Gläubige versichern: Christus neigte am Karfreitag den Kopf — Ein Wunder?

Während der Betrachtung der Letzten Sieben Worte Jesu am Kreuz neigte der Gekreuzigte sein Haupt. Ein Wunder? Der Pfarrer spricht von einem "wohlwollenden, göttlichen Zeichen".
Während der Betrachtung der Letzten Sieben Worte Jesu am Kreuz neigte der Gekreuzigte sein Haupt. Ein Wunder? Der Pfarrer spricht von einem "wohlwollenden, göttlichen Zeichen".

(Mexi­ko-Stadt) Neig­te am Kar­frei­tag in der Pfar­rei San­ta Ana von Tepe­tit­lan in Zapo­pan, einem Nach­bar­ort von Gua­da­la­ja­ra im mexi­ka­ni­schen Bun­des­staat Jalis­co an der Pazi­fik­kü­ste Chri­stus am Kreuz sein Haupt?

Pfarrkirche zu den Heiligen Anna und Joachim von Tepetitlan
Pfarr­kir­che zu den Hei­li­gen Anna und Joa­chim von Tepe­tit­lan
Der Vor­fall ereig­ne­te sich wäh­rend der Tres Horas (drei Stun­den), einer außer­lit­ur­gi­schen Andachts­form, die vor allem in Latein­ame­ri­ka gro­ße Ver­brei­tung hat und die Sie­ben Letz­ten Wor­te Jesu betrach­tet. Die­se Andacht geht von 12–15 Uhr der Kar­frei­tags­lit­ur­gie vor­aus.

Wie heu­te weit ver­brei­tet wur­den auch Tei­le der Andacht in der mexi­ka­ni­schen Pfar­rei von einem Gläu­bi­gen ama­teur­haft gefilmt. Auf den Auf­zeich­nun­gen ist zu erken­nen, was sie anwe­sen­den Gläu­bi­gen und der Pfar­rer mit eige­nen Augen beob­ach­ten konn­ten: daß sich der Kopf des Gekreu­zig­ten neig­te.

Das Video sorgt seit­her für eini­ges Auf­se­hen. Am 24. April berich­te­te das mexi­ka­ni­sche Fern­se­hen über den Vor­fall. Pfar­rer Juan Anto­nio Guer­ra Lule spricht von einem „gött­li­chen Zei­chen“. Das Wort „Wun­der“ möch­te er vor­sichts­hal­ber nicht gebrau­chen: „Ich möch­te lie­ber von einer wohl­wol­len­den Geste spre­chen, die genau zum letz­ten Wort gesche­hen ist. Es war drei Uhr nach­mit­tags, als es zu die­ser Bewe­gung kam, die natür­lich ist“, so der Pfar­rer gegen­über dem Fern­seh­sen­der Uni­vi­si­on.

Die Chri­stus-Dar­stel­lung des Gekreu­zig­ten ist mehr als 300 Jah­re alt. Die lebens­gro­ße Figur befin­det sich die mei­ste Zeit hin­ter einer Glas­schei­be im „Hei­li­gen Grab“. Nur am Kar­frei­tag und am Tag der Toten (Aller­hei­li­gen, Aller­see­len) wird sie am Kreuz befe­stigt, was durch Schnü­re geschieht, die es auch ermög­li­chen, die Arme aus­zu­brei­ten. Der Kopf sei aller­dings nicht beweg­lich.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Uni­vi­si­on (Screen­shots)

3 Kommentare

  1. Ohne Zwei­fel gibt es immer wie­der gött­li­che Zei­chen und Ereig­nis­se, die mit unse­rem Men­schen­ver­stand nicht zu erklä­ren sind.

    Bei die­sem Video habe ich per­sön­lich aber Zwei­fel. Ver­wun­der­lich, dass in einer Andacht jemand filmt und das just in dem Augen­blick, in wel­chem sich das Haupt senkt.

    • Viel­leicht ist der Kopf der Figur auch ein­fach zu schwer für den Kör­per gewor­den und ist ent­spre­chend „her­un­ter­ge­sackt“. — Wäre dabei natür­lich wich­tig zu wis­sen, aus wel­chem Mate­ri­al die Chri­stus­fi­gur gefer­tigt ist.

      • Das war auch mein Gedan­ke. Ich gehe nicht davon aus, dass hier jemand „nach­ge­hol­fen“ hat, auch wenn mich tat­säch­lich wun­dert, dass die Kame­ra hier direkt greif­breit war.

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