rech­te inne­re Hal­tung, die aus dem Gebet kommt und immer neu ins Gebet hin­ein­führt. Wenn wir ihn auf­rich­tig bit­ten, schenkt uns der himm­li­sche Vater all das, was unser Leben wirk­lich erfüllt. Gott seg­ne euch!

Bild: Vatican.va (Screen­shot)

1 Kommentar

  1. Auch ich glau­be, dass Gott kein Gebet uner­hört lässt. Aber er hat uns durch sei­nen Sohn gelehrt, wie wir beten sol­len:
    Die­ser lehr­te, Wenn Ihr betet, dann betet so: Vater unser, .… und er gab uns den Text und emp­fahl nache die­sem Text als Vor­la­ge unser Gebet auf­zu­bau­en. Er warn­te gleich­zei­tig, wenn ihr betet, plap­pert nicht, wie die Hei­den. Ich habe den Ein­druck, dass die­ser Nach­satz heu­te in der Kir­che sehr oft ver­ges­sen wird, auch in den selbst­ge­ba­stel­ten lit­ur­gi­schen Gebe­ten vie­ler Prie­ster.

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