Die Miterlöserschaft Mariens – Ein Paradigma für jeden Christen

Pietà von Giovanni Bellini (1505)
Pietà von Giovanni Bellini (1505)

von Dr. Mar­kus Büning*

Das ist mal eine gute Nach­richt: Es gibt wie­der eine ernst­haf­te For­de­rung an den Hei­li­gen Vater, die Mit­erlö­ser­rol­le Mari­ens zu dog­ma­ti­sie­ren. Katholisches.info berich­te­te dar­über.

In den letz­ten Jahr­zehn­ten wur­de von den mei­sten Theo­lo­gen des deut­schen Sprach­ge­bie­tes die­ser Titel Mari­ens eher kri­tisch gese­hen. Weit­läu­fig hält man die­sen Titel für inop­por­tun, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die getrenn­ten Brü­der und Schwe­stern. Selbst Papst Bene­dikt XVI. steht die­sem Titel wegen sei­ner begriff­li­chen Miss­ver­ständ­lich­keit kri­tisch gegen­über. In dem im Jahr 2000 erschie­ne­nen Buch „Gott und die Welt“ (Inter­view mit Peter See­wald) äußer­te sich der dama­li­ge Kar­di­nal Joseph Ratz­in­ger im Abschnitt „Von den Dog­men“ wie folgt zum The­ma „Maria Mit­erlö­se­rin“:

„Die Ant­wort der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on dar­auf lau­tet, dass das, was damit gemeint ist, in ande­ren Titeln Mari­as schon auf bes­se­re Wei­se aus­ge­sagt ist, wäh­rend die For­mel ‚Mit­erlö­se­rin‘ sich von der Spra­che der Schrift und der Väter zu weit ent­fernt und daher Miss­ver­ständ­nis­se her­vor­ruft. Was ist rich­tig dar­an? Nun, rich­tig ist, dass Chri­stus nicht außer­halb von uns oder neben uns ste­hen­bleibt, son­dern mit uns eine tie­fe, neue Gemein­schaft bil­det. Alles, was sein ist, wird unser, und alles, was unser ist, hat er ange­nom­men, so dass es sein wur­de: Die­ser gro­ße Aus­tausch ist der eigent­li­che Inhalt der Erlö­sung, die Ent­schrän­kung des Ich und das Hin­ein­rei­chen in die Gemein­schaft mit Gott. Weil Maria die Kir­che als sol­che vor­weg­nimmt und sozu­sa­gen Kir­che in Per­son ist, ist die­ses ‚Mit‘ in ihr exem­pla­risch ver­wirk­licht. Aber über die­sem ‚Mit‘ darf man nicht das ‚Zuerst‘ Chri­sti ver­ges­sen. Alles kommt von ihm, wie beson­ders der Ephe­ser- und der Kolos­s­erbrief sagen; auch Maria ist alles, was sie ist, durch ihn. Das Wort ‚Mit­erlö­se­rin‘ wür­de die­sen Ursprung ver­dun­keln. Eine rich­ti­ge Inten­ti­on drückt sich in einem fal­schen Wort aus. Für die Din­ge des Glau­bens ist gera­de die Kon­ti­nui­tät mit der Spra­che der Schrift und der Väter wesent­lich; die Spra­che ist nicht belie­big mani­pu­lier­bar.“

Die­ser Argu­men­ta­ti­on ver­mag ich nicht zu fol­gen. Wenn dem grund­sätz­lich so wäre, dann dürf­te man streng genom­men kei­ne Theo­lo­gie mehr betrie­ben, da unse­re mensch­li­che Aus­drucks­mög­lich­keit immer miss­ver­ständ­lich ist. Das Dog­ma von der Drei­fal­tig­keit Got­tes kann auch miss­ver­stan­den wer­den. Die Theo­lo­gie muss sich aller­dings bemü­hen, den Inhalt die­ses Begrif­fes schrift- und tra­di­ti­ons­ge­mäß zu erklä­ren. Wenn Ratz­in­ger hier Recht hät­te, dürf­te man Maria auch nicht als „Mitt­le­rin aller Gna­den“ anru­fen, ist doch Chri­stus der ein­zi­ge Mitt­ler.

Wor­um geht es hier eigent­lich? Es geht dar­um, mit der Aner­ken­nung des Titels „Mit­erlö­se­rin“ das Mosa­ik über die Got­tes­mut­ter dahin­ge­hend zu ver­voll­stän­di­gen, dass sie als die neue Eva an der Sei­te des neu­en Adams beim Erlö­sungs­werk als Gefähr­tin des Herrn betei­ligt gewe­sen ist. Hier­für strei­tet bereits die Bot­schaft der Hei­li­gen Schrift. Die Erwäh­lung Mari­ens beschränkt sich doch nicht „nur“ dar­auf, dass sie den ewi­gen Logos in ihrem Mut­ter­schoß aus­trägt und zur Welt bringt. Dar­auf hat der Die­ner Got­tes Albi­no Lucia­ni in einem Vor­trag über Maria so hin­ge­wie­sen:

„Sie wur­de nicht bloß pas­siv von Gott benutzt, son­dern hat in frei­em Glau­ben und Gehor­sam zum Heil der Men­schen mit­ge­wirkt.“

Ja, Maria hat aktiv mit­ge­wirkt. Mit ihrem ganz in Frei­heit gespro­che­nen „Ja!“ gegen­über dem Erz­engel Gabri­el hat sie das Tor zur Mensch­wer­dung auf­ge­macht. Dar­um ist sie ja auch die „Pfor­te des Heils“. Der Hl. Bern­hard von Clairvaux beschreibt die Dra­ma­tur­gie die­ses Momen­tes wie folgt:

„Die gan­ze Welt war­tet auf Dein ‚Ja!‘, Maria!“

Christus krönt Maria im Himmel (Santa Maria Maggiore, Rom, Apsis, 1292)
Chri­stus krönt Maria im Him­mel (San­ta Maria Mag­gio­re, Rom, Apsis, 1292)

Dann die Art und Wei­se, wie der Herr sein erstes Wun­der nach Johan­nes wirkt. Sei­ne Mut­ter ist es, die hier als Ver­mitt­le­rin tätig wird: „Was er euch sagt, das tut!“ Auch hier ist sie wie­der die ganz Mit­wir­ken­de an der Sei­te ihres Soh­nes. Der Höhe­punkt ist dann ihr „Sta­bat!“ unter dem Kreuz. Sie ver­lässt den Sohn nicht. Nein, sie ist stand­haft, sie steht. Sie lei­det mit und nimmt den Schmerz auf sich, ihren unschul­di­gen Sohn am Kreuz elen­dig ster­ben zu sehen. Hier steht sie als die neue Eva unter dem Baum des Kreu­zes, dem Baum des Neu­en Bun­des, an dem das Heil für alle Welt erwirkt wird. An die­sem Pfahl der Schan­de hängt ihr Sohn, der neue Adam. Hier wird dann ganz deut­lich, dass sie durch das Mit-Lei­den auch Anteil hat am Erlö­sungs­werk ihres Soh­nes. Dadurch wird sie zutiefst Mit-Erlö­se­rin, opfert sie doch in die­sem Moment ihren Schmerz dem ewi­gen Vater auf.

Und genau hier kom­men wir zu einem Punkt, der uns alle angeht: Auch wir kön­nen von Gott den Ruf emp­fan­gen, Anteil am Erlö­sungs­werk Chri­sti zu haben. Hier kommt einem unwei­ger­lich das eben­falls schwer ver­ständ­li­che Wort des hl. Pau­lus in den Sinn:

„Jetzt freue ich mich in den Lei­den, die ich für euch ertra­ge. Für den Leib Chri­sti, die Kir­che, ergän­ze ich das, was an den Lei­den Chri­sti noch fehlt.“ (Kol 1,24).

Hat Chri­stus denn nicht alles für uns getan? Der hl. Johan­nes Paul II. hat die­se Stel­le für uns wie folgt aus­ge­legt:

„Das Lei­den Chri­sti hat das Gut der Erlö­sung der Welt erwirkt. Die­ses Gut ist in sich uner­schöpf­lich und gren­zen­los. Kein Mensch ver­mag ihm etwas hin­zu­zu­fü­gen. Zugleich jedoch hat Chri­stus im Geheim­nis der Kir­che als sei­nes Lei­bes gewis­ser­ma­ßen sein Erlö­ser­lei­den jedem ande­ren Lei­den des Men­schen geöff­net. Inso­fern der Mensch — an jedem Ort der Welt und in jeder Zeit der Geschich­te — an den Lei­den Chri­sti teil­hat, ergänzt er auf sei­ne Wei­se jenes Lei­den, durch das Chri­stus die Erlö­sung der Welt voll­bracht hat.“

Das für uns auf den ersten Blick sinn­lo­se Lei­den kann frucht­brin­gend für die gan­ze Kir­che ein­ge­setzt wer­den, wenn man bereit ist, das Kreuz in die­sem Sin­ne anzu­neh­men. Ganz in die­ser Gesin­nung hat Maria ihr Leid unter dem Kreuz ange­nom­men und in der Ver­bun­den­heit mit dem lei­den­den Erlö­ser auch durch­lebt. Das Lei­den wur­de so für sie zum Ort der Gegen­wart Got­tes. Auch der Welt­ka­te­chis­mus betont den wert­vol­len Aspekt des Lei­dens mit Chri­stus als eine Frucht des Emp­fangs der Kran­ken­sal­bung:

„Durch die Gna­de die­ses Sakra­men­tes erhält der Kran­ke die Kraft und die Gabe, sich mit dem Lei­den des Herrn noch inni­ger zu ver­ei­nen. Er wird gewis­ser­ma­ßen dazu geweiht, durch die Gleich­ge­stal­tung mit dem erlö­sen­den Lei­den des Hei­lands Frucht zu tra­gen. Das Lei­den, Fol­ge der Erb­sün­de, erhält einen neu­en Sinn: es wird zur Teil­nah­me am Heils­werk Jesu.“

Es geht also um die tie­fe geist­li­che Mög­lich­keit der Teil­nah­me am Heils­werk Jesu Chri­sti. Hier­zu sind wir alle beru­fen! Auch wir kön­nen unse­re Lebens­kreu­ze in die­ser Hal­tung der Frucht­bar­keit des Erlö­sungs­wer­kes Chri­sti zuwen­den. Maria ist uns hier­in durch ihre aus­dau­ern­de Hal­tung unter dem Kreuz das Vor­bild. Ihr, der Mit­erlö­se­rin, kön­nen wir in die­ser Gott­er­ge­ben­heit fol­gen. Dar­um schrieb der Hei­li­ge Gabri­el Pos­sen­ti in sei­nem „Sim­bo­lo del­la Madon­na“ wie folgt:

„Wenn ich dir fol­ge, wer­de ich nicht vom Weg abir­ren; wenn ich dich anru­fe, wer­de ich nicht ver­zwei­feln; wenn du mich hältst, wer­de ich nicht fal­len; unter dei­ner Füh­rung wer­de ich nie­mals ermü­den, und wenn du mir gnä­dig bist, wer­de ich zu dir gelan­gen. Ich glau­be, dass du die Mit­erlö­se­rin bei unse­rer Erlö­sung bist.“

In die­ser Stro­phe bringt Gabri­el sei­ne ver­trau­ens­vol­le Hal­tung gegen­über Maria ganz tief zum Aus­druck. Wer ihr folgt und so ein­stimmt in die Hal­tung ihrer Nach­fol­ge, der kann nicht vom rech­ten Weg abir­ren. Maria ist der Garant dafür, dass man nicht ver­lo­ren­geht. Wer sich an die Hand Mari­ens begibt, der wird nicht fal­len. Die Bin­dung an die Got­tes­mut­ter färbt auf unse­re Lebens­füh­rung ab. Durch sie kön­nen wir den Weg fin­den, uns vom Joch der Sün­de zu lösen. Wer sich der ganz Rei­nen anver­traut, kann von sei­ner Unrein­heit, von sei­nen Schwä­chen immer mehr befreit wer­den. Denn Maria hat ja nichts ande­res im Sinn als unser Heil. Sie will, dass wir durch das Lei­den und Ster­ben unse­res Herrn und Hei­lands zur Erlö­sung gelan­gen. Ganz tref­fend nennt Gabri­el sie daher auch Mit­erlö­se­rin. Gott selbst hat sie als Gefähr­tin sei­nes Heils­wer­kes aus­er­wählt. Sie steht immer an der Sei­te ihres Soh­nes und tritt für uns bei ihm ein. Sie erbit­tet immer wie­der das Wun­der der Hoch­zeit zu Kana (vgl. Joh 2,1–12). Ja, sie selbst steht unter dem Kreuz und lei­det mit ihrem Sohn, sie ist in ihrer Mit­lei­den­schaft ganz prä­sent im gro­ßen Erlö­sungs­werk ihres Soh­nes. Es bleibt zu hof­fen, dass die Kir­che bald auch ganz offi­zi­ell Maria die­sen Titel zuer­kennt.

Vor die­sem Hin­ter­grund kann die Aner­ken­nung die­ses maria­ni­schen Titels auch dazu füh­ren, allen Chri­sten die damit ver­bun­de­ne Per­spek­ti­ve der Kreu­zes­nach­fol­ge auf maria­ni­sche Wei­se neu nahe zu brin­gen. Inso­fern ist die­ser Titel para­dig­ma­tisch für die gan­ze Chri­sten­heit.

*Mar­kus Büning, gebo­ren 1966 in Ahaus (West­fa­len), stu­dier­te katho­li­sche Theo­lo­gie und Phi­lo­so­phie in Mün­ster in West­fa­len und Mün­chen. Nach sei­nem erfolg­rei­chen Stu­di­en­ab­schluß absol­vier­te er ein Stu­di­um der Rechts­wis­sen­schaf­ten an den Uni­ver­si­tä­ten von Kon­stanz und Mün­ster und wur­de 2001 in Mün­ster zum Dok­tor der Rechts­wis­sen­schaf­ten pro­mo­viert. Nach Tätig­kei­ten als Assi­stent an den Uni­ver­si­tä­ten Kon­stanz und Mün­ster trat er als Jurist in den Ver­wal­tungs­dienst. Der aus­ge­wie­se­ne Kir­chen­recht­ler ver­öf­fent­lich­te zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen zu kir­chen­recht­li­chen und theo­lo­gi­schen The­men und über Hei­li­ge. Dr. Mar­kus Büning ist ver­hei­ra­tet und Vater von zwei Kin­dern.

Bild: Wiki­com­mons

58 Kommentare

  1. Nein, tut mir leid, das ist ein Irr­tum. Es ist ein Unter­schied zwi­schen einem Ehren­ti­tel — einer Meta­pher, einer Zärt­lich­keitsbzeu­gung mei­net­we­gen — und einem dog­ma­ti­schen, objek­ti­ven Sach­be­stand. Das Ja Mari­ens ist ein Ja zur Erlö­sung DURCH Christus/Gott. Das zur ontisch begrün­de­ten „Mit­erlö­sung“ zu stei­gern ist ver­fehlt. Die Mit­wir­kung Mari­ens ist ande­ren Ran­ges als die Erlö­sungs­tat selbst, so kost­bar sie ist.

    V. a. wür­de Ver­wir­rung gestif­tet über die Quel­le einer schöp­fe­ri­schen Tat und den Rang der onto­lo­gi­schen Frei­heit des Men­schen, die nur Ana­lo­gie („Nach sei­nem Abbild …“) ist. Die­se Frei­heit ist nicht die Frei­heit u schaf­fen, zu erlö­sen, son­dern nur die (weil erst dann) Frei­heit, dazu (bzw. zur Vor­se­hung in Gott/Gottes) je zuzu­stim­men, wie es letzt­lich jedem Men­schen zuge­kom­men wäre. Aber ist eine „indi­rek­te Mit­erlö­sung“, und die­sr Unter­schied darf nicht ver­wischt wer­den.

    Die Ver­kün­di­gung die­ses „Dog­mas“ wür­de, da bin ich mir sehr sicher, den Sub­jek­ti­vis­mus end­gül­tig und wirk­lich ins Kata­stro­phi­sche stei­gern, wäre genau damit nur noch eine Ver­län­ge­rung des Novo Ordo mit der Ver­got­tung und Selbst­erlö­sung des Men­schen. Des­halb ist es tat­säch­lich in der Cha­rak­ter­li­nie die­ses Pap­stes und der Post-Vati­kan-Kir­che, aber dog­ma­tisch eine Häre­sie. Und wür­de der welt­imma­ne­ni­sti­schen Ver­got­tung des Men­schen gleich­kom­men.

    Im übri­gen wäre es eine wei­te­re fata­le Ver­wir­rung über die Tat­sa­che, daß sich die Rang­ord­nung und Funk­tio­na­li­tät eines Men­schen aus sei­nem Stand, sei­nem Ort ergibt, nicht aus einer irgend­wie tech­ni­schen Wir­kung. Und hier ist Maria — eben Frau! Solch ein Dog­ma wäre des­halb ohne viel Über­trei­bung Spit­ze des Gen­de­ris­mus.

    • Nach Ihrer Theo­rie @ W. Ambro­si­us, wäre der hl. Pau­lus dann auch ein Häre­ti­ker, wenn er in Kol 1,24b schreibt: „Für den Leib Chri­sti, die Kir­che, ergän­ze ich mit mei­nem irdi­schen Leben was an den Lei­den Chri­sti noch fehlt.“
      In die­sem Sin­ne sind wir a l l e, die wir zu die­sem mysti­schen Leib Chri­sti gehö­ren, M i t e r l ö s e r I n n e n !
      MARIA aber, als erha­ben­stes Glied dar­an, spielt auch eine erha­be­ne­re Rol­le bei der Mit­erlö­ser­schaft.
      Nur so kann man sich auch die Stig­ma­ta vie­ler Hei­li­gen erklä­ren. Man­che Mysti­ker spre­chen auch von den mysti­schen Stig­men der GOTTESGEBÄRERIN; wur­de ihr schließ­lich schon bei der Dar­stel­lung im Tem­pel vom hl. Sime­on pro­fe­zeit, dass ein sie­ben­fa­ches Schwert ihr Herz durch­boh­ren wird! Da ihr UNBEFLECKTES HERZ dem ihres Soh­nes sehr ähn­lich war, muss­te sie auch ähn­li­che (Seelen-)Qualen wie JESUS erdul­den.

    • W.Ambrosius
      Ich dan­ke ihnen für ihren Bei­trag, sehr gut.
      Ich habe eh den Ver­dacht das der Femi­nis­mus stän­dig um die Aller­hei­lig­ste Jung­frau her­um­schlei­chen tut.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Wer­ter @ Shu­ca,
        das sehe ich lei­der genau­so !!
        Die stän­di­gen Auf­for­de­run­gen zum Rosen­kranz­ge­bet in der Falsch­my­stik (Medjugorje,Warnungsbotschaften usw.usw.)
        ver­wun­dern und ver­wir­ren mich schon lan­ge.
        Der fina­le Knall für alle Chri­sten kommt noch.

        • Der Teu­fel ruft bestimmt nicht zum RK-Gebet auf!
          Schon der hl. Fran­zis­kus und der hl. Don Boos­co wuss­ten, dass beim Gebet e i n e s AVE MARIA die gan­ze Höl­le erzit­tert.…

        • Wer­te Stel­la,
          Es wür­de mich sehr wun­dern wenn man beson­ders in die­ser Zeit die Mut­ter gegen ihren eige­nen Sohn auf irgend­ei­ner Wei­se nicht miß­brau­chen wür­de. Nichts ist mehr unmög­lich. Wir sehen es doch in die­sem Forum ganz genau wie die angeb­li­che „Mit­erlö­ser­schaft Mari­ens“ tie­fe Unei­nig­keit unter den Katho­li­ken schafft.

          • Ich habe den wei­te­ren Text gelöscht, da wir Tex­te, „Bot­schaf­ten“ usw. von den zahl­rei­chen „Pri­va­tof­fen­ba­run­gen“ nicht ver­öf­fent­li­chen. Auß­nah­men sind die all­ge­mein aner­kann­ten Erschei­nen­un­gen wie Lour­des und Fati­ma. Wir bit­ten die Leser sich an dem Lehr­amt der Kir­che zu ori­en­tie­ren.

  2. Ein sehr schö­ner Arti­kel von Dr. Büning.
    Die Mit­erlö­ser­schaft Mari­ens, obwohl noch nicht dog­ma­tisch fest­ge­legt, ist kon­sti­tu­tiv für die Kir­che.
    Da ist 1. ihr Ja in Naza­reth, dann 2. ihre Mit­wir­kung beim ersten öffent­li­chen Wun­der des Herrn in Kana und 3. das Mit­lei­den der Schmer­zen Jesu in gei­sti­ger und see­li­scher Wei­se auf Gol­go­tha. Ohne die­ses Mit­lei­den Mari­as in Lie­be und Gehor­sam wäre die Erlö­sung nicht ganz voll­stän­dig.
    Die Beto­nung im Begriff Mit­erlö­se­rin liegt im Wört­chen „Mit“. Da wird der Erlö­ser­schaft Chri­sti nichts weg­ge­nom­men, son­dern gesagt, daß „die Frau“ teil­hat am Erlö­sungs­werk.

    Noch ein Gedan­ke: das Ave Maria hät­te ohne die Mit­erlö­ser­schaft der Mut­ter­go­tets kei­ne wirk­li­che Kraft und in die­sem Gebet ist die Mit­erlö­ser­schaft Mari­as, die bereits in der Gene­sis ange­deu­tet ist und auch im letz­ten Buch der Bibel dar­ge­legt wird, indi­rek­ter­wei­se ange­deu­tet.

    • War­um die­se Kon­tro­ver­se?! Beten wir viel­mehr um die­ses Dog­ma, dann wird der Him­mel uns Klar­heit sen­den. Wenn Gott es will, dann wird das Dog­ma kom­men, auch nach lan­gem Wider­stand man­cher Theo­lo­gen. Die Bit­ten der Mut­ter­got­tes in Lour­des und Fati­ma zu erfül­len, war noch nie falsch, wird aber von vie­len total negiert!

  3. Ich ver­ste­he den Satz des hl. Pau­lus in Kol 1,24b („Für den Leib Chri­sti, die Kir­che, ergän­ze ich mit mei­nem irdi­schen Leben, was an den Lei­den Chri­sti noch fehlt.“) nicht im Sin­ne von „Mit­erlö­ser­schaft“ des Chri­sten, denn der HERR hat uns alle ein für alle Mal durch Sein irdi­sches Lei­den und Sei­nen Kreu­zes­tod erlöst. Punkt.

    Bis zu Sei­ner leib­li­chen Wie­der­kunft jedoch lebt er im mysti­schen Leib der Kir­che als deren Haupt, wäh­rend deren ein­zel­ne Glie­der (Zel­len) die Chri­sten sind.

    Die­ser mysti­sche Leib ist ana­log zur sei­ner­zei­ti­gen irdi­schen Pas­si­on Chri­sti, wie wir ja in der Welt erle­ben, einer andau­ern­den Pas­si­on (Lei­dens­weg) unter­wor­fen, wel­che die ein­zel­nen Zel­len des Lei­bes (Chri­sten) unter­schied­lich stark betrifft.

    Das o. gen. Wort des hl. Pau­lus ver­ste­he ich als ein bewuss­tes Anneh­men der Tat­sa­che des bereits vom HERRN in der Berg­pre­digt (Mt 5,11) Sei­nen Nach­fol­gern ange­kün­dig­ten „Lei­dens um Sei­nes Namens Wil­len“ mit der Ver­hei­ßung rei­chen himm­li­schen Loh­nes.

    DAS ist es also — aber kei­ne „Mit­erlö­ser­schaft“.

    Erlö­ser ist und bleibt nur Einer: der HERR Jesus Chri­stus!

    • Von „M i t — erlö­ser­schaft“ kann man schließ­lich auch nur spre­chen, wenn man e i n e n ERLÖSER vor­aus­setzt!

  4. Unser mensch­li­ches Lob kann die Grö­ße Got­tes nicht ver­meh­ren.
    Eben­so ver­mag unser Lob die Grö­ße und Hei­lig­keit des rein­sten mensch­li­chen Geschöp­fes aller Zei­ten — der Mut­ter­got­tes — nicht zu ver­meh­ren. Die seli­ge Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria tritt — nach der gött­li­chen hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit — als erstes und ein­zi­ges mensch­li­ches Geschöpf an die vier­te Stel­le. Im Unter­schied zur aller­hei­lig­sten Tri­ni­tät wird die Mut­ter­got­tes ver­ehrt und um ihre Für­spra­che bei Gott ange­ru­fen, aber sie — die unse­re himm­li­sche Mut­ter ist — wird nie­mals ange­be­tet. Anbe­tung gebührt allein Gott (sie­he: „Ich bin der Herr dein Gott und Du sollst kei­ne ande­ren Göt­ter neben mir haben.“) Obwohl Maria — die Mit­erlö­se­rin — sowohl vom Him­mel als auch von der Erde hoch ver­ehrt wird, bleibt sie in Ewig­keit das Vor­bild der demü­ti­gen Magd des Herrn. Die sakra­len Kunst­dar­stel­lun­gen zei­gen die Him­mels­kö­ni­gin Maria des­halb oft mit gesenk­tem Blick, Kro­ne, Ster­nen­kranz, gefal­te­ten Hän­den, dem Rosen­kranz und der Schlan­ge unter ihren Füßen.
    Egal unter wel­chen Anru­fun­gen Maria ver­ehrt wird, nie­mals, nie­mals, nie­mals wür­de die Mut­ter­got­tes sich selbst in den Mit­tel­punkt stel­len oder sich über Gott bzw. Jesus erhe­ben. Einer begna­de­ten Per­son, hat die Mut­ter­got­tes wäh­rend der hei­li­gen Wand­lung gezeigt, dass sie selbst — in Anwe­sen­heit aller Engel und Hei­li­gen Got­tes — vor dem Prie­ster auf den Altar­stu­fen nie­der­kniet, um Jesus in der kon­se­krier­ten Hostie anzu­be­ten. Gott und Maria sind glei­cher­ma­ßen hei­lig und demü­tig zugleich, denn der sanf­te Jesus ist sowohl durch das Beichtsa­kra­ment barm­her­zig als auch durch die hei­li­ge Kom­mu­ni­on demü­tig im Taber­na­kel oder durch die Spen­dung des aller­hei­lig­sten Altars­sa­kra­men­tes gegen­wär­tig.
    Was haben wir doch für einen groß­ar­ti­gen katho­li­schen Glau­ben.…..
    Dank sei Gott!

  5. Der Titel „Mit­erlö­se­rin“ wird im Tage­buch der hei­li­gen Sr. Fausti­na mehr­fach vom barm­her­zi­gen Jesus gegen­über sei­ner hei­li­gen Mut­ter Maria genannt und Jesus selbst kann sich bekannt­lich weder irren noch sich wider­spre­chen.
    Weil Jesus zugleich Gott selbst ist, ist der Titel „Mit­erlö­se­rin“ glei­cher­ma­ßen Got­tes u n d Mari­ens Wil­le.
    Maria sagt heu­te — wie damals dem Erz­engel der Ver­kün­di­gung — Gabri­el — .…„sie­he, ich b i n die Magd des Herrn — mir g e s c h e h e nach Dei­nem Wort (= nach Got­tes Wort). Das Wort „bin“, wel­ches aus drei Buch­sta­ben besteht, i s t ‑eben­so wie das von mir benutz­te drei-Buch­sta­ben­wort “ ist“ z e i t l o s . „Bin“ und „ist“ gel­ten für die Ewig­keit eben­so wie Maria das Wort „gesche­he“ in der Gegen­warts­form sagt und es damit die glei­che ewi­ge Gül­tig­keit erhält. Gott ist zeit­los oder man kann tref­fen­der­wei­se auch sagen: Gott ist i m m e r aktu­ell. Er ändert sich nie — des­halb ändern sich auch sein Wort u n d sei­ne Leh­ren n i e !
    Ver­mut­lich ist das die ein­fach­ste und logisch­ste Begrün­dung dafür, war­um Got­tes Wort und sei­ne Leh­ren nie ver­än­dert wer­den dür­fen! Egal wie vie­le hoch­ge­bil­de­te Theo­lo­gen über Gott nach­den­ken oder phi­lo­so­phie­ren, so liegt das Rät­sel der Erkennt­nis Got­tes — Gott sei es gedankt — ganz unspek­ta­ku­lär in der Ein­fach­heit. Gott ist nicht kom­pli­ziert, weil er von allen sei­nen mensch­li­chen Geschöp­fen glei­cher­ma­ßen geliebt und ver­stan­den wer­den will. Erkennt­nis und Ver­ständ­nis Got­tes wer­den allein durch das Übel der Ur- Sün­de des Stol­zes (vgl. Luzi­fer, Adam und Eva) unmög­lich gemacht. Die Tugen­den der Demut, der Ein­fach­heit, der Fröm­mig­keit, der Got­tes­furcht und des Gebets sind die Schlüs­sel zum Her­zen Got­tes, wie La Salet­te, Lour­des und Fati­ma bewei­sen. Jesus lobt Gott, indem er sagt:…„Ich prei­se dich Vater des Him­mels und der Erde, weil Du all dass den Klu­gen und Wei­sen ver­bor­gen — den Unmün­di­gen und Klei­nen aber offen­bart hast“.….

    Es gibt sicher — ausser dem im obi­gen Bericht erwähn­ten hei­li­gen Gabri­el Pos­sen­ti — noch wei­te­re Hei­li­ge, die Maria als Mut­ter der Erlö­sung oder als Mit­erlö­se­rin bezeu­gen.
    Eine Gebets­freun­din von mir, hat­te sogar ein Fatimage­bet — wel­ches ich lei­der jetzt nicht im Ori­gi­nal vor­lie­gen habe, zum letz­ten Gebets­abend mit­ge­bracht, wo Maria eben­falls als „Mit­erlö­se­rin“ ver­ehrt wird.
    Das Dog­ma Maria — Mit­erlö­se­rin und Mut­ter der Erlö­sung — ist — wie vie­le Tex­te bele­gen — in jedem Fall seit Jahr­zehn­ten über­fäl­lig. Ich hof­fe und bete dar­um, dass Rom der Mut­ter­got­tes end­lich die­ses Dog­ma gewäh­ren möge, denn Got­tes Wil­le soll gesche­hen — wie im Him­mel so auch auf Erden.….
    Dan­ke an Herrn Dr. Büning für sei­nen wert­vol­len Bei­trag zur Ver­eh­rung unse­rer Lie­ben Frau, der Mit­erlö­se­rin, Maria

    • Zwi­schen „Mit­erlö­se­rin“ und „Mut­ter der Erlö­sung“ besteht doch ein gewal­ti­ger Unter­schied!

      • @ Stel­la:
        Sor­ry- Ich ver­ste­he Ihre Fra­ge nicht!
        Maria i s t Mit­erlö­se­rin und als zig­fa­che Mut­ter, Mut­ter der Kir­che, Mut­ter der Chri­sten­heit, Braut des Hei­li­gen Gei­stes, usw. ist Maria eben­so die „Mut­ter der Erlö­sung“. Ohne das „Fiat“ Mari­ens hät­te es kei­ne Erlö­sung gege­ben.
        Die hei­li­ge unbe­fleck­te Jung­frau Maria hat uns den Erlö­ser — Jesus — den Sohn Got­tes — gebo­ren.
        Viel­leicht kann ein säku­la­res Bei­spiel Ihnen — lie­be Stel­la — ein wenig mehr Klar­heit ver­schaf­fen:
        Eine Ehe­frau kann im Betrieb ihres Man­nes sowohl als
        M i t arbei­te­rin mit­ar­bei­ten als auch gleich­zei­tig als Che­fin sozu­sa­gen die „Mut­ter“ aller ande­ren Ange­stell­ten der Fir­ma sein. Manch­mal sagt man über eine Ehe­frau als Che­fin: Sie ist die gute See­le — das „Mäd­chen“ für alles im Betrieb.
        Die Mut­ter­got­tes war, ist und bleibt ewig neben unzäh­lig vie­len wei­te­ren ehren­den Titeln, die ich in einem oben­ste­hen­den Kom­men­tar ver­sucht habe, auf­zu­li­sten, Mut­ter, Mit­erlö­se­rin, Mut­ter der Erlö­sung und gute See­le der katho­li­schen Kir­che.

        • Maria ist die „Mut­ter der Erlö­sung“ weil sie uns denn Erlö­ser gebo­ren hat, soweit klar.
          Der Titel „Mit­erlö­se­rin“ hebt sie auf die glei­che Stu­fe mit der Hei­li­gen Drei­fal­tig­keit und das ist für mich Häre­sie vom Fein­sten und wird die Spal­tung zwi­schen evan­ge­li­schen und Frei­kir­chen noch ver­tie­fen.
          Genau so wenig stimmt es, das Pro­te­stan­ten nicht des Heils teil­haf­tig wer­den, das ist genau der Hoch­mut der Mos­lems, tut mir leid.

  6. Wür­de durch den Titel „Mit­erlö­se­rin“ nicht das sorg­sam geheg­te Vor­ur­teil der Pro­te­stan­ten, wir bete­ten Maria an, unter­mau­ert?
    Ich bin wirk­lich unsi­cher, was ich davon hal­ten soll.

    • @Marienzweig
      Ohne die Mut­ter­got­tes und ohne die groß­ar­ti­ge Mari­en­ver­eh­rung aller Genera­tio­nen gäbe es kei­ne Erlö­sung von der Erb­schuld durch Adam und Eva, kei­nen Erlö­ser Jesus, kei­ne Mit­erlö­se­rin Maria und kei­ne katho­li­sche Kir­che als sol­che! Maria wird auch als Mut­ter der Chri­sten­heit und als neue Eva bezeich­net. Liest man das Wort Eva von hin­ten, ergibt sich das Wort „Ave“ , also der Beginn der Begrü­ßung Mari­ens durch den Erz­engel Gabri­el und mit „Ave Maria“ beginnt das wich­tig­ste Mari­en­ge­bet aller Zei­ten, wel­ches medi­tie­rend im Rosen­kranz wie­der­holt wird.
      Scha­de, dass der über­wie­gend katho­li­sche Arti­kel des Katho­li­ken Dr. Büning auf katholisches.info auf die Pro­te­stan­ten und auf deren mög­li­che Angrif­fe wegen unse­rer katho­li­schen Mari­en­ver­eh­rung hin­weist! Was haben wir mit die­ser fal­schen Reli­gi­on, die sich vom Katho­li­zis­mus deut­lich abge­spal­ten hat, zu tun? Die Reli­gi­on des Teu­fels ist die Öku­me­ne, die die Fein­de Got­tes ‑die Frei­mau­rer — wäh­rend des zwei­ten vati­ka­ni­schen Kon­zils in ein ver­wir­ren­des Dasein geru­fen haben! Unser Reli­gi­ons­grün­der Jesus Chri­stus war kein Juden­has­ser, kein Weg­be­rei­ter für Adolf Hit­ler, kein Mör­der, kein Trin­ker, kein Ego­ist, kein Hexen ver­bren­nen­der Bau­ern mor­den­der oder dau­ernd flu­chen­der Hass­pre­di­ger. Jesus hat nicht die zivi­le Ehe­schei­dung ein­ge­führt oder so wie Luther es tat — die­se offen pro­kla­miert und dadurch bis heu­te unend­lich viel Leid in vie­len bis dato katho­li­schen Ehen und Fami­li­en erzeugt. Jesus Chri­stus hat der Frau vor Gott kei­ne ande­re Rol­le — etwa als „Pasto­rin“ — ver­passt. Jesus hat kei­ne sakri­le­gi­sche ste­hen­de Hand­kom­mu­ni­on ein­ge­setzt, kei­ne Knie­bän­ke und Kom­mu­ni­onbän­ke aus dem Haus Got­tes ent­fernt, kei­nen Volks­al­tar ein­ge­setzt, kei­ne Zele­bra­ti­on mit dem Rücken zu Gott erlaubt oder geför­dert, kei­ne Lai­en und kei­ne Frau­en als Kom­mu­ni­on­hel­fer oder Lek­to­ren bestimmt. Jesus hat auch kei­ne Ver­wal­tungs­prie­ster geweiht, kei­ne Prie­ster als Koope­ra­tor ihrer prie­ster­li­chen Wür­de beraubt, kei­ne Pasto­ral­as­si­sten­ten, Gemein­de­re­fe­ren­ten oder „Seel­sor­ge­rin­nen“ ein­ge­setzt oder sie über das geweih­te Prie­ster­tum erhöht.
      Jesus hat kei­ne Syn­oden und Dis­kus­sio­nen initi­iert, son­dern zu Gott gebe­tet und das Wort Got­tes in Wort und Tat gelehrt und gelebt. Jesus hat nicht sei­ne eige­ne Mut­ter — die seli­ge unbe­fleck­te Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria ver­leug­net oder sie durch Femi­ni­stin­nen ersetzt, son­dern sie uns allen unter dem Kreuz zu sei­ner Mut­ter gege­ben!!!!! Wel­che Gna­de — welch ein Geschenk hat Jesus uns durch sei­ne und unse­re Mut­ter und Für­spre­che­rin Maria bei Gott gemacht !!!! Die pro­te­stan­ti­sche Glau­bens­ge­mein­schaft leug­net durch Miß­ach­tung ihrer Ver­eh­rung die unbe­fleck­te Jung­frau Maria als Urhe­be­rin unse­rer Erlö­sung! Dem­zu­fol­ge hat Gott bei den evan­ge­li­schen Chri­sten kei­ne Mut­ter! Gott ist qua­si Schöp­fer und Allein­er­zie­hen­der Vater ???? Der pro­te­stan­ti­sche Glau­be hat den Hei­li­gen Geist Got­tes kur­zer­hand abge­schafft und ihn durch den unhei­li­gen, moder­nen, will­kür­li­chen, belie­bi­gen und Ver­wir­rung stif­ten­den Zeit­geist ersetzt! Die Frei­heit der Kin­der Got­tes besteht im katho­li­schen Glau­ben und nicht in der Ver­wir­rung durch die Ver­lockun­gen, Begier­den und Ver­su­chun­gen der Welt. Unser katho­li­sche Glau­be besteht seit fast zwei Jahr­tau­sen­den aus der Anbe­tung und Ver­eh­rung der aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit, aus der Ver­eh­rung und Anru­fung der Got­tes­mut­ter Maria, aller Engel und Hei­li­gen Got­tes. Als Katho­li­ken leug­nen oder ver­än­dern wir nicht das Hei­li­ge — son­dern wir leh­ren, bezeu­gen und beken­nen es! Wo die Sün­de mäch­tig wird, ist die Gna­de Got­tes über­groß. Wo die Sün­de herrscht, schla­gen und „zet­teln“ wir kei­ne 95 The­sen an die Wand oder pro­te­stie­ren wie einst Luzi­fer gegen Gott — son­dern wir beten, kämp­fen mit der Macht des Gebe­tes, dem hei­li­gen Erz­engel Micha­el, der Süh­ne, des Opfers, des Fastens, mit Sakra­men­ta­li­en (Weih­was­ser, Kru­zi­fix, geweih­te Ker­zen, Bil­der, Medail­len, Reli­qui­en, Ska­pu­lie­re usw.) und wer­den so — fest ver­trau­end auf die gött­li­che Vor­se­hung — gegen das Böse sie­gen — Jesus, ich ver­traue auf Dich! Gegen das Gebet sind der Teu­fel und alle sei­ne Dämo­nen macht­los — sie müs­sen wei­chen!
      Der Hei­land hat nicht — wie Luther — die Hei­li­gen­ver­eh­rung abge­schafft, son­dern der Hei­land, der Hei­lig­ste, hei­ligt und för­dert unab­läs­sig die Hei­lig­keit der See­len. Jesus, der selbst als Jude gebo­ren wur­de, hat nicht die Misstän­de des dama­li­gen Juden­tums mit Ver­fol­gung oder Mord bekämpft — er hat für die Juden und für sein Volk — das Volk Got­tes — immer wie­der gebe­tet und unab­läs­sig zum Gebet auf­ge­for­dert. ( Wachet und betet…Vaterunser, Gleich­nis­se usw.) Jesus hat zum Ver­zei­hen und zur Fein­des­lie­be und nicht zum Hass und Töten auf­ge­ru­fen. Jesus sag­te von sich selbst, dass er sanft, gütig und von Her­zen demü­tig sei — hat Mar­tin Luther das auch von sich gesagt? Jesus Chri­stus, der Sohn Got­tes, der Hei­lig­ste der Hei­li­gen hat das Wort Got­tes nicht umge­deu­tet oder umge­schrie­ben. Er war gekom­men, nicht um Gott zu „refor­mie­ren“ oder zu zer­schla­gen, son­dern Jesus war in der Welt, um das Wort Got­tes durch die Pro­phe­ten zu ver­kün­den und zu erfül­len. Jesus ver­kün­de­te kein eige­nes „Jesus-Evan­ge­li­um“ wie Luther es mit sei­nem auf sei­ne per­sön­li­chen Sün­den zuge­schnit­te­nen „Luther­e­van­ge­li­um“ und die Abschaf­fung aller 6 Sakra­men­te (bis auf die Tau­fe) tat. Jesus war und ist Got­tes Sohn und Gott zugleich — er war voll­kom­men o h n e Sün­de. Jeder Mensch — auch Mar­tin Luther — ist ein Sün­der — und die Geschich­te des Häre­ti­kers zeigt uns deut­lich wie sehr Luther ein eif­ri­ger Sün­der war, der unzäh­li­ge Sün­der zur Sün­de ver­führ­te und bis heu­te durch sei­ne dia­bo­li­sche Leh­re bis heu­te ver­führt. Ver­füh­rung stammt nicht von Gott, des­halb führt das Hei­li­ge nie­mals zur Sün­de. Jesus führt die „reform­be­rei­te“ See­le durch Reue, Beich­te, Buße, Opfer und Süh­ne zur Hei­lig­keit — zum himm­li­schen Vater.
      Katho­lisch ist katho­lisch — pro­te­stie­rend und sich damit pro­te­stan­tisch oder selbst­re­dend als evan­ge­lisch zu bezeich­nen hat mit dem katho­li­schen Glau­ben nichts zu tun. Rich­ti­ges bleibt immer rich­tig — Fal­sches oder Abge­spal­te­nes bleibt immer falsch. Wahr­heit bleibt Wahr­heit — Lüge bleibt Lüge. Aus der Freund­schaft mit der Welt, die Feind­schaft mit Gott und allem Hei­li­gem bedeu­tet, kann nie­mals der wah­re Glau­be — die gött­li­che Wahr­heit — ent­ste­hen.
      Pro­te­stan­ten wer­den nicht in das Him­mel­reich gelan­gen, weil sie pro­te­stan­ti­schen Glau­bens sind oder weil sie sich luthe­ri­sche oder evan­ge­li­sche Chri­sten nen­nen, son­dern nur falls sie sich zum Katho­li­zis­mus bekeh­ren. Chri­sten, die zu Gott nur „Herr, Herr„rufen oder sol­che, die sich ver­harm­lo­send und ver­wir­ren­der­wei­se als „evan­ge­li­sche Chri­sten“ bezeich­nen, kön­nen nicht zur ewi­gen Anschau­ung Got­tes gelan­gen. Das himm­li­sche Para­dies und die Ewi­ge Freu­de blei­ben in Ewig­keit allein allem Hei­li­gen vor­be­hal­ten. Der Teu­fel, alle Luther­an­hän­ger und Göt­zen­die­ner leben in Ewig­keit in der Höl­le, der Ewi­gen Ver­damm­nis und Qual — nie­mals im Him­mel.
      Fazit: Jede See­le auf Erden muss sich — solan­ge sie noch Zeit dazu hat — über den katho­li­schen Glau­ben infor­mie­ren und anschlie­ßend zum Katho­liz­mus der einen hei­li­gen, wah­ren katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che Jesus Chri­sti im über­lie­fer­ten Römi­schen Ritus kon­ver­tie­ren.
      In kei­nem ande­ren als dem Hei­land, als in Jesus Chri­stus selbst, ist das Heil zu fin­den. Nie­mand kommt zum Vater — ausser durch Chri­stus — nie­mand!
      Nie­mand kommt allein durch das 2. vati­ka­ni­sche Kon­zil, durch die Bischofs­kon­fe­renz, durch eine Syn­ode, durch inner­kirch­li­che Frei­mau­rer, durch den einen fal­schen der bei­den Päp­ste, durch fal­sche Pro­phe­ten, Irr­leh­rer, Häre­ti­ker oder Mar­tin Luther zum himm­li­schen Vater — nie­mand. Der Vater aller fal­schen Reli­gio­nen ist der Vater der Lüge — der Teu­fel höchst­per­sön­lich.

      • Der pro­te­stan­ti­schen Leh­re füh­le ich mich unend­lich fern, eine Annä­he­rung ist mir nicht mög­lich und stre­be sie auch nicht an.
        Zudem füh­le ich mich mit Maria ver­bun­den, wie ja auch schon mein Nick­na­me ver­rät.

        Sie schrei­ben:
        „Pro­te­stan­ten wer­den nicht in das Him­mel­reich gelan­gen, weil sie pro­te­stan­ti­schen Glau­bens sind oder weil sie sich luthe­ri­sche oder evan­ge­li­sche Chri­sten nen­nen, son­dern nur falls sie sich zum Katho­li­zis­mus bekeh­ren.“

        Lie­be Regi­na, das ist sehr aus­schließ­lich und hart for­mu­liert.
        Es steht uns nicht zu, dar­über zu befin­den, wer ins Him­mel­reich gelangt.
        Dar­über hat nur Gott zu befin­den.
        Viel Gutes für Sie!

        • Bei Gott allein ist die Wahr­heit zu fin­den. Wahr­heit bedeu­tet gleich­zei­tig Klar­heit — Ein­deu­tig­keit.
          Wenn die Bibel sagt, dass wir nur durch Jesus zum Vater ‑zum Him­mel-fin­den, dann ist das so.
          Eurer Ja, sei ein Ja, euer nein ein nein, heißt es in der Hei­li­gen Schrift.
          Bei Gott gibt es kein „Jein“. Jesus war gesandt wor­den, um die Kin­der Isra­els zu Gott zu füh­ren, Eine heid­ni­sche Frau muss­te vor Jesus erst ihren festen Glau­ben an Gott beken­nen, bevor Jesus ihre Toch­ter von dem Dämon befreite.…„Geh, dein Glau­be hat dir gehol­fen“…
          Papst Bene­dikt sag­te, dass die evan­ge­li­schen Chri­sten kei­ne Kir­che im Sin­ne Chri­sti sei­en — sie sei­en ledig­lich eine Glau­bens­ge­mein­schaft.
          Die Bezeich­nung als evan­ge­li­sche oder pro­te­stan­ti­sche Chri­sten ist seit jeher irre­füh­rend: ent­we­der bin ich Christ und damit Katho­lik oder ich bin es nicht und damit kein Christ. Jesus hat sich nie wider­spro­chen. Die evan­ge­li­schen, luthera­ni­schen, pro­te­stan­ti­schen oder frei­kirch­li­chen Chri­sten wider­spre­chen Gott, denn kei­ne die­ser men­schen­ge­mach­ten Zusatz­be­zeich­nun­gen stammt von Gott. Das ist wider­sin­nig in sich selbst; es gibt auch kein trocke­nes Was­ser, kei­nen himm­li­schen Dämon oder kei­nen hei­li­gen Teu­fel. Christ ist, wer katho­lisch ist. Der gesam­te Him­mel ist katho­lisch — dort gibt es aus­schließ­lich Hei­li­ge. Nie­mand dort ist nur „ein biss­chen katho­lisch“, ein biss­chen evan­ge­lisch, ein biss­chen frei­kirch­lich, ein biss­chen sata­ni­stisch, ein biss­chen heid­nisch oder gar demon­stra­tiv ein biss­chen „pro­te­stie­rend“ (= pro­te­stan­tisch).
          Das schließt nicht aus, dass es im Him­mel auch Hei­li­ge gibt, die zu Leb­zei­ten nicht katho­lisch waren, aber alle Hei­li­gen haben sich ‑spä­te­stens in den letz­ten Augen­blicken ihres irdi­schen Lebens, was nur Gott allein weiß — dem Katho­li­zis­mus zuge­wandt, sonst blei­ben ihnen die Ewi­ge Anschau­ung und die Ewi­ge himm­li­sche Freu­de auf ewig ver­wehrt.

      • @Regina, Sie schrei­ben:
        „Pro­te­stan­ten wer­den nicht in das Him­mel­reich gelan­gen, weil sie pro­te­stan­ti­schen Glau­bens sind oder weil sie sich luthe­ri­sche oder evan­ge­li­sche Chri­sten nen­nen, son­dern nur falls sie sich zum Katho­li­zis­mus bekeh­ren.“
        Das ist geist­li­cher Hoch­mut! Glau­ben Sie wirk­lich, dass z.B. christ­li­che Mär­ty­rer evan­ge­lisch-pro­te­stan­ti­scher Kon­fes­si­on wie z.B. Diet­rich Bon­hoe­fer, Sophie Scholl oder der zu den sog. Lübecker Mär­ty­rern gezählt evan­ge­li­sche Pastor Fried­rich Stell­brink nicht in den Him­mel gekom­men sind, weil sie nicht katho­lisch gewor­den sind?
        Eine solch eng­stir­ni­ge Hal­tung wäre ein­fach lächer­lich!

        • Sehe wirk­lich nicht ein, was an Ihrem Stell­brink ein Mär­ty­rer sein soll. Wenn sei­ne Aus­sa­ge in der Palm­sonn­tags­pre­digt stim­men soll­te, wäre das eine unfass­ba­re Blas­phe­mie, von der Ver­höh­nung der zivi­len Bom­ben­op­fer ganz abge­se­hen.

          • @Franz Lech­ner, ich emp­feh­le Ihnen, sich über Pastor Stell­brink gründ­li­cher (z.B. wenig­stens über Wiki­pe­dia) zu infor­mie­ren, ehe Sie ihn hier öffent­lich her­ab­set­zen, indem Sie dama­li­ge Vor­wür­fe gegen ihn — einschl. angeb­li­cher Got­tes­lä­ste­rung(!) — durch die Gesta­po und die Nazi-Juri­sten als mög­li­cher­wei­se zutref­fend hin­stel­len.

            Das auch gegen ihn ergan­ge­ne und voll­streck­te Todes­ur­teil wur­de u.a. post­hum auf­ge­ho­ben.

          • Dan­ke für den Tipp
            Und voilà:
            „Nach dem schwe­ren Bom­ben­an­griff auf Lübeck in der Nacht zum Palm­sonn­tag vom 28. März auf den 29. März 1942 soll Stell­brink in sei­ner Pre­digt im Kon­fir­ma­ti­ons­got­tes­dienst am Palm­sonn­tag unmit­tel­bar danach gesagt haben, dass Gott mit mäch­ti­ger Spra­che gere­det habe“
            Fuß­no­te: Der genaue Wort­laut die­ser Pre­digt ist nicht über­lie­fert; die­se Dar­stel­lung folgt der 1946 auf­ge­schrie­be­nen Erin­ne­rung der Toch­ter

            (Wiki­pe­dia)

            Spricht also alles dafür, dass das wahr ist (und eine ande­re Dar­stel­lung aus unbe­denk­li­cher Quel­le gibt es offen­sicht­lich nicht). Gott spricht dem­nach durch sei­ne Die­ner Chur­chill und Bom­ber-Har­ris mit mäch­ti­ger Spra­che. Tschul­di­gung, mit die­sem comi­schen „Mär­ty­rer“ hab ich gewis­se Pro­ble­me.

          • Wur­den nicht im Alten Testa­ment schwe­re Nie­der­la­gen und Heim­su­chun­gen des Vol­kes Isra­el durch des­sen Fein­de sei­tens der israe­li­schen Pro­phe­ten man­ches Mal als Got­tes Gericht und Zorn wegen des Abfall eben Sei­nes Vol­kes gedeu­tet und eben den Israe­li­ten zwecks Umkehr zu Gott gepre­digt?
            Erfolg­te Pastor Stell­brinks Kon­fir­ma­ti­ons­pre­digt nicht wohl aus ähn­li­cher Inten­ti­on: Sei­nen Lands­leu­ten ins Gewis­sen zu reden, um sie zur geist­li­chen Umkehr zu bewe­gen?
            Wel­che Ver­bre­chen waren vor­her von der deut­schen Füh­rung ange­ord­net und in ihrem Namen und Bil­li­gung began­gen wor­den?
            Ich erin­ne­re nur an die Bom­bar­die­run­gen von Guer­ni­ca in Spa­ni­en oder von Coven­try in Eng­land.
            In bei­den Fäl­len ging es ein­deu­tig um Bom­ben-Ter­ror gegen die jewei­li­ge Zivil­be­völ­ke­rung. Jetzt war in Lübeck ein erster ver­gleich­bar bru­ta­ler Gegen­schlag — dies­mal gegen die deut­sche Zivil­be­völ­ke­rung ‑erfolgt.
            Pastor Stell­brink hat für sei­nen dama­li­gen Mut und sei­ne Zivil­cou­ra­ge mit sei­nem Leben bezahlt und sei­ne Fami­lie hat bis weit nach dem Krieg noch sehr lei­den müs­sen, bevor er erst viel spä­ter — auch in sei­ner Kir­che — reha­bi­li­tiert wur­de.
            Ihn als „komi­schen Mär­ty­rer“ zu ver­un­glimp­fen, wie Sie es hier öffent­lich tun, kommt einer erneu­ten spä­ten Ver­höh­nung die­ses christ­li­chen Opfers der Nazi­dik­ta­tur gleich.

          • Ich zitie­re hier als Nach­trag zu mei­nem Kom­men­tar aus­zugs­wei­se über Pastor Stell­brink mit eige­nen Ergän­zun­gen in ecki­gen Klam­mern:
            „Stell­brinks in der Erzie­hung ange­leg­ter [ursprüng­li­cher] Anti­ka­tho­li­zis­mus wich einer zuneh­men­den Offen­heit. In die­ser freund­schaft­li­chen Ver­bin­dung [zu den drei spä­ter eben­falls als Mär­ty­rer hin­ge­rich­te­ten Lübecker Kaplä­nen] wuchs die Ein­sicht in die Bedeu­tung der Pre­dig­ten des Bischofs von Mün­ster, Graf von Galen, sie ent­hüll­ten unwi­der­leg­bar den ver­bre­che­ri­schen und men­schen­ver­ach­ten­den Cha­rak­ter der Nazi­herr­schaft [an Hand der Eutha­na­sie-Mor­de]. Es kam [sei­tens Pastor Stell­brinks und der gen. Kaplä­ne] zur gemein­schaft­li­chen Ver­viel­fäl­ti­gung und Ver­brei­tung die­ser Pre­dig­ten [gegen die Eutha­na­sie-Ver­bre­chen]. Dar­in ist die eigent­li­che Ursa­che für Ver­haf­tung, Pro­zess und Todes­ur­teil zu sehen.“

          • Anhand die­ses The­mas ist es wirk­lich unan­ge­mes­sen, die unse­li­ge Geschich­te des Bom­ben­krie­ges auf­zu­rol­len, da dies dif­fe­ren­zier­ter und sach­kun­di­ger zu erfol­gen hät­te, als Sie es mit Ihren ste­reo­ty­pen Ver­wei­sen getan haben.Jedenfalls wäre Ihr (impli­zit vor­ge­brach­tes) Argu­ment der Rezi­pro­zi­tät selbst im Fal­le des Zutref­fens gegen jeg­li­che katho­li­sche Moral. Der Ver­weis auf das AT ist schon recht weit her­ge­holt, schließ­lich haben wir mitt­ler­wei­le ein Neu­es, wo sich nichts Der­glei­chen her­lei­ten lässt. Ich will Sie auch nicht dran hin­dern, Ihren Stell­brink zu ver­eh­ren, ich für mei­nen Teil hal­te sei­ne Pre­digt für unge­heu­er­lich, und zwei­fel­los war sie (schon auf­grund ders zeit­li­chen Zusammenhanges)maßgeblich für sei­ne Ver­haf­tung. Sie wäre ihm auch in ande­ren kriegs­füh­ren­den Län­dern übel bekom­men.
            Was Sie sonst an Stell­brinks Taten als „eigent­li­che“ Ursa­che vor­brin­gen: alles gut und schön, zur Last ist ihm ganz offen­sicht­lich die­ses Eine gelegt wor­den. Und für die­ses ist er ganz sicher kein Mär­ty­rer, son­dern einer, der sich, egal aus wel­chen Grün­den, ver­rannt hat (wie er es übri­gens auch anhand sei­ner Bio­gra­phie ersich­ticht schon zuvor getan hat).

          • Stu­die­ren Sie doch mal die Geschich­te der Lübecker Mär­ty­rer sowie z.B. die dama­li­gen Pro­zess­ak­ten, dann wer­den Sie schon sehen, wes­halb die Nazis die 4 Lübecker Geist­li­chen — eben auch Pastor Stell­brink — zum Tode ver­ur­teilt haben!
            Sie, @Franz Lech­ner, las­sen noch nicht ein­mal die War­nun­gen und Straf­pre­dig­ten der israe­li­ti­schen Pro­phe­ten als Tra­di­ti­on, in der er sich pre­di­gend sah, gel­ten, nur weil Sie im Alten Testa­ment ste­hen, das Sie wohl als über­holt anse­hen.
            Wis­sen Sie, dass die Nazis sei­ner­zeit ähn­lich gegen das Alte Testa­ment pole­mi­sier­ten und es sei­tens Ver­tre­tern der sog. „Deut­schen Chri­sten“ als „Juden­buch“ ver­un­glimpf­ten?

            Ihre Behaup­tung, im Neu­en Testa­ment fin­de sich nichts zu den alt­te­sta­men­ta­ri­schen Straf­pre­dig­ten Ver­gleich­ba­res, stimmt nicht: In Mt10,15, Mt11,24 sowie Lk10,12 sind ent­spre­chen­de äußerst dra­sti­sche Dro­hun­gen des Herrn Jesus Chri­stus gegen Got­tes Wort und Boten ableh­nen­de Städ­te uns zur War­nung und Mah­nung über­lie­fert. Chri­stus sagt ja von sich selbst, dass er nicht gekom­men sei, das Tho­ra­ge­setz auf­zu­he­ben son­dern viel­mehr es zu erfül­len.
            Sie hal­ten Pastor Stell­brink für kei­nen christ­li­chen Mär­ty­rer — die Kir­chen sehen das [inzwi­schen] anders.

        • Hier haben Sie, lie­ber Kas­san­dro, ein­deu­tig Recht! Als Ver­fas­ser des
          oben ste­hen­den Bei­trags über die Mit­erlö­ser­schaft Mari­ens war ich
          gestern über die­sen Kom­men­tar von Regi­na sehr erschrocken. Natür­lich
          gibt es auch hei­lig­mä­ßi­ge evan­ge­li­sche Chri­sten! Natür­lich kön­nen
          Pro­te­stan­ten auch in den Him­mel kom­men. Alles ande­re ist m.E. eine
          ungu­te tra­di­tio­na­li­sti­sche Ver­en­gung!

          • Wenn Sie all­um­fäng­lich die wah­re Leh­re Chri­sti anneh­men kön­nen, wer­den sie bestimmt auch in den Him­mel kom­men kön­nen, den­ke ich. Auch kom­men nicht alle Katho­li­ken in den Him­mel — so ganz auto­ma­tisch geht das nicht.
            Und apro­pos „Luther­jahr“ — das allein ist eine Got­tes­lä­ste­rung!
            Den Men­schen zu fei­ern, der die­se Spal­tung voll­bracht hat.

          • Sor­ry! „Sie“ natür­lich kein geschrie­ben — steht für die Evan­ge­li­schen. Und in Sachen Luther soll­te man bes­ser zum Hl. Geist um Erkennt­nis in die­ser Ange­le­gen­heit bit­ten… Denn nicht über­all wo Jesus drauf steht, ist auch Jesus drin. Dies gilt auch in Bezug auf Erschei­nun­gen. Wenn man nur immer dar­auf ver­traut, was einem vor­ge­legt wird, was wir zu glau­ben hät­ten und was nicht, wer­den wir bald im Regen ste­hen. Denn vie­le Hir­ten leh­ren nicht mehr die wah­re Leh­re…

    • @Marienzweig, bewah­ren Sie sich zumin­dest Ihre Unsi­cher­heit bzw. Zwei­fel in die­ser umstrit­te­nen Ange­le­gen­heit.

      Es ist mehr als groß­spu­rig, ALLEN — auch nicht­ka­tho­li­schen — CHRISTEN die sog. „Mit­erlö­ser­schaft“ Mari­ens bei aller son­sti­gen zu Recht bestehen­den Wert­schät­zung der Mut­ter­got­tes als ein PARADIGMA (= dog­ma­ti­sche Lehr­mei­nung) auf­ok­troy­ie­ren zu wol­len.

      Das gäbe nur wie­der neue Irri­ta­tio­nen und Spal­tun­gen.

      • @ Kas­san­dro: Sie wider­spre­chen sich! Falls Sie mei­ne ande­ren Kom­men­ta­re zum The­ma „Mit­erlö­se­rin“ lesen, wer­den Sie ent­decken, dass es kei­ne nicht­ka­tho­li­schen Chri­sten gibt! Ent­we­der man ist Katho­lik und damit Christ oder man ist es nicht! Gott selbst sagt, dass er die „Lau­en“ aus sei­nem Mund aus­spucken wird. Gott meint damit alle lau­en Chri­sten und alle, die sich vom tra­di­tio­nel­len über­lie­fer­ten katho­li­schen Glau­ben wie er den Hei­li­gen ein für alle­mal gege­ben wur­de, abge­spal­ten haben. Es gibt Men­schen, die den katho­li­schen Glau­ben ‑oft aus Bequem­lich­keit oder wider bes­se­res Wis­sen durch die nach­kon­zi­la­re Kir­che ver­las­sen haben, die sich aber trotz­dem mit der Bezeichnung(evangelisch, pro­te­stan­tisch, frei­kirch­lich, usw.) „Christ“ rüh­men oder schmücken. Das ist im Grun­de genom­men Titel­an­ma­ßung, weil es für die Chri­sten — die Katho­li­ken sind — irre­füh­rend ist oder die­se zur glei­chen Sün­de der Häre­sie ver­führt. Vor mei­ner Bekeh­rung zur tra­di­tio­nel­len Kir­che vor fast drei Jah­ren, hat­te ich mir im Novus Ordo mei­nen sehr enga­giert geleb­ten katho­li­schen Glau­ben „zurecht­ge­ba­stelt“ — was mir an den Gebo­ten oder Leh­ren Got­tes nicht pass­te, habe ich pas­send gemacht.. Ich fühl­te mich im Recht — weil „alle“ es so machten..stehende Hand­kom­mu­ni­on, Buß­got­tes­dienst statt per­sön­li­cher Beich­te, Lek­to­rin (gott­sei­dank nie Kom­mu­ni­on­hel­fe­rin), Mit­ge­stal­tung moder­ner Got­tes­dien­ste usw.…
        Gott ist in sei­nen Aus­sa­gen — in sei­ner Wahr­heit — immer klar und deut­lich, sodaß kei­ne Men­schen­ge­nera­ti­on jemals bevor­zugt oder benach­tei­ligt wird.
        Die Mut­ter­got­tes selbst führt nie zu Spal­tun­gen oder „Irri­ta­tio­nen“, sie­he die ver­ein­ten Her­zen Jesu und Mari­ens.
        Wie Fran­zel gleich unter­halb mei­ner Ant­wort rich­tig geschrie­ben hat: War­um soll der Pro­te­stan­tis­mus ‑oder ich füge hin­zu- war­um sol­len wei­te­re abge­spal­te­ne Glau­bens­ge­mein­schaf­ten, die selbst kei­ne Dog­men haben, Grad­mes­ser für den katho­li­schen Glau­ben oder für neue Dog­men sein?

        • @Regina, ist Ihnen schon ein­mal auf­ge­fal­len, dass die evan­ge­li­schen Chri­sten das [fast] iden­ti­sche Glau­bens­be­kennt­nis beten wie wir Katho­li­ken?
          Sie beten nur im Unter­schied zu uns „christ­li­che“ statt „katho­li­sche“ Kir­che.
          Natür­lich ist bei den Pro­te­stan­ten auch das Vater Unser und weit­ge­hend der Bibel­ka­non dem der römisch-katho­li­schen Kir­che gleich, ohne dass ich hier die gra­vie­ren­den Unter­schie­de zwi­schen den christ­li­chen Kon­fes­sio­nen klein­re­den will.
          Den nicht­ka­tho­li­schen Kon­fes­sio­nen aber das Christ­sein abzu­spre­chen, zeugt nach mei­nem Urteil von einer gro­ßen und unge­recht­fer­tig­ten Hybris.
          Ich ken­ne den tra­di­tio­na­li­sti­schen Katho­li­zis­mus aus lang­jäh­ri­ger eige­ner Pra­xis. Statt beson­ders exklu­si­ver Nach­fol­ge Chri­sti besteht dabei jedoch — zumin­dest bei man­chen — die Gefahr des Abdrif­tens in ein Neo-Pha­ri­sä­er­tum, in wel­chem man sich und sei­nes­glei­chen im allei­ni­gen Besitz der Wahr­heit und des Heils­we­ges zu Gott wähnt und die dem eige­nen Weg nicht eben­falls nach­fol­gen­den Glau­bens­ge­schwi­ster besten­falls bemit­lei­det wenn nicht gar stolz abschreibt und gar ver­dammt.
          Was der HERR selbst zu sei­ner irdi­schen Leb­zeit von sol­chem pha­ri­säi­schen Den­ken hielt, kann jeder in den Evan­ge­li­en nach­le­sen und im eige­nen Leben beher­zi­gen.

    • War­um so ängst­lich? Hat der Eine und Drei­fal­ti­ge Gott nicht selbst Maria zur Köni­gin des Him­mels gekrönt kraft Ihrer Ver­dien­ste vor allem auch im gan­zen Mit­lei­den der Schmer­zen Ihres Soh­nes? Wenn ande­re Pro­ble­me mit der Stel­lung der Mut­ter­got­tes im Heils­ge­sche­hen haben, na und? Der Pro­te­stan­tis­mus kann kein Grad­mes­ser für die Dog­men der Kir­che sein.

  7. Dog­ma­ti­sie­run­gen wur­den in der Kir­chen­ge­schich­te immer dann vor­ge­nom­men, wenn eine Fra­ge strit­tig war und Anlass für Spal­tung in der Kir­che bestand — dann ist das Lehr­amt klä­rend ein­ge­schrit­ten. Wenn ich mir die Situa­ti­on der Kir­che heu­te anschaue, in der so vie­le Bau­stel­len wie­der in Betrieb genom­men wur­den, die eigent­lich schon längst dog­ma­tisch geklärt wor­den sind, dann wür­de ich doch drin­gend emp­feh­len, das Haupt­au­gen­merk auf die Ver­kün­di­gung jener zen­tra­len Glau­bens­in­hal­te len­ken, anstatt eine neue Front zu eröff­nen, die wohl für die mei­sten Gläu­bi­gen ein abso­lu­ter Neben­schau­platz dar­stellt. Außer­dem wür­de eine sol­che Dog­ma­ti­sie­rung der Mit­erlö­ser­schaft Mari­ens — wie auch schon ange­merkt wur­de — wohl eher zu einer wei­te­ren Spal­tung füh­ren als zu einer Eini­gung, da die Gefahr von häre­ti­schen Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen mei­ner Mei­nung nach sehr groß ist. Eine Fokus­sie­rung man­cher Krei­se auf die­ses The­ma kann ich mir daher nur als völ­li­ge Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on der kata­stro­pha­len Lage erklä­ren, in der sich die Kir­che der­zeit befin­det.

  8. Weiss jemand hier ob Papst Joan­nes Pau­lus II hie­ru­e­ber etwas gesagt hat?Da er ein gro­sser Maria­ver­eh­rer war wuess­te ich ger­ne sei­ne Mei­nung.

    • Betr. der Hal­tung des hl. Pap­stes Johan­nes Paul II. zu der Ange­le­gen­heit:
      Er (JP II.) hat offen­sicht­lich auf das Urteil Kar­di­nal Josef Ratz­in­gers, des dama­li­gen Lei­ters der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, gehört, der ja ein der­ar­ti­ges Dog­ma nicht befür­wor­te­te, wie u.a. den obi­gen Aus­füh­run­gen des Dr. Büning zu ent­neh­men ist.

      • Lie­ber Kas­san­dro,
        eigent­lich mische ich mich in die Dis­kus­si­on als Ver­fas­ser des zu
        kom­men­tie­ren­den Bei­trags nicht ein. Aber hier muss ich doch klar und
        deut­lich eine Lan­ze für den Hl. Johan­nes Paul II. bre­chen. Die­ser gro­ße
        Papst hat den Titel „Mit­erlö­se­rin“ aus­drück­lich 6x (!!) in diver­sen
        Anspra­chen erwähnt. Hier nur ein Bei­spiel in Bezug auf die Hl. Bir­git­ta
        von Schwe­den, die die­sen Titel auch erwähnt hat: „Bir­git­ta schau­te auf
        Maria als ihr Vor­bild … Sie rief sie als Imma­cu­la­ta, Schmer­zens­mut­ter
        und Mit­erlö­se­rin an, indem sie Mari­ens ein­zig­ar­ti­ge Stel­lung in der
        Heilsdge­schich­te und im Leben des christ­li­chen Vol­kes pries.“ (Anspra­che
        zum 600. Jah­res­tag der Hei­lig­spre­chung der Hl. Bir­git­ta am 6. Okto­ber
        1991). Also, bit­te bei der Wahr­heit blei­ben. Johan­nes Paul II. hat Maria
        klar und deut­lich mit die­sem Ehren­ti­tel vor der gan­zen Kir­che bezeugt
        und geehrt.

        • Es ist aller­dings ein enor­mer Unter­schied, ob ein Papst den zumin­dest sehr leicht miss­zu­ver­ste­hen­den Titel „Mit­erlö­se­rin“ ehrend „neben­bei und unter ande­rem“ in irgend­wel­chen Anspra­chen gebraucht oder ob man als Papst ihn in ein DOGMA (=von Allen Katho­li­ken unbe­dingt zu glau­ben­den Lehr­satz!) fasst.

        • Ergän­zung:
          In der ange­führ­ten Anspra­che des hl. Johan­nes Paul II. gebraucht er den Titel „Mit­erlö­se­rin“ für Maria aus­drück­lich die Glau­bens Pra­xis der hl. Bri­git­ta beschrei­bend und zitie­rend.
          Das bedeu­tet kei­nes­falls zumin­dest für die­sen Fall, dass er selbst für sei­ne Per­son den Gebrauch die­ses Ehren­ti­tels für Maria anwen­det.

  9. Bin auch mehr als skep­tisch. Maria ist kei­ne Erlö­se­rin, son­dern die wich­tig­ste Für­spre­che­rin. Dass sie einen unab­ding­ba­ren Bei­trag zum Erlö­sungs­werk Chri­sti bei­getra­gen hat, ist unstrit­tig, aller­dings wür­de dies rein kau­sal bese­hen auch für Judas Ischa­ri­ot und Pon­ti­us Pila­tus gel­ten. Die Erlö­sung selbst wird uns aus­schließ­lich durch Chri­sti Opfer­tod zuteil. Das „Ja“ Mari­ens selbst bewirkt noch kei­ne Erlö­sung, es ist dafür Vor­aus­set­zung gewe­sen, con­di­tio sine qua non für die Geburt (und damit natür­lich auch für den Opfer­tod) des Erlö­sers. Aber des­halb kann die­ses „Ja“ nicht mit der eigent­li­chen Erlö­sungs­tat gleich­ge­setzt wer­den.
    Selbst­ver­ständ­lich bin ich der Auf­fas­sung, dass ein „über­schie­ßen­des“ Gebet an Maria, in wel­chem also über die Bit­te um Für­spra­che hin­aus sozu­sa­gen um „direk­te Inven­ti­on“ gebe­ten wird(„hilf, dass X wie­der gesund wird!“), hel­fen kann, dass man es „oben“ nicht so genau nimmt.
    Aber in der Mit­erlö­ser­schaft scheint mir der Ver­dacht eines grund­sätz­li­chen dog­ma­ti­schen Feh­lers zu lie­gen.

    • Wer­ter Franz Lech­ner,
      Ihr Kom­men­tar ent­hält einen ent­schei­den­den Feh­ler ! Nie­mand will oder wird Maria als Erlö­se­rin ver­eh­ren — das ist sie defi­ni­tiv nicht!
      Es geht um den Ehren­ti­tel, der Maria zusteht: sie ist Mit­erlö­se­rin. Sie dür­fen den für die gött­li­che Wahr­heit ent­schei­den­den Zusatz „Mit“ nicht über­se­hen, denn Erlö­ser und Mit­erlö­se­rin sind nicht das­sel­be! Ähn­lich ver­hält es sich mit dem Wort Sün­der und der Sün­de als sol­cher. Der rie­si­ge Unter­schied besteht dar­in: Gott liebt jeden Sün­der, aber er hasst die Sün­de. Lei­der wird in Dis­kus­sio­nen oder Bei­trä­gen sehr oft nicht unter­schie­den zwi­schen Sün­de und Sün­der, wes­halb oft­mals falsch argu­men­tiert wird, indem Men­schen behaup­ten, Gott lie­be sowohl den Sün­der wie auch des­sen Sün­den — da Gott ja barm­her­zig ist, wür­de er bei­des „tole­rie­ren“ oder er wür­de die Sün­de ohne Beich­te ein­fach so ver­zei­hen. Der mensch­li­che Stolz dekla­riert den eige­nen Schöp­fer­gott zum „Gut­men­schen“, um unge­stört wei­ter sün­di­gen zu dür­fen. Des­halb for­dern eini­ge immer wie­der Respekt, Tole­ranz und Akzep­tanz gleich­ge­schlecht­li­cher „Lie­be“ oder um die Ver­wir­rung zu stei­gern, bezeich­net man sich wider­sin­ni­ger­wei­se als „gleich­ge­schlecht­li­cher Katho­lik“. Das ist abso­lut wirr und falsch, denn ent­we­der ist man Katho­lik oder man ist kei­ner — ent­we­der man ist homo­se­xu­ell oder man ist es nicht. Davon abge­se­hen, ist die Tod­sün­de wider­na­tür­li­cher Geschlecht­lich­keit nicht Got­tes The­ma, son­dern das The­ma des Teu­fels.
      Gott geht es um die Hei­li­gung jeder See­le durch Tugen­den wie etwa die der Keusch­heit!
      Bei Gott exi­stiert kei­ne neue „Wort­schöp­fung“, die Hei­lig­keit und Sün­de mit ein­an­der kom­bi­niert. Es gibt bei Gott bei­spiels­wei­se kei­ne „schwu­len Hei­li­gen“.….
      Gott kann nie­mals Tod­sün­den seg­nen oder sie irgend­wie „tole­rie­ren“, „wür­di­gen“, „ach­ten“ oder „respek­tie­ren“. Gott ach­tet und respek­tiert den frei­en Wil­len des Men­schen das Gute oder das Böse zu tun. Frei­mau­rer­tum und Pro­te­stan­tis­mus haben Gott durch das 2. vati­ka­ni­sche Kon­zil gezwun­gen, die­se fal­sche men­schen­zen­trier­te Kir­che zu Gun­sten ahnungs­lo­ser unschul­di­ger See­len zu „tole­rie­ren“. Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar, heißt es im Grund­ge­setz der BRD. Wie steht es mit der Wür­de Got­tes? Durch unab­läs­si­ges Sün­di­gen tritt der stol­ze Mensch die Wür­de sei­nes eige­nen Schöp­fers mit Füßen. Durch die Sün­de, macht der Mensch sich selbst zum Dämon, der wie Luzi­fer gegen Gott rebel­liert und sei­nen eige­nen himm­li­schen Vater bekämpft.
      Jesus und die Bezeich­nung „Hei­land“ sagen es bereits: — Jesus Chri­stus ist der ein­zi­ge und allei­ni­ge Erlö­ser. Es gibt nie­man­den sonst, der die­sen Titel bean­spru­chen darf oder könn­te. Maria — die Mut­ter Jesu — ver­langt ledig­lich zu Recht das Dog­ma als Mit­erlö­se­rin, weil sie den Erlö­ser gebo­ren hat. Ohne Maria kein Jesus — ohne Jesus kei­ne Erlö­sung — ohne Erlö­sung kei­ne Kir­che — ohne Kir­che immer noch kei­ne Ver­söh­nung mit Gott, weil die Erb­sün­de nicht ohne den Mes­si­as getilgt wer­den kann.

      • Lie­be Regi­na, es ist halt schon alles recht spitz­fin­dig. Sie schrei­ben selbst: „Ehren­ti­tel“. Wozu dient ein Ehren­ti­tel, außer zur Ver­eh­rung? Die Zei­le „Freu dich du Him­mels­kö­ni­gin“ ist wohl eine Akt der Ver­eh­rung. „Maria du Mit­erlö­se­rin“ wohl auch. Natür­lich wird man Maria mit die­sem Titel anru­fen und ver­eh­ren. Und das „Mit-“ — nun ja, heißt eben nichts ande­res, dass sie AUCH eine Erlö­se­rin ist. Ein Mit­tä­ter ist ein Täter, ein Mit­schuld­ner ist ein Schuld­ner usw. Maria ist eben KEINE sol­che Erlö­se­rin. Sie hat Chri­sti Erlö­sungs­werk ermög­licht, kau­sal her­bei­ge­führt (wie gesagt, mit etwas Pole­mik könn­te man hier auch auf Judas und Pila­tus ver­wei­sen), aber nicht das Erlö­sungs­werk als sol­ches geschaf­fen.
        Die Welt wür­de durch die­se Titel­ver­lei­hung nicht unter­ge­hen, kei­ne Fra­ge. Ich will Sie da wahr­lich nicht der Häre­sie bezich­ti­gen. Aber ich blei­be dabei: kau­sa­le Ermög­li­chung einer Tat ist nicht gleich die­se Tat selbst. Anders aus­ge­drückt: Maria ist Got­tes­ge­bä­re­rin, aber nicht gött­lich.

  10. In Regi­na cae­li beten wir:

    Freu dich,
    du Him­mels­kö­ni­gin, Hal­le­lu­ja!

    Den du zu tra­gen
    wür­dig warst, Hal­le­lu­ja,

    er ist auf­er­stan­den,
    wie er gesagt, Hal­le­lu­ja.

    Papst Bene­dikt XVI. beim Regi­na cae­li zum Mari­en­mo­nat Mai im Jahr 2010: „In der Oster­zeit lädt uns das Gebet Regi­na cae­li ein, uns mit Maria über die Auf­er­ste­hung ihres Soh­nes zu freu­en und sie um ihre Für­bit­te anzu­ru­fen.“

    Im Ange­lus­ge­bet ver­neh­men wir Maria:
    „Sie­he, ich bin die Magd des Herrn, mir gesche­he nach dei­nem Wort.“

    • Ich zitie­re im Fol­gen­den den Katho­li­schen Kate­chis­mus von Basel:
      „122. Ist es gleich­gül­tig, wel­cher Kir­che man ange­hört?
      Es ist not­wen­dig um Got­tes Wil­len, dass man der katho­li­schen Kir­che ange­hört.
      Chri­stus sagt: ‚Wer die Kir­che nicht hört, gel­te wie ein Hei­de und öffent­li­cher Sün­der‘ (Mt 18,17). Wer erkennt und über­zeugt ist, daß die katho­li­sche Kir­che die wah­re Kir­che ist und trotz­dem nicht in sie ein­tritt, kann nicht selig wer­den.
      123. Kön­nen Anders­gläu­bi­ge auch selig wer­den?
      Anders­gläu­bi­ge kön­nen auch selig wer­den, wenn sie in der hei­lig­ma­chen­den Gna­de ster­ben. […] Sol­che Men­schen wer­den nicht durch ihre Irr­leh­re selig, son­dern durch die Gna­de Chri­sti.“
      (Katho­li­scher Kate­chis­mus von Basel, 1947)

      • @Instaurare:
        Das hier zitier­te Her­ren­wort aus dem Mat­thä­us­evan­ge­li­um ist aus dem Zusam­men­hang geris­sen und kann nicht [mehr] für die angeb­lich heils­not­wen­di­ge Zuge­hö­rig­keit zur katho­li­schen Kir­che ange­wen­det wer­den.
        Nach des Herrn Wort in Mk16,16 ist eben die christ­li­che(!) Tau­fe heils­not­wen­dig.
        Die römisch-katho­li­sche Kir­che erkennt die Tau­fe in der evan­ge­li­schen Kir­che an wie umge­kehrt auch — ergo sind bei­de Tau­fen CHRISTLICH!
        Wol­len Sie päpst­li­cher sein als das kirch­li­che Lehr­amt?

      • Bei den zwei zitier­ten Num­mern sind die Erklä­run­gen des Kate­chis­mus sehr wich­tig um die katho­li­sche Leh­re voll­stän­di­ger dar­zu­stel­len. Des­halb rei­che ich die Erklä­rung zur Nr. 123 nach

        Um in der hei­lig­ma­chen­den Gna­de zu ster­ben ist es nötig, daß man den Wil­len Got­tes erfüllt, wenn man ihn kennt.
        Sol­che Men­schen wer­den nicht durch ihre Irr­leh­re selig, son­dern durch die Gna­de Chri­sti. Doch feh­len ihnen vie­le Gna­den­mit­tel.
        Auch Katho­li­ken kön­nen nur selig wer­den, wenn sie im Stand der Gna­de als gehor­sa­me Kin­der der Kir­che ster­ben.

        Mah­nung: „Nichts Ehren­vol­le­res, nicht Erha­be­ne­rers, nichts Ruhm­rei­che­res kann je erdacht wer­den, als anzu­ge­hö­ren der hei­li­gen katho­li­schesn Kir­che“ (Papst Pius XII.). Schön und wahr sagt der hei­li­ge Cypri­an (gest. 258): „Der kann Gott nicht zum Vater haben, der die Kir­che nicht zur Mut­ter hat“

        • Mit „Anders­gläu­bi­ge“ sind doch hier nicht Chri­sten ande­rer Kon­fes­sio­nen son­dern Gläu­bi­ge nicht­christ­li­cher Reli­gio­nen (Juden, Mus­li­me, Bud­dhi­sten etc.) gemeint.
          Und:
          Zur Zeit des hl. Cypri­an war die christ­li­che Kir­che halt noch nicht in ver­schie­de­ne Kon­fes­sio­nen gespal­ten.

          • Nur die katho­li­sche Kir­che hat die gan­ze Leh­re Chri­sti durch alle Zei­ten bis zum heu­ti­gen Tag rein und unver­fälscht bewahrt.
            Nie­mals hat die katho­li­sche Kir­che behaup­tet, daß die getrenn­ten Brü­der und Schwe­stern die gan­ze Wahr­heit ver­lo­ren ver­lo­ren hät­ten. Ein Kon­ver­tit braucht daher bei sei­ner Rück­kehr zur Mut­ter­kir­che nur sei­ne Irr­tü­mer, nicht aber wahr­haft christ­li­che Leh­ren und Grund­sät­ze auf­zu­ge­ben.

            Der Mensch kann trotz sei­ner fal­schen Reli­gi­on hei­lig wer­den, aber nicht durch sie!

  11. Ich ver­ste­he die Auf­re­gung hier über­haupt nicht. Dass Maria durch ihr aus frei­em Wil­len gespro­che­nes „Fiat“ den Erlö­ser gebo­ren hat und ihr damit eine ein­zig­ar­ti­ge, her­aus­ge­ho­be­ne Stel­lung im Heils­plan Got­tes zukommt, ist der Inhalt aller katho­li­schen Mari­en­dog­men und aller katho­li­scher Mario­lo­gie und aller katho­li­scher Mari­en­ver­eh­rung. Der Titel MIT-Erlö­se­rin ist des­halb in der bis­he­ri­gen Leh­re der Kir­che über Maria und im Glau­ben der Katho­li­ken längst inklu­diert. Das Argu­ment, eine Dog­ma­ti­sie­rung des­sen, was bereits immer und zu allen Zei­ten geglaubt wur­de, kön­ne zu (öku­me­ni­schen) Miss­in­ter­pre­ta­tio­nen füh­ren, ist, gemes­sen dar­an, ohne Bedeu­tung.

    • @hicesthodie, Sie schrei­ben:
      „Der Titel MIT-Erlö­se­rin ist des­halb in der bis­he­ri­gen Leh­re der Kir­che über Maria und im Glau­ben der Katho­li­ken längst inklu­diert.“
      Nö, das stimmt nicht.
      Ich glau­be alles, was in der hei­li­gen Schrift über Maria Ehren­vol­les aus­ge­sagt wird bzw. was sie gei­ster­füllt selbst über sich wun­der­bar im Magni­fi­cat aus­sagt.
      Das und die Mari­en­dog­men genü­gen!
      Den Titel „Mit­erlö­se­rin“ hat die Mut­ter­got­tes nie für sich bean­sprucht, er ist auch kein Bestand­teil des christ­li­chen Glau­bens­be­kennt­nis­ses. Inso­fern ist es unred­lich, zu behaup­ten, die­ser Titel sei immer und all­zeit von den katho­li­schen Chri­sten geglaubt wor­den.

      • Sie ist es aber, eben weil sie an der Erlö­sung mit­ge­wirkt hat, indem Sie den Erlö­ser gebar. So ein­fach ist das.

        • Nö, so ein­fach ist es eben nicht.
          Kein ver­nünf­ti­ger Mensch wür­de behaup­ten, die Mut­ter eines Nobel­preis­trä­gers sei eine „Mit-Nobel­preis­trä­ge­rin“.
          Maria ist die Mut­ter des Erlö­sers Jesus Chri­stus aber kei­ne Mit-Erlö­se­rin.

        • So ein­fach ist das?
          Nein, ist es nicht, son­dern ganz falsch. Maria hat nicht an der Erlö­sung mit­ge­wirkt. Blo­ße kau­sa­le Ermög­li­chung ist kei­ne Mit­wir­kung! Dra­stisch for­mu­liert (nur zur Ver­an­schau­li­chung): Hat sich Maria für unse­re Sün­den kreu­zi­gen las­sen? Sind wir durch ihr ver­gos­se­nes Blut erlöst wor­den?
          Es gibt nur einen Erlö­ser und Maria hat ihn gebo­ren. Das ist sehr viel. Und natür­lich ist ihr Bei­trag sehr hoch ein­zu­schät­zen. Aber das ändert nichts dar­an, dass wir durch kei­ne ein­zi­ge Hand­lung Mari­ens per se erlöst wer­den kön­nen.

      • Maria hat nie etwas für sich „bean­sprucht“, außer, prak­tisch jede Sekun­de ihres irdi­schen Lebens den Drei­fal­ti­gen Gott zu lie­ben, zu ehren, Ihm immer in allem wohl­ge­fäl­lig sein (jede Minu­te ihres Lebens) und Ihm ihr Leben ganz zu schen­ken, und das heißt: ins­be­son­de­re auch den gan­zen Kreuz­weg von Anfang an mit­zu­ge­hen. Denn sie kann­te ja bestens die Pro­phe­zei­un­gen des Alten Testa­ments über den gemar­ter­ten Got­tes­sohn und wuß­te und erkann­te mit Schmer­zen, daß ihr Sohn nur so den Men­schen letzt­lich erlö­sen konn­te von Tod und Teu­fel.
        Schon das Geschenk der Myr­rhe wies dar­auf hin und dann auch die Wor­te des grei­sen Sime­on im Tem­pel. Den­noch hat Maria das gro­ße Opfer gebracht, auf ihren Sohn zu ver­zich­ten und mit ihm see­lisch wie auch kör­per­lich alles Leid bis hin­auf nach Gol­go­tha zu tra­gen, mit­zu­tra­gen. Des­we­gen: Mit-Erlö­se­rin; denn dies war und ist der Wil­le Got­tes selbst.

  12. Wor­te der heu­ti­gen Tages­hei­li­gen, Stig­ma­ti­sier­ten und Mysti­ke­rin Mar­t­he Robin (+ 06.02.1981):

    „Alle Chri­sten haben das zu lei­den was an der Pas­si­on Jesu Chri­sti am mysti­schen Leib der Kir­che noch fehlt. Ich bin nur ein Zei­chen um dar­auf hin­zu­wei­sen.“

    Die Hei­li­ge ver­brach­te über 50 Jah­re ans Bett gefes­selt, mit Blind­heit geschla­gen und von den größ­ten kör­per­li­chen und see­li­schen Lei­den heim­ge­sucht.

    • Ergän­zung, Quel­le Wiki­pe­dia:

      Die Unter­la­gen ihres Selig­spre­chungs­pro­zes­ses befin­den sich seit 1998 beim Hei­li­gen Stuhl.

      Bei Mar­t­he Robins Requi­em am 12. Febru­ar 1981 kon­ze­le­brier­ten vier Bischö­fe und mehr als 200 Prie­ster. Es waren etwa 7.000 Men­schen anwe­send. Seit 2000 besu­chen jähr­lich etwa 40.000 Men­schen das Zim­mer, in dem Mar­t­he den Groß­teil ihres Lebens ver­bracht hat­te. Am 26. März 1991 wur­de im Bis­tum Valence ihr Selig­spre­chungs­pro­zess eröff­net.

      Ihre Betrach­tun­gen und Gebe­te, die sie anfangs selbst ver­fass­te und spä­ter dik­tier­te, sind vor allem in der fran­zö­si­schen katho­li­schen Kir­che sehr bekannt. Der Phi­lo­soph Jean Guit­ton ver­fass­te 1985 Por­trait de Mar­t­he Robin. Sie wur­de im Lau­fe ihres Lebens von zehn­tau­sen­den Pil­gern auf­ge­sucht, die ihren Rat schätz­ten, und hat auch star­ken Ein­fluss auf das Ent­ste­hen neu­er geist­li­cher Gemein­schaf­ten genom­men, wie etwa der Gemein­schaft vom hei­li­gen Johan­nes oder der Gemein­schaft Emma­nu­el. Der Postu­la­tor des Selig­spre­chungs­pro­zes­ses ist Prie­ster der Gemein­schaft Emma­nu­el

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