Radio Maria Irland: Heilige Messe im überlieferten Ritus

Radio Maria Irland: wöchentlich zur Todesstunde des Herrn eine Heilige Messe in der überlieferten Form des Römischen Ritus.
Radio Maria Irland: wöchentlich zur Todesstunde des Herrn eine Heilige Messe in der überlieferten Form des Römischen Ritus.

(Dub­lin) Im Herbst 2009 kam es bei Radio Maria Ita­li­en, dem Mut­ter­sen­der der Welt­fa­mi­lie aller Radio-Maria-Sen­der zur Pre­mie­re: Am Ersten Advents­sonn­tag über­trug der katho­li­sche Radio­sen­der die erste Hei­li­ge Mes­se in der über­lie­fer­ten Form des Römi­schen Ritus. Bei Radio Maria Irland geschieht das heu­te regel­mä­ßig.

Am 29. Novem­ber 2009 war es soweit: Radio Maria Ita­li­en sen­de­te um 10.30 Uhr aus der Kir­che Sant’Antonio von Aci­rea­le bei Cata­nia auf Sizi­li­en die erste Hei­li­ge Mes­se im Alten Ritus. Das war eine Sen­sa­ti­on. Der Sen­der unter der Pro­gramm­di­rek­ti­on von Don Livio Fan­za­ga folg­te damit Papst Bene­dikt XVI. und des­sen Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum.

Requiem im überlieferten Ritus für die verstorbenen Hörer.
Requi­em im über­lie­fer­ten Ritus für die ver­stor­be­nen Hörer.

Der Auf­takt war gemacht. Wei­te­re Meß­über­tra­gun­gen in der soge­nann­ten außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus folg­ten.

Bei Radio Maria Irland ist die Über­tra­gung der Hei­li­gen Mes­se in der über­lie­fer­ten Form inzwi­schen eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Seit mehr als einem Jahr wird regel­mä­ßig an jedem Frei­tag der Todes­stun­de des Herrn gedacht. Nach Gebe­ten wird mit Beginn um 15.20 Uhr die Hei­li­ge Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus zele­briert und aus­ge­strahlt. Die Meß­in­ten­tio­nen vari­ie­ren, zumin­dest ein­mal im Quar­tal wird sie als Requi­em für die ver­stor­be­nen Hörer auf­ge­op­fert.

Die Ent­wick­lung unter­schei­det sich bei Radio Maria von Land zu Land. Radio Maria Ita­li­en ließ unter Papst Bene­dikt XVI. zahl­rei­che tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Intel­lek­tu­el­le mit­ar­bei­ten und eige­ne Sen­dun­gen gestal­ten. Nach sei­nem Rück­tritt und der Wahl von Papst Fran­zis­kus ent­le­dig­te sich der Sen­der ihrer schnell wie­der (sie­he auch hier, hier und hier). Sie blie­ben eigent­lich nur in ihrer Linie kon­se­quent und bean­stan­de­ten wei­ter­hin das, was sie auch zuvor an Fehl­ent­wick­lun­gen durch Kir­chen­ver­tre­ter kri­ti­siert hat­ten, nun eben auch an Papst Fran­zis­kus.

Don Livio Fan­za­ga begrün­de­te die „Säu­be­run­gen“, wie sie Kri­ti­ker nann­ten, mit „bedin­gungs­lo­ser Papst­treue“.

Im deut­schen Sprach­raum hat sich kein Radio-Maria-Sen­der, soweit bekannt, so weit vor­ge­wagt, eine Hei­li­ge Mes­se in der über­lie­fer­ten Form des Römi­schen Ritus zu über­tra­gen. Die Angst vor den Bischö­fen ist zu groß. Es fehlt bis­her aber auch am nöti­gen lit­ur­gi­sches Ver­ständ­nis.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Catho­lic Heri­ta­ge