„Das Böse, das in der Welt geschieht, gründet in der Verachtung des Lebens“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

Generalaudienz

In der Rei­he der Kate­che­sen über die Zehn Gebo­te betrach­ten wir heu­te das fünf­te Gebot: Du sollst nicht töten.

Man könn­te sagen, dass all das Böse, das in der Welt geschieht, in der Ver­ach­tung des Lebens grün­det. Dazu gehö­ren Krie­ge, Aus­beu­tung, Syste­me, die alles dem Pro­fit unter­ord­nen und auch vor der Wür­de des mensch­li­chen Lebens nicht Halt machen. Bereits im Mut­ter­leib ist unschul­di­ges mensch­li­ches Leben in Gefahr. Hin­ter der Gewalt und der Ableh­nung des Lebens steht im Grun­de die Angst, sich selbst zu ver­lie­ren. Aber das kran­ke, behin­der­te Kind, der alte Mensch, der Hil­fe braucht, die vie­len Armen, die allei­ne nicht zurecht­kom­men – sie alle sind ein Geschenk Got­tes, das mich aus der selbst­be­zo­ge­nen Exi­stenz her­aus­zie­hen und mich in der Lie­be wach­sen las­sen kann. In jedem kran­ken Kind, in jedem schwa­chen alten Men­schen, in jedem ver­zwei­fel­ten Migran­ten, in jedem zer­brech­li­chen und bedroh­ten Leben sucht Chri­stus uns (vgl. Mt 25,34–46), er sucht unser Herz, um uns die Freu­de der Lie­be zu eröff­nen. Gott liebt uns so sehr, dass er sei­nen eige­nen Sohn für uns hin­ge­ge­ben hat (Joh 3,16). Gott liebt alles, was ist, wie wir es vor­hin im Buch der Weis­heit gehört haben (11,24). Was Gott geliebt hat, dür­fen wir nicht ver­ach­ten!

Von Her­zen grü­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che, ins­be­son­de­re die zahl­rei­chen Jugend­li­chen, die Schul­grup­pen des Gauß-Gym­na­si­ums Gel­sen­kir­chen, des Col­le­gi­um Gaes­donck und der Lieb­frau­en­schu­le Ratin­gen sowie die Teil­neh­mer an der Infor­ma­ti­ons­wo­che der Päpst­li­chen Schwei­zer Gar­de. Der Herr seg­ne euch und beglei­te euch auf eurem Weg.




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