Papst Franziskus vor dem Allerheiligsten: „Er kniet nicht, nimmt den Pileolus nicht ab und keine Gebetshaltung ein“

Papst Franziskus saß in der Krypta des Mailänder Domes vor dem ausgesetzten Allerheiligsten: "Er kniete nicht, saß, legte nicht einmal den Pileolus ab und nahm keine Gebetshaltung ein"
Papst Franziskus saß in der Krypta des Mailänder Domes vor dem ausgesetzten Allerheiligsten: "Er kniete nicht, saß, legte nicht einmal den Pileolus ab und nahm keine Gebetshaltung ein"

(Mai­land) Im Rah­men sei­nes heu­ti­gen Mai­land-Besu­ches und dem Tref­fen mit dem Kle­rus des Erz­bis­tums im Mai­län­der Dom ver­brach­te Papst Fran­zis­kus eini­ge Zeit vor dem Aller­hei­lig­sten. „Er kniet nicht nie­der, son­dern setzt sich auf einen schö­nen Ses­sel umge­ben von ande­ren Prä­la­ten, die ste­hen …“ Mit die­sen Wor­ten kri­ti­sier­te der Jour­na­list Anto­nio Soc­ci die Sze­ne, die von ver­schie­de­ner Sei­te Kri­tik pro­vo­zier­te.

Die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Sei­te Mes­sa in lati­no füg­te noch eini­ge Anmer­kun­gen hin­zu. Ihr Schrift­lei­ter übte dabei Kri­tik an der Hal­tung von Fran­zis­kus vor dem Aller­hei­lig­sten, wie sie von die­ser Sei­te in den vier Jah­ren die­ses Pon­ti­fi­kats in die­ser Schär­fe noch nicht geäu­ßert wur­de.

  • „Der Papst besucht das Aller­hei­lig­ste nicht auf dem Haupt­al­tar (was eine gute und rich­ti­ge Gele­gen­heit gewe­sen wäre, der wür­di­gen Anbe­tung Got­tes, Höhe­punkt der Lit­ur­gie und des Kul­tus, Sicht­bar­keit zu ver­schaf­fen), son­dern in der Kryp­ta, fast so, als wür­de es sich um eine Pri­vat­sa­che han­deln, die man im Ver­bor­ge­nen macht und in Eile.
  • Ein Bet­sche­mel wur­de nicht ein­mal bereit­ge­stellt. Das heißt: Der Zere­mo­ni­en­mei­ster des Domes hat­te Anwei­sung, ihn erst gar nicht auf­zu­stel­len. Der Papst will den Bet­sche­mel nicht benut­zen und einen sol­chen offen­bar nicht ein­mal in sei­ner Nähe haben.
  • Fran­zis­kus hat sich vor dem Aller­hei­lig­sten nicht ein­mal den wei­ßen Pileo­lus abge­nom­men. Dabei wur­de er einst Soli Deo genannt, weil man ihn nur vor Gott im Altarsa­kra­ment ablegt.
  • Aus­druck und Kör­per­hal­tung, die nicht gefal­te­ten Hän­de, haben ange­zeigt, daß der Papst nicht in beten­der und anbe­ten­der Hal­tung vor den Herrn trat, gera­de so, als habe ihn der im Pro­gramm vor­ge­se­he­ne Zwi­schen­stopp in der Kryp­ta genervt. Der Blick scheint apa­thisch, als wür­de er Gott im Aller­hei­lig­sten gar nicht sehen.
Franziskus vor dem Allerheiligstes: "Apathischer Blick, keine Gebetshaltung"
Fran­zis­kus vor dem Aller­hei­lig­stes: „Apa­thi­scher Blick, kei­ne Gebets­hal­tung“

Papst Fran­zis­kus scheint nicht die Absicht zu hegen, Akte der Anbe­tung Got­tes set­zen zu wol­len, wie sie nur Gott gebüh­ren. Er kniet sich nicht nie­der, das ist bekannt (er lei­de, heißt es, aber nicht offi­zi­ell). Aber zu sit­zen statt zu ste­hen, den Pileo­lus nicht abzu­neh­men und die Hän­de nicht zu fal­ten? Nein, mei­nes Erach­tens glaubt er nicht an die Real­prä­senz!
Am Grün­don­ners­tag wer­den wir es sehen.
Es ist zweck­los: Man sagt mir, ich müs­se die­sen Papst lie­ben und respek­tie­ren. Es gelingt mir ein­fach nicht, ihn zu lie­ben. Und ihn zu respek­tie­ren, fällt mir schwer.
Er wird von Rechts wegen Papst sein, aber er ist es nicht in sei­ner Amts­aus­übung zu hei­li­gen und zu leh­ren. Viel­leicht ist er Papst nur in der Regie­rung (dar­in, die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta unter kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung zu stel­len und recht­gläu­bi­ge Bischö­fe abzu­set­zen, homo­se­xu­el­le Prie­ster zu schüt­zen und Arbei­ter­prie­ster zu beför­dern).
Die christ­li­che Cari­tas ist ver­dienst­voll, wenn sie aus Lie­be zu Chri­stus geschieht. Ohne Chri­stus ist sie nur athe­isti­sche Sozi­al­hil­fe.“

Text/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va (Screen­shot)

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37 Kommentare

  1. Ber­go­glio macht Wit­ze dar­über, dass er viel­leicht die Ursa­che einer erneu­ten Kir­chen­spal­tung sein könn­te. Das ist so erschüt­ternd, dass mich eigent­lich nichts mehr über­rascht.

  2. Abscheu­lich, in so einer Wei­se über unse­ren Papst zu reden. Die­ser Arti­kel erin­nert mich stark an gewis­se Pha­ri­sä­er, die nur das Äusser­li­che sehen (was in die­sem Fall noch nicht ein­mal schlecht ist, der hl. Vater ist ein 80-jäh­ri­ger Mann. Ich ken­ne jün­ge­re Leu­te, die Pro­ble­me in den Knien haben. Und ausser­dem ist auch sit­zen­de Anbe­tung in kein­ster Wei­se etwas Schlech­tes!).

    • War­um ist es abscheu­lich so über ihn zu reden? Wird da nicht die Wahr­heit gesagt? Knie­pro­ble­me? Das Alter?

      Wenn man irgend­wel­chen Leu­ten am Grün­don­ners­tag die Füße wäscht und das auf Knien dann sind da kei­ne Knie­pro­ble­me, Knie­pro­ble­me gibt es nur für den Herrn.

      Und was das Alter betrifft: Bene­dikt XVI war mit­te 80 und man sah ihn nur Knien vor dem Aller­hei­lig­sten.

      Also bit­te mehr Objek­ti­vi­tät.

    • Es ist doch eigen­ar­tig, daß der Papst in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bei der Fuß­wa­schung vor den Men­schen, denen er die Füße wusch, durch­aus knie­en konn­te. Vor Gott aber nicht??? Zumin­dest hät­te er ja ste­hen kön­nen, solan­ge es ihm mög­lich ist.

      • So redet man ein­fach nicht über den hl. Vater. Allein schon durch sei­ne Posi­ti­on hat er den größt­mög­li­chen Respekt ver­dient. Und ob Sie es wol­len oder nicht, es ist auch Ihr Papst. Ein Christ sieht immer nur das Gute im Men­schen. Und außer­dem, kann mir jemand sagen, wo der Papst hier eine Sün­de begeht? Tut er nicht etwas wun­der­vol­les, näm­lich den Herrn anzu­be­ten? Rich­tet nicht, damit Ihr nicht gerich­tet wer­det!

        • @ David

          Das hier ist ein Dis­kus­si­ons­fo­rum. Ein Forum wo wir Katho­li­ken unse­re Mei­nun­gen aus­tau­schen. Ich akzep­tie­re Ihre Mei­nung, aber nur Gutes in die­sem Papst zu sehen, ist nicht katho­lisch. Blin­der Gehor­sam ist nicht katho­lisch. Das ist dann ein Wischi-Waschi-Glau­be.

          Der Papst wird hier nicht gerich­tet. Was bedeu­tet Rich­ten? Heißt nicht rich­ten den Rich­ter zu spie­len und den Ange­klag­ten sein Urteil zu ver­kün­den? Ent­we­der Him­mel, Fege­feu­er oder Höl­le?

          Das hat hier nie­mand im Forum erwähnt, ob der Papst in den Him­mel, Fege­feu­er oder Höl­le kommt. Natür­lich darf man sein Ver­hal­ten kri­ti­sie­ren, aber nicht gleich rich­ten heißt.

          Und was sei­ne Hal­tung vor dem Aller­hei­lig­sten betrifft?

          Wenn die äuße­re Hal­tung fehlt, fehlt auch die Inne­re. Wenn die inne­re Hal­tung fehlt, fehlt auch die Äuße­re.

        • Und Jesus Chri­stus hat in sei­ner Posi­ti­on im Altarsa­kra­ment nicht den größt­mög­li­chen Respekt ver­dient?

          • Jesus Chri­stus ehrt man nicht indem man in aller Öffent­lich­keit den­je­ni­gen schlecht macht, den er selbst zu sei­nem Stell­ver­tre­ter aus­er­wählt hat.

          • Jesus Chri­stus hat ihn ganz sicher nicht zu sei­nem Stell­ver­tre­ter erwählt. Er hat ihn zuge­las­sen — das ist ein Unter­schied

          • Wie­der Unsinn:“…den er (Jesus Chri­stus) selbst zu Sei­nem Stell­ver­tre­ter aus­er­wählt hat…“

            Der Papst wird in der Kon­kla­ve gewählt, und dar­in (bei den Bischö­fen) ist der Hl. Geist wirk­sam;
            aber der Geist weht, wann er will und wohin er will;
            Sie brin­gen hier den Hl. Geist mit Unse­rem Herrn Jesus Chri­stus durch­ein­an­der (und schie­ben dadurch 17 Jahr­hun­der­te Theo­lo­gie zur Sei­te);
            und Sie unter­wer­fen das Wir­ken des Hl. Gei­stes an mensch­li­chen Maschi­na­tio­nen.

    • Der Hei­li­ge Papst Johan­nes Paul II war kör­per­lich in einem weit­aus schlech­te­ren Zustand als Ber­go­glio und den­noch ließ er es sich nicht neh­men, der Herrn in gebüh­ren­der Wei­se zu ver­eh­ren: „Da ist Jesus. Laßt mich nie­der­knien. Bit­te…!“
      s. dazu fol­gen­den Bei­trag vum 07.06.2016: http://www.katholisches.info/2016/06/da-ist-jesus-lasst-mich-niederknien-bitte-johannes-paul-ii-am-fronleichnamsfest/

    • Sie sehen schein­bar nur das, was Sie sehen wol­len…
      Abscheul­lich ist es nicht, wenn man Fak­ten benennt.

  3. Zu ger­ne wür­de ich wis­sen, wie Jesus im Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment über die­sen Papst denkt. Wie geht es dem lie­ben Gott bei einer sol­chen Begeg­nung?

  4. @ David Die Rede von Frau Holt­mann, sehr ver­ehr­ter David, resul­tiert aus den äuße­ren Zei­chen, die der Papst im kon­kre­ten Fall zeigt. Die­se sind man­geln­de äuße­re Zei­chen der Anbe­tung. es sind Zei­chen, denen in der katho­li­schen Kir­che immer eine beson­de­re Bedeu­tung zuge­mes­sen wur­de. Zei­chen der tie­fen Ver­eh­rung Got­tes. Sicher­lich kann es einem alter Mann schwer fal­len sei­ne stei­fen Knie zu beu­gen, aber den Hut oder Pileus vor Gott abzu­neh­men, das kann jeder und jeden Alters. Hier fehlt der Wil­le und nicht das phy­si­sche Ver­mö­gen eine Ado­ran­ten gerech­te Hal­tung anzu­neh­men. Die Ehr­furcht vor Gott ver­langt die­se Zei­chen des tie­fen Respekts vor dem Unend­li­chen. Dass ein Papst die­ses nicht nur pre­di­gen, son­dern auch vor­le­ben soll­te, ver­steht sich von selbst. Mit pha­ri­säi­scher Hal­tung hat die­se Erwar­tung nichts zu tun. Für Pha­ri­sä­er typisch war, dass sie in aller Öffent­lich­keit eine Moral pre­dig­ten und ein­for­der­ten, die sie selbst nicht leb­ten und dass Sie aber mit­tels ihrer For­de­run­gen die Spit­zen­po­si­tio­nen in der Gesell­schaft ein­for­der­ten.

  5. Bei aller Kri­tik, plä­die­re ich dabei für mensch­li­che Nach­sicht.
    Sei­ne Spi­ri­tua­li­tät macht sich eigent­lich nur mini­mal in Zei­chen und Sym­bo­len fest, das scheint so sei­ne Art zu sein. Sie schei­nen ihm ver­nach­läs­si­gen­s­wert. (ähn­lich einer Mani­fe­sta­ti­on der Anti-lit­ur­gi­schen Bewe­gung, die in Vat. II ihren Aus­gang nahm) Er hat sich immer­hin nicht selbst gewählt, das waren ande­re. Man muss­te um die­se Din­ge bereits vor der Wahl wis­sen, und in der Lage sein die Rele­vanz ihrer Sym­bol­haf­tig­keit bei einer Papst­wahl auch in Erwä­gung zu zie­hen.…

    • @ Feu­er und Flam­me
      Ob Sie sich da nicht gewal­tig in ihm täu­schen?! Er weiß ganz genau vor wem er wann zu knien hat, wem er die Hand küsst oder wen er herz­lich umarmt und wen nicht!
      Ein Papst als Stell­ver­tre­ter der Kir­che hat vor dem Aller­hei­lig­sten zu knien — und wenn es nur für 3 Sekun­den ist. Schließ­lich kann er sich dabei auch auf den Bet­sche­mel hel­fen las­sen!

  6. Es über­rascht mich nichts mehr!

    Gestern beim Emp­fang der EU-Dele­ga­ti­on hat er die Her­ren Jun­kers und Tsir­pas beson­ders herz­lich umarmt. Von dem Grie­chen ist ja bekannt, dass er beken­nen­der Kom­mu­nist ist und von Kir­che genau­so­we­nig hält wie von Kra­wat­ten. Die Rede von Papst Fran­zis­kus hät­te auch von einem Gewerk­schafts­funk­tio­när sein kön­nen. Es kam nichts geist­li­ches rüber. Inter­es­sant war auch am Ende der TV-Über­tra­gung, wenn er sich unbe­ob­ach­tet fühlt, ist ein kal­ter ja fast böser Gesichts­aus­druck fest­zu­stel­len.

    Fol­gen wir sei­nem Wunsch und beten für ihn!

  7. Die­se ewi­ge Kri­tik­sucht und man­geln­der Respekt vor den kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten war auch ein Grund dafür, wie­so ich mich von der FSSPX ent­fernt habe (Ich möch­te nicht pau­scha­li­sie­ren, nicht jeder dort ist so. Aber hier in den Kom­men­ta­ren fin­de ich lei­der genau die­se Hal­tung wie­der vor).

    • Sie selbst schei­nen aber jetzt zum ande­ren Extrem zu nei­gen. Ich befas­se mich gar nicht sosehr mit dem Papst. Mit kei­nem übri­gens.

      • Man stel­le sich ein­mal Zei­ten vor, die nicht so visua­li­siert und medi­a­li­siert waren, da hat der Katho­lik meist nie ein Wort, jeden­falls nicht jede Bewe­gung der Päp­ste mit­be­kom­men. Das war mE bes­ser für sei­ne Gewich­tung.

  8. Gehts noch, Herr Spa­daro?
    Selbst bei drin­gen­den Bedürf­nis­sen zeig­te sich der Papst als spon­ta­ner Mensch: In Mai­land such­te Fran­zis­kus ein trans­por­ta­bles Bau­stel­len-WC auf — die che­mi­sche Toi­let­te stand vor der Hoch­haus­sied­lung, die er am Vor­mit­tag besuch­te. Auf einem Foto, das ein Ver­trau­ter von Fran­zis­kus über Twit­ter ver­brei­te­te, ist hin­ter einer Men­schen­men­ge die wei­ße Schei­tel­kap­pe des Pap­stes zu sehen, der sich gera­de in das rote Klo­häus­chen begibt. „Papst Fran­zis­kus nutzt ein che­mi­sches Klo, wie die nor­ma­len Leu­te“, schrieb der ita­lie­ni­sche Jesu­it und Chef­re­dak­teur der „Civil­ta Cat­to­li­ca“ Anto­nio Spa­daro dazu auf Twit­ter.

  9. Wenn der Papst gesund­heit­li­che Pro­ble­me hat, ist alles ver­ständ­lich. Jedoch kann Fran­zis­kus knien, wie zahl­rei­che Bil­der zei­gen. Und es ist irri­tie­rend und ver­stö­rend, wenn er bei der Wand­lung kei­ne Knie­beu­ge macht. Was will er uns damit sagen? Sicher, die Real­prä­senz ist auch ohne die­ses Zei­chen vor­han­den und man kann dar­an glau­ben. Neu­lich las ich den Spruch, „Fran­zis­kus kniet vor der Welt, nicht aber vor Gott“. Das mag pole­misch sein, aber der Wider­spruch ist doch merk­wür­dig und miss­ver­ständ­lich. War­um tut er so etwas?

  10. Den Pileo­lus abzu­neh­men wäre ohne beson­de­re Mühe zu machen gewe­sen. Und wenn Papst Fran­zis­kus es nur ver­ges­sen hät­te, so hät­te ihn ja sei­ne Umge­bung dar­auf auf­merk­sam machen kön­nen. Aber viel­leicht traut sich ja nie­mand, ihn zu kor­ri­gie­ren.
    Zu den Kri­ti­kern eini­ger Kom­men­ta­re:
    Zu äussern, was einem auf­fällt, hat nicht unbe­dingt mit böser Kri­tik­sucht zu tun, vor allem dann nicht, wenn dies mit Respekt geschieht.
    Es ist ledig­lich die Mög­lich­keit, sei­ne Ver­wun­de­rung, oft genug auch Betrof­fen­heit, zum Aus­druck zu brin­gen und das soll­te erlaubt sein.

  11. Die Kri­tik hat schon ihre Berech­ti­gung, nur wer woll­te denn um jeden Preis einen sol­chen Papst haben? Das war die Mehr­zahl der Kar­di­nä­le. Das ist es, was einen radi­ka­len Glau­bens­ver­lust bis in höch­ste Krei­se (oder von ihnen aus­ge­hend?) offen­bar wer­den lässt. Ihnen waren bestimm­te Refor­men wich­ti­ger, als alles ande­re, dafür hät­ten sie jeden gewählt…

  12. Ich fin­de den Arti­keln nicht immer objek­tiv — aus einem Gesichts­aus­druck und „falsch“ gefal­te­ten Hän­den darf man nicht schlie­ßen, dass der Papst „apa­tisch“ oder gar „genervt“ wäre. Ich fin­de, er schaut ein­fach ernst, und auch kon­zen­triert. Auch wür­de es komisch aus­se­hen, wenn der Papst sitzt und die Hän­de fal­tet. Wenn ich in der Kir­che nicht mehr sit­zen kann, set­ze ich mich auch in die­ser Art hin. Ich lächel auch nicht in Ver­zückung, son­dern schaue ernst und gesam­melt auf das Aller­hei­lig­ste. Das er das Pileo­lus nicht abnimmt, ist wirk­lich selt­sam, passt aber zu den son­sti­gen Aktio­nen die­ses Pap­stes (kei­ne roten Schu­he…). Anson­sten: War­um soll­te man ein Bet­sche­mel auf­stel­len, wenn er nicht gebraucht wird? Viel­leicht könn­te er sogar die Sicht zum Aller­hei­lig­sten ein­schrän­ken (nur eine Hypo­the­se).

    Tat­säch­lich ver­wirrt mich sein Ver­hal­ten genau­so, wie vie­le ande­re in die­sem Forum, und ich weiß nicht, was er damit bezwecken will. Wenn ich Knie­pro­ble­me hät­te, aber ich eine Vor­bild­funk­ti­on in der Kir­che besä­ße, wäre eine öffent­li­cher Besuch des Aller­hei­lig­sten wahr­schein­lich die ein­zi­ge Gele­gen­heit, wo ich wenig­stens eine gewis­se Zeit mei­ne Zäh­ne zusam­men­bei­ßen, und trotz­dem knien wür­de. Das der Papst die­se „Vor­bild­funk­ti­on“ nur bei der Fuß­wa­schung ernst nimmt, ist tat­säch­lich eine selt­sa­me Akzent­ver­schie­bung. Trotz­dem muss man Objek­tiv berich­ten, und nicht fast schon gehäs­si­ge Schluss­fol­ge­run­gen aus die­ser (durch­aus selt­sa­men) Akti­on schlie­ßen (er sähe Gott nicht im Aller­hei­lig­sten, er glau­be nicht an die Real­prä­senz, man kön­ne ihn nicht respek­tie­ren, er wäre Papst nur für eine Art „athe­isti­sche Sozi­al­hil­fe“ .…).

    • Natür­lich mein­te ich: „Wenn ich in der Kir­che nicht mehr knien kann, set­ze ich mich auch in die­ser Art hin. …“

    • Vie­len Dank für die­sen Hin­weis! Hier kniet der Papst tat­säch­lich ganz vor­bild­lich, und man erkennt, wie schwer das Auf­ste­hen dem Papst fällt. Er schafft dies nur mit Hil­fe, und zit­tert sogar vor Anstren­gung. Anschei­nend hat der Papst tat­säch­lich Knie­pro­ble­me. Das ent­schul­digt natür­lich nicht die Sache mit dem Pileo­lus, und dass er dem Aller­hei­lig­sten öffent­lich­keits­wirk­sam mehr Platz in sei­nem Han­deln ein­räu­men könn­te. Aber es macht die gan­ze The­ma­tik um eine Facet­te rei­cher.

      • Der Pileo­lus ist so leicht, dass man ihn auch ohne böse Absicht abzu­neh­men ver­ges­sen kann. Man hat ja kei­nen Spie­gel vor sich. Der Zere­mo­ni­ar hät­te ihn dem Papst abneh­men und spä­ter wie­der auf­set­zen müs­sen.

    • Dan­ke, das ist ein sehr ernst­haf­ter Hin­weiss. Ich schaue sonst Nichts mehr, mit Papst Fran­zis­kus. Er knie­te und sehr schwer.

    • Zunächst mal vie­len Dank für den Hin­weis. Aller­dings bin ich nun doch über­rascht, weil er knie­te nie bei der HL. Wand­lung und die­ses Mal offen­sicht­lich lan­ge und die Kame­ra war hin­ter dem Altar. Ob man was damit aus­drücken woll­te, nach­dem Kri­tik laut wur­de, über das angeb­lich unwür­di­ge Ver­hal­ten des HL. Vaters vor der Mon­stranz. Herr Spa­daro twit­tert ja sehr viel!

      • Sie haben recht, bei der Wand­lung macht der Papst kei­ne Knie­beu­ge, son­dern eine tie­fe Ver­nei­gung. Zum Aus­schnit­te aus der Mes­se: Ich bit­te wirk­lich die Umstän­de zu ken­nen, bevor wie­der Theo­rien über das Papst-Ver­hal­ten ange­stellt wer­den. Der Papst knie­te hier ganz kor­rekt zum Cre­do zu den Wor­ten „Incar­na­tus est“ (Wie am Weih­nachts­tag wird auch an „Ver­kün­di­gung des Herrn“ zu die­sen Wor­ten gekniet) und am Altar des­halb, weil im Ambro­sia­ni­schen Ritus, den der Papst in Mai­land gefei­ert hat, das Cre­do nach der Berei­tung der Gaben gebe­tet wird.

    • Auf einem Bet­sche­mel (vor dem Aller­hei­lig­sten) hät­te er sich aber leich­ter hoch­zie­hen las­sen kön­nen, da er dar­auf ja etwas erhöht gekniet wäre. Wie im Film zu sehen ist, fiel ihm die Knie­be­we­gung nach unten jeden­falls nicht schwer.

  13. Vie­len Dank für den Link, aus der Mes­se in Mai­land.
    Man kann sehr gut erken­nen, dass es ihm doch eine sehr gro­ße kör­per­li­che Anstren­gung ist, für kur­ze Zeit in der Hal­tung zu ver­wei­len. Er hat offen­sicht­lich schon erheb­li­che kör­per­li­che Pro­ble­me dabei…das erken­ne ich schon an.

  14. Papst Fran­zis­kus will spal­ten, aber hat er das Recht dazu? Jesus ist gekom­men um zu spal­ten und so ist nur sei­ne Spal­tung gesalbt. Papst Fran­zis­kus ist ein typi­scher Popu­list und so redet er nicht für Gott, son­dern fürs Volk. Die Pha­ri­sä­er waren auch Popu­li­sten gewe­sen und glaub­ten hei­lig zu sein, dabei haben sie nicht für Gott gere­det, son­dern nur für sich sel­ber. Heu­te wer­den bestimm­te Begrif­fe nur noch für Posi­ti­ves benutzt und ande­re nur noch für Nega­ti­ves abge­stem­pelt und so wich­ti­ge Begrif­fe kom­plett ver­fälscht. Jede Par­tei betreibt Popu­lis­mus, ob sie will oder nicht, und so auch jeder Kir­che, ob sie will der nicht. Also eine Par­tei popu­li­stisch zu nen­nen, nur um sie zu ernied­ri­gen und die ande­re nicht, ist ein­fach nur hoch­mü­tig. Und so ist es mit ande­ren Begrif­fen. Jesus hat auch unter den Völ­ker unter­schie­den, aber wenn ande­re es machen, dann wird ihnen Frem­den­feind­lich­keit vor­ge­wor­fen, wie kann das sein? Wenn wir nicht mehr unter­schei­den, wie will man dann spal­ten und Jesus woll­te doch spal­ten? Wer sind denn nun die wah­ren Pha­ri­sä­er unter den Chri­sten und all­ge­mein? Papst Fran­zis­kus „demon­striert“ uns Beschei­den­heit, damit hat er schon gesün­digt, denn wenn ich Beschei­den­heit demon­strie­ren muss, dann bin ich schon im Hoch­mut gelan­det. Wenn ich bei Regen den Regen­schirm ver­wei­ge­re, dann bin ich schon im Hoch­mut gelan­det! Papst Fran­zis­kus ist eine gefähr­li­che Per­son für mich, ein Wolf im Schafs­pelz, der sich auch Poli­tisch äußert, was Jesus abge­lehnt hat (gebt dem Kai­ser.….…..) und ja, er will ganz bewusst spal­ten, aber wel­che Abspal­tung ist dann wohl näher an Gott?

  15. Wie man im Video der Mai­län­der Mes­se sieht, ist Papst Fran­zis­kus in schlech­tem All­ge­mein­zu­stand: er hat Mühe sich zu erhe­ben, wird sanft gestützt und zit­tert. Den­noch kann er, wenn auch unsi­cher knien, wie man sehen kann. Nur nicht bei der Wand­lung. War­um?

  16. Die Dis­kus­si­on wird sehr kon­tro­vers geführt, hier der Papst ohne erkenn­ba­re lit­ur­gi­schen Hal­tung vor dem Aller­hei­lig­sten und dort die For­de­rung nach abso­lu­ter Auto­ri­tät vor dem Nach­fol­ger Petri. Ich muss geste­hen, dass auch ich immer die lit­ur­gi­sche Hal­tung als einen Hin­weis aud die wah­re inne­re Hal­tung ange­se­hen habe. Die­ses ver­mis­se ich bei Fran­zis­kus, aber ich ver­mis­se noch eines an ihm sehr schmerz­lich, dass er zwar das Bad in der Men­ge sucht, aber nicht seg­net. Sei­ne Vor­gän­ger haben immer bei öffent­li­chen Auf­trit­ten den Anwe­sen­den mit dem Zei­chen größ­ter Andacht den Segen gespen­det. Wer Bil­der des seg­nen­den Pius XII gese­hen hat, weiß, was ich schmerz­lich ver­mis­se. Es war das Bild eines Man­nes, der erkenn­bar zwi­schen Him­mel und Erde gestan­den hat, der Ver­mitt­ler Chri­sti. Die­ses ver­mis­se ich bei die­sem Papst in Wort und Hal­tung. Die Auto­ri­tät wird nicht vom Amt allei­ne gege­ben, son­dern sie erwächst aus eben die­ser Hal­tung. Es gab auch in der Ver­gan­gen­heit Päp­ste, die zwar Macht bean­spruch­ten. aber kei­ne Auto­ri­tät hat­ten und dem Amt und der Kir­che mehr gescha­det als genützt haben.

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