„Gottes Liebe ist radikal anders“

Papst Franziskus
Papst Franziskus

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

in der Rei­he der Kate­che­sen über das Vater­un­ser wol­len wir heu­te nach­den­ken, was es heißt, dass Gott „Vater im Him­mel“ ist. Er ist nicht ein gewöhn­li­cher Vater.

Den Vätern hier auf die­ser Erde geht es wie allen Men­schen. Ihre mensch­li­chen Bezie­hun­gen haben bei allem guten Wil­len ihre Gren­zen. Wir Men­schen tun uns zuwei­len schwer, unse­re Lie­be wach zu hal­ten. Wir unter­lie­gen den Ver­su­chun­gen des Ego­is­mus, der Macht und des Haben-Wol­lens. Got­tes Lie­be ist radi­kal anders, hat eine ande­re Dimen­si­on. Sei­ne völ­li­ge Lie­be kön­nen wir in die­sem Leben nur in unvoll­kom­me­ner Wei­se kosten. Wir sind vor Got­tes Lie­be arme Bett­ler. Und doch brau­chen wir nie an der Treue sei­ner Lie­be zu zwei­feln. Wir sind stets die Adres­sa­ten sei­ner Lie­be. Selbst wenn wir die Erfah­rung gemacht haben, dass es unse­re Eltern zuwei­len an Lie­be feh­len lie­ßen, dür­fen wir fest ver­trau­en: Es gibt einen Gott im Him­mel, der uns so wie kei­ner auf die­ser Erde liebt und lie­ben wird. Wir alle sind Got­tes gelieb­te Kin­der, und es gibt nichts im Leben, was die­se Lei­den­schaft für uns aus­zu­lö­schen ver­mag.

Ein herz­li­ches Will­kom­men allen Pil­gern und Besu­chern deut­scher Spra­che. Kin­der des Vaters im Him­mel zu sein bedeu­tet, den Näch­sten zu lie­ben und denen nahe zu sein, die allein und in Not sind. Um die­ses Zeug­nis der gött­li­chen Barm­her­zig­keit geben zu kön­nen, schen­ke der Herr euch und eure Fami­li­en sei­nen Bei­stand und sei­ne Gna­de!

Bild: Vatican.va (Screen­shot)




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