„Lügen! Ich wurde betrogen!“ — Gewagte Aussage von Papst Franziskus über Maria

Maria, Jungfrau und Gottesmutter, Schmerzensmutter. Maria als Miterlöserin oder als Rebellin?(Vati­kan) In der täg­li­chen Mor­gen­pre­digt im Domus Sanc­tae Marthae stell­te Papst Fran­zis­kus am 20. Dezem­ber die Aller­se­lig­ste Got­tes­mut­ter Maria als Iko­ne des Schwei­gens dar, die das Geheim­nis Got­tes in sich trägt. Doch über die Hal­tung Mari­ens auf Kal­va­ria äußer­te der Papst am Frei­tag völ­lig neue Gedan­ken. Formt Papst Fran­zis­kus die maria­ni­sche Theo­lo­gie um? Maria nicht als Mit­erlö­se­rin, son­dern als Rebel­lin? Oder alles in einem und allen alles, wie es der Welt von heu­te beson­ders gefällt? Wört­lich sag­te der Papst:

Bezichtigte Maria Gott des Betruges?

„Das Evan­ge­li­um sagt uns nichts: ob sie ein Wort gesagt hat oder nicht… Sie war still, doch in ihrem Her­zen – wie­viel sag­te sie doch dem Herrn! ‚Du hast mir damals gesagt – das ist es, was wir gele­sen haben –, daß er groß sein wird. Du hast mir gesagt, daß du ihm den Thron sei­nes Vaters David geben wirst, daß er über das Haus Jakob in Ewig­keit herr­schen wird. Und jetzt sehe ich ihn dort!’ Die Got­tes­mut­ter war mensch­lich! Und viel­leicht hät­te sie die Lust gehabt zu sagen: ‚Lügen! Ich bin betro­gen wor­den!’. Johan­nes Paul II. sag­te dies, als er von der Got­tes­mut­ter in jenem Moment sprach. Sie aber hat, mit der Stil­le, das Geheim­nis über­schat­tet, das sie nicht ver­stand, und mit die­ser Stil­le hat sie zuge­las­sen, daß die­ses Geheim­nis wach­sen und in der Hoff­nung erblü­hen kann“.

Die­se Pas­sa­ge der mor­gend­li­chen Pre­digt von Papst Fran­zis­kus wur­de von der Ita­lie­ni­schen Redak­ti­on von Radio Vati­kan ver­öf­fent­licht. Die Deut­sche Redak­ti­on berich­te­te wie jeden Tag auch über die­se Pre­digt, ließ die­se Stel­le aller­dings aus. War sie der Redak­ti­on zu „bedenk­lich“?

Gewagte Interpretation von Papst Franziskus

Die gewag­te Inter­pre­ta­ti­on, die Papst Fran­zis­kus dem Schwei­gen der Got­tes­mut­ter Maria gibt, läßt spon­tan zwei Fra­gen auf­kom­men. Die erste Fra­ge, die sich auf­drängt ist: In wel­chem Doku­ment oder in wel­cher Anspra­che soll­te Papst Johan­nes Paul II. der Jung­frau und Got­tes­mut­ter sol­che Wor­te in den Mund gelegt haben?

Eini­ges Suchen und der Hin­weis eines Kol­le­gen läßt fün­dig wer­den. Die Stel­le bezieht sich auf die Enzy­kli­ka Redemp­to­ris Mater des pol­ni­schen Pap­stes über die Seli­ge Jung­frau Maria im Leben der Pil­gern­den Kir­che. Doch, was Papst Fran­zis­kus sei­nen Vor­gän­ger Johan­nes Paul II. sagen läßt, ent­spricht nicht dem, was dort gesagt wird. Der Unter­schied in Inhalt und Spra­che ist ver­blüf­fend. Hier die Wor­te Johan­nes Pauls II.:

Johannes Paul II. sagte etwas anderes

Die­se Selig­prei­sung erreicht ihre vol­le Bedeu­tung, als Maria unter dem Kreu­ze ihres Soh­nes steht (vgl. Joh 19, 25). Das Kon­zil betont, daß das „nicht ohne gött­li­che Absicht“ geschah: Dadurch daß Maria „hef­tig mit ihrem Ein­ge­bo­re­nen litt und sich mit sei­nem Opfer in müt­ter­li­chem Geist ver­band, indem sie der Dar­brin­gung des Opfers, das sie gebo­ren hat­te, lie­be­voll zustimm­te“, bewahr­te sie „ihre Ver­bun­den­heit mit dem Sohn in Treue bis zum Kreuz“: die Ver­bun­den­heit durch den Glau­ben, den­sel­ben Glau­ben, mit dem es ihr mög­lich gewor­den war, im Augen­blick der Ver­kün­di­gung die Offen­ba­rung des Engels anzu­neh­men. Sie hat­te damals auch die Wor­te ver­nom­men: „Er wird groß sein… Der Herr wird ihm den Thron sei­nes Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewig­keit herr­schen, und sei­ne Herr­schaft wird kein Ende haben“ (Lk 1, 32–33).

Und nun, zu Füßen des Kreu­zes, ist Maria, mensch­lich gespro­chen, Zeu­ge einer völ­li­gen Ver­nei­nung die­ser Wor­te. Ihr Sohn stirbt an jenem Hol­ze wie ein Aus­ge­sto­ße­ner. „Er wur­de ver­ach­tet und von den Men­schen gemie­den, ein Mann vol­ler Schmer­zen …; er war ver­ach­tet, und man schätz­te ihn nicht“: fast völ­lig ver­nich­tet (vgl. Jes 53, 3–5). Wie groß, wie hero­isch ist somit „der Gehor­sam des Glau­bens“, den Maria ange­sichts die­ser „uner­gründ­li­chen Ent­schei­dun­gen“ Got­tes zeigt. Wie hat sie sich ohne Vor­be­halt „Gott über­ant­wor­tet“, indem sie sich dem­je­ni­gen „mit Ver­stand und Wil­len voll unter­wirft“, des­sen „Wege uner­forsch­lich sind“ (vgl. Röm 11, 33)! Und wie mäch­tig ist zugleich das Wir­ken der Gna­de in ihrer See­le, wie durch­drin­gend der Ein­fluß des Hei­li­gen Gei­stes, sei­nes Lich­tes und sei­ner Kraft.

Durch die­sen Glau­ben ist Maria voll­kom­men mit Chri­stus in sei­ner Ent­äu­ße­rung ver­bun­den. Denn obwohl Jesus Chri­stus „Gott gleich war, hielt er nicht dar­an fest …, son­dern er ent­äu­ßer­te sich und wur­de wie ein Skla­ve und den Men­schen gleich“: Gera­de hier auf Gol­go­ta „ernied­rig­te er sich und war gehor­sam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ (vgl. Phil 2, 8). Und am Fuß des Kreu­zes nahm Maria durch den Glau­ben teil an dem erschüt­tern­den Geheim­nis die­ser Ent­äu­ße­rung. Dies ist viel­leicht die tief­ste „keno­sis“ (Ent­äu­ße­rung) des Glau­bens in der Geschich­te des Men­schen: Durch den Glau­ben nimmt Maria teil am Tod des Soh­nes — an sei­nem Erlö­ser­tod. Im Gegen­satz zum Glau­ben der Jün­ger, die flo­hen, besaß sie aber einen erleuch­te­te­ren Glau­ben. Durch das Kreuz hat Jesus auf Gol­go­ta end­gül­tig bestä­tigt, daß er das „Zei­chen ist, dem wider­spro­chen wird“, wie Sime­on vor­her­ge­sagt hat­te. Gleich­zei­tig haben sich dort auch jene Wor­te erfüllt, die die­ser an Maria gerich­tet hat­te: „Dir selbst aber wird ein Schwert durch die See­le drin­gen“. [Redemp­to­ris Mater, 18]

Die Dar­le­gun­gen Johan­nes Pauls II. ste­hen in kei­nem Zusam­men­hang mit dem, was Papst Fran­zis­kus ihnen zuschreibt. Der Glau­ben Mari­as wird von Johan­nes Paul II. als „hero­isch“ und „erleuch­tet“ bezeich­net im Ver­gleich zum Glu­a­ben der Jün­ger. In der Enzy­kli­ka fin­det sich nicht der gering­ste Hin­weis auf irgend­wel­che even­tu­el­le Zwei­fel der Jung­frau und Got­tes­mut­ter.

Worauf stützt Papst Franziskus seine Aussage?

Die zwei­te Fra­ge betrifft hin­ge­gen den grö­ße­ren Zusam­men­hang der Offen­ba­rung und der Theo­lo­gie: Auf wel­che theo­lo­gi­schen Argu­men­te stützt sich Papst Fran­zis­kus, um ein so — nen­nen wir es mit gebo­te­ner Zurück­hal­tung — „unge­stü­mes“ Urteil über die Aller­se­lig­ste, All­rei­ne Jung­frau Maria aus­zu­spre­chen? Wir haben beim besten Wil­len kei­ne Ahnung.

Wären sie tat­säch­lich so von der Got­tes­mut­ter aus­ge­spro­chen oder gedacht gewe­sen, müß­ten sie gera­de­zu als blas­phe­misch bezeich­net wer­den. Das aber wider­spricht der gesam­ten lie­be­voll-bewun­dern­den Ver­eh­rung für die Got­tes­mut­ter, die ihr die Kir­che seit jeher zuteil wer­den läßt. Doch die Zwei­fel und die Fra­gen, die Papst Fran­zis­kus Maria in den Mund legt, haben kei­ne Ent­spre­chung in der Offen­ba­rung, um so weni­ger in der kirch­li­chen Tra­di­ti­on oder bei den Kir­chen­vä­tern. Woher kom­men sie dann aber? Sie ent­spre­chen nicht der Hei­li­gen Schrift und nicht der kirch­li­chen Leh­re, son­dern dem Den­ken Jor­ge Mario Ber­go­gli­os. Gedan­ken, die der neue Papst bereits mehr­fach anklin­gen ließ oder direkt aus­ge­spro­chen hat. Es ist Ber­go­gli­os Über­zeu­gung, daß der Glau­ben, um „authen­tisch“ zu sein, impli­zit den Zwei­fel mit­ein­schlie­ßen müs­se.

Das Bekenntnis des Zweifels und der „authentische“ Glauben

Das von ihm im Alter von fast 33 Jah­ren kurz vor sei­ner Prie­ster­wei­he nie­der­ge­schrie­be­ne „per­sön­li­che Glau­bens­be­kennt­nis“ (sie­he eige­nen Bericht Das „per­sön­li­che Bekennt­nis“ von Papst Fran­zis­kus vor sei­ner Prie­ster­wei­he vor 44 Jah­ren) bringt im Zusam­men­hang mit dem Glau­ben die­sen Kon­nex zwi­schen den bei­den Kon­zep­ten Authen­ti­zi­tät und Zwei­fel zum Aus­druck. Der Zet­tel mit die­sem „Cre­do“ von 1969 könn­te in einem pri­va­ten Ord­ner Ber­go­gli­os stecken, der Welt aber ver­bor­gen sein. Doch der heu­ti­ge Papst gab ihn mehr­fach an ande­re wei­ter und erklär­te noch vor weni­gen Jah­ren, daß er ihn heu­te genau­so wie damals unter­schrei­ben wür­de. Zusam­men mit meh­re­ren Aus­sa­gen seit Beginn sei­nes Pon­ti­fi­kats ent­steht eine ande­re Dimen­si­on.

Im Inter­view mit der Jesui­ten­zeit­schrift La Civi­tà  Cat­to­li­ca vom 19. Sep­tem­ber sag­te der Papst:

„Ja, bei die­sem Suchen und Fin­den Got­tes in allen Din­gen bleibt immer ein Bereich der Unsi­cher­heit. Er muss da sein. Wenn jemand behaup­tet, er sei Gott mit abso­lu­ter Sicher­heit begeg­net, und nicht von einem Schat­ten der Unsi­cher­heit gestreift wird, dann läuft etwas schief. Für mich ist das ein wich­ti­ger Erklä­rungs­schlüs­sel. Wenn einer Ant­wor­ten auf alle Fra­gen hat, dann ist das der Beweis dafür, dass Gott nicht mit ihm ist. Das bedeu­tet, dass er ein fal­scher Pro­phet ist, der die Reli­gi­on für sich selbst benutzt. Die gro­ßen Füh­rer des Got­tes­vol­kes wie Mose haben immer Platz für den Zwei­fel gelas­sen. Man muss Platz für den Herrn las­sen, nicht für unse­re Sicher­hei­ten. Man muss demü­tig sein. Die Unsi­cher­heit hat man bei jeder ech­ten Ent­schei­dung, die offen ist für die Bestä­ti­gung durch geist­li­chen Trost.“

Die deut­sche Über­set­zung folgt fast aus­nahms­los der Jesui­ten­zeit­schrift Stim­men der Zeit. Der Papst sprach auch bei der Gene­ral­au­di­enz am 30. Okto­ber, daß er selbst Zwei­fel ken­nen­lern­te:

„Wer von uns – allen allen! — wer von uns hat auf dem Weg des Glau­bens nicht Unsi­cher­hei­ten, Ver­wir­run­gen und sogar Zwei­fel erlebt? Alle! Alle haben wir das erlebt: auch ich. Alle. Es ist Teil des Glau­bens­we­ges, es ist Teil unse­res Lebens. All das darf uns nicht ver­wun­dern, denn wir sind Men­schen, gezeich­net von Schwä­chen und Gren­zen. Erschreckt nicht. Wir alle sind haben Schwä­chen und Gren­zen!“

Die erhabene Sprache der kirchlichen Überlieferung zu Maria

In wel­chen Zusam­men­hang ste­hen aber die­se von per­sön­li­chen Erfah­run­gen her­ge­lei­te­ten Ver­all­ge­mei­ne­run­gen, die durch­aus rich­tig sein mögen, mit dem, was die gött­li­che Offen­ba­rung, die Hei­li­ge Schrift und die kirch­li­che Leh­re über die Got­tes­mut­ter Maria sagt? Der Aller­se­lig­sten Got­tes­ge­bä­re­rin, der neu­en Eva, der unbe­fleck­te Emp­fan­ge­nen, der Sünd­lo­sen, Jung­frau ohne Makel. Wie aber pas­sen Zwei­fel und gera­de­zu Auf­leh­nung gegen Gott zu Maria, von der das Magni­fi­kat und die älte­sten Hym­nen so Erha­be­nes besin­gen, wie die baye­risch-öster­rei­chi­sche Volks­wei­se als wort­mäch­ti­ge Varia­ti­on des in sei­nen Ursprün­gen aus früh­christ­li­cher Zeit stam­men­den Gebets Tota pulch­ra es Maria:

Ganz schön bist Du, Maria,
und sün­de­los emp­fan­gen,
Mor­gen­rot unse­res Heils!

Du Braut von Licht umklei­det,
ver­mählt dem höch­sten Her­ren,
Gna­den­quell an sei­nem Thron!

Du Stern des Got­tes­ruh­mes,
geprie­sen alle Zei­ten,
Größ­te Du unse­res Stamms!

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Mes­sa in Lati­no

123 Kommentare

  1. Die Got­tes­mut­ter war mensch­lich! Und viel­leicht hät­te sie die Lust gehabt zu sagen: ‚Lügen! Ich bin betro­gen wor­den!’.
    Und ich habe Lust die­sen Papst als einen gro­ßen Quatsch­kopf vor der „Köni­gin des Him­mels“ zu bezeich­nen. Übri­gens mein Gewis­sen hat gleich mit applau­diert.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Das macht er alles mit Absicht. Scheib­chen­wei­se schiebt er sei­ne ver­que­ren Din­ge in den katho­li­schen Glau­ben. Am Ende herrscht das tota­le „Durch­ein­an­der.“ Kei­ner weiß mehr an was er glau­ben soll. Es wird nicht mehr lan­ge dau­ern und ich wer­de mein Gewis­sen fra­gen. „Wer ist die­ser Papst ?“. Und mein Gewis­sen hat eine sehr kla­re Ansa­ge in Glau­bens­din­gen.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Sie wol­len Ihr Gewis­sen befra­gen? Na hof­fent­lich ist das noch in der Lage, rich­tig zu ant­wor­ten. Befra­gen Sie lie­ber die Hei­li­ge Schrift und die Väter!

        • „Sie wol­len Ihr Gewis­sen befra­gen? Na hof­fent­lich ist das noch in der Lage, rich­tig zu ant­wor­ten. Befra­gen Sie lie­ber die Hei­li­ge Schrift und die Väter!“
          Wel­che Väter sind denn nach ihrer Mei­nung recht­gläu­big? Wir ken­nen uns doch. Die Mut­ter Got­tes von Fati­ma hat ihnen nichts zu sagen und sie mir nicht. Außer­dem haben sie über­haupt nicht ver­stan­den war­um ich iro­nisch das Gewis­sen ins Feld geführt habe. Ich habe mich an den Wor­ten unse­res Pap­stes ori­en­tiert. (Inter­view Scal­fa­ri). Der hat das Gewis­sen ins Feld geführt.
          Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Nicht auf­re­gen, Shu­ca, die­ser P. Niko­laus hat doch kei­ner­lei Argu­men­te. Er hat offen­sicht­lich nichst zu sagen außer ein paar Schmä­hun­gen…

    • Lie­be Kom­men­ta­to­ren,

      wer ist die­se Papst? Lest im Inter­net, im Buch Dani­el, in der gehei­men Offen­ba­rung, bei Katha­ri­na Emme­rich. Die­ser Papst ist der fal­sche Pro­het wie er in den Schrif­ten vor­her­ge­sagt ist. Er stif­tet jetzt schon gro­ße Ver­wir­rung, wie ich allen Bei­trä­gen ent­neh­me. Das ist sein Ziel. Auch die Got­tes­mut­ter zu ent­tro­nen, den sie ist die Frau, die den Satan und sei­nen fal­schen Pro­phe­ten den Kopf zer­tritt. Dies ist der Hass Satans auf die Got­tes­mut­ter. Es wird noch schlim­mer.

  2. Als näch­stes folgt nach dem glei­chen Muster der Zwei­fel ob Jesus im Fleisch unter uns gelebt hat. Gekreu­zigt wur­de und auf­er­stan­den ist.
    Zwei­fel am unver­än­der­li­chen Wort zu haben ist somit ab sofort erlaubt. Für jede und jeden.
    Die Wah­re Katho­li­sche ist nicht bei den schwar­zen Schu­hen zu fin­den.

  3. Fast kein Tag mehr ver­geht ohne Blas­phe­mi­en aus dem Vati­kan.
    Theo­lo­gen, Mario­lo­gen, Prie­ster, Bischö­fe, die Sie hier mit­le­sen:
    Haben Sie noch einen Fun­ken Lie­be und Ehr­furcht für die hei­li­ge Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria?
    Kön­nen Sie ohne Abscheu, ohne Ent­rü­stung, ohne hei­li­gen Zorn lesen, was Sei­ne Hei­lig­keit Fran­zis­kus pre­digt?
    Wie lan­ge wol­len Sie noch schwei­gen?
    Genüg­te nicht die Welt„weihe“ an die Mut­ter­got­tes von Fati­ma am 13. Okto­ber auf dem Peters­platz, die gar kei­ne Wei­he war?
    Was muss noch alles gesche­hen?
    Und Sie, Hei­li­ger Vater Papst Bene­dikt, wie lan­ge wol­len Sie noch schwei­gen und schein­bar zustim­men? Denn dass Sie einer sol­chen Blas­phe­mie zustim­men, kann ich nicht glau­ben. Eben­so­we­nig wie der Blas­phe­mie aus der Geburts­tags­pre­digt.
    Wie lan­ge noch?

    • Ja, das sind Fra­gen, die ich mir auch stel­le.
      Der hl. Petrus Cani­si­us, „der zwei­te Apo­stel Deutsch­lands“, übri­gens ein Jesu­it, aber wahr­schein­lich ist der Lieb­ling von Papst Fran­zis­kus, hat gesagt, dass Katho­li­ken, die zum Glau­bens­ab­bruch schwei­gen, genau­so schlimm sind, wie die, die ihn betrei­ben. Dar­in hat er auch Prie­ster ein­ge­schlos­sen.

  4. Die­ser Papst ist theo­lo­gisch den Anfor­de­run­gen des Amtes nicht gewach­sen. Es macht kaum noch Sinn, sich über die täg­li­chen Aus­lau­tun­gen zu äußern. Offen­bar ver­steht er den Glau­ben nicht.

  5. Es ist, als stün­den wir heu­te unter dem Kreuz, leib­haf­tig. Der Leib Chri­sti hängt am Kreuz unter die­sem Papst. Er ver­schmutzt und ver­beult IHN. Das will F. ja. Und er beschmutzt SEINE Hei­li­ge Aller­se­lig­ste und jung­fräu­li­che Mut­ter, die sünd­los war.
    SIE wuss­te spä­te­stens seit der Tem­pel­wei­he, was auf SIE zukom­men wür­de: ein Schwert in der See­le. Und die Schrift erzählt uns, dass SIE das „in Ihrem Her­zen beweg­te“. 33 Jah­re lang hat­te sie Zeit und Muße… Und weil es von IHR heißt „DOMINUS TECUM“, gin­gen IHRE Erwar­tun­gen auch nicht in die fal­sche Rich­tung!
    SIE stand so unter dem Kreuz, wie es das Sta­bat mater uns ebschreibt. So und nicht anders!
    Es ist uner­träg­lich!
    F. ist nicht der Papst. Ein Papst, der von IHM kommt, wür­de nie­mals so reden und SEINE Mut­ter in IHrer Rein­heit und als Vor­bild des Glau­bens ent­eh­ren. Pfui! Pfui! Pfui!
    Bene­dikt XVI. — wo bist du?
    Wo seid ihr, ihr ande­ren, die ihr genau wisst, dass wir uns selbst ver­sün­di­gen, wenn wir das schwei­gend hin­neh­men!
    Es ist uner­träg­lich. Ich habe es für mich heu­te Nacht mal so ver­ar­bei­tet: http://zeitschnur.blogspot.de/2013/12/3‑und-4-advent.html

  6. Wann wachen end­lich die „Fran­zis­kus­fans“ auf. Auf Kath.net wer­den jeden Tage „Per­len“ von Fran­zi­is­kus ver­öf­fent­licht und alles „schön­ge­re­det“ was die­ser Bischof von Rom von sich gibt. Selbst wenn es eine Häre­sie ist, wird die­se von kath.net noch „beju­belt“. Was ist aus Rom gewor­den? Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein; so sagt Chri­stus. Aber die­ser Papst ver­mei­det bis jetzt ein­deu­ti­ge Wor­te!!!! Was ist das für ein Papst, der immer viel redet, man­che sei­ner Wor­te erin­nern an Poli­ti­ker vor der Wahl, wo ein Rede­schwall nach dem Ande­ren vie­le Wor­te aber ohne Sinn.…. Wie lan­ge wer­den die Eccle­sia-Dei Gemein­schaf­ten noch zu den römi­schen „Per­len“ von Fran­zis­kus schwei­gen? Oder wis­sen sie, dass sie zum Schwei­gen ver­ur­teilt sind, da ihre Exi­stenz auf das „Wohl­wol­len“ Rom´s ange­wie­sen ist! Ausser der Pius­bru­der­schaft wagt doch kei­ner mehr, auf die Wider­sprü­che in den Aus­sa­gen von Papst Franz­i­kus hin­zu­wei­sen.

    • Das mit den „Per­len“ fin­de ich super­pein­lich. Katho­li­ken, die als Ver­fech­ter des Glau­bens ernst genom­men wer­den wol­len, kön­nen sich die­sen Lob­hu­de­lei­en völ­lig ver­sa­gen. Wer Kri­tik an Fran­zis­kus äußert, wird aus­ge­loggt. So ist das in dem erwähn­ten Nach­rich­ten­dienst.

    • Ich habe mir erlaubt, in humo­ri­ger Form bei kath.net anzu­mer­ken, daß es mir zusehr „perlt“.
      Der Kom­men­tar ist nicht erschie­nen.

  7. „Viel­leicht hät­te sie die Lust gehabt, zu sagen…“ Immer­hin hier so als angeb­lich wört­lich zitiert. Ich sehe durch­aus, dass es im Lau­fe der Zeit schwie­rig wird, zu erah­nen, was der Papst „eigent­lich“ meint. Aber man muss den Gesamt­zu­sam­men­hang sehen und ver­in­ner­li­chen. Ich gewin­ne den Ein­druck, dass er einer­seits auf dem Niveau eines Dorf­pa­stors dra­stisch auf­be­rei­te­te bon­mots vor­trägt — wie Abra­ham a San­ta Cla­ra — , und damit Auf­merk­sam­keit heischt — belu­sti­gend gera­de­zu, wie Gehor­sams­fein­de inner­halb, jeden­falls behaup­tungs­wie­se innerh­lab, der Kir­che gerad­zu won­ne­voll rigi­de Maß­nah­men des Pap­stes her­bei­wün­schen und an sei­nen Lip­pen pflücke, wenn und weil es ihnen zu pas­sen scheint. Aber ande­rer­seits dahin­ter auch eine intel­lek­tu­ell raf­fi­nier­te Metho­de stecken kann: Barm­her­zig­keit, Sara­ment als Gna­de und Hilfs­mit­tel statt oll und Kon­trol­le — oh wie won­ne­voll sahen sich da breit­flä­chig die Ehe­bruchs­ver­tei­di­ger bestä­tigt. Dann kühl und knapp — davon habe ich da nicht gere­det, weder aus­drück­lich ( was sowie­so zutrifft) noch inhalt­lich. Das wird auf zwei Syn­oden erör­tert. Aber aus der Reser­ve gelockt und demas­kiert hat er eben die heiß enga­gier­ten Ehe­bruchs­ver­tei­di­ger doch. „Auf­mi­schen“ nennt man sol­ches Vor­ge­hen woan­ders. Das kann gei­sti­ger Träg­heit im Gewohn­ten abhel­fen und auch nütz­lich sein. Aber anstren­gend ist es.

    • „Dream on!“ kom­men­tier­te mein Bru­der sol­ches hoch­spe­ku­la­ti­ves Den­ken um 25 Ecken her­um, mit dem man alles wie­der zurecht­bie­gen will, so, dass man damit irgend­wie leben kann.

      Alfons, der Auf­prall wird umso här­ter, wenn Ihnen kei­ne Erklä­rung mehr ein­fällt, und die­ser Tag möge gnä­di­ger­wei­se kom­men.

      Es bleibt in alle Ewig­keit ste­hen, dass ein Mensch an dem gemes­sen wird, was er gesagt hat — nicht an dem, was er damit nicht gesagt, aber nach Wunsch einer fru­stra­ti­ons­un­fä­hi­gen Men­ta­li­tät angeb­lich doch gemeint hat.

      Es gibt kei­nen Unter­schied zwi­schen Sagen und Mei­nen.
      Es gibt Men­schen, die drücken sich manch­mal unglück­lich aus, sind aber um Klä­rung bemüht, wenn sie um ihr Defi­zit wis­sen. Und vor allem sie reden nicht wie alte Plau­der­ta­schen täg­lich Unzu­mut­ba­res, Dum­mes, Drei­stes, Blas­phe­mi­sches — in aller Demut.

      F. aber quatscht das Blaue vom Him­mel und seit fast einem Jahr soll er jeden Tag nicht das gemeint haben, was er gesagt hat, son­dern etwas hoch­auf­ge­zwir­belt diplo­ma­tisch ande­res?

      Wie gesagt: „Dream on!“

      Wer muss denn heu­te „Ehe­bruchs­ver­tei­di­ger demas­kie­ren“? Die haben sich doch medi­en­wirk­sam alle sel­ber, sogar mit Unter­schrif­ten und im Inter­net und in offe­nen Brie­fen längst geoutet? Hal­lo? Haben Sie das nicht mit­be­kom­men? Let­zes Jahr? Öster­reich? Pfar­rer-Initia­ti­ve? Erz­bis­tum Frei­burg: Unter­schrif­ten­samm­lung im Inter­net 2012 von Dia­ko­nen und Prie­stern? Hun­der­te Unter­schrif­ten? Nichts davon mit­be­kom­men? Noch unter Bene­dikt?

      • “ wer sich selbst bis auf den Grund klar ist und deut­lich weiß, was er will und denkt, wird nie undeut­lich schrei­ben, nie schwan­ken­de, unbe­stimm­te Begrif­fe auf­stel­len…“ Scho­pen­hau­er
        Die Wor­te, die Spra­che so zu miß­brau­chen, wie Fran­zis­kus es tut, heißt die Men­schen zu ver­ach­ten. Er ver­sucht, sie bil­lig für sich und einen Gott, den er für sei­ne Zwecke benut­zen möch­te zu kau­fen.

    • Bene­dikt hat es bestimmt nicht so gewollt, son­dern er hat auf die Weis­heit der Prin­zen der Kir­che, der Kar­di­nä­le, ver­traut. War­um sie gera­de Ber­go­glio gewählt haben, kann ich mir nicht erklä­ren. Ich glau­be, dass er schwer entäuscht ist. Was ihm die Ultra­kon­ser­va­ti­ven immer vor­wer­fen ist, dass er zum Kon­zil steht. Jedoch inter­pre­tiert er das Kon­zil als Teil der Tra­di­ti­on und nicht als deren Ende. Ich hof­fe immer noch, dass Ber­go­glio sei­ne Feh­ler ein­sieht und aus einem Sau­lus ein Pau­lus wird. Anson­sten ist er bestimmt eine der letz­ten gro­ßen Spiel­kar­ten der Kon­zils­grei­se, die lang­sam aus­ster­ben. Eine neue Genera­ti­on von Prie­stern wächst her­an, eine, die hof­fent­lich das dämo­ni­sche Spiel des Kon­zils­gei­stes erkennt und begreift, was katho­lisch sein eigent­lich bedeu­tet.

      • Falsch. Bene­dikt hat ein Kar­di­nals­kol­le­gi­um zusam­men­ge­wählt, aus dem dann der gro­ße Franz her­vor­ging. Außer­dem ist nicht nur Bene­dikts Per­so­nal­po­li­tik bekla­gens­wert, son­dern auch sei­ne Regie­rung der Kir­che. Man den­ke nur an das Motu Pro­prio Summorum Pon­ti­fi­kum, mit dem er einem spal­te­ri­schen Biri­tua­lis­mus das Wort gere­det hat. Zei­gen Sie mir doch, wo Bene­dikt etwas nach­hal­tig vor­an­ge­bracht hat!

        • Ich fin­de es scha­de, dass Bene­dikt nie (öffent­lich) die Mes­se in der alten und all­zeit gül­ti­gen Form zele­briert hat. Jedoch hat er die neue Form in ihrer wür­dig­sten Form zele­briert und hat somit ein gutes Bei­spiel vor­ge­lebt, an das sich lei­der nur weni­ge (in Deutsch­land) hal­ten. Außer­dem hat auch Pius XII ein Kar­di­nals­kol­le­gi­um zusam­men­ge­stellt, das dann Johan­nes XXIII wähl­te, der das Kon­zil ein­be­ru­fen hat und das dann mehr­heit­lich zu den Erneue­run­gen des Kon­zils stand. Ob Pius XII so ein Kon­zil gewollt hät­te, bleibt frag­lich. Ich den­ke, dass sol­che Ernen­nun­gen durch Täu­schun­gen zustan­de kom­men. Sonst hät­ten es die Frei­mau­rer nicht bis in die ober­sten Rän­ge der Kir­che gebracht. Sie befol­gen also den Grund­satz: Täu­sche und ver­stell dich, damit du wei­ter auf­steigst.

  8. Vie­len Dank für den Arti­kel, es erspart mir einen eige­nen dies­be­züg­lich.
    Man muss für sol­che schreck­li­chen Aus­sa­gen Süh­ne lei­sten. In allen alten Büchern habe ich mehr­fach gele­sen, dass der Hei­land es noch schlim­mer fin­det, wenn man sei­ne hoch­hei­li­ge Mut­ter belei­digt als ihn sel­ber.
    Und dies hier ist eine Belei­di­gung, die, wie ganz rich­tig in dem Arti­kel her­aus­ge­stellt wur­de, kei­ner­lei, aber auch gar kei­nen Rück­halt in der gesam­ten Tra­di­ti­on hat.

    Der hl. Kir­chen­leh­rer Alp­hons Maria von Ligu­o­ri , dem die aller­se­lig­ste Jung­frau sogar vor Zeu­gen erschie­nen ist, und der ein wun­der­ba­res Buch zu ihrer Ehre geschrie­ben hat, wäre tot umge­fal­len, wenn er jemals einen Papst so etwas Unvor­stell­ba­res hät­te sagen hören.

    Die Got­tes­mut­ter wuss­te schon bei ihrem „Ja“ zur Bot­schaft des Engels, dass sie den Schmer­zens­mann, der im Alten Testa­ment als Mes­si­as ange­kün­digt war, zur Welt brin­gen wür­de. Sie wuss­te schon mit 15, wor­auf sie sich ein­ge­las­sen hat, denn sie kann­te die Hei­li­gen Schrif­ten in- und aus­wen­dig.

    Das wäre eine schö­ne Mög­lich­keit für Papst Fran­zis­kus gewe­sen, sei­nen gelieb­ten Freun­den, den Juden, klar zu machen, dass der Hei­land schon in allen Ein­zel­hei­ten im Alten Testa­ment vor gezeich­net ist und dass man blind sein muss, um das nicht sehen zu kön­nen.
    Der Mes­si­as Jesus Chri­stus hat nach sei­ner Auf­er­ste­hung den Emma­us-Jün­gern selbst erklärt, was im Alten Testa­ment über ihn steht, was alles erfüllt wer­den muss­te. Luk. 24,27: „Und er fing an von Moses und den Pro­phe­ten, und leg­te ihnen aus, was in der gan­zen Schrift von ihm geschrie­ben steht.“

  9. Atten­ti­on!
    Der Papst sagt mit kei­nem Wort, Maria habe gezwei­felt. Er schil­dert die Glau­bens­prü­fung, der die hei­li­ge Jung­frau aus­ge­setzt war.
    Je hei­li­ger ein Mensch, desto fin­ste­rer sei­ne Nacht!
    Die wenig glück­li­che For­mu­lie­rung, Maria „hät­te (im irrea­len Kon­junk­tiv!) viel­leicht Lust gehabt Lust zu sagen: ‚Lügen! Ich bin betro­gen wor­den!’“ behaup­tet kei­ne Auf­leh­nung gegen Gott, son­dern drückt nur aus, wel­ches hier die mensch­li­chen Regun­gen gewe­sen wären.
    Über­bo­ten wird das wohl nur noch dadurch, dass Jesus, der mensch­ge­wor­de­ne Got­tes­sohn, dar­um betet, der Kelch des väter­li­chen Beschlus­ses möge doch vor­über­ge­hen…

    • Atten­ti­on! Im Ita­lie­ni­schen Ori­gi­nal die­ser zwei­fel­haf­ten Per­le heißt es “ ..viel­leicht hat­te sie Lust zu sagen: Lügen! Ich bin getäuscht wor­den ! (.….) das hat Johan­nes Paul II so gesagt.“.
      Nicht hät­te! Also nix Irrea­lis.
      In der abge­schwäch­ten eng­li­schen Über­set­zung von news.va , schrei­ben die Über­set­zer, die sicher sofort wuß­ten, daß der Bischof von Rom auf Redemp­to­ris Mater anspielt „Johan­nes Paul könn­te( wür­de) gesagt haben“ statt „hat gesagt“.
      Es ist ja nicht das erste mal, dass dem Pon­ti­fex die ver­ba­len Gäu­le durch­ge­hen, daß er eine ‑naja- unglück­li­che For­mu­lie­rung, ein schie­fes Bild wählt- sicher im Bemü­hen auch noch dem Glau­bens­fern­sten Glau­bens­in­hal­te ver­ständ­lich zu machen.…und der­lei Spe­ku­la­tio­nen, wann Maria viel­leicht was gedacht oder gesagt haben könn­te, öffent­lich zu äußern, ste­hen ihm in sei­nem Amt nicht zu.
      Damit könn­te man sich gleich der Weih­nachts­an­spra­che zuwen­den, die er in der Sala Cle­men­ti­na- nein nicht vor einem Kaf­fee­kränz­chen tratsch­süch­ti­ger Klatsch­ba­sen hielt- son­dern vor der Kurie der Hl. Römi­schen Kir­che.
      Inhalt der Weih­nachts­bot­schaft 2013: „Tratscht nicht soviel!“
      Noch Fra­gen?
      Dass Kath­net sich der bedin­gungs­lo­sen Papo­la­trie- kom­me, was da wol­le- ver­schrie­ben hat- ist nicht zu über­se­hen. Da ist es wohl ‑DBK-mäßig ( die ja auch so begei­stert ist über all die neu­en Mög­lich­kei­ten der Glau­bens­in­ter­pre­ta­ti­on) so: wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Man ist auf finan­zi­el­le Unter­stüt­zung ange­wie­sen.

    • Ja, aber Hal­lo beschreibt er einen Zwei­fel! Er lässt sei­ne Maria das auf­zäh­len, was Gott ihr gesagt hat und offen­bar hat sei­ne Maria das alles in dem Sin­ne ver­stan­den, dass ihr Sohn ein Sie­ger, ein Win­ner-Typ ist. Und nun hängt er am Kreuz — ein Loser, und sie fühlt sich betro­gen.
      Der Begriff „Zwei­fel“ für sol­che inne­ren Vor­gän­ge ist noch gelin­de aus­ge­drückt. Eher ist das Beschrie­be­ne Bit­ter­keit, Auf­stand, Auf­be­geh­ren.

      Hat man je einen solch blöd­sin­ni­gen, blas­phe­mi­schen Mist aus Papst­mund gehört? So etwas hät­te nicht mal Alex­an­der VI. von sich gege­ben!
      Maria wuss­te, dass ihr Sohn von Gott ist, dass er der Mes­si­as ist und dass an IHM sich die Gei­ster schei­den wür­den. SIE wuss­te von Anfang an, dass IHR Leben an SEINES gebun­den ist, dass IHRE inne­re Ent­wick­lung mit der SEINEN Hand in Hand geht. SIE wuss­te von Sime­on und Han­na, dass ein Schwert durch IHRE See­le gehen wür­de. SIE ertrug den Schmerz und das Kreuz in IHRER See­le.

      Jesu Bit­te, der Kelch möge vor­über gehen ist weder Auf­stand noch Zwei­fel, son­dern ein Asdruck dafür, wie uner­mess­lich grau­sam das sein wür­de, was IHM bevor­stand. Aber ER war gehor­sam bis zum Tod. Und genau­so war auch SEINE aller­lieb­ste und allerrein­ste Mut­ter.
      Sie war vol­ler Schmer­zen, aber ganz hin­ge­ge­ben. So wie Jesus.
      Schmerz emp­fin­den, Angst haben, wei­nen — das hat nichts mit Zwei­fel, Auf­stand oder gar fal­schen Glau­bens­mei­nun­gen zu tun!!!

      • Ja, aber da steckt System dahin­ter. Der Glau­be (hier. Maria) soll auf das mensch­li­che Maß redu­ziert wer­den und wird damit zugleich sei­ner erleuch­ten­den, erhe­ben­den Kraft beraubt. So hat es auch schon Luther gehal­ten, es war sein Erfolgs­re­zept, denn gern wäh­len die Men­schen den brei­ten, beque­men Weg und ver­mei­den das Anspruchs­vol­le, Her­aus­for­dern­de gött­li­cher Wahr­heit, die der Weg ihres Glücks, ihrer Ver­voll­komm­nung ist, da sie Geschöp­fe Got­tes sind. Viel­leicht glaubt F. und sei­ne (theo­lo­gi­sche?) Denk­schu­le tat­säch­lich, den Men­schen daduch Gott näher zu brin­gen, indem man ihn und sei­ne Kir­che zum ver­beul­ten, schmut­zi­gen Dienst­bo­ten mensch­li­cher Sün­de und Schwach­heit degra­diert. Aber das ist lei­der ein Irr­weg, denn der Mensch muss sich nach der Wahr­heit aus­rich­ten, nicht Got­tes Wahr­heit nach dem Men­schen.

    • Das, was Papst Franz der Hl. Jung­frau in den Mund legt, sagt mehr über ihn selbst aus als etwas über die Got­tes­mut­ter. Nur ein Ego­ma­ne kann in solch einer Situa­ti­on — der ein­zi­ge Sohn wird ans Kreuz gehef­tet — an sich selbst den­ken und jam­mern über das eige­ne (!) Leid: ICH bin betro­gen.
      Kei­ne irdi­sche Mut­ter wür­de so etwas den­ken. Schon gar nicht die Got­tes­mut­ter.
      Ein zwei­tes sagt es über den Papst aus: näm­lich, daß er nichts von Hei­lig­keit ver­steht und nichts von Erb­sün­de. Nur ein sün­di­ger Mensch kann von Zwei­feln über­mannt wer­den, nicht aber die Hl. Jung­frau, die frei von der Erb­sün­de ist. Sie hat gelit­ten, mit ihrem Sohn gelit­ten, ganz sicher, aber sie hat nicht an ihrem Sohn gezwei­felt, denn dann wäre sie nicht Vor­bild und Mut­ter im Glau­ben.

      • Im übri­gen ist es nicht hin­nehm­bar, daß ein Papst immer wie­der den Glau­bens­zwei­fel bringt, so als ob das nor­mal wäre. Nein. Das ist nicht in Ord­nung. Das ist höchst gefähr­lich.
        Einem Zwei­fel darf man kei­nen Raum geben. Einen Zwei­fel muß man mit Gebet und Anru­fun­gen Got­tes hin­aus­wer­fen. Schleu­nigst, bevor er das gan­ze Haus ver­gif­tet.

    • Er hat sogar mit etli­chen Wor­ten gesagt, Maria habe gezwei­felt. Und er hat gesagt, dass nach sei­ner Mei­nung die Mög­lich­keit bestehen könn­te, die aller­se­lig­ste Jung­frau hät­te „Lust gehabt“, GOTT der Lüge zu bezich­ti­gen.
      Was der Papst beschrie­ben hat, ist Hadern mit Gott und das ist immer eine Sün­de, wenn das so exzes­siv betrie­ben wird, wie er das schil­dert.

      Es ist aber Leh­re der katho­li­schen Kir­che, dass die aller­se­lig­te Jung­frau nie­mals auch nur eine läss­li­che Sün­de began­gen hat.

      Die aller­se­lig­ste Jung­frau hat­te außer­dem kei­ne „Glau­bens­prü­fung“, denn sie wuss­te, dass ihr gött­li­cher Sohn das Opfer­lamm für die Sün­den der Men­schen sein wür­de und zwar von Anfang an und dafür gab sie ihr aus­drück­li­ches „Ja“ bei Jesu Opfe­rung im Tem­pel, gefei­ert als Fest Mariä Licht­mess.

  10. Gre­gor ich glau­be kaum das die Got­tes­mut­ter eine Sekun­de an sowas gad­acht hat!Eher war Ihr schmerz so groß das Sie nur den schmerz Ihres Soh­nes gese­hen hat und kein ande­rer Gedan­ke Platz hatte,Jesus und Maria waren eins in sei­ner Todesstunde!Wünsche Ihnen Got­tes rei­chen Segen mit Jesus und Maria ver­bun­den.

  11. Die­ser Papst ruft doch dazu auf, Struk­tu­ren auf­zu­wei­chen und die Aut­ho­ri­tä­ten nicht so genau zu neh­men, nun denn, so nutzt die Frei­heit und sucht sie Euch aus, und wählt Papst Bene­dikt und sei­ne herrr­li­chen Bücher und die Kir­chen­vä­ter, und lasst sei­ne Unklar­heit, aus der letzt­end­lich nur klar her­vor­geht: „Macht es wie ihr wollt“ links lie­gen und nehmt Euch Papst Bene­dikt, und alle Hei­li­gen der Kir­che, beson­ders die des letz­ten Jahr­hun­derts, in den Krie­gen, zum Vor­bild.
    Betet für ihn, aus Respekt vor sei­nem von Jesus gegrün­de­ten Amt, viel­leicht auch weil Jesus, der Sohn der Jung­frau Maria und des Adonai, uns dazu auf­ge­ru­fen hat, für unse­re Fein­de zu beten, bzw. für die, von denen wir schon wis­sen, dass sie ver­lo­ren sind, wie Jesus für Judas gebe­tet hat. Hal­tet Euch an Maria, die hei­li­ge Got­tes­mut­ter, die wir nun beson­ders zu Weih­nach­ten ver­eh­ren, ver­sucht die­ses zar­te Kin­de­lein, unse­ren herr­li­chen all­mäch­ti­gen Gott, in Euer Herz zu las­sen, bit­tet Maria dafür um Hil­fe.
    Ver­sucht stand­haft zu blei­ben, bis der Herr wie­der­kommt! (Wer weiß, wie lan­ge ich das noch so sagen kann, aber ich will es zumin­dest ver­su­chen)
    Gott der Herr, Sohn der Jung­frau Maria und des Adonai, der in Gestalt des zar­ten Kin­del­eins auf die Welt gekom­men ist, mit Euch
    Amen

  12. Der Mann hat offen­sicht­lich die Kir­chen­vä­ter zu wenig und die Roma­ne von Nikos Kas­ant­za­kis zu viel gele­sen, dass er sich mario­lo­gisch der­art ver­steigt. Man kann nur noch mit dem Kopf schüt­teln.

  13. Die gewag­ten Aus­sa­gen des J. Ber­go­glio als Inha­ber des Stuh­les Petri trei­ben mir nur noch die Trä­nen in die Augen.
    Zuerst erklärt er am 19.03. wir sol­len Jesus hüten, zwei Mona­te spä­ter gibt er von sich Jesus sei gar zum Sün­der für uns gewor­den, neun Mona­te spä­ter beschreibt er die Aller­se­lig­ste Jung­frau Maria als Zweif­le­rin und beraubt sie ihrer Sün­den­lo­sig­keit.

    Durch die barm­her­zi­ge Lie­be unse­res Got­tes wird uns besu­chen das auf­strah­len­de Licht aus der
    Höhe, um allen zu leuch­ten, die in der F i n s t e r n i s sit­zen und im Schat­ten des Todes, und uns­re Schrit­te zu len­ken auf den Weg des Frie­dens.

  14. Wor­auf stützt Papst Fran­zis­kus sei­ne Aus­sa­ge?

    Auf sei­ne Medi­ta­tio­nen! Und man medi­tiert viel …

  15. Ich den­ke, dass es in der Tat mitt­ler­wei­le drin­gend ange­bracht wäre, dass Papst Fran­zis­kus sei­ne offen­bar sich vers­selbst­stän­di­ge „freie Wort­wahl“ wie­der zügelt und statt­des­sen ver­mehrt auf tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Schrif­ten von Hei­li­gen zurück­greift. So wie etwa auf jene des hl. Alfons Maria von Ligou­ri und des­sen Lobes­hym­ne auf den uner­schüt­ter­li­chen
    GLAUBEN
    der aller­se­lig­sten Jung­frau und Got­tes­mut­ter MARIA…AUCH unter dem Kreuz!:
    -

    „MARIA
    s i e h t,
    wie sie mit dem gött­li­chen Kind im Schoss auf der Stra­sse nach einer Her­ber­ge von den Men­schen ver­sto­ssen wird
    und
    GLAUBT,
    dass Er der Sohn Got­tes ist.

    Sie
    s i e h t
    ihren Sohn im Stall Beth­le­hem
    und
    GLAUBT,
    dass Er der Schöp­fer der Welt ist.

    Sie
    e r l e b t
    Sei­ne Flucht vor König Hero­des,
    und
    doch wird sie nie irre im
    GLAUBEN,
    dass Er der König der Köni­ge ist.

    Sie
    s i e h t
    Ihn zur Welt kom­men
    und
    GLAUBT,
    dass Er von Ewig­keit ist.

    Sie
    s i e h t,
    dass Ihm in Sei­ner Armut selbst das Not­wen­dig­ste
    fehlt,
    und den­noch
    GLAUBT
    sie, dass Er der Herr des Alls ist.

    Sie
    s i e h t
    Ihn als Kind auf Stroh gebet­tet,
    und ihr
    GLAUBE
    sagt ihr, dass Er der All­mäch­ti­ge ist.

    Sie
    s p r i c h t
    kein Wort,
    und den­noch
    GLAUBT
    sie, dass Er die Ewi­ge Weis­heit Selbst ist.

    Sie
    h ö r t
    Ihn wei­nen,
    und doch
    GLAUBT
    sie, dass Er die Freu­de des Para­die­ses ist.

    Und schliess­lich
    s i e h t
    sie Ihn ster­ben, ans Kreuz gena­gelt, Spott und Hohn aus­ge­setzt,
    und da alle ande­ren im Glau­ben schwach wer­den,
    bleibt MARIA stark und
    GLAUBT
    uner­schüt­ter­lich dar­an, dass
    ER GOTT IST“
    -

  16. Es reicht, ich kann mir nicht hel­fen, aber irgend­wie kommt mir die­se gan­ze Per­son spa­nisch vor. Kon­ser­va­ti­ve wer­den ent­fernt, Wer­te mit Füßen getre­ten, Kri­ti­ker ent­las­sen. Ich füh­le mich unter die­sem „Bischof von Rom“ väter­li­che, sprich­wört­lich von allen GUTEN Gei­stern ver­las­sen und sehr ein­sam ohne Bene­dikt. Kath net hat einen nega­ti­ven Kom­men­tar von mir erst gar nicht ver­öf­fent­licht. Ich habe das Gefühl, hier geht alles den Bach run­ter und den Hype um ihn kann ich ÜBERHAUPT NICHT nach­voll­zie­hen. Das ist kei­ne Vater­fi­gur.

  17. Ich den­ke, dass wir in die­se Wor­te des Pap­stes zuviel hin­ein­in­ter­pre­tie­ren und über­be­wer­ten. Was Maria ange­sichts des Schmer­zes, den sie emp­fand, gedacht hat, ent­zieht sich unse­rer Kennt­nis. Wir wol­len uns da aber mal nichts vor­ma­chen. Alle Jün­ger bis auf Johan­nes sind stif­ten gegan­gen. Sie haben Jesus ver­leug­net, sie haben ihn ver­ra­ten, sie haben gezwei­felt. In die­ser Lage mag sich Maria auch ihre Gedan­ken gemacht haben oder eben auch nicht. Ich fin­de, dass der Papst völ­lig recht hat, wenn er sagt, dass jeder Mensch Glau­bens­zwei­fel hat. Er hat nur dann kei­ne, wenn er ohne Prü­fun­gen in sei­nem Leben geblie­ben ist und nie Schmerz erfah­ren hat. Maria war ein Mensch, kei­ne Göt­tin. Sie mag Zwei­fel gehabt haben oder eben auch nicht. Und ich fin­des es sehr gut, dass auch ein Papst Glau­ben­zwei­fel gehabt hat oder mit­un­ter auch hat. Eine Mut­ter The­re­sa hat­te sie ange­sichts des Lei­des, wel­ches sie antraf, mit Sicher­heit auch. Wie vie­le Men­schen haben im KZ ihren Glau­ben ver­lo­ren. Nur die Mär­ty­rer ihres Glau­bens tre­ten strah­lend her­vor. Aber kön­nen alle Men­schen die­sen star­ken Glau­ben immer und zu jeder Zeit in jedem Moment auf­bie­ten? Was der Papst meint, ist, dass es mensch­lich ist, von Glau­bens­zwei­feln ver­sucht zu sein. Alle Hei­li­gen waren von Glau­bens­an­fech­tun­gen nicht frei. Und damit hat die­ser Papst recht. Wir wol­len da nicht päpst­li­cher sein als der Papst. Ich möch­te den sehen, der unter Fol­ter und Quä­le­rei, unter Schmer­zen und Pein nicht wenig­stens ver­sucht ist, nach dem Ver­bleib Got­tes in die­ser Situa­ti­on zu fra­gen. Und die Pein der Got­tes­mut­ter war unter den Kreuz sehr groß. Selbst Jesus hat mit „Mein Gott, mein Gott, war­um hast Du mich ver­las­sen!“, auch wenn er damit einen Psalm zitiert hat, nicht gera­de dazu bei­getra­gen, den Glau­ben an Gott nie auch nur einen Moment des Lebens in Zwei­fel zu zie­hen, wenn er sich selbst ver­las­sen gefühlt hat. Wenn selbst dem Sohn Got­tes Jesus die­se Gedan­ken gekom­men sind eben­so wie die Gedan­ken des „Kelch-Vor­über-Zie­hens“ im Gar­ten Get­se­ma­ne, war­um soll Maria von Zwei­feln frei gewe­sen sein? Sie hät­te ihn ja zurecht­wei­sen kön­nen, als er sich von Gott ver­las­sen fühl­te. Von ihr wur­de dies­be­züg­lich nichts berich­tet. Und genau das mag der Papst gemeint haben. Wir soll­ten das Fra­ge­zei­chen die­ser Behaup­tung beach­ten. Es ist nur eine Fra­ge­stel­lung, die durch­aus in den mensch­li­chen Rah­men einer Extrem­si­tua­ti­on passt, und zwar so genau passt wie Men­schen fehl­bar sind. Fra­ge­stel­lun­gen müs­sen erlaubt sein. Denn aus Glau­bens­zwei­feln gehen wir, wenn wir sie über­win­den kön­nen, immer ein Stück weit gestärk­ter her­vor, als wenn die Sache mit dem Glau­ben so rei­bungs­los wie von Mut­tern erklärt und nie hin­ter­fragt von­stat­ten gin­ge.

    • „Nur“ weil der Papst offen­sicht­lich Glau­bens­zwei­fel hat, muss er sie nicht auch der aller­se­lig­sten Jung­frau unter­stel­len.

    • Lie­ber Bazil­lus,

      ich kann Ihre Aus­füh­run­gen ver­ste­hen, aber ich den­ke, sie wer­fen hier eini­ges zusam­men, was nicht zusam­men gehört:

      Dass jeder Mensch in schwe­ren Situa­tio­nen in sei­nem Leben Glau­bens­zwei­fel hat, ist durch­aus nach­voll­zieh­bar und ich den­ke auch kei­ne Sün­de, wenn sie ein gewis­ses Maß nicht über­schrei­ten (dazu s. u.). Das ist das eine.

      Das ande­re ist die Hal­tung der aller­se­lig­sten Jung­frau Maria. Wir wis­sen, sie ist ohne Sün­de, auch ohne läss­li­che Sün­de! Sie ist die rein­ste von allen Men­schen. Sie hat nie in Gedan­ken, Wor­ten, Wer­ken gefehlt! Sie steht hoch über uns allen!

      Zurück zu den Glau­bens­zwei­feln, die noch kei­ne Sün­de sind. Wie äußern sich sol­che Zwei­fel? Viel­leich so: “Herr, ich kann das nicht begrei­fen … Ich ver­ste­he dich nicht … War­um lässt du das zu … Du hast doch ver­spro­chen — war­um tust du dann nicht … Herr, ich bin ver­wirrt, ver­zwei­felt … Hilf mir, dir zur ver­trau­en. Auch wenn alles dage­gen spricht, ich will mich auf dich ver­las­sen, hilf mir …”

      Und nun hören Sie, was Papst Fran­zis­kus sagt:
      „Die Got­tes­mut­ter war mensch­lich! Und viel­leicht hät­te sie die Lust gehabt zu sagen: ‚Lügen! Ich bin betro­gen wor­den!’“

      Ver­glei­chen Sie die bei­den Absät­ze! Ich mei­ne, dass man sagen darf, die­se Art von Zwei­feln, die der Papst ihr zutraut, über­stei­gen die Art von Zwei­feln, die ich im vor­letz­ten Absatz beschrieb. Und das ist der Grund, wes­halb ich bei die­sen Wor­ten des Pap­stes auf­hor­che. Er sagt etwas, was nicht zur Got­tes­mut­ter passt. Was sie in eine Rei­he mit uns „nor­ma­len Men­schen“ stellt. Aber sie ist nicht wie wir! Sie ist die Sünd­lo­se! Sie als eine Frau wie ande­re zu sehen, ist in pro­te­stan­ti­schen Krei­sen weit ver­brei­tet. Aber als Katho­li­ken haben wir die Pflicht ihr die Ehre zu geben, die ihr gebührt (und die natür­lich die Ver­eh­rung Got­tes nicht über­steigt — nur um das klar­zu­stel­len) und ihre beson­de­re Stel­lung auf­zu­zei­gen. Ihre Ver­eh­rung ist dar­in gegrün­det, dass sie die Mut­ter ist, die uns zu ihrem Sohn führt — kein ande­rer Mensch ist dazu fähi­ger als sie. Wer Maria so ehren will, dem tun die Wor­te des Pap­stes weh.

      • Die Got­tes­mut­ter und Gott selbst, als auch die Kir­che, die Kurie, die Prie­ster sol­len nicht mehr hoch über uns schwe­ben, sie sol­len sich mit der mensch­li­chen Schwach­heit gemein machen/gemein gemacht wer­den. Das ist die theo­lo­gi­sche(?) Grund­ma­xi­me, die F und sei­ne Denk­schu­le bewegt. Und das sagt er ja auch stän­dig in sei­nen Inter­views und Per­len. Stich­wor­te: ver­beult, häss­lich, Zwei­fel, Durch­ein­an­der, zum Sün­der gewor­den, Rän­der, zärt­lich, all­barm­her­zig, betro­gen füh­len, Lust haben, Tratsch, Ver­leum­dung, Kle­ri­ka­lis­mus, Intri­gen, ect. pp. Es ist schlicht und ergrei­fend die Umkeh­rung aller Wer­te, die sich hier vor unse­ren Augen und Ohren abspielt, und sie wird erfolg­reich durch­ge­zo­gen wer­den, wenn nichts dage­gen unter­nom­men wird.

  18. Um Got­tes Wil­len, soll­te man nicht auf­hö­ren, an die­sem Gewa­be­re und Geschwa­be­re noch rumzudoktern??Noch ver­su­chen, das zu verstehen?@euca, ja, man soll­te sei­ne (Papst F.) Unklar­heit links lie­gen las­sen und sich den seriö­sen theo­lo­gi­schen Autoren zuwen­den.

    • Lei­der kann man es nicht ein­fach igno­rie­ren, da die­ses Gewa­be­re wie Sie sagen, vom Papst höchst­per­sön­lich kommt und sei­ne Wir­kung nicht ver­feh­len wird. Der Mut­ter des Herrn wer­den Wor­te in den Mund gelegt wie sie ein Markt­weib spre­chen wür­de, pri­mi­tiv, aggres­siv. Damit ist sie wie schon Bazil­lus her­aus­stellt, nichts als ein gewöhn­li­cher Mensch. Das ist vol­le Absicht. Ganz im Sin­ne einer Öku­me­ne, die in der Hl. Jung­frau allen­falls eine Schwe­ster im Glau­ben akzep­tiert — mit den glei­chen Schwä­chen wie sie jeder von uns hat. Maria die Schwe­ster und Jesus der Bru­der.
      Das ist gera­de­zu per­fi­de. Und dazu kann kei­ner, der die Hl. Jung­frau ver­ehrt, schwei­gen.

  19. Ja,aber wo sind denn die Kardinäle,die Bischöfe,die Priester,die Theo­lo­gen ‚die Aebte,das ein­fa­che gläu­bi­ge katho­li­sche Kirchenvolk,die die­sem Papst ins Ange­sicht widerstehen,wie einst die Väter? Sind denn alle Duchkmäu­ser geworden.Es ist ein­fach unbe­greif­lich und unglaublich.Man fühlt sich im fal­schen Film.

    • Wir leben 50 Jah­re nach Vat. II. !!!
      Es gibt sie kaum noch, die Glau­bens­fe­sten.
      Über 40 Jah­re „lit­ur­gie­re­form“ haben ihre tie­fen Spu­ren im gläu­bi­gen Volk hin­ter­las­sen.
      Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re ist schon über 20 Jah­re tot.
      Der Rest wird aktu­ell erle­digt!
      Ray­mond Leo Card. Bur­ke z.B. wird gera­de vom Papst abge­mei­ert. Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta wer­den auf­ge­löst. Card. Marx ist einer der K8-Bera­ter und die Mc-Dings­kir­chen-Bera­ter soll im Vati­kan „wirt­schaft­li­ches Den­ken“ beför­dern.

      Schö­ne neue Welt!

  20. Bazil­lus ich wür­de die Mut­ter­got­tes nie in Fra­ge stel­len sie war kein gwöhn­li­cher Mensch,auch der Papst hat nicht das recht über sie so zu reden,sie ist die Mut­ter aller Men­schen auch sei­ne Mutter!Würden wir über unse­re leib­li­chen Müt­ter so reden wür­den wir das vier­te Gebot verstoßen.Wünsche Ihnen schö­ne Weih­nach­ten im Gebet mit Jesus und Maria ver­bun­den!

  21. Es sind hier vie­le Gedan­ken geäu­ßert wor­den, die mich auch bewe­gen,
    wenn ich sol­che Tex­te eines Pap­stes lese.
    Kann ein Papst so etwas äußern?
    Ist er denn Papst, wenn er gera­de­zu wir­re Gedan­ken von sich gibt, wenn kein Tag ver­geht,
    ohne sei­ne kaum noch katho­lisch zu nen­nen­den Wor­te?
    Ist der Stuhl Petri unrecht­mä­ßig besetzt oder gar nicht besetzt?

    Mir hilft es immer wie­der, dann die Gedan­ken von Pfar­rer Hans Milch aus dem Jahr 1983 zu lesen.
    Sie sind so aktu­ell wie damals.
    Der Vor­trag „Wir und Rom“ glie­dert sich wie folgt.

    - Ist der Stuhl Petri vakant?
    — Der Zustand der katho­li­schen Kir­che
    — Die zen­tra­le Falschideo­lo­gie
    — Der tota­li­tä­te Keim des Pro­gres­sis­mus
    — Die irre­füh­ren­de Gül­tig­keits­fra­ge­Die irre­füh­ren­de Gül­tig­keits­fra­ge
    — Der fal­sche Gemein­schafts­be­griff
    — Das Jawort des Ein­zel­nen
    — Wahr­heits­kör­ner in ande­ren Reli­gio­nen
    — Ein Papst als bewuß­ter Zer­stö­rer der Kir­che?

    Ich sen­de den Link zum Vor­trag ger­ne mit;
    http://www.spes-unica.de/milch/texte/text.php?datei=1983_rom

    Vol­le Zustim­mung für Doro­thea Schwarz:
    „Um Got­tes Wil­len, soll­te man nicht auf­hö­ren, an die­sem Gewa­be­re und Geschwa­be­re noch rumzudoktern??Noch ver­su­chen, das zu verstehen?@euca, ja, man soll­te sei­ne (Papst F.) Unklar­heit links lie­gen las­sen und sich den seriö­sen theo­lo­gi­schen Autoren zuwen­den.“

    • @Joseph.P.:ich habe die Pre­digt des Pfar­rer Milch zwar nur überflogen,aber alles,was er zum Papst und Papst­amt sagt,PASST HAARGENAU ZU BERGOGLIO!!

    • Ich habe die­se Pre­digt nun auch gele­sen. Sie besagt, dass ein Papst, der ein for­mel­ler Häre­ti­ker ist, nicht denk­bar sei. Pfr. Milch meint, wer das annäh­me, wür­de dem Wort Jesu miss­trau­en.
      Ich kann mit dem Gedan­ken­gang nur wenig anfan­gen. Das mag sich bezo­gen auf JPII. tat­säch­lich so ange­se­hen habe. Auch auf Bene­dikt XVI. kann man das so bezie­hen. Kei­ne Fra­ge.
      Aber F.?
      Pfr. Milch wür­de Bau­klöt­ze stau­nen, wenn er die­sen Mann sehen und hören wür­de!
      Im übri­gen hat Jesus nur der Kir­che zuge­sagt, dass die Pfor­ten der Höl­le sie nicht über­win­den wür­den. Er hat das nicht dem Petrus direkt zuge­sagt.
      Ich miss­traue dem Wort Jesu nicht. Aber auch Katha­ri­na Emme­rick hat geschaut, dass der Fels wan­ken wür­de. Eben­so haben es die Seher von La Salet­te gese­hen, dass Rom den Glau­ben ver­lie­ren wird. Und Rom: das ist der Papst. Auch das Fati­ma-Geheim­nis ist erstens nicht voll bekannt, zwei­tens besagt schon der bekann­te Teil, dass ein Mann, der wie ein Papst aus­sieht, nie­der­ge­streckt wür­de. Es steht offen, was das hei­ßen wird. Aber alles zusam­men besagt, dass es um das Papst­tum nicht mehr so ein­fach zu tun ist. Auch die bibli­schen End­zeit­vi­sio­nen spre­chen davon, dass sich der Anti­christ in den Tem­pel set­zen wird. Das wird er wohl kaum ohne Zustim­mung des Pap­stes tun kön­nen. Denn „wo der Papst, da die Kir­che“. Das Bild bedeu­tet, dass der Papst eben nicht ins Exil geht und vom Exil aus den Tem­pel Got­tes führt! Es besagt tat­säch­lich, dass der Papst das abseg­nen wird.
      Pfar­rer Milch war hier wohl nicht weit­blickend genug und auch nicht tief genug. Er macht es sich zu ein­fach. Aller­dings woll­te er mit die­ser Rede dem Sediva­kan­tis­mus einen Rie­gel vor­schie­ben, und das ist ja auch kor­rekt so. Über­dies konn­te er nicht wis­sen, wel­che Hor­ror­ge­stalt irgend­wann real auf dem Papst­thron sit­zen wür­de .…bzw. in aller auf­fal­len­den Ver­wei­ge­rung neben­dran…
      ER wird die Kir­che nicht unter­ge­hen las­sen. Dass man aber so naiv sein dürf­te zu glau­ben, der Papst kön­ne kein absicht­li­cher Häre­ti­ker sein — das hal­te ich ange­sichts der Lage für fahr­läs­sig. Ein­zi­ges Gegen­ar­gu­ment wäre hier, dass F. doch nicht recht­mä­ßig gewählt sein könn­te, weil Bene­dikt unrecht­mä­ßig und unter Dro­hun­gen zu sei­nem „Rück­tritt“ gezwun­gen wur­de. Wir wis­sen es nicht — gleich, was B. vor­her gesagt hat. Die Dro­hung muss nur grau­sam genug und weit­rei­chend genug gewe­sen sein und eine gan­ze Nati­on betrof­fen haben (z.B.) oder noch schlim­me­res. Wir sind außer­stan­de, hier durch­zu­blicken.

  22. Selbst der Herr hat sich am Ölberg durch sei­ne Zwei­fel und Äng­ste hin­durch­ge­be­tet.
    Zwei­fel ist die ande­re Sei­te der Medail­le Glau­ben, Glau­be ohne Zwei­fel ist kein Glau­be son­dern Ideo­lo­gie.

    • Ja, Zwei­fel und Äng­ste haben wir gele­gent­lich alle.
      Ich glau­be nicht, dass wir uns des­sen schä­men müs­sen.
      Aber ich möch­te Sie gern auf den Kom­men­tar von M.S. vom 22.Dez., 14.55 Uhr ver­wei­sen.
      Dar­in hat er m.E. etwas sehr Wich­ti­ges gesagt.
      Die Ver­mu­tung von Papst Fran­zis­kus, dass Maria im Ange­sichts des Lei­dens ihres Soh­nes am Kreuz an sich gedacht haben und sich evtl. von Gott betro­gen füh­len konn­te, mutet wirk­lich abwe­gig an.
      Jede Mut­ter wür­de in ähn­li­cher Situa­ti­on mit ihrem gequäl­ten Kind lei­den und das Herz wür­de ihr fast ste­hen­blei­ben vor Schmerz und Mit­lei­den.
      Maria ist es nicht anders ergan­gen.
      In die­sem Zusam­men­hang von Lüge zu spre­chen passt über­haupt nicht zur extrem schmerz­vol­len Situa­ti­on, in der sie sich, zusam­men mit ihrem Sohn, befin­det.
      Jesus lei­det — und Maria als sei­ne Mut­ter mit ihm! Nichts sonst!
      Das vor­aus­ge­sag­te Schwert hat­te ihr Herz durch­drun­gen.
      Da ist für das The­ma „Lüge“ kein Platz!

    • Die Got­tes­mut­ter war ohne Erb­sün­de emp­fan­gen. Sie hat­te kei­nen Zwei­fel in die­sem Sin­ne von „Gott lügt!“ Etwas ande­res ist Ihr Schmerz.
      Jesu Angst am Ölberg war den­noch dem Gehor­sam voll­kom­men unter­wor­fen und Angst ist kein Zwei­fel! Es kann doch nicht so schwer sein, die­se ein­fa­che begriff­li­che Unter­schei­dung zu ver­ste­hen.
      Sie, Maria, hät­te — wären F. im Recht — wohl die Sün­de wider den Hl. Geist began­gen.
      Denn Sie wuss­te als Braut des Hl. Gei­stes, wer Ihr Bräu­ti­gam ist! Sie hat IHN lie­bend voll­kom­men erkannt!
      Hät­te Sie IHM nach­träg­lich eine Lüge, also die Ver­lo­gen­heit Sei­ner Lie­bes­zu­sa­ge vor­ge­wor­fen, obwohl Sie Sei­ne Lie­be bereits in aller Tie­fe erfah­ren hat­te, wäre Sie ver­wor­fen.
      Den­ken Sie nach, was Sie sagen!

  23. Ich weiß nicht, ob es ande­ren auch auf­ge­fal­len ist. Der Fest­akt an der Mari­en­säu­le am 08.Dezember. Der Papst kommt im Man­tel, er hält es offen­bar nicht für nötig, lit­ur­gi­sche Klei­dung anzu­le­gen. Er steht stumm vor der Mari­en­säu­le. Kei­ne Anspra­che. Er, der täg­lich in der Mor­gen­mes­se pre­digt, ihm fällt kein per­sön­li­ches Wort der Ver­eh­rung ein.

    Was ist das für eine Ver­eh­rung der Got­tes­mut­ter? Er steht stumm da, kein Nie­der­knien wie die Päp­ste vor ihm. Eine zusam­men­ge­knif­fe­ne Mie­ne.

    Ganz anders beim Ein­zug und Weg­gang. Da wird er mun­ter, da hebt er blitz­ar­tig eine Rose auf, die ihm(!) jemand zuge­wor­fen hat, er läuft zu einer alten Frau hin, bedankt sich, nein, die Rose ist nicht von ihr, sie deu­tet zu einer Nach­ba­rin. Umar­mun­gen etc. Für die Ver­eh­rung ihm gegen­über dankt er groß­zü­gig.
    Was ist das für ein Papst?

  24. Man kann nicht ver­ste­hen dass die täg­li­chen Wor­te v. Fran­zis­kus als „Per­len des Tages „bezeich­net wer­den. Da ist die Fra­ge erlaubt, wie sind die Wor­te der Vor­gän­ger-Päp­ste, ange­fan­gen bei Pius XII bis Bene­dikt XVI zu bewer­ten?
    Nein es sind kei­ne Per­len v. Fran­zis­kus, da ist zuviel Geschwa­fel. Und das tut weh.
    Wo ist der hl. Vater der uns im Glau­ben bestärkt? anstatt zu erschüt­tern!
    Mein Leben ohne Got­tes­mut­ter — Ima­cu­la­ta ist nicht vor­stell­bar ich lie­be sie aus gan­zem Her­zen. Ihr habe ich mei­ne gan­ze Fami­lie geweiht. Sie ist die rein­ste und makel­lo­se­ste Frau die uns der Vater im Him­mel geschenkt.

  25. Die Kir­che hat die Bot­schaf­ten von Fati­ma m. W. im Jahr 1930 aner­kannt.
    Trotz­dem spie­len sie seit dem Tod von Papst Pius XII., d. h. eigent­lich schon eini­ge Jah­re zuvor, prak­tisch kei­ne Rol­le in der kirch­li­chen Ver­kün­di­gung: Weder die Höl­len­vi­si­on, noch die Süh­ne­sams­ta­ge, noch der Titel Unbe­fleck­tes Herz, noch die Wei­he Ruß­lands, noch sonst irgend­et­was.
    Die Ver­si­on des III. Geheim­nis­ses, die uns Papst Johan­nes Paul II. im Jahr 2000 vor­ge­legt hat, glaubt kei­ner, der sich mit die­sen Din­gen beschäf­tigt.

    Und jetzt kommt mit Papst Fran­zis­kus der Anschlag auf die Fati­ma-Bot­schaft selbst: näm­lich durch die „Wei­he“ vom 13.10., die kei­ne war, und jetzt durch sol­che skan­da­lö­sen Aus­sa­gen.

    Was das III. Geheim­nis tat­säch­lich ent­hält, wis­sen wir ja nicht. Aber wir sehen seit den Tagen von Papst Johan­nes XXIII., wie der Glau­be von oben her ver­nich­tet wird.
    Wir kön­nen uns also den­ken, was in Fati­ma pro­phe­zeit wor­den ist.

    • „Wir kön­nen uns also den­ken, was in Fati­ma pro­phe­zeit wor­den ist.“
      Sie hat natür­lich von dem Kon­zils­kla­mauk gewußt. Des­we­gen die Ver­ren­kun­gen in Rom um die drit­te Bot­schaft. Aber nun zum Zwei­fel. Wenn er zum Sakra­ment erho­ben wird sagt uns recht­zei­tig Bescheid. Da brau­che ich nicht mehr Mea cul­pa, mea maxi­ma cul­pa zu sagen wenn es in mei­nem Leben rich­tig ein­ge­schla­gen hat. Wenn ein Papst von der Legi­ti­mi­tät von Zwei­feln spricht soll­te er den Gläu­bi­gen auch sagen wie schmal der Grat zwi­schen Zwei­fel und Apost­asie ist. Und die aller­se­lig­ste Jung­frau soll­te er gefäl­ligst aus dem Zwei­fel­kom­pott her­aus­hal­ten. „Ich bin die Magd des Herrn, mir gesche­he nach dei­nem Wil­len“. Das ist Glau­be ohne Zwei­fel. Punkt.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Ach­so das wich­tig­ste habe ich natür­lich wie­der ver­ges­sen. Und wenn ich Zwei­fel an einem Papst habe, darf ich das über­haupt?
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  26. Herr Ber­go­glio, Bischof von Rom und damit Papst, ist ein Sohn des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils. Alle sei­ne Wäh­ler, die ver­ant­wort­lich sind für sei­ne Wahl, sind von Nach­kon­zil­späp­sten zu Kar­di­nä­len ernannt wor­den nach vor­he­ri­ger Bischofs­wei­he.
    Die­se Kon­zils- oder Nach­kon­zils­kir­che gleicht schon lan­ge der Tita­nic. Fran­zis­kus ver­schärft nur das Tem­po. Die Hava­rie erfolgt schnel­ler. Aus­zu­wei­chen ist ihr nicht.
    Die Umstän­de sind nur so schreck­lich: So vul­gär, so bil­lig, so banal.
    Nichts und nie­mand ist vor die­sem Läster­maul sicher. Hei­lig ist die­sem Mann nur eine Per­son: Sei­ne eige­ne.

  27. Aus Respekt über das Amt was Jesus ein­ge­setzt hat soll­ten wir über den Papst uns nicht so nega­tiv äußern,vielmehr sol­len wir für ihn beten!

    • Aus Lie­be zu Jesus soll­ten wir unse­re schwe­ren Beden­ken äußern, solan­ge man uns den Mund nicht ver­bie­tet und kei­ner mehr zur Erkennt­nis kom­men kann.
      Dass wir beten dürf­te sich von selbst ver­ste­hen.
      Aus Respekt vor dem Amt sind wir ent­setzt über eine Per­son, die die­ses Amt besetzt hat und nach und nach die Gestalt eines mytho­lo­gi­schen Unholds offen­bart.
      Das Amt wird nicht unter­ge­hen, aber die­se Per­son, wenn sie nicht radi­kal umkehrt, hat gezähl­te Tage. Was sie aber bis dahin noch alles anstel­len wird, das wol­len Sie wahr­schein­lich ein­fach nicht wis­sen…

      • Ich kann Ihnen nur zustim­men, lie­be Zeit­schnur. Schwei­gen wäre falsch. Das wäre so, als ob wir sagen wür­den „Wir ken­nen Ihn nicht!“ und damit wür­den wir uns abwen­den.

  28. Ja ich will es nicht wissen!Bei Gott,ich bin nicht ein­ver­stan­den was der Papst über unse­re Mut­ter­got­tes sagt.ich lie­be sie über alles und was der Papst über sie sag­te war für mich wie ein schlag ins Gesicht!Wir sol­len ihn mit Respekt kritisieren!Uns steht es nicht zu über ihn zu Urtei­len das über­las­sen wir den Lie­ben Gott! Ihnen wün­sche ich Geseg­ne­te Weih­nach­ten im Gebet mit Jesus und Maria ver­bun­den!

    • Jetzt müss­ten Sie nur noch klä­ren, was es heißt, „mit Respekt“ zu kri­ti­sie­ren…
      Je grau­en­vol­ler der Miss­stnd, desto här­ter auch die Kri­tik. Das liegt in der Natur der Sache.
      Nicht der Über­brin­ger der schlech­ten Nach­richt ver­dient die Prü­gel…
      Und Sie wis­sen wahr­schein­lich auch, dass schon mehr als ein Papst sich hart zurecht­wei­sen las­sen muss­te in der Geschich­te.
      Dar­um geht es nicht.
      Was geht in einem Papst vor, dem die­se Auf­schreie aus dem Volk der Gläu­bi­gen sonst wo vor­bei­ge­hen? Ja, der sogar noch gewalt­tä­tig wird — gegen die FI?
      Wie wol­len Sie das alles noch „respekt­voll kri­ti­sie­ren“?
      „Respekt­voll kri­ti­sie­ren“ heißt auf ver­klemmt ‑katho­lisch bis­lang noch immer: Dop­pel­mo­ral pre­di­gen, mit zwei­er­lei Maß mes­sen, dop­pel­zün­gig wer­den, undeut­lich schwa­feln.
      Das ist nicht ver­ant­wort­bar. Man muss es krass aus­drücken, damit die weni­gen, die noch zu ret­ten sind, auf­wa­chen!
      Sie schei­nen völ­lig zu ver­ges­sen, dass es um das Heil vie­ler See­len geht, die durch die­sen Papst ver­dor­ben wer­den.

      • Rich­tig! „Sie schei­nen völ­lig zu ver­ges­sen, dass es um das Heil vie­ler See­len geht, die durch die­sen Papst ver­dor­ben wer­den.“ Das ist ein ent­schei­dend wich­ti­ger Satz, der nach mei­ner Wahr­neh­mung in der Debat­te um die­sen Papst in die­sem Jahr viel zu wenig bedacht wird. Das Heil der See­len!
        Doch es ist alles ver­dreht: Wir, die Lai­en, haben den Papst zu ver­ste­hen, wir haben zu tüf­teln, zu deu­ten, zu inter­pre­tie­ren, wie mag er es wohl gemeint haben, wel­cher der ver­schie­de­nen Inter­pre­ta­tio­nen haben wir schließ­lich zu glau­ben! Das dür­fen wir mit Sicher­heit sagen: Dafür hat unser Herr Jesus Chri­stus das Amt des Pap­stes nicht gestif­tet. Es wird zur Zeit per­ver­tiert. Und dass Lai­en sich ver­zwei­felt weh­ren und die Prie­ster schwei­gen, ist eine Schan­de für Bischö­fe, Kar­di­nä­le und Prie­ster, die dem katho­li­schen Glau­ben noch treu geblie­ben sind. Es gibt Aus­nah­men, ich per­sön­lich bin nicht betrof­fen, aber die mei­sten Lai­en wer­den schmäh­lich im Stich gelas­sen von einem Kle­rus, der damit zufrie­den zu sein scheint, 1/3, 1/6, 1/8 des katho­li­schen Glau­bens zu ver­kün­den. 50 Jah­re geht es so. Fran­zis­kus ist der „Gip­fel“ bis­her. Lai­en müs­sen es ohn­mäch­tig erle­ben: Der Kle­rus zer­stört unse­ren Glau­ben, unse­re Kir­che. Ich sage, es gibt Aus­nah­men. Doch auf die Mehr­heit trifft es zu. Vie­le Gläu­bi­ge näh­ren sich noch von dem Glau­ben ihrer Fami­lie, von dem Glau­bens­ei­fer frü­he­rer Prie­ster­ge­nera­tio­nen. Eine Schan­de für die Mehr­heit der Prie­ster heu­te, die Aus­nah­men wür­di­ge ich aus­drück­lich. Doch soweit ist es gekom­men: Man ist als Laie dank­bar, wenn man noch auf einen Prie­ster trifft, der an die Gott­heit Jesu Chri­sti glaubt, an die Jung­fräu­lich­keit sei­ner hei­li­gen Mut­ter und die­sen Glau­ben lehrt und pre­digt. Lai­en sind unter die Wöl­fe gefal­len, Hir­ten lie­ben die Wöl­fe. Die Bischö­fe vor allem sind gemeint, die den weni­gen auf­rech­ten Prie­stern auch noch in den Rücken fal­len.

        • Sie sagen es — genau­so ist es und es ist furcht­bar!
          Auch Ihre Beschrei­bung oben: das alles geschieht banal, vul­gär, auf pri­mi­tiv­stem Niveau, und kei­ner merkt etwas…
          Man muss sich das auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen: Auf dem Stuhl Petri sitzt eine Gestalt, die regel­rech­ten Unsinn ver­zapft, auf einem Niveau, mit dem man wohl schwer­lich das Abitur bestehen wür­de, dazu fehlt ihm voll­ends der gesun­de Men­schen­ver­stand und der Sinn für Rea­li­tät, den jeder hat, der von SEINEM Geist geführt wird.

          Auf mich wirkt es so, als streue F.-Bergoglio ab und zu immer wie­der ein paar Kör­ner Echt-Katho­lisch ein in sein Hexen­ge­bräu, in sei­nen Zau­ber­trank, mit dem er Kath.net-Lorleberg-Schwibach und alles, was Deutsch redet, in hal­lu­zi­no­ge­ne Wahn­zu­stän­de ver­setzt, in die tota­le Befrie­di­gung ihrer per­ver­sen For­de­run­gen seit Jahr­zehn­ten abstür­zen und dabei glau­ben lässt, das sei doch irgend­wie „christ­lich“. Ohne Hem­mun­gen befrie­di­gen sich die Leu­te selbst an die­sem Gere­de, das wie in der Geschich­te vom süßen Brei über­kocht und läuft und läuft, immer neue Stil­blü­ten her­vor­bringt und alles erstickt in der Stadt Got­tes.
          Dabei geht es um die See­len der Scha­fe.
          Ja, jeder Prie­ster, der das offen sagen wür­de, müss­te inzwi­schen um sei­nen Exi­stenz in der Kir­che fürch­ten unter Bischofs­wöl­fen, wie wir sie haben, die Übel­tä­ter aller Art hofie­ren und die eige­nen Gläu­bi­gen brüs­kie­ren, igno­rie­ren, arro­gant her­un­ter­lau­fen las­sen und mit erho­be­nem Zei­ge­fin­ger Demut ein­for­dern, feist, im Wohl­le­ben und in den hohen Gehäl­tern woh­lig abge­si­chert und jedem, der nicht zahlt, Exkom­mu­ni­ka­ti­on andro­hend. Sün­di­gen — kein Pro­blem, es gibt kei­ne ewi­gen Höl­len­stra­fen. Nicht zah­len — die Höl­le auf Erden.

          Ja, viel­leicht müs­sen uns auch dar­über die Augen auf­ge­hen, dass der ech­te Katho­lik nicht kano­ser­va­tiv, son­dern ein­fach nur katho­lisch ist. Die wah­re Glau­bens­leh­re ist nicht kon­ser­va­tiv oder pro­gres­siv, son­dern wahr. Es geht nicht um Moden oder Zeit­ko­lo­rit, son­dern um den hel­len Schein der Erlö­sung aus jeg­li­cher Zeit. Offen­bar steckt hin­ter vie­len Kon­ser­va­ti­ven nichts wei­ter als Lieb­ha­be­rei für das Älte­re. Sie wol­len sich sicher füh­len im Bekann­ten.

          Das ist aber fal­scher Glau­be. Mit IHM wird man immer auch in Unbe­kann­tes, in Neu­es, Uner­war­te­tes geführt, aber eben fest am Wan­der­stab der wah­ren Leh­re, des wah­ren Wor­tes Jesus Chri­stus. Wie Maria ist es tat, sol­len wir die­se unver­rück­ba­re Wahr­heit und Leh­re in unse­ren Her­zen bewe­gen, wis­send, dass nichts bleibt, wie es ist — äußer­lich gese­hen. Denn alles, was wir her­vor­brin­gen, wird ver­ge­hen. Was bleibt, ist aus SEINER Sphä­re.
          Lasst uns dar­auf ver­wei­sen, wie Maria es tut, uns danach aus­rich­ten, las­sen wir Kon­ser­va­tiv und Pro­gres­siv hin­ter uns, beten wir um die, die uns noch feh­len im Reich Got­tes. Sie dür­fen nicht ver­lo­ren gehen.

  29. Im Ita­lie­ni­schen wer­den wie­der zwei unter­schied­li­che schrift­li­che Ver­sio­nen der Papst­wor­te gebo­ten.

    Radio Vati­kan berich­tet:
    “Il Van­ge­lo non ci dice nul­la: se ha det­to una paro­la o no… Era silen­zio­sa, ma den­tro il suo cuo­re, quan­te cose dice­va al Signo­re! ‘Tu, quel gior­no — que­sto è quel­lo che abbia­mo let­to — mi hai det­to che sarà gran­de; tu mi ha det­to che gli avre­sti dato il Tro­no di Davi­de, suo pad­re, che avreb­be reg­na­to per semp­re e ades­so lo vedo lì!’. La Madon­na era uma­na! E for­se ave­va la voglia di dire: ‘Bug­ie! Sono sta­ta ingan­na­ta!’: Gio­van­ni Pao­lo II dice­va que­sto, par­lan­do del­la Madon­na in quel momen­to. Ma Lei, col silen­zio, ha coper­to il miste­ro che non capi­va e con que­sto silen­zio ha lascia­to che que­sto miste­ro potes­se cre­sce­re e fior­i­re nella spe­r­an­za”. (http://it.radiovaticana.va/news/2013/12/20/il_papa:_il_mistero_del_nostro_incontro_con_dio_si_comprende_in_un/it1-757278)
    Text­na­he Über­set­zung:
    „(…) Das Evan­ge­li­um sagt uns nichts: ob sie ein Wort gesagt hat oder nicht. Sie war still, aber drin­nen in ihrem Her­zen, wie­vie­le Din­ge sag­te sie da dem Herrn! Du, an jenem Tag –das ist, was wir gele­sen haben– hast mir gesagt, dass er groß sein wird; du hast mir gesagt, dass du ihm den Thron Davids, sei­nes Vaters, gege­ben hät­test (!), dass er für immer geherrscht hät­te (!), und jetzt sehe ich ihn dort‘. Die Madon­na war mensch­lich! Und viel­leicht ver­spür­te sie Lust zu sagen: ‚Lügen! Ich bin betro­gen wor­den!‘: Johan­nes Paul II. sag­te das, als er über die Madon­na in jenem Moment sprach. Aber sie hat mit Schwei­gen das Geheim­nis bedeckt, das sie nicht ver­stand, und mit die­sem Schwei­gen hat sie zuge­las­sen, das die­ses Geheim­nis in der Hoff­nung wach­sen und blü­hen konn­te.“

    L’Os­ser­va­to­re Roma­no berich­tet (zugleich offi­zi­el­ler Vati­kan-Text):
    In real­tà, ha pre­ci­sa­to, il Van­ge­lo non ripor­ta alcu­na paro­la del­la Madon­na: Maria «era silen­zio­sa, ma den­tro il suo cuo­re quan­te cose dice­va al Signo­re» in quel momen­to cru­cia­le del­la sto­ria. Pro­ba­bilm­en­te Maria avrà ripen­sa­to alle paro­le dell’angelo che «abbia­mo let­to» nel Van­ge­lo riguar­do a suo Figlio: «Quel gior­no m’hai det­to che sarà gran­de! Tu mi ha det­to che gli darai il tro­no di Davi­de suo pad­re e che reg­nerà per semp­re! Ma ades­so lo vedo lì», sul­la cro­ce. Maria «con il silen­zio ha coper­to il miste­ro che non capi­va. E con il silen­zio ha lascia­to che il miste­ro potes­se cre­sce­re e fior­i­re» port­an­do a tut­ti una gran­de «spe­r­an­za». (http://www.vatican.va/holy_father/francesco/cotidie/2013/it/papa-francesco-cotidie_20131220_mistero-non-cerca-pubblicita_it.html)

    Fort­set­zung folgt

    • Über­set­zung:
      In der Tat, führ­te er näher aus, berich­tet uns das Evan­ge­li­um kein Wort der Madon­na: Maria „war still, aber in ihrem Her­zen, wie­vie­le Din­ge sag­te sie da dem Herrn“ in jenem ent­schei­den­den Moment der Geschich­te. Wahr­schein­lich wird Maria zurück­ge­dacht haben an die Wor­te des Engels, die „wir gele­sen haben“, im Evan­gel­um in bezug auf ihren Sohn: „An jenem Tag hast du mir gesagt, dass er groß sein wird! Du hast mir gesagt, dass du ihm den Thron Davids, sei­nes Vaters, geben wirst und dass er für immer herr­schen wird! Aber jetzt sehe ich ihn dort“, auf dem Kreuz. Maria „hat mit dem Schwei­gen das Myste­ri­um bedeckt, das sie nicht ver­stand. Und mit dem Schwei­gen hat sie zuge­las­sen, dass das Myste­ri­um wach­sen und blü­hen konn­te“, indem es allen eine gro­ße „Hoff­nung“ brach­te.

      Auf der deut­schen Sek­ti­on der Vati­kan-Web­site ist die­se Mor­gen­me­di­ta­ti­on noch nicht ent­hal­ten (http://www.vatican.va/holy_father/francesco/cotidie/2013/index_ge.htm).

      In dem Bericht der deut­schen Redak­ti­on von Radi­on Vati­kan
      http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/20/franziskus:_gottes_geheimnis_teilt_sich_nur_in_der_stille_mit_/ted-757436
      sind die anstö­ßi­gen Wor­te aus­ge­las­sen. Dafür erfah­ren wir dort: „Die Stil­le ist die Wol­ke, die das Geheim­nis unse­rer Bezie­hung mit Gott , unse­re Hei­lig­keit und unse­re Sün­den bedeckt.“

      In der eng­li­schen Ver­si­on bekom­men wir zu lesen:
      “The Gos­pel does not tell us anything: if she spo­ke a word or not… She was silent, but in her heart, how many things told the Lord! ‘You, that day, this and the other that we read, you had told me that he would be gre­at, you had told me that you would have given him the thro­ne of David, his foref­a­ther, that he would have reig­ned fore­ver and now I see him the­re!’ Our Lady was human! And perhaps she even had the desi­re to say: ‘Lies! I was decei­ved!’ John Paul II would say this, spea­king about Our Lady in that moment. But she, with her silence, hid the myste­ry that she did not under­stand and with this silence allo­wed for this myste­ry to grow and blossom in hope.”
      (http://en.radiovaticana.va/articolo.asp?c=757349)

      Für die eng­li­sche Redak­ti­on hat nicht Maria vie­le Din­ge zu Gott gesagt, son­dern Gott zu ihr. Aus „wahr­schein­lich wird sie Lust ver­spürt (oder den Wunsch gehabt) haben zu sagen“ wird: „Viel­leicht hat­te sie sogar den Wunsch zu sagen“.
      Die eng­li­sche Redak­ti­on weiß nichts davon, dass „die Stil­le … unse­re Sün­den bedeckt“. Hier lesen wir:
      “Silence is that which guards the mystery,” for which the myste­ry “of our rela­ti­ons­hip with God, of our jour­ney, of our sal­va­ti­on can­not be… publicized,” the Pope repeated.

      Was hat S. H. Fran­zis­kus wirk­lich gesagt?
      http://www.youtube.com/watch?v=HijN3MBCZdA
      Den Wor­ten, die auf dem Video zu hören sind, kommt die ita­lie­ni­sche Ver­si­on von Radio Vati­kan am näch­sten. Aber auch da gibt es Abwei­chun­gen.
      (Und selbst das Video gibt kei­ne Sicher­heit. Wie­der sind nur ein­zel­ne Fotos von S. H. zu sehen. Die Absicht ist unüber­seh­bar… Der Ton wirkt bear­bei­tet.)

      • Wor­in besteht, sach­lich gespro­chen, das Blas­phe­mi­sche der Pre­digt?
        Das Blas­phe­mi­sche der Pre­digt liegt in den Wor­ten, mit denen der Pre­di­ger sagt, er hal­te es für wahr­schein­lich („pro­ba­bilm­en­te“), dass die Mut­ter­got­tes blas­phe­mi­sche Gedan­ken hat­te: dass Gott Maria belo­gen und betro­gen habe und dass Er Sei­ne Ver­hei­ßun­gen nicht hal­te.
        S.H. Fran­zis­kus pre­digt: wahr­schein­lich habe die Madon­na unter dem Kreuz blas­phe­mi­sche Gedan­ken gegen Gott gehabt. Und das ist selbst eine Blas­phe­mie. Die Blas­phe­mie rich­tet sich d i r e k t gegen die unbe­fleck­te Got­tes­mut­ter und i n d i r e k t gegen Gott, der in Sei­nen Hei­li­gen zu ver­eh­ren ist.

  30. „… Sie (die jung­fräu­li­che Got­tes­mut­ter) hat, frei von jeder per­sön­li­chen oder erb­li­chen Ver­schul­dung und immer mit ihrem Sohn aufs innig­ste ver­bun­den, ihn auf Gol­ga­tha zusam­men mit dem gänz­li­chen Opfer ihrer Mut­ter­rech­te und ihrer Mut­ter­lie­be dem ewi­gen Vater dar­ge­bracht als neue Eva für alle Kin­der Adams, die von des­sen trau­ri­gem Fall ent­stellt waren. So ward sie, schon zuvor Mut­ter unse­res Haup­tes dem Lei­be nach, nun auch auf Grund eines neu­en Titels des Leids und der Ehre im Gei­ste Mut­ter aller sei­ner Glie­der. Sie war es, die durch ihre mäch­ti­ge Für­bit­te erlang­te, daß der schon am Kreu­ze geschenk­te Geist des gött­li­chen Erlö­sers am Pfingst­tag der neu­ge­bo­re­nen Kir­che in wun­der­ba­ren Gaben gespen­det wur­de. Sie hat end­lich dadurch, daß sie ihr namens­lo­ses Leid tap­fer und ver­trau­ens­voll trug, mehr als alle Christ­gläu­bi­gen zusam­men, als wah­re Köni­gin der Mär­ty­rer ‚ergänzt, was an den Lei­den Chri­sti noch fehlt … für sei­nen Leib, die Kir­che‘ (Kol 1, 14). Sie hat den geheim­nis­vol­len Leib Chri­sti, der aus dem durch­bohr­ten Her­zen des Hei­lan­des gebo­ren ward, mit der­sel­ben inni­gen Mut­ter­lie­be und Sor­ge beglei­tet, womit sie das Jesus­kind in der Krip­pe und an ihrer Brust umheg­te und nähr­te.“

    Ver­glei­chen wir die­se Wor­te Papst Pius‘ XII. aus sei­ner Enzy­kli­ka „Mysti­ci Cor­po­ris Chri­sti“ (1943) mit den Wor­ten aus der Homi­lie S. H. Fran­zis­kus am 20.12.2013 in der Casa-Mar­tha-Kapel­le.

  31. Man hät­te es spä­te­stens damals erken­nen kön­nen, was Franz für einer ist, als er auf die Anre­de „Hei­li­ger Vater“ mit „Hei­li­ger Sohn“ ant­wor­te­te.

  32. Ich den­ke nach wie vor auch nach den Kom­men­ta­ren, die hier dan­kens­wer­ter Wei­se auf mei­nen Kom­men­tar hin geschrie­ben wur­den, dass der Papst bereits Gedan­ken ent­wickelt auf Mei­nun­gen, die nicht die sei­nen sind oder die dem Leser beim Lesen der Evan­ge­li­en kom­men mögen. Mög­li­cher­wei­se beugt er durch sol­che Äuße­ru­nen vor. Er belässt es ja nicht bei ihnen als dog­mait­sche Aus­sa­ge. Wenn jemand sein Pon­ti­fi­kat mit einem Ave Maria beginnt, so kann dies kein schlech­tes Zei­chen sein.

    http://frischer-wind.blogspot.de/2013/10/worte-der-papste-zum-rosenkranzgebet‑1.html

    Auf die­sem blog sind Zita­te die­ses Pap­stes zum Rosen­kranz­ge­bet zusam­men­ge­stellt. Wenn ich davon aus­ge­he, dass die­se zutref­fen, kann mich die­ses eine Wort nicht schocken, wor­über hier so inten­siv dis­ku­tiert wird. Viel­leicht bin ich zu naiv. Aber die­se Zusa­men­stel­lung der Vor­aus­sa­gen des Engels über Jesus bei der Ver­kün­di­gung Mari­ens mit der Real­tiät Jesu am Kreuz mag ein Schock für Maria gewe­sen sein. Es ist mei­nes Erach­tens ein Gedan­ke, der sich lohnt, gedacht und auch aus­ge­spro­chen zu wer­den. Die Mut­ter Chri­sti, die Mut­ter der Kir­che hat geschwie­gen ange­sichts der Pro­phe­zei­ung, die immer­hin ein rea­ler gött­li­cher Bote ihr gemacht hat.
    Wie passt die­ses Vor­aus­sa­ge mit der REa­li­tät des Kreu­zes zusam­men. Da mag ihr wirk­lich ein inne­rer Auf­schrei im Rah­men ihres Schmer­zes ent­glit­ten sein. Und es wäre dann eine wirk­lich Lei­stung gewe­sen, geschwie­gen zu haben. Aber das wis­sen wir nicht. Ich beto­ne, dass selbst die­ser Auf­schrei kei­ne Sün­de gewe­sen wäre. Kein Gerin­ge­rer als Got­tes Bote — so mag es ihr vor­kom­men — hät­te sie ja belo­gen. Was ist an die­ser Zusam­men­stel­lung so absurd und sünd­haft? Die­ser Papst denkt mög­li­cher­wei­se das nicht für mög­lich gehal­te­ne. Was mag es für Maria in die­sem Moment des gren­zen­lo­sen Schmer­zes ihres Soh­nes ange­sichts der Engel­ver­kün­di­gung über die Grö­ße Ihres Soh­nes für ein Mut­ter­schmerz gewe­sen sein, den wir nicht annä­hernd erah­nen kön­nen. Selbst­ver­ständ­lich hat Maria an den Engel gedacht, so dass eine sol­che Fra­ge durch­aus — mensch­lich ver­ständ­lich — im Rau­me ste­hen kann. Erst mit der Auf­er­ste­hung mag das müt­ter­li­che Herz die vol­le Ahnung der Gewiss­heit in Fül­le bekom­men haben, die die eng­li­sche Wahr­heit ihr gegen­über erst ver­ständ­lich gemacht hat. Am Kreuz war sie völ­lig unver­ständ­lich, auch für unse­re Got­tes­mut­ter. Sie bewahr­te alles in ihrem Her­zen. Von wem also kom­men die Berich­te der Evan­ge­li­en? U. a. auch von Maria, der Mut­ter unse­res Herrn. Es hät­te sie sonst nie­mand nie­der­schrei­ben kön­nen.

    Ich ver­mag das Wort des Pap­stes nicht als blas­phe­misch ein­zu­ord­nen, son­dern im Grun­de als logisch mensch­lich füh­lend. Maria hat­te selbst kei­ne Ahnung über das Erlö­sungs­werk sei­nes Soh­nes. Hat der Engel mich ange­lo­gen? Ange­sichts des Schmer­zes, des Ver­las­sen­seins ihres Soh­nes kön­nen sich die­se GEdan­ken durch­aus ein­ge­schli­chen haben.
    Die­ser Papst ist m. E. ein Mari­en­ver­eh­rer. Mit die­sem GEdan­ken stellt er m. E. die inne­re Grö­ße Mari­ens hoch her­aus.

    • Hier bewahr­hei­tet sich das Sprich­wort: „Reden ist Sil­ber, Schwei­gen ist Gold“ auch auf das Schwei­gen Mari­ens am ster­ben­den Sohn am Kreuz.
      Ob dies auf die­sen Papst eben­so zutref­fen mag, wird erst das vol­le Pon­ti­fi­kat zei­gen. Aber auch ein Papst darf in einer Pre­digt miss­ver­ständ­lich blei­ben. Es beför­dert — wie hier auf dem blog ersicht­lich — vie­le gute Gedan­ken ans Tages­licht.

      Die Wor­te eines Pap­stes auf die Gold­waa­ge zu legen, macht das christ­li­che Leben nicht ein­fa­cher.
      Aber nicht der Papst ist die Haupt­per­son, son­dern der drei­fal­ti­ge Gott. Er ist Gegen­stand der Anbe­tung. Die Ver­eh­rung der hl. Jung­frau Maria dient dazu, Jesus in sei­ner gan­zen und wah­ren Dimen­si­on in Fül­le zu ent­decken. Die Wor­te eines Pap­stes auf die Gold­waa­ge zu legen, macht das christ­li­che Leben nicht ein­fa­cher. Aber wenn es geschieht, kann es auch glau­bens­mä­ßig befruch­ten.

      • m.E.….m.E.….

        Sie haben sich dadurch sel­ber als Ein­falts­pin­sel offen­bart, dem wei­ter zu ent­geg­nen sich nicht lohnt. Glau­ben Sie doch, was Sie wol­len bzw. sich eben vor­stel­len kön­nen, nur bezeich­nen Sie dies nicht als katho­lisch.

        Joyeux Noël.

      • So, „mensch­lich mit­füh­lend“? Nie­mand bestrei­tet, dass die Got­tes­mut­ter unend­lich litt. Ein sol­ches Opfer zu ertra­gen, geht über die mensch­li­che Kraft. Aber zu hadern, dass er nicht zum welt­li­chen Herr­scher wur­de, macht die Mut­ter Jesu zur „Kar­rie­re­mut­ter.“ Es ist im gesam­ten Neu­en Testa­ment nicht mit einer Sil­be davon die Rede, dass die aller­se­lig­ste Jung­frau jemals unter die­ser Ver­su­chung litt.
        Es ist rei­ne Blaphe­mie, Sie Bazil­le!
        Aber es wun­dert mich nicht. 50 Jah­re Bibel­ar­beit in der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che zei­gen ihre Wir­kung. Was man einem nach­kon­zi­lia­ren Bibel­kreis-Lai­en, der es nicht bes­ser weiß, nach­se­hen muss, soll also dem Papst erlaubt sein.
        Wir ern­ten die bit­te­ren, sau­ren, gif­ti­gen Früch­te des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils.

      • Was bedeu­tet Treue zum Hir­ten, zum Bischof, zum Papst? Ober­leh­rer­haf­te Beck­mes­se­rei­en? Attacken, aus viel­leicht unge­wohnt unprä­zi­sen und miss­ver­steh­ba­ren die übel­ste Inter­pre­ta­ti­ons­va­ri­an­te aus­zu­gra­ben und her­vor­zu­keh­ren? Papst Fran­zis­kus hat nicht die Sorg­sam­keit des aka­de­misch for­mu­lier­ten dog­ma­tisch prä­zi­sen, luzi­den und logisch auf­eun­an­der auf­bau­en­den Vor­tra­ges, jeden­falls in man­chen Ver­laut­ba­run­gen. An ande­rer tel­le wird sehr sorg­sam zwi­schen ver­schie­de­nen Ver­bind­lich­keits­gra­den ver­schie­de­ner Typen von Aus­sa­gen unter­schie­den, näm­lich bei onzils­do­ku­men­ten. Merk­wü­rig — mehr oder min­der frei gehal­te­ne Anspra­chen, wie bei man­chem Dorf­pa­stor, wer­den jetzt auf ein­mal mit dem Maß­stab von ex cathe­dra — Ver­laut­ba­run­gen mit dem Chir­ur­gen­mes­se seziert und bekrit­telt? Chri­stus hat gestöhnt: Mein Gott, mein Gott, war­um hast Du mich ver­las­sen? Ist das Blas­phe­mie ? Ipsis­si­mis ver­bis? Wenn Chri­stus Mensch war, in allem mensch­lich, au0er der Sün­de, dann kann ein sol­cher Ver­zweif­lungs­schrei nicht Sün­de sein. Noch makel­lo­ser als Chri­stus kann die hei­ki­ge Jung­frau auch nicht gewe­sen sein. Das Über­kom­men­wer­den von erzweif­lung scheint dann eher zu den Lasten zu gehl­ren, die Gott auch dem besten Men­schen auer­le­gen kann. Folg­lich auch Maria. Dar­in Denk­un­wür­di­ges zu sehen ver­mag ich nicht. Wenn man das dann pla­ka­tiv in Wor­te wie „Lügen! Ich bin getäuscht wor­den“ packt, so ist es struk­tu­rell eben genau die­se Ver­zweif­lung. Chri­stus hat sie sogar gesagt. Von Maria hat Papst Fran­zis­kus dies spe­ku­la­tiv als den­ke­ri­sche Mög­lich­keit erwähnt. Von Gott belo­gen wor­den zu sein ist nicht schlim­mer als von ihm ver­las­sen wor­den zu sein. Bei­des wäre die nega­ti­on von Got­tes Güte und Barm­her­zig­keit. Es gehört zum Geschick des Men­schen, dass er gar von so etwas befal­len sein kann. Denn sogar Chri­stus hat das Übel­ste , was dem Men­schen wider­fah­ren kann, auf sich genom­men.

        • Zu Ihrem Recht­fer­ti­gungs­ver­such fällt mir nur ein Goe­the-Wort ein:
          „Ein Kerl, der spe­ku­liert,
          ist wie ein Tier, auf dür­rer Hei­de
          von einem bösen Geist im Kreis her­um­ge­führt,
          und rings­um­her liegt schö­ne, grü­ne Wei­de.“ (Faust. Stu­dier­zim­mer)

          Ein Papst hat nicht zu spe­ku­lie­ren, er hat den Glau­ben zu ver­kün­den und dabei jedes Wort sorg­fäl­tig abzu­wä­gen, um kei­ne Ver­wir­rung zu stif­ten. Das ist eine der pri­mi­tiv­sten Anfor­de­run­gen an die­ses Amt, aber nicht mal dazu ist Bego­glio fähig.

        • Erstens hat Jesus am Kreuz für uns, also an unse­rer Stel­le unse­re Gott­ver­las­sen­heit durch­lit­ten, um uns zu erlö­sen.
          Zwei­tens ist Schmerz, der einen Men­schen über­wäl­tigt, kei­ne Ver­zweif­lung im Sin­ne des Zweif­le­ri­schen Vor­wur­fes.
          Drit­tens ist Angst kein Zwei­fel.
          Vier­tens kann kei­ne Mut­ter ange­sichts des uner­mess­li­chen Lei­des ihres Soh­nes mit Gott eine Debat­te dar­über anfan­gen, dass ER sie belo­gen und betro­gen habe. — So etwas wäre allen­falls hin­ter­her in einer Trau­er­pha­se denk­bar, nach dem Tod, vie­le Wochen spä­ter. Nun war es aber so nicht!

          Sie kön­nen die Kri­ti­ker nun schel­ten soviel Sie wol­len: Gott der Lüge und des Betru­ges zu zei­hen ist eine schwe­re Sün­de. Punkt.
          Und unse­re aller­se­lig­ste und jung­fräu­li­che Mut­ter war und ist rein. Punkt.

          Ihr Respekt gilt einer Per­son, näm­lich F.-Bergoglio.
          Der respekt und die zärt­li­che Lie­be der Kri­ti­ker gilt.. Jesus, IHM, und SEINER aller­schön­sten, allerrein­sten und aller­lieb­sten Mut­ter.
          Im Zwei­fel für Jesus und Maria.
          So ein­fach ist das.

        • „Mein Gott, mein Gott, war­um hast du mich ver­las­sen?“ sind Wor­te des Gebets, und zwar aus einem Psalm Sei­nes könig­li­chen Vor­fah­ren David, einer mes­sia­ni­schen Pro­phe­tie, die sich im Moment des Kreu­zesto­des des Herrn erfüll­te. Die­se Wor­te sind jeden­falls kei­ne Got­tes­lä­ste­rung. Die­ser Psalm 22 endet im voll­kom­me­nen Gott­ver­trau­en.
          Fran­zis­kus unter­stellt der Unbe­fleck­ten Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria, sie hät­te unter dem Kreuz Lust ver­spürt, Gott Lüge und Betrug vor­zu­wer­fen, das heißt Ihn zu lästern, also schwer zu sün­di­gen. Und Fran­zis­kus sagt nicht ein­mal, dass sie die­ser angeb­li­chen Lust, zu lästern, nicht nach­gab. Wer den Text liest, muss den Ein­druck bekom­men, Fran­zis­kus traut ihr die Läste­rung wirk­lich zu, ja dass er meint, sie habe in ihrem Her­zen tat­säch­lich die­se Läster­wor­te an Gott gerich­tet. Der Got­tes­mut­ter das zuzu­schrei­ben, ist direk­te Blas­phe­mie gegen sie, Maria, die unbe­fleckt emp­fan­ge­ne und zeit ihres Lebens von per­sön­li­cher Sün­de freie Jung­frau, und es ist indi­rek­te Blas­phe­mie gegen Gott, der in sei­nen Hei­li­gen ver­ehrt wird. Es ist aber auch direk­te Blas­phe­mie gegen Gott, des­sen Offen­ba­rung als Lüge hin­ge­stellt wird, näm­lich das Dog­ma von der Sün­den­frei­heit Mari­ens. Wir haben hier dop­pel­te und drei­fa­che Blas­phe­mie.
          Man könn­te ein­wen­den: Fran­zis­kus sag­te ja nur, Maria habe Lust gehabt zu lästern, aber nicht, dass sie läster­te. Dage­gen ist zu wie­der­ho­len: er hät­te unbe­dingt hin­zu­fü­gen müs­sen, dass sie nicht wirk­lich läster­te, aber das tat er nicht. Und dann ist es eben­falls all­ge­mei­ne Leh­re der katho­li­schen Theo­lo­gie (wenn­gleich nicht als Dog­ma ver­kün­det), dass Maria –und hier besteht ein Zusam­men­hang zu ihrer Unbe­fleckt­heit vom ersten Augen­blick ihres Daseins an– auch frei war von der Kon­ku­pis­zenz, der unge­ord­ne­ten Begier­lich­keit. Nicht nur läster­te die hei­li­ge Jung­frau nicht Gott, sie hat­te auch nie­mals Lust, Gott zu lästern!
          Die­se jüng­ste Blas­phe­mie ist lei­der nichts Neu­es. Sie liegt auf der sel­ben Linie wie die Blas­phe­mie S.H. Fran­zis­kus, Jesus Chri­stus habe sich zum „Sün­der“ (!) gemacht (statt zur Sün­de, wie der hl. Pau­lus schreibt).

        • „Chri­stus hat gestöhnt: Mein Gott, mein Gott, war­um hast Du mich ver­las­sen? Ist das Blas­phe­mie ?“
          „Eloi, Eloi, lema sabacht­ha­ni“.
          Das ist das jüdi­sche Ster­be­ge­bet. Man soll­te dar­in nichts fal­sches hin­ein­ter­pre­tie­ren.
          Per Mari­am ad Chri­stum.

      • „Maria hat­te selbst kei­ne Ahnung über das Erlö­sungs­werk sei­nes Soh­nes.“ („sei­nes“ muss wohl „ihres“ hei­ßen)

        Sie wuss­te alles über das Erlö­sungs­werk Ihres Soh­nes. Klei­ner Blick in die Evan­ge­li­en wür­de Ihnen das deut­lich machen.

  33. Je län­ger ich über die Wor­te Ber­go­gli­os nach­den­ke, umso unge­heu­er­li­cher emp­fin­de ich sie.
    Es gab sicher auch im Leben der aller­se­lig­sten Jung­frau und Got­tes­mut­ter Ent­wick­lun­gen, Pro­zes­se inne­rer Rei­fe trotz ihrer Sün­den­lo­sig­keit. Wir müs­sen sie uns nicht als blut­lee­re Frau vor­stel­len, die nicht auch inne­re Kämp­fe durch­ste­hen muss­te. Der zwölf­jäh­ri­ge Jesus im Tem­pel zeigt, dass es auch Distanz gab, Unver­ständ­nis. Doch nie­mand hat das Recht, der Got­tes­mut­ter mög­li­che Gedan­ken zu unter­stel­len, die eige­ne Gedan­ken sind.
    Und dann noch, und das ist das Aller­schlimm­ste, unter dem Kreuz.
    Ber­go­glio, unse­li­ger­wei­se auf dem Stuhl Petri sit­zend, hält es nicht nur für mög­lich, er for­mu­liert es: Die aller­se­lig­ste Jung­frau hat am Ende des irdi­schen Lebens ihres Soh­nes ihn nicht nur nicht begrif­fen, son­dern sie war eine Kar­rie­re­mut­ter. Sie hader­te mit Gott, weil ihre Wün­sche nicht erfüllt wur­den: die Mut­ter eines welt­li­chen Herr­schers zu sein.
    Wir haben den Text des Evan­ge­li­ums vor uns: Nichts gibt dem Läste­rer Anlass für sei­ne halt­lo­sen Fan­ta­sien: „Als nun Jesus sei­ne Mut­ter sah und neben ihr ste­hend den Jün­ger, den er lieb­te, sprach er zur Mut­ter: „Frau, sie­he dein Sohn!“ Dar­auf sprach er zum Jün­ger: „Sie­he, dei­ne Mut­ter!“ Und von jener Stun­de an nahm sie der Jün­ger zu sich. (Joh 19, 26.27).
    Hal­ten wir fest: Der unter Todes­qua­len lei­den­de Jesus sorgt noch für sei­ne Mut­ter, dass sie beschützt ist. Denn Frau­en brauch­ten damals den Schutz des Man­nes. Leb­te der Ehe­mann nicht mehr, hat­te der erwach­se­ne Sohn für sei­ne Mut­ter zu sor­gen.
    Doch vie­le katho­li­sche Exege­ten haben die­se Peri­ko­pe zusätz­lich sinn­bild­lich aus­ge­legt: Der Lieb­lings­jün­ger stellt die Kir­che dar, Maria, die Got­tes­mut­ter wur­de unter dem Kreuz zur Mut­ter der Kir­che ein­ge­setzt. Der Text legt das nahe, er ist offen für die­se Aus­le­gung.
    Für die blas­phe­mi­schen Ber­go­glio-Fan­ta­sien gibt es nicht den gering­sten Anhalts­punkt. Der Text gibt kei­ne Sil­be her.
    Die­ser Mann dürf­te eine Mischung aus Unrei­fe und Bos­heit sein. Zu allem Unglück sitzt er auf dem Stuhl Petri.

  34. Papst Fran­zis­kus betreibt in sei­ner Anspra­che kei­ne dog­ma­ti­sche, son­dern eher eine exi­sten­ti­el­le Mario­lo­gie. Er ver­setzt sich betrach­tend in das Inne­re der aller­se­lig­sten Jung­frau und ver­sucht nach­zu­spü­ren, wel­che Nöte sie — ohne dabei jemals ihren Glau­ben durch Zwei­fel zu zer­stö­ren — durch­ge­stan­den hat ange­sichts des Unfass­ba­ren von Lei­den, Kreuz und Tod. Die­se Gedan­ken lie­gen auf einer Linie, die auch The­re­se von Lisieux beschrei­tet, wenn sie sich gegen die Über­stei­ge­rung des Mira­ku­lö­sen in Mari­ens Leben wen­det und for­dert, man müs­se die hei­li­ge Jung­frau als Glau­ben­de dar­stel­len.
    Und noch­mals: Viel wei­ter als Papst Fran­zis­kus geht der inspi­rier­te Schrift­text, der uns berich­tet, dass Jesus dar­um gebe­tet hat, der Kelch — und damit der Wil­le des Vaters! — möge, wenn es denn mög­lich wäre, vor­über­ge­hen, und der uns wis­sen lässt, dass der Got­tes­sohn am Kreuz die Wor­te des Psal­mi­sten aus­rief: „Mein Gott, mein Gott, war­um hast Du mich ver­las­sen.“ Soll­te im Her­zen der Got­tes­mut­ter nicht auch eine Prü­fung statt­ge­fun­den haben, die bis zum Äußer­sten ging?

    • Dazu haben Sie schon vie­le Ant­wor­ten oben bekom­men.
      Sie wer­fen vie­les durch­ein­an­der, was nicht zusam­men gehört.
      Lesen Sie ein­fach noch mal die Dis­kus­si­on genau durch. Wir hat­ten das alles schon.

    • Auch Ihnen kann man nur ent­ge­ge­nen: ein Papst ist kein Lite­rat und kein Mysti­ker, der unge­fil­tert und unge­straft pri­va­te Inter­pre­ta­tio­nen oder Offen­ba­run­gen von sich geben darf. Das ist nicht sei­ne Auf­ga­be! Und was ent­steht, wenn er sei­ner Auf­ga­be nicht gerecht wird, die Leh­re der Kir­che zu ver­kün­den, erle­ben wir hier.

      Auch der Ver­gleich mit dem Psalm­ge­bet Jesu ist abwe­gig! Jesus ist sei­ner mensch­li­chen Natur nach der aktiv Lei­den­de. Zum schwer­sten mensch­li­chen Leid, zu sei­ner voll­kom­me­nen Ent­äu­ße­rung gehört die Erfah­rung der Gott­ver­las­sen­heit. Es ist kein Hadern mit Gott, son­dern das schwerst­mög­li­che Lei­den sei­ner mensch­li­chen Natur.

      Maria aber ist die pas­siv Dul­den­de. Sie hat sich nach bibli­scher Über­lie­fe­rung von dem Moment der Ver­kün­di­gung an dadurch aus­ge­zeich­net, das mensch­lich oft­mals als fremd und nicht nach­voll­zieh­bar erschei­nen­de Heils­han­deln Got­tes in ihrem Her­zen zu erwä­gen und die aus dem gött­li­chen Heils­han­deln resul­tie­ren­den per­sön­li­chen Lei­der­fah­run­gen aus dem von Geburt an ihr gna­den­haft geschenk­ten Ver­trau­en auf Gott zu tra­gen. Da ist nichts von Ver­bit­te­rung oder Wut oder Rebel­len­tum gegen Gott in ihr. Des­halb sind die Gedan­ken des Pap­stes so unend­lich per­vers, sie unter­stel­len der Got­tes­mut­ter Gedan­ken, die zu der Per­sön­lich­keit, die das Neue Testa­ment von ihr zeich­net und zur defi­nier­ten Leh­re der Kir­che über die Got­tes­mut­ter dia­me­tral gegen­über­ste­hen. Wenn ein Kas­ant­za­kis sei­ne „Letz­te Ver­su­chung Jesu“ schreibt, dann mag man das als lite­ra­ri­schen Ver­such begrü­ßen oder ableh­nen. Wenn ein Ppast jedoch eine solch per­ver­se „exi­sten­ti­el­le Mario­lo­gie“ betreibt, dann ist das ein­fach schlicht­weg unan­nehm­bar und ein Skan­dal, der eigent­lich in der Kir­chen- und Papst­ge­schich­te sei­nes­glei­chen sucht, denn gab es auch unwür­di­ge und mora­lisch ver­kom­me­ne Päp­ste, die Leh­re der Kir­che haben sie nie miss­in­ter­pre­tiert. Da ist Fran­zis­kus, so weit ich sehe, der erste und ein­zi­ge, der das tut. Furcht­bar!

    • „Er ver­setzt sich betrach­tend in das Inne­re der aller­se­lig­sten Jung­frau und ver­sucht nach­zu­spü­ren, wel­che Nöte sie – ohne dabei jemals ihren Glau­ben durch Zwei­fel zu zer­stö­ren – durch­ge­stan­den hat ange­sichts des Unfass­ba­ren von Lei­den, Kreuz und Tod.“
      Und bei die­ser schwe­ren patho­lo­gi­schen Auf­ga­be hat er noch Zeit gehabt die „Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta“ zu jagen?
      “Soll­te im Her­zen der Got­tes­mut­ter nicht auch eine Prü­fung statt­ge­fun­den haben, die bis zum Äußer­sten ging?“
      Soll­te, könn­te und was noch. Es reicht heu­te nun lang­sam.
      „Ich bin die Toch­ter des Vaters, die Mut­ter des Soh­nes und die Braut des hei­li­gen Gei­stes. Ich bin die drei­fach gekrön­te Köni­gin“.
      Das sind ihre Wor­te. Und heu­te am Hei­lig­abend kann Ber­go­glio ruhi­gen Gewis­sens sei­ne Eimer vol­ler Zwei­fel in den Tiber schüt­ten. Da kann er nichts ver­kehrt machen.
      Allen ein fro­hes und geseg­ne­tes Weih­nachts­fest.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  35. Jeder, jede, kann es lesen, es liegt offen vor aller Augen: In die katho­li­sche Kir­che ist ein pro­te­stan­ti­sches Ver­ständ­nis der Hl. Schrift, ja, der Offen­ba­rung über­haupt, ein­ge­zo­gen.
    Nach unse­rem, nach unse­rem KATHOLISCHEN GLAUBEN IST DIE HL. SCHRIFT DIE OFFENBARUNGSQUELLE MIT DER ÜBERLIEFERTEN TRADITION. Eine Offen­ba­rung, die von Gott selbst kommt. Nie­mand hat das Recht, die­se Offen­ba­rung nach eige­nem Gusto aus­zu­le­gen, die Aus­le­gung steht allein dem Lehr­amt zu.Was nicht heißt, dass Genera­tio­nen von Katho­li­ken nicht Trost und Kraft aus den Wor­ten der Hl. Schrift emp­fan­gen haben. Aber nicht gegen die Leh­re der Kir­che.
    Nun, der Papst ist das Lehr­amt, höre ich. Aber auch der Papst hat sich an den Glau­ben zu hal­ten, er hat ihm zu die­nen und nicht neu zu erfin­den. Eine „exi­sten­ti­el­le Mario­lo­gie“ als Aus­le­gung eines Tex­tes der hl Schrift ist als exege­ti­sche Metho­de war der katho­li­schen Exege­se nicht erlaubt.
    Ich wie­der­ho­le es: Es geht nicht um den Schmerz Mari­ens! Der mag kaum erträg­lich gewe­sen sein.
    Es geht aus­schließ­lich dar­um, dass Ber­go­glio die­sem Schmerz eine Rebel­li­on Mari­ens hin­zu­fügt, weil ihr Sohn kein welt­li­cher Herr­scher gewor­den ist. Sie hät­te sein Lei­den nicht nur nicht begrif­fen, sie hät­te es umge­deu­tet wie jede x‑beliebige Kar­rie­re-Mut­ter.
    Lei­den, Schmer­zen sind von Gott auf­er­leg­te Prü­fun­gen, dar­um geht es hier nicht. Über eine sol­che Ver­su­chung Mari­ens, ihren Sohn als geschei­ter­ten welt­li­chen Herr­scher zu sehen, gibt es kei­ne Sil­be im Neu­en Testa­ment.
    Wir sind bei Mar­tin Luther ange­kom­men, es wird mit­ge­ju­belt wer­den 2017. Jeder darf — nach sei­ner Leh­re — die Bibel aus­le­gen nach sei­nem Gewis­sen, nach sei­nem Gefühl, ganz exi­sten­ti­ell. Obwohl Pro­te­stan­ten frü­her sehr auf den Wort­laut geach­tet haben. Ob Papst Ber­go­glio bei Mar­tin Luther durch­ge­kom­men wäre, wage ich zu bezwei­feln.
    Fei­ert mit, Katho­li­ken, beim Luther-Jubi­lä­um, ihr seid bestens vor­be­rei­tet!

  36. Es ist wich­tig, dass hier Men­schen auch ein­mal ihre Schwie­rig­kei­ten arti­ku­lie­ren und nöti­gen­falls ihrem Ärger Luft machen kön­nen. Der Papst wird dafür vol­les Ver­ständ­nis haben, wenn sich alles in das eine pil­gern­de Got­tes­volk ein­fügt und letzt­lich von der Freu­de an der Evan­ge­li­sie­rung geprägt ist. Inso­fern sind auch mir alle Mei­nun­gen, die hier geäu­ßert wer­den dür­fen und sol­len, sehr wich­tig. Ich sehe dar­in ein Zei­chen für die Leben­dig­keit des Gei­stes, der der Kir­che vie­le Gesich­ter gibt und ihr mit­un­ter ganz ver­schie­de­ne Wei­sen auf­zeigt, das Evan­ge­li­um im Heu­te zu leben. Gemein­sam mit dem Papst über Maria nach­zu­den­ken, gehört für mich zur Vita­li­tät christ­li­cher Exi­stenz. Wenn nur kei­ne bes­ser­wis­se­ri­schen Bit­ter­kei­ten und Eng­füh­run­gen ent­ste­hen! Die haben mit dem Geist des Evan­ge­li­ums nicht viel zu tun, ste­hen ihm sogar ent­ge­gen.

    • Sind Sie Mit­glied bei „Wir sind Kir­che“? Da benutzt man jeden­falls genau Ihre Flos­keln und hält die Leu­te auch immer gut in Dis­kus­sio­nen mit pro und con­tra beschäf­tigt.
      Wenn Sie dort nicht Mit­glied sind und auch bei kei­nem ande­ren Kom­mu­ni­sten­ver­ein, der sich als Katho­li­ken­ver­ein aus­gibt, wie z.B. dem ZDK, wür­de ich Ihnen raten fol­gen­de Stan­dard­flos­keln nicht mehr zu ver­wen­den. Sonst denkt jeder, Sie gehö­ren selbst zu einem die­ser Ver­ei­ne:

      „Es ist wich­tig, dass Men­schen auch ein­mal ihre Schwie­rig­kei­ten arti­ku­lie­ren “
      „Zei­chen für die Leben­dig­keit des Gei­stes, der der Kir­che vie­le Gesich­ter gibt“
      „ver­schie­de­ne Wei­sen auf­zeigt, das Evan­ge­li­um im Heu­te zu leben“
      „das eine pil­gern­de Got­tes­volk “
      „bes­ser­wis­se­ri­sche Bit­ter­kei­ten und Eng­füh­run­gen“

      Und dabei habe ich nicht mal die typisch pro­gres­si­ven Flos­keln aus Ihren Bei­trä­gen davor mit auf­ge­zählt…

      • Ich mei­ne, dass die inne­re Dyna­mik der Evan­ge­li­sa­ti­on, die sich gera­de an Weih­nach­ten zei­gen kann, uns je mehr in die Gemein­schaft ech­ten und tie­fen Mit­ein­an­ders ruft. Sie pro-voziert uns (ganz im Sin­ne des Pap­stes), Tren­nen­des in radi­ka­lem Ernst­neh­men des ande­ren zu über­win­den, wo es aber nicht über­wind­bar ist, es erst ein­mal ein­fach ste­hen zu las­sen und aus­zu­hal­ten.

        Das hat aber doch mit Initia­ti­ven wie „Wir sind Kir­che“ gar nichts zu tun. Nein, ich gehö­re nicht dazu und hät­te auch eini­ge Anfra­gen an deren Ver­tre­ter zu rich­ten. Reform­po­ten­ti­al kann sich eben nur dort ent­fal­ten, wo ihm der Gehor­sam einer authen­tisch-christ­li­chen (d.h. von Chri­stus her nor­mier­ten) Pro­exi­stenz ein­ge­stif­tet ist, die das kirch­li­che Amt dadurch befruch­tet, dass sie es respek­tiert.

        Kri­tik setzt Aner­ken­nung des ande­ren in sei­nem Je-Anders­sein vor­aus. Das gilt auch im Ver­hält­nis von Cha­ris­ma und Amt, von Fort­schritt und Bewah­ren. Sol­ches scheint bei den von Ihnen erwähn­ten Ver­ei­ni­gun­gen manch­mal nicht in aus­rei­chen­dem Maße gege­ben zu sein. Lei­der bil­den aber auch die „Kon­ser­va­ti­ven“ ihre abge­schlos­se­nen Zir­kel und las­sen sich oft nicht genug auf die kirch­li­che Weg­ge­mein­schaft mit ihren Unwäg­bar­kei­ten ein, son­dern sind auf Sicher­hei­ten bedacht. Psy­cho­lo­gisch ist das ja ver­ständ­lich, aber ist es denn auch christ­lich?

    • Exi­sten­ti­el­le Mario­lo­gie
      Maria, die Got­tes­mut­ter, mit den Wor­ten Lust und Lüge und damit Ankla­ge gegen Gott und dazu noch unter dem Kreuz in Ver­bin­dung zu brin­gen, d.h. eine exi­sten­ti­el­le Mario­lo­gie zu ver­tre­ten – wie ein Kom­men­ta­tor die­se Sicht Mari­ens zur Ver­tei­di­gung des Pap­stes euphe­mi­sie­rend nennt und damit wohl unbe­ab­sich­tigt auch die Absicht von Fran­zis­kus deku­vriert – gehört zu sei­nem Pro­gramm der „Ver­söh­nung der katho­li­schen Kir­che mit der Moder­ne“ (Kar­di­nal Leh­man) mit dem ein­deu­ti­gen Ziel der Pro­te­stan­ti­sie­rung des Katho­li­zis­mus. Danach ist Maria nicht die Aus­er­wähl­te, die ihren Auf­trag in der Heils­ge­schich­te bedin­gungs­los annimmt und erfüllt – sie­he ich bin die Magd des Herrn , mir gesche­he nach dei­nem Wort — , die von der Erb­sün­de frei ist, son­dern eine (fast) ganz nor­ma­le Frau; das wird zwar so von Papst Fran­zis­kus nicht expres­sis ver­bis gesagt, muss aber, wenn man sei­ne Wor­te ernst nimmt, in ihnen gele­sen wer­den, ist also offen­kun­dig insi­nu­iert. Es ein beäng­sti­gen­des Bei­spiel sei­ner Stra­te­gie durch Kon­ta­mi­na­ti­on mit bestimm­ten Begrif­fen eine Umwer­tung und Umprä­gung lehr­amt­li­cher theo­lo­gi­scher Aus­sa­gen vor­an­zu­trei­ben und damit das kon­zi­lia­re und nach­kon­zi­lia­re Pro­gramm fort­zu­füh­ren. Augen­fäl­lig und bis­her bestens gelun­gen sind die Umwer­tun­gen der Hl. Mes­se zur Mahl­fei­er und des Buß­sa­kra­men­tes zur Ver­söh­nungs­fei­er mit der Fol­ge der fak­ti­schen Abschaf­fung der Beich­te oder besten­falls einer The­ra­pie­maß­nah­me i. S. einer Psy­cho­the­ra­pie – wie es im neu­en Got­tes­lob heißt: „Ein Wort, das dir hilft, kannst du dir nicht selbst sagen.“ Die lehr­amt­li­che Mario­lo­gie ist so nur eine wei­te­re Basti­on, die man zu schlei­fen ver­sucht. Dar­über kann auch die dem Papst nach­ge­sag­te Mari­en­ver­eh­rung nicht hin­weg­täu­schen, wie sei­ne abfäl­li­ge Bemer­kung über einen Rosen­kranz­ge­bets­sturm zu Anfang sei­nes Pon­ti­fi­ka­tes zeigt. Sei­ne Mari­en­ver­eh­rung scheint er eher wie sei­nen Armuts­ge­stus als medi­al wirk­sa­mes Instru­ment zur Abar­bei­tung sei­nes Pro­gramms ein­zu­set­zen, an des­sen Inhalt wohl nach den vie­len Wor­ten des Pap­stes mitt­ler­wei­le kei­ne Zwei­fel mehr bestehen dürf­ten.

      • Besteht da nicht die Gefahr, sei­ne eige­ne Ein­schät­zung zum Non­plus­ul­tra zu machen, wenn man über die Wor­te eines Man­nes, der sich sicher nicht nur ein paar Gedan­ken zu dem The­ma gemacht hat und der auch nicht bloß irgend­je­mand, son­dern immer­hin ein Jesu­it und inzwi­schen Bischof von Rom ist, so streng urteilt, anstatt sich erst ein­mal auf sie ein­zu­las­sen und sie anzu­hö­ren?
        Aber ich fin­de es wich­tig, dass hier über sol­che Pro­ble­me gespro­chen wird. Alle sol­len sich so rich­tig aus­spre­chen kön­nen und auch viel­leicht Wut, Zorn und Trau­er arti­ku­lie­ren. Und für die, deren Sicher­heits­be­dürf­nis jetzt beun­ru­higt ist, will ich noch dar­auf Hin­wei­sen: Kir­che lebt immer auch ein Stück weit von Risi­ko­be­reit­schaft, aber nicht alle müs­sen die­sen Weg gehen, auch die Gegen­ge­wich­te sind nötig. Gegen­über dem dyna­misch-pro­zess­haf­ten Ele­ment braucht’s in der Kir­che zugleich das Sta­ti­sche. Bestän­dig­keit ist ja nicht von vorn­her­ein ein Nega­tiv­be­griff. Wenn die Sachen nicht ein­frie­ren…

        • „Alle sol­len sich so rich­tig aus­spre­chen kön­nen“ … Ihre Groß­zü­gig­keit ist bezau­bernd. Doch dass Sie kein ver­nünf­ti­ges Argu­ment vor­brin­gen, kön­nen Sie damit nicht ver­schlei­ern.

          • Lie­be® Zeit­los, wol­len wir uns nicht gemein­sam auf die Weg­ge­mein­schaft der Nach­fol­ge Jesu bege­ben? Wir kön­nen unse­re Erfah­run­gen mit dem Glau­ben und der Evan­ge­li­sa­ti­on aus­tau­schen. Wir kön­nen uns auch in unse­ren Auf­fas­sun­gen ein biss­chen gegen­sei­tig rei­ben, aber das macht doch nichts, oder?
            Maria ist wie wir den Weg des Glau­bens im Hier und Heu­te gegan­gen. Immer neu muss­te sie sich auf den uner­forsch­li­chen Wil­len Got­tes ein­las­sen. Das hat mit fest­ge­form­ten Sche­ma­ta nicht viel zu tun, obwohl sie natür­lich in Ein­glie­de­rung in das jüdi­sche Got­tes­volk, damit in der Teil­ha­be an den Erfah­run­gen und spi­ri­tu­el­len Tra­di­tio­nen die­ses Vol­kes leb­te und pil­ger­te.
            Ich mei­ne, „Zeit­los“ und „kon­kret im Heu­te“ könn­ten ein wun­der­vol­les, span­nungs­reich-frucht­ba­res Team bil­den!

        • „. Bestän­dig­keit ist ja nicht von vorn­her­ein ein Nega­tiv­be­griff. Wenn die Sachen nicht ein­frie­ren…“
          Kehrt um und tut Buße. Das sind die Wor­te des größ­ten Pro­phe­ten der je von einer Frau gebo­ren ist. Johan­nes der Täu­fer.
          Kehrt um tut Buße. Das sind die Wor­te der „aller­se­lig­sten Jung­frau“.
          Ist das bestän­dig genug?
          Und was sagt unser Papst? „Ich hof­fe es geht alles Durch­ein­an­der.“
          http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/130729_weltjugendtag_fazit.php
          Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Vie­len Dank, Shu­ca.
            Wir sind uns also einig über den immer neu­en Auf­ruf zum Neu­wer­den — Umkehr! Die Bestän­dig­keit besteht in der immer­wäh­ren­den Neu­aus­rich­tung. Da kann es dann schei­nen, es gehe alles durch­ein­an­der, doch tat­säch­lich ist gera­de das ein Gärungs­pro­zess, aus dem je und je Neu­es ersteht.
            Noch­mals dan­ke, Shu­ca.

      • @Dionysos
        Vol­le Zustim­mung. Die Pro­te­stan­ti­sie­rung der hei­li­gen Kir­che nimmt immer schär­fe­re For­men an. Das Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um 2017 ist der Trei­ber der sie jagt. Drei Din­ge ste­hen ihnen im Weg. Das Papst­amt, die Hei­li­gen und als Krö­nung die Mut­ter Got­tes. Sie kön­nen die Mari­en­sta­tu­en nicht wie damals auf die Stra­ße schmei­ßen, dafür ist auch der moder­ne Katho­lik nicht bereit. Sie wol­len die Mut­ter Got­tes ent­ker­nen und nur die Hül­le soll ste­hen blei­ben. Sie wol­len die­se größ­te Frau aller Zei­ten bana­li­sie­ren und ihr mensch­li­che Schwä­chen andich­ten. Jeder Angriff auf die Mut­ter Got­tes, mag er noch so subtil(spitzfindig) wie mög­lich sein ist ein Angriff auf ihren Sohn und natür­lich auch auf sei­ne Kir­che.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  37. @gregor har­li­ker
    „Wir sind uns also einig über den immer neu­en Auf­ruf zum Neu­wer­den – Umkehr! Die Bestän­dig­keit besteht in der immer­wäh­ren­den Neu­aus­rich­tung.“
    Wir haben die Buße ver­ges­sen. Ist das Zufall? Der Gärungs­pro­zeß (ich shrei­be ß statt ss aus Pro­test gegen die neue Recht­schrei­bung) der Kon­zils­kir­che im A.…. die­ser Welt könn­te zur ihre tota­len Ver­nich­tung füh­ren Das Neue habe ich auch schon gese­hen, ent­leer­te Kir­chen und das Sakra­ment der Beich­te läuft bei den mei­sten Katho­li­ken unter Kar­ne­val. Wenn noch ein paar Sakra­men­te fal­len (Ich habe gro­ße Besorg­nis um das Sakra­ment der Ehe) dann wird Luther der neue Papst von Rom wer­den und Melachthon wird sein Geist sein.
    Ich neh­me das alles ziem­lich locker weil ich wuß­te das es kom­men wird. Aber der Schlag der die laue Kir­che tref­fen wird ist von die­ser Welt.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Das klingt alles so pes­si­mi­stisch, was hier geschrie­ben wird. Nicht dass wir die Augen schlie­ßen dür­fen vor den oft schlim­men Zustän­den: Arbeits- und Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, ver­bür­ger­lich­te und ver­äu­ßer­lich­te Struk­tu­ren in der Kir­che, auch — dan­ke, Shu­ca! — man­che Angrif­fe auf den Glau­ben, d.h. auf das tie­fe Ver­trau­en, dass wir geführt wer­den.
      Aber kön­nen wir denn das Gute über­se­hen, z.B. die vie­len jun­gen Men­schen, die an der Aus­rich­tung auf Kon­sum oder hoh­le Form nicht mehr genug haben, die daher nach neu­en, authen­ti­schen Lebens­for­men suchen und sich als Gemein­schaf­ten fin­den? Ich fin­de es wich­tig, das mit Dank­bar­keit zu sehen, statt sich nach Altem zu seh­nen, das ein­fach vor­bei ist. Wir müs­sen offen sein für das, wohin der Geist uns füh­ren will — auch wenn es viel­leicht anders aus­sieht als manch­mal erträumt.
      Mir gefällt das, was die Pius­bru­der­schaft so ger­ne sagt: „sozia­les König­tum Jesu Chri­sti“. Ja, den Hung­ri­gen das Brot bre­chen, den Ent­rech­te­ten und Aus­ge­grenz­ten bei­ste­hen und zu ihrem Recht ver­hel­fen, hin­der­li­che Struk­tu­ren (not­falls auch in der Kir­che) abwer­fen, um in der Dyna­mik des Gei­stes zu leben — das ist doch ein Ziel. Mit­ein­an­der in Soli­da­ri­tät und Dia­log auf der Weg­ge­mein­schaft des Glau­bens: Wo das beginnt, spü­ren wir „sozia­les König­tum Jesu Chri­sti“ auf­bre­chen.

  38. @gregor har­li­ker

    Sie wer­den ver­zei­hen — aber was Sie vor­brin­gen ist einer­seits sen­ti­men­tal, ande­rer­seits sub­stanz­los. Das klingt theo­re­tisch sty­lisch — bloß, was um alles in der Welt soll das kon­kret hei­ßen? „Die Bestän­dig­keit besteht in der immer­wäh­ren­den Neu­aus­rich­tung.“ ???
    Ich wüss­te nicht, dass die Kir­che sich „immer­wäh­rend neu aus­rich­ten“ müss­te.
    Das gehört kei­nes­wegs zu ihrem Auf­trag.
    Die­ses Den­ken stammt aus der Trick­ki­ste des Kapi­ta­lis­mus: man muss den alten Mist stän­dig neu auf­pep­pen, damit er gut ankommt und sich immer wie­der neu ver­kau­fen lässt.
    Ja, so ist die Kir­che eine Räu­ber­höh­le gewor­den.
    Aber das Schlimm­ste ist: so ver­kauft sie sich immer schlech­ter.
    Denn in der Kir­che gibt es nix zu ver­kau­fen und das wis­sen die „an den Rän­dern“ ganz genau. Sie pfei­fen auf einen Chri­stus, der im Kleid des from­men Spar­schweins zu ihnen kommt und sie end­lich betei­ligt an den Gewinn­aus­schüt­tun­gen des Mast­bau­ches derer, die nicht an den Rän­dern sind.

    Es geht in der Kir­che eigent­lich um ande­res. Es geht um Licht oder Fin­ster­nis. Es geht um den Kampf um die See­len der Men­schen. Es geht um eine groß­ar­ti­ge Gegen­wär­tig­set­zung des Heils­ge­sche­hens in die Zeit, bis ER kommt. Der Gegen­stand die­ser Gegen­wär­tig­set­zung ist gött­li­cher Natur und kann sich weder neu aus­rich­ten noch geht es um so etwas wie „Bestän­dig­keit“ im Unbe­stän­di­gen. Es geht um die Wahr­heit, um Jesus, der der­sel­be war, ist und in Ewig­keit sein wird. Kein Iota wird sich ändern an dem, was ER uns hin­ter­las­sen hat. Unse­re For­mung geschieht nicht durch uns selbst. Die Got­tes­mut­ter lehrt uns hier Hin­ga­be und Bieg­sam­keit, und die Hal­tung, sich for­men zu las­sen, nicht zu mei­nen, man müs­se hier Gott ins Hand­werk pfu­schen und „erneu­ern“, was Sei­nes Rech­tes ist, eines gött­li­chen Rech­tes, das sich dem mensch­li­chen Zugriff auto­ma­tisch ent­zieht, sobald der gewalt­sam und neun­mal­klug ein­grei­fen will…
    Des­halb kön­nen Sie sich auch mit „Zeit­los“ nicht zusam­men­tun. Zeit­los will die­se Hin­ga­be. Sie will sich von Jesus und Maria for­men las­sen und nicht im Rin­gen mit einem ande­ren Men­schen „neue Wege“ fin­den. Zeit­los fin­det die Wege, die Gott ihr zei­gen wird. (Hof­fe, Zeit­los, ich tref­fe damit eini­ger­ma­ßen Ihre Inten­tio­nen! Aber ich glau­be schon…).
    Das sind zwei Hal­tun­gen, die nicht ver­ein­bar sind.
    Und es ist nicht in Ord­nung, das mit ein paar schnur­ri­gen Psy­cho­lo­gen­pa­ro­len über­tün­chen zu wol­len („Und für die, deren Sicher­heits­be­dürf­nis jetzt beun­ru­higt ist, will ich noch dar­auf Hin­wei­sen: Kir­che lebt immer auch ein Stück weit von Risi­ko­be­reit­schaft, aber nicht alle müs­sen die­sen Weg gehen, auch die Gegen­ge­wich­te sind nötig. Gegen­über dem dyna­misch-pro­zess­haf­ten Ele­ment braucht’s in der Kir­che zugleich das Sta­ti­sche. Bestän­dig­keit ist ja nicht von vorn­her­ein ein Nega­tiv­be­griff. Wenn die Sachen nicht ein­frie­ren…“).

    Ein Katho­lik, wie ich ihn beschrei­be, folgt kei­nem „Sicher­heits­be­dürf­nis“. Sie dage­gen suchen Schutz in ziem­lich abge­ho­be­nen Main­stream-Paro­len, nicht wahr?

  39. @zeitschnur

    Für die­se ehr­li­chen Wor­te bin ich dank­bar. Es sind wirk­lich gewich­ti­ge Aus­sa­gen, die Sie machen. Das Bild mit dem Spar­schwein ist pas­send. Ja, als inner­lich begei­ster­te Jün­ger Jesu, die froh Zeug­nis von dem geben, was sie selbst erfah­ren haben, ver­zich­ten wir auf das Erspa­ren von Sicher­hei­ten, mit denen wir uns nur schwer und unbe­weg­lich machen, und bege­ben uns auf den Weg zu den Men­schen — „an den Rän­dern“, wenn Sie so wol­len.

    Was mir an Ihnen gefällt, ist auch Ihre durch­aus streit­ba­re Hal­tung. Ich kann Sie nur ermu­ti­gen: Blei­ben Sie, wie Sie sind! Ste­hen Sie für das ein, was Sie als rich­tig erken­nen! Dis­ku­tie­ren und strei­ten Sie nur! Ver­ges­sen Sie dabei aber nicht, dass wir alle zusam­men­wir­ken müs­sen. Die Kir­che ist das Sakra­ment der Ein­heit des gan­zen Men­schen­ge­schlech­tes, und des­halb muss die­se Ein­heit zuerst unter uns begin­nen.

    Mein Vor­schlag: „Zeit­schnur“, las­sen Sie doch die Schnur zur Ver­bin­dung wer­den. Viel­leicht ist es ja gera­de Ihre Auf­ga­be, selbst sol­che schein­bar ent­ge­gen­ge­setz­ten Kräf­te wie „Zeit­los“ und einen auf stän­di­gen Auf­bruch ins Offe­ne aus­ge­rich­te­ten Gre­gor H. zusam­men­zu­bin­den. Ich bin froh, mit Ihnen im Dia­log zu ste­hen. Dan­ke.

    • Lie­ber @gregor har­li­ker

      Wenn ich Ihre Tex­te bzw. Aus­drucks­wei­sen lese, spü­re ich, dass Ihnen die mysti­sche Dimen­si­on der Kir­che (mysti­scher Leib Jesu Chri­sti) nicht recht bekannt sein kann. Auch mei­ne ich, her­aus­le­sen zu kön­nen, dass Sie sich zwar über­wie­gend im Main­stream der heu­ti­gen moder­nen (deutsch-) katho­li­schen Kir­che (evtl. über­wie­gend lesend) bewe­gen, aber auch an der Wahr­heit inter­es­siert sind.
      Unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen möch­te ich Ihnen sagen dür­fen, wie bei mir die Umkehr und damit das Ver­ste­hen der Glau­bens­ge­heim­nis­se und des Geheim­nis­ses der Kir­che vor mehr als zwei Jahr­zehn­ten in Gang kam:
      Als mir bewusst wur­de, wie unter­schied­lich die Mei­nun­gen zu ein und der­sel­ben Sache — auch in Glau­bens­din­gen — sein kön­nen, kam die Fra­ge auf „Wo ist die Wahr­heit bzw. wie fin­de ich Wahr­heit?“ Und die Ant­wort die ich in mir ver­spür­te lau­te­te: „In der Bibel, im Wort Got­tes“. Und so bin ich (sonn­tags) ange­fan­gen in der Bibel (qua­si als Buch mit sie­ben Sie­geln) etwas zu lesen; und regel­mä­ßi­ger sonn­tags in die (Pfarr-)Kirche (Hl. Mes­se) zu gehen, bzw. dann ersatz­wei­se Don­ners­tags, wenn ich sonn­tags mal nicht dazu kam.
      Als näch­ster Schritt kam die Annah­me einer wun­der­tä­ti­gen Medail­le, obwohl ich ein Skep­ti­ker war. Denn aus dem Lesen in der Bibel wuss­te ich schon, dass Gott durch Men­schen han­delt. Und Gott woll­te ich kei­ne Ableh­nung zei­gen. Seit­dem ich die­se Medail­le tra­ge, erfah­re ich immer kon­kre­te­re Füh­rung im Glau­ben. Sowohl im per­sön­li­chen als auch im gemein­schaft­li­chen Gebet, wie auch in der Begeg­nung mit Men­schen, mit denen ich vor­her nicht in Kon­takt gekom­men wäre.
      Kurz und gut: Heu­te darf ich ein wenig mehr wis­sen als damals wo ich mich noch im ‚Main­stream‘ (kirch­li­che Bil­dungs­häu­ser u.ä.) beweg­te. Es kommt im Glau­ben zunächst auch auf das Wis­sen um die Leh­re der katho­li­schen Kir­che (Kate­chis­mus-Wis­sen) an. Aber dazu gehört auch, die Kir­che in ihrem Wesen zu ver­ste­hen. Und das geht letzt­end­lich nur durch Gebet und und dar­aus ent­ste­hen­de und geleb­te Got­tes- und Hei­li­gen­be­zie­hung (ins­be­son­de­re die Köni­gin Maria und der Patron der Kir­che, der Hl. Joseph).
      Fer­ner ist es wich­tig, regel­mä­ssig zu Hl. Beich­te zu gehen und den Wil­len Got­tes zu suchen. Auch das geht nur dadurch, dass man sich in Demut zu dem eigent­li­chen Auf­trag für das eige­ne Leben füh­ren lässt. Man kann das übri­gens sehr schön mit dem (täg­li­chen betrach­ten­den) Beten des authen­ti­schen ‚Beru­fungs­ge­bet‘ des Hl. Franz von Assi­si bei sich selbst unter­stüt­zen:
      „O höch­ster glor­rei­cher Gott, erleuch­te die Fin­ster­nis mei­nes Her­zens und schen­ke mir: rech­ten Glau­ben, gefe­stig­te Hoff­nung, voll­ende­te Lie­be und tief­grün­den­de Demut. Gib mir, o Herr, das Emp­fin­den und Erken­nen, damit ich dei­nen hei­li­gen Auf­trag erfül­le, den du mir in Wahr­heit gege­ben. Amen.“
      Als (betrach­ten­der) Beter der Grund­ge­be­te der Kir­che, oder auch des ‚Magni­fi­cat‘ der Got­tes­mut­ter, oder auch des ‚Engel des Herrn‘ und als Teil­neh­mer an der tra­di­tio­nel­len Lit­ur­gie (-Ord­nung) der Kir­che wird sich Ihr Den­ken gna­den­haft ändern.

      • Für die­ses sehr offe­ne und ehr­li­che Lebens- und Glau­bens­zeug­nis dan­ke ich Ihnen. Ich fin­de es ein­fach nur schön, wie Sie von dem spre­chen, was Ihnen ganz per­sön­lich wich­tig ist. Jeder wird sei­nen Weg geführt. Wie vie­le Wege näm­lich gibt es zu Gott? Bene­dikt XVI. ant­wor­te­te bekannt­lich: So vie­le, wie es Men­schen gibt.

        • Ver­zei­hen Sie mir, aber Ihr Dank zu mei­nen Aus­füh­run­gen — die ich extra für Sie so auf­ge­schrie­ben habe — scheint mir ein Miss­ver­ständ­nis Ihrer­seits zu ‚offen­ba­ren‘ (aus den letz­ten drei bis vier Sät­zen ist das her­aus­zu­le­sen): Sie lesen alle die­se Leser­aus­sa­gen und auch mei­ne weit­ge­hend distan­ziert, will sagen: Sie las­sen m. E. die Din­ge (Inhal­te) nicht wirk­lich an sich her­an­kom­men, wie das in der moder­nen Theo­lo­gie üblich ist, die Din­ge zu sub­jek­ti­vie­ren und damit zu rela­ti­vie­ren. Und das ist sehr scha­de für Sie selbst. Aber viel­leicht soll­ten Sie mei­nen obi­gen Text (oder auch ande­re Tex­te hier, die Ihnen zunächst gegen den Strich gehen) mehr­fach lesen, um die all­ge­mein gül­ti­gen Inhal­te von den spe­zi­fisch per­sön­li­chen zu unter­schei­den.

          Denn es ist ganz wesent­lich, die Umkehr exi­sten­ti­ell zu leben (und auch leben zu wol­len!). Denn erst wenn ich bereit bin, mich vor Gott und vor mir selbst (zunächst) in Fra­ge zu stel­len, habe ich über­haupt eine Chan­ce, mich bes­ser wirk­lich ken­nen zu ler­nen; und dann auch die Umkehr zu leben.

          „Erleuch­te die Fin­ster­nis mei­nes Her­zens“ des Fran­zis­kus-Gebe­tes will immer wie­der betrach­tet wer­den: Wie fin­ster ist es in mei­nem Her­zen? Oder bes­ser: Wo sind die fin­ste­ren Berei­che oder Stel­len in mei­nem Her­zen vor denen ich immer wie­der davon lau­fe? Und: Ist mein Herz ein Herz aus Stein (weil ich stolz bin) oder ist es ein Herz aus Fleisch (weil ich mit dem Hl. Her­zen Jesu und dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens ver­bun­den lebe)?

          Das was ich Ihnen hier aus per­sön­li­cher Sicht mit­ge­teilt habe und mit­tei­le ist wohl doch nicht nur sub­jek­tiv, denn die­se Erfah­run­gen tei­le ich mit etli­chen Betern (des hl. Rosen­kran­zes und des Barm­her­zig­keits-) die auch regel­mä­ßig (etwa monat­lich) zur Hl. Beich­te gehen und auch werk­täg­lich die Hl. Mes­se besu­chen.

          Lie­be ist Ent­schei­dung. Und Glau­ben, rich­tig ver­stan­den, ist Lie­be; sogar die höch­ste Form, denn sie schließt das Ver­trau­en mit ein. In den vie­len Prü­fun­gen unse­res Lebens (gera­de jetzt auch mit der Situa­ti­on von zwei leben­den Päp­sten), in die Gott uns hin­ein­stellt, kommt es wesent­lich auf das Ver­trau­en an, so wie Maria unter dem Kreuz und am Kar­sams­tag ver­trau­ens­voll auf die Auf­er­ste­hung ihres gött­li­chen Kin­des ver­traut hat, ver­trau­en konn­te, weil sie ganz rein ist als die Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis (Dog­ma 1854; Bestä­ti­gung des Dog­mas durch Maria selbst in Lour­des 1858). Auch des­halb sol­len wir Maria als Vor­bild für unser Christ­sein neh­men.

          Maria wur­de am Ende des II. Vati­ka­num (in der dog­ma­ti­schen Kon­sti­tu­ti­on über die Kir­che Lumen Gen­ti­um) fei­er­lich als „Mut­ter und Urbild der Kir­che“ von Papst Paul VI. ver­kün­det.

          Es wür­de sich m. E. auch für Sie loh­nen, sich mit dem Geheim­nis Mari­ens und der Kir­che — u. a. durch betrach­ten­des Rosen­kranz-Gebet — zu befas­sen. Das wün­sche ich Ihnen von Her­zen; und den Segen Got­tes und den beson­de­ren Schutz unse­rer „Lie­ben Frau von Fati­ma“.

          Natür­lich muss jeder sei­nen jewei­li­gen Weg gehen; aber wir müs­sen dabei immer nur Gott suchen, nicht uns selbst.

    • @gregor har­li­ker
      Mit ihrer Ermah­nung zur Ein­heit (das Tot­schlag­ar­gu­ment Nr 1) und ein paar Flos­keln (Auf­bruch ins Offe­ne??), die man heu­te in ähn­li­cher Wei­se oft zu hören bekommt, schei­nen Sie der Dis­kus­si­on hier ein ver­söhn­li­ches Schluß­wort set­zen zu wol­len. Sie über­se­hen, daß die Kom­men­ta­re hier einen berech­tig­ten Pro­test zu den Aus­sa­gen des Pap­stes dar­stel­len. Inhalt­lich haben Sie wenig dazu gesagt. Es ist ein biß­chen bil­lig, die Sach­ar­gu­men­te ein­fach so abbie­gen zu wol­len.

      • Sach­lich hat­te ich auf die Keno­sis des Soh­nes hin­ge­wie­sen, der im Ölgar­ten fleh­te, der Kelch möge an ihm vor­über­ge­hen, der — nach dem Hebrä­er­brief — den Gehor­sam gelernt hat und der am Kreuz rief: „Mein Gott, mein Gott, war­um hast du mich ver­las­sen?“ Auch habe ich den Unter­schied zwi­schen einer dog­ma­ti­schen Pri­vi­le­gi­en-Mario­lo­gie und einer exi­sten­ti­el­le­ren Betrach­tungs­wei­se erwähnt. In die­sen Zusam­men­hang gehö­ren Aus­sa­gen der Klei­nen Thérèse. Könn­te Maria nicht in ihrem Inne­ren von Gedan­ken bestürmt wor­den sein, die das Ver­trau­en zu unter­gra­ben ver­such­ten, ohne dass sie ihnen zuge­stimmt hät­te? Hat nicht Jesus den Gedan­ken ein­ge­ge­ben bekom­men, vor dem Für­sten die­ser Welt nie­der­zu­fal­len? Er hat es selbst­ver­ständ­lich nicht getan, ist aber ver­sucht wor­den. Kurz­um: Was der Papst da über Maria sagt, ist dem Evan­ge­li­um — und damit sei­nem gro­ßen Anlie­gen der Evan­ge­li­sie­rung — nicht ent­ge­gen.

        • “ Hat nicht Jesus den Gedan­ken ein­ge­ge­ben bekom­men, vor dem Für­sten die­ser Welt nie­der­zu­fal­len? Er hat es selbst­ver­ständ­lich nicht getan, ist aber ver­sucht wor­den.“
          Kön­nen sie uns mal den Namen der Per­son sagen die Chri­stus ver­sucht hat. Ich bin näm­lich sehr neu­gie­rig.
          „Mein Gott, mein Gott, war­um hast du mich ver­las­sen?“
          Das ist das jüdi­sche Ster­be­ge­bet und hat nichts mit mensch­li­chen Zwei­feln zu tun.
          „Könn­te Maria nicht in ihrem Inne­ren von Gedan­ken bestürmt wor­den sein, die das Ver­trau­en zu unter­gra­ben ver­such­ten, ohne dass sie ihnen zuge­stimmt hät­te?“
          Sie ist doch kei­ne Kon­zils­ka­tho­li­kin die stän­dig über den Glau­ben rum­meckern und immer schlau­er als der Vater im Him­mel selbst ist. „Ich bin die Magd des Herrn, mir gesche­he nach dei­nem Wort.“ Die­ser Glau­be müß­te auch für unse­ren Papst rei­chen.
          Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Über den Ver­su­cher kön­nen Sie bei den Syn­op­ti­kern nach­le­sen. Die bibli­sche Über­lie­fe­rung ist hier sehr deut­lich, ja gera­de­zu mas­siv, dar­in übri­gens nicht unähn­lich unse­rem Papst, der ja klar vom Teu­fel spricht.
            Gut, dass Sie auf den Psalm hin­ge­wie­sen und von ihm als Ster­be­ge­bet gespro­chen haben. Ob dadurch aber alles erklärt ist? Die christ­li­che Deu­tung geht näm­lich über die jüdi­sche Tra­di­ti­on her­aus und betrach­tet den Psalm als direkt mes­sia­nisch. Das heißt: Er spricht von Jesus, dem Mes­si­as! In Jesus sind die Wor­te erfüllt, die im Psalm gleich­sam auf ihn gewar­tet haben.Das bedeu­tet dann aber auch: Was der Psalm im ein­zel­nen sagt, fin­det sei­ne Ent­spre­chung im Lei­den des Got­tes­knech­tes. Sie kön­nen das an man­chen Ein­zel­hei­ten sehen, die im Psalm ste­hen und uns bei der Kreu­zi­gung wie­der begeg­nen (z.B. die durch­bohr­ten Glie­der Jesu, das Wür­feln um sein Gewand usw.). Das fei­er­li­che Ende des Psalms kann man über­haupt nur mes­sia­nisch ver­ste­hen, es sprengt den Rah­men jedes Ster­be­ge­be­tes.
            So kann man wohl auch die Wor­te am Beginn des Psalms auf das Lei­den Jesu anwen­den und sich Gedan­ken dar­über machen, in wel­cher Wei­se der Sohn das am Kreuz mein­te. Wenn Sie, lie­be Shu­ca, bei der rein jüdi­schen Deu­tung blei­ben wol­len, betrach­te ich das mit Respekt. Aber ver­ste­hen Sie, dass ich da als Christ etwas wei­ter gehen will.
            Und noch etwas: Das Ange­foch­ten­sein hat ja doch gar nichts mit einem „Rum­meckern“ zu tun. Die Aus­füh­run­gen des Hei­li­gen Vaters sagen das so schön! Übri­gens hat­te auch Thérèse von Lisieux, als sie so sehr durch Trost­lo­sig­keit gequält wur­de, gera­de nicht pro­te­stiert, son­dern es durch­ge­hal­ten. Und eben­so Mut­ter Tere­sa. Geist­li­che Autoren wie Juan de la Cruz spre­chen da von einer „Nacht“ (der Sin­ne, des Gei­stes), also einer letz­ten Ent­blö­ßung. So ver­ste­he ich auch Maria unter dem Kreuz.

  40. @ Gre­gor Har­li­ker
    Sie dür­fen davon aus­ge­hen, dass weder @Zeitschnur die Lust ver­spürt, Men­schen wie Sie und mich „zusam­men­zu­bin­den“, noch dass Men­schen, die mei­nen Glau­ben tei­len, bereit sind, sich mit Ihnen „zusam­men­bin­den“ zu las­sen. Zwi­schen uns besteht nicht schein­bar ein Gegen­satz, son­dern ein unüber­brück­ba­rer. Es sei denn, Sie gehen in sich und bekeh­ren sich.
    Weil Sie näm­lich ande­ren Men­schen das Wort im Mun­de her­um­dre­hen.

  41. Ich hal­te Gre­gor Har­li­ker schlicht und ein­fach für einen Troll. Zumin­dest hat er sich im Lau­fe der Debat­te dahin ent­wickelt. Er ver­dreht alle Kom­men­ta­re mit sicht­bar les­ba­rem Ver­gnü­gen. Trolls soll man nicht füt­tern, ist ein alt bewähr­tes Rezept. Weil sie das Inter­es­se ver­lie­ren, wenn sie kei­ne Auf­merk­sam­keit bekom­men.

      • Natür­lich kann man immer Ver­mu­tun­gen über ande­re anstel­len. Bes­ser ist, mit ihnen zu reden. Das Gespräch darf doch nicht abrei­ßen. Ich bin neu hier und bin weder ein Troll noch die Fort­set­zung eines „Bazil­lus“ (wer auch immer das gewe­sen sein mag), son­dern schlicht ein katho­li­scher Christ. Kön­nen wir uns denn nicht auf die­ser Ebe­ne fin­den: Wir wol­len gemein­sam Chri­sten sein?

  42. @gregor har­li­ker
    „dar­in übri­gens nicht unähn­lich unse­rem Papst, der ja klar vom Teu­fel spricht.“
    Rich­tig. Jetzt sind wir ein Schritt wei­ter.
    „Das Ange­foch­ten­sein hat ja doch gar nichts mit einem „Rum­meckern“ zu tun.“
    Chri­stus ist von Luzi­fer ver­sucht wor­den. Man könn­te auch sagen, er ist ange­foch­ten wor­den.
    Wenn man der Frau ohne Makel mit sei­nen alber­nen mensch­li­chen Vor­stel­lun­gen kom­men will dann lacht sich einer kaputt. Luzi­fer!
    Wenn sie das gesagt und gemacht hät­te was unser Papst in sei­ner ver­ba­len Kos­me­tik ange­deu­tet hat, dann hät­te sie das gan­ze Erlö­sungs­werk abge­schos­sen und es hät­te kei­nen Got­tes­sohn und kei­nen christ­li­chen Glau­ben gege­ben. Cui bono. Wem hät­te es genützt? Die aller­se­lig­ste Jung­frau wür­de nie so einen Blöd­sinn den­ken geschwei­ge denn aus­spre­chen, außer Luzi­fer hät­te sie in Ver­su­chung geführt und über­wäl­tigt.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

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