„In der Taufe sind wir der Welt gestorben“

Generalaudienz

Liebe Brüder und Schwestern,

mit der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag treten wir wieder in das Ostertriduum ein, in die Feier der heiligen drei Tage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und von der Auferstehung des Herrn.

Das Gedächtnis der österlichen Geheimnisse markiert die grundlegenden Stationen unseres Glaubens und unserer Berufung in der Welt. „Christus, meine Hoffnung, ist auferstanden und geht den Seinen voran nach Galiläa“, fasst die Sequenz am Ostersonntag die Nachricht der Auferstehung zusammen. Es ist eine Botschaft der Freude und Hoffnung, zugleich ein Aufruf zur Verantwortung, Verkündigung und Mission. Wie Paulus sagt, wurde Christus, unser Osterlamm, wegen unserer Verfehlungen hingegeben und wegen unserer Gerechtmachung auferweckt (vgl. Röm 4,25). Wenn wir daher voll Dankbarkeit die österlichen Geheimnisse feiern, machen wir uns das Geschenk des neuen Lebens als Getaufte wieder bewusst. Denn in der Taufe sind wir der Welt gestorben und mit Christus auferweckt worden. Wir sind als neue Schöpfung wiedergeboren. Dies muss Tag für Tag in unserem neuen Leben als Erlöste Gestalt annehmen. In der konkret gelebten Nächstenliebe werden wir durch und mit Christus zu Werkzeugen der Befreiung und Hoffnung, zu Zeichen des Lebens und der Auferstehung.

 

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache an der heutigen Audienz. Liebe Brüder und Schwestern, machen wir uns bereit, die Geheimnisse unserer Erlösung an den drei österlichen Tagen in rechter Weise zu feiern, indem wir Gottes Barmherzigkeit im Bußsakrament empfangen und die Liebe Christi zu unseren Mitmenschen bringen. Allen wünsche ich frohe und gesegnete Ostern.

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