Jährliche Überweisung an den Vatikan nach Viganò-Dossier blockiert

Legatus
Legatus blockiert nach Viganò-Dossier die jährliche Überweisung an den Vatikan: „Wir halten eine Klärung für notwendig“.

(Washing­ton) Die US-Grup­pe Lega­tus – Ambassa­dors for Christ in the Mar­ket­place hat die jähr­li­che Spen­de an den Vati­kan, aktu­ell in der Höhe von 820.000 Dol­lar, blockiert.

Der außer­ge­wöhn­li­che Schritt wur­de „wegen der jüng­sten Ent­hül­lun­gen“ beschlos­sen.

In Lega­tus sind rund 5.000 katho­li­sche Unter­neh­mer und Geschäfts­leu­te zusam­men­ge­schlos­sen. Kar­di­nal Antho­ny Bevil­ac­qua bezeich­ne­te die Ver­ei­ni­gung in den 90er Jah­ren als „ein­fluß­reich­ste Lai­en­or­ga­ni­sa­ti­on in der Kir­che“ der USA.

Der Grün­der Tom Mona­g­han gab bekannt, daß „wir eine Klä­rung bezüg­lich der spe­zi­fi­schen Nut­zung die­ser Mit­tel für not­wen­dig erach­ten“. Damit reagier­te die Orga­ni­sa­ti­on auf den aktu­el­len Miß­brauchs­skan­dal und mög­li­che hoch­ran­gi­ge bis höch­ste Ver­strickun­gen von kirch­li­chen Amts­trä­gern in den Skan­dal

Für den Augen­blick wird die Sum­me nicht an den Vati­kan über­wie­sen. Die Über­wei­sung wur­de blockiert und das Geld auf einem Kon­to depo­niert, wie Mona­g­han mit­teil­te.

In einem Brief an alle Spen­der infor­mier­te der Grün­der, daß die vor­läu­fi­ge Nicht-Über­wei­sung an den Hei­li­gen Stuhl und die gefor­der­te Klä­rung in direk­tem Zusam­men­hang mit dem Dos­sier des ehe­ma­li­gen Apo­sto­li­schen Nun­ti­us in den USA, Msgr. Car­lo Maria Viganò, ste­hen und von die­sem aus­ge­löst wur­den.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Lega­tus